omnist.world

English

Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Bremen regelt religiöse Symbole bei der Polizei

hpd · Humanistischer Pressedienst · 2026-10-07 · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend

Um das Vertrauen der Bürger in die Neutralität des Staates zu sichern, müssen Polizisten bei Einsätzen mit Bürgerkontakt sichtbare religiöse Symbole ablegen, da die Uniform dann für den Staat und nicht für den individuellen Glauben steht.

Wenn eine Polizistin an der Tür klingelt, dann zählt die Uniform. Sie steht für einen Staat, der niemanden bevorzugt.

Der Text berichtet über eine neue Verordnung in Bremen und Bremerhaven, die das Tragen sichtbarer religiöser Symbole bei der Polizei in Einsätzen mit Bürgerkontakt verbietet. Betroffen sind Symbole wie das Kreuz, das Kopftuch, die Kippa oder der Turban, während politische Symbole weiterhin untersagt bleiben. Im Innendienst dürfen religiöse Kleidungsstücke und Symbole weiterhin getragen werden. Die Regelung ist eine Reaktion auf einen Rechtsstreit eines Sikh-Polizeianwärters, der wegen seines Turbans in den Innendienst versetzt wurde. Das Verwaltungsgericht gab dem Anwärter Recht, da es zuvor keine entsprechende Rechtsverordnung gab. Innensenatorin Eva Högl begründet die Maßnahme mit dem Ziel, das Vertrauen der Bürger in die Neutralität des Staates zu stärken. Sie betont, dass die Uniform im Einsatz für einen Staat stehe, der niemanden bevorzugt, und dass die Person hinter dem Amt zurücktrete. Die Verordnung soll die rechtliche Grundlage schaffen, um solche Konflikte künftig zu vermeiden.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns (erschlossen)
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
0 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
1 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Nachgehakt Bremen regelt religiöse Symbole bei der Polizei hpd 07.10.2026 In Bremen und Bremerhaven dürfen Polizisten bei bestimmten Einsätzen keine sichtbaren religiösen oder weltanschaulichen Symbole und Kleidungsstücke tragen. Das sieht eine Verordnung vor. Die Vorschrift gilt laut Entwurf für „Polizistinnen und Polizisten bei Streifen, Kontrollen, Vernehmungen und allen anderen Einsätzen mit Bürgerkontakt (…). Das betrifft das Kreuz ebenso wie Kopftuch, Kippa oder Turban.“ Im Innendienst sollen religiöse Kleidung und Symbole weiterhin grundsätzlich erlaubt bleiben. Politische Symbole sind dagegen weiterhin verboten. Die Verordnung soll bald in Kraft treten. Damit reagiert das Bremer Innenressort auf den Fall eines Angehörigen der Sikh-Religion, der als Polizeianwärter mit Turban ( Dastar ) zur Vereidigungsfeier erschien ( der hpd berichtete ). Der Turban ist ein religiöses Symbol seiner Glaubensgemeinschaft. Während der Praxisphase seines Studiums verlangten die Vorgesetzten und das Bremer Polizeipräsidium von dem Anwärter, bei Einsätzen mit Bürgerkontakt den Turban abzunehmen. Weil er sich weigerte, wurde er in den Innendienst versetzt. Darin sah er seine Ausbildungs-, Religions- und Berufsfreiheit beschnitten und zog vor das Verwaltungsgericht, wo man ihm Recht gab . Für einen so erheblichen Eingriff in die Grundrechte gebe es keine Rechtsverordnung des Innenressorts, so die Richter. Die neue Vorschrift soll diese Lücke schließen. „Unsere Polizei ist für alle Menschen in Bremen und Bremerhaven da. Egal, woran sie glauben“, erklärte dazu Innensenatorin Eva Högl. „Wenn eine Polizistin an der Tür klingelt, dann zählt die Uniform. Sie steht für einen Staat, der niemanden bevorzugt.“ Weiter betonte Högl ausdrücklich, dass es sich um keine Entscheidung gegen den Glauben handele. Religion habe nach ihrer Ansicht ihren Platz bei der Polizei. Jedoch: „Im Einsatz tritt die Person hinter ihr Amt zurück. Nur so entsteht Vertrauen.“ Share news hpd