Christen sollen ihre Austauschbarkeit vor Gott anerkennen, um aus dem Ego herauszuwachsen, und dabei auf die Kraft des Heiligen Geistes vertrauen, die sie befähigt, alle Aufträge zu erfüllen.
Die Predigt analysiert das Gleichnis vom unnützen Knecht in Lukas 17, um ein modernes Missverständnis von Demut zu korrigieren. Der Sprecher erklärt, dass das Gleichnis im antiken Kontext ein normales Arbeitsverhältnis beschreibt, das heute fälschlich als ausbeuterisch gelesen wird. Er betont, dass Christen durch den Heiligen Geist die Kraft haben, alle Aufträge Gottes zu erfüllen, und ermutigt sie, selbstbewusst zu dienen. Das scheinbar abwertende Wort 'unnütze Knechte' wird als Ausdruck der Austauschbarkeit interpretiert, die das Ego bricht. Die zentrale Botschaft ist, dass Dienen kein Mittel zur Selbsterhöhung ist, sondern ein Weg, an dem der Segen Gottes teilhat. Der Text ruft dazu auf, die eigene Unzulänglichkeit zu akzeptieren, ohne in Selbstabwertung zu verfallen, und stattdessen in der Gewissheit der göttlichen Begleitung zu handeln.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Herzlich willkommen zur Predigt der FGG Dresden. Wir wünschen dir eine gewinnbringende Zeit. Mehr Informationen zu unserer Gemeinde findest du unter dresden.fg.de Ich hab dir Gedanken heute Vormittag zu dieser Predigt mal überschrieben mit vom Segen des Dienstes. Der Krieger hat das schon gesagt und wenn ich euch gleich den Text dazu vorlese, den ich mir dafür rausgesucht habe oder der Grundlage dafür ist, dann werde ich euch vielleicht ziemlich wundern. Ich finde, das ist so ein richtig ärgerlicher Text. Schon wenn ich den lese, könnte ich mich aufregen. Und vielleicht geht es euch ganz genauso. Wir gucken uns den mal an und ich habe so ein paar Gedanken dazu mitgebracht, warum ich ihn trotzdem so hilfreich finde. Also, ich lese aus Lukas 17 ab Vers 7 und habe auch mal bewusst an der Stelle die Lutherbibel genommen, weil die finde ich vom Wortklang her, vom Wortlaut her, dieses Gleichnis wirklich hervorragend wiedergibt. Jesus sagt, wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weitet und sagt ihm, wenn der vom Feld heim kommt, komm gleich her und setz dich zu Tisch. Wird er nicht viel mehr zu ihm sagen, bereide mir das Abendessen. Schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe. Und danach sollst du essen und trinken? Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war? So auch ihr. Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht, wir sind unnütze Knechte. Wir haben getan, was wir zu tun, schuldig waren. Für mich zählt dieses Gleichnis zu den sogenannten Outschgleichnissen. Es tut auf den ersten Blick einfach mal weh, wenn man dieses Gleichnis liest. Der arme Knecht, der schufte der den ganzen Tag, muss dann noch seinem Herrn Essen machen, bevor er etwas für sich machen darf und bekommt am Schluss noch nicht mal ein extra Danke. Lumperei, oder? Also da kann man sich da aufregen, kann man denn so mit Leuten umgehen? Das ist doch eine Frechheit. Aber bevor du dieses Gleichnis ärgerlich zur Seite legst, würde ich es dir gerne noch ein bisschen näher erläutern und vielleicht ändert sich ja der ein oder andere Blick während dieser Erläuterungen für dich. Dieses Gleichnis beschreibt eigentlich in der damaligen Zeit ein ziemlich typisches mittelständigem Mann der damaligen Zeit. Und genau das ist auch der Punkt, warum dieses Gleichnis für die Zuhörer Jesu relativ einfach zu verstehen war. Das, was Jesus erzählt, das kannten die aus ihrem Alltag. Das war das, wo sie sagten ja klar, so ist das bei uns immer ganz normal. Die Auflegung lohnt überhaupt nicht. Die hier beschriebenen Situation, die war ihnen einfach total geläufig. Und dieser Herr wirkte auf sie gar nicht, wie das vielleicht bei uns der Fall ist, dass wir denken, Mensch, der ist aber ganz schön hart mit seinem Angestellten. Das könnte man doch ein bisschen geschmeidiger machen. Das haben die Leute damals gar nicht gedacht, als sie das Gleichnis gehört haben. Das ist glaube ich schon mal wichtig, diesen Unterschied auch erst mal wahrzunehmen. Dieser Mann hier im Gleichnis, der hat Ackerland. Er hat Vieh und das ganze Mute zu an, als wenn er nur einen einzigen Knecht hat. Also er ist jetzt gar nicht der große Mittelständler, sondern einfach der, der sagt, Jo, ein bisschen was hab ich, allein mach ich das nicht. Ich hab dafür meinen Angestellten. Die Aufgabe des Knechtes war jetzt zunächst, einfach mal das Ackerland zu bestellen, dann das Vieh zu füttern. Ganz normal. Jeder hat gedacht, so ist das. Und wenn er dann mit beiden fertig ist, dann, weil der Herr eben nicht einen speziellen Hausknäch hat, hat er eben das bisschen, was im Haushalt auch noch anfiel mit erledigt. So könnte man das gerne so vielleicht verstehen. Und ihr merkt, der hatte schon ordentlich zu tun. So wenig ist im Haushalt ja nur auch nicht. Abends kehrte also dieser Mann von seinen Aufgaben ins Haus zurück. Und es ist auch nicht so, dass sein Herr ihn irgendwie schikaniert. Also man hört ja jetzt auch nicht, dass der Herr zu ihm sagt, wo kommst du jetzt erst her? Ich hab dich doch schließlich heute Morgen schon losgeschickt. Die Arbeit heute war nur wirklich nicht, von all dem nichts. Das läuft hier ganz geschmeidig durch. Der kommt nach Hause. Alles in Ordnung. Es ist ein ganz normales Arbeitgeber, Arbeitneberverhältnis, so wie es damals üblich war. Und da der Herr eben kein weiterer Knäch hat, ist es auch ganz normal, der Knäch geht erst mal hin und bereitet seinem Herrn das Abendessen. Und anschließend kann er auch essen. Auch hier, man hört nicht irgendwie raus, dass es dem Knäch dann irgendwas fehlt. Man könnte ja auch denken, hat mich mal jemand so angesprochen aus dem Bekanntenkreis, dass bei uns zu Hause gibt es zwei Kühlschränke. Den einen mit den guten Sachen für meine Eltern und den anderen mit den nicht so tollen Sachen für uns Kinder. Manche haben schon eine merkwürdige Einrichtung, würde ich sagen. Also hier ist es auch nicht so, da es gibt den guten Kühlschrank, das sind für den Herrn die feinen Steaks, die Remouladensauce und die Bratkartoffeln. Und für den Herrn gibt es vielleicht so ein paar schimmelige Liberspuller-Bulettung. Also von all dem liest man nichts. Sondern der im Gegenteil, nachdem der Herr gegessen hat, zieht er sich zurück und der Knäch kann sich an den gleichen Tisch setzen. Den gleichen Kramfutter und das gleiche Zeug trinken. Alles okay. Also ist auch keine, in dem Sinne keine zwei Klassenwirtschaft, dass der da vielleicht auch niedergemacht wird als Knäch und schlecht behandelt oder schlechtes Essen bekommt. Alles nicht. Man hat das Gefühl, die zwei laufen wie ein synchronisiertes Fahrwerk. Der Herr hat zu seiner Aufgaben Vieh einkaufen, Getreide verkaufen und so weiter. Und der Knäch hat zu seiner Aufgaben Vieh füttern, Getreide aussehen, Getreide ernten, die Scheune voll machen und abends eben dann auch für Essen sorgen. Es läuft total geschmeidig durch. Weil das für uns, für diese Verhältnisse damals für uns alles andere als normal sind, glaube ich, regen wir uns so ein bisschen auf darüber. Vor allem auch, dass der kein Extra-Lob bekommt. Aber das war für den Knäch überhaupt nicht nötig. Deshalb, das ist mein Daily Business, dafür bin ich da. Erst den Acker, dann das Vieh, dann den Herrn. Schluss, esse ich. Also auch da, es war nicht, dass das Bedürfnis gehabt hätte, extra gelobt zu werden. Trotzdem ist das natürlich schön, wenn man seine Leute mal lobt, oder? Ich sage bei uns in der Gemeinde immer, Leute, wenn ihr durch die Gemeinde geht, guckt hin und immer, wenn ihr was loben zu werdet, findet, lobt das. Das ist gut fürs Betriebsklima, finde ich. Also, es ist nicht schlimm, dass der das nicht bekam, aber es heißt ja auch nicht, dass wir es nicht machen dürften. Es ist schon schön, wenn wir das machen. Aber Jesus sagt damit, es besteht jetzt erst mal nicht unbedingt eine Notwendigkeit oder gar ein Anrecht. Sondern Jesus sagt, der Typ macht, was er machen soll, wozu er da ist. Und damit ist alles erst mal gut. Soweit das Gleichnis. Und vielleicht müsst ihr schon das erste Mal schlucken, aber ihr werdet noch mehr schlucken heute, glaubt mir. Da steckt noch eine ganze Menge mehr drin. Wir gehen mal weiter. Mir fallen nämlich so zwei Momente in diesem Gleichnis auf. Das erste Moment ist, als Jesus das Gleichnis auf seine Leute, also auf uns überträgt, das sagt er als Erstes, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war. Wenn ihr alles getan ... Es gibt ja ... Kennt ihr auch so Christen, die sagen mal, ich kann nichts, ich bin nichts. Und alles, was ich mache, genügt nicht. So, ich denke immer so, als Nächstes nimmst du jetzt auf den Kopf ab und schubst ihn unter den Arm und so. Also so ein ... Wieso ich das sagen? Das ist so ein falsch verstandenes, demütiges Verständnis. Genau das nicht, was der Krieger eben beschrieben hat. Mut zum Dienen. Sondern ... Also, was hier steht, ist ja erst mal, das redet nicht einem schwachen Christsein das Wort, sondern hier wird einfach erst mal gesagt, wenn du alles getan hast, was ich dir befohlen habe. Und das heißt, du kannst das. Jesus traut dir das zu. Jesus sagt, ich gebe dir Aufträge. Und diese Aufträge, die ich dir gebe, werden nie zu groß sein für dich. Sie werden auch nie zu klein sein für dich. Sondern sie werden immer passend sein. So, dass du diese Aufträge wirklich ausfüllen kannst. Du kannst alles tun, was ich dir sage. Und das ist ja auch kein Wunder, warum? Weil Jesus sagt, ich habe schließlich meinen Heiligen Geist in dich gelegt. Und deswegen kannst du alles tun, was ich dir auftrage. Du wirst nicht daran scheitern. Du musst nicht daran scheitern. Du darfst meine Kraft für dich in Anspruch nehmen. Denn alles, was ich dir auftrage, ist in meiner Kraft für dich möglich. Und alles meint hier alles. Also, wir müssen da auch nicht für irgendwas zurückschrecken. Dass es möglich ist, alles zu tun, das hat damit zu tun, dass Christus unseren Geist in uns gegeben hat. Und das bedeutet, wir dürfen wirklich auch als Christen stark und selbstbewusst sein durch diese Welt gehen. Und das tun, was Christus uns sagt oder zeigt in seiner Kraft. Wir müssen nicht immer irgendwie so das Gefühl haben, nicht zu genügen. Ich möchte euch an der Stelle einfach mal Mut machen. Früher hat man immer gesagt, Bauch rein, Prost raus. Also, ihr dürft da aufrecht durch diese Welt gehen. Du dürft euch über die Aufträge Jesu freuen und einfach an die Arbeit gehen, die umzusetzen in der Gewissheit. Es wird euch gelingen. Christus sagt, du kannst das. Wenn ihr alles getan habt, was ich euch befohlen habe. Und das zweite Moment scheint diesem ersten völlig entgegenzulaufen. Da denkt man, boah, jetzt kriegen wir aber nochmal ein rein. Es geht dann weiter, wenn ihr alles getan habt, was ich euch befohlen, was euch befohlen ist, so sprecht, wir sind unnütze Knechte. Wir haben getan, was wir zu tun, schuldig war. Okay, wir Christen sind also unnütze Knechte. Manche Übersetzung ist immer ganz interessant, dann mal so zu gucken, wie das die einzelnen Bibelübersetzungen übersetzen. Ich würde sagen, sie waren stets bemüht, dieses Wort unnütze Knechte zu vermeiden, weil das ja nicht so schön klingt in unseren Ohren heutzutage. Und sie haben es versucht zu ersetzen durch andere Worte. Aber ich sage euch mal, was dort original im Griechisch steht. Es ist noch viel dicker, unnütz, nichts nutzig, armselig, unwürdig, keines Lobeswürdig. Ja, man könnte eigentlich sagen, austauschbar. Ihr seid austauschbare Knechte. Treffer versenkt, oder? Boom! Das ist ja nur nicht unbedingt, dass man am Sonntag vor mir da hören möchte, wenn man hier gemütlich zum Gottesdienst kommt, oder? Das klingt so ganz anders. Aber Jesus sagt das so. Und vielleicht habt ihr schon mal so den Satz gehört, Gott hat keine anderen Hände und Füße als die Unzrücken. Also Jesus sagt mit diesem Gleichnis, wer auch immer das behauptet, meine Linie ist das nicht. Meine Linie ist das nicht. Jesus hat andere Hände und Füße. Wenn das uns zur Motivation ist, dass wir denken, er bekommt es ohne ihn uns nicht hin in dieser Welt, hätten wir ein ziemlich armseliges Gottesbild, würde ich mal behaupten. Ich glaube, Gott kann alles immer, jederzeit und überall. Und wenn er sich dafür entscheiden würde, es ohne uns Menschen zu tun, würde er das auch hinkriegen. Ich meine, er ist Gott. Wieso sollte er uns brauchen? Aber das Geniale an Gott ist, dass er sagt, ich möchte aber nicht ohne euch. Ich möchte mit euch und durch euch. Ich möchte, dass ihr etwas von diesem Segen des Dienens abbekommt, den ich ins Dienen gelegt habe. Ihr werdet merken, dass ihr darin aufblühen könnt im Dienst für mich. Also, um noch mal auf dieses Wort zurückzukommen, wir sind tatsächlich austauschbar, auch wenn Gott uns so sehr auf der anderen Seite würdigt. Wir sind austauschbar. Und ich glaube, das tut unserem Ego erst mal tierisch weh. Und wenn ihr diesen Schmerz und wenig habt, auf euch wirken lassen, dann lasst uns noch ein bisschen weiter in diese Richtung denken, damit wir eben diesen Segen Gottes auch persönlich entdecken, der auf allen liegt, die bereit sind, Gott zu dienen. Und ich hab gedacht, ich könnte ja jetzt alles Mögliche erzählen, so allgemeiner so. Aber das bringt es mir persönlich nicht so nah, als wenn ich so ein leibhaftiges Beispiel hab. Und darum hab ich gedacht, ich bin heute mal euer leibhaftiges Beispiel. Ich mach das mal an mir fest, was das für mich bedeutet vom Segen des Dienstes. Und was es bedeutet, am Ende austauschbar zu sein und trotzdem im Segen dienen zu dürfen. Also, was werdet ihr als Gemeinde machen, wenn ich in einigen Jahren als Pastor in Ruhe stand gehe? Richtig, ihr werdet einen neuen anstellen, mich austauschen gegen einen neuen. Was denn sonst? Das ist völlig normal. Oder? Ein anderer wird meine Stelle übernehmen. Ist das gemein von euch? Ich meine, ich werde dann über 30 Jahre euch gedient haben und ihr tauscht mich dann einfach aus? Ist das nicht fies? Wo kommen wir denn dahin? Nein, ist es nicht. Es ist ganz normal. So wird das kommen. Und vermutlich wird irgendeiner ein paar warme Worte finden. Wahrscheinlich kramt jemand doch ein paar peinliche Fotos raus. Wir haben alle nochmal Spaß. Auch das ist völlig normal. Und schon am nächsten Tag werdet ihr alle zur Tagesordnung übergehen. Und am nächsten Sonntag wird jemand anders stehen. So wird das kommen. Ist das gemein? Ist das undankbar? Ist das hartherzig? Nein. Es ist einfach normal. In ein paar Jahren werde ich ausgetauscht und die Jüngeren unter uns werden ein paar Jahre später an ihrer Stelle ausgetauscht. So ist das in dieser Welt. Das ist ganz normal. Wir haben dann getan, was wir bis dahin von Gott aufgetragen bekommen haben. Ich habe der Gemeinde, ihr habt noch einen Beruf und in der Gemeinde und in der Gesellschaft, je nach dem wo ihr unterwegs seid. Wir werden dann getan haben, was Jesus uns jeweils aufgetragen hat. Wir werden das in seiner Kraft wunderbar hinbekommen haben und dann wird ein Anderer an unserer Stelle weitermachen. Das ist alles ganz normal. Es ging den unnützen Knechten vor uns so, es wird uns zu ergehen und es wird genauso den unnützen Knechten nach uns ergehen. Ist das jetzt ein Grund voll Debli zu werden? Ich finde nicht. Es macht erst mal im guten Sinne demütig. Also es lässt aus dem Dicken ich mal ein bisschen die Luft raus, wie wenn du in so ein Windbeutel beißt. Aber dann kommt ja auch die Substanz auch beim Windbeutel. Es macht erst mal demütig. Aber ich glaube, es lohnt sich auch, dass diese Demut in uns greift, weil das bewahrt uns vor Hochmut und vor falschem Stolz. Und ich glaube, es macht uns empathisch und am Ende Dienst fähig. Und das darf es und das ist auch angemessen. Aber wir müssen nicht deprimiert sein, weil genau darum darauf Gottes Segen liegt. Und ich lade euch ein, den mit mir zu entdecken. Ich fang mal mit dem naheliegendsten an. Also wenn ich diese Formulierung hab, unnütziger Knecht Jesu, was wäre das Gegenteil, nützlicher Herr des Teufels. Gut, das wäre jetzt eine Alternative, aber für mich nicht besonders erstrebenswert, sag ich mal. Warum? Na ja, mir gefällt der Lohn nicht. Also als unnützer Knecht Christi steht an meinem Lebensende die Herrlichkeit bei Gott. Als nützlicher Herr des Teufels steht an meinem Lebensende die Hölle. Um es einfach mal kurz und knapp auf den Punkt zu bringen. Also von daher ist für mich unnütziger Knecht Jesu zu sein deutlich, deutlich schöner, deutlich lieber. Deswegen würde ich das lieber machen. Und das andere ist ja natürlich auch mein daily business. Als nützlicher Herr des Teufels würde ich in dieser Welt der Höllevorschub leisten. Aber als nützlicher Knecht Jesu Christi darf ich immer so ein Stückchen Himmel auf Erden bringen. Finde ich auch viel attraktiver, viel schöner. Und das bringt uns zum Zweiten. Unnütze Knecht Jesu brauchen keinen Extra-Lob, weil eben die Bezeierung auch schon stimmt. Nämlich unser Lohn ist Gottes Nähe auf Erden und am Ende die Herrlichkeit im Himmel. Und lass uns mal ehrlich sein, warme Worte auf Erden klar, die sind immer schön. Und wie gesagt, wir sollten nicht daran sparen. Aber satt wirst du davon nicht aus Dauer. Irgendwann verhalten die wieder. Sie sind gut fürs Betriebsklima auf jeden Fall. Aber auf Dauer, so ehrlich müssen wir wohl sein, kannst du davon nicht leben. Aber von der Jesu Nähe hier auf Erden und dann in seiner Herrlichkeit im Himmel, da lässt sich's gut leben. Der Lohn passt und ist deutlich besser als die Alternative. Und drittens bin ich genau darüber immer wieder erstaunt, dass Jesus uns so reich beschenkt. Wisst ihr warum? Fangen wir ganz vorne an, wer gab uns das Leben? Gott. Wer hat uns unser Schuld vergeben und uns neues ewiges Leben ermöglicht? Sein Sohn Jesus Christus. Wer hat uns mit Gaben ausgestattet, so dass wir im Alltag etwas bewegen können und wer gab uns geistliche Gaben, so dass wir auch im Reich Gottes etwas bewegen können? Gott beziehungsweise der Heilige Geist. Und wenn Jesus uns im Blick auf unseren Dienst sagt, ohne mich könnt ihr nichts tun in Johannes 15, dann zeigt das ja, woher überhaupt auch die ganze Wirkung und die Dynamik dessen kommt, was wir im Dienst bewegen dürfen. Ich kann euch heute Morgen versuchen, diesen Bibeltext auszulegen, euch nahezu bringen. Und dann bin ich zu Ende. Was der in euch auslöst, was ihr damit macht, das ist schon eine Sache zwischen Gott und euch. Darauf werde ich keinen Einfluss nehmen können. Ohne ihn kann ich nichts tun. Wenn euch dieser Predigt anspricht oder nicht anspricht, das hat ganz wesentlich etwas damit zu tun, ob ihr dem Herzen, eurem Herzen Gott gegenüber öffnet, dem Heiligen Geist öffnet und Raum gibt und das an euch heranlässt und Gott seinen Werk an euch tun darf, oder ob ihr sagt, also was der da vorne für die Grüße erzählt, nee, daran entscheidet sich das. Ohne mich könnt ihr nichts tun. Ohne mich ist keine Predigt, sagt Jesus, keine Predigt, kein Dienst, auch kein hilfreicher Dienst, kein praktischer Dienst. Ohne ihn ist das alles nichts wert. Können wir nichts tun, werden wir geistlich nichts bewegen. Heute Vormittag, jetzt vor ein paar Minuten, hat der Gottesdienst auf den Theaterplatz angefangen, mit 120 Sängern im Chor, ein riesengroßer Stadtfest Gottesdienst, dort werden wahrscheinlich Tausende sein heute Morgen. Und da ist es viele Wochen, viele Monate intensive Arbeit reingeflossen. Und das ist großartig, auch nachher das Lobreiskonzert ab 13.15. Großartig, es wird dort kommen. Aber ob das Frucht bringt, liegt einzig und allein an unserem Herrn Jesus. Ohne ihn können wir vielleicht die tollste Bühnenschau machen. Aber sie wird geistlich nichts bewegen. Und darum beten wir seit Wochen, beten für diesen Gottesdienst, dass Gott unsere Vorbereitung leidet, diesen Gottesdienst leidet, und dass diese Tausende von Leuten, dass die bewegt werden. Ich habe immer wieder gebeten und zum Himmel geguckt, um halb zwölf war es da hinten blau, also Theaterplatz wird trocken sein. Und das freut mich, weil dann können die Leute dort in Ruhe sitzen aufs Evangelium hören. Ohne mich könnt ihr nichts tun, sagt Jesus. Also, alle Wirkung, und das ist diese Großzügigkeit Gottes, alle Wirkung geht von ihm aus. Und deswegen finde ich, bin ich gerne in diesem Sinne unnützerknächt in dem Wissen, dass das eigentliche Wirken von Gott kommt. Natürlich gebe ich mein bestes, natürlich habe ich mich zu Hause hingesetzt, habe gebetet, habe gefragt, was wollen wir denn den Leuten sagen? Was ist dir wichtig? Was legst du mir aufs Herz? Was darf ich weitergeben heute Vormittag? Natürlich! Und trotzdem kommt irgendwann ein Punkt, wo ich es loslassen muss und sagen so, Herr, ab jetzt ist es deins, ohne dich kann ich nichts tun. Und es geht jedem von uns im Alltag so, wo immer ihr etwas von Jesus sagt, wenn es gesagt habt, müsst ihr es loslassen. Und ob es eine Wirkung beim anderen hat, ist eine Sache zwischen Jesus und dem anderen. Ohne ihn können wir nichts tun. Und ich finde es so schön, dass Gott sagt, aber mit mir ist euch alles möglich. Alles ist möglich dem, der glaubt, sagt Jesus mal. Alles