Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
A Matter of Perspective
ohne Namen ·
Orthodox Christian Network (OCN) ·
2026-09-14
· Quelle
Hoffnung · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Umkehr · tragend
Das Kreuz Christi ist für Gläubige Gottes Kraft und Weisheit, und die Rettung liegt nicht im bloßen Tragen des Kreuzes, sondern im Glauben an die Botschaft von Tod und Auferstehung, die es darstellt.
Es ist nicht das Tragen eines Kreuzes, das uns rettet. Es ist das Verständnis der Botschaft des Kreuzes und des Todes Christi auf ihm und der darauffolgenden Auferstehung, das uns rettet.
Der Text erklärt das orthodoxe Fest der Erhöhung des Kreuzes am 14. September und seine historische Herkunft aus der Kreuzesfindung durch hl. Helena im Jahr 325. Er verbindet die Erzählung mit der Pflanze Basilikum (Vasiliko) als Symbol für Kreuz und Auferstehung. Im Zentrum steht 1. Korinther 1:18-24, das die unterschiedliche Wahrnehmung des Kreuzes beschreibt: als Torheit für Ungläubige und als Gottes Kraft für Gläubige. Der Sprecher betont, dass das Kreuz kein Amulett oder Glücksbringer ist, sondern eine Erinnerung an Zweck, Stärke und Hoffnung. Er ruft dazu auf, der Versuchung zu entsagen, das Kreuz als Torheit abzutun, und stattdessen Glauben an seine Botschaft zu setzen. Der Text schließt mit einem liturgischen Zitat und der Aufforderung, das Kreuz mit Glauben an die Macht der Botschaft zu tragen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
ausdrücklich auf beide
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- das Kreuz mit Glauben an die Macht der Botschaft tragen (innerlich)
- der Versuchung der Torheit entsagen (innerlich)
- das Kreuz mit Freude und Furcht küssen (rituell)
Genannte Stellen
1. Kor 1,18-24
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3, benannt: Ungläubige, die das Kreuz als Torheit abtun
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die selig werden, ist es Gottes Kraft. Denn es steht geschrieben: „Die Weisheit der Weisen will ich vernichten, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen." Wo ist ein Weiser? Wo ist ein Schriftgelehrter? Wo ist ein Weiber dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt in Gottes Weisheit Gott nicht erkannt hat durch Weisheit, hat es Gott gefallen, die Gläubigen zu selig machen durch die Torheit der Predigt. Denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen suchen Weisheit; wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
1. Korinther 1: 18-24 (Epistel des Festes des Heiligen Kreuzes)
Am 14. September feiert die orthodoxe Kirche das Fest der Erhöhung des Ehrwürdigen und Lebensspendenden Kreuzes. Dies ist eines der zwölf großen Festtage des Kirchenjahres. Dieses Fest gedenkt eines historischen Ereignisses im Jahr 325 n. Chr., als hl. Helena das Kostbare Kreuz fand, an dem Christus gekreuzigt wurde. Für diejenigen, die die Geschichte nicht kennen: Als der Kaiser (späterer Heiliger) Konstantin (der Sohn der hl. Helena) das Christentum durch das Edikt von Mailand im Jahr 313 zur legalen Religion im Römischen Reich machte, hatte hl. Helena einen großen Wunsch, das wahre Kreuz Christi zu finden. Sie ging nach Jerusalem, fand den Hügel Golgatha und machte sich auf, das Kreuz zu finden. Es war ein ziemlich großes Stück Land und das Kreuz war seit einiger Zeit begraben, daher war sie sich nicht sicher, wo sie graben sollte. Eine duftende Pflanze wuchs an einer Stelle am Hang und Helena befahl den Soldaten, dort zu graben. Unter dieser Pflanze wurden drei Kreuze gefunden. Zu diesem Zeitpunkt passierte eine Leichenprozession und die Leiche des verstorbenen Mannes wurde auf jedes Kreuz gelegt. Als er auf das dritte Kreuz gelegt wurde, kam er wieder zum Leben. Dies war das lebensspendende Kreuz Christi! Dies geschah am 14. September 325.
Die Pflanze, die auf dem Hügel gefunden wurde, heißt „Basilikum" oder auf Griechisch „Vasiliko", wobei „Vasili" „der König" bedeutet. Vasiliko ist eine Pflanze, von der man einen Zweig abschneiden kann, wodurch dieser Zweig effektiv abgetötet wird, und dann den Zweig in Wasser stellen kann, und er wird Wurzeln schlagen und „wieder zum Leben erweckt", so wie Christus, nachdem Er gekreuzigt wurde. Am 14. September findet in orthodoxen Kirchen eine Prozession statt, bei der der Priester ein Tablett mit Vasiliko (die Menschen bringen Basilikum von zu Hause in die Kirche für die Prozession) über den Köpfen der Menschen trägt. Der Fokus des 14. September ist das Kreuz Christi. Und an diesem Tag gilt ein strenges Fasten, ähnlich der Enthaltsamkeit des Karfreitags. Und doch sind die Hymnen des Tages freudig, denn, wie wir in unseren Gebeten lesen: „Durch das Kreuz ist die Freude über die ganze Welt gekommen."
In des hl. Paulus Erster Brief an die Korinther schreibt er darüber, wie verschiedene Menschen das Kreuz auf verschiedene Weise sehen. In 1. Korinther 1:18 schreibt er, dass „das Wort vom Kreuz eine Torheit denen ist, die verloren werden", was bedeutet, dass die christliche Botschaft von denen, die nicht glauben, als Narrheit angesehen wird. Sie sehen das Kreuz als Schmuckstück, als Glücksbringer. Das Christentum ist für sie ein Krückstock oder etwas, das sich gut anfühlt, für diejenigen, die etwas brauchen, das sich gut anfühlt.
Doch „uns aber, die selig werden, ist es Gottes Kraft." Das Kreuz, das ich trage, ist für mich kein Schmuckstück oder ein Glücksbringer. Das Kreuz ist für mich eine Erinnerung an meinen Zweck, mein Ziel, meine Stärke und meine Hoffnung. (Es ist auch mein Name. Ich fühle mich gesegnet, den Namen „Stavros" zu haben, der das griechische Wort für Kreuz ist.)
Kaiser Konstantin wurde während eines militärischen Gefechts zum Christentum bekehrt, als seine Armee weit in der Unterzahl war. Er sah eine Vision am Himmel eines Kreuzes, um das die Worte „en touto nika" erschienen, was bedeutet: „In diesem Zeichen wirst du siegen." Nachdem er die Schlacht gewonnen hatte, nahm er das Kreuz und seine Botschaft als sein Zeichen des Sieges an.
Es ist nicht das Tragen eines Kreuzes, das uns rettet. Es ist das Verständnis der Botschaft des Kreuzes und des Todes Christi auf ihm und der darauffolgenden Auferstehung, das uns rettet. Es ist das Zeigen einer christusgleichen Glaubens- und Liebe, das uns rettet.
Die Herausforderung für uns als Christen besteht darin, der Versuchung der Torheit zu entsagen – in unseren Momenten des Zweifels verlieren wir manchmal den Glauben an die Macht dieses Kreuzes. Immer mehr Menschen in der Welt scheinen das Kreuz (und das Christentum) als Torheit zu beschreiben. Die Herausforderung des Lebens besteht für uns darin, das Kreuz als die Macht Gottes zu sehen und Glauben und Anstrengung in das Glauben und Leben dieser Botschaft zu setzen.
Der heilige Paulus erinnert uns daran, dass für uns, „die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, Christus (ist) die Macht Gottes und die Weisheit Gottes." Und diese Macht und Weisheit stehen jedem zur Verfügung, der Glauben an das Kreuz setzt, jenen, die diesen Glauben am Kreuz Christi leben.
Heute kommt das Kreuz des Herrn heraus, und die Gläubigen empfangen es mit Sehnsucht, und sie erlangen Heilungen von Seele und Leib und von jeder Gebrechenheit. Lasst uns es mit Freude und mit Furcht küssen: mit Furcht, denn wir sind unwürdig wegen der Sünde; und mit Freude, wegen der Erlösung, die uns Christus, der Herr, gewährt, da Er ans Kreuz genagelt wurde, und Er hat große Barmherzigkeit. (Doxastikon, Orthros, Fest des Heiligen Kreuzes, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes)
Trage dein Kreuz mit Glauben an die Macht der Botschaft, die es darstellt!
Der Beitrag A Matter of Perspective erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
For the word of the cross is folly to those who are perishing, but to us who are being saved it is the power of God. For it is written, “I will destroy the wisdom of the wise,
and the cleverness of the clever I will thwart.” Where is the wise man? Where is the scribe? Where is the debater of this age? Has not God made foolish the wisdom of the world? For since, in the wisdom of God, the world did not know God through wisdom, it pleased God through the folly of what we preach to save those who believe. For Jews demand signs and Greeks seek wisdom, but we preach Christ crucified, a stumbling block to Jews and folly to Gentiles, but to those who are called, both Jews and Greeks, Christ the power of God and the wisdom of God.
I Corinthians 1: 18-24 (Epistle of Feast of Holy Cross)
On September 14, the Orthodox Church celebrates the Feast of the Exaltation of the Venerable and Life-Giving Cross. This is one of the twelve major feastdays of the church year. This feast commemorates an historic event in 325 A.D., when St. Helen found the Precious Cross that Christ was crucified on. For those who don’t know the story, when Emperor (later Saint) Constantine (St. Helen’s son) made Christianity the legal religion in the Roman Empire through the Edict of Milan in 313, St. Helen had a great desire to find the true Cross of Christ. She went to Jerusalem, found the hill of Golgotha, and set out to find the cross. It was a rather large expanse of land and the cross would have been buried for some time, so she was not sure where to dig. A fragrant plant was growing on the hillside in one area and Helen ordered the soldiers to dig there. Three crosses were found under this plant. A funeral procession was passing by at that moment and the body of the deceased man was placed on each cross. When he was placed on the third cross, he came back to life. This was the life-giving Cross of Christ! This happened on September 14, 325.
The plant found on the hill is called “Basil” or in Greek “Vasiliko” with “Vasili” meaning “the King.” Vasiliko is a plant that you can cut a branch, effectively killing that branch, and then put the branch in water and it will grow roots and “come back to life,” just like Christ after He was crucified. On September 14, in Orthodox Churches, there is a procession that takes place in church where the priest will carry a tray of Vasiliko (people bring basil from their homes to church for the procession) above the heads of the people. The focus of September 14 is the cross of Christ. And this day has a strict fast, similar to the austerity of Good Friday. Yet, the hymns of the day are joyful, because, as we read in our prayers, “ through the Cross, joy has come to all the world.”
In St. Paul’s First Epistle to the Corinthians, he writes about how different people see the cross in different ways. In I Corinthians 1:18, he writes that “the word of the cross is folly to those who are perishing ,” meaning that the Christian message is seen as foolishness to those who do not believe. They see the cross as a trinket, a good luck charm. Christianity, to them, is a crutch or a feel good thing for those who need something to feel good about.
However “ to us who are being saved it is the power of God.” The cross I wear is not a trinket or a good luck charm to me. The cross, to me, is a reminder of my purpose, my destination, my strength and my hope. (It is also my name. I feel blessed that I have the name “Stavros” which is the Greek word for Cross.)
Emperor Constantine was converted to Christianity during a military engagement when his army was vastly outnumbered. He saw a vision in the sky of a cross with the words “ en touto nika” appearing around it, meaning “In this sign, you will be victorious.” Having won the battle, accepted the cross and its message as his sign for victory.
It is not wearing a cross that saves us. It is understanding the message of the Cross and Christ’s death on it, and subsequent Resurrection, this is what saves us. It is showing Christ-like faith and love, this is what saves us.
The challenge for us as Christians is to eschew the temptation of folly—in our moments of doubt, we sometimes lose faith in the power of that Cross. More and more people in the world seem to describe the cross (and Christianity) as folly. The challenge of life is for us to see the cross as the Power of God, and to put faith and effort into believing and living out this message.
Saint Paul reminds us that to those of us “ who are called, both Jews and Greeks, Christ (is) the power of God, and the wisdom of God.” And that power and wisdom are available to everyone who puts faith in the cross, to those who live out that faith in Christ’s cross.
Today the Cross of the Lord comes out, and the faithful receive it with longing, and they obtain healings of soul and body and of every infirmity. Let us kiss it with joy and with fear: with fear, for we are unworthy because of sin; and with joy, because of the salvation, which Christ the Lord grants us, since He was nailed to the Cross, and He has great mercy. (Doxastikon, Orthros, Feast of the Holy Cross, Trans. by Fr. Seraphim Dedes)
Wear your cross with faith in the power of the message it represents!
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