Rechte und Pflichten in sozialen Medien
Das islamische Gebot zur Wahrheitsprüfung, zum Schutz der Ehre und zur Vermeidung übler Nachrede gilt in gleicher Weise für das Verhalten in sozialen Medien und macht digitale Handlungen zu einer religiösen Verantwortung.
Jeder Beitrag, den wir ungeprüft teilen, kann die Würde eines Menschen verletzen. Das Privatleben anderer öffentlich zu machen, sie zu beleidigen oder ihre Fehler zu verbreiten, ist kein harmloser Beitrag in den sozialen Medien.
Der Text ist eine islamische Predigt, die Muslime dazu auffordert, ihre religiösen Pflichten auch in sozialen Medien zu beachten. Er betont, dass das Tippen und Teilen von Inhalten einer Form des Sprechens gleichkommt und daher moralische Verantwortung mit sich bringt. Als Grundlage werden zwei Koranstellen aus Sure Hudschurat sowie ein Hadith aus Abu Dawud angeführt. Diese Texte werden auf das Verhalten im Internet übertragen: ungeprüfte Nachrichten nicht weitergeben, Privatleben schützen und üble Nachrede vermeiden. Der Text verknüpft digitale Handlungen mit dem Glauben daran, dass Allah alles beobachtet und festhält. Eltern werden aufgefordert, ihren Kindern nicht nur technischen, sondern auch ethischen Umgang mit Medien beizubringen. Die soziale Medienwelt soll zu einem Ort der Wahrheit, Weisheit und guter Worte gemacht werden. Die Predigt richtet sich an die eigene Glaubensgemeinschaft und verbindet traditionelle religiöse Normen mit einer aktuellen Alltagspraxis.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Nachrichten vor dem Teilen prüfen (zwischenmenschlich)
- Kinder im verantwortungsvollen Umgang mit Medien erziehen (gesellschaftlich)
- Wahrheit, Weisheit und gute Worte in sozialen Medien verbreiten (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Koran 49:6 · Koran 49:12 · Abu Dawud, Adab, 80
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1