1555-Wer bin ich (Philosophisch betrachtet)- Buddhismus im Alltag - Achtsamkeit im täglichen Leben
Das Selbst ist kein unveränderliches Substanz, sondern ein fließendes, bedingtes Kontinuum aus Bewusstseinsprozessen, das in jedem Moment mitgestaltet werden kann.
So gesehen bist du weder eine unveränderliche Seele noch ein Zufallsprodukt. Du bist ein Kontinuum, geformt aus früheren Bedingungen, gehalten durch Erinnerung und Bewusstsein und ständig im Werden begriffen.
Der Text stellt die Frage 'Wer bin ich?' als gemeinsamen Gegenstand von Buddhismus und abendländischer Philosophie dar. Er führt die Positionen von John Locke, David Hume und Derek Parfit vor und zeigt, wie diese die Identität als Bewusstseinskontinuität, Bündel von Wahrnehmungen oder graduelle Konstruktion beschreiben. Diese Ansätze werden mit dem buddhistischen Konzept der Anattā, der Abwesenheit eines unveränderlichen Selbst, in Beziehung gesetzt. Die fünf Skandas werden als sich momenthaft neu zusammensetzende Daseinsgruppen vorgestellt. Die Anekdote von Buddhas Schweigen gegenüber Vajragupta dient als Beleg dafür, dass die Frage nach dem Selbst nicht in ein Ja-oder-Nein-Schema gezwängt werden soll. Das Wagenbild aus dem Dialog mit König Milinda verdeutlicht, dass das Selbst wie der Wagen nur ein Name für eine Anordnung von Teilen ist. Der Text schließt damit, dass der Mensch weder eine unveränderliche Seele noch ein Zufallsprodukt, sondern ein Kontinuum sei, das in jedem Moment mitgestaltet werden kann.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- der Text kritisiert nicht
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Wozu der Text aufruft
- in jedem Moment mitgestalten, wer man als Nächstes sein wird (innerlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 1 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 1