Liberal · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
America Belongs to Us All (Yom Kippur 5787)
ohne Namen ·
Central Synagogue New York - Predigten ·
2026-09-21
· New York
· Quelle
Gerechtigkeit · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Wahrhaftigkeit · tragend
Christlicher Suprematismus ist eine aktive und wachsende Säule des amerikanischen Antisemitismus, die durch die Untergrabung der Trennung von Kirche und Staat jüdische und andere religiöse Minderheiten systematisch benachteiligt.
Die dritte ist der christliche Antijudaismus, der heute am häufigsten als christliche Überlegenheit zum Ausdruck kommt.
Der Text ist eine jüdische Predigt zum Jom Kippur, die den 250. Jahrestag der USA mit einem christlichen Zitat des Ministeriums für Innere Sicherheit auf X als Anlass nimmt. Der Sprecher ordnet dies als Ausdruck christlicher Überlegenheit und als dritte Säule des modernen amerikanischen Antisemitismus ein. Er unterscheidet deutlich zwischen Christentum und christlichem Suprematismus und betont, dass die meisten Christen keine Überlegenheitsanhänger seien. Historische Beispiele aus New York zeigen, wie die Verflechtung von Kirche und Staat jüdische Minderheiten benachteiligte. Aktuelle Gesetzesvorhaben in mehreren US-Bundesstaaten werden als Fortsetzung dieser Entwicklung dargestellt. Der Text ruft zur Wachsamkeit auf, da alle drei Säulen des amerikanischen Antisemitismus aktiv und wachsend seien. Die zentrale Botschaft ist, dass die Trennung von Kirche und Staat als Schutz für religiöse Minderheiten verteidigt werden muss.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen; Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
- Wo sitzt das Übel?
-
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
-
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- sich auf mehreren Fronten wachsam zeigen (gesellschaftlich)
- die Trennung von Kirche und Staat verteidigen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
2 Petr 3,18
Gemessen
- Grundhaltung
- -1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 3 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 2 von 3, benannt: Christliche Überlegenheitsanhänger / christliche Nationalisten
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Transkript
Amerika gehört uns allen
Jom Kippur 5787
Rabbi Ari S. Lorge
Um den 250. Jahrestag der Gründung Amerikas zu feiern, veröffentlichte das Ministerium für Innere Sicherheit ein Zitat auf seinem X-Konto. Beunruhigenderweise handelte es sich um ein Zitat aus der christlichen Schrift. Es lautete: „Wachst aber in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesu Christi. Ihm sei die Ehre sowohl jetzt als auch in Ewigkeit. Amen." 1 Noch beunruhigender war, dass diesem Zitat die Aussage folgte: „Möge unsere Nation weiterhin vom Licht unseres Heilands geleitet werden." 2
Dieser Beitrag des Ministeriums für Innere Sicherheit hat mich in meiner Heimat nicht sicher fühlen lassen.
Ich weiß, es ist nur Social Media.
Und da ich im Mittleren Westen und im Süden gelebt habe, bin ich an Darstellungen einer christlichen Mehrheit gewöhnt, die Juden ignoriert, an den Rand drängt oder ausradiert.
Aber das ist etwas anderes.
Hier war es eine Bundesbehörde, die es besser wissen sollte und die eine verfassungsmäßige Pflicht hat, es besser zu machen, die dennoch behauptete, die Vereinigten Staaten seien eine christliche Nation.
Nicht nur ist das historisch ungenau, es ist auch ein alter Ausdruck des amerikanischen Antisemitismus.
Die Wissenschaftlerin für amerikanische jüdische Geschichte, Dr. Pamela Nadell, deren Buch aus dem Jahr 2025 den Titel Antisemitism, an American Tradition trägt, lehrt, dass es drei Säulen des modernen amerikanischen Antisemitismus gibt:
Die erste ist der weiße Nationalismus. Denkt an die Menge in Charlottesville, die skandierte: „Juden werden uns nicht ersetzen."
Die zweite ist Antisemitismus, der sich als Antizionismus tarnt. Denkt an den Mörder von Sarah Milgrim und Yaron Lischinsky, der „Freies Palästina" rief, während er sie erschoss. 3
Die dritte ist der christliche Antijudaismus, der heute am häufigsten als christliche Überlegenheit zum Ausdruck kommt. Denkt an den Brandstifter, der in diesem vergangenen Jahr die Synagoge in Mississippi in Brand steckte und dabei die christliche Bibel zitierte, indem er sie als „Synagoge des Satans" bezeichnete. 4
Das sind extreme Beispiele. Wir wissen, dass es weniger gewaltsame Ausdrucksformen gibt: die in eine Toilettenkabine geritzte Hakenkreuz, die Schulraumkarte, die Israel ausradiert, der Regierungs-Tweet, der sagt, dies sei eine christliche Republik. Ich wünschte, wir lebten in einer Zeit, in der es null Formen von Antisemitismus gäbe, geschweige denn drei. Und es ist noch schwerer, der Tatsache zu begegnen, dass alle drei Säulen des amerikanischen Antisemitismus in diesem sehr Moment aktiv und wachsend sind, verschiedene Segmente des Landes erfassen und einander stärken. Wir sind eine Generation, die zu Wachsamkeit auf mehreren Fronten aufgerufen ist.
Rabbi Buchdahl spricht über die Bedeutung des Zionismus, während wir dem antizionistischen Antisemitismus gegenüberstehen. Ich möchte die dritte Säule des Antisemitismus ansprechen, die in New York City nicht dieselbe Aufmerksamkeit erhalten hat, aber bösartig ist und unseren Brüdern und Schwestern in anderen Teilen des Landes auf der Zunge brennt.
Ich sollte damit beginnen, eindringlich klarzustellen, dass christliche Überlegenheit keineswegs mit dem Christentum synonym ist. Die meisten Christen sind keine christlichen Überlegenheitsanhänger. Die jüdische Gemeinschaft hat viele christliche Verbündete. Einige sitzen in diesem Raum, unsere Freunde und Familienangehörigen, viele christliche New Yorker stehen an unserer Seite in unserer Unterstützung Israels, viele sind Partner in unserer Arbeit, unsere Nachbarn zu versorgen, erst vor wenigen Wochen standen viele christliche Führer auf unserer Bima in klarer Solidarität nach einem Angriff.
Christliche Überlegenheitsanhänger hingegen werden durch eine Ideologie definiert: dass sie das von Gott gegebene Recht haben, die Gesellschaft, die Kultur und die Politik zu regieren und zu kontrollieren. 5 Es geht nicht um persönliche oder gemeinschaftliche Frömmigkeit. Vielmehr geht es um einen grundlegenden Glauben daran, dass sie in Amerika die Macht innehaben und über andere herrschen sollten. Die Befürworter dieses Projekts hatten unterschiedliche Namen. Einst wurden sie als Christian Staters bezeichnet, heute verwenden manche den Begriff Christliche Nationalisten. Der Begriff christlicher Überlegenheitsgedanke ist eine Möglichkeit, das Phänomen über die gesamte Geschichte hinweg zu beschreiben.
Egal welchen Namen sie tragen, egal in welcher Epoche der amerikanischen Geschichte – sie verbreiten dieselbe Lüge, um ihr Handeln zu rechtfertigen: Amerika wurde gegründet, um eine christliche Republik zu sein. Sie bestehen darauf, dass die Verfassungsväter keine Trennung zwischen Kirche und Staat beabsichtigt haben, und dass wir die Einmischung ihres Ausdrucks des Christentums in die Mechanismen der Regierung und in unser Leben akzeptieren sollten.
Vielleicht fragen Sie sich: „Rabbi, bricht wirklich der Himmel über uns herein?" Wir haben alle Hände voll zu tun, uns auf den U-Bahnen, auf den Universitätscampi, in den Klassenzimmern unserer Kinder zu schützen. Wir sind tatsächlicher Gewalt ausgesetzt. Also, abgesehen von dem einen oder anderen Tweet – was haben christliche Suprematisten erreicht?
Ganz schön viel. In den vergangenen 15 Jahren haben sie Lehrpläne an öffentlichen Schulen geändert, die Rechtsprechung, die Juden und andere religiöse Minderheiten schützt, außer Kraft gesetzt und Gesetze verabschiedet, um ihren Glauben zu fördern. Sie treiben uns näher an einen Staat mit religiöser Bevorzugung heran – genau das, wovor viele unserer Vorfahren hierhergekommen sind, um ihm zu entfliehen.
Und einmal, wenn sie einen Fuß in der Tür haben, können die nachgelagerten Folgen für Juden verheerend sein und schwer rückgängig zu machen. Wir waren zu langsam, dem antizionistischen Antisemitismus zu begegnen. Wir sollten uns nicht in dieselbe Lage bringen, was den christlichen Suprematismus betrifft.
Das neue Buch „Sanctioned Bigotry" von Dr. Britt P. Tevis ist eine dokumentarische Geschichte des Antisemitismus in Amerika. Habe ich mir nicht die besten Strandbücher für diesen Sommer ausgesucht? Tevis stellt fest, dass, wenn frühere Wellen des christlichen Suprematismus es schafften, „das Christentum in lokales, staatliches und Bundesrecht zu weben", wir das „Auseinanderfallen jüdischer Rechte" 6 und erheblichen finanziellen, sozialen und politischen Schaden für amerikanische Juden 7 sahen. In diesen Zeiträumen wurden Juden und andere religiöse Minderheiten zu etwas wie Bürgern zweiter Klasse, mit weniger Rechten und Schutz als ihre Nachbarn.
New York war nicht immun. Was bedeutete diese Kategorie des Antisemitismus für unsere Eltern und Großeltern in den fünf Bezirken?
1905 bedeutete die Verflechtung von Kirche und Staat, dass Fred Harding, ein Schulleiter an einer öffentlichen Grundschule in Brooklyn, die überwiegend von orthodoxen Juden besucht wurde, sich befähigt fühlte, eine Weihnachtsversammlung abzuhalten und diesen Kindern zu sagen: „Ich möchte, dass ihr alle das Gefühl des Christus in euch habt" und „Christus liebt alle, aber die Heuchler, und die Heuchler sind diejenigen, die nicht an ihn glauben." 8
In den 1940er- und 50er-Jahren bedeutete es, dass jüdische New Yorker Arbeitslosengeld verweigert wurde, als sie sich weigerten, Jobs anzunehmen, die es erforderten, am Schabbat zu arbeiten. 9
In den 1950er- und 60er-Jahren bedeutete es, dass jüdische Kinder gezwungen wurden, beim Vortragen des Vaterunser im Unterricht mitzumachen, 10 oder Schlägen und Mobbing durch Gleichaltrige ausgesetzt zu sein.
Es bedeutete, dass orthodoxe Juden auf der Lower East Side von der Polizei zusammengetrieben wurden, weil sie ihre familiengeführten Geschäfte am christlichen Sabbat öffneten – noch so spät wie 1967.
Unsere Vorfahren, angeführt von den großen jüdischen Gemeindeorganisationen, der Anti-Defamation League, dem American Jewish Committee und dem American Jewish Congress, schufen eine große Koalition, die entschlossen war, das Versprechen der religiösen Gleichheit Wirklichkeit werden zu lassen. Zusammen mit säkularen Amerikanern, Zeugen Jehovas, Siebenten-Tags-Adventisten, Unitariern, Baptisten und anderen protestantischen Gruppen gewannen sie in den 1940er-, 50er- und 60er-Jahren Gerichtsverfahren, die den Anschein erweckten, dass Amerika endgültig keine christliche Republik sei. Unser Land würde, wie Jefferson, Washington und Madison es sich wünschten, Religion und Staat weit voneinander fernhalten.
Wir stellten uns vor, die Frage sei erledigt. Heute lernen wir, dass andere hart daran gearbeitet haben, diese Schutzmaßnahmen zu untergraben und staatlich sanktionierte religiöse Bevorzugung wieder durchzusetzen. Obwohl nicht all ihre Bemühungen erfolgreich sind, verschieben sie den Zeiger weiter, Zoll für Zoll und manchmal Meile für Meile. 11
In den letzten fünf Jahren:
Texas belohnte 12 und dann verordnete 13 das Vorlesen christlicher Bibelstellen in öffentlichen Schulen.
Florida, Louisiana und Texas verabschiedeten Gesetze, um qualifizierte psychologische Berater an öffentlichen Schulen durch nicht lizenzierte religiöse Seelsorger zu ersetzen. Sechzehn weitere Bundesstaaten haben ähnliche Gesetzentwürfe hängig. 14
Elf Bundesstaaten finanzierten auf dem Glauben basierende Pflegekinderbehörden, damit diese in ihrem Namen Dienste anbieten. Diese Bundesstaaten erlauben den religiösen Behörden, gegen potenzielle Eltern zu diskriminieren. In Tennessee wurde dem jüdischen Paar Elizabeth und Gabe Rutan-Ram die Unterstützung verweigert, die sie zur Adoption benötigten. Der Brief, den sie von der staatlich finanzierten Behörde erhielten, lautete: „Als christliche Organisation hat unser Führungsteam vor einigen Jahren die Entscheidung getroffen, Adoptionsdienste nur solchen potenziellen Adoptivfamilien anzubieten, die unser Glaubenssystem teilen." Was sie als Eltern diskvalifizierte? Einfach, dass sie Juden waren. 15
Arkansas, Texas, Alabama und Louisiana verabschiedeten Gesetze, die verlangen, dass in öffentlichen Schulen in jedem Klassenzimmer Plakate der protestantischen Version der Zehn Gebote aufgehängt werden. Andere Bundesstaaten folgen. 16
Es kann schwer sein, von unseren Plätzen in New York City aus zu verstehen, wie es wirklich ist, eine Minderheit in Amerika zu sein.
Ein Rabbi in Texas teilte mir mit, dass er an einer regionalen Jugendgruppenveranstaltung teilnahm, die jüdische Jugendliche aus dem gesamten Bundesstaat zusammenbrachte. Die ADL führte dort einen Workshop durch und bat die Kinder, von Erfahrungen mit Antisemitismus zu berichten. Da er erst kürzlich nach Texas gezogen war, stellte er sich vor, dass es nicht viele Geschichten geben würde. Aber jeder einzelne Schüler gab Beispiele für das Konfrontieren mit Antisemitismus. Geschichten davon, als „Christenmörder" bezeichnet zu werden, davon, dass Lehrer ihnen sagten, sie würden in der Hölle verbrennen, davon, dass sie dafür gemobbt wurden, jüdisch zu sein. Er verließ die Veranstaltung absolut schockiert über den allgegenwärtigen Hass, dem diese Schüler in ihrem Alltag ausgesetzt waren.
Jetzt zwingt die lokale Regierung ein Scheinwerferlicht auf ihre religiösen Unterschiede in jedem einzelnen Klassenzimmer. Jüdische Eltern in Texas in Tränen, die beschreiben, wie es ist, ihre Kinder dieses Jahr zur Schule zu schicken.
Gemäß dem staatlichen Lehrplan lernen jüdische Erstklässler in Texas die Parabel vom verlorenen Sohn … Vorschulkinder lernen die Bergpredigt. Ich kann nicht anders, als an Gussie Herbert zu denken, ein jüdisches Kind aus Brooklyn im Jahr 1905. Sie hatte die heilige Dreistigkeit, ihre Lehrerin an der öffentlichen Schule anzusprechen und zu sagen: „Glauben Sie nicht, dass das Predigen über Christus in die … Sonntagschule gehört … und nicht in eine öffentliche Schule?" 17 Aus dem Munde der Unmündigen.
Wir müssen keine Propheten sein, um vorauszusehen, wie dies schlechte Akteure ermutigen, Hass gegen Juden und alle religiösen Minderheiten verbreiten wird. Es wird unsere Kinder, unsere Brüder und Schwestern im ganzen Land weiter isolieren und ausgrenzen.
Wie bekämpfen wir diese Form des Antisemitismus?
Bereits 1788 bemerkte ein Abgeordneter der New Yorker Staatsversammlung, der für ein Gesetz eintrat, das Christen eine bevorzugte Behandlung einräumen würde, scherzhaft gegenüber seinen Kollegen, dass es in Ordnung sei, weil „die Juden … im Staat keine Beschwerden erhoben hatten" 18 Dies ist unsere erste Lektion. Unsere Stille wird gegen uns verwendet werden. Wenn wir als Gleiche mit unseren Nachbarn leben wollen, dürfen wir nicht davor zurückschrecken, unsere Gleichheit einzufordern. Denken Sie daran: Die Arbeit, Religion und Staat getrennt zu halten, kommt jedem zugute. Es ist, weil die Regierung gegenüber der Religion neutral ist, dass es in Amerika eine große Blüte aller Glaubensrichtungen gibt. Wenn wir uns für die Trennung aussprechen, sprechen wir uns dafür aus, was Amerika zu einem außergewöhnlichen Ort für alle Gläubigen gemacht hat.
Wir sollten unsere Anstrengungen dorthin lenken, wo wir die größte Wirkung erzielen können. Weil es ein jahrzehntelanges Projekt gegeben hat, Richter zu ernennen, die offen für staatlich auferlegte und staatlich bevorzugte Religion sind, sind die Gerichte ein Ort, in den wir für Verteidigung und nicht für Sieg investieren sollten. Mit dem Wissen darum können wir unsere Ressourcen in die lokale Politik stecken, wie Wahlen für Schulausschüsse, Landeswahlen, lokale Stadtwahlen. Wir werden dies eine gute Offensive gegen alle drei Säulen des modernen Antisemitismus finden. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, dass wir in diesen Räumen als Kandidaten und Organisatoren erscheinen.
Wir wissen, dass wir den Antisemitismus nicht allein bekämpfen können. Und während sich viele von uns zunehmend allein fühlen, gibt es in diesem Kampf etwas durchaus Hoffnungsvolles zu teilen. Denn die christliche Überlegenheitsideologie richtet ihre Abneigung nicht nur gegen uns, sondern auch gegen Buddhisten, Hindus, Sikhs, Mormonen, Muslime, Quäker, Unitarier und säkulare Amerikaner, sind wir in Wirklichkeit nicht allein. Und die Allianz der christlichen Gruppen, die sich gegen sie organisieren, wächst jeden Tag. Je mehr sich die christliche Überlegenheitsideologie durchsetzt, desto größer kann die Koalition gegen sie werden. Wenn wir Teil des Aufbaus und der Aufrechterhaltung dieser Art von Koalition sind, erfüllen wir in der Tat die Vision unserer Gründer und Verfassungsväter.
Während wir den 250. Jahrestag der Gründung unserer Nation begehen, sind wir Zeugen einer großen Debatte über Amerika. Wer sind wir? Wer sollten wir sein? Es gibt Menschen in und außerhalb der Regierung, die hart daran arbeiten, den Mythos Amerikas als der großen christlichen Republik zu verkaufen, die wiederhergestellt werden muss.
Es gibt so viel Beleg dafür, dass dies falsch ist, dass wir 25 Minuten bräuchten, um nur damit anzufangen, sie vorzulegen. Deshalb wurde mir eine besondere Jom-Kippur-Erlaubnis erteilt, genau das zu tun. Als die Juden von Recife 1654 erstmals in Neu-Amsterdam eintrafen…
Nur ein Scherz. Aber ich werde nur eine Geschichte teilen, die durch das Rauschen hindurchdringt.
1788 plante Alexander Hamilton einen Umzug in New York City, um zu zeigen, wie viel Unterstützung es für die Verfassung gab. Die jüdische Gemeinschaft in New York war winzig – wahrhaft unbedeutend. Aber die Organisatoren des Umzugs wollten ein vereintes New York zeigen, in dem alle Religionsführer zusammen marschierten. Ohne es besser zu wissen, setzten sie das Datum des Umzugs auf Tischa B'Av, unseren Tag des Trauerns und Fastens. Schon die Einladung, teilzunehmen, war für die Juden ein wundersames Erlebnis, in keinem anderen Land denkbar. Welche Toleranz. Aber sie erklärten, dass sie nicht teilnehmen könnten.
Dann geschah das Ungeheuerliche. Die christliche Mehrheit verlegte den Umzug auf den folgenden Tag, damit Anglikaner, Presbyterianer, Katholiken, Lutheraner, Calvinisten und Juden zusammen marschieren konnten. Das war nicht nur Toleranz, es war Zugehörigkeit, und es war Gleichheit. Wo immer Sie sind, online oder persönlich, fragen Sie sich: Würde eine solche Entscheidung dort getroffen, wo Sie heute leben?
Dieser Umzug ist das Bild davon, was Amerika in seinem Kern ist. Ein großer Marsch von Menschen aller Glaubensrichtungen, aller Bekenntnisse, aller Ethnizitäten, vereint im Projekt, dieses große Land zu stärken, in dem alle Gewissensfreiheit, angeborene natürliche Rechte und die Würde besitzen, die mit Gleichheit einhergeht. Amerikanische Juden haben 250 Jahre lang an der Seite unserer Mitamerikaner gearbeitet, um diese Vision unserer Gründer zu wahren. Leider fanden alte Abneigungen und Bigoterie in dieser neuen Welt Fuß und sind seitdem allgegenwärtig. Manchmal am Rande, manchmal im Mainstream, versuchen sie, unseren großen nachbarschaftlichen Marsch zu zerbrechen. Christliche Überlegenheitsanhänger behaupten, dass Amerika ihnen gehöre, gegründet worden sei, um in ihrem Bilde geformt zu werden, und dass die morgen ihnen gehöre. Aber, wie wir es in jeder Generation getan haben, werden wir diejenigen finden, die sich mit uns Arm in Arm verknüpfen und mit Stärke voranschreiten, denn Amerika gehört uns allen.
1 2. Petrus 3:18.
2 Dies ist kein einmaliger Vorfall. In diesem Jahr, am Karfreitag, veröffentlichte das DHS ein Bild von Jesus am Kreuz mit einem weiteren Zitat aus der christlichen Schrift. In der Bildunterschrift fügte die Behörde die Botschaft hinzu: „An diesem feierlichen Tag besinnen wir uns auf das ultimative Opfer, das unser Retter für die gesamte Menschheit gebracht hat. Vertraut auf Gottes Plan." Andere Bundesbehörden haben ähnliche konfessionelle Beiträge veröffentlicht.
3 Pamela Nadell, „Antisemitism, An American Tradition - The Jacob Rader Marcus Memorial Lecture" (Vortrag, San Francisco, 16. März 2026).
4 FBI says man targeted Mississippi synagogue in arson attack because of its 'Jewish ties' | PBS News
5 Christian Supremacy
6 Britt P. Tevis, Sanctioned Bigotry: A Documentary History of Antisemitism in the United States (New Haven: Yale University Press, 2026), 7-8.
7 Tevis, Sanctioned Bigotry, 8.
8 Scott D. Seligman, The Great Christmas Boycott of 1906: Antisemitism and the Battle over Christianity in the Public Schools (Lincoln: Potomac Books, 2025), 1–4.
9 Naomi W. Cohen, Jews in Christian America: The Pursuit of Religious Equality (New York: Oxford University Press, 1992), 215.
10 Cohen, Jews in Christian America, 189.
11 Einige Beispiele vor dem obersten Gericht: Trinity Lutheran Church of Columbia, Inc. v. Comer; Espinoza v. Montana Department of Revenue; Carson v. Makin; Kennedy v. Bremerton School District; Oklahoma Statewide Charter School Board v. Drummond.
12 Vollständiger Artikel: Religious Bias and Texas's Bluebonnet Learning English Language Arts Lessons
Überarbeitung des Texas-Geschichtscurriculums erweitert die staatliche Kontrolle über Lehrbücher
Texas-Bildungsbehörde billigt bibelgeprägtes Curriculum | AP News
13 Texas verankert das Christentum in den öffentlichen Schulen mit umfassender Überarbeitung
14 Texas-Gesetzgeber verabschieden Gesetzentwurf, der Seelsorgern die Beratung von Kindern in öffentlichen Schulen erlaubt
Warum die Zulassung von Seelsorgern in öffentlichen Schulen Schüler schädigt | American Civil Liberties Union
15 Jüdisches Paar ficht Tennessee-Gesetz zur Adoption an
Jüdisches Paar bittet Tennessee-Gericht, Adoptionsdiskriminierung zu beenden – Baptist News Global
AU vor Tennessee-Gericht im Namen eines jüdischen Paares, das die Möglichkeit zur Pflegeelternschaft verwehrt wurde – Americans United
16 Staatsgesetze bringen die Zehn Gebote in die öffentlichen Schulen | AP News
17 Seligman, The Great Christmas Boycott of 1906, 4.
18 Jacob Rader Marcus, American Jewry: Documents Eighteenth Century (Cincinnati: Hebrew Union College Press, 1959), 294.
19 Adam Jortner, A Promised Land: Jewish P
Wortlaut im Original
Transcript
America Belongs to Us All
Yom Kippur 5787
Rabbi Ari S. Lorge
To celebrate the 250th of America’s founding, the Department of Homeland Security posted a quote on its X account. Alarmingly, it was a quote from Christian Scripture. It read: “But grow in grace, and in the knowledge of our Lord and Savior Jesus Christ. To him be the glory both now and forever. Amen.” 1 Even more alarmingly, this was followed by the statement, “May our nation continue to be guided by the light of our Savior.” 2
This post from Homeland Security did not make me feel secure in my homeland.
I know it’s just social media.
And, having lived in the Midwest and the South, I’m used to displays of a Christian majority that ignore, sideline or erase Jews.
But this is different.
Here was a federal agency that should know better, and that has a constitutional duty to be better, nevertheless asserting that the United States is a Christian nation.
Not only is that historically inaccurate, it is also an old expression of American antisemitism.
The scholar of American Jewish history, Dr. Pamela Nadell, whose 2025 book is called Antisemitism, an American Tradition , teaches that there are three prongs of modern American antisemitism:
The first is white nationalism. Think of the mob in Charlottesville chanting “Jews will not replace us.”
The second is antisemitism masked as antizionism. Think of the murderer of Sarah Milgrim and Yaron Lischinsky who shouted, “free Palestine,” as he gunned them down. 3
The third is Christian antiJudaism most often expressed today as Christian supremacy. Think of the arsonist who burned down the Mississippi synagogue this past year who quoted the Christian Bible saying it was a “synagogue of Satan.” 4
Those are extreme examples. We know there are less violent expressions: the swastika etched into a bathroom stall, the schoolroom map that erases Israel, the government tweet that says this is a Christian republic. I wish we lived in a time when there were zero forms of antisemitism, let alone three. And it’s even harder to confront the fact that all three prongs of American antisemitism are active and growing at this very moment, capturing different segments of the country, and strengthening one another. We are a generation called to vigilance on multiple fronts.
Rabbi Buchdahl is speaking about the importance of Zionism as we face antizionist-antisemitism. I want to address the third prong of antisemitism that hasn't gotten the same attention in NYC, but is pernicious and front of mind for our brothers and sisters in other parts of the country.
I should start by making it emphatically clear that Christian supremacy is not at all synonymous with Christianity. Most Christians are not Christian supremacists. The Jewish community has many Christian allies. Some are sitting in this room, our friends and family, many Christian New Yorkers stand with us in our support of Israel, many are partners in our work to feed our neighbors, just a few weeks ago many Christian leaders stood on our bimah in clear solidarity after an attack.
Christian supremacists on the other hand are defined by an ideology: that they have the God-given right to govern and control society, culture, and politics. 5 It is not about personal or communal piety. Rather it is about a fundamental belief that they should hold power in America and have dominion over others. Proponents of the project have had different names. Once they were called Christian Staters, today some use the term Christian Nationalists. The term Christian supremacism is a way to talk about the phenomenon throughout history.
No matter the name, no matter the period of American history, they tell the same falsehood to justify their actions: America was founded to be a Christian republic. They insist that the framers did not intend for a separation between Church and State, and that we ought to accept the encroachment of their expression of Christianity into the mechanisms of the government, and into our lives.
You may be wondering, “Rabbi, is the sky really falling?” We have our hands full trying to protect ourselves on the subways, on college campuses, in our children’s schoolrooms. We’re facing actual violence. So, other than a tweet here and there, what have Christian supremacists achieved?
Quite a bit. In the past 15 years, they have changed public school curricula, overturned the legal precedents protecting Jews and other religious minorities, and passed laws to promote their faith. They are pushing us closer to a nation with religious preference, the very thing many of our ancestors came here to escape.
And once they gain a foothold, the downstream consequences can be dire for Jews, and difficult to uproot. We were too slow to confront antizionist-antisemitism. We shouldn’t put ourselves in the same position with Christian supremacy.
The new book Sanctioned Bigotry by Dr. Britt P. Tevis is a documentary history of antisemitism in America. Didn’t I pick the best beach reads this summer? Tevis notes that when previous waves of Christian supremacy were successful at “weaving Christianity into local, state, and federal law,” we saw the “unwinding of Jewish rights” 6 and significant financial, social, and political harm to American Jews. 7 In these periods, Jews, and other religious minorities, became something like second class citizens, with fewer rights and protections than their neighbors.
New York was not immune. What did this category of antisemitism mean for our parents and grandparents in the five boroughs?
In 1905, church-state entanglement meant that Fred Harding, a principal at a Brooklyn public elementary school predominantly attended by Orthodox Jews felt empowered to convene a Christmas assembly and tell these kids, “I want you all to have the feeling of Christ within you” and “Christ loves all but the hypocrites and the hypocrites are those who do not believe in him.” 8
In the 1940’s and 50’s, it meant Jewish New Yorkers were denied unemployment benefits when they refused to accept jobs requiring them to work on Shabbat. 9
In the 1950’s and 60’s, it meant Jewish children were coerced to join in the Lord’s Prayer as it was recited in class, 10 or face beatings and bullying from peers.
It meant Orthodox Jews on the Lower East Side being rounded up by police for opening their family-run businesses on the Christian Sabbath, as late 1967.
Our ancestors, led by the major Jewish communal organizations, the Anti-Defamation League, the American Jewish Committee, and the American Jewish Congress created a grand coalition determined to make the promise of religious equality real. Alongside secular Americans, Jehovah’s Witnesses, Seventh-Day Adventists, Unitarians, Baptists, and other Protestant groups, they won court cases in the 1940's, 50's, and 60’s that seemed to settle once and for all, that America was not a Christian republic. Our country would, as Jefferson, Washington, and Madson desired, keep religion and state far from one another.
We imagined the issue was settled. Today, we are learning that others have been working hard to erode those protections and reassert state sanctioned religious preference. While not all of their efforts succeed, they continue to move the needle inch by inch, and sometimes mile by mile. 11
In the last five years:
Texas incentivized 12 and then mandated 13 the reading of Christian bible passages in public schools.
Florida, Louisiana, and Texas passed legislation to replace qualified public school mental health counselors with unlicensed religious chaplains. Sixteen other states have similar bills pending. 14
Eleven states funded faith-based foster care agencies so that they would offer services on their behalf. These states allow the religious agencies to discriminate against prospective parents. In Tennessee, Jewish couple Elizabeth and Gabe Rutan-Ram were denied the support they needed to adopt. The letter they received from the state-funded agency read, “as a Christian organization, our executive team made the decision several years ago to only provide adoption services to prospective adoptive families that share our belief system.” What disqualified them to be parents? Simply that they were Jews. 15
Arkansas, Texas, Alabama, and Louisiana passed legislation that requires public schools to hang posters of the Protestant version of the 10 commandments in every classroom. Other states are following suit. 16
It can be hard to understand from our seats in New York City, what it is truly like to be a minority in America.
One rabbi in Texas shared with me that he went to a regional youth group event that brought Jewish teens together from across the state. The ADL ran a workshop there and asked the kids to share any experiences of antisemitism. Having only recently moved to Texas, he imagined there wouldn’t be many stories. But every single student gave examples of confronting antisemitism. Stories about being called “Christ killer,” about teachers telling them that they were going to burn in hell, about being bullied for being Jewish. He left absolutely shocked by the pervasive hate these students faced in their day-to-day lives.
Now the local government is forcing a spotlight on their religious differences in every single classroom. Jewish parents in Texas in tears describing what it is like to send their kids to school this year.
Per the state curriculum, there are Jewish first graders in Texas learning the parable of the prodigal son…kindergartners learning the sermon on the mount. I can’t help but think of Gussie Herbert, a Jewish child from Brooklyn in 1905. She had the holy chutzpah to approach her public school instructor and say, “don’t you think that preaching on Christ belongs to…Sunday school…and not to a public school?” 17 From the mouths of babes.
We don’t need to be prophets to foresee the way this will embolden bad actors, spread animus against Jews, and all religious minorities. It will further isolate and ostracize our children, our brothers and sisters across the country.
How do we combat this form of antisemitism?
As early as 1788, a New York State Assemblyman advocating for a law that would give preferential treatment to Christians, quipped to his colleagues that it was okay because “Jews…in the state had made no complaints” 18 This is our first lesson. Our silence will be used against us. If we wish to live as equals with our neighbors, we must not fear demanding our equality. Remember, the work of keeping religion and state separate benefits everyone. It is because the government is neutral toward religion that there is a great flourishing of all faith in America. When we stand for separation, we stand for what has made America an exceptional place for all believers.
We should focus our efforts where we can have the greatest impact. Because there has been a decades-long project to appoint judges who are open to state-imposed and state-preferred religion, the courts are a venue where we should invest for defense not victory. Knowing that, we can put our resources into local politics like school board elections, state races, local city races. We will find this a good offense against all three prongs of modern antisemitism. I can’t stress enough the need for us to show up in these spaces as candidates and organizers.
We know we cannot fight antisemitism alone. And while many of us feel increasingly alone, there is something quite hopeful to share in this fight. Because Christian supremacy doesn’t reserve its antipathy for us, but is also directed against Buddhists, Hindus, Sikhs, Mormons, Muslims, Quakers, Unitarians, and secular Americans, we are actually not alone. And, the alliance of Christian groups organizing against them increases every day. The more Christian supremacy asserts itself, the larger the coalition against them can grow. When we are part of building and maintaining that type of coalition, we are in fact fulfilling the vision of our founders and framers.
As we mark the 250th anniversary of our nation’s founding, we are witness to a great debate about America. Who are we? Who should we be? There are those in and out of government who are hard at work peddling the myth of America as the great Christian republic that must be restored.
There is so much evidence that is false, we would need 25 minutes just to begin to present it. So, I’ve been given a special Yom Kippur dispensation to do just that. When the Jews of Recife first arrived in New Amsterdam in 1654…
Just kidding. But, I will share just one story that cuts through the noise.
In 1788 Alexander Hamilton planned a parade in New York City to show how much support there was for the Constitution. The New York Jewish community was tiny - truly insignificant. But the parade organizers wanted to show a united New York, with all faith leaders marching together. Not knowing any better, they set the parade date for Tisha B’av, our day of mourning and fasting. To even be invited to join was a miraculous experience for the Jews, unthinkable in any other land. What tolerance. But they explained they couldn’t participate.
Then, the unprecedented occurred. The Christian majority moved the parade to the following day so that Anglicans, Presbyterians, Catholics, Lutherans, Calvinists, and Jews could march together. 19 This wasn’t just tolerance, it was belonging, and it was equality. Wherever you are, online or in person, ask yourself, would such a decision be made where you live today?
That parade is the image of what America is at its core. A great march of peoples of all faiths, all creeds, all ethnicities, joined in the project of strengthening this great land where all possess liberty of conscience, inherent natural rights, and the dignity that comes with equality. American Jews have spent 250 years working alongside our fellow Americans to safeguard this vision of our founders. Sadly, old-world antipathies and bigotries found root in this new world, and have remained everpresent. Sometimes marginal, sometimes mainstream, they try to break up our great neighborly march. Christian supremacists say that America is theirs, founded to be fashioned in their image, and that tomorrow belongs to them. But, as we’ve done in every generation, we will find those who will link with us arm in arm, and stride forward with strength because America belongs to us all.
1 2 Peter 3:18.
2 This is not a one time incident. This year, on Good Friday, DHS posted a picture of Jesus on the cross with another quote from Christian scripture. In the caption the agency added the message: “On this solemn day, we reflect on the ultimate sacrifice our Savior made for all humanity. Trust in God’s plan.” Other federal agencies have made similar sectarian posts.
3 Pamela Nadell, “Antisemitism, An American Tradition - The Jacob Rader Marcus Memorial Lecture” (speech, San Francisco, March 16 2026).
4 FBI says man targeted Mississippi synagogue in arson attack because of its 'Jewish ties' | PBS News
5 Christian Supremacy
6 Britt P. Tevis, Sanctioned Bigotry : A Documentary History of Antisemitism in the United States (New Haven: Yale University Press, 2026), 7-8.
7 Tevis, Sanctioned Bigotry , 8.
8 Scott D. Seligman, The Great Christmas Boycott of 1906: Antisemitism and the Battle over Christianity in the Public Schools (Lincoln: Potomac Books, 2025), 1-4.
9 Naomi W. Cohen, Jews in Christian America: The Pursuit of Religious Equality (New York: Oxford University Press, 1992), 215.
10 Cohen, Jews in Christian America , 189.
11 A few examples at the highest court: Trinity Lutheran Church of Columbia, Inc. v. Comer; Espinoza v. Montana Department of Revenue; Carson v. Makin; Kennedy v. Bremerton School District; Oklahoma Statewide Charter School Board v. Drummond.
12 Full article: Religious Bias and Texas’s Bluebonnet Learning English Language Arts Lessons
Texas history curriculum overhaul expands state control over textbooks
Texas education board approves Bible-infused curriculum | AP News
13 Texas enshrines Christianity in public schools with sweeping overhaul
14 Texas lawmakers pass bill to let chaplains counsel kids in public schools
Why Allowing Chaplains in Public Schools Harms Students | American Civil Liberties Union
15 Jewish couple challenges Tennessee law over adoption
Jewish couple asks Tennessee court to end adoption discrimination – Baptist News Global
AU in TN court on behalf of Jewish couple denied opportunity to foster - Americans United
16 State laws are putting the Ten Commandments in public schools | AP News
17 Seligman, The Great Christmas Boycott of 1906 , 4.
18 Jacob Rader Marcus, American Jewry: Documents Eighteenth Century (Cincinnati: Hebrew Union College Press, 1959), 294.
19 Adam Jortner, A Promised Land: Jewish Patriots, the American Revolution, & the Birth of Religious Freedom (New York: Oxford University Press, 2025), 156.
Bibliography
Books (* means required reading)
-Cohen, Naomi W. Jews in Christian America: The Pursuit of Religious Equality . New York: Oxford University Press, 1992.*
-Ivers, Gregg. To Build a Wall: American Jews and the Separation of Church and State . Charlottesville: University Press of Virginia, 1995.*
-Jortner, Adam. A Promised Land: Jewish Patriots, the American Revolution, & the Birth of Religious Freedom . New York: Oxford University Press, 2024.*
-Marcus, Jacob Rader. American Jewry: Documents Eighteenth Century . Cincinnati: The Hebrew Union College Press, 1959.
-Nadell, Pamela S. Antisemitism, An American Tradition . New York: W.W. Norton & Company, 2025.*
-Pfeffer, Leo. Church, State, and Freedom . Boston: The Beacon Press, 1953.
-Pfeffer, Leo. God, Caesar, and the Constitution . Boston: The Beacon Press, 1975.
-Philipson, David. “The American Citizen - Church and State - The Bible in the Schools,” in Max Lilienthal: American Rabbi . New York: The Bloch Publishing Co., 1915.
-Seligman, Scott D. The Great Christmas Boycott of 1906: Antisemitism and the Battle Over Christianity in the Public Schools . Lincoln: Potomac Books, 2025.
-Tevis, Britt P. Sanctioned Bigotry: A Documentary History of Antisemitism in the United States . New Haven: Yale University Press, 2026.
-Whitehead, Andrew L., and Samuel L. Perry. Taking America Back for God: Christian Nationalism in the United States. New York: Oxford University Press, 2020.
Articles
-Americans United for Separation of Church and State. “AU in TN Court on Behalf of Jewish Couple Denied Opportunity to Foster.” Press release, August 27, 2026. https://www.au.org/the-latest/press/jewish-couple-tennessee-foster-care/ .
-Americans United for Separation of Church and State. “Church-State Separation.” Accessed September 10, 2026. https://www.au.org/church-state-separation/ .
-Braunstein, Ruth. “Catholic Christian Nationalism Is Having a Moment.” National Catholic Reporter, July 24, 2024. https://www.ncronline.org/news/catholic-christian-nationalism-having-moment .
-Brumley, Jeff. “Jewish Couple Asks Tennessee Court to End Adoption Discrimination.” Baptist News Global. September 3, 2026. https://baptistnews.com/article/jewish-couple-asks-tennessee-court-to-end-adoption-discrimination/ .
-Chancey, Mark A. “Religious Bias and Texas's Bluebonnet Learning English Language Arts Lessons.” Religion & Education 52, no. 3–4 (2025): 92–111. https://doi.org/10.1080/15507394.2025.2541482 .
-DeYoung, Kevin. "6 Questions for Christian Nationalists." Clearly Reformed, December 1, 2025. https://clearlyreformed.org/6-questions-for-christian-nationalists/ .
-Downen, Robert. “Unlicensed Religious Chaplains May Counsel Students in Texas' Public Schools after Lawmakers OK Proposal.” The Texas Tribune. May 24, 2023. https://www.texastribune.org/2023/05/24/texas-legislature-chaplains-schools/ .
-Luby, Britt. “'Thou Shalt Not Covet Thy Neighbor's Wife' and Other Posters I Do Not Want in a First Grade Classroom.” Baptist News Global. April