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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Feast of the Exaltation of the Venerable and Life-Giving Cross

ohne Namen · Orthodox Christian Network (OCN) · 2026-09-15 · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Verantwortung · tragend

Das Kreuz, ursprünglich ein Zeichen der Schande und des Todes, ist durch den freiwilligen Tod Jesu zum Zeichen der Erlösung und der Wiederherstellung der Beziehung zu Gott geworden, was die Gläubigen dazu aufruft, ihr Leben als Vollendung des göttlichen Werkes zu gestalten.

Nun ist das Kreuz kein Zeichen der Furcht und der Demütigung mehr, sondern das Zeichen unserer Hoffnung, unseres Glaubens und der Macht Gottes.

Der Text zitiert das Johannesevangelium zur Kreuzigung Jesu und erklärt die theologische Bedeutung des Kreuzes für das Fest der Erhöhung. Das Kreuz wird als Umkehrung der ursprünglichen Hinrichtungsmethode und des verbotenen Baumes gedeutet: aus Zeichen der Schande wird es zum Symbol der Hoffnung und der Verbindung zu Gott. Pontius Pilatus dient als Spiegelbild für die Angst der Gläubigen, der Wahrheit zu folgen, und mahnt zur inneren Stärke. Die Szene zu Füßen des Kreuzes, in der Jesus Maria dem Jünger anvertraut, wird als Gründungsmoment der Kirche und der mütterlichen Fürsorge interpretiert. Der Tod Jesu wird als freiwilliges, herrschaftliches Handeln beschrieben, das das Paradies wieder öffnet. Die Gläubigen werden aufgefordert, ihre Talente zu nutzen, um das Werk Gottes in ihrem Leben zu vollenden. Der Text schließt mit einem liturgischen Lobpreis auf das Kreuz als lebensspendendes Zeichen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Joh 19,6-11 · Joh 19,13-20 · Joh 19,25-28 · Joh 19,30

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Als die Hohenpriester und die Diener Ihn sahen, riefen sie: „Kreuzige Ihn, kreuzige Ihn!“ Pilatus sprach zu ihnen: „Nehmt Ihn selbst und kreuzigt Ihn, denn ich finde keine Schuld an Ihm.“ Die Juden antworteten ihm: „Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zum Sohn Gottes gemacht hat.“ Als Pilatus diese Worte hörte, fürchtete er sich noch mehr; er ging wieder in das Prätorium hinein und sprach zu Jesus: „Woher bist du?“ Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Pilatus sprach also zu Ihm: „Du wirst mir nicht antworten? Weißt du nicht, dass ich die Macht habe, dich freizulassen, und die Macht habe, dich zu kreuzigen?“ Jesus antwortete ihm: „Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; deshalb hat der, der mich dir überliefert hat, die größere Sünde.“ Als Pilatus diese Worte hörte, führte er Jesus heraus und setzte sich auf den Richterstuhl an einem Ort, der „Platte“ genannt wird, und auf Hebräisch Gabbatha. Es war der Vorbereitungs-Tag des Passahfestes; es war um die sechste Stunde. Er sprach zu den Juden: „Seht, euren König!“ Sie riefen: „Weg mit ihm, weg mit ihm, kreuzige ihn!“ Pilatus sprach zu ihnen: „Soll ich euren König kreuzigen?“ Die Hohenpriester antworteten: „Wir haben keinen König außer dem Kaiser.“ Da überlieferte er ihnen, dass er gekreuzigt würde. Also nahmen sie Jesus, und Er ging hinaus, Seine eigene Kreuz tragend, an den Ort, der „Schädelstätte“ genannt wird, und auf Hebräisch Golgotha. Dort kreuzigten sie Ihn, und mit Ihm zwei andere, einen auf jeder Seite, und Jesus in der Mitte. Pilatus schrieb auch eine Inschrift und setzte sie an das Kreuz; es stand geschrieben: „Jesus von Nazareth, der König der Juden.“ Viele der Juden lasen diese Inschrift, denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; und es war geschrieben auf Hebräisch, auf Latein und auf Griechisch. Dies taten die Soldaten. Aber bei dem Kreuz Jesu standen Seine Mutter und die Schwester Seiner Mutter, Maria, die Frau des Klöpas, und Maria Magdalena. Als Jesus Seine Mutter und den Jünger sah, den Er liebte, der dort stand, sprach Er zu Seiner Mutter: „Frau, siehe, das ist dein Sohn!“ Dann sprach Er zu dem Jünger: „Siehe, das ist deine Mutter!“ Und von dieser Stunde an nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus. Nach dem, da Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sprach Er (um die Schrift zu erfüllen): „Ich habe Durst.“ Als Jesus den Essig empfangen hatte, sprach Er: „Es ist vollbracht“; und Er beugte Sein Haupt und gab Seinen Geist auf. Johannes 19: 6-11, 13-20, 25-28, 30 (Evangelium des Festes des Heiligen Kreuzes) Wie ich in meiner gestrigen Botschaft erwähnte, hat das Fest des Heiligen Kreuzes dieselbe Feierlichkeit wie der Karfreitag. Folglich ist das Evangelium von heute das Evangelium, das am Karfreitag gelesen wird und die Kreuzigung Christi wiedergibt. Im Zeichen des Kreuzes liegt eine große Symbolik. Erstens war das Kreuz die Hinrichtungsmethode, die für die schlimmsten Verbrecher vorbehalten war. Es war ein sehr langer und sehr schmerzhafter Weg zu sterben. Dies war die Strafe, die für Jesus, unseren Herrn, angemessen befunden wurde. Der Sohn Gottes wurde von Seinem eigenen Volk dafür befunden, die schlimmste Strafe zu verdienen, die für die schlimmsten Menschen vorgesehen war. Nun ist das Kreuz kein Zeichen der Furcht und der Demütigung mehr, sondern das Zeichen unserer Hoffnung, unseres Glaubens und der Macht Gottes. Zweitens besteht das Kreuz aus dem Holz eines Baumes. Es war ein Baum, der zum Fall der Menschheit führte. Das Essen vom verbotenen Baum war die erste Sünde und trennte uns von Gott. Das Kreuz besteht aus Holz und ist es, was uns mit dem Herrn verbindet. Pontius Pilatus ist eine sehr interessante Figur in der Geschichte der Passion Christi. Er hatte Neugier auf Christus und Seine Botschaft. Er hatte Respekt und sogar Angst vor ihr. Dennoch fühlte er sich unter Druck gesetzt, Christus kreuzigen zu lassen. Und schließlich gab er diesem Druck nach. Während die meisten von uns schnell dazu neigen, ihn in einem schlechten Licht zu betrachten, sind in Wahrheit viele von uns ihm näher, als wir denken. Wir sehen die Wahrheit des Herrn, die uns direkt anstarrt, und dennoch haben wir Angst. Wir hinterfragen die Rolle Christi in unserem Leben. Wir stehen vor der schwierigen Entscheidung – zu folgen oder uns die Hände zu waschen. Jeder von uns wird wahrscheinlich in seinem Leben kritische, pilatusartige Momente erleben, in denen wir wählen müssen, mit Christus zu gehen und gegen die Menge. Deshalb müssen wir starken Glauben aufbauen. Denn starker Glaube ist das, was benötigt wird, um gegen die Menge zu gehen, wenn die Menge gegen Christus ist. Das Evangelium bietet uns eine kurze Zusammenfassung des Prozesses und der Kreuzigung Christi. Nach der Verurteilung durch Pilatus wurde Christus gekreuzigt. Zu Füßen Seines Kreuzes standen Seine Mutter und Sein geliebter Jünger, Johannes. Die übrigen Jünger waren geflohen. Dies ist eine Erinnerung daran, dass wir in unserem Glauben feststehen müssen und Christus und unseren Glauben nicht verlassen, wenn es schwierig wird. Jesus sorgte dafür, auf Seine Mutter aufzupassen, indem Er ihre Fürsorge Seinem geliebten Jünger anvertraute. Er erinnerte Seinen Jünger daran, Maria als Seine Mutter zu betrachten. Es gibt diejenigen, die sagen werden, dass die Kirche in diesem Moment geboren wurde, dass die Jungfrau Maria in diesem Moment die Mutter aller Jünger Christi wurde und dass jeder von uns nicht nur die Jungfrau Maria als unsere Mutter betrachten, sondern auch die Kirche als Mutter für uns betrachten soll, die uns nährt, uns lehrt und uns führt. Schließlich lesen wir in Johannes 19,30 zwei Dinge, die sehr bedeutsam sind. Jesus sagte: „Es ist vollbracht.“ Auf Griechisch ist dieser Ausdruck ein Wort: „Teteleste“. Dieser Ausdruck bedeutet, dass das Werk, das Christus zu tun kam, um die Menschheit in die Beziehung wiederherzustellen, die sie einst mit Gott im Garten Eden vor dem Fall genoss, dass dieses Werk nun vollbracht war und die Tür zurück ins Paradies nun wieder geöffnet war. Als Christus „Seinen Geist aufgab“, tat Er es nicht so, wie wir es in Filmen sehen, wo wir jemanden sehen, der aufhört zu atmen und dann seinen Kopf fallen lässt. Vielmehr neigte Christus Seinen Kopf und gab dann Seinen Geist auf, was zeigte, dass Sein Tod freiwillig war und dass Er sogar im Tod Herr war. Das Ziel für uns im Leben ist es, das Werk, das Er uns gegeben hat, „vollzubringen“ – unsere Talente zu Seiner Ehre zu nutzen, um anderen zu nutzen, für die Dauer unseres Lebens auf Erden. Für Christus kam der irdische Tod mit 33. Für einige von uns werden wir leben, um 20 zu sehen, andere 50, andere 90. Wir wissen es nicht. Deshalb sollten wir uns auf das Werk konzentrieren, das Er uns gegeben hat, um es zu tun, indem wir unsere einzigartigen Talente zu Seiner Ehre nutzen, damit, wenn unser Moment kommt, in dem das Leben vollbracht ist, wir unsere Köpfe neigen, unsere Geister Ihm übergeben und uns sicher sein können, dass wir zu ewigem Leben auferweckt werden. Welch paradoxes Wunder! Siehe, die lebensspendende Pflanze, das allerheilige und kostbare Kreuz, erscheint zur Schau und wird heute emporgetragen. Nun rühmen alle Enden der Erde, und alle Dämonen sind sehr erschrocken. O, welch ein Geschenk ist dies, das Sterblichen gewährt wurde! Darum, o Christus, der einzige Barmherzige, rette dadurch unsere Seelen. (Aus den Lobgesängen des Orthros, Fest des Heiligen Kreuzes, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes). Rühme Gott durch deine Taten heute! Der Beitrag Fest der Erhöhung des Ehrwürdigen und Lebensspendenden Kreuzes erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
When the chief priests and the officers saw Him, they cried out, “Crucify Him, crucify Him!” Pilate said to them, “Take Him yourselves and crucify Him, for I find no crime in Him.” The Jews answered Him, “We have a law, and by that law He ought to die, because He has made Himself the Son of God.” When Pilate heard these words, he was the more afraid; he entered the praetorium again and said to Jesus, “Where are you from?” But Jesus gave no answer. Pilate therefore said to Him, “You will not speak to me? Do you not know that I have power to release you, and power to crucify you?” Jesus answered him, “You would have no power over Me unless it had been given you from above; therefore he who delivered Me to you has the greater sin.” When Pilate heard these words, he brought Jesus out and sat down on the judgment seat at a place called The Pavement, and in Hebrew, Gabbatha. Now it was the day of Preparation of the Passover; it was about the sixth hour. He said to the Jews, “Behold your King!” They cried out, “Away with Him, away with Him, crucify Him!” Pilate said to them, “Shall I crucify your King?” The chief priests answered, “We have no king but Caesar.” Then he handed Him over to them to be crucified. So they took Jesus, and He went out, bearing His own cross, to the place called the place of a skull, which is called in Hebrew Golgotha. There they crucified Him, and with Him two others, one on either side, and Jesus between them. Pilate also wrote a title and put it on the cross; it read, “Jesus of Nazareth, the King of the Jews.” Many of the Jews read this title, for the place where Jesus was crucified was near the city; and it was written in Hebrew, in Latin, and in Greek. So the soldiers did this. But standing by the cross of Jesus were His mother, and His mother’s sister, Mary the wife of Clopas, and Mary Magdalene. When Jesus saw His mother, and the disciple whom He loved standing near, He said to His mother, “Woman, behold, your son!” Then He said to the disciple, “Behold, your mother!” And from that hour the disciple took her to his own home. After this Jesus, knowing that all was now finished, said (to fulfil the scripture), “I thirst.” When Jesus had received the vinegar, He said, “It is finished”; and He bowed His head and gave up His spirit. John 19: 6-11, 13-20, 25-28, 30 (Gospel of Feast of the Holy Cross) As I mentioned in yesterday’s message, the Feast of the Holy Cross has the same solemnity as Good Friday. Consequently, the Gospel of today is the Gospel that is read on Good Friday, recounting the Crucifixion of Christ. There is a great symbolism in the sign of the Cross. First, the cross was the method of execution reserved for the worst criminals. It was a very long and very painful way to die. This was the punishment that was found appropriate for Jesus, our Lord. The Son of God was judged by His own people to deserve the worst punishment reserved for the worst people. Now the Cross is no longer a sign of fear and humiliation, but the sign of our hope, our faith and God’s power. Secondly, the Cross is made from the wood of a tree. It was a tree that led to the downfall of the human race. Eating from the forbidden tree was the first sin and separated us from God. The Cross is made from wood and is what unites us to the Lord. Pontius Pilate is a very interesting figure in the story of Christ’s Passion. He had a curiosity about Christ and His message. He had a respect and even fear of it. Yet, he felt pressure to crucify Christ. And ultimately he gave in to that pressure. While most of us are quick to look at him in a bad way, in truth many of us are closer to him than we think. We see the truth of the Lord staring right at us, and yet we are afraid. We question the role of Christ in our lives. We are faced with the difficult decision—to follow, or to wash our hands. Each of us will probably face critical Pilate-like moments in our lives, when we will have to choose to go with Christ and against the crowd. That’s why we need to build strong faith. Because strong faith is what is needed to go against the crowd when the crowd is against Christ. The Gospel offers us a quick summary of the trial and crucifixion of Christ. After being condemned by Pilate, Christ was crucified. At the foot of His cross stood His mother and His beloved Disciple, John. The rest of the Disciples had fled. This is a reminder that we must stand firm in our faith, not abandon Christ and our faith when the going gets tough. Jesus took care to watch over His mother, entrusting her care to His beloved Disciple. He reminded His Disciple to look at Mary as His mother. There are those who will say that the church was born in this moment, that the Virgin Mary became the mother of all of Christ’s Disciples in that moment, and that each of us, were to look not only at the Virgin Mary as our mother, but to the Church to be a mother to us, to nurture us, to teach us and to lead us. Finally, in John 19:30, we read two things that are very significant. Jesus said “It is finished.” In Greek, this phrase is one word “ Teteleste”. This phrase means that the work Christ came to do, to restore humanity to the relationship it once enjoyed with God in the Garden of Eden before the Fall, that the work was now finished, the door back to Paradise was now reopened. When Christ “gave up His Spirit” He didn’t do it as we see in the movies, where we see someone stop breathing and then their head falls. Rather, Christ bowed His head and then gave up His Spirit, showing that His death was voluntary, and that He was Lord even in death. The goal for us in life is to “finish” the work He has given us to do—to use our talents, to His glory, to benefit others, for the duration of our life on earth. For Christ, earthly death came at 33. For some of us, we will live to see 20, others 50, others 90. We don’t know. This is why we should focus on the work He has given us to do, using our unique talents to His glory, so that when our moment comes when life is finished, we can bow our heads, surrender our spirits to Him, and be confident that we will be raised to everlasting life. What a paradoxical miracle! Behold, the life-bearing plant, the all-holy and precious Cross, is appearing on display and is carried aloft today. Now all the ends of the earth do glorify, and all the demons are greatly terrified. Oh, what a gift is this that to mortals has been granted! Hence, O Christ the only compassionate, do thereby save our souls. (From the Praises of Orthros, Feast of the Holy Cross, Trans. by Fr. Serpahim Dedes). Glorify God through your actions today! The post Feast of the Exaltation of the Venerable and Life-Giving Cross appeared first on OCN .