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Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

A pessoa está no centro

ohne Namen · Arquidiocese de São Paulo – Artigos e pronunciamentos do Cardeal Odilo Scherer · 2026-09-12 · São Paulo · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Gemeinschaft · tragend

Die katholische Soziallehre fordert, die inhärente Würde der menschlichen Person im Zentrum aller sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen zu halten, insbesondere um Entmenschlichung durch Technologie und Egoismus zu verhindern.

Die menschliche Person, die weit erhabener ist als all ihre Erfindungen und Technologien, darf durch diese nicht in den Hintergrund gedrängt werden.

Der Text stellt die Würde der menschlichen Person als zentrales Prinzip der katholischen Soziallehre heraus und verweist auf die Enzyklika 'Magnifica humanitas' (2026) von Papst Leo XIV. Er argumentiert, dass im Zeitalter der künstlichen Intelligenz die Gefahr der Entmenschlichung durch technologische Mechanismen und kulturelle Tendenzen wie Hass und Egoismus besteht. Die Würde wird als inhärenter Bestandteil der menschlichen Natur definiert, der vom Staat geschützt werden muss. Es werden weitere Prinzipien wie die Unterordnung der sozialen Ordnung unter die moralische, Solidarität, Gemeinwohl und die Priorität der Arbeit über das Kapital erläutert. Der Text betont, dass Privateigentum eine soziale Funktion hat und nicht absolut ist. Schließlich wird die Sorge um das menschliche Leben und die Natur als 'gemeinsames Haus' als wachsendes Thema der Soziallehre dargestellt. Die Forderungen richten sich an Gesellschaft, Staat und Öffentlichkeit, um einen integralen Humanismus zu fördern.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Die menschliche Person muss im Zentrum des sozialen, politischen und wirtschaftlichen Lebens stehen. Dies ist das grundlegende Prinzip der katholischen Soziallehre, das seit Ende des 19. Jahrhunderts wiederholt bekräftigt wurde. In der Enzyklika Magnifica humanitas über den Schutz der menschlichen Person im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (2026) erinnerte Papst Leo XIV. an dieses und andere große, grundlegende Prinzipien für die Entwicklung eines integralen Humanismus. Diese Sorge rechtfertigt sich im Zeitalter der künstlichen Intelligenz: Die menschliche Person, die weit erhabener ist als all ihre Erfindungen und Technologien, darf durch diese nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Es ist notwendig, die einzigartige Würde jedes Menschen zu wahren, unabhängig von seiner sozialen, wirtschaftlichen, ethnischen oder kulturellen Verfassung. In keiner Weise darf man dem Risiko der Entmenschlichung nachgeben, sei es durch technologische Mechanismen oder, noch mehr, durch kulturelle Tendenzen wie blinden Hass, intoleranten Fundamentalismus und gefühllosen Egoismus. Die Würde der menschlichen Person ist das am häufigsten wiederkehrende Thema in der Soziallehre der Kirche. Leo XIII. schrieb in der Enzyklika Rerum Novarum (1891): „Niemandem ist es erlaubt, die Würde des Menschen ungestraft zu verletzen“ (Nr. 57). Diese Würde wird nicht vom Staat oder von der Gesellschaft verliehen, da sie der menschlichen Natur selbst inhärent ist. Staat und Gesellschaft haben die Aufgabe, sie anzuerkennen und zu schützen. Jedes System, das die Würde der menschlichen Person verletzt, ist ungerecht und unterdrückend. Die Unterordnung der sozialen Ordnung unter die moralische Ordnung ist ein fundamentales Prinzip des von der Kirche vorgeschlagenen integralen Humanismus: Alles und alle werden von der moralischen Ordnung regiert, die letztlich die Ordnung ausdrückt, die der Schöpfer für die Geschöpfe gewollt hat. Daher müssen das Zusammenleben und alle menschlichen Aktivitäten ihre Referenz in der rechten moralischen Ordnung haben, die durch die Vernunft erkannt werden kann. Die schweren sozialen und politischen Probleme sind stets aus moralischen Fragen hervorgegangen. Auch das Prinzip der Solidarität durchzieht die gesamte Sozialdoktrin der Kirche. Alle sind voneinander abhängig und auch füreinander verantwortlich. Papst Franziskus entwickelte dieses Prinzip in seiner Enzyklika Fratelli tutti (2020) und wies auf die universale Brüderlichkeit zwischen den Menschen und Völkern als Grundlage der Solidarität unter allen hin. Dieses Prinzip widerspricht allen Formen eines geschlossenen, nur auf private Interessen gerichteten sozialen oder politischen Individualismus. Der Aufbau der sozialen Ordnung benötigt Gerechtigkeit, aber auch brüderliche Liebe. Das Gemeinwohl, ein weiteres Prinzip, das stets in den sozialen Dokumenten der Kirche präsent ist, bezieht sich auf die Förderung des Wohls aller – von Individuen, Gruppen und Völkern. Papst Johannes XXIII. definierte in der Enzyklika Mater et Magistra (1961) das Gemeinwohl als die Gesamtheit der sozialen Bedingungen, die die integrale Entwicklung der Personen ermöglichen und fördern (vgl. Nr. 65). Dieses Prinzip findet seinen Ausdruck in der Bestätigung der Menschenrechte, in der Verteidigung und Förderung des Lebens, der Bildung, der Nahrung, der Unterkunft, unter anderem. Die Förderung des Gemeinwohls obliegt allen, aber vor allem dem Staat, denn dies ist der Hauptgrund für das Bestehen der organisierten Gesellschaft und des Staates. Die Priorität der Arbeit über das Kapital wird seit der Enzyklika Rerum novarum von Leo XIII. (1891) bekräftigt. Obwohl die Beziehung zwischen Kapital und Arbeit notwendig ist, stellt die Arbeit die Bestätigung der Person dar, während das Kapital ein instrumentelles Gut ist. Die Arbeit ist mit der subjektiven Dimension des Menschen verbunden, der das Subjekt der Arbeit ist und sich durch sie verwirklicht und ausdrückt. Leo XIV. bekräftigte in der Enzyklika Magnifica humanitas (2026) die Sorge um den Schutz der Würde der Arbeiter und der Arbeit in der aktuellen digitalen Transformation. Die Lohnfrage wird ihrerseits von der sozialen Lehre der Kirche mit besonderer Aufmerksamkeit begleitet. Leo XIII hat sich bereits mit dem gerechten Lohn im Kontext der schweren Arbeiterfrage, die aus der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts resultierte, befasst. Der gesetzliche Lohn ist nicht immer auch ein gerechter Lohn, der ausreichen muss, um die würdige Existenzsicherung des Arbeiters zu gewährleisten. Die menschliche Arbeit kann nicht lediglich als Ware betrachtet werden, die den Gesetzen des Marktes unterliegt. Die Soziallehre der Kirche bekräftigt das Recht auf Privateigentum an Gütern, einschließlich der Produktionsmittel. Zugleich lehrt sie jedoch, dass das Privateigentum kein absolutes und unbeschränktes Recht ist. Johannes Paul II. schrieb: „Die Güter dieser Welt sind ursprünglich allen bestimmt“ und deshalb besitzt auch das Privateigentum eine soziale Funktion: „Auf dem Privateigentum lastet eine soziale Hypothek“ (vgl. Enzyklika Sollicitudo rei socialis, 1987, Nr. 42). Schließlich ist die Sorge um das menschliche Leben und die Natur eine wachsende Besorgnis in der Soziallehre der Kirche. Das Prinzip des „gemeinsamen Hauses“ wurde vor allem aus den Enzykliken Caritas in veritate (2009) von Benedikt XVI. und Laudato si‘ von Franziskus (2015) heraus entwickelt. Die Welt der Natur ist das Haus und die Umgebung des Lebens, die den Menschen und die übrigen Wesen beherbergt, nährt und erhält. In dieser Umgebung vollziehen sich die menschlichen Beziehungen sowie die Fürsorge füreinander und für das Haus, das allen gehört. Kardinal Odilo Pedro Scherer Erzbischof und Metropolit von São Paulo Ursprünglich veröffentlicht in der Zeitung O ESTADO DE S.PAULO am 12. September 2026
Wortlaut im Original
A pessoa humana deve estar no centro da vida social, política e econômica. Este é o princípio básico do ensino social da Igreja Católica, reafirmado desde o final do século 19. Na encíclica Magnifica humanitas , sobre a salvaguarda da pessoa humana na era da inteligência artificial (2026), o papa Leão XIV recordou esse e outros grandes princípios fundamentais para o desenvolvimento de um humanismo integral. Essa preocupação justifica-se na era da inteligência artificial: bem mais magnífica do que todas as suas invenções e tecnologias, a pessoa humana não deve ser obscurecida por elas. É preciso salvaguardar a dignidade única de cada ser humano, não importando a sua condição social, econômica, étnica ou cultural. Em nada se pode ceder ao risco da desumanização, quer por mecanismos tecnológicos, quer, ainda mais, por tendências culturais, como o ódio cego, o fundamentalismo intolerante e o egoísmo insensível. A dignidade da pessoa humana é o tema mais recorrente no ensino social da Igreja. Leão XIII escreveu na encíclica Rerum Novarum (1891): “A ninguém é lícito violar impunemente a dignidade do homem” (n.º 57). Essa dignidade não é outorgada pelo Estado ou pela sociedade, pois é inerente à própria natureza humana. O Estado e a sociedade têm a missão de a reconhecer e de velar por ela. É injusto e oprimente qualquer sistema que fere a dignidade da pessoa humana. A subordinação da ordem social à ordem moral é um princípio fundamental do humanismo integral proposto pela Igreja: tudo e todos são regidos pela ordem moral, que expressa, em última análise, a ordem querida pelo Criador para as criaturas. Por isso, a convivência e todas as atividades humanas precisam ter sua referência na reta ordem moral, que pode ser conhecida pela razão. Os graves problemas sociais e políticos são sempre decorrentes de questões morais. Também o princípio da solidariedade perpassa toda a doutrina social da Igreja. Todos dependem uns dos outros e também são responsáveis uns pelos outros. O papa Francisco desenvolveu este princípio na sua encíclica Fratelli tutti (2020), indicando a fraternidade universal entre as pessoas e os povos como base da solidariedade entre todos. Este princípio opõe-se a todas as formas de individualismo social ou político fechado e voltado apenas aos interesses privados. A edificação da ordem social necessita de justiça, mas também de amor fraterno. O bem comum, outro princípio sempre presente nos documentos sociais da Igreja, se refere à promoção do bem de todos – indivíduos, grupos e povos. O papa João XXIII, na encíclica Mater et Magistra (1961), definiu o bem comum como o conjunto das condições sociais que permitem e favorecem o desenvolvimento integral das pessoas (ver n.º 65). Esse princípio se traduz na afirmação dos direitos humanos, na defesa e promoção da vida, da educação, do alimento, de moradia, entre outros. A promoção do bem comum cabe a todos, mas, sobretudo, ao Estado, pois é esse o motivo principal da existência da sociedade organizada e do Estado. A prioridade do trabalho sobre o capital vem sendo afirmada desde a encíclica Rerum novarum , de Leão XIII (1891). Embora seja necessária a relação entre capital e trabalho, este representa a afirmação da pessoa, enquanto o capital é um bem instrumental. O trabalho está relacionado com a dimensão subjetiva do homem, que é o sujeito do trabalho e que se realiza e se expressa por meio dele. Leão XIV, na encíclica Magnifica humanitas (2026), reafirmou a preocupação com a salvaguarda da dignidade dos trabalhadores e do trabalho na atual transição digital. A questão salarial, por sua vez, é acompanhada com atenção especial pelo magistério social da Igreja. Leão XIII já tratou do justo salário no contexto da grave questão operária decorrente da revolução industrial do século 19. Nem sempre o salário legal é também um salário justo, que deve ser suficiente para assegurar a subsistência digna do trabalhador. O trabalho humano não pode ser tido apenas como uma mercadoria, sujeita às leis do mercado. A Doutrina Social da Igreja afirma o direito à propriedade privada de bens, inclusive dos meios de produção. Ao mesmo tempo, porém, ensina que a propriedade privada não é um direito absoluto e ilimitado. João Paulo II escreveu: “Os bens deste mundo são originariamente destinados a todos” e, por isso, também a propriedade privada possui uma função social: “Sobre a propriedade privada pesa uma hipoteca social” (ver encíclica Sollicitudo rei socialis , 1987, n.º 42). Enfim, o cuidado da vida humana e da natureza é uma preocupação crescente na Doutrina Social da Igreja. O princípio da “casa comum” foi desenvolvido, sobretudo, a partir das encíclicas Caritas in veritate (2009), de Bento XVI, e Laudato si’, de Francisco (2015). O mundo da natureza é a casa e o ambiente da vida, que abriga, nutre e sustenta o homem e os demais seres. Nesse ambiente acontecem as relações humanas e o cuidado de uns pelos outros e pela casa, que é de todos. Cardeal Odilo Pedro Scherer Arcebispo Metropolitano de São Paulo Publicado originalmente no jornal O ESTADO DE S.PAULO em 12 de setembro de 2026