Nachbarschaftsethik
Gute Nachbarschaft besteht darin, sich aktiv um die Bedürfnisse der Nachbarn zu kümmern, mit ihnen zu teilen und ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu geben, was nach islamischer Lehre ein wesentlicher Bestandteil eines guten Charakters ist.
Ein Mumin sollte seinem Nachbarn weder durch seine Worte noch durch seine Taten Schaden zufügen oder seinen Frieden stören. Sein Nachbar sollte sich bei ihm sicher fühlen und nichts Schlechtes von ihm befürchten müssen.
Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB, die die Bedeutung der Nachbarschaft im Islam herausstellt. Er beginnt mit der Feststellung, dass der Mensch auf Gemeinschaft angewiesen ist und die Nachbarn nach der Familie die nächsten Bezugspersonen sind. Als Grundlage werden ein Koranvers (Nisâ 4/36) und mehrere Hadithe des Propheten angeführt, die den guten Umgang mit dem Nachbarn betonen. Konkret wird Nachbarschaft als Fürsorge, Teilen und dem Geben von Sicherheit definiert. Der Prophet wird zitiert, der rät, bei der Suppe reichlich Wasser hinzuzufügen und an die Nachbarn zu denken. Ein weiterer Hadith warnt, dass wer seinen Nachbarn Schaden zufügt, nicht ins Paradies eintrete. Der Text bezieht sich auf die Gegenwart, indem er darauf hinweist, dass trotz globaler Nachrichten die unmittelbare Nachbarschaft oft aus dem Blick gerät. Er schließt mit einem Aufruf, die Nachbarn aktiv zu fragen, zu besuchen und zu unterstützen, sowie mit einem Gebet.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Nachbarn nach ihrem Befinden fragen (zwischenmenschlich)
- kranke Nachbarn besuchen (zwischenmenschlich)
- Nachbarn in schwierigen Zeiten zur Seite stehen (zwischenmenschlich)
Genannte Stellen
Koran 4:36 · Buhârî, Edeb, 28 · Muslim, Birr, 142 · Muslim, Îmân, 73
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 1