Die Freude der Christen gründet in ihrer Zugehörigkeit zu Jesus, der Botschaft vom Kreuz und der Gewissheit der Vollendung durch den Heiligen Geist, und sie äußert sich in einer Gemeindepraxis, die andere höher achtet als sich selbst.
Der Text ist eine Predigt über den Philipperbrief, die mit einer sommerlichen Einstimmung beginnt und dann auf Paulus im Gefängnis überleitet. Der Prediger stellt die Gemeinde in Philippi als erste europäische Gemeinde vor und beschreibt ihre soziale Vielfalt. Er nennt drei Gründe für die Freude der Philipper: ihre Zugehörigkeit zu Jesus, die Botschaft vom Kreuz und die Gewissheit, dass Gott das gute Werk in ihnen vollenden wird. Der Hauptteil behandelt Philipper 2,1-4 und das Thema, andere höher zu achten als sich selbst. Der Prediger betont, dass die Gemeinde in Philippi eine Kultur der Ermutigung und des tiefen Mitgefühls pflegt. Er lädt die Zuhörer ein, sich daran zu erinnern, was sie an ihrer eigenen Gemeinde schätzen, und verweist auf die Kraft der Gemeinschaft. Der Text schließt mit einem Zitat von Timothy Keller über die Gemeinschaft als Beziehungsnetz und Spiegel.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Ja, einen wunderschönen guten Morgen. Schön, dass ihr alle da seid. Ich weiß nicht, wie es euch geht, seid ihr schon im Ferienmodus angekommen? Mal kurz, wer fühlt schon so ein bisschen Sommerferien-Vibe? Okay, ein paar melden sich, also noch nicht wirklich. Glaubst du, dass wir mal meine erste Folie geben? Danke dir. Heute haben wir das Thema, die Kunstandrück groß zu machen. Und was ich dahinter verbirgt, werde ihr gleich erfahren. Doch ich habe euch erst mal so ein Sommerbild mitgebracht. Ich weiß nicht, wenn ihr so anschaut, also mein Herz geht auf, ist das nicht so ganz meine Brille da, die da drauf ist. Aber so ein Swimming-Tool, ein cooler Drink, blaues Wasser. Und ich merke, da steckt gleich die gute Laune. Das tut der Seele so richtig gut. Für mich müssen Sommerferien irgendwas mit Wasser zu tun haben, dann geht es mir gut. Bei Paulus ist es ein bisschen anders. Dem geht es auch gut tatsächlich hier. In dem Text, den wir heute lesen werden zusammen, der steckt hier mitten im Gefängnis drin. Und der steckt da nicht nur drin, sondern der leidet. Der ist unter Ketten, der ist festgekettet an anderen römischen Soldaten. Und es tagt ein, tagt aus in diesem dunklen Loch drin. Und er musste mit Rechnung, dass er die Todesstrafe bekommt. Und trotzdem ist Paulus so ganz anders. Der braucht kein Pool, der braucht kein Drink, sondern der hat Freude in seinem Herzen. Und das werden wir gleich so erfahren. Denn wir wollen uns zusammen den Philippa-Pfis anschauen. Und wenn du dich fragst, was du in den Sommerferien lesen willst, dann geb ich dir einfach mal den Philippa-Brief. Schauen die an, das sind kurze Kapitel, das kriegst du ganz locker in so einer Stunde gelesen. Genau, vielleicht hast du Lust dazu. Und die Gemeinde Philippa, die ist auf der zweiten Missionsreise gegründet worden, also ihr kriegt ein bisschen perfekt genannt. So um das Jahr 50 herum ist diese Gemeinde von Paulus gegründet worden. Ja, was macht diese Gemeinde besonders? Und das ist was richtig Cooles, denn das wusste ich ganz lange Zeit nicht. Das ist die erste Gemeinde in Europa. Und es geht nicht nur, dass es eine Gemeinde ist, sondern das Evangelium ist zum ersten Mal nach Europa gekommen. Manchmal denkt man sich ja, ja wir Deutschen, wir hatten das Christentum ja noch vor Israel, das war ja schon immer da, aber es ist nicht so, sondern damals können wir es so darauf berufen, ist zum ersten Mal die gute Nachricht nach Europa gekommen. Und diese Gemeinde, die ist ganz besonders, die ist noch ein bisschen krasser wie wir. Also wir sind schon ganz cool, ganz krass, aber die ist so viel gestaltig. Die hat Oberschicht, die hat ganz weite Unterschicht, die hat Mittelschicht. Die ersten drei Gemeinnemitglieder da, das erste Gemeinnemitglied war eine ganz reiche Purphohändlerin, also absolute High Society damals. Die hat sich einfach bekehrt, weil sie dem Evangelium geglaubt hat. Und die war dann auch die Gemeindelleiterin, also kein Männer ältesten Kreis irgendwie, sondern die Gemeinde Leiterin Walidia. Danach kam das zweite krasse Gemeinnemitglied, das war eine Vasa gemarkt. Da hat Paulus damals diesen Geist ausgetrieben und der Business war praktisch Vasa Gareifi, ihren Boss zu betreiben, damit er Geld bekommt. Und ihr wart richtig sauer darüber, dass die plötzlich Jesus näher leben gelassen hat. Und das dritte Gemeinnemitglied, was uns da in Apostelgeschichte 16 steht, das beschrieben steht, war ein gewaltstätiger Gefängnisaufseher. Und die Story werde die am Ende nochmal hören. Aber der hat sein Leben Jesus geöffnet und ist auch gemein im Mitglied geworden. Also ein richtig bunter Haufen, aber mit Sprengkraft. Die hatten immer wieder Diskussionen, da wird von einem Streit von zwei Frauen berichtet. Also es war nicht immer so spannungsfrei. Dann ein wichtiger Fakt, Philippi ist eine stolze römische Militärkolonie. Das spielt auch in unserer Geschichte eine Rolle, die wir gleich anschauen werden. Denn die waren vorher nur so eine Siedlung, die waren so, Rom mochte die ganz gerne, aber dann bekamen sie den Status des römischen Bürgerrechts. Sie wurden praktisch von da unten ganz nach oben gehoben mit ihren Rechten. Und Paulus, der liebt diese Gemeinde. Die hat eine ganz besondere Beziehung zu denen. Und das erkennt man daran, dass es sich helfen lässt von denen. Der nimmt finanzielle Spenden von denen an. Und er spricht immer in ganz hoher Dankbarkeit und Freude über dieser Gemeinde. Ja, was wäre, wenn wir so über unsere Gemeinden, wo wir herkommen, sprechen würden in dieser Freude und Dankbarkeit, wie viel würde das vielleicht von der Atmosphäre auch ändern? Und dann der letzte Fakt, das ist ein Brief der Freude aus dem Gefängnis. In diesen kurzen Kapiteln von Philippa erscheint 16 Mal das Wort Freude. Also wenn du dich nach Freude sehnst, dann schau doch mal hinein. Warum hat der Paulus, obwohl es dem so krass schlecht geht, wo er krank war, gefesselt im Knast und der Todesstrafe, warum hat der Freude? Ich will mit euch drei Gründe anschauen, die der Paulus in diesem ersten Kapitel seiner Gemeinde mitgibt. Und ich glaube, das für euch Klamissiummitarbeiter auch nur meine richtig gute Erinnerung. Warum? Oh, sorry. Okay, bleib sitzen. Ich merke schon, ihr habt auch keinen Bock mehr oder vielleicht sollte ich es noch mal einstreuen. Und der erste Grund, warum die Philippa sich freuen sollen, sind, weil sie zu Jesus gehören. Ihr seid geliebte Söhne, ihr seid geliebte Töchter Gottes. Und man denkt sich immer, man muss was Neues bringen. Also ich hab manchmal so diesen Druck vor, ich muss irgendwas krass Neues predigen. Aber eigentlich ist das doch die beste Message, die wir haben, dass wir Königskinder sind, Kinder Gottes. Und das werdet ihr nächstes Jahr den vielen Kids, die hier kommen werden. Es wären 80 Kinder kommen, könnt ihr das nochmal ganz neu metalen. Wenn du Jesus vertraust, dann kommst du in deine Identität, in das tiefste, was dich ausmacht, in deinen Wert. Du bist geliebt. Der zweite Grund der Freude ist, weil ihr die beste Nachricht der Welt im Herzen tragt und weitergeben dürft. Es gibt keine bessere Nachricht, sondern der Gott, der alles gemacht hat, ist in diese Welt gekommen, der Samkreuz gestorben für alles, was unser Leben kaputt macht für die Schuld und Sünde unseres Lebens, damit wir frei werden können. Und dann ist er auferstanden und wieder in den Himmel aufgefahren. Und das ist die riesige frei machende Botschaft, die ihr hier nach Würzburg bringen dürfte. Damals ging es nach Philippi. Aber vielleicht bringt ihr Kindern, dass die das noch nie gehört hat, die zum ersten Mal davon hören, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. Und das Dritte ist vielleicht was Persönliches für euch. Also ich kenne das manchmal so, dass Jesus ganz nahe und das ist er wieder manchmal ganz fern. Aber der Gott, der das gute Werk in euch angefangen hat, der wird euch ganz sicher zum Ziel führen, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus wieder kommt. Und damit ist der Heilige Geist gemeint. Der ist in euch am Wirken. Und wenn ihr irgendwie denkt, ihr seid schwach, ihr wisst nichts oder wie der Jakob eben gesagt hat, dass sich angegriffen fühlt. Der Heilige Geist ist in euch, dass euer Rat gebe, euer Helfer. Und deswegen bist du euch freuen. Gott wird euch sicher ins Ziel bringen. So, das waren die drei Gründe zur Freude. Und jetzt kommen wir einiges zum Thema, die Kunst, andere großzumachen. Jetzt denkst du dir vielleicht, was sind daran schwer? Das mache ich ständig bei Camp to Go oder in meinem Alltag oder mit meinen Freunden, meiner Familie. Andere groß machen, das liegt mir im Blut. Aber dem Paulus, dem war das so wichtig, dieses Thema zu nennen, dass er einen riesigen Schwerpunkten, diesen zweiten Kapitel gelegt hat. Und wir wollen uns anschauen, was das für dich aber auch für unsere Gemeinde bedeutet, andere großzumachen. Warum das so wichtig ist? Und wir wollen starten mit einem richtig guten Ort. Also ich liebe diesen Ort und ich glaube, da liegt ganz viel Potenzial dran. Und wir lesen davon, also du dürftest auch die Bibeln aufschlagen, wenn sie dabei habt, in Philippa 2. Genau, ich lese mal die ersten fünf Verse. Gilt bei euch so etwas wie eine Ermutigung, Christus zu folgen? Gilt ein Trösten der Zuspruch, der aus dir Liebe kommt? Eine Gemeinschaft durch den Heiligen Geist, ein herzliches Ababen. Dann macht doch meine Freude vollkommen, indem ihr in derselben Einstellung und Liebe von ganzem Herzen zusammensteht und nichts aus Streitsuchten Ehrgeiz tut. Seid vielmehr bescheiden und achtet andere höher als euch selbst. Denk nicht nur an euer eigenes Wohl, sondern auch an das der anderen. Genau, der richtig gut Ort, das werdet ihr wahrscheinlich erraten haben, ist die Gemeinde. Und Paulus liebt diese Gemeinde in Philippi. Die sehen, die haben irgendwie so eine Ermutigungskultur. Die rufen immer, wenn jemand was gut gemacht hat, die stärken einander. Das hast du super gemacht. Ich schätze dich, ich wertschätze dich. Also immer wieder kommt so ein Satz, wo die den anderen im Blick haben. Und das Zweite, die Sinne Gemeinde, die sind voll miteinander verbunden. Die tragen einander. Wenn da jemand krank ist, dann gibt es einen Call. Dann kommt jemand vorbei, dann schreibt jemand eine Karte. Und das Wort, was hier steht im griechischen, das heißt blancher, das heißt aus in die Eingeweide hinein. Also so tief ist dies erbarmen, dass sie das im Bauch spüren. Und ich finde, das großartig in uns hergemacht. Ich erlebte es immer wieder. Ich als Pastor erfahre von irgendwen, der krank ist und sich andere Leute haben schon angerufen und haben sind vorbei gekommen, haben Geschenk vorbeigebracht. Da steht schon irgendeine kleine Blume auf dem Tisch. Und der Paulus sagt, dass die Quelle lebt daraus, dass euer Gemeinschaft Gemeinde ist so ein wertvoller Ort, wo wir das miteinander leben können. Und es kommt nicht aus aus uns, dass wir da so stark sind, so gut, dass wir das besser hinkriegen, sondern wir machen das im Namen von Jesus Christus. Der ist die Mitte, die Quelle für alles. Durch den Heiligen Geist, Gemeinschaft miteinander haben und ein tiefes Mitgefühl in der Barmen entgegenzubringen. Genau, das war das, was ich eben meinte mit diesem tiefen Mitgefühl aus dem Bauch heraus. Ich habe eine Frage an dich. Was liebst du an deiner Gemeinde? Wenn du dich zurück, ich schreib mal an deiner Gemeinde, weil wir haben ja auch Tourie-Gäste hier, ihr aus Camp to Go seid, aus vielen Gemeinden. Was liebst du an der? Und wenn du dich erinnerst, als du zum ersten Mal hingekommen bist, was hast du da Positives wahrgenommen? Ihr dürft einfach mal reinrufen, wir machen mal ein Mitmach prädigt. Die Gemeinschaft für euch, ja genau, was gibt es noch? Ich habe nichts verstanden. Lieder, genau, OK, ja. Was noch? Die Freude, alles klar, super. Gastfreundschaft, was ist hier vorne? Ehrliches Interesse ineinander, ja. Da hinten? Lebenlichkeit, gegenseitige Wertschätzung, dass das Wort Gottes in der Mitte steht, Gottes Gegenwart. Die prädigt, das ist der Begegnung. Tolle Gespräche. OK, wir hören mal hier auf, wir könnten das auch noch bis 11 Uhr weiter machen. Aber es tut gut, das zu hören. Ich hatte das Privileg Alpha-Kurs zu machen, und das ist echt ein Privileg, weil man tolle Gespräche führt. Und da hatten wir ganz viele neue Leute, die erst in letzter Zeit zum ersten Mal in die Gemeinde gekommen sind. Und die haben uns so gespiegelt, ihr seid so eine herzliche Gemeinde. Wir wurden gesehen, wir haben uns so aufgehoben gefühlt. Also, sie wollten uns natürlich loben, das kritisch kommt dann irgendwann. Man hat ihnen gemerkt, dass sie in Ernst war damit, dass sie das echt so ja, vergess diese Liebe nicht oder so was, was in der Gemeinde alles für eine Quelle, für eine Kraft, für eine Power drinsteckt. Timothy Keller hat folgendes Zitat gesagt, Gemeinschaft mit anderen Christen ist wie ein Beziehungsnetz, das uns hält, wenn wir fallen. Und wie ein Spiegel, der uns zeigt, wer wir in den Augen Gottes wirklich sind und endlich geliebt. Ja, die Kunst, Antrieb großzumachen, warum brauchen wir diese Aufforderung von Paulus? Es läuft doch eigentlich ziemlich gut. Paulus sagt folgendes im zweiten Satz. Nun, dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen. Also, ich habe ja so den Jürgen Klopfer Augen und sein zukünftigen DFB-Bundestrainer, wir sind Team so wachrittelt. Passt auf, schaut mal, ihr müsst wirklich mit allem Entschluss mit aller Power zusammenstehen. Was keinen Platz hat in der Gemeinde. Wir haben jetzt das Gute gehört, aber jetzt kommt das von dem Paulus, was das Negative ist, was nicht in der Gemeinde sein sollte. Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt. Und ich habe mal um das ein bisschen so verbaler zu machen, diese zwei Ziegenböcke, die ein gegeneinander rennen. Und wer länger in Gemeinde ist, der merkt, hey, wir sind Menschen. Wir haben Streit, Zank, Eifersucht. Alles Mögliche, was es auch außerhalb von Gemeinde gibt, findet sich irgendwie auch in der Gemeinde wieder. Wo hast du es schon mal erlebt, wo zwei Leiter oder zwei Gemeinnemitglieder mit den Köpfen gegeneinander gerauscht sind, wo die sich so verhargt haben miteinander? Und der Paulus sagt, lasst euch nicht gegeneinander aufbringen. Macht das nicht. Achtet darauf, das kann so schnell passieren. Ja, warum streiten Gemeinden eigentlich? Wieso muss das da nicht sein? Uns geht es doch gut. Wir haben Gottesdienst, gibt Kaffee nachher, come to go ist da oder so. Warum sollte man sich streiten? Ja, schwere Konflikte hatten Gemeinde-Institut herausgefunden, kommen ganz oft durch theologische Differenzen. Und hier sieht man so ein bisschen, es ist nicht damit getan, dass wir alle nur noch Friede, Freude, Eierkuchen haben, sondern um die Bibel müssen wir manchmal ringen. Wir müssen übersetzen, wir müssen ethische Entscheidungen treffen und das ist nicht leicht. Oder allein schon welcher Lobreiß in der Gemeinde soll sein, soll solche Kultur oder mehr Hände nach oben oder was auch immer, da gibt es Diskussionen und das ist okay so. Aber pass da drauf auf, dass keine Konflikte, kein Streit da durch entsteht. Das zweite, menschliche Enttäuschung und Beziehungsstörungen. Der eine ist sympathischer, der andere ist vielleicht nicht so sympathisch für mich zumindest, vielleicht für dich. Wo hast du erlebt, dass Beziehung kaputt gegangen ist, wo die Leute sich nicht mehr riechen können? Wo man schon Hals kriegt, wenn man denjenigen nur sieht. Das kann ein Grund sein, dass es schwere Konflikte gibt. Und das Dritte, wie Steiger und so langsam, wir kommen von 10 Prozent auf 20, auf 30, sind Leitung und Machtfragen. Ganz viele Gemeinden zerspalten sich oder können keine Gemeinde mehr weiterführen, weil die Leitung sich zerstritten hat. Weil es gekracht hat. Und die Gemeinde kann es nicht mehr lösen, weil eigentlich muss das die Gemeindelleitung miteinander lösen. Die kann es nicht und schon gibt es zwei Gruppen in der Gemeinde. Und jetzt, der höchste Prozent-Satz ist Veränderung und Tradition. Und er merkt man wieder, man könnte einfach Veränderung durchstreichen, wir machen nur noch alles wie vor 2000 Jahren. Okay, das wird nicht so richtig funktionieren mit einer Welt, die sich immer wieder verändert, sondern es ist immer wieder diese Diskussion, wie viel Veränderung, wie viel Tradition. Was wollen wir tun? Aber wo müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht zerstreiten miteinander? Paulus sagt, rechthaber Kai und über Heblichkeit dürfen keinen Blatzbeuch haben. Noch einmal. Rechthaberei und über Heblichkeit dürfen keinen Blatzbeuch haben. Rechthaberei, damit ist so eine Streitlust gemeint. Man diskutiert nicht mehr, um der Sache willen, sondern man ist so, ich will gewinnen. Also ihr könnt euch so einen Tau vorstellen, wo einer zieht, ich ziehe ihn rüber. Wo bist du rechthaberisch gewesen? Wir können ja immer viel haben, wie vielleicht Leute vor Augen, aber die Frage ist ja, wo ich selber da versickelt war. Ich glaube, er kann sich keiner freimachen. Ich muss nur in meine letzte Woche schauen, wenn ich diskutiert habe, ja, am Anfang ging es mir vielleicht wirklich um das Thema, aber dann habe ich gemerkt, der nervt mich. Und man merkt so, man kommt in dieses Verbale miteinander kämpfen. Und da kann eben gleich so ein Streit entstehen. Und damals in Philippi hatten die das Problem. Leute, Gruppen waren zerstrieten miteinander. Das zweite Überheblichkeit, okay, keiner will arroganten, überheblich sein, aber damit ist eitle Ehre gemeint, wenn man das übersetzt. Das heißt so einen Ruhm, der nach außen ist. Man will toll aussehen, toll darstehen. Die Performance ist wichtig. So Fishing for compliments. Ich will, dass die anderen mich sehen und gesehen werden. Und der Paulus sagt, das ist leer. Lass das sein. Ihr sollt euch nicht streiten und ihr sollt nicht um Ruhm eifern. Das macht die Gemeine kaputt. Lass das bleiben, ihr Philippa, aber auch ihr Würzburger. Achtet darauf. Das ist eine Frage für dich und für mich auch. Wenn ich ehrlich bin, wo möchte ich etwas ablegen? Wo ist eine Beziehung mit meinem Leben, wo genau das passiert? Wo ich nach außen größer erscheinen will, wie ich bin? Wo ich den anderen über den Tisch ziehen will, wo ich gewinnen will? Schließt ruhig mal die Augen und denkt einen Moment nach. Jesus, Heiliger Geist, du bist hier, du kennst unser Herz besser, als wir das selber kennen. Ich will dich bitten für jeden einzelnen hier, dass du uns an den Punkt hinführst, wo Dinge in unserem Leben Beziehung kaputt machen, wo wir rechthaberisch, streitlustig oder auch noch äußerer Ehre streben. Und Jesus, ich bitte dich, dass du unser Herz neu reinigst und es auf einen guten Weg, auf einen gesunden Weg führst. In deinem Namen. Amen. Wir gehen ein Schritt weiter. Was wir brauchen, ist nicht nur ein bisschen eine Moralgekeule oder macht das mal nicht, sondern Paulus meint die Gemeinde damals und wir heute brauchen ein neues Mindset. Also Mindset, das könnte man mit Gesinnungen oder Denkweise übersetzen. Und ich habe ein Beispiel euch mitgebracht, warum Mindset so wichtig ist, wie wir denken. Es gab ein Experiment in den USA an der Columbia University 1998, ich habe es extra ausführlich für euch gelernt. Und da haben Psychologen Kinder untersucht und die haben ein Rätsel-Experiment, vielleicht die Lehrer oder Pädagogen unter euch, die haben das schon mal gehört. Und die haben drei Rätsel bekommen, diese Kinder. Ein Rätsel am Anfang, das war sehr leicht. Das zweite Rätsel war unglaublich schwer, das konnten sie nicht schaffen, das war nicht altersgemäß. Und das dritte Rätsel war wieder ganz leicht. Diese Gruppe mit Kindern ist gestartet, die haben das erste Rätsel geschafft, richtig toll, die haben sich mega gefreut. Und dann wurde, es gab zwei Hälften, und der eine Hälfte wurde gesagt, ihr seid so schlau. Ihr habt talent, Rätsel zu lösen und die Kinder haben sich mega gefreut, tolles Kompliment. Die zweite Gruppe hat ein ganz anderen Satz zu hören gehört. Die hat gesagt, ihr könnt euch freuen, ihr habt so hart gekämpft. Ihr habt das richtig gut gemacht, weil ihr hart dieses Rätsel gelöst habt. Dann kam dieses Schwerr-Rätsel und alle Kinder haben es nicht gepackt. Also weder die eine noch die andere Gruppe und die waren frustriert. Aber die Gruppe, die gesagt bekommen hat, dass sie schlau ist, die war viel mehr frustriert. Weil sie jetzt auch gesagt, dann bin ich doch nicht so schlau, dann stimmt mit mir etwas nicht. Die andere Gruppe, die vorher gesagt hat, ihr habt so hart gekämpft, die hat gesagt, ja, das waren richtige Herausforderungen. Ich hab's nicht gepackt, aber ich hab was Neues gelernt. Und die Gruppen, die haben da noch ein letztes Rätsel miteinander gemacht, das war wieder leicht. Und die Gruppe, denen gesagt wurden, ihr seid schlau, die waren zehn Prozent schlechter, wie in der ersten Runde. Die konnten es noch schlechter, wie am Anfang. Und die andere Gruppe, die gesagt hat, ihr habt hart gearbeitet, die hat sich gesteigert. Und dann gab's noch eine vierte Auswertung. Und die war, dass di