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Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Pastoral Visit to Assisi: Holy Mass for participants in the ‘Go! Franciscan Youth Meeting’ (Basilica of Santa Maria degli Angeli, 6 August 2026)

ohne Namen · Vatikan - Homilien von Papst Leo XIV. · 2026-08-06 · Vatikanstadt · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Hoffnung · tragend

Junge Menschen sind aufgerufen, dem Evangelium nachzufolgen und durch selbstloses Handeln eine Zivilisation der Liebe zu verwirklichen, die Ungerechtigkeit überwindet und die Würde jeder Person wahrt.

Widmet euch, liebe junge Menschen, der Zivilisation der Liebe, deren erste Zeichen ihr in so vielen Beispielen selbstlosen Gebens begegnet seid, und die — im Bild Christi — unzählige Friedensstifter verwandelt, die auch heute noch dem Dienst am Leben in den tragischsten Situationen des Todes gewidmet sind.

Der Text ist eine Predigt zur Verklärung Jesu, gehalten bei einer Heiligen Messe für junge Franziskaner in Assisi. Er verbindet das Evangelium von der Verklärung mit der franziskanischen Spiritualität und der Biografie von Franziskus und Klara. Die zentrale Botschaft lautet, dass junge Menschen aufgerufen sind, dem Evangelium nachzufolgen und eine 'Zivilisation der Liebe' zu verwirklichen. Der Text ruft dazu auf, Resignation und Angst zu überwinden und an die Ränder der Gesellschaft zu gehen, wo Ungerechtigkeit herrscht. Es wird betont, dass die Kirche eine Gemeinschaft ist, in der man lernt, die Stimme Gottes zu unterscheiden und dem Heiligen Geist zu gehorchen. Der Text zitiert aus der Enzyklika 'Magnifica Humanitas' und aus 'Evangelii Gaudium' von Papst Franziskus. Er schließt mit dem 'Friedensgebet' und dem Aufruf, in die verschiedenen Länder Europas zurückzukehren und dort als Friedensstifter zu wirken.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung; Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
ausdrücklich auf beide

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Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mt 16,21–26 · Mt 17,2 · Mt 28,3

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
3 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Liebe Brüder und Schwestern, liebe junge Menschen! Das Fest der Verklärung, das wir feiern, ist ein Geheimnis des Lichtes, das unsere Begegnung bereichert — eine so freudvolle, die zugleich Fragen über die Gegenwart und die Zukunft aufwirft. Im Evangelium finden wir den Kontrast zwischen Licht und Schatten, Stille und Worten, Staunen und Unverständnis. Heute sind wir in Assisi, einer Stadt, zu der seit Jahrhunderten unzählige Pilger ihren Weg gefunden haben, denn hier flüstert alles, dass unser Leben eine neue Gestalt annehmen, Licht ausstrahlen und die Welt heilen kann. Hier begann die Verwandlung von Franziskus, Klara und dann Tausenden anderer junger Menschen. Sie nahmen das Evangelium sine glossa an — wir könnten sagen, in seiner Einfachheit — da begann das Leben Jesu in ihnen von neuem. Wir sind hierhergekommen, um zu verstehen, wohin die Geschichte sich bewegt und wohin wir selbst gehen. Im Evangelium sehen wir, dass Sinn tatsächlich gefunden werden kann, dass ein Weg erahnt werden kann. Wie Petrus, Jakobus und Johannes auch, sind auch wir ein wenig beiseite geführt worden, und Jesus ist bei uns. Was zählt, ist seine Gegenwart. Auf dem Berg betrachten die Apostel Jesus, der über seine eigene Zukunft gesprochen hatte, was unter ihnen zu einem Missverständnis geführt hatte. Sechs Tage zuvor hatte Petrus dem Meister widersprochen, weil er offen vom Kreuz sprach (vgl. Mt 16,21–26), denn er erwartete Herrlichkeit für den Messias, und vielleicht auch für sich selbst. Petrus dachte nicht an Widerstand oder Risiken, und vor allem fragte er sich nicht, was Herrlichkeit wirklich bedeutet. Nun, in der Verklärung Jesu, offenbart Gott selbst seine Herrlichkeit, die die Gestalt einer Wolke annimmt, die schützt und umhüllt. Er weist auf seinen Sohn hin und lädt uns ein, auf ihn zu hören. Der Weg des Lebens wird entdeckt, indem man ihm gemeinsam folgt. Die Schönheit dieses Weges erhält eine neue Dimension, eine beispiellose Intensität, so sehr, dass Petrus gerne eine Weile bleiben und diese Vision verlängern würde. Er bietet großzügig an, drei Hütten zu bauen, da er, dass dieses Gespräch zwischen Jesus, Mose und Elia fortgesetzt werden möge. Allerdings muss man in dieses Gespräch eintreten, nicht bloßer Zuschauer bleiben. Denn wir sind aufgerufen, die Schriften mit dem Meister zu lesen, unsere eigene Zeit zu deuten und Entscheidungen zu treffen, indem wir seinem Weg folgen. Wir sind hierhergekommen, um Resignation und Angst zu überwinden, um die Zweifel zu vertreiben, die uns zurückhalten, so wie sie die Apostel zurückhielten. Jesus ruft uns auf, uns mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen, um neue Seiten der Geschichte zu schreiben. Wenn wir hören, dass „sein Angesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht" (Mt 17,2), erinnern wir uns an den Ostermorgen, als ein Engel des Herrn den Stein, der das Grab versiegelte, wegrollte und die Verkündigung der Auferstehung brachte. „Sein Angesicht war wie ein Blitz, sein Gewand weiß wie Schnee" (Mt 28,3). Das ist das Licht eines neuen Tages, zu dem wir hingezogen werden, auch wenn uns noch die Finsternis umgibt — und manchmal in uns wohnt. Wir sehen das dämmernde Licht in den heiliggesprochenen Heiligen, wie in heiligem Franziskus und heiliger Klara, und in einer unendlichen Vielzahl von Brüdern und Schwestern, die dem Bösen mit Gutem antworten. Wir sind nicht allein! In den letzten Tagen habt ihr dies erfahren, denn ihr habt einander getroffen und einander zugehört, über das Getöse sich überschneidender und widersprüchlicher Stimmen hinaus zur Kunst des Gesprächs. Heute betrachten wir Jesus, der gerade im Gespräch mit dem Vater, mit denen, die ihm vorausgingen — Mose und Elia — und mit seinen Zeitgenossen, den Jüngern, verklärt wird. Die Kirche existiert, um uns in diese Dynamik des Hörens und Entscheidens zu führen, in der wir zu verstehen kommen, für wen wir leben sollen und wie wir leben sollen. Die Kirche ist die Gemeinschaft, in der wir lernen, die Stimme Gottes zu unterscheiden, die niemals einfach mit unseren eigenen Meinungen zusammenfällt, und zu wagen, dem Heiligen Geist zu gehorchen, der alle, die wählen, Jesus nachzufolgen, mutig und kreativ macht. Während wir durch die Trennung von ihm und von anderen „entstellt" werden, werden wir durch die Bande, die uns nähren und zum Leben rufen, verwandelt. Die franziskanische Spiritualität, in der ihr gebildet worden seid, gehört zu den aufmerksamsten darauf, die grundlegenden Beziehungen zu Gott und zu all seinen Geschöpfen wiederherzustellen. Heute, mehr denn je, ist dies eine Harmonie, die bewahrt und gepflegt werden muss. In dieser Hinsicht schlug ich zu Beginn meiner ersten Enzyklika vor, dass „jede Generation die Aufgabe erbt, ihre eigene Epoche zu gestalten, die Geschichte so zu leiten, dass sie zu einem Ort wird, an dem die Würde jeder Person gewahrt, Gerechtigkeit gefördert und Brüderlichkeit ermöglicht wird. Doch jede Epoche birgt auch die Gefahr, eine unmenschlichere und ungerechtere Welt zu schaffen. Immer dann, wenn die Menschheit in Gefahr ist, ihre wahre Identität zu entstellen, erheben wir Christen unsere Augen zum inkarnierten Gott, in dem Wissen, dass es ‚nur im Mysterium des Fleischgewordenen Wortes das Mysterium der Menschlichkeit wirklich klar wird'. In Jesus Christus wird diese Menschlichkeit in ihrer Größe zum Weg, zur Wahrheit und zum Leben und öffnet den Weg für jeden von uns, zur Vollkommenheit zu wachsen" (Magnifica Humanitas, 1). Liebe Freunde, der Grund, warum uns der heilige Franziskus noch acht hundred Jahre nach seinem Tod zu sich zieht, liegt in der Größe der Menschlichkeit, die ihn dazu führte, vertraute Wege aufzugeben, um einen neuen Weg zu finden, der mehr mit dem Jesu übereinstimmt. Selbst in einer Stadt, die seit Jahrhunderten christlich war, wie Assisi, schien dies revolutionär. „Kläras Wahl war noch eindrucksvoller: ein Mädchen, das wie Franziskus sein wollte, das als Frau so frei leben wollte wie diese Brüder!" (Jubiläumsaudienz, 4. Oktober 2025). Das ist die Energie des Christentums — die Energie seiner Anfänge und seiner vielen Neuanfänge. Nun denn, liebe junge Menschen, heute blicken Europa und die ganze Welt auf euch, um neue Heilige zu sein. Wagt es, an das Wort des Evangeliums zu glauben; werdet in der Freiheit Jesu Christi voll menschlich; umarmt die Schwester Armut! Der Titel eures Treffens, Geht!, ist eine Mission, ein Aussenden auf Wege, für die wir keine Karten haben, weil sie durch das Hören auf das Herz, das Gehorsam dem Heiligen Geist und das Folgen des Auferstandenen, wohin er auch immer gewählt hat, vor uns hinzugehen, geöffnet werden. Geht! Geht! Oder besser noch: Lasst uns gehen! Lasst uns an die Ränder gehen, wo die Ungerechtigkeit und der Hochmut weniger die Würde und Träume vieler, zu vieler Söhne und Töchter Gottes verweigern. Papst Franziskus, der sich vom Poverello von Assisi inspirieren ließ, warnte uns vor der Versuchung, „jene Art von Christ zu sein, die die Wunden des Herrn auf Armeslänge hält. Doch Jesus will, dass wir das menschliche Elend berühren, das leidende Fleisch der anderen berühren. Er hofft, dass wir aufhören, jene persönlichen oder gemeinschaftlichen Nischen zu suchen, die uns vor dem Wirbelsturm des menschlichen Unglücks schützen" (Evangelii Gaudium, 270). Wir werden vielleicht nicht verstanden, auch nicht von denen, die uns am nächsten stehen, wie es dem heiligen Franziskus erging. Doch sich von der Kultur der Macht zu befreien und die Wände abzureißen, die Menschen voneinander trennen, ist niemals ein Verrat an unseren Familien, Städten oder Traditionen. Stattdessen bedeutet es, sie von ihren Geistern zu befreien, von Feinden, die aus Angst oder Unwissenheit erfunden wurden, und von der Gewalt, mit der Menschen versuchen, ihre eigene begrenzte Ordnung einer Realität aufzuzwingen, die uns in jeder Hinsicht übersteigt. Auf Gott zu vertrauen bedeutet, wie Franziskus und Klara, eine Welt von Brüdern und Schwestern wiederzuentdecken, die man zu schätzen und zu dienen hat, nicht auszunutzen und zu beherrschen. Nicht eine Welt, die man verteidigt, sondern eine, die man umarmt. Widmet euch, liebe junge Menschen, der Zivilisation der Liebe, deren erste Zeichen ihr in so vielen Beispielen selbstlosen Gebens begegnet seid, und die — im Bild Christi — unzählige Friedensstifter verwandelt, die auch heute noch dem Dienst am Leben in den tragischsten Situationen des Todes gewidmet sind. Vereinigt die besten Energien eurer großartigen Menschlichkeit: euer Studium, eure Fähigkeiten, eure Arbeit, eure Freundschaften, eure Liebe und euer Gebet, damit ihr die Vision des heiligen Franziskus auf vielfältige Weise zum Leben erwecken könnt. Ich stelle mir vor, dass ihr das Gebet, das ihm oft zugeschrieben wird, ein Text aus dem letzten Jahrhundert, in euer Herz schließt: Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens. Wo Hass ist, lasse ich Liebe bringen. Wo Beleidigung ist, lasse ich Vergebung bringen. Wo Zwietracht ist, lasse ich Einheit bringen. Wo Irrtum ist, lasse ich Wahrheit bringen. Wo Zweifel ist, lasse ich Glauben bringen. Wo Verzweiflung ist, lasse ich Hoffnung bringen. Wo Finsternis ist, lasse ich dein Licht bringen. Wo Traurigkeit ist, lasse ich Freude bringen. Das ist das „Wo" des Gehens. Aber hier, besonders, ist das „Wie" des Gehens: O Herr, schenke, dass ich nicht so sehr suche, getröstet zu werden als zu trösten, verstanden zu werden als zu verstehen, geliebt zu werden als zu lieben, denn im Geben empfängt man, im Sichverlieren findet man, im Vergeben wird man vergeben, im Sterben erwacht man zum ewigen Leben. Liebe Freunde, mögen diese Tage in Assisi in euer Gedächtnis eingeprägt bleiben, und möge eure Heimkehr, in die verschiedenen Länder Europas, in die ihr reisen werdet, wie der Abstieg des Petrus, des Jakobus und des Johannes vom hohen Berg der Verklärung sein. Möge eure Heimkehr besinnlich sein, offen für die Zukunft und Jesus Christus gewidmet. Er vertraut euch, zählt auf euch und bleibt immer bei euch.
Wortlaut im Original
Dear brothers and sisters, Dear young people! The Feast of the Transfiguration, which we are celebrating, is a mystery of light that enriches our encounter — one that is so joyful, yet also raises questions about the present and the future. In the Gospel, we find the contrast between light and shadow, silence and words, wonder and incomprehension. Today, we are in Assisi, a city to which countless pilgrims have made their way for centuries, because here everything whispers that our lives can take on a new form, radiate light and heal the world. It was here that the transformation of Francis, Clare and then thousands of other young people began. They embraced the Gospel sine glossa — we could say, in its simplicity — then the life of Jesus began anew within them. We have come here to understand where history is heading and where we ourselves are going. In the Gospel, we see that meaning can indeed be found, that a path can be glimpsed. Like Peter, James and John, we too have been brought a little aside, and Jesus is with us. What matters is his presence. On the mountain, the apostles contemplate Jesus, who had been speaking about his own future, which had caused a misunderstanding among them. Six days earlier, Peter had taken issue with the Master for speaking openly about the cross (cf. Mt 16:21–26) because he expected glory for the Messiah, and perhaps even for himself. Peter did not consider any opposition or risks, and especially did not ask himself what glory really means. Now, in Jesus’ Transfiguration, God himself reveals his glory, which takes the form of a cloud that protects and envelops. He points to his Son and invites us to listen to him. The path of life is discovered by following him together. The beauty of this path takes on a new dimension, an unprecedented intensity, so much so that Peter would like to stay awhile and prolong that vision. He generously offers to build three tents as he would like that conversation between Jesus, Moses and Elijah to continue. However, one must enter into that conversation, not remain a mere spectator. Indeed, we are called to read the Scriptures with the Master, to interpret our own times and to make decisions by following his path. We have come here to overcome resignation and fear, to dispel the doubts that hold us back, just as they held back the apostles. Jesus calls us to engage with his story in order to write new pages of history. As we hear that “his face shone like the sun, and his clothes became as white as the light” ( Mt 17:2), we recall Easter morning when an angel of the Lord rolled away the stone sealing the tomb and brought the announcement of the Resurrection. “His face was like lightning, his robe white as snow” ( Mt 28:3). That is the light of a new day, toward which we are drawn, even as darkness still surrounds us — and sometimes dwells within us. We see the dawning light in the canonized saints, such as Saint Francis and Saint Clare, and in a myriad of brothers and sisters who respond to evil with good. We are not alone! In recent days you have experienced this, since you have met and listened to one another, moving beyond the clamor of overlapping and conflicting voices to the art of conversation. Today, we contemplate Jesus, who is transfigured precisely in conversation with the Father, with those who preceded him — Moses and Elijah — and with his contemporaries, the disciples. The Church exists to lead us into this dynamic of listening and decision-making, in which we come to understand for whom we are to live and how we are to live. The Church is the community in which we learn to discern the voice of God, which never simply coincides with our own opinions, and to dare to obey the Holy Spirit, who makes bold and creative all those who choose to follow Jesus. While we are “disfigured” by separating ourselves from him and from others, we are transfigured through the bonds that nourish and call us to life. Franciscan spirituality, in which you have been formed, is among the most attentive to restoring fundamental relationships with God and with all his creatures. Today, more than ever, this is a harmony that needs to be safeguarded and cultivated. In this regard, at the beginning of my first Encyclical, I suggested that “Each generation inherits the task of shaping its own era, of guiding history to become a place where the dignity of every person is safeguarded, justice is promoted and fraternity is made possible. Yet every era also runs the risk of creating an inhumane and more unjust world. Whenever humanity is in danger of marring its true identity, we Christians lift our eyes to the Incarnate God, knowing that it is ‘only in the mystery of the Word made flesh that the mystery of humanity truly becomes clear.’ In Jesus Christ, this humanity in its grandeur becomes the Way, the Truth and the Life, opening the path for each of us to grow toward fullness” ( Magnifica Humanitas , 1). Dear friends, the reason why Saint Francis still draws us to himself, even eight hundred years after his death, lies in the grandeur of humanity that led him to abandon familiar ways in order to find a new path that is more consistent with that of Jesus. Even in a town that had been Christian for centuries, such as Assisi, this seemed revolutionary. “Clare’s choice was even more striking: a girl who wanted to be like Francis, who wanted to live, as a woman, as free as those brothers!” ( Jubilee Audience , 4 October 2025). This is the energy of Christianity — the energy of its beginnings and of its many new beginnings. Well then, dear young people, today Europe and the whole world are looking to you to be new saints. Dare to believe in the word of the Gospel; become fully human with the freedom of Jesus Christ; embrace Sister Poverty! The title of your gathering, Go!, is a mission, a sending forth onto paths for which we have no maps, because they are opened by listening to the heart, obeying the Holy Spirit, and following the Risen One wherever he has chosen to go before us. Go! Go! Or better yet: let us go! Let’s go to the margins, where the injustice and arrogance of a few deny the dignity and dreams of many, of far too many sons and daughters of God. Pope Francis , drawing inspiration from the Poverello of Assisi, warned us against the temptation “to be that kind of Christian who keeps the Lord’s wounds at arm’s length. Yet Jesus wants us to touch human misery, to touch the suffering flesh of others. He hopes that we will stop looking for those personal or communal niches which shelter us from the maelstrom of human misfortune” ( Evangelii Gaudium , 270). We may not be understood, even by those closest to us, as happened to Saint Francis. Yet, breaking free from the culture of power, and tearing down the walls that separate human beings from one another, is never a betrayal of our families, towns or traditions. Instead, it means freeing them from their ghosts, from enemies invented out of fear or ignorance and from the violence with which people seek to impose their own limited order on a reality that surpasses us on every side. To trust in God is to rediscover, like Francis and Clare, a world of brothers and sisters to cherish and serve, not to exploit and dominate. Not a world to defend, but to embrace. Commit yourselves, dear young people, to the civilization of love, whose first signs you have encountered in so many examples of selfless giving, and which — in the image of Christ — transforms countless peacemakers who, even today, are committed to serving life in the most tragic situations of death. Unite the best energies of your magnificent humanity: your studies, skills, work, friendships, love and prayer, so that you can bring Saint Francis’ vision to life in many different ways. I imagine you hold dear the prayer often attributed to him, a text from the last century: Lord, make me an instrument of your peace. Where there is hatred, let me bring love. Where there is offence, let me bring pardon. Where there is discord, let me bring union. Where there is error, let me bring truth. Where there is doubt, let me bring faith. Where there is despair, let me bring hope. Where there is darkness, let me bring your light. Where there is sadness, let me bring joy. That is “where” to go. But here, especially, is “how” to go: O Lord, grant that I may not so much seek to be consoled as to console, to be understood as to understand, to be loved as to love, for it is in giving that one receives, it is in self-forgetting that one finds, it is in forgiving that one is forgiven, it is in dying that one awakens to eternal life. Dear friends, may these days in Assisi remain etched in your memory, and may your return home, to the various countries of Europe to which you will travel, be like the descent of Peter, James and John from the high mountain of the Transfiguration. May your return be reflective, open to the future and committed to Jesus Christ. He trusts you, counts on you and remains always with you.