Die Lücke zwischen Einsicht und Handeln entsteht durch psychische Überforderung und Schutzmechanismen, die durch die Kultivierung von Gleichmut und Mitgefühl sowie das Hüten der Sinne überwunden werden kann.
Der Vortrag thematisiert die Diskrepanz zwischen intellektueller Einsicht und tatsächlichem Handeln, insbesondere im Kontext der ökologischen Krise. Der Sprecher argumentiert, dass komplexe Probleme und die Entfremdung von Sinneserfahrungen zu psychischen Schutzmechanismen wie Erstarrung, Verdrängung und Resignation führen. Als buddhistische Gegenmittel werden die Kultivierung hilfreicher Emotionen (Metta, Karuna, Upeka) und die Praxis des mittleren Weges vorgeschlagen. Der Text verweist auf die Weisheit des Buddha und des Amoghasiddhi, um aus dem Gleichgewicht des Bewusstseins heraus zu handeln. Es wird davor gewarnt, sich durch Nachrichtenflut zu überfordern, aber auch davor, sich abzuwenden. Die Zuhörer werden ermutigt, ihr Herz offen zu halten und in psychischer Stabilität zu bleiben, um wirksam zu handeln.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Herzlich willkommen zum zweiten Teil des Abends, des heutigen Bamabends, buddhistischer Aktionsmonat. Ähm, herzlich willkommen auch alle am Zoom, wer noch neu dazu gekommen ist. Ja, mein Vortrag lautet heute: Warum auf Einsichten nicht immer Taten folgen. Und heute haben wir dazu Amoga City auf dem Schrein, deshalb ist der Schrein grün. Äh, Wallamas City steht für die Furchtlosigkeit, wie UPK Schava uns ja vorhin in der Meditation auch schon gesagt hat, aber auch für die Weisheit der alles vollenden Tat. Aber seine Weisheit kommt aus der Tiefe des Bewusstseins, aus einem vollkommen Gleichgewicht ähm und aus vollkommener psychischer Integration. Und wenn wir heute am Abend genug Zeit haben, wird uns am Ende noch Jana Schandra ein bisschen was über Amidi erzählen. Jana Schandra kommt gleich auch noch vorbei. Ja, in den alten Sutas des Palikanon findet sich folgender Schluss. Am Ende einer Lehrrede des Buddhas antworten die Zuhörer: "Vortrefflich, oh Herr, vortrefflich, oh Herr. gleich wie man, oh Herr, umgestürztes wieder aufrichtet oder das Verborgene enthüllt oder den verirrten den Weg weist oder in die Finsternis ein Licht bringt, damit wer Augen hat, die Gegenstände sehen kann. Ebenso hat der Erhabene auf mancherlei Weise die Lehre aufgezeigt. Unsere Zuflucht nehmen wir, oh Herr, zum Erhabenden, zur Lehre und zur Mönchsgemeinde. Es gibt doch Berichte, wonach Menschen nach einer Belehrung durch den Buddha sofort Erleuchtung erlangt haben. Das klingt ja, als ob es damals gereicht hätte, einmal eine Einsicht in die Natur der Dinge zu haben und dann konnte man sofort das ganze Leben umkrempeln, Mönch werden oder Nonne werden oder aber direkt erleuchtet werden. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich so der Fall war, aber was ich sehe in unserem Leben heute ist, dass eine Einsicht irgendwie nicht reicht. Ähm, wir haben so viel intellektuelles Wissen, aber trotzdem handeln wir häufig nicht in Einklang damit. Der Dama z.B. hat uns gelehrt, dass wir Alter, Krankheit und Tod nicht entkommen können und trotzdem leben wir meistens so, als wäre uns das nicht klar. Der Arzt hat uns vielleicht gerade erklärt, dass wir dringend mehr Sport treiben müssten oder das Rauchen aufgeben oder die Ernährung umstellen, aber irgendwie schaffen wir das nicht. Wir leben einfach so weiter wie bisher. Also es scheint gar nicht so einfach zu sein, alte Gewohnheiten loszulassen und neue Verhaltensweisen zu etablieren. Auch in der Psychologie dachte man lange, wenn ein Patient in der Psychotherapie verstanden hat, wo seine Probleme liegen. Wenn er weiß, woher seine Muster kommen, dann platzt der Knoten und seine Probleme sind gelöst. Aber das stimmt nicht, denn was der Verstand erkannt hat, ist noch lange nicht im Herzen oder im Bauch angekommen. Irgendetwas scheint uns zu blockieren zwischen Denken und Handeln. So, und da dies hier ein buddhistischer Aktionsmonat ist und wir vom Earthsanger Team ähm den Abend gestalten, werden wir jetzt mal auf die ökologischen Krisen eingehen, wo ich nämlich genau das gleiche Problem sehe. Genau das gleiche Muster. Diese Diskrepanz zwischen Denken und Handeln ist auch dort erkennbar. Also eigentlich ist es heute ja gar nicht mehr nötig aufmerksam zu machen auf die ökologischen Krisen, auf den Klimawandel oder das massenhafte Artensterben. Das weiß inzwischen ja jedes Kind. Wir wissen, dass ein weiter so in eine Katastrophe münden könnte, aber es scheint, dass wir nicht in der Lage sind, unser Handeln anzupassen. Warum? Ich möchte euch hier heute ein paar typische Reaktionsmuster unseres Geistes vorstellen, die uns eben dieses angemessene Handeln erschweren. Und dann möchte ich euch noch einige oder versuchen einige Anregungen für Lösungsansätze zu geben. Also leider habe ich aber auch nicht die Patentlösung für das Problem. Und die Wunderwaffe kann ich euch auch nicht bieten. Also, wenn ihr das heute erhofft habt, dann muss ich euch wohl leider enttäuschen. Aber was ich mir anschauen wollte, ist erstmal Komplexität. Zunächst muss man sich klar machen, dass wir komplexe Probleme haben, so komplex, dass sie uns oftmals überfordern. Ich denke jetzt an die ökologischen Krisen. Wir sind Teil des Ganzen und darin verstrickt. Wir leben in der Industrienation. Seit Generationen ist unser Wirtschaftssystem gewachsen zu dem wie es jetzt ist. Das kann man ja nicht mal eben zurückdrehen. Wir sehen aber auch, dass unser Wirtschaftssystem Flüsste vergiftet, Wälder rodet und Menschen ausbeutet, dass wir den Klimawandel antreiben, aber wir sind ja Teil des Ganzen und da drin verstrickt. Wir müssen ja leben, arbeiten, essen. Wir müssen im Winter heizen. Das stößt CO2 aus. Wir müssen unser Essen einkaufen im Supermarkt oder Kleidung kaufen. Die können wir ja auch nicht selber fabrizieren. Und jetzt bekommen wir also gesagt, wenn wir weiter so leben, kann das in eine Katastrophe für den ganzen Planeten münden. Das ist schon eine Nummer. Aber wir können ja schwer aus unserer Gesellschaft aussteigen oder alles im Handumdrehen umkrempeln. Ebenso wenig können wir auch aufhören zu atmen, weil atmen stößt auch CO2 aus. Ähm deshalb fühlen wir uns also praktisch zu passiver Hilflosigkeit verdammt und vor allen Dingen wissen wir gar nicht, wo wir eigentlich anfangen sollen. Das war Komplexität. Als nächstes habe ich Entfremdung von Sinneserfahrungen. Wenn die Probleme so komplex sind, dann ist der Verstand überfordert, aber das Herz und das Gefühl ist nicht berührt. Das kann ein Grund sein, warum unsere Motivation leidet und wir oft nicht ins Handeln kommen. Wir können ja die Auswirkung der Biodiversitätskrise und des Klimawandels meistens gar nicht direkt sehen. Ja, vielleicht war der Sommer ein bisschen trockener und heißer als daste, aber ist das eine Folge des Klimawandels oder ist das vielleicht nur eine normale Abweichung? Irgendwo in Afrika ist vielleicht eine Käferart ausgestorben. Das merkt keiner. Das macht die Sachen für uns einfach so schwierig. ähm verhungernder Eisbeären zu sehen ist da schon aufrüttelnder für unser Herz, obwohl wahrscheinlich die verhungernden Eisbeären jetzt nicht das größte Problem sind, was die Welt hat. Also, wir müssen uns berühren lassen. Das Herz muss beteiligt sein. Ich habe vor einigen Wochen im Fernsehen ähm Bilder gesehen in Nachrichten aus Gaza von einem verhungernden Kind im Krankenhaus. Ich wusste, dass es dort eine Hungerskatastrophe gibt. Das hatte ich gelesen, gehört, aber es war abstrakt. wirklich erst in dem Moment, als ich dieses kranke Kind und die verzweifelte Mutter gesehen habe, da ist man Mitgefühl wirklich erst richtig angesprungen. Also, was ich aufzeigen möchte, ist, dass unser Geist, also unser Denken und Fühlen oft schlicht überfordert ist. Die Krisen sind so komplex, sie sind abstrakt. Und was unser Geist dann macht, ist er reagiert mit nicht hilfreichen Mustern. Ein Muster ist z.B. Erstauung. Wir neigen dazu angesichts der Größe der Krise und der Angst, die uns auch befällt, einfach in Erstarrung zu verfallen. Erstarrung, das ist wie Todstellen. Das ist ein altes evolutionäres Programm unseres Gehirns. Wenn ein Tier bedroht ist, stellt es sich tot und der Feind lässt dann ab. Das mag ja bei Säbelzahntigern funktioniert haben, aber das ist wahrscheinlich keine angemessene Krise Reaktion auf die Krisen der Neuzeit. Ähm solche Muster von Erstellung und Resign solche Muster von Erstauung sind auch Resignation und Verdrängung. Ähm das sind einfach Schutzmechanismen unseres Gehirns, ne? diese Dissonanz, die wir gesehen haben, dieses zwischen die Donanz zwischen dem Wissen, aber nicht handeln können, die zwingt unsere Psyche gerade dazu, sich die Realität so zurechtzubiegen, dass man irgendwie weiter funktionieren kann. Das ist einfach ein Schutzmechanismus, den wir haben, um nicht unterzugehen. Als Beispiel dafür haben wir die Menschen, die den Klimawandel einfach komplett leugnen bzw. Weise gar nicht für Menschen gemacht halten, dann ist man nämlich raus aus der Verantwortung. Ähm, typische Reaktionen von Verdrängung und Resignation sind ähm, wenn ich höre, ich kann ja sowieso nichts tun, das muss die Politik regeln oder die Ingenieure und Wissenschaftler werden schon eine Lösung finden. Unsere Technik wird das richten. Ähm oder was ich auch sehr häufig höre, Deutschland alleine ist ja viel zu unbedeutend. Da sollen doch erstmal die Chinesen anfangen, ihre Emissionen zu denken, äh ihre Emissionen einzusparen und zu senken. Das sind also alles Gründe, ähm damit wir nicht so genau hinsehen müssen. Ähm wir erfinden Gründe, damit wir uns selbst gar nicht mit dem Problem befassen müssen und unser Verhalten nicht ändern müssen. Bleiben wir lieber Waage. Das ist eigentlich das Geistesgift Verblendung, was hier am Werk ist. Im Extremfall flücht flüchten wir ganz, schauen uns z.B. lieber gar keine Nachrichten mehr an. Wir stellen uns in Problemen nicht und ziehen uns aus Meditationskissen zurück. Ich höre, habe hier schon häufiger das Argument gehört von ja, das überfordert mich alles, das bringt mich aus meinem Gleichgewicht, ich gucke mir gar keine Nachrichten mehr an. Ähm, hier hätte ich vielleicht einen darischen Ratschlag oder Vorschlag. Ähm, die Übung von Hüte deine Sinnesworte. Also den Mönchen auf Almosenrunde wurde ja früher geraten, sie würgen ihre Augen lieber auf den Boden richten, äh um nicht die hübschen jungen Frauen in den Dörfern ansehen zu müssen. Das meine ich jetzt so natürlich nicht, aber was ich meine ist ähm die Sinnesforen in dem Sinne hüten, dass wir nicht zu viel bedrohliches aufnehmen, dass wir nicht vielleicht nicht jede schreckliche Doku im Internet uns angucken müssen, nicht fünf mal am Tag die Nachrichten hören. Also überforder, aber wende dich auch nicht ab. Halte dein Herz offen. Schaue, wie viele beunruhige Nachrichten du verkraften kannst. was dir noch gut tut. So, dann gibt's noch eine ganze Palette an Gefühlen, die uns förmlich überschwemmen können. Angesichts der Klimakrise fallen viele Leute in Gefühle von Trauer, Frustration, Enttäuschung, Sorge, Angst und Panik bis hin zu Ärger und Wut. Aber keines dieser Gefühle ist hilfreich. Diese Fühle Gefühle mögen ihre Berechtigung haben. Wut und Panik mag uns erstmal aufrütteln. Ähm, aber aus Panik und Wut heraus kann ich nicht weise handeln. Also was tun? Was wir brauchen sind hilfreiche Emotionen. Während Angst, Schuld und Panik uns lehmen, können uns Mitgefühl und Gleichmut helfen. Nicht umsonst heißen die Brahmahaas eben göttliche Verwaltstätden. Die Brahmahaas sind Met, Mudita mit Freude, Karun mit Gefühl und Upeka, also Gleichmut. Ähm, das sind Emotionen, die wir kultivieren und üben sollten. Wir müssen also versuchen, unser Herz offen zu halten, Gefühle von Metter und Mitgefühl zu entwickeln, aber gleichzeitig geerdet bleiben in eigener psychologischer Stabilität, Gleichmut zu kultivieren, aber keine Gleichgültigkeit. Ich denke, ihr kennt den Unterschied. Ähm vielleicht kann uns auch eine Reflexion des mittleren Weges helfen. Ähm der Butter hat auch immer gelehrt, Extreme zu vermeiden. Also finde deinen eigenen Weg zwischen deinen eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der Welt. Versuche im Gleichgewicht zu bleiben. Ähm Shantiva sagt im Bodi Sharia Watara: "Was auch an Widerigkeiten kommen mag, meine Heiterkeit werde ich nicht erschüttern lassen, denn durch Unzufriedenheit werde ich das gewünschte auch nicht erreichen. Die heilsamen Anlagen aber gehen verloren." Wenn man eine Sache verändern kann, warum darüber unzufrieden sein? Und was nützt Unzufriedenheit, wenn man nichts daran ändern kann? So neben Problemen von Komplexität, Entfremdung, Erstarrung sind natürlich auch immer die Geistesgifte als Ursachen am Werk. Gehas Hass und Verblendung. Gears und Verblendung sind große Worte. Also Gear ist eher ein anhaften an Dingen, ähm ein Festhalten und Hass zeigt sich eher in Abneigung und Ärger. Also Gia ist mehr ein will ich, was ist ein will ich nicht. ähm Verblendungsmuster, dieses nicht so genau wissen wollen, das haben wir uns ja eben schon angesehen in seinen Spielarten von Resignation und Verdrängung. Dann haben wir Gearmuster. Gearmuster sind z.B., wenn ich gar keine Veränderung will. Für mich läuft es ja gut. Warum soll ich was ändern? Ein paar wärmere Sommer sind doch ganz klasse. Ähm, wenn wir das Gefühl haben, Handel und Veränderung würde bedeuten, wir müssten auf etwas verzichten, das sind Geiermuster. Ähm vielleicht denken wir, wir müssen auf Bequemlichkeit verzichten oder Komfort. Okay, Autofahren ist bequemer als Bahnfahren oder Radfahren, z.B. oder der Aldi Kaffee ist eben günstiger als der Fairtrade Kaffee. Ähm, aber ich persönlich finde ähm was wir an nicht materiellem Zugewinn durch unser ethisches Handeln bekommen, macht diese Verlustgefülle Gefühle einfach mehr als wett. Also dieses dieses gute Gefühl, wenn ich weiß, dass ich mit meinem Fairtrade Caffee Menschen in Äthiopien oder Vietnam wirklich eine angemessene Bezahlung ermöglichen kann. Und wenn ich weiß, dass kein Regenwald dafür gerodet wird, also mir persönlich gibt das so viel Freude und Befriedigung, dass ich also gerne auch ein Patient mehr bezahle. Also diese diese Muster von Verzicht ähm sehe ich meistens so gar nicht. Ich sehe häufig einfach einen ethischen Gewinn, wenn man anders handelt. Ähm, dann haben wir noch Hass und Abneigung. Das ist also, wenn ich mit Ärger und Wut reagiere, ähm Ärger und Wut kann auf andere sein, kann aber auch auf mich selber sein, kann sich gegen mich selbst richten. Ähm, ich bin gestern oder vorgestern zu der Ansicht geneigt, dass auch äh Muster von Schuldgefühlen vielleicht zu dem Geistesgift Abneigung zu zählen sind. Ähm, also wir haben ja dieses ethische Dilemma, in dem wir uns befinden. Wir wissen, dass unser Verhalten schädlich ist, können es aber irgendwie nicht ändern. Das ist nun schwer zu ertragen und deshalb endet das häufig ähm in Schuldgefühlen. Ähm, wir leben in diesem Spannungsfeld. Ähm, wir müssen ja irgendwie unser westliches Alltagsleben auch rechtfertigen vor uns oder vor der Welt. Ähm, wir sehen das Leiden in anderen Teilen der Welt ähm und sehen unser eigenes Leben und dadurch rutschen wir manchmal in Schuldgefühle. Ähm, also es kann sein, dass wir anfangen uns selbst zu verurteilen. Ähm, z.B. Vielleicht würde ich ja auch gerne diese ökologisch korrekte Jacke nach Sozialstandard GOTS fabriziert kaufen, aber ich kann sie mir gar nicht leisten, weil ich gar nicht genug Geld habe. Und dann kaufe ich eben doch die billige. Äh obwohl ich weiß, dass vielleicht dafür Näherinnen in Bangladesch ausgebeutet werden. Ähm, ne, und wenn wir in diesen das reflektieren, dann kann es sein, dass wir uns einfach schuldig fühlen, weil wir nicht so handeln, wie wir gerne möchten. Ähm, wir haben ja gerne schuldige, ne? Es ist nämlich schwer unangenehme Situationen emotional zu halten, Leiden anzuerkennen, ohne sofort einen Grund dafür zu suchen. Wir finden immer gerne einen Schuldigen, den wir verantwortlich machen können. Das gibt einfach Klarheit. Entweder machen wir den Schuldigen woanders aus, dann sind wir aus dem Schneider und können mit dem Finger auf andere zeigen. Also z.B. gerne sind immer die Politiker allem schuld. Ähm, für die Klimaaktivisten muss übrigens häufig RWE herhalten. Ähm, also wir suchen Schuldige woanders oder aber wir richten die Schuldfrage gegen uns selbst. Schuld ist aber auch keine hilfreiche Reak Emotion. Ähm, es geht hier nicht um Rie. Rie ist das dann Skrintwort für Scham und Scharm zählt zu den heilsamen Emotionen, weil bei Scham kann ich nämlich eine unethische Tat eingestehen und versuchen, das nächste Mal es besser zu machen. Aber bei Schuld verurteile ich mich, habe aber nicht die Chance, mein Verhalten zu ändern. Ähm, das heißt, wir müssen zusehen, dass wir uns nicht irrational schuldig fühlen an Krisen der Welt, für die wir ja eigentlich gar nichts können oder wo wir einfach wirklich völlig drin verstrickt sind. Ähm Journal May, die Tiefenö Ökologin, arbeitet in ihrem Active Hope Programm in vier Schritten und der erste Schritt davon ist Dankbarkeit zu kultivieren. Dankbarkeit für die Wunder unseres schönen Planeten. Ähm und ich dachte, vielleicht ist das auch eine gute Idee bei Schuldgefühlen so zu arbeiten. Also lieber zu versuchen dankbar zu sein für die guten Bedingungen, die ich habe, anstatt mich schuldig zu fühlen, dass vielleicht andere nicht so gute Bedingungen haben. Und vielleicht ist es einfach hilfreich anzuerkennen, dass vieles nicht in unserer Verantwortung liegt. Ich kann nichts dafür, dass das Wirtschaftssystem im Moment so ist, wie es ist. Aber wo ich Verantwortung übernehmen kann, sollte ich das tun. Wir leben ja z.B. zum Glück in einer Demokratie. Dafür könnten wir übrigens auch dankbar sein. Das heißt, wir haben die Chance uns gesellschaftlich zu engagieren und uns einzubringen oder wir könnten im Privaten kleine Dinge tun. vielleicht mal nicht immer nur über die Deutsche Bahn schimpfen, sondern auch mal Geld in den ÖPNV stecken und ein Ticket kaufen und dann furchtlos mit Amogas City in den total überfüllten, verspäteten Regionalexpresse einsteigen. Ähm, es ist tatsächlich wissenschaftlich erwiesen, dass es uns emotional stabiler macht, angesichts von Problemen überhaupt zu handeln, auch wenn es nur ganz gering ist, wenn es nur ganz klein ist, was wir tun können, als gar nichts zu tun. Und wenn man sich dann das Konzept von Karma anschaut, dann ist schließlich keine Tat, egal wie klein und unbedeutend folgenlos. Und eine gute mitfühlende Tat ist niemals verschwendet. Mugasidi ist auch der Buddha der Tat. Er gehört zur Karma Familie und seine Weisheit ist die der allesvollendenden Tat. Das heißt, wir müssen lernen an die Wirksamkeit unserer Taten zu glauben, auch wenn sie noch so klein sind. Aber wie das Sprichwort sagt, steht Tropfen hüllt den Steinen. Und da wir nicht wissen, was sich entwickelt, wenn wir einige Faktoren einer komplexen Kausalkette ändern, besteht auch immer die Hoffnung auf tiefgreifende, vielleicht völlig unerwartete Resultate. Denn genauso wie sich Probleme gefährlich aufsummieren können, können sich ja vielleicht auch heilsame Handlungen wie Bausteine zusammenfügen. Das ist auch eine Konsequenz von Verbundenheit aller Dinge. So, aber natürlich sollte unsere unser Handeln in Weisheit gegründet sein. Also blinder Aktionismus schadet wahrscheinlich mehr als das ernützt. Also ich glaube z.B., dass die letzte Generation der Klimabewegung wahrscheinlich eher geschadet als genützt hat. Ähm weil sie hat einfach Menschen auch gegen Klim Klimaaktivisten aufgebracht. Ähm also wenn wir es schaffen, sollten wir weise handeln. ähm als Vorbild uns vielleicht den Buddhisatw, der aus spontanem Mitgefühl mit allen Wesen handelt, der auch handelt ohne zu wissen, was der Ausgang sein wird, der aber trotzdem handelt mit Weisheit und auss Mitgefühl. Ähm, der Bodisatwa Avalokiteschwara hat er einst gelobt, so geht die Legende, alle Wesen aus Sanara zu retten. Der Legende nach scheiterte er, weil er einen Moment zweifelte, sein Ziel zu erreichen und sein Kopf zersprang in tausend Stücke. Aber durch die Hilfe von Amitaba, der kam und ih wieder zusammensetzte, bekam er nun elf Köpfe und 1000 Arme und konnte so noch viel effektiver in der Welt helfen. Ist das nicht eine ermutigende Geschichte? Danke schön. Ähm, ich dachte, ich habe noch eine Reflexionsfrage vorbereitet oder mehrere Fragen, die wir gleich in Partnerarbeit bearbeiten könnten und ich hoffe, wir haben anschließend auch noch ein bisschen Zeit, um noch mal im Plenum bisschen zu reden. Und ähm ich habe auch noch mal äh ich habe noch einen Zettel mitgebracht, den am Ende bekommt, wo ich noch mal ein paar Vorschläge aufgeschrieben habe, wie wir vielleicht wirklich ins Handeln kommen können. Ähm, aber ich wollte euch erstmal die Möglichkeit geben, sind irgendwelche drängenden Fragen, Widersprüche, die sich bei euch regen, Dinge, die ihr jetzt unbedingt loswerden würdet, möchtet? Gut, dann würde ich euch bitten, euch gleich irgendwie in Partnerarbeit in Paaren zusammenzufinden. Und