omnist.world

English

Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

A Prophetic Community

ohne Namen · St Martin-in-the-Fields London - Sermons und Thought for the Week · 2026-09-27 · London · Quelle

Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend Hoffnung · tragend

Wahre Autorität liegt nicht in Macht, Mehrheit oder Medien, sondern in der prophetischen Einheit von unbequemer Wahrheit, existenzieller Hingabe und einer Vision gemeinsamen Aufblühens, wie sie Jesus verkörpert hat.

Weil er die Wahrheit sprach, die Wahrheit lebte und die Wahrheit zeigte. Weil er uns die Wahrheit über die Vergangenheit erzählte, die Wahrheit über die Gegenwart verkörperte und die Wahrheit über die Zukunft inspirierte.

Der Text nimmt die Ed-Sheeran-Macklemore-Kontroverse um Gaza als Ausgangspunkt, um die Krise der Autorität in der modernen Gesellschaft zu analysieren. Anhand von sechs historischen Daten (Gutenberg, Luther, Amerikanische Revolution, World Wide Web, soziale Medien, generative KI) wird gezeigt, wie sich Autorität von paternalistischen Strukturen hin zu individueller und digitaler Fragmentierung entwickelt hat. Die Predigt verknüpft diese Analyse mit dem Evangeliumstext Matthäus 21, in dem Jesus nach der Autorität Johannes des Täufers fragt. Prophetische Autorität wird dabei als dreifach definiert: die unbequeme Wahrheit verkünden, die eigene Existenz mit der Botschaft verbinden und eine Vision gemeinsamen Aufblühens zeichnen. Jesus wird als Inbegriff dieser prophetischen Autorität dargestellt, der Wahrheit sprach, lebte und zeigte. Der Text schließt mit der Frage, warum wir Jesus folgen, und verweist auf die Einheit von Wort, Tat und Vision.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mt 21,23-32

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Eine Predigt, gehalten in St Martin-in-the-Fields am 27. September 2026 von Revd Dr Sam Wells Lesung für die Ansprache: Matthäus 21: 23-32 Bis vor Kurzem gehörte Ed Sheeran in die Kategorie von David Attenborough als globale Kuschelbären. Das Provokanteste, das er je gesagt hatte, war: „Ich bin berühmter als Beyoncé." Aber das änderte sich alles vor drei Wochen, als vor 90.000 Fans in einem Stadion in New Jersey während seiner Welttournee sein Vorakt Macklemore eine Rede vor seinem Auftritt hielt, in der er die Handlungen des israelischen Staates in Gaza als Völkermord beschrieb und sich für ein freies Palästina einsetzte. Bald wurde klar, dass die Betreiber mehrerer Veranstaltungsorte, die die Tournee beherbergen sollten, nicht bereit waren, solche Äußerungen zu tolerieren, also strichen die Veranstalter Macklemore aus der Show. Ed Sheeran gab dann eine Erklärung ab, in der er sagte, er wolle, dass die Tournee unpolitisch sei. Ed Sheerans andere Vorakts kündigten prompt an, sie könnten nicht gegen ihr Gewissen handeln, und zogen sich sofort zurück, wodurch die Tournee nicht mehr tragfähig war. Ed Sheeran war im Laufe eines Wochenendes vom globalen Megastar der Mutterschaft und des Apfelkuchens zur toxischen Marke geworden. Es folgte eine Abfolge, in der Macklemore, Sheeran und der bekannteste der feindlichen Stadionbesitzer alle Spenden im siebenstelligen Betrag an regionale humanitäre Zwecke ankündigten, in einer performanten Geste um die moralische Überlegenheit. Eine Woche später, in einem Stadion in Philadelphia, mit seinem Ruf auf dem Spiel und seiner Karriere wackelnd, las Ed Sheeran eine sorgfältig formulierte Erklärung, dass der 7. Oktober „grausam war und den jahrhundertealten jüdischen Schmerz verstärkte", aber dass „das, was in Gaza geschieht, katastrophal und nicht zu rechtfertigen ist und unverhältnismäßig." Dies hat die Blutung der zurückgegebenen Tickets vorerst gestoppt und seine Tournee wieder auf Kurs gebracht. Ich möchte darüber nachdenken, wie diese Geschichte eine Parabel dafür ist, wie Autorität in unserer heutigen Gesellschaft funktioniert. Bevor ich das tue, möchte ich eine Geschichte erzählen, die erklärt, warum Autorität in unserer heutigen Welt ein so heikles Thema ist. Die Geschichte kommt in sechs Kapiteln, von denen jedes ein Datum hat. Das erste Datum ist 1440. Im Jahr 1440 erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck. Der Buchdruck bedeutete, dass man Bücher haben konnte, und bald Flugblätter, und schließlich Zeitungen. Es konnte Autoritäten geben, die nicht aus höheren Geistlichen und Herrschern bestanden. Das zweite Datum ist 1517. Im Jahr 1517 sagte Martin Luther, man solle der katholischen Kirche nicht trauen, obwohl sie die Autorität des Lernens, der politischen Macht und der Nachfolge bis zurück zu Petrus dem Apostel hatte; stattdessen solle man der Bibel vertrauen, und da die Übersetzung der Schrift in die Volkssprache erfolgt war, solle man die Bibel selbst lesen. Dies war eine Transformation von paternalistischer Autorität zu individueller Autorität. Es war ein langsamer Brand, weil Alphabetisierung und Bildung noch nicht weit verbreitet waren. Aber es war eine Revolution; und ihre Wirkungen sind bis heute zu spüren. Das dritte Datum ist 1776. Im Jahr 1776 erfanden die amerikanischen Revolutionäre etwas namens das Volk. Sie hatten die Idee von Aufklärern, aber sie waren die Ersten, die den Grundsatz gesetzten, dass die Autorität bei der Mehrheit der Erwachsenen in einem Land lag. Zugegeben, ihr Begriff des Volkes umfasste nur weiße, männliche, besitzende Männer. Dennoch, was 1517 tat, um ideologische Autorität zu erschüttern, tat 1776, um politische Autorität zu untergraben. Das vierte Datum ist 1989, als Tim Berners-Lee das World Wide Web erfand. Seit der Erfindung des Buchdrucks und der Möglichkeit der Veröffentlichung war das Wissen dennoch weitgehend in den Händen von Torwächtern geblieben, die auf intellektueller, sozialer oder marktbezogener Grundlage Entscheidungen darüber trafen, was der Veröffentlichung würdig war. Das Internet zerschlug dieses Kartell. Jeder konnte alles ins Web stellen. Die Tore waren durchbrochen. Niemand durfte sagen, eine Meinung sei unhaltbar. Das fünfte Datum ist 2005, als die sozialen Medien richtig begannen. Der Unterschied besteht nun darin, dass zwar allerhand Dinge ins Internet hochgeladen wurden, aber niemand notwendigerweise wusste, dass sie dort waren. Bei den sozialen Medien gibt es eine neue Dynamik: Man kann mit Informationen bombardiert werden, nach denen man gar nicht gesucht hat. Sie können gemäß Algorithmen manipuliert werden, um einen gezielt anzusprechen, indem sie die Interessen oder die Geschichte einer Person identifizieren. Daher die Rede von ausländischen Ländern, die Wahlen beeinflussen, und die Behauptungen von Fake News, da provokante Geschichten erzeugt werden, um Klicks und Empörung anzulocken. Das sechste Datum ist 2022, als generative KI weit verbreitet eingesetzt zu werden begann. Der Unterschied besteht nun darin, dass man nicht sicher sein kann, ob die Person, die nach Unterstützung, Geschäft oder Freundschaft sucht, überhaupt tatsächlich eine Person ist oder ein Roboter. Man weiß nicht, ob das, was einem gesagt wird, wirklich geschehen ist oder ob jemand, den man nie getroffen hat, wirklich existiert. Die Tatsache, dass drei dieser sechs Schlüsseldaten in den letzten 40 Jahren liegen, zeigt uns, dass die Krise der Autorität in den letzten Jahrzehnten von chronisch zu akut geworden ist und eine der zentralen Fragen unserer Zeit darstellt. Seht nun, wie diese sechsteilige Erzählung auf die Ed-Sheeran-Affäre Bezug nimmt. Die Paternalisten sind gespalten: Die Vereinten Nationen sagen, Gaza sei ein Völkermord; die Vereinigten Staaten bestehen darauf, dass es keiner ist. Also nimmt Macklemore Luthers Standpunkt ein und vertraut seinem eigenen Gewissen. Lasst das Volk entscheiden. Aber wer ist das Volk? Die im Stadion schienen seine Bemerkungen positiv aufzunehmen. Die Betreiber der Venue und die Veranstalter nicht so sehr: Sie schlugen vor, er gebe eine einseitige Sicht auf ein komplexes Thema wieder. Das Internet hat allerhand Informationen darauf, und der Wunsch, Informationen in einer Demokratie zu kontrollieren, ist ein Torheiten-Spiel. Aber wenn es um soziale Medien geht, kann die Forderung an Künstler, deren Fachgebiet die musikalische Darbietung ist, klare und gut informierte Ansichten zu politischen Fragen zu haben, unabweisbar werden, da Solosänger die am meisten bewunderten Persönlichkeiten unserer Tage sind. Wenn man KI hinzuzählt, hemmt die vorherrschende Stimmung des Zynismus und des Misstrauens jegliches Gefühl des Vertrauens, dass die Beteiligten aus den einfachen, reinen Motiven handeln, die sie zu vertreten behaupten. Naivität, Marktkräfte, Tugend-Signaling und Manipulation sind ein berauschender Cocktail, und Gerechtigkeit ist schwer zu finden. Seht, wie diese Begegnung in Matthäus 21 all diese Fragen der Autorität kristallisiert. Indem Jesus Jerusalem betritt, betritt er das Territorium der sozialen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und geistlichen Autoritäten seiner Zeit. Ihre Herrschaft besteht aus Gewalt, Status, Geburt, Geschlecht, Reichtum und Verbindungen. Sie erkennen, dass Jesus ein Programm des Lehrens, Vergebens und Heilens in Galiläa begonnen hat und, gerade in den letzten Tagen, eines dramatischen Einzugs, des Beifalls der Menschenmengen und des Umstoßens der Tische der Geldwechsler. Verständlicherweise nehmen sie dies als Bedrohung ihrer Herrschaft. Sie sagen: „Wer bist du, um all dies zu tun?" Jesus fragt sie, woher Johannes der Täufer seine Autorität habe. Ausleger nehmen dies im Allgemeinen als eine clevere Ausweichbewegung, weil Jesus wusste, dass sie nicht unpopulär werden wollten, indem sie Johannes kritisierten. Aber es steckt mehr dahinter als nur dies. Dies war ein Medienaufruhr wie die Macklemore-Kontroverse heute; und Jesu Antwort kann uns darüber Aufschluss geben, wo wahre Autorität liegt. Die Prophetie spielt eine große Rolle im Alten Testament. Sie bedeutet nicht, die Zukunft vorherzusagen. Sie bezieht sich auf drei Dinge. Das erste ist, die Wahrheit Gottes in einer Situation zu verkünden, in der die herrschende Weisheit, sei es von denen an der Macht, von denen mit Einfluss oder vom Volk im weiteren Sinne, etwas anderes sagt. Das zweite ist, die eigene Wahrnehmung dieser Wahrheit mit der eigenen Existenz und dem eigenen Schicksal zu verbinden. Viele alttestamentliche Propheten erlitten soziale Ausgrenzung, physische Gewalt und sogar den Tod, weil sie eine unbequeme und unmodische Wahrheit hervorhoben. Das dritte ist, dies zu einer größeren Geschichte zu machen. Ein Prophet muss auch danach streben, die Geschichte einer Situation so neu zu erzählen, dass sie auf eine wiederherstellende, lebensspendende und geteilte Zukunft hinweist. Es reicht nicht aus, zu verurteilen und bloßzustellen; es muss im Kontext einer konstruktiven Vision stehen, in der alle aufblühen. Indem er über Johannes den Täufer spricht, windet sich Jesus nicht einfach aus einer schwierigen Pressekonferenz heraus; er sagt, so funktionieren Propheten; hier liegt die Autorität. In seinen Bemerkungen in New Jersey lobte Macklemore die Studenten der Columbia University, die ihre Diplome, Studiengebühren und Stipendien riskierten, um für Gaza einzustehen. Dies verweist auf die zweite Art prophetischer Autorität: Der Prophet ist bereit, seine Existenz und sein Schicksal mit der Botschaft zu verbinden, die er überbringt. Die Autorität liegt darin, was es dich kostet. Es gibt einen Unterschied zwischen anonymem Verurteilen in den sozialen Medien und dem, den eigenen finanziellen Status, die berufliche Zukunft und das körperliche Wohlbefinden aufs Spiel zu setzen. Es verweist auch auf die erste Art prophetischer Autorität: die Bereitschaft, gegen den Strom zu schwimmen, in diesem Fall gegen ihre Regierung und das Universitätsmanagement. Aber in der Sheeran-Kontroverse ist es schwieriger, die andere Art prophetischer Autorität zu erkennen – die Fähigkeit, eine Vision einer Zukunft des gemeinsamen Aufblühens und der echten Hoffnung zu zeichnen. Ein blasser Aufruf zu Frieden und Liebe, dass alle mit Würde, Respekt und Gleichheit behandelt werden, reicht nicht ganz aus, um als Prophetie – oder Autorität – zu gelten. All dies mag uns nicht näher daran bringen, wie eine wirklich hoffnungsvolle Zukunft für das Heilige Land aussehen könnte. Aber es mag uns helfen zu erkennen, wo die Autorität Jesu liegt. Jesus sagte nicht zynisch, die Autorität liege beim Bleiben bei den sozial und politisch Mächtigen; er sagte nicht, jeder solle einfach sein eigener Richter über Wahrheit und Falschheit sein; er glaubte nicht naiv, dass ein Phänomen namens das Volk immer recht habe; er unterwarf sich nicht der Macht dessen, was wir heute soziale Medien nennen, aber früher Mobherrschaft nannten. Im Gegenteil erzählte er eine Geschichte, die dieselben Figuren wie die herrschende Geschichte hatte, aber anstelle von Lügen die Wahrheit, anstelle von Eigennutz die Güte und anstelle von Zynismus die Schönheit setzte. Er stellte seinen eigenen Körper in die Bahn der Geschichte, die er erzählte, und machte sich der Feindseligkeit, dem Verrat, dem Verlassenwerden und letztlich dem qualvollen Tod unterworfen. Und er zeichnete eine Vision einer größeren Geschichte, die alle einschloss, diejenigen ehrte, die glaubten, seine Feinde zu sein, und eine ewige Zukunft anbot. Warum folgen wir Jesus? Weil er die Wahrheit sprach, die Wahrheit lebte und die Wahrheit zeigte. Weil er uns die Wahrheit über die Vergangenheit erzählte, die Wahrheit über die Gegenwart verkörperte und die Wahrheit über die Zukunft inspirierte. Es ist wegen der Art, wie er lebte, dass wir den Worten vertrauen, die er sprach. Es ist wegen der Worte, die er sprach, dass wir die Dinge verstehen, die er tat. Es ist wegen der Dinge, die er tat, dass wir sehen können, dass wir an den Vater glauben, auf den er hinwies, den wir nicht sehen können. Es ist wegen der Wunderbarkeit des Lebens, das er darstellte, dass wir das Werk des Geistes erkennen können, der dieses Leben um uns herum hervorbringt. So werden wir heute zu Menschen der Autorität und zu einer Gemeinschaft der Autorität. Wir wagen es, eine Geschichte zu erzählen, die von den vorherrschenden Annahmen unserer Gesellschaft abweicht. Wir setzen unsere Haut ins Spiel und binden unser eigenes Wohlergehen und Schicksal an die Geschichte, die wir verkörpern. Und wir erzählen eine größere Geschichte, die eine Vision bietet, nicht nur für unsere Freunde, sondern auch für die Menschen, die uns widersprechen und uns unterdrücken. So hat es Jesus getan. So sind wir berufen, es zu tun. So werden wir sein Leib in seiner Welt.
Wortlaut im Original
A Sermon preached at St Martin-in-the-Fields on September 27, 2026 by Revd Dr Sam Wells Reading for address: Matthew 21: 23-32 Until lately Ed Sheeran was in the David Attenborough category of global cuddly bears. The most edgy thing he’d ever said was ‘I’m more famous than Beyoncé.’ But that all changed three weeks ago, when in front of 90,000 fans in a stadium in New Jersey during his world tour, his support act Macklemore made a speech before his set describing the Israeli state’s actions in Gaza a genocide and calling for a Free Palestine. It soon became clear that the owners of multiple venues due to host the tour were not prepared to tolerate such remarks, so the promoters dropped Macklemore from the show. Ed Sheeran then issued a statement he wanted the tour to be non-political. Ed Sheeran’s other support acts promptly announced they couldn’t go against their consciences and immediately withdrew, making the tour unsustainable. Ed Sheeran had gone from global motherhood-and-apple-pie megastar to toxic brand in the course of a weekend. There followed a sequence where Macklemore, Sheeran and the best-known of the hostile stadium owners all announced seven-figure donations to regional humanitarian causes, in a performative lunge for the moral high ground. A week later, in a stadium in Philadelphia, with his reputation on the line and career teetering, Ed Sheeran read a carefully worded statement that October 7 ‘was horrific and compounded centuries of Jewish pain,’ but that ‘what is happening in Gaza is catastrophic and unjustifiable, and disproportionate.’ This has halted the haemorrhage of returned tickets for now and got his tour back on track. I want to think about how this story is a parable of how authority works in our society today. Before I do that, I want to tell a story that explains why authority is such a fraught issue in our world today. The story comes in six chapters, each of which has a date. The first date is 1440. In 1440 Johannes Gutenberg invented the printing press. The printing press meant you could have books, and soon pamphlets, and eventually newspapers. There could be authorities other than senior clergy and rulers. The second date is 1517. In 1517 Martin Luther said you shouldn’t trust the Catholic church, even though it had the authority of learning, political power and succession way back to St Peter; instead, you should trust the Bible, and, since the translation of the scripture into the vernacular, you should read the Bible for yourself. This was a transformation from paternalistic authority to individual authority. It was a slow-burn, because literacy and education were not yet widespread. But it was a revolution; and its effects are still felt today. The third date is 1776. In 1776 the American revolutionaries invented something called the People. They got the idea from Enlightenment thinkers, but they were the first to legislate the notion that authority lay with the majority of adults in any one country. Granted their notion of the People only included white male landed men. Nonetheless, what 1517 did to upset ideological authority, 1776 did to undermine political authority. The fourth date is 1989, when Tim Berners-Lee invented the World Wide Web. Since printing had been invented and publishing become possible, knowledge had nonetheless remained largely in the hands of gatekeepers who made decisions on what was worthy of publication, on intellectual, social or market grounds. The internet blew that cartel apart. Anybody could put anything on the web. The gates had been breached. No one got to say any opinion was untenable. The fifth date is 2005, when social media began in earnest. The difference now is that whereas all kinds of things were uploaded onto the internet, no one necessarily knew they were there. With social media there’s a new dynamic: you can be bombarded with information you haven’t gone looking for. It can be manipulated according to algorithms to target you by identifying your interests or history. Hence talk of foreign countries influencing elections and allegations of fake news as provocative stories are generated to attract clicks and outrage. The sixth date is 2022, when generative AI began to be widely used. The difference now is you can’t be sure if the person seeking out your support, custom or friendship is actually a person at all, or a robot. You don’t know if anything you’re being told really happened or if anyone you’ve never met really exists. The fact that three of these six key dates cluster in the last 40 years tells us that in recent decades the crisis of authority has gone from chronic to acute, and constitutes one of the key issues of our time. Now see how this six-chapter story bears on the Ed Sheeran farrago. The paternalists are divided: the United Nations says Gaza is a genocide; the United States insists it isn’t. So Macklemore takes Luther’s view and trusts his own conscience. Let the People decide. But who are the People? Those in the stadium seemed to give his remarks a positive reception. The venue owners and promoters, not so much: they suggested he was giving a one-sided view of a complex issue. The internet has all kinds of information on it, and the desire to control information in a democracy is a fool’s game. But when it comes to social media, a demand for artists whose expertise is musical performance to have clear and well-informed views on political questions can become irresistible, since solo singers are the most admired figures of our day. When you add in AI, the prevailing mood of cynicism and suspicion inhibits any sense of trust that those involved are acting from the simple pure motives they claim to express. Naïveté, market forces, virtue-signalling and manipulation are a heady cocktail, and justice is hard to find. See how this encounter in Matthew 21 crystallises all these questions of authority. By entering Jerusalem, Jesus comes onto the territory of the social, political, economic, cultural, and spiritual authorities of his day. Their domination is made up of force, status, birth, gender, wealth and connections. They recognise that Jesus has embarked on a programme of teaching, forgiving, and healing in Galilee, and, in just the last few days, of dramatic entry, acclaim by crowds, and overturning of the moneychangers’ tables. Understandably they take this as a threat to their domination. They say, ‘Who are you to do all this?’ Jesus asks them where John the Baptist got his authority. Interpreters generally take this to be a clever dodge, because Jesus knew they didn’t want to become unpopular by criticising John. But there’s more going on than just this. This was a media furore like the Macklemore controversy today; and Jesus’ response may be telling us about where true authority lies. Prophecy plays a big role in the Old Testament. It doesn’t indicate predicting the future. It refers to three things. The first is speaking the truth of God in a situation where the prevailing wisdom, whether from those in power, those with influence, or the people more broadly, is saying something different. The second is to harness one’s perception of that truth to one’s own existence and destiny. Many Old Testament prophets faced social ostracism, physical violence and even death for highlighting an inconvenient and unfashionable truth. The third is to make this a bigger story. A prophet must also seek to retell the story of a situation in ways that point to a restorative, life-giving and shared future. It’s not enough to denounce and expose; it needs to be in the context of a constructive vision in which everyone flourishes. By talking about John the Baptist, Jesus isn’t just wriggling out of a tricky press conference: he’s saying this is how prophets function; this is where authority lies. In his remarks in New Jersey, Macklemore praised the Columbia University students who jeopardised their diplomas, tuition, and scholarships to make a stand about Gaza. This points to the second kind of prophetic authority: the prophet is prepared to harness their existence and destiny to the message they’re conveying. Authority lies in what it costs you. There’s a difference between anonymous denouncing on social media and putting your financial status, professional future and physical well-being on the line. It also points to the first kind of prophetic authority: the willingness to go against the grain, in this case of their government and university leadership. But it’s harder in the Sheeran controversy to see the other kind of prophetic authority – the ability to cast a vision of future of shared flourishing and genuine hope. A bland call for peace and love, for all to be treated with dignity, respect and equality, isn’t quite enough to qualify as prophecy – or authority. All of which may not bring us closer to what a truly hopeful future for the Holy Land might look like. But it may help us identify where the authority of Jesus resides. Jesus didn’t cynically say authority lies with staying in with the socially and politically powerful; he didn’t say everyone should simply be their own arbiter of truth and falsehood; he didn’t naively believe some phenomenon called the People was always right; he didn’t subscribe to the power of what we now call social media but used to call mob rule. By contrast, he told a story that had the same characters as the prevailing story but put truth instead of lies, goodness in place of selfishness and beauty instead of cynicism. He put his own body in the trajectory of the story he told, making himself subject to hostility, betrayal, desertion and ultimately agonising death. And he cast a vision of a bigger story that included everyone, honoured those who believed they were his enemies, and offered an everlasting future. Why do we follow Jesus? Because he spoke the truth, lived the truth, and showed the truth. Because he told us the truth about the past, embodied the truth about the present, and inspired the truth about the future. It’s because of the way he lived that we trust the words he spoke. It’s because of the words he spoke that we understand the things he did. It’s because of the things he did that we can see that we believe in the Father to whom he pointed who we can not see. It’s because of the wonder of the life he portrayed that we can recognise the work of the Spirit who generates that life around us. Which is how we become people of authority and a community of authority today. We dare to tell a story that diverges from the prevailing assumptions of our society. We put our skin in the game, and tie our own wellbeing and destiny to the story we’re embodying. And we tell a bigger story that offers a vision not just for our friends but for the people who oppose and oppress us. That’s how Jesus did it. That’s how we’re called to do it. That’s how we become his body in his world.