Beten ist einfach, weil Gott bereits zuhört und man weder andere Menschen noch Gott durch religiöses Bemühen beeindrucken muss.
Der Text ist eine Predigt über das Beten, die im Kontext der 'Fokuswochen' einer Freie Christengemeinde Frankfurt gehalten wird. Die zentrale These lautet, dass Beten leichter ist, als viele denken, weil man weder andere Menschen noch Gott beeindrucken muss. Der Prediger stützt sich auf Matthäus 6,5-9, wo Jesus vor heuchlerischem und plapperndem Gebet warnt. Er argumentiert, dass die Art des Betens das Gottesbild widerspiegelt: Wer Gott als vertrauenswürdigen Vater erlebt, betet entspannter. Die Geschichte von Elia und den Baalspriestern (1. Könige 18) dient als Gegenbeispiel für religiöses Bemühen, das Gott 'umkriegen' will. Der Prediger ermutigt die Zuhörer, den Druck aus dem Gebet zu nehmen und sich darauf zu verlassen, dass Gott bereits zuhört, weil Jesus den Weg frei gemacht hat.
Mt 6,5-9 · 1. Kön 18,25-29
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Wir sind ja am Start der Fokuswochen. Fokuswochen ist, man könnte, früher hat man gesagt, fast nur ein Gebetswachen. Da geht es darum, dass wir uns besonders Zeit nehmen, Gott zu suchen und ihn zu erleben und miteinander die Gegenwart Gottes anzuzopfen und da Schritte zu machen, Gott besser kennenzulernen. Und da wir Menschen Fokus brauchen, weil es hunderttausend Sachen immer passieren, nehmen wir uns vor, zweimal im Jahr dann Fokus draufzulegen. Deswegen kommt Fokuswochen, Fokus auf die Beziehung mit Gott, auf das Reden mit Gott, den Austausch mit Gott. Da kannst du gerne mit dabei sein. Und deswegen will ich heute übers Beten sprechen. Und Beten ist für die eine oder andere so ein Angstthema, dann gibt es so Betbeer. So Leute, die haben total Bock auf Beten und die beten immer und die sagen, wo ist das Problem? Und wenn es irgendeine Frage gibt, dann ist es Beten. So ähnlich wie Jesus, immer die richtige Antwort ist, ist Gebet auch immer die richtige Antwort. Und dazwischen ist nicht so viel irgendwie. Aber ich habe heute eine Predigthema, das ist ganz einfach. Das heißt, Beten ist leichter als du denkst. Beten ist leichter als du denkst, denn ich komme noch jetzt noch nicht mit einem ersten Punkt raus. Ich finde doch nicht blöd. Beten, Beten ist wichtig, das wissen wir alle. Und wenn man Beten lernen möchte und auch sich neu ausrichten will auf das Gespräch mit Gott, dann ist doch der beste Ort, wo man nachgucken kann, wie man richtig betet Jesus. Denn der lehrt uns Beten. Der hat einiges übers Gebet gesagt, aber und. Beten sagt mehr noch über, also, wie du betest, sagen wir mal anders, zeigt an welchen Gott du glaubst. Deshalb hat Beten immer was und die Art und Weise, wie wir Beten mit unseren Ideen über Gott zu tun und zeigt eigentlich, welche Art von Glauben wir haben. Also zeigt mir, wie du betest und ich sage dir, woran du glaubst. Denn die Art und Weise, wie wir jemanden ansprechen, verrät ganz viel darüber, was wir von der Person halten und welche Beziehung wir zu der Person haben. Seid ihr mit mir? Ja, also wenn du Angst vor deinem Vater hast, dann wirst du anders mit dem Reden, als wenn du deinen Papa cool findest und vertrauen hast. Das hat was mit der Person zu tun in der Beziehung. Mit deinem Lehrer wirst du anders reden, vielleicht als mit deinen Eltern, wer weiß. Ja, okay. Und wenn ich eine gute vertrauensvolle Beziehung zu Gott habe, fällt mir Beten leichter. Gibt es eine innere Logik? Weil ich vielleicht zum Beispiel nicht so viel schlechtes Gewissen habe, wenn ich zu der Person gehe oder vielleicht keine Angst habe. Deswegen ist, wenn wir uns jetzt Gedanken ein paar Minuten über das Gebet machen, ist es gleichzeitig sich Gedanken über Gott zu machen. Es geht nicht nur um Beten, sondern es geht auch um Gott und seine Persönlichkeit. Okay, jetzt lesen wir aber mal, was Jesus übers Beten sagt. Das sind die Verse direkt vorm Vater, unser. Matthäus 6, 7 bis 9. Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern, wie die von den Nationen andere Übersetzungen sagen, wie die Heiden, schönes, altes Wort, denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens Willen erhört werden. Seid ihnen nun nicht gleich, denn euer Vater weiß, was ihr bedürft. Ehe ihr ihn bittet. Betet ihr nun so oder also unser Vater. Und da geht es ja eigentlich erst richtig los, dann, ne? Unser Vater, habt aufgepasst im Religionsunterricht, sehr gut. Okay, dieser Text ist unser Ausgangspunkt für ein paar Gedanken übers Gebet und warum Beten leichter ist, als du denkst. Beten ist der Hammer. Nummer eins. Beten ist leichter, als du denkst, denn du musst niemanden beeindrucken. Beten wird dann schwierig, wenn ich ganz an ganz viele Sachen drum herum denke, aber nicht an das, was ich Gott eigentlich sagen will, was eigentlich in meinem Herzen ist. Und wir Menschen sind aber so gestrickt, dass uns nicht egal ist, was andere über uns denken. Und wir sind auch so gestrickt, dass uns nicht egal ist, was Gott über uns denkt. Das heißt, automatisch, wenn wir beten und wenn wir uns ausdrücken, Gott gegenüber, kommt da irgendwie dieses okay, wie muss ich es machen, wie wirklich mache ich es richtig, kommt so der Hubschrauber oder der Adler über uns, wir beobachten uns selber, ob wir es richtig machen, ob es gut ist, was die anderen denken, seid ihr mit mir? Und Jesus zieht schon am Anfang, wenn er hier sagt, Leute, ist halt meine Schüler und ihr soll es nicht machen wie die anderen, dann sagt er, bitte setzt, wenn ihr betet euer ganzen Glauben auf die richtige Schiene, weil Beten und Glauben, unsere Gottesbeziehung, was wir von Gott halten, ist in Verbindung mit Beten. Zeigt sich an dem, wie wir beten. Und direkt vor diesem Text hat Jesus schon Zahn Nummer 1 gezogen, nämlich, dass wir beten sollen, um andere zu beeindrucken. Matthäus 6,5 und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, denn die lieben es in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehen zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Das heißt, Jesus sagt, beten und eine Art des Gebetens wählen, Worte wählen, Gebeten formen, damit andere einen toll finden, macht alles kaputt. Das ist natürlich jetzt doof, wenn man sagt, ich weiß ja gar nicht so richtig, ob meine Gefühle immer richtig waren, Gott kann das schon durchhören. Wir sind ja alle in Entwicklung, aber wir können uns neu ausrichten, wir können bewusster werden, okay, ich lege mal alles ab, was die anderen denken, es soll jetzt nicht wichtig sein, Gott ist wichtig. Das heißt, es kommt Gott nicht darauf an, ob wir schöne Worte machen, ob wir schöne Sätze bilden, die andere dann toll finden. Es kommt Gott nicht darauf an, ob du hier vorne mitgetanzt hast. Wenn du Bock hattest, um Jesus die Ehre zu geben, hammer, aber damit andere sehen, dass du dabei bist, doof. Seid ihr mit mir? Ja, das heißt, Jesus möchte gerne, dass wir ein reines, einfaches Herz haben, wenn wir zu Gott kommen. Es soll keine Rolle spielen, was Leute von uns denken und wir sollen nichts machen, was andere beeindruckt. Und das ist der Zahn Nummer 1 und in unserem Text zieht er uns Zahn Nummer 2 und der ist ein ganz schön großer, dass wir versuchen, Gott zu beeindrucken. Ich lese es nochmal, wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen, denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden, seid ihnen nun nicht gleich. Also was er als Negativ beispielt und zeigt ist, okay, da sind Leute, die versuchen, Gott zu beeindrucken, indem sie irgendwas machen und er dann sagt, oh, das fand ich jetzt gut oder oh, das fand ich jetzt genug, jetzt hör ich aber zu. Das war gemein jetzt, ne? Mit dem Plappern, dass wir viele Worte machen, nicht alle machen viele Worte, aber der Kern davon, dass wir versuchen einen Trick zu finden, damit Gott uns hört. Oh, da sind wir auch schnell dabei, oder? Und das Tolle ist und deswegen ist Beten eigentlich einfach ist, dass Jesus uns sagt, wir brauchen das nicht und deshalb sollen wir es auch nicht machen. Wir brauchen uns diese ganzen Gedanken nicht machen, was wir machen müssen, damit Gott zuhört. Aber beten wir denn dann überhaupt noch? Wenn der Druck weg ist, haben wir dann überhaupt noch Bock auf Frühgebet? Wir machen ja jetzt Fokus, wir beten ja von sechs bis sieben. Wie bescheuert sind wir denn, ne? Spaß gemacht. Jesus ist super wichtig, uns eine Last von den Schultern zu nehmen, aber manchmal hilft es auch, dass man so ein bisschen religiös ist, damit man aus dem Quark kommt. Versteht ihr mich? Ja, also wenn alle das machen und dann bin ich drin in der Gruppe, das hilft mir vielleicht morgens aufzustehen, oder es hilft mir vielleicht, mich zu überwinden, so sagen Gott, es ist bestimmt sauer, wenn du morgen beim Frühgebet nicht dabei bist, das sagt, okay, dann stelle ich mir den Wecker ein bisschen früher. Aber Jesus sagt, es ist Quark, es ist Quark, denn er hat Bock mit uns zusammen zu sein. Der will, dass wir alles ablegen und dass wir Nachfolger sind, die kein falsches Gottesbild haben, weil es geht ja gleich noch weiter, dass er sagt, denn der Papa im Himmel, der Vater im Himmel, der weiß schon, was ihr braucht. Das heißt, der Gott, der auf der anderen Seite in dem Raum wartet, wenn wir uns das mal so vorstellen, es würden wir eine Tür aufmachen, der hat die Tür schon aufgemacht. Wir müssen gar nicht Schlüssel finden, um die Tür aufzumachen, weil Jesus für uns gestorben ist am Kreuz, weil er unsere Schuld bezahlt hat, ist praktisch der Weg ins Herz Gottes frei. Jesus drückt das so aus, der hört zu wie ein guter Papa. Und wenn ich davon ausgehe, dass mir schon jemand zuhört, ändert das die Lage. Ich will euch eine alte Geschichte aus dem alten Testament mal zur Verdeutlichung vorlesen. Und zwar kennen die ganz, ganz viele. Das ist die Geschichte von Elia. Wer kennt Elia hier? Ja, so ein Prophet, altes Testament, war so Last Man Standing, der letzte Prophet, der da war, alle sind von Gott weggegangen und auf einmal gibt es andere Priester, Baalspriester in Israel und der König hört aus, seine böse Frau ist nicht immer so, es gibt auch liebe Frauen, aber da war es eine böse Frau. Und er will irgendwie das Volk zurück gewinnen für Gott. Und da macht er so eine Art Entscheidung auf einem Berg, baut dann Altar und sagt, kommt mal ihr alle Priester, lass die mal auffahren und die sollen beten und ich bete, dann gucken wir mal, welcher Gott hört. Also erhörliches Gebet, könnte man sagen, ist da der Punkt und dass Gott sich zeigt. Das lesen wir jetzt mal aus Erste Könige 18, 25 bis 29, wo uns Plappern wie die halten oder religiöses Beten ohne lebendigen Gott dahinter gezeigt wird. Wählt euch, sagt der Elia, den einen Stier aus und richtet ihn zuerst zu, denn ihr seid viele, ganz viele Priester, werden hier gezeigt, also da beten ganz viele in eine große Gruppe, die haben alles zusammengekratzt, was ging, alle Beter der Gemeinde zusammen und jetzt muss Gott hören. Dann ruft den Namen eures Gottes an, aber Feuer legt nicht daran, so nahmen sie den Stier, den man ihnen überlassen hatte, richtete ihn zu, darauf riefen sie vom Morgen bis zum Mittag den Namen des Baal an. Baal antworte uns, aber da war kein Laut, keine Antwort und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte und es geschah am Mittag, da verspottete Elia sie und sagte, ruft mit lauter Stimme, denn er ist ja ein Gott, er ist sicher in Gedanken oder ist austreten gegangen oder ist auf der Reise, vielleicht schläft er, dann wird er aufwachen. Da riefen sie mit lauter Stimme und ritzten sich, wie es bei ihnen Brauch war, mit Messern und Spießen, bis das Blut an ihnen herabflos und es geschah, als der Mittag vorüber war, da gerieten sie in Raserei, also Extase, bis zur Zeit, da man das Speiseopfer opfert abends und da war kein Laut, keine Antwort, kein Aufhorschen. Also hier wird uns diese Art von Religiosität geschildert, man versucht, einen Haufen Zeugs zu machen, damit Gott hört, man versucht ihn umzukriegen, dass er zuhört und was macht und man versucht alles zusammen zu trommeln, was irgendwie geht, so viele Leute wie geht, so lange wie geht, den ganzen Tag so laut wie geht, such schmerzhaft wie geht, um die Götter irgendwie zu bewegen, was zu machen. So, das ist heitnisches Beten, nur sind wir nicht so schräg, aber dass wir denken, wir müssten Gott rumkriegen, wir müssten ihn irgendwie bewegen, zuzuhören, wir müssten irgendwie einen Marathon machen oder möglichst früh oder möglichst spät oder möglichst schwach oder möglichst das zu machen, damit Gott endlich uns auf den Schirm nimmt um was zu machen, das gibt es schon, oder? Könnt ihr was damit anfangen? Diese Frage, wie kriege ich einen gnädigen Gott, der mir zuhört? Und was muss ich machen? Welchen Knopf muss ich drehen? Welchen Schlüssel kann ich finden und dann drehen, damit mein Gebet endlich gehört wird und durchbruch hat? Jesus zieht uns diesen Zahn auch, dass wir so vorgehen sollten, denn der sagt was ganz einfaches, der sagt, wir sollen es nicht so machen. Wenn wir früh beten, dann haben wir Bock drauf haben mit anderen Leuten früh morgens Jesus die Ehre zu geben und ihm zu begegnen und seine Themen zu beten. Wenn wir Bock haben zu fasten, dann weil wir uns besser fokussieren können auf die Stimme Gottes und weil es uns hilft, die Beziehung intensiver zu erleben und da was rauskommt, aber nicht um Gott herumzukriegen. Da ist so eine feine Linie. Beten ist viel leichter, fasten ist viel leichter, wenn man es nicht religiös macht. Dann ist es nämlich nicht so schlimm, wenn man verschlafen hat beim Frühgebet, weil man wollte Gott gar nichts beweisen. Das einzige was das bewiesen hat ist, dass du deinen Wecker nicht hörst. Was steht da was ich meine? Und dann sagst du okay, ich probiere es nochmal anders, weil Gott hört gerne zu und er hört auch um neun noch. Trotzdem ist es cool um sechs zusammen zu beten, weil das ist bevor alle Leute zur Arbeit gehen und da hat man mal eine Zeit wo man es machen kann. Beten ist viel leichter, als du denkst, weil du niemanden was beweisen musst. Weder Leuten, noch Gott, eine unreliöse Gemeinde mit Leidenschaft. Da habe ich Bock drauf. Da habe ich richtig Bock drauf. Beten was es Zeug hält, weil man Jesus liebt, finde ich genial. Mal durchhängen, auch okay. Und dann wieder die Gegenwart Gottes suchen und erfüllt werden im Heiligen Geist und dann die nächste Runde machen. Das finde ich cool. Wir müssen Gott nicht beeindrucken, erreichen, ermüden, herumkriegen. Du hast, beten ist leichter, als du denkst, denn du hast einen Vater, der zuhört. Das ist das Argument von Jesus. Ihr sollst nicht machen wie gehalten, denn geh davon aus, dass du einen Vater hast und du darfst ihn Vater nennen. Da mit diesem Fakt, dass Jesus uns das Wort, die Anrede Papa, Vater in den Mund legt, streicht ja alles religiöse weg. Weil das war damals überhaupt nicht normal, dass man Gott Vater nennen konnte. Wir sind mit dem Vater unser aufgewachsen. Und deswegen denken wir, okay, man kann schon zu Gott Vater sagen. Warum nicht? Aber die Juden haben zwar Gott als Vater Figur verehrt, aber die hätten ihn nie als Vater angesprochen. Nie direkt ich Kind, du Vater. Wenn überhaupt dann wir als Volk Kinder Gottes und du bist der Vater über uns als Volk, aber nie persönlich. Jesus sagt, wisst ihr was? Ich bin der lebendige Sohn Gottes. Ich bin direkt vom Papa gekommen. Ich habe eine besondere Beziehung zu ihm, nämlich eine Vater-Sohnbeziehung. Und ich sage euch, ihr dürft auch Papa sagen, ihr seid geschockt. Sich das zu verdeutlichen ist echt wichtig. Und da ist eine Spannung, weil ihr wisst ihr ja, Gott ist groß und eigentlich ist das ja eine Anmaßung. Und wir können das aber nur, weil Jesus uns das erlaubt. Weil er ist am Kreuz für uns gestorben und die Bibel sagt, er hat uns dadurch zu Gottes Kindern, zu seinen Geschwistern gemacht. Unsere Schuld ist vergeben und wir dürfen wieder Kinder Gottes heißen. Das ist genial. Das heißt unsere Vorstellung von dem, den wir anrufen, wenn wir beten ist, ist ein liebender Vater, weil Jesus uns zu Kindern dieses Vaters gemacht hat. Mikkel, ich muss dich mal als Beispiel nehmen. Hältst du das aus? Ich habe schon mal gehört, dass Mikkel mal sein Handy vergessen hat oder dass Mikkel mal kein Handy in die Schule mitnehmen durfte oder dass Handys aus anderen Gründen nicht funktionsfähig waren. Ja? Und wenn Mikkel dann von der Schule kommt und die Bahn ausfällt und er kein Handy hat, hat er Wege gefunden, mich trotzdem anzurufen. Was macht er denn? Der fragt irgendjemanden, der halbwegs nett aussieht. Könnte ich mal ihr Handy leihen. Ich weiß nicht, was du dann alles sagst, um die Sache so zu machen, dass ich es auch machen. Auf alle Fälle bekomme ich dann hier und da mal von wildfremden Menschen einen Anruf und höre dann, Papa, ich stehe hier am Aheilgabahnhof, alle Bahnen sind ausgefallen, dauert zwei Stunden. Könntest du mich vielleicht abholen? Das heißt, ein fremder Mensch gibt meinem Sohn ein Handy, um mich anzurufen. Er gibt mir seine Verbindungsmöglichkeit, ihr versteht schon, worauf ich hinaus will, und er kann praktisch auf das Ticket von jemand anderen mich anrufen und mich erreichen und meinen Herzen erreichen. Wenn Jesus uns sagt, dass wir Papa oder Vater sagen dürfen, wenn wir beten, dann sagt er, ihr fahrt auf meinem Ticket. Ich gebe euch meine Beziehung, das was ich habe, was ich als Sohn Gottes habe, die direkte Verbindung zum Vater, das gebe ich in eure Hände, ihr dürft das benutzen und direkt zum Vater durchrufen und stellt euch vor, Mikkel würde dann plappern wie ein Heide. Wenn er eine direkte Verbindung mit mir hat, auf Kosten von jemand anderst telefoniert, dann fängt er an, 100.000 Sachen zu sagen und mir Komplimente zu machen und dann, ja, du bist der beste Vater, was ist los, Mann? Was willst du? Ich verstehe das nicht, meine mein. Die Verbindung ist ja geschaffen worden. Jesus ist überhaupt nur auf die Erde gekommen, weil der Vater ihn geschickt hat. Der Vater möchte mit uns eine echte Beziehung. Es ist so einfach, wie das ist. Und das heißt, beten ist tatsächlich ein Gespräch, wo ich davon ausgehe, dass ein liebender Vater auf der anderen Seite ist. Beten ist leichter, als man denkt. Ich habe keinen Bock, dass Mikkel rumschwurbelt, wenn er mit mir redet, sondern er sagt Deutsch reden. Ich möchte gerne wissen, was auf seinem Herzen ist, was wirklich da ist. Und genauso ist es mit Beten. Das Wichtige beim Gebet ist nicht, wie man betet, sondern dass man betet. Dass man spricht, dass man seinen Herst, seine Wünsche, aber auch das, was man toll findet an Gott, dass man dafür Worte findet, ob die schön sind, ob die geordnet sind, ob die chaotisch sind. Das ist Gott so egal, denn der weiß schon, was wir bedürfen. Beten ist viel leichter, als du denkst, denn du hast einen Vater, der der zuhört, aber du hast auch einen Gott, der schon Bescheid weiß. Das heißt, und das kann uns echt helfen, wenn wir beten. Wir müssen Gott nicht rumkriegen und erst mal für unser Anliegen gewinnen, sondern der kennt unser Anliegen schon. Warum soll man da noch beten? Weil Gebet nicht Informationsaustausch, sondern Kommunikation und Beziehung ist, weil es echtes geben und nehmen ist. Gott möchte, dass du so in Beziehung mit ihm bist, dass du ausdrückst, was dir wichtig ist, was auf deinem Herzen ist, was jetzt aktuell wichtig ist. Es wird praktisch so eine Art Update. Jedes Mal, wenn wir beten, daten wir unsere Beziehung zu Gott ab. Wir halten uns nicht nur informationstechnisch auf den Laufenden, sondern herzmäßig auf den Laufenden. Und wenn du dir überlegen musst, ja, was will ich denn wirklich, wenn ich davon ausgehe, dass Gott wirklich zuhört, auf einmal wird deine Beziehung ehrlich. Versteht er, was ich mein? Wenn ich nicht einfach irgendwas sage, damit es Gott gefällt, sondern ich mir die Gedanken machen muss, was ist denn jetzt ein ehrliches Gebet, was bewegt mich denn eigentlich, was ist denn eigentlich meine größte Sehnsucht, was ist denn eigentlich das, was ich machen möchte, was ist denn eigentlich, was ich von Gott halte. Das ist eigentlich und was die Gedanken und wirst ehrlich, dann sind wir in echtem Glauben. Dann ist da echt was los. Das heißt, beten ist cool, wenn es echt ist. Deshalb ist es gar nicht so schwer, weil mit deinen besten Freunden kannst du doch auch reden. Da machst du ja auch nicht ständig Gedanken, was will ich anziehen, damit ich reden kann. Die wissen doch, wie du bist. Gott weiß auch, wie du bist. Und deine Freunde, die hören dir sogar zu, wenn du 10 mal dasselbe sagst. Gott weiß schon Bescheid. Eurer Vater weiß, was ihr bedürft, eh ihr ihn bittet. Warum ist das Jesus wichtig, dass wir das wissen, wenn wir beten? Nochmal, wir müssen Gott nicht rumkriegen, sondern der ist schon da, der ist wie ein guter Arzt, der sich informiert, bevor er helfen kann. Und der weiß besser, was das, was im Normalfall, was der Patient braucht, weil der Gott ist professionell im Menschenbusiness. Das ist nicht nur dein Freund, sondern der ist informiert, interessiert