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Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Thought for the Week – August 23

ohne Namen · St Martin-in-the-Fields London - Sermons und Thought for the Week · 2026-08-23 · London · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Umkehr · tragend Wahrhaftigkeit · tragend

Die Church of England setzt mit ihrer Entscheidung zur finanziellen Wiedergutmachung für ihre Verwicklung in die Sklaverei ein wichtiges Zeichen, das hoffentlich dazu beiträgt, dass die Geschichte der Sklaverei in der Karibik nicht länger ignoriert wird.

Möge dieses Beispiel bedeuten, dass in Zukunft nur noch der Elefant durch die Tür der keinen Rückkehr gehen wird.

Der Text lobt die Church of England für ihre Entscheidung, finanzielle Wiedergutmachung für ihre Verwicklung in die Sklaverei zu leisten. Die Autorin berichtet von ihren Erfahrungen in der Karibik, wo die Geschichte der Sklaverei trotz ihrer zentralen Bedeutung für die Inseln kaum thematisiert wird. Sie erklärt dieses Schweigen mit den Interessen des Tourismus, der überwiegend von weißen Touristen getragen wird und dessen Besucher unangenehme historische Aspekte vermeiden möchten. Die Entscheidung der Church of England, einen Fonds in Höhe von 100 Millionen Pfund für betroffene Gemeinden einzurichten, wird als positiver Schritt gewürdigt. Der Besuch der Erzbischöfin Sarah Mullally in Ghana, insbesondere ihr Gebet vor der sogenannten Tür der keinen Rückkehr, wird als bewegendes Zeichen der Reue und des Engagements dargestellt. Die Autorin hofft, dass dieses Beispiel dazu beiträgt, dass die Geschichte der Sklaverei in Zukunft nicht länger ignoriert wird. Der Text verbindet persönliche Erfahrung mit einer aktuellen institutionellen Entscheidung und ruft implizit zu einer ehrlicheren Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
ausdrücklich auf beide

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Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3, benannt: Weiße Touristen, die unangenehme historische Aspekte vermeiden
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Ich möchte einen Lobpreis für die Church of England aussprechen. Dies ist keine Empfindung, die ich oft äußern möchte. Häufiger bin ich über die Fixierung der Institution auf ihr nach innen gerichtetes, obsessives Selbstbetrachten verärgert. Doch diesmal ist der Blick nach außen gerichtet, auf eine Sache, die mir am Herzen liegt. Ich hatte in den letzten Jahren das Glück, einen Teil des Januars in der Karibik zu verbringen. Beim ersten Mal konnte ich es nicht fassen, dass so wenig über die Sklaverei gesprochen wurde. Viele dieser Inseln haben Vorfahren, die den schrecklichsten Bedingungen überlebt haben, aber es schien, als wäre die Sklaverei der Elefant im Raum. Wir trafen dort einen Freund aus London, der in Barbados geboren wurde, und ich fragte ihn, warum das so sein könnte. „Eine der Haupteinnahmequellen ist heute der Tourismus", erklärte er. Es scheint, dass die Touristen, die sich diese Reisen leisten können, überwiegend weiß sind. Sie wollen nicht über Teile ihrer Geschichte hören, die ihnen unangenehm sind, und diese Inseln brauchen die Einnahmen, also passt es in gewissem Maße allen, den Elefanten im Raum zu belassen. Mit diesem Gedanken möchte ich die Entscheidung der Church of England feiern, finanzielle Wiedergutmachung für ihren Anteil am Übel der Sklaverei zu leisten. Bei einem kürzlichen Besuch in Ghana drückte Erzbischöfin Sarah Mullally Bedauern über die Verwicklung der Church of England in die Sklaverei aus und bekräftigte ihr Engagement für einen umstrittenen Fonds in Höhe von 100 Millionen Pfund für die betroffenen Gemeinden. Sie besuchte Cape Castle, wo Sklaven in den Verliesen gehalten wurden, bevor sie durch „die Tür der keinen Rückkehr" traten, um auf Schiffe verladen und über den Atlantik transportiert zu werden. Das Bild einer lila gekleideten, barhäuptigen Frau, die vor dieser Tür kniend betet, ist ein Grund zur Feier. Möge dieses Beispiel bedeuten, dass in Zukunft nur noch der Elefant durch die Tür der keinen Rückkehr gehen wird. Wendy Quill
Wortlaut im Original
I want to propose a shout out for the Church of England. This is not a sentiment that I often wish to express. I am more often exasperated by the institution’s fixation with focusing inward, in an obsessive navel gazing. But for once the gaze is turned outwards towards a cause dear to my heart. I have been lucky enough in the last couple of years to spend part of January in the Caribbean. The first time I went I couldn’t get over the fact that there was so little mention of slavery. Many of these islands have ancestors who survived the most horrific conditions: but it seemed as if slavery was the elephant in the room. We met up with a friend from London, who was born in Barbados, whilst we were there, so I asked him why this might be. ‘One of the main sources of income, now, is tourism’, he explained. It appears that the tourists who have the money to make these trips are mostly white. They don’t want to hear about parts of their history that make them uncomfortable and these islands need the income, so to some extent it suits everyone to keep the elephant in the room. With this in mind I want to celebrate the Church of England’s decision to make financial reparation for their part in the evil of slavery. In a recent visit to Ghana, Archbishop Sarah Mullally, expressed lament for the Church of England’s involvement in chattel slavery and reaffirmed her commitment to a controversial £100 million fund for affected communities. She visited Cape Castle, where slaves were held in the dungeons before exiting through ‘the door of no return’, to be ferried onto ships and transported across the Atlantic. The picture of a purple clad, bare-headed woman, kneeling in prayer in front of that door is cause for celebration. May that example mean that the only thing to leave through the door of no return in the future is the elephant. Wendy Quill