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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Glaubhafte Abstreitbarkeit für Wählerstimmen

Sebastian Schnelle · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-17 · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Verantwortung · tragend Wahrhaftigkeit · tragend

Die Berliner Linkspartei nutzt glaubhafte Abstreitbarkeit, um nach wiederkehrenden antisemitischen und islamistischen Vorfällen zwar formal zu distanzieren, aber keine strukturellen Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um radikale Wählermilieus nicht zu verprellen.

Insgesamt wirkt es so, als gehe es hier um einen Fall von Plausible Deniability, glaubhafter Abstreitbarkeit: Nach jedem Vorfall distanziert man sich pflichtschuldig, bedauert und verurteilt, um dann anschließend genau keine Maßnahmen zu ergreifen, an den Missständen etwas zu ändern.

Der Text analysiert die Haltung der Berliner Spitzenkandidatin der Partei Die Linke, Elif Eralp, zu Islamismus und Antisemitismus innerhalb ihrer Partei. Er verweist auf mehrere Vorfälle, darunter die Solidarität mit einem verbotenen Verein und den Auftritt eines Rappers mit umstrittenen Parolen. Eralp habe sich zwar nachträglich distanziert, jedoch keine strukturellen Maßnahmen ergriffen. Der Autor argumentiert, dass die Partei durch glaubhafte Abstreitbarkeit (plausible deniability) radikale Wählermilieus nicht verprellen wolle. Die Distanzierungen wirkten wie ein Spagat zwischen Schadensbegrenzung und der Ansprache radikaler Wählergruppen. Der Text stellt einen Vergleich mit der AfD an, um die Doppelstandards in der öffentlichen Debatte zu verdeutlichen. Es wird behauptet, dass die Partei trotz wiederkehrender Skandale nicht willens oder in der Lage sei, gegen die beschriebenen Entwicklungen vorzugehen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Islamisten, Antisemiten und deren radikalisierte Milieus innerhalb der Linkspartei
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 0

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Politik Glaubhafte Abstreitbarkeit für Wählerstimmen Trotz öffentlicher Distanzierungen nach Antisemitismus-Skandalen bleibt die Berliner Linkspartei tief gespalten. Die Haltung von Spitzenkandidatin Elif Eralp wirkt oft wie ein Spagat zwischen Schadensbegrenzung und dem Schielen auf radikale Wählermilieus. Sebastian Schnelle 17.09.2026 9 Elif Eralp, jetzt Spitzenkandidatin der Partei Die Linke bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin, auf dem Außerordentlichen Bundesparteitag der Linken 2025 Foto: Sandro Halank via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0 Wie hält es die Spitzenkandidatin der Berliner Die Linke Elif Eralp mit dem Islamismus und dem Antisemitismus? Nach unzähligen Skandalen ist dies einen näheren Blick wert. Gerade berichtete der Blog Ruhrbarone über einen weiteren Eklat: In der Berliner Linkspartei gibt es eine Solidaritätsadresse für einen verbotenen Verein. Die Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität der Linkspartei Berlin hat sich mit dem vom hessischen Innenministerium vor allem wegen Verherrlichung des Hamas -Terrors verbotenen Frankfurter Palästina e.V. solidarisiert 1 . Dies erfolgte nachdem erst kürzlich ein Auftritt des Rappers Dahabflex in Berlin-Neukölln bei einer Parteiveranstaltung für Aufregung gesorgt hatte. Dabei wurde unter anderem „Yalla Yalla Intifada” und „Death to the IDF” skandiert. Der Rapper zeigte sich im Internet sowohl mit der sowjetischen Flagge als auch mit der aktuellen Flagge der Russischen Föderation. Diese Positionierungen, wie auch die Verherrlichung von Stalin und Mao gehören zum Markenkern dessen, wie sich der Rapper gibt und sollten den Verantwortlichen also ebenso bekannt gewesen sein, wie die regelmäßige Verwendung von Ausdrücken, die schwule Männer abwerten. Ein Hindernis für die Einladung des Rappers stellte dies aber offensichtlich nicht dar. Die Spitzenkandidatin für Berlin Elif Eralp verurteilte zwar im Nachhinein die Aufrufe zur Gewalt und zeigte sich nach eigenen Angaben schockiert, doch wie ernst dies zu nehmen ist, bei einem Landesverband, in dem es immer wieder zu solchen Vorfällen kommt, ist fraglich. 2024 hatten prominente Mitglieder die Partei in einem Streit um Antisemitismus verlassen . Darunter der ehemalige Kultursenator von Berlin Klaus Lederer. Man hätte also in den Führungsgremien mindestens zwei Jahre Zeit gehabt, gegen entsprechende Entwicklungen Maßnahmen zu ergreifen. Dazu ist man aber scheinbar nicht willens oder in der Lage. „Die ganz große Mehrheit“ − aber eben nicht alle Auf einem Podium, organisiert durch die jüdische Gemeinde Berlin, wurde Eralp explizit nach dem Antisemitismus in ihrer Partei gefragt und antwortete: „Die ganz große Mehrheit in meiner Partei steht für den Schutz jüdischen Lebens.” Was natürlich die Frage provoziert: Und was ist mit dem Rest? Wäre die korrekte Menge der Menschen, die für den Schutz jüdischen Lebens ist, nicht „alle”? Man stelle sich eine ähnliche Aussage eines AfD-Politikers vor. Man würde sie zu Recht durch den Blätterwald der Republik ziehen. Noch im Wahlkampf war es zu einem Streit um Islamismus gekommen, als bei einer Veranstaltung der Berliner Dar-as-Salam-Moschee der Berliner FDP-Spitzenkandidat ein Foto des Hausherren, Imam Taha Sabri , mit einem Funktionär der Hamas hochhielt. Die Verwicklungen des Geistlichen waren für Eralp jedoch lediglich den Kommentar wert , dass man „über muslimisches Leben sprechen können [müsse], ohne über religiösen Extremismus zu reden.” Dem fügte sie hinzu: „Ich finde, wir reden viel zu wenig über antipalästinensischen Rassismus in dieser Stadt.“ Auch das eine interessante Einlassung in Anbetracht der Tatsache, dass es sich nicht um einen abstrakten Vorwurf handelte, sondern um eine belegte, konkrete Tatsache und den Hausherren der Veranstaltung, auf der sie sich gerade befand. Insgesamt wirkt es so, als gehe es hier um einen Fall von Plausible Deniability , glaubhafter Abstreitbarkeit: Nach jedem Vorfall distanziert man sich pflichtschuldig, bedauert und verurteilt, um dann anschließend genau keine Maßnahmen zu ergreifen, an den Missständen etwas zu ändern. Damit soll nicht behauptet sein, dass Eralp selbst Islamistin oder Antisemitin sei. Die Wählerstimmen von Islamisten, Antisemiten und deren radikalisierten Milieus, die möchte sie dann aber anscheinend doch nicht missen. Hinweis der Redaktion (18.09.2026, 12 Uhr) : Das Verbot erfolgte nicht durch die Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität, sondern durch das Innenministerium von Hessen, dies wurde im Text korrigiert. Die LAG PaliSoli hat sich mit dem verbotenen Verein solidarisiert. Kommentare (9) Netiquette für Kommentare Ihr Name E-Mail Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Startseite Ihr Kommentar Klartext Keine HTML-Tags erlaubt. Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt. Benachrichtigen Sie mich, wenn neue Kommentare veröffentlicht werden Alle Kommentare Antworten auf meinen Kommentar Bitte dieses Feld leer lassen Josef Schulz (nicht überprüft) Do. 17 Sep 2026 - 13:14 Dass Sebastian Schnelle aus… Dass Sebastian Schnelle aus seinem Dauer-Islamismus-Alarm, seiner Parteinahme gegen alles, das irgendwie "links" sein könnte, und seiner impliziten "Staatsraison" nicht mehr herauskommt, ist die eine Sache. Dass der Humanistische Pressedienst ihm dafür eine Bühne gibt, eine andere. Antworten