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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Nimm das Land ein

Freie Christengemeinde Frankfurt · Freie Christengemeinde Frankfurt · 2026-08-09 · Frankfurt am Main · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Verantwortung · tragend Gemeinschaft

Gott hat für jeden Menschen eine übernatürliche Berufung, die durch Vertrauen in seine unveränderliche Macht und durch aktives Handeln im Evangelium erfüllt werden soll.

Ich glaube, in jedem Menschen steckt eine tiefe Sehnsucht. Eine Sehnsucht zu wissen, wer bin ich eigentlich und wofür lebe ich? Warum bin ich hier?

Der Sprecher Matteo Wendland erzählt die Geschichte der Polobrüder und Kublai Khan, um eine verpasste Chance zur Evangelisierung im 13. Jahrhundert zu illustrieren. Er kontrastiert diese historische Hürde mit der heutigen technologischen Leichtigkeit, das Evangelium weltweit zu verbreiten. Als Beispiel für seinen Dienst 'Lands for Jesus' beschreibt er seine Arbeit in Suriname, wo er im Dschungel predigt und Heilungen erlebt. Wendland betont, dass Jesus heute in Deutschland dieselbe Macht besitzt wie in Suriname und ermutigt die Zuhörer, ihre persönliche Berufung zu erkennen. Er argumentiert, dass Gott keine kleinen Träume hat und Menschen für mehr erschaffen wurden, als nur zu existieren. Der Text schließt mit einem Appell, Gott zu vertrauen und die eigene Rolle in seinem Plan zu finden, statt sich selbst zu limitieren.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Hebräer 13

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Guten Morgen alle zusammen. Mein Name ist Matteo Wendland. Ich habe die Freude heute Morgen hier zu sprechen. Tobi hat mich ganz kurz vorgestellt. Wie er kurz gesagt hat, ich bin tatsächlich hier in der Gemeinde groß geworden. Ich wurde damals als kleines Baby als Zeugdling hier eingesignet und habe viele, viele wunderbare Jahre hier in der FCG verbracht. Bis ich damals vor 12 Jahren ausgesendet wurde. Und seitdem ja viele Abenteuer für den Herren erlebt habe, überall auf der Welt. Aber bevor ich euch noch gleich ein bisschen mehr über mich erzähle oder über das was wir machen, will ich ganz kurz von einem Namensvettern von mir erzählen. Der hieß Matteo Polo. Das war der Onkel von dem bekannten Abenteurer Marco Polo. Matteo Polo mit seinem Bruder Nicolo waren auf der Seidenstraße unterwegs im Jahr 1266, also schon ein paar Jahre her. Sie waren unterwegs um Handel zu treiben mit dem Kublaikan. Das war wie der König des größten bekannten Reiches, nämlich des mongolischen Reiches, des damals von der Türkei, bis in die entferntesten Enden ganz im Osten von Asien gereicht hat. Und was sie gehört haben, während sie sich auf den Weg gemacht haben, war, dass dieser Kublaikan, dieser König total fasziniert war von der Person Jesus Christus. Und als sie ankam, wurden sie Augenzeugen davon, dass der Kublaikan vier Evangelien besessen hat. Und sie hatten einen ganz besonderen Platz in seinem Palast und fast täglich ging er zu diesen Evangelien und er bolgte sich nieder und er hat jedes einzelne diese Evangelien geküsst. Als Zeichen seiner Verehrung und all seine Offiziere, die bei ihm waren, haben sich ebenfalls niedergebeugt und diese Evangelien geküsst. Und als Marco, als Nicolo Polo und Matteo Polo dorthin kam, hat er gleich erkannt, dass sie Christen waren. Und er hat gesagt, wisst ihr, ich finde diesen Jesus so fasziniert und ich wünschte, ich könnte mehr über ihn erfahren. Ich habe einen Plan und ich will Folgendes machen. Ich schreibe einen Brief an den Papstpersönlichen Rom und ich will, dass ihr ihm diesen Brief überbringt und in diesem Brief werde ich Folgendes schreiben. Wahrscheinlich irgendwie angefangen lieber Papst oder wie er Hümmer. Ich wünsche mir, dass du 100 deiner besten Gelernten aus dem ganzen Land sendest, um mich und meine Gefolgsleute zu unterrichten in der Lehre von Jesus Christus. Und wenn ihr mich überzeugt, dass Jesus Christus wahrhaftig der ist, von dem ich in den Evangelien lese, dann werde ich mich zu dem Glauben an Jesus bekennen. Und all meine Offiziere mit mir und alle, die im ganzen mongolischen Reich leben, werden den Glauben an Jesus Christus annehmen. Und wenn sich jeder Einzelne in meinem Reich zu Jesus bekannt hat, dann werden in diesem Teil der Erde mehr Christen leben als in ganz Europa. Damit hat er den Brief geendet. Und diesen Brief nahmen die beiden Polobrüder zum Papst. Monate später, wahrscheinlich mehr als ein Jahr, kamen sie an und haben diesen Papst den Papst überreicht. Und der Papst öffnete den Brief und er hat ihn gelesen und er war ihm hört. Er hat geschrien und gewütet und hat gesagt, diese Baban sind es nicht wert, unser kostbares Evangelium zu hören. Und er hat den Brief zerrissen und er hat nicht einen einzigen dorthin gesandt. Nicht einen. Und es hat 30 Jahre gedauert, bis es zwei mutige Mönche gab, die sich auf dem Weg gemacht haben, die beschwerliche Reise zum Kublaikan. Aber nach vielen beschwerlichen Monaten waren sie so erschöpft und so frustriert und hatten wenig Hoffnung, dass sie schon wieder umgekehrt sind. Und so hat in diesem Jahrhundert nicht ein einziger den Kublaikan erreicht und ihm erklärt, warum Jesus verhaftig der Sohn Gottes ist. Und warum er am Kreuz gestorben ist, begraben wurde und am dritten Tag wieder auffestanden ist und dass er heute lebt. Diese Botschaft hat der Kublaikan niemals gehört. Und ich glaube, dass das in der gesamten Menschheitsgeschichte eine der offenssten Türen waren für das Evangelium, die wir uns jemals vorstellen können. Und es ist eine verpasste Möglichkeit gewesen. Heute, über fast 800 Jahre später, ist dieser Bereich der Welt, der Erde, das 1040 Fenster, an ist der unerreichtesten Gebiete für das Evangelium auf der ganzen Welt. Was wäre möglich gewesen, wenn damals diese 100 Gelehrten sich auf den Weg gemacht hätten? Was wäre möglich gewesen, wenn damals diese 100 Gelehrten zum Kublaikan gekommen wären? Stell dir das mal vor. Und ich glaube, in der heutigen Zeit war es noch nie so leicht, das Evangelium an die Enten der Erde zu bringen. Es war noch nie so leicht. Ich kann mich jetzt hier in Frankfurt in ein Flugzeug setzen und zehn Stunden später bin ich irgendwo in China. Da, wo vor über 200 Jahren Missionare wie Hudson Taylor acht Monate lang auf einem Schiff unterwegs waren, viele Missionare brisch Schiffbruch erlitten haben und niemals ankamen, schon mit ihren Särgen entsandt wurden, weil niemand wusste, ob sie jemals ankommen. Jetzt ist es so leicht wie noch nie. Ich kann mit einem einfachen Video, das ich auf meinem Handy mache, Menschen in Japan erreichen über Social Media. Es war noch nie so leicht, die Botschaft des Evangeliums in die ganze Welt zu tragen. Und vor etwa 12 Jahren, als ich hier aus der FCG ausgesandt wurde, bin ich nach Ghana gegangen. Ich habe dort für ein Jahr gelebt und danach hat Gott mich in verschiedenen Länder, in verschiedenen Nationen gesandt. Ich habe auch eine Zeit lang in Gießen gelebt. Jetzt lebe ich mit meiner Frau gar nicht so weit weg. Kannst du mal kurz aufstehen und gerne. Das war eine wundervolle Frau, Lori. Wir sind seit fünf Jahren verheiratet und sie ist im fünften Monat schwanger. Wir warten unser erstes Kind und gemeinsam dienen wir dem Herrn. Und seit 4,5 Jahren sind wir jetzt im Vollzeitdienst überall auf der Welt unterwegs und predigen das Evangelium. Weil für uns gibt es nur eine Botschaft, die wirklich bis an die Enden der Welt getragen werden muss. Und das ist die Botschaft von Jesus Christus. Und wir haben einen Dienst, der heißt Lands for Jesus, bei unser Herz und unsere Leidenschaft. Und unser Wunsch ist es, dass jedes Land und jede Nation auf dieser Erde diese Botschaft hört. Wir haben fünf Vollzeitmissionare bei uns mit dem Team und eines unserer Herzensprojekte. Das habt ihr eben kurz gesehen in diesem Video. Das ist das Land Suriname. Keine Ahnung, ob ihr jemals davon gehört habt. Ich habe damals vor acht Jahren, als Gott zu mir gesprochen, noch nie davon gehört. Er hat zu mir gesprochen in einem Traum. Er hat mir dieses Land gezeigt und den Namen des Landes. Und ich habe gedacht, das muss ja irgendwo in Afrika sein. Die Leute hatten dunkle Haut und sahen so ähnlich aus in einem Traum. Da habe ich gedacht, das ist bestimmt in Afrika. Und ich hatte so eine große Afrika-Karte in meinem Zimmer. Und ich habe es aber nicht gefunden. Und ich war frustriert, weil ich dachte, Gott, du hast doch zu mir gesprochen. Irgendwo muss das doch sein. Und dann habe ich gegugelt und festgestellt, dass sie in Südamerika, nördlich von Brasilien, und sie sprechen niederländisch dort. Und dieses Land hat mich seitdem so unglaublich fasziniert. Es leben 27 Prozent Hindus dort, 25 Prozent Muslime, 35 Prozent Christen. Und der Rest ist ein kompletter Mix von traditionellen Religionen. Und irgendwie schaffen die das, in Einheit miteinander zu leben. Aber das Evangelium muss gepredigt werden. Es ist das meistbeweiligste Land der Erde, 93 Prozent Regenwald. Und wie ihr gesehen habt, wir fahren mit den Booten in den tiefen Dschungel, wo irgendwo kleine Dörfer sind. Und dort predigen wir das Evangelium. Leute kommen zum Glauben, Leute werden geheilt, verändert und von neuem Geboren. Das ist unser Herz. Und jetzt nächste Woche am Freitag fliegen wir wieder nach Suriname für dreieinhalb Wochen. Wir machen Trainings im Dschungel, im Amazonas. Wir machen Trainings an der Küste, um die Gläubigen zuzurösten, in Jüngerschaft, in Gemeindegründung, weil es dort sehr, sehr wenige Gemeinden gibt. Und wir machen ein riesiges Stadtfestival an der Küste, wo es Kinderprogramm gibt, wo es Street Food Trucks gibt und eine große Bühne, wo das Evangelium jeden Tag gepredigt wird. Leute geheilt werden. Wir haben so große Tonnen, wo die ihre Hexerei und Amulette und alles reinwerfen können. Und dann werden die verbrannt. Und es ist genial, was Gott tut, überall auf der Erde. Wir haben gesehen, wie blinde Augen geöffnet werden, wie Taube wieder hören. Wir haben gesehen, wie tote Babys wieder lebendig werden. Und ich lese aber in meiner Bibel, in Hebräer 13, dass Jesus der Gleiche ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Er ist der Gleiche in den Evangelien, in der Post zur Geschichte. Er ist der Gleiche heute und der Gleiche morgen. Und die gleichen Dinge, die er in Suriname tut und in Afrika, kann er auch hier in Deutschland tun. Kann er auch hier in Frankfurt tun. Davon bin ich überzeugt. Und das glaube ich. Und ich hoffe, dass ich euch ein bisschen damit ermutigen kann, auch den Glauben zu haben, für das, wo Gott dich hingestellt hat, die gleichen Dinge zu sehen, auch hier in deinem Umfeld. Lorian und ich, wir werden später nach dem Gottesdienst draußen, auch im Café sein, wenn ihr Lust habt, noch mit uns zu connecten oder vielleicht mehr über unseren Dienst zu hören, einfach zu erfahren, was wir so machen. Wir hatten das Privileg in den letzten 4,5 Jahren mit unseren Teams zusammen, 670.000 Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Und auch danke dir. Und es geht immer weiter, weil Gottes Träume sind niemals kleine Träume. Ich hätte es mir niemals vorstellen können vor ein paar Jahren, dass ich das Vorricht habe, diesen Dienst zu führen und zu leiten. Und Gott hat uns da aber hineingesetzt. Und genau, wenn ihr mit uns connecten möchtet, wenn ihr gerne für uns beten möchtet, uns unterstützen möchtet, auf die ein oder andere Weise kommt gerne auf uns zu. Genau. Ich möchte noch gerade beten und dann eine Botschaft mit euch teilen. Herr, ich danke dir für diesen wunderbaren Morgen, Herr. Ich danke dir, dass du hier bist, dass du uns von überall her zusammengebracht hast, um vor dich zu kommen vor deinen Thron Jesus. Danke her für diese Möglichkeit. Und ich bete, dass du unsere Herzen weit aufmachst für dein Wort und dass du zu uns sprichst in Jesu Namen. Amen. Ich habe es eben kurz gesagt. Ich glaube, und das ist wirklich eine Wahrheit, Gott hat keine kleinen Träume für Menschen. Gott träumt niemals klein. Ich glaube, die einzigen, die kleinen denken, sind wir Menschen. Wir sind auf diejenigen, die uns limitieren. Und die Bibel ist voll von Menschen, die mit normalen Voraussetzungen gestartet sind, aber in eine übernatürliche Berufung hineingetreten sind. Warum? Weil Gott nie wollte, dass wir aus eigener Kraft herausleben. Er wollte nie, dass wir Dinge aus uns selbst heraus tun, sondern dass wir ihm vertrauen. Und vielleicht ist heute nicht die Frage, was kann ich tun, sondern eher, was traut Gott mir zu? Das ist eine viel wichtige Frage. Und ich glaube, in jedem Menschen steckt eine tiefe Sehnsucht. Eine Sehnsucht zu wissen, wer bin ich eigentlich und wofür lebe ich? Warum bin ich hier? Und diese Sehnsucht ist kein Zeichen von Stolz. Das bedeutet nicht, dass man stolz ist, sondern es ist ein Hinweis darauf, dass wir für mehr geschaffen wurden als für ein gewöhnliches Leben. Wie wurden für mehr gemacht, als einfach nur das zu tun, was wir tag ein tag austun? Gott hat uns nicht erschaffen, um einfach zu existieren, sondern hat uns geschaffen für Berufung, für Ziele und für eine Verheißung, die er auf unser Leben gelegt hat. Wie ihr vielleicht eben gemerkt habt, ich beschäftige mich auch gerne mit Geschichte. Und ein Mann, der mich in den letzten Monaten sehr fasziniert hat, ist Alexander der Große. Und Alexander kam aus einem sehr kleinen Land, Macedonien. Es war kein Weltreich, das war kein Zentrum der Macht, nicht so wie die Mongolei. Und er wuchs im Schatten seines Vaters auf, der ein großer mächtiger König war, Philipp II. Er war sehr erfolgreich. Und Alexander, da hat er aber etwas Tiefes in seinem Herzen getragen. Immer, wenn er sein Vater gesehen hat und hat auf sich selbst geschaut und dachte, da muss mehr für mich sein. Mein Leben ist doch für mehr bestimmt, als einfach nur der Sohn eines großen Mannes zu sein. Und als Alexander 20 Jahre alt war, es ist etwas Schreckliches passiert, sein Vater wurde ermordet, unerwartet, brutal. Und plötzlich war dieser 20-jährige junge Mann König, König von einem kleinen Reich, von Macedonien. Und er wusste, wenn er jetzt nicht handelt, wenn er jetzt nicht zut und keine Stärke zeigt, dann werden Aufstände kommen, überall in Macedonien. Und seine Leidenschaft wird in Frage gestellt. Also hat er getan, was viele junge Könige tun würden, aber auf eine extreme Weise. Er hat Feldzüge gestartet, er hat Kriege gestartet, um seine Macht zu festigen. Aber Alexander hat sich nicht einfach irgendein Feind ausgesucht, sondern hat sich den größten nur denkbaren Feinden seiner Zeit ausgesucht. Er war weltreich, dyspersische Reich. Und es war kein logischer Schritt, das war auf jeden Fall kein sicherer Schritt. Und es war ein Schritt, der nur Sinn macht, wenn man davon überzeugt ist, dass man für Großes bestimmt ist. Alexander hatte tiefe religiöse Überzeugung. Und nicht, er war kein Christ, offensichtlich nicht, weil er vor Jesus gelebt hat, er war eher griechisch heidnisch. Aber vor wichtigen Schlachten und vor entscheidenden Momenten hat Alexander immer wieder etwas getan. Er hat Bestätigung seine Identität gesucht. Er hat versucht, sich zu bestätigen lassen. Wer bin ich eigentlich? Und so ist er zu Orakeln gegangen, er ging zu gewissen Tempeln und er ist sogar in die Wüste gegangen, um dort die fernstimmen zu suchen. Nicht um Strategien für den kommenden Kampf zu hören, sondern um bestätigt zu werden, wer er ist. Seine Mutter hat ihm sehr früh als Kind eingeredet, dass er der Sohn von Zeus ist. Zeus war damals eine griechische Gottheit. Und so hat sich in seinem Kopf festgesetzt, ich muss zu mehr berufen sein. Und manche Überlieferungen, manche Historiker sagen sogar, dass er geglaubt hat, dass er ein Halbgott wäre. Und gewisse Überlieferungen sagen, an verschiedenen Tempeln und verschiedenen Orakeln wurde diese Göttlichkeit angeblich sogar bestätigt. Und Alexander glaubte, dass er Göttlich legitimiert ist. Und ich bin davon überzeugt, dass Alexander nicht nur siegen wollte. Er wollte nicht nur sein Feind besiegen, aber vor allem hat ihn eine Frage getrieben. Wer bin ich? Aber warum? Warum hat diese Frage ihn so sehr beschäftigt? Weißt du, selbst die größten Siege können niemals stillen, was nur Identität dir geben kann. Der entscheidende Punkt ist, Identität treibt unsere Handlung. Das, was wir von uns selber denken, wer wir sind, treibt unsere Handlung voran. Alexander, was er über sich selber glaubte, hat bestimmt wie er lebte. Weil er davon überzeugt war, dass er zu etwas großen bestimmt war, hat es seine Handlungen zu großen bewegt. Weil er überzeugt war, dass er kein normaler Mensch war, sondern er war überzeugt, davon kein gewöhnliches Leben führen zu können. Weil er glaubte, Göttlich berufen zu sein. Er wagte Schlachten, die für andere vollkommen unmöglich waren. Er wusste, über seine Identität war ein Motor für sein Handeln. Identität führt zur Aktion. Überzeugung führt zur Mut. Und Glaube über sich selbst führt zu außergewöhnlichem Tunen. Er war überzeugt, ich bin nicht für ein durchschnittliches Leben bestimmt. Ich bin dazu berufen, das größte Bekannterreich der Erde zu regeln. Und ich glaube, wir sind Alexander ähnlicher, als wir vielleicht denken. Wir sind ehrlich, auch wir sehen uns nach Zuspruch, wir sehen uns nach Bestätigung, nach einem Wort, das sagt, du bist richtig. Du bist berufen, du bist gewollt. Der Unterschied zwischen uns und Alexander ist nicht die Sehnsucht, die ist gleich. Der Unterschied ist die Quelle. Wir müssen nicht zu Oraceln gehen, wir müssen nicht in die Wüste laufen, um Stimmen zu hören. Gott selbst möchte unsere Identität bestätigen. Nicht durch Leistung, nicht durch Erfolg, nicht durch die Dinge, die wir tun, nicht durch Vergleich, sondern durch Beziehung. Und wenn falsche Identität zu solchen Mut führen kann, wie bei Alexander, wie viel mehr eine Identität, die von Gott selbst gesprochen ist. Alexander hatte ein besonderes Vorbild. Er hatte Achilles, ist auch ein griechischer Held gewesen. Und er war ein besonderes Vorbild für ihn, was ihn immer ermutig hat, ihm nachzueifern. Und die Bibel ermutigte uns auch danach Vorbilder zu haben. Die Bibel spricht von einer Wolke von Zeugen, die uns zujubeln, die uns vorangegangen sind. Die sagen, come on, give it, you can do it, you can do it. Gott selbst arbeitet mit Glaubenshelden. Und mich hat über die letzten Jahre auch immer wieder die Person, die uns vorangegangen sind, die über außergewöhnliche Dinge in der ganzen Welt, in der Verkündigung des Evangeliums erreicht haben, total beschäftigt, wie zum Beispiel Billy Graham, Reinhard Bonke. Sind Vorbilder auch für mich gewesen. Und ihr Leben zeigt, es ist Gottes, Gottes Treu. Und es ist möglich. Und das Evangelium verändert Nationen. Und es ist wunderbar und es ist gut. Aber hier kommt die Wahrheit. Wir dürfen von ihnen Siegen lernen, aber wir dürfen uns nicht auf ihn ausruhen. Wir dürfen uns nicht auf den Siegen anderer ausruhen, die uns vor ausgegangen seien. Wir dürfen von ihnen inspiriert werden. Gott ruft dich nicht um die Berufung eines anderen zu bewundern, sondern deine eigene zu leben. Und darüber will ich heute Morgen sprechen. In Richter 3, ich will das ganz kurz lesen, Richter 3, Verse 1 bis 4. Das ist eine ganz interessante Geschichte. Die Israeliten wurden aus Ägypten herausgeführt. Sie waren über 400 Jahre lang dort in Gefangenschaft. Mosa hat sie durch die Wüste 40 Jahre aus Ägypten herausgeführt. Gemeinsam mit Joshua haben sie das verheißene Land eingenommen. Und an den Richter, nachdem Joshua gestorben ist, lesen wir etwas ganz Interessantes. Nämlich hat Gott absichtlich oder ganz bewusst nicht alle fremden Völker umbringen lassen, sondern hat ein paar wenige übrig gelassen. Und in Richter 3 lesen wir, dass aber sind die Völker, die daher übrig bleiben ließ, um durch sie alle diejenigen Israeliten zu prüfen, welche alle die Kämpfe um Kananen nicht erlebt hatten. Nur um den Geschlechtern der Söhne Israels davon Kenntnis zu geben und sie die Kriegsführung zu lehren, weil sie zuvor nichts davon wussten. Und dann werden die Fürsten aufgelistet und dann lesen wir weiter in Fest 4. Und sie dienten dazu, dass Israel durch sie geprüft wurde, damit es sich zeigte, ob sie den Geboten des Herrn folgen würden, die er ihren Väter durch Mosa geboten hatte. Was wir sehen ist, diese nächste Generation muss ihre eigenen Kämpfe schlagen. Sie konnten sich nicht auf die, die ihnen vorausgegangen sind, verlassen. Sie konnten sich nicht auf Mose und Joshua verlassen, sondern Gott hat gesagt, nein, hier ich lasse euch ein paar wenige übrig, sodass ihr lernt, eure eigenen Kämpfe zu schlagen. Dass ihr lernt, damit umzugehen, wenn Herausforderungen und Schwierigkeiten kommen. Wenn Frust aufsteigt, dass ihr nicht immer nur die anderen vorausschickt, die schon all das erlebt haben, sondern dass ihr selber lernt, dort hineinzutreten. Und dass ihr die Herausforderungen und Schwierigkeiten umzugehen, mit den Feinden, die in euer Leben gestellt sind, sie selber auszumerzen. Gott ließ die Feinde bewusst stehen, damit die nächste Generation lernt, selbst zu kämpfen. Nicht weil Gott sie verlassen hatte, sondern weil er sie reif machen wollte. Das ist ein Reifungsprozess, von dem wir hier in Richter lesen. Weil Glaube wird nicht vererbt. Joshua konnte sein Glauben nicht an die nächste Generation weitergeben. Ebenso wenig Vimosis sein Glauben nicht weitergeben konnte. Er konnte prägen, aber er konnte den Glauben nicht übertragen, sondern Glaube muss gelebt werden. Und deswegen inspirieren uns Vorbilder und das ist gut, aber Gehorsam kann nicht delegiert werden. Gehorsam