omnist.world

English

Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Αιτωλίας Δαμασκηνός: «Οὔτε μία ἡμέρα χωρὶς προσευχή, χωρὶς μελέτη, χωρὶς μνήμη Θεοῦ»

ohne Namen · Pemptousia (Kloster Vatopedi, griechisch) · 2026-09-28 · Quelle

Umkehr · Hauptbotschaft Dankbarkeit · tragend Wissen · tragend

Die menschliche Seele verliert ihre Freiheit und Würde, wenn sie nicht durch tägliche geistliche Praxis (Gebet, Studium, Gottesgedächtnis) an Gott ausgerichtet bleibt, und findet wahre Freude nur in der Umarmung Gottes, die durch Gnade und Loslassen von Leidenschaften erreicht wird.

Nicht ein Tag ohne Gebet, ohne Studium, ohne Gottesgedächtnis.

Der Text ist eine Festrede des Metropoliten Damaskenos von Ätolien und Akarnanien, die am 29.09.2026 auf dem Heiligen Ambo gehalten wurde. Sie ruft dazu auf, täglich Gebet, Studium der biblischen und väterlichen Texte sowie Gottesgedächtnis zu praktizieren. Als biblische Grundlage dient die Apostelperikope aus dem zweiten Korintherbrief (2 Kor 6,1; 6,14-18; 7,1), in der Paulus die Korinther mahnt, die empfangene Gnade nicht vergeblich zu empfangen und sich von allem Unreinen zu reinigen. Der Text warnt vor Leidenschaften und Abhängigkeiten, die die Freiheit der Seele fesseln, und unterscheidet dabei zwischen offensichtlichen Abhängigkeiten (Drogen, Alkohol) und subtileren modernen Formen (Bildschirmabhängigkeit, ständige Bestätigung, Konsum, Unfähigkeit zur Stille). Die zentrale Botschaft ist, dass wahre Freiheit und Freude nicht in vergänglichen Ersatzfreuden liegen, sondern in der Umarmung Gottes, die durch Gnade und geistlichen Kampf erreicht wird. Der Text betont, dass der Mensch in diesem Kampf nicht allein ist, da Gottes Gnade zu einer erneuernden Kraft wird.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

2 Kor 6,1 · 2 Kor 6,14-18 · 2 Kor 7,1

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Damaskenos von Ätolien: „Nicht ein Tag ohne Gebet, ohne Studium, ohne Gottesgedächtnis" Festreden - Heiliger Ambo 29.09.2026 Metropolit von Ätolien und Akarnanien Damaskenos Die Väter der Kirche raten uns, inmitten der Mühsal und der Aktivitäten des Alltags, einen täglichen Kontakt mit dem Wort des Evangeliums, der Lehre unseres Glaubens und dem Beispiel der Heiligen aufrechtzuerhalten. Das herzliche Gebet, das Studium der biblischen und väterlichen Texte und die häufige Teilnahme am liturgischen Leben der Kirche helfen uns, auf Gott ausgerichtet zu bleiben und unsere Seele nicht davonkommen zu lassen, sich von der Quelle des Lebens und seiner Freude zu entfernen. Besonders bestehen die Heiligen auf der Systematik: Nicht ein Tag ohne Gebet, ohne Studium, ohne Gottesgedächtnis. Und dies, weil sie aus ihrer geistlichen Erfahrung wissen, wie leicht sich die menschliche Seele verändert und wie schnell sie, wenn sie nicht von der Gnade gespeist wird, abkühlt und mitgerissen wird. Dann sucht der Mensch Ersatz in vergänglichen Freuden und Gewohnheiten, die, während sie versprechen, ihn zu sättigen, ihn beständig durstig lassen und ihn allmählich fesseln. Dann verlieren die Kräfte der Seele ihre Orientierung und die Seele versklavt sich den Leidenschaften. In der heutigen Apostelperikope wendet sich der Apostel Paulus mit väterlicher Liebe und Sorge an die Korinther. Er ruft sie auf, die große Gabe der Gnade, die sie empfangen haben, nicht als selbstverständlich zu betrachten und nicht zuzulassen, dass sie in ihnen untätig bleibt: „Als Mitarbeiter Gottes also, bitten wir euch, dass ihr die Gnade Gottes, die ihr empfangen habt, nicht vergeblich empfangen habt" (2. Kor. 6,1). Paulus weiß, dass die Gnade Gottes die Freiheit des Menschen nicht aufhebt. Gott bietet an, aber der Mensch wird aufgerufen, zu antworten. Deshalb beschränkt sich der Apostel auch nicht auf die Hervorhebung der Gefahr. Er ruft die Korinther auf, sich von allem Weltlichen zu entfernen, das sie von Gott entfremden kann: „Was hat die Gerechtigkeit mit der Gesetzlosigkeit gemeinsam? Oder was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Können der Tempel Gottes und der Tempel der Götzen an demselben Ort sein? Ihr seid der Tempel des wahren Gottes." Und anschließend erinnert er an die Verheißung Gottes: „Rührt nichts Unreines an, und ich werde euch aufnehmen. Ich werde für euch der Vater sein, und ihr werdet meine Söhne und Töchter sein" (2. Kor. 6,14-18). Das Ziel des Menschen ist die Umarmung des Gottes Vaters. Dort befinden sich alle wahren und echten Dinge, alles, was die menschliche Seele tief begehrt. Außerhalb dieser Umarmung befinden sich die falschen Ersatzmittel, die eiteln Freuden und die Gewohnheiten, die uns fesseln und unser Dasein herabwürdigen, indem sie ihm die Freiheit und die Größe nehmen, für die es erschaffen wurde. Deshalb schließt die Perikope auch mit der charakteristischen Mahnung des Apostels: „Da wir nun, Geliebte, diese Verheißungen haben, lasst uns uns selbst von allem reinigen, was Leib und Seele befleckt. Lasst uns ein heiliges Leben in Gottesfurcht führen" (2. Kor. 7,1). In jeder Epoche gibt es Fallen, die die Freiheit des Menschen bedrohen. Leidenschaften, die mit täuschenden Versprechen der Freude beginnen und in Fesseln enden, indem sie allmählich seine Freiheit und seine Würde rauben. Der Mensch bemerkt oft nicht von Anfang an, dass etwas, das er frei wählt, mit der Zeit zu dem werden kann, was ihn beherrscht. Vielleicht, wenn wir diese Worte hören, geht unser Verstand ausschließlich zu den großen und offensichtlichen Leidenschaften: zu den Abhängigkeiten von Drogen, Alkohol oder zu anderen Zuständen, die unsere Gesellschaft und insbesondere die jungen Menschen quälen. Es gibt jedoch auch andere Abhängigkeiten, viel subtilere, die wir nicht einmal als Abhängigkeiten betrachten: Wie unsere Unfähigkeit, uns vom Bildschirm zu trennen, das Bedürfnis nach ständiger Bestätigung, der Vergleich mit anderen, der Konsum ohne echten Bedarf, die Unfähigkeit, die Stille auszuhalten. Kleine Gewohnheiten, die unbedeutend erscheinen, können jedoch allmählich in uns Raum einnehmen, der ihnen nicht gehört. Es gibt natürlich auch die tieferen Leidenschaften, die die asketische Tradition der Kirche hervorhebt und die ihren Grund im menschlichen Egoismus und in der Entfremdung von Gott der Liebe und der Demut haben: Wie der Zorn, der Neid, die Bosheit, die Notwendigkeit, immer recht zu haben, die Anhänglichkeit an den Komfort, der Egozentrismus, der uns daran hindert, zu lieben. All dies ist so gewöhnlich, dass es beinahe unbemerkt bleibt. Es ist jedoch real und hartnäckig. Und gerade weil wir es oft als selbstverständlich und als Gegebenheit des menschlichen Charakters betrachten, können wir nicht wahrnehmen, dass es zu Fesseln geworden ist und uns verunreinigt. Genau dies ruft uns das Wort des Apostels Paulus auf, zu prüfen: nicht nur unsere großen und offensichtlichen Leidenschaften, sondern auch jene kleinen, die sich still in unserem Alltag einnisten. Das geistliche Leben ist nicht einfach der Versuch, die „großen Sünden" zu vermeiden. Es ist ein Kampf, uns von allem zu befreien, was in uns mehr Raum einnimmt, als es ihm zusteht. Dass wir loslassen können, schweigen können, warten können, sagen können: „Ich brauche es nicht." Dass wir auch etwas loslassen können, das uns gefällt, wenn wir feststellen, dass es uns nicht mehr frei lässt. Vielleicht bedeutet dies letztlich auch das „reinigen wir uns": Raum in uns für Gott zu öffnen und nicht nur das Große und Offensichtliche zu entfernen, sondern auch das Kleine und Alltägliche, das allmählich unser Herz eingenommen hat. Diese Freiheit kommt das Leben der Kirche uns zu bieten. Die Anhänglichkeit an Gott und an Seinen heiligsten Willen wird zugleich unsere Unabhängigkeit von allem, was uns bindet. Es handelt sich nicht um einen einfachen Versuch der Selbstverbesserung. Es ist ein Kampf, in dem der Mensch nicht allein bleibt. Wenn er sich zu Gott wendet, wird Seine Gnade zu einer erneuernden Kraft und Gott selbst eilt herbei, um mitzugehen, zu trösten und Sein Kind zu stärken. Dann beginnt die Seele wieder zu atmen. Dann entdeckt der Mensch, dass die wahre Freude nicht in dem liegt, was ihn versklavt, sondern in Dem, der ihn befreit und ihn ruft, mit Ihm ein Leben voller Sinn und Liebe zu leben. Dann werden wir der Gnade würdig, die wir empfangen haben. Der Glaube und der geistliche Kampf bilden die starken Waffen des Christen, um fortwährend hinter sich zu lassen, was ihn erniedrigt und verunreinigt. Diese beiden halten den Weg der Begegnung mit Dem offen, der die unerschöpfliche Quelle der Heiligung „der Seele und des Leibes" ist, aus der jeder von uns in der Lage ist, fortwährend Wasser der Freude und der Fröhlichkeit zu schöpfen. Amen.
Wortlaut im Original
Αιτωλίας Δαμασκηνός: «Οὔτε μία ἡμέρα χωρὶς προσευχή, χωρὶς μελέτη, χωρὶς μνήμη Θεοῦ» Εορταστικοί λόγοι - Ιερός Άμβων 29.09.2026 Μητροπολίτης Αιτωλίας και Ακαρνανίας Δαμασκηνός Οἱ Πατέρες τῆς Ἐκκλησίας μᾶς συμβουλεύουν, μέσα στὸν μόχθο καὶ τὶς δραστηριότητες τῆς καθημερινότητος, νὰ διατηροῦμε καθημερινὴ ἐπαφὴ μὲ τὸν λόγο τοῦ Εὐαγγελίου, τὴν διδασκαλία τῆς πίστεώς μας καὶ τὸ παράδειγμα τῶν Ἁγίων. Ἡ καρδιακὴ προσευχή, ἡ μελέτη τῶν βιβλικῶν καὶ πατερικῶν κειμένων καὶ ἡ συχνὴ συμμετοχὴ στὴν λατρευτικὴ ζωὴ τῆς Ἐκκλησίας μᾶς βοηθοῦν νὰ παραμένουμε στραμμένοι πρὸς τὸν Θεὸ καὶ νὰ μὴν ἀφήνουμε τὴν ψυχή μας νὰ ἀπομακρύνεται ἀπὸ τὴν πηγὴ τῆς ζωῆς καὶ τῆς χαρᾶς της. Ἰδιαιτέρως ἐπιμένουν οἱ Ἅγιοι στὴν συστηματικότητα: Οὔτε μία ἡμέρα χωρὶς προσευχή, χωρὶς μελέτη, χωρὶς μνήμη Θεοῦ. Καὶ αὐτὸ διότι γνωρίζουν ἀπὸ τὴν πνευματική τους ἐμπειρία πόσο εὔκολα μεταβάλλεται ἡ ἀνθρώπινη ψυχὴ καὶ πόσο γρήγορα, ὅταν δὲν τροφοδοτεῖται ἀπὸ τὴν Χάρη, ψυχραίνεται καὶ παρασύρεται. Τότε ὁ ἄνθρωπος ἀναζητᾶ ὑποκατάστατα σὲ πρόσκαιρες χαρὲς καὶ συνήθειες πού, ἐνῷ ὑπόσχονται νὰ τὸν χορτάσουν, τὸν ἀφήνουν διαρκῶς διψασμένο καὶ σταδιακὰ τὸν δεσμεύουν. Τότε οἱ δυνάμεις τῆς ψυχῆς χάνουν τὸν προσανατολισμό τους καὶ ἡ ψυχὴ ὑποδουλώνεται στὰ πάθη. Στὴν σημερινὴ Ἀποστολικὴ περικοπή, ὁ Ἀπόστολος Παῦλος ἀπευθύνεται στοὺς Κορινθίους μὲ πατρικὴ ἀγάπη καὶ ἀνησυχία. Τοὺς καλεῖ νὰ μὴν θεωρήσουν δεδομένη τὴν μεγάλη δωρεὰ τῆς Χάριτος ποὺ ἔλαβαν καὶ νὰ μὴν ἐπιτρέψουν νὰ μείνει ἀνενεργὴ μέσα τους: «Ὡς συνεργάτης τοῦ Θεοῦ, λοιπόν, σᾶς παρακαλῶ νὰ μὴν ἀφήσετε νὰ πάει χαμένη ἡ χάρη τοῦ Θεοῦ ποὺ δεχθήκατε» (Β΄ Κορ. 6,1). Ὁ Παῦλος γνωρίζει ὅτι ἡ Χάρη τοῦ Θεοῦ δὲν καταργεῖ τὴν ἐλευθερία τοῦ ἀνθρώπου. Ὁ Θεὸς προσφέρει, ἀλλὰ ὁ ἄνθρωπος καλεῖται νὰ ἀνταποκριθεῖ. Γι’ αὐτὸ καὶ ὁ Ἀπόστολος δὲν ἀρκεῖται στὴν ἐπισήμανση τοῦ κινδύνου. Καλεῖ του Κορινθίους νὰ ἀπομακρυνθοῦν ἀπὸ καθετὶ τὸ κοσμικὸ ποὺ μπορεῖ νὰ τοὺς ἀποξενώσει ἀπὸ τὸν Θεό: «Ποιά σχέση μπορεῖ νὰ ἔχει ἡ δικαιοσύνη μὲ τὴν ἀνομία; Ἢ τί κοινὸ ὑπάρχει ἀνάμεσα στὸ φῶς καὶ στὸ σκοτάδι; Μπορεῖ νὰ ὑπάρχουν στὸν ἴδιο τόπο ὁ ναὸς τοῦ Θεοῦ καὶ ὁ ναὸς τῶν εἰδώλων; Ἐσεῖς εἶστε ναὸς τοῦ ἀληθινοῦ Θεοῦ». Καὶ στὴν συνέχεια θυμίζει τὴν ὑπόσχεση τοῦ Θεοῦ: «Μὴν ἀγγίζετε ἀκάθαρτο πρᾶγμα, κι ἐγὼ θὰ σᾶς δεχθῶ. Θὰ εἶμαι γιὰ σᾶς ὁ Πατέρας, κι ἐσεῖς θὰ εἶστε γιοὶ καὶ θυγατέρες μοῦ» (Β΄ Κορ. 6,14-18). Ὁ προορισμὸς τοῦ ἀνθρώπου εἶναι ἡ ἀγκαλιὰ τοῦ Θεοῦ Πατέρα. Ἐκεῖ βρίσκονται ὅλα τὰ ἀληθινὰ καὶ γνήσια, ὅλα ὅσα ποθεῖ βαθιὰ ἡ ἀνθρώπινη ψυχή. Ἐκτός ἀπὸ αὐτὴν τὴν ἀγκαλιὰ βρίσκονται τὰ ψεύτικα ὑποκατάστατα, οἱ μάταιες χαρὲς καὶ οἱ συνήθειες ποὺ μᾶς δεσμεύουν καὶ ὑποβιβάζουν τὴν ὕπαρξή μας, στερῶντας της τὴν ἐλευθερία καὶ τὸ μεγαλεῖο γιὰ τὰ ὁποῖα δημιουργήθηκε. Γι’ αὐτὸ καὶ ἡ περικοπὴ καταλήγει μὲ τὴ χαρακτηριστικὴ προτροπὴ τοῦ Ἀποστόλου: «Ἀφοῦ λοιπόν, ἀγαπητοί μου, ἔχουμε αὐτὲς τὶς ὑποσχέσεις, ἂς καθαρίσουμε τοὺς ἑαυτούς μας ἀπὸ καθετὶ ποὺ μολύνει τὸ σῶμα καὶ τὴν ψυχή. Ἂς ζήσουμε μιὰ ἅγια ζωὴ μὲ φόβο Θεοῦ» (Β΄ Κορ. 7,1). Σὲ κάθε ἐποχὴ ὑπάρχουν παγίδες ποὺ ἀπειλοῦν τὴν ἐλευθερία τοῦ ἀνθρώπου. Πάθη ποὺ ἀρχίζουν μὲ ἀπατηλὲς ὑποσχέσεις χαρᾶς καὶ καταλήγουν σὲ δεσμά, στερῶντας σταδιακὰ τὴν ἐλευθερία καὶ τὴν ἀξιοπρέπειά του. Ὁ ἄνθρωπος, πολλὲς φορές, δὲν ἀντιλαμβάνεται ἀπὸ τὴν ἀρχὴ ὅτι κάτι ποὺ ἐπιλέγει ἐλεύθερα μπορεῖ, μὲ τὸν χρόνο, νὰ γίνει ἐκεῖνο ποὺ τὸν ἐξουσιάζει. Ἴσως, ἀκούγοντας αὐτὰ τὰ λόγια, ὁ νοῦς μας νὰ πηγαίνει ἀποκλειστικὰ στὰ μεγάλα καὶ φανερὰ πάθη: στὶς ἐξαρτήσεις ἀπὸ τὰ ναρκωτικά, τὸ ἀλκοὸλ ἢ σὲ ἄλλες καταστάσεις ποὺ ταλαιπωροῦν τὴν κοινωνία μας καὶ ἰδιαίτερα τὰ νέα παιδιά. Ὑπάρχουν, ὅμως, καὶ ἄλλες ἐξαρτήσεις, πολὺ πιὸ διακριτικές, ποὺ δὲν τὶς θεωροῦμε κἂν ἐξαρτήσεις: Ὅπως εἶναι ἡ ἀδυναμία μας νὰ ἀποχωριστοῦμε τὴν ὀθόνη, ἡ ἀνάγκη συνεχοῦς ἐπιβεβαιώσεως, ἡ σύγκριση μὲ τοὺς ἄλλους, ἡ κατανάλωση χωρὶς πραγματικὴ ἀνάγκη, ἡ ἀδυναμία νὰ ἀντέξουμε τὴν σιωπή. Μικρὲς συνήθειες, ποὺ μοιάζουν ἀσήμαντες, σιγά σιγά ὅμως μποροῦν νὰ καταλάβουν μέσα μας χῶρο ποὺ δὲν τοὺς ἀνήκει. Ὑπάρχουν, βεβαίως, καὶ τὰ βαθύτερα πάθη ποὺ ἐπισημαίνει ἡ ἀσκητικὴ παράδοση τῆς Ἐκκλησίας καὶ ἔχουν ὡς θεμέλιο τὸν ἀνθρώπινο ἐγωισμὸ καὶ τὴν ἀποξένωση ἀπὸ τὸν Θεὸ τῆς ἀγάπης καὶ τῆς ταπεινοφροσύνης: Ὅπως εἶναι ὁ θυμός, ἡ ζήλια, ἡ κακία, ἡ ἀνάγκη νὰ ἔχουμε πάντα δίκιο, ἡ προσκόλληση στὴν ἄνεση, ὁ ἐγωκεντρισμὸς ποὺ μᾶς ἐμποδίζει νὰ ἀγαπήσουμε. Εἶναι τόσο συνηθισμένα ὅλα αὐτά, ὥστε νὰ περνοῦν σχεδὸν ἀπαρατήρητα. Εἶναι, ὅμως ὑπαρκτὰ καὶ ἐπίμονα. Καὶ ἀκριβῶς ἐπειδὴ συχνὰ τὰ θεωροῦμε αὐτονόητα καὶ δεδομένα τοῦ ἀνθρώπινου χαρακτῆρος, μπορεῖ νὰ μὴν ἀντιλαμβανόμαστε ὅτι ἔχουν γίνει δεσμὰ καὶ μᾶς μολύνουν. Αὐτὸ ἀκριβῶς μᾶς καλεῖ νὰ ἐξετάσουμε ὁ λόγος τοῦ Ἀποστόλου Παύλου: ὄχι μόνο τὰ μεγάλα καὶ φανερὰ πάθη μας, ἀλλὰ καὶ ἐκεῖνα τὰ μικρὰ ποὺ φωλιάζουν ἀθόρυβα στὴν καθημερινότητά μας. Ἡ πνευματικὴ ζωὴ δὲν εἶναι ἁπλῶς ἡ προσπάθεια νὰ ἀποφύγουμε τὰ «μεγάλα ἁμαρτήματα». Εἶναι ἕνας ἀγῶνας νὰ ἐλευθερωθοῦμε ἀπὸ ὅλα ἐκεῖνα ποὺ καταλαμβάνουν μέσα μας περισσότερο χῶρο ἀπὸ ὅσο τοὺς ἀνήκει. Νὰ μποροῦμε νὰ ἀποχωριζόμαστε, νὰ σιωποῦμε, νὰ περιμένουμε, νὰ λέμε: «Δὲν τὸ χρειάζομαι». Νὰ μποροῦμε νὰ ἀφήνουμε ἀκόμη καὶ κάτι ποὺ μᾶς ἀρέσει, ὅταν διαπιστώνουμε ὅτι ἐκεῖνο δὲν μᾶς ἀφήνει πλέον ἐλεύθερους. Ἴσως, τελικά, αὐτὸ νὰ σημαίνει καὶ τὸ «καθαρίσωμεν ἑαυτούς»: νὰ ἀνοίξουμε χῶρο μέσα μας γιὰ τὸν Θεὸ καὶ νὰ ἀπομακρύνουμε ὄχι μόνο ὅσα εἶναι μεγάλα καὶ φανερά, ἀλλὰ καὶ ὅσα, μικρὰ καὶ καθημερινά, ἔχουν καταλάβει σιγά σιγά τὴν καρδιά μας. Αὐτὴ τὴν ἐλευθερία ἔρχεται νὰ μᾶς προσφέρει ἡ ζωὴ τῆς Ἐκκλησίας. Ἡ προσκόλληση στὸν Θεὸ καὶ στὸ πανάγιο θέλημά Του γίνεται συγχρόνως ἡ ἀπεξάρτησή μας ἀπὸ ὅσα μᾶς δεσμεύουν. Δὲν πρόκειται γιὰ μιὰ ἁπλῆ προσπάθεια αὐτοβελτιώσεως. Εἶναι ἕνας ἀγῶνας στὸν ὁποῖο ὁ ἄνθρωπος δὲν μένει μόνος. Ὅταν στρέφεται πρὸς τὸν Θεό, ἡ Χάρη Του γίνεται δύναμη ἀνακαινιστικὴ καὶ ὁ ἴδιος ὁ Θεὸς σπεύδει νὰ συμπορευθεῖ, νὰ παρηγορήσει καὶ νὰ ἐνδυναμώσει τὸ παιδί Του. Τότε ἡ ψυχὴ ἀρχίζει καὶ πάλι νὰ ἀνασαίνει. Τότε ὁ ἄνθρωπος ἀνακαλύπτει ὅτι ἡ ἀληθινὴ χαρὰ δὲν βρίσκεται σὲ ὅσα τὸν ὑποδουλώνουν, ἀλλὰ σὲ Ἐκεῖνον ποὺ τὸν ἐλευθερώνει καὶ τὸν καλεῖ νὰ ζήσει μαζὶ Του μιὰ ζωὴ γεμάτη νόημα καὶ ἀγάπη. Τότε γινόμαστε ἄξιοι τῆς Χάριτος ποὺ λάβαμε. Ἡ πίστη καὶ ὁ πνευματικὸς ἀγῶνας ἀποτελοῦν τὰ ἰσχυρὰ ὅπλα τοῦ Χριστιανοῦ, προκειμένου νὰ ἀφήνει διαρκῶς πίσω του ὅ,τι τὸν ὑποβιβάζει καὶ τὸν μολύνει. Αὐτὰ τὰ δύο διατηροῦν ἀνοιχτὸ τὸν δρόμο συναντήσεως μὲ Ἐκεῖνον, ὁ Ὁποῖος ἀποτελεῖ τὴν ἀδαπάνητη πηγὴ ἁγιασμοῦ «ψυχῆς τε καὶ σώματος», ἀπὸ τὴν ὁποία, ὁ καθένας ἀπὸ ἐμᾶς, εἶναι σὲ θέση νὰ ἀντλεῖ διαρκῶς νάματα χαρᾶς καὶ εὐφροσύνης. Ἀμήν.