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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Rechte und Pflichten in sozialen Medien

ohne Namen · IGMG Freitagspredigt · 2026-10-08 · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Wahrhaftigkeit · tragend

Das islamische Gebot zur Wahrheitsprüfung, zum Schutz der Ehre und zur Vermeidung übler Nachrede gilt in gleicher Weise für das Verhalten in sozialen Medien und macht digitale Handlungen zu einer religiösen Verantwortung.

Jeder Beitrag, den wir ungeprüft teilen, kann die Würde eines Menschen verletzen. Das Privatleben anderer öffentlich zu machen, sie zu beleidigen oder ihre Fehler zu verbreiten, ist kein harmloser Beitrag in den sozialen Medien.

Der Text ist eine islamische Predigt, die Muslime dazu auffordert, ihre religiösen Pflichten auch in sozialen Medien zu beachten. Er betont, dass das Tippen und Teilen von Inhalten einer Form des Sprechens gleichkommt und daher moralische Verantwortung mit sich bringt. Als Grundlage werden zwei Koranstellen aus Sure Hudschurat sowie ein Hadith aus Abu Dawud angeführt. Diese Texte werden auf das Verhalten im Internet übertragen: ungeprüfte Nachrichten nicht weitergeben, Privatleben schützen und üble Nachrede vermeiden. Der Text verknüpft digitale Handlungen mit dem Glauben daran, dass Allah alles beobachtet und festhält. Eltern werden aufgefordert, ihren Kindern nicht nur technischen, sondern auch ethischen Umgang mit Medien beizubringen. Die soziale Medienwelt soll zu einem Ort der Wahrheit, Weisheit und guter Worte gemacht werden. Die Predigt richtet sich an die eigene Glaubensgemeinschaft und verbindet traditionelle religiöse Normen mit einer aktuellen Alltagspraxis.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 49:6 · Koran 49:12 · Abu Dawud, Adab, 80

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Verehrte Muslime! Der Islam lehrt uns nicht nur, wie wir unsere Gebete und anderen Ibadas verrichten sollen. Er lehrt uns vor allem auch, schön zu handeln, schön zu sprechen, unser Herz reinzuhalten. Als Gläubige leben wir mit dem Bewusstsein, dass Allah stets an unserer Seite ist – in der Moschee, zu Hause, bei der Arbeit und auch am Handy und in den sozialen Medien. Heutzutage sprechen wir nicht nur mit unserer Zunge. Wir sprechen auch durch das, was wir tippen. Ein Satz, ein Kommentar oder ein Bild kann innerhalb weniger Sekunden Tausende Menschen erreichen. Deshalb ist es nötig über unsere Verantwortung im Internet zu sprechen, die Rechte anderer zu respektieren und unseren Iman zu bewahren. Im Koran heißt es: „ O ihr Gläubigen! Wenn euch ein Mensch, der sich nicht an Allahs Gebote hält, eine Nachricht überbringt, dann prüft, ob sie wahr ist. Sonst fügt ihr Menschen aus Unwissenheit Schaden zu und bereut später, was ihr getan habt. “ [1] Und Allah sagt: „ O ihr Gläubigen! Hütet euch vor vielen Vermutungen, denn manche Vermutungen sind Sünde. Spioniert einander nicht aus und redet nicht schlecht übereinander. Würde etwa einer von euch gerne das Fleisch seines toten Bruders essen? “ [2] Diese Gebote des Korans gelten natürlich auch für unseren Umgang im Internet. Jeder Beitrag, den wir ungeprüft teilen, kann die Würde eines Menschen verletzen. Das Privatleben anderer öffentlich zu machen, sie zu beleidigen oder ihre Fehler zu verbreiten, ist kein harmloser Beitrag in den sozialen Medien. Damit verletzen wir die Rechte anderer auf schwerwiegende Weise. Liebe Geschwister! Ein Kommentar ist in kurzer Zeit geschrieben. Doch durch solche Kommentare werden Menschen öffentlich verunglimpft. Der Islam erlaubt uns nicht, die Ehre und Würde eines Menschen zu verletzen. Ein Like oder ein geteilter Beitrag können dazu führen, dass wir eine Lüge über jemanden verbreiten. Vielleicht vergessen wir es manchmal, aber: Auch die Worte, die wir hinter einem Bildschirm versteckt schreiben, werden bei Allah festgehalten. Der Gesandte Allahs (s) sagte: „ Es genügt einem Menschen als Sünde, alles weiterzuerzählen, was er hört. “ [3] Unsere Sprache ist uns anvertraut. Genauso tragen wir Verantwortung für das, was wir mit einem Stift oder einer Tastatur schreiben. Jedes Wort, das wir schreiben, kann zu einer guten Tat werden, für die wir immer weiter belohnt werden. Es kann aber auch Schuld auf uns laden, die weiterwirkt. Bevor wir etwas teilen, sollten wir uns fragen: Stimmt diese Information? Könnten diese Worte jemanden verletzen? Ist Allah damit zufrieden? Wenn die Information nicht stimmt, unsere Worte jemanden verletzen oder Allah damit nicht zufrieden ist, sollten wir schweigen Bringen wir unseren Kindern deshalb nicht nur bei, wie man mit Technik umgeht. Zeigen wir ihnen auch, wie sie dabei anständig und verantwortungsvoll handeln. Machen wir die sozialen Medien zu einem Ort, an dem Wahrheit, Weisheit, Wissen und gute Worte verbreitet werden – statt übler Nachrede, Wut und Hass. Möge Allah uns helfen, die Ehre und Würde anderer im Leben und im Internet zu beschützen und durch [1] Sure Hudschurat, 49:6 [2] Sure Hudschurat, 49:12 [3] Abu Dawud, Adab, 80 Hutba – Deutsch Hutba – Türkisch Hutba – Englisch Hutba – Arabisch Hutba – Niederländisch Hutba – Französisch Hutba – Schwedisch Hutba – Dänisch SPRACHWAHL SPRACHWAHL Deutsch Türkisch Englisch Französisch Arabisch SUCHE SUCHE SEARCH ARA CHERCHER يطلب SELBSTDARSTELLUNG DUYURU PUBLIKATIONEN PUBLIKATIONEN MAGAZINES YAYINLARIMIZ IRFAN EVLERI