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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Ferienserie: Lügen über die Wahrheit

Freie evangelische Gemeinde Kiel – Predigt-Podcast · Freie evangelische Gemeinde Kiel – Predigt-Podcast · 2026-08-16 · Kiel · Quelle

Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft Wissen · tragend Gemeinschaft

Der gesellschaftliche Relativismus, der jegliche absolute Wahrheit leugnet, führt zum Verlust eines moralischen Kompasses und steht im Widerspruch zur Wahrheit, die in Jesus Christus offenbart ist.

Wenn wir, wenn wir weiter so denken, dann gibt es und das leben wir ja auch kein moralischen Kompass mehr zum Beispiel, kein richtig oder falsch und irgendwie wird alles zu einer Verhandlungssache.

Die Predigt greift den Begriff der 'Kulturlüge' auf und beschreibt eine gesellschaftliche Entwicklung hin zu Relativismus, in der Wahrheit als subjektives Empfinden verstanden wird. Der Prediger verweist auf die European Value Study und den Politologen Ronald Inglehart, um den Wandel von Pflicht zu Selbstverwirklichung zu belegen. Am Predigttext Johannes 8,31-45 wird die Frage nach der Wahrheit und Freiheit thematisiert. Jesus wird als der dargestellt, der die Wahrheit sagt und befreit, während die Gegenüber als vom Teufel stammend und unfähig zum Hören der Wahrheit beschrieben werden. Der Prediger stellt die Frage, was das für eine christliche Gemeinde in der heutigen Gesellschaft bedeutet. Er warnt vor dem Verlust eines moralischen Kompasses, wenn es keine absolute Wahrheit gibt. Die Predigt ruft dazu auf, sich nicht von der gesellschaftlichen Strömung des Relativismus treiben zu lassen, sondern an der Wahrheit Jesu festzuhalten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung
Wo sitzt das Übel?
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Joh 8,31-45

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Die Gesellschaft, die dem Relativismus anhängt und keine absolute Wahrheit anerkennt
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
der Predigtext. Sohette steht in Johannes, Kapitel 8, die Verse 31 bis 45 und ich lese nach der neuen Genfer Übersetzung. Zu den Juden, die nun an ihnen glaubten, sagte Jesus, wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Junge und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen. Wir sind nachkommen Abrahams entgegneten sie. Wir haben nie jemand als Sklaven gedient. Wie kannst du da sagen, ihr müsst frei werden? Jesus antwortete, ich sage euch, jeder, der sündigt, ist ein Sklave der Sünde. Ein Sklave gehört nur vorübergehend zur Familie. Ein Sohn dagegen für immer. Nur wenn der Sohn euch frei macht, seid ihr wirklich frei. Ich weiß, dass ihr nachkommen Abrahams seid und trotzdem trachtet ihr mir nach dem Leben. Das kommt daher, dass ihr euch meinem Wort gegenüber verschließt. Ich rede von dem, was ich beim Vater gesehen habe und auch ihr habt einen Vater, auf dessen Anweisungen ihr hört. Unser Vater ist Abraham, erwiderten sie. Jesus entgegnete, wenn ihr wirklich Kinder von Abraham wert, würdet ihr auch so handeln wie Abraham. Stattdessen wollte mich töten, mich, der ich euch die Wahrheitslage, wie ich sie von Gott gehört habe. So etwas hätte Abraham nie getan. Ihr handelt eben genau wie euer wirklicher Vater. Wir sind doch keine unehrlichen Kinder protestierten sie. Wir haben nur einen Vater und das ist Gott. Jesus erwiderte, wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben. Denn von Gott bin ich zu euch gekommen, nicht in eigenem Auftrag. Gott ist es, der mich gesandt hat. Aber ich kann euch sagen, warum mein Reden für euch so unverständlich ist und wie es kommt, dass ihr gar nicht fähig seid auf mein Wort zu hören. Ihr stammt vom Teufel, der ist euer Vater. Und was euer Vater wünscht, das führt ihr bereitwillig aus. Er war von Anfang an ein Mörder und stand nie auf dem Boden der Wahrheit, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Wenn er lügt, redet er so, wie es seinem ureigendsten Wesen entspricht. Denn er ist ein Lügner. Ja, er ist der Vater der Lüge. Ich aber sage die Wahrheit und gerade das ist der Grund, weshalb ihr mir nicht glaubt. Dankeschön Anna. Wir haben gar nicht über die Folgen gesprochen, Katrin, aber du bist, wie macht das so gut? 3.333 Kilometer lang war die letzte Tour de France. Ich gucke das ja gern, aber meistens nur die letzte halbe Stunde oder so. Davor nicht unbedingt. 3.333 Kilometer mit dem Fahrrad. Aber bevor man jetzt so ein Erfrucht irgendwie erstarrt, die haben das unterteilt in Etappen. Also das ist nicht an einem Stück, sondern 21 Etappen, dann sind das nur noch 160 pro Tag. Also alles gar nicht so viel. Okay, da waren noch 54.000 Höhenmeter bei. Okay, das vielleicht schon. Am letzten Hauskreis haben wir, aus dem Hauskreis habe ich mir ein Zitat aufgeschrieben von Sarah. Da steht Freiheit in Etappen. Und deshalb kam ich so auf die Tour de France, dass das ja auch mit den Etappen, da ging es gar nicht ums Fahrrad fahren, sondern da ging es halt um Freiheit. Freiheit und Veränderung. Das war unser Thema und da ging es dann auch um Etappen. Und darüber würde ich gerne heute auch etwas sagen. Wir haben es ja eben schon gehört. Ich bete, lieber Vater, wie gut ist es, dass wir dein Versprechen haben, auf das wir uns zu 100% verlassen, dass du jetzt hier bist? Das kann ich nicht so richtig verstehen, wie das möglich ist, aber ich kann es annehmen und das möchte ich jetzt auch tun. Und ich möchte bitten, dass du uns das erleben lässt, was es heißt, dem lebendigen Gott zu begegnen. Und wenn du möchtest, dann bitte ich dich sehr darum, dass du es jetzt auch durch die Predigtur, durch diesen Gottesdienst vielleicht gleich noch bei der Musik oder am Abend mal gerne tust. Ich lade dich sehr dazu ein. Amen. Ich bin in den letzten Wochen immer mal wieder über diesen Begriff Kulturlüge gestoßen. Ich weiß nicht, ob ihr das auch schon mal wahrgenommen habt. Manchmal begegnet einem Begriff. Mir geht das so und dann lese ich den und guck mal und vielleicht dadurch, dass ich das interessant finde, sehe ich den eher, wenn er mir dann begegnet. Sonst hätte ich ihn vielleicht übersehen. Auf jeden Fall ging es mir so damit und kurz zusammengefasst meinen die meisten damit, deine Wahrheit ist nicht meine Wahrheit. Das haben wir ja durch deine Einladung auch schon ein bisschen gehört und dann verschiebt sich sowas von so einer objektiven Wahrheit hin zu einem rein subjektiven Empfinden. Und in unserer Kultur gilt ja oft so als wahr oder richtig, was man so als einzelne Person als Individuum, was sich richtig anfühlt. Das ist dann die Wahrheit, fühlt sich richtig an. Und das habe ich auch in Gemeinde so schon erleben. Da dachte ich, das wäre ja vielleicht ganz gut, heute mal darüber zu reden. Deswegen der Titel, es gibt keine absoluten Wahrheit, keine absolute Wahrheit, alle haben ihre eigene Wahrheit. Das mit der Wahrheit ist gar nicht so einfach. Ihr könnt jetzt mal einen Moment überlegen. Ich rede aber weiter, was Wahrheit ist, wenn ihr in der Definition schreiben solltet, formulieren solltet. Es ist nicht so leicht, das zu befassen, weil Wahrheit irgendwie so klar und trotzdem defuse ist, man kriegt es nicht zusammen. Also ich habe mich wirklich, wirklich schwer getan. Und dann fiel mir auch ein, dass diese Frage, was ist Wahrheit, die ist ja auch nicht neu. Pilatus, bei dem Verhör von Jesus fragt er ihn, was ist Wahrheit? Jesus hat ihm vorher was dazu gesagt, was Wahrheit ist. Und Jesus antwortet ihm auf diese Frage nicht. Können wir ja warten, dass er es tut, oder? Schließlich Jesus, der muss das ja wissen. Und er weiß es auch, aber er tut es nicht, sondern er spürt, er weiß und so reagiert er im Neutester mit an einigen anderen Stellen auch. Das ist gar keine echte Frage, die er stellt. Er antwortet schon die Antwort oder will es gar nicht wissen, weil er das nicht akzeptieren würde, er gibt ihm jedenfalls keine Antwort auf eine nicht ernst gemeinte Frage. Und es gibt mehrere Ebenen. Zum einen gibt es ja bei Wahrheit, wo man sagen würde, ja, das ist stimmt, das ist korrekt, das ist wahr, was du sagst. Ich gebe es genauso wieder, wie die Realität war, da sagen wir ja, stimmt, korrekt. Und auf der anderen Seite muss sich Wahrheit ja auch irgendwie überprüfen lassen. Sie stimmt über ein, zum Beispiel bei Zeugenaussagen. Ich habe jetzt gelesen, das hätte anderen natürlich viel besser machen können, doch ein Main-Eid ist eine Straftat. Man kann ein Jahr, mindestens ein Jahr dafür ins Gefängnis kommen, das fand ich, also keine Lappalie, wenn man also ein Eid abgelegt hat und dann die Unwahrheit sagt nachweislich, dann kann es ein Jahr, mindestens ein Jahr Hauptstrafe dafür geben. Problematisch wird es natürlich da, wo ich aus meinem Blickwinkel etwas bezeuge, was ich gesehen habe, also die Realität, die ich wahrgenommen habe und so dann sage, ist das die Wahrheit? Ja, aber wenn jetzt auf der anderen Seite Anna steht und dasselbe aus einem anderen Blickwinkel sagt, dann muss das nicht übereinstimmen, aber trotzdem ist es auch die Wahrheit. Und dann merkt man schon, so ganz leicht das Zusammenzug ist es jedenfalls nicht die umfassende Wahrheit, nicht so leicht. Aber das alles meine ich übrigens gar nicht, wenn ich über Wahrheit reden will. Ich wollte nur klar machen und ich fand es interessant, das zu sagen. Es geht hier, dabei geht es nicht darum, alle haben ihre eigene Wahrheit. Also wo liegt das Problem, wo ist die Herausforderung für uns? Die Gesellschaft leidet, da sind sich viele einig unter einem extremen Relativismus und Pluralismus, also alle dürfen und sollen die Freiheit zur eigenen Meinung haben und das muss man dann auch anerkennen. Wenn es um Wahrheit, Wissen und Werte und Moral geht, dann ist das niemals absolut. Niemand sollte hingehen und ein Absolutheitsanspruch stellen. Das ist etwas, wo wir merken, das ist heute Standard in unserer Gesellschaft. Und mir geht es gar nicht darum zu fragen, wie wir das so finden, sondern nur festzustellen, dass es so ist, das könnt ihr von mir selbst mal nachschlagen oder googeln, wie ihr das machen wollt, das werdet ihr bestätigt finden. Und die These dahinter ist, es gibt keine absolute Wahrheit. Es gibt keine absolute Wahrheit, jeder konstruiert sich seine eigene Realität, solange es dir hilft und niemand schadet, ist es erlaubt. Aber ist das die Wahrheit? Dass es keine Wahrheit gibt? Ich fand das schön mit dem, was du gesagt hast, Anna, dass sich das ja schon widerspricht. Und das Problem ist, dass wenn jeder seine eigene Wahrheit hat, dann verliert dieses Wort Wahrheit jede Bedeutung. Und dann merkt man, es wirkt gleich noch, wir gucken uns gleich Jesus nochmal an, aber ich wollte ein bisschen das vorbereiten. Wenn wir, wenn wir weiter so denken, dann gibt es und das leben wir ja auch kein moralischen Kompass mehr zum Beispiel, kein richtig oder falsch und irgendwie wird alles zu einer Verhandlungssache. Ich habe wirklich eine Studie, das nimmt man ja häufig so um seine eigenen Thesen zu bestätigen. Ich habe die European Value Study, das ist eine Gesellschafts-, eine Organisation, die gesellschaftliche Veränderung untersucht und die haben gesagt, relativismus ist empirisch messbar. In der Zeit von 1981 bis 2020 wurde untersucht, welche Veränderung es in der Frage gab des relativismus und da lässt sich feststellen, das ist also nicht von mir, sondern das ist jetzt von denen es gibt, es ist zu beobachten, dass bestimmte moralische Normen zunehmend abgelöst werden durch persönliche beziehungsweise Kontext abhängige Entscheidungen. Und andere Moralische Normen bleiben aber erstaunlich stabil. Ronald Ingelhardt, amerikanischer Politologe, bezeichnete diese Entwicklung von, oder diesen Wandel von einer Pflicht zu einer Selbstverwicklung. Und ich glaube, da mit diesen Begriffen kann man dann schon was anfangen. Und wenn wir also feststellen, diese ganze Gesellschaft verändert sich und zwar auf einer grundsätzlichen Art und Weise, dass das Dinge infrage stellt, werden die, die früher ganz klar waren, ohne zu sagen, dass früher alles gut war. Da passieren jetzt auf jeden Fall Dinge, die sich verändern, da muss man fragen, was bedeutet das denn zum Beispiel für so eine Gemeinde Jesu wie wir es sind? Was heißt denn das für uns? Können wir dann sagen ja, dass, das damit haben wir nicht zu tun, das ist die böse Welt da draußen hinter unseren Mauern hier oder was bedeutet das? Also ich kenne das gut, nee, das kann Gott ja gar nicht so gemeint haben, das wäre ja ungerecht. Wenn man diesen Satz mal zu Ende denkt, hm, wer ist denn dann eigentlich Gott? Wenn ich weiß, wie Gott zu sein hat? Also wir spüren das in unseren Glaubensgemeinschaften und nicht nur FHG, sondern das höre ich überall ganz genau so. Also mein zweiter Punkt, Jesus und die Wahrheit, nee, ist noch keine Folie gleich. Wir haben diesen Text aus Johannes 8 eben gehört und Bibelkennerinnen und Kenner werden das vielleicht auch schon mal gelesen haben und da gibt es ein paar tolle Ferse mittendrin, aber ich will das ganze mal anschauen. Also es geht los, dass vor diesem ersten Vers den Anna vorgelesen hat, dass er zu den Christen, die vorher Juden waren, gesprochen hat, der sagt, können wir nachlesen, schreibt Johannes, als Jesus aber das und das sagt und er sagt viel darüber, dass er das Licht ist und ganz tolle Sachen, ganz viele berühmte Ferse, dann steht er und viele glauben an ihn. Ich glaube, fest 30 dürfen das sein, acht fest 30. Viele Menschen glauben an ihn, also das ist eine Hochstimmung und viele sind da und denken, wow, und wenn man jetzt so ganz Mensch Jesus wäre, also so, da merkt man, boah, da kommen alle und finden es gut. Und da muss man natürlich noch mehr Öl ins Feuer, damit es noch mehr, damit noch was kommt und Jesus macht das mal wieder nicht, was ich machen würde, sondern es redet zu denen, wo er weiß, da gibt es aber noch ein tiefer legendes Problem. Und zwar waren das die die Juden Christen, die werden in der Bibel auch so genannt, das waren einfach Menschen, die vorher Juden waren, sind Christen geworden und Menschen, die vorher nicht Juden waren, die werden Heiden genannt und dann heißen die entweder Heidenchristen oder Judenchristen und die Judenchristen, die haben bisher davon gelebt, dass sie gesagt haben, ja, ich gehöre zu Gott und zu seinem außerwählten Volk, weil ich von meiner Abstammung Herr Jude bin. Sie haben sich bis hin zu Abramo, so Abram, all diese großen Gestalten des alten Testamentes berufen und gesagt, das gilt alles für mich und ich habe dafür nichts getan. So, einfach nur, weil sie es waren und das hat bis dahin auch gereicht bis Jesus. Aber jetzt nicht mehr. Jetzt hatten sie den Glauben an Jesus gefunden und dann sagte ihnen, das war erst die erste Etappe. Jetzt geht es los. Jetzt kommen die Nächsten, weil er nämlich wusste im Hinterkopf, da steckt immer noch dieses, ja, von meiner Abstammung Herr, jetzt auch Christen, Heidenchristen, aber ich bin von meiner Abstammung noch ein bisschen besser. Das führte auch in vielen Gemeinden übrigens zu Problemen später im neuen Testament. Jesus weiß das und wendet sich daran und jetzt lesen wir diesen Fersen einmal durch. Wenn ihr an meinem Wort bleibt, seid ihr meine Jünger und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wieder durch freimachen. Wenn ihr an meinem Wort bleibt, seid ihr meine Jünger und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wieder durch freimachen. Das ist typisch Johannes. Also, ich brauche diesen Satz einfach nur sehen ohne Angaben und man könnte sofort erkennen, ja, wohl, dass es Johannes ist, kommt viel Wahrheit und Wort. Das ist sehr, sehr, sehr verbreitet bei Johannes. Also, wenn ihr das lese, dann wisst ihr, ja, das ist auf jeden Fall Johannes. Er sagt das in Kapitel 17 dann auch nochmal. Er sagt, er macht sie durch die Wahrheit zu Menschen, die dir geweiht sind. Dein Wort ist die Wahrheit. Aha, da kommt man jetzt so langsam auf eine Spur, in die es gehen kann. Dein Wort ist die Wahrheit. Bei der biblischen Wahrheitssuche kommt man an dem Wort Wort nicht vorbei. Man kommt einfach nicht dran vorbei und ganz am Anfang des Johannes Evangeliums redet er von, dass das Wort bei Gott war von einem anderen. Er selbst war das Wort und man stellt sofort fest, Wort steht hier für Jesus. Jesus war von Anfang an dabei. Wort und Jesus sind eins. Ein anderer Begriff für Jesus und sicher auch all das, was Gott durch Jesus gesagt hat und getan hat, seine Person, seinen Wirken und seine Bedeutung. Aber man könnte es so übersetzen und jetzt hören wir den Vers nochmal ein bisschen anders an, genau denselben übersetzt sozusagen. Wenn ihr bei mir bleibt, Jesus sagt das, wenn ihr bei mir bleibt, seid ihr meine Jünger und ihr werdet mich erkennen und ich Jesus werde euch freimachen. Das ist die Bedeutung dieses Verses auf der linken Seite, nur dass da jetzt steht, anscheid Wort Jesus. Nur, wenn der Sohn euch freimacht, seid ihr wirklich frei. Die Judenchristen, immer noch dieses Denken der Abstimmung und der Rechtfertigung dadurch in ihrem Kopf, die beschweren sich direkt und sagen, wir brauchen nicht befreit werden, wir stammen vom Arbe am Arm, hallo, die anderen, ja klar, aber wir doch nicht. Und dann erklärt ihn Jesus sehr deutlich, dass sie nicht frei sind. Es ist nicht möglich, nicht zu sündigen. Jesus macht das hier sehr, sehr deutlich und dass man ohne ihn aus Glave der Sünde und der Lüge ist und damit auch nicht auf Gottesseite steht. Ich habe das glaube ich hier schon mal erzählt, das hat mich damals ziemlich getroffen, weil ich gar nicht so richtig wusste, wie ich darauf reagieren soll. Anna, meine ältesten Freunde, der hat mir mal gesagt, als ich ihn kurz mal dargelegt habe, den Plan mit Jesus und hier am Kreuz und Auferstehung und so, da hat er gesagt, also wegen mir hätte Jesus nicht sterben müssen. Und man kann das sogar ein bisschen verstehen, weil diese Syne und Opfertheologie, Logik, diese Struktur, die muss man auch erst mal verstehen und annehmen. Das ist ja gar nicht so leicht, wenn man damit nicht so groß geworden ist, das anzunehmen. Aber ich glaube schon, dass er es musste. Ich glaube schon, dass Jesus auch für ihn sterben musste. Wegen uns sind all dieser Dinge, die uns von Gott trennen, all dem, was da noch so ist. In Römer 3,43 steht, wir sind alle Sünder. Und wisst ihr, was im griechischen dieses Wort alle bedeutet? Alle. Es nennt einfach alle. Alle sind Sünder. Und die Wahrheit ist etwas, woran ich mich in lebenswichtigen Fragen und über das Leben hinaus und auch in allen anderen Fragen verbindlich halten kann und was hundertprozentig verlässlich ist. Das ist die Wahrheit. Und wir merken natürlich, dass mein letzter Punkt, wir leben in so einer Spannung, diese Wahrheit zu leben, mit Christus zu leben, wenn wir uns dafür entschieden haben oder auf dem Weg dahin sind. Und dann merken wir, wir leben aber in dieser Gesellschaft, die eben nicht so diesen Wahrheitsbegriff, die gar nichts anfangen kann mit absoluten Wahrheiten. Also leben wir zwischen so einer Spannung, zwischen Liebe und Toleranz. Da muss man irgendwie mit klarkommen. Die Wahrheit, das Wort Jesus befreit in diesem Text ist sehr viel von Freiheit hier rede und engt nicht ein. Und in einer Welt, in der sich alles ständig verändert, bietet diese feste Wahrheit Gottes, einen unerschütterlichen Halt. Und wir müssen lernen, das Wort Gottes, das Wort Jesus selbst höher zu gewichten als alle gesellschaftlichen Trends. Auch wenn uns das vielleicht Angst macht manchmal. Vielleicht müssen wir sogar höher gewichten in ganz persönlichen Entscheidungen, weil unsere eigenen und wechselhaften Gefühle davon auch betroffen sind. Weil wir spüren, dass das hat auch alles mit mir zu tun. Wenn du Rymmer 12, was 2 steht, passt euch nicht diesen Maßstäben, nicht den Maßstäben dieser Welt an. Also dort kann man es nicht sagen. Passt euch nicht diesen Maßstäben an, die um euch herum sind, sondern lasst euch von Gott verändern, indem er euer Denken verändert. Dass der Fokus darauf, hey, ich will mich nicht gefangen lassen von so einem Relativismus, der auch Gott infrage stellt. Nee, mach ich nicht. Das tut vielleicht manchmal weh, zu sagen, ja, an dieser Stelle passt das überhaupt nicht zusammen. Was ich von Gott weiß und was ich in meiner Welt um mich herum erlebe. Kultur definiert Toleranz heute oft so, du musst alles, was andere tun und glauben, als absolut richtig und gleichwertig erklären. Damit würde man in fast jeder Talkshow einen Applaus kriegen. Na ja, wir sind ja auch nicht in der Talkshow. Also, die Bibel fordert uns seinen völlig anderen Weg heraus. Sie trennt die Wahrheit, die unumstößlich ist, die absolut ist von unserem Umgang mit Menschen, der von der Liebe geprägt sein soll. Und das Geheimnis liegt, glaube ich, FSA-Brief, wir haben das ja ausführlich behandelt, von nicht allzu langer Zeit. FSA 4, FES 15 steht, lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe. Ich möchte drei Punkte zum Abschluss hier festhalten. Der erste Punkt lautet, wahre Toleranz braucht überhaupt erst eine feste Wahrheit. Wenn wir irgendwie damit umgehen wollen, in einer guten Art und Weise, dann müssen wir erst mal einen Standpunkt haben, dann müssen wir erst mal wissen, wo gehören wir denn hin. Der Gedanke dazu ist, dass man nur Tolerieren, Erdolten aushalten kann, was man eigentlich anders sieht. Aber wenn ich überhaupt nicht weiß, was mein Standpunkt ist, wie kann ich dann gut mit anderen umgehen. Das ist so, als wenn ich versuche, irgendwie anderen einen Halt zu geben und selbst keinen habe. Wenn alles gleichgültig ist, ist eh alles wahr, so persönlich, subjektiv, dann braucht man keine Toleranz mehr, dann braucht man nur noch Gleichgültigkeit. Als Gläubige können wir fest Überzeugung haben, während wir gleichzeitig Menschen mit maximalen Respekt und Liebe begegnen, die völlig annassten. Das ist eine Herausforderung. Haben wir vor dem Gottesdienst noch zuüber gesprochen hier vorne? Ganz praktische Sachen. Wie weit kann ich damit gehen? Wie weit kann ich das ohne mein Standpunkt zu verraten? Das zweite, Wahrheit ohne Liebe i