Die Bibel erzählt nicht nur von menschlicher Not, sondern davon, wie Gott Menschen in Einsamkeit, Sinnsuche und Heimatlosigkeit begegnet und sie zu neuem Leben und Miteinander führt.
Der Predigttext nimmt aktuelle Studien zur Einsamkeit, Unzufriedenheit und Wohnsituation im Großraum Nürnberg auf und stellt sie biblischen Erzählungen gegenüber. Die zentrale These lautet, dass die Bibel nicht nur Not benennt, sondern erzählt, wie Gott Menschen in Einsamkeit, Sinnsuche und Heimatlosigkeit begegnet. Am Beispiel von 1. Könige 19 wird gezeigt, wie Gott den erschöpften Propheten Elia körperlich stärkt, seine Klage anhört und seinen Blick erweitert. Die Predigt verknüpft dies mit der Gemeinde als Ort der Begegnung und mit Jesus als dem, der die Mühseligen zu sich lädt. Im zweiten Teil wird das Buch Prediger als Selbsexperiment zur Frage nach Lebenssinn vorgestellt, das in der Gottesfurcht endet. Die Predigt ruft auf, in der kommenden Woche bewusst Menschen wahrzunehmen, zu besuchen oder anzurufen. Sie verbindet so gesellschaftliche Diagnose mit biblischer Auslegung und praktischer Handlungsaufforderung.
1. Kön 19,1-14.18 · Mt 18,20 · Joh 7,11 · Hebr 4,15 · Pred 1,2-11 · Pred 12,13
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Ja, ein herzliches Willkommen euch allen zum Predigtal und ich freue mich heute euch mit dem Wort dienen zu dürfen. Wo ich überlegt habe, was könnte denn das Predigthema sein, hatte ich darüber nachgedacht, ja, was sind denn so die Dinge und Themen, die vielleicht die Menschen hier in Großraum Nürnberg am meisten beschäftigen. Und dazu hatte ich ja verschiedene Studien zum Diskrom überflogen und das erste Thema, was auf Platz eins war, war das Thema Einsamkeit. Bei Einsamkeit denken wir tendenziell eher an ältere Menschen. Aber in der Seniorenbefragung von 2019 der Stadt Nürnberg betrifft das eigentlich nur 12,7 Prozent. Es macht aber ein Unterschied, wie gesund oder wie krank Sie sind. Sobald Krankheit im Alter präsenter wird und sehr viel Raum einnimmt, steigt das auf über 30, 33 Prozent an. Es gibt leider keine Studie, die alle Altersgruppen gleich gut abdeckt. Aber wenn wir in andere Studien hineinschauen, die von der Bertelsmann Stiftung an der Aachen gemacht wurden, von dem Jahr 2024 gibt es eine Gruppe, die deutlich häufiger betroffen ist. Das ist die Gruppe der 16- bis 30-Jährigen. Dort ist Einsamkeit bei 40 Prozent vertreten. 40 Prozent der 16- bis 30-Jährigen erleben zumindest mäßig bis stark regelmäßig Einsamkeit. Das zweite Problem, was die Menschen hier im Raum beschäftigt, ist nach Glücksatlas 2024 das Thema Unzufriedenheit mit dem, was ich habe. Objektiv gemessen sind die Nürnberger eigentlich auf Platz 16 von dem, was sie hier haben. Aber subjektiv sind sie nur auf Platz 36 von 40, also ziemlich weit hinten. Also es gibt eine große Diskrepanz, was die objektiven Kriterien sind, wie gut es uns hier im Raum Nürnberg geht und wie wir das subjektiv wahrnehmen. Das dritte ist, wir haben so die Struktur, die uns die Stadt ja an gewissen Rahmen vorgibt. Das ist etwas, was so das dritte Problem ist. Es gibt sehr viele Ein-Person-Haushalte und je nach Wohnungsgröße kann ich dann nicht schnell mal drehen Gäste einladen, weil einfach nicht der Platz ist. Oder schon manche Gäste herausgefordert sind, überhaupt ein Parkplatz vor der Wohnung zu finden. Auch ist eine sehr hohe Umzugstynamik in Nürnberg. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung ziehen innerhalb von zehn Jahren um. Und viele, die einen größeren Umzug hatten oder regelmäßig umziehen, wissen spätestens nach dem zweiten Umzug hat sich das per persönliche soziale Netz ordentlich durchsortiert. Und ja, der Wohnraum ist eben nicht nur Miete- und Quadratmeter, sondern es ist eben auch etwas, was Menschen Stabilität zu Hause geben kann und eben auch die Möglichkeit, Menschen einzuladen oder Beziehungen zu pflegen. Oft wird zumindest da, wo ich unterwegs bin, gesagt, was nicht funktioniert. Es gibt aber durchaus Journalisten, die einen Schritt weitergehen, die eben nicht nur das aufzeigen, was nicht funktioniert, sondern die zusätzlich auf Fragen, was hilft oder wer arbeitet schon dran, etwas zu verändern. Aber ich finde, es gibt noch ein Buch, das noch sehr, sehr viel weitergeht. Die Bibel stellt eine ähnliche Frage. Sie verschweigt die Not nicht. Sie erzählt davon. Aber sie erzählt auch davon, wie Gott Menschen darin begegnet. Und so möchte ich die Aussage in den Raum stellen. Die Bibel bleibt nicht beim Benennen einer Not stehen. Sie erzählt, wie Gott Menschen darin begegnet. In Jesus bekommt diese Hoffnung ein Gesicht. Und wir sind gerufen, es dir heute zu leben. Aber ich möchte diese Aussage nicht einfach nur in den Luftlernen Raum stehen lassen, sondern möchte mit euch bewusst in drei unterschiedliche Textabschnitte etwas tiefer eintauchen, um zu hinterfragen, ob diese Aussage so stehen bleiben kann oder ob wir sie vielleicht revidieren müssen. Wichtig ist dabei mir eben, dass wir nicht nur immer das Problem sehen, sondern den zweiten Teil der Geschichte. Daher auch die Überschrift, der predigt heute, der zweite Teil der Geschichte, wie Gott Menschen in Einsamkeit, Sinnsuche und Heimatlosigkeit begegnet. Um anfangen möchte ich mit euch in Erste Könige einsteigen. In Erste Könige neunsten und ich werde dort die Verse 1-14 und 18 lesen. Erster Könige 19, Verse 1-14 und 18. Ahab erzählte Isabel alles, was Elijah getan hatte. Auch, dass Elijah alle Propheten des Baals getötet hatte. Daraufhin schickte Isabel einen Boden zu Elijah und rote ihm, die Götter sollen mir antun, was immer sie wollen, wenn ich dein Leben nicht ein Ende setze. Morgen um diese Zeit soll es dir gehen wie den Propheten, die du getötet hast. Da geriet Elijah in großer Angst. Er sprang auf und lief um sein Leben. So kam er nach Percheba an die Grenze von Judah. Dort ließ er seinen Diener zurück. Er selbst ging noch einen Tag lang weiter, tiefer in die Wüste hinein. Dann setzte er sich unter einen Ginsterbusch und wünschte sich den Tod. Es ist genug, sagte er, Herr, nimm mir das Leben, denn ich bin nicht besser als meine Vorfahren. Schließlich legte er sich hin und schlief unter den Ginsterbusch ein, schließlich berührte ihn ein Engel und forderte ihm auf, steh auf und ist. Als Elijah um sich blickte, fand er etwas neben seinen Kopf, frisches Fladenbrot und einen Krug mit Wasser. Er aßt und trank, dann legte er sich wieder schlafen. Doch der Engel des Herrn erschien ihn ein zweites Mal. Wieder berührte er ihn und sprach, steh auf und ist, denn du hast einen weiten Weg vor dir. Da stand Elijah auf und aß und trank und ging los. Durch das Essen war er wieder bei Zugräften gekommen. 40 Tage und 40 Nächte war er unterwegs, bis er den Horib, dem Berg Gottes, erreichte. Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch da kam das Wort des Herrn zu ihm. Was tust du hier, Elijah? Elijah antwortete, bis zum äußersten bin ich für dich gegangen. Alles habe ich für dich getan, für den Gott Zeberort. Denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen. Sie haben deine Altherre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert getötet. Ich allein bin übrig geblieben. Doch jetzt wollen sie auch mich umbringen. Da sprach Gott zu ihm, komm heraus, stelle ich auf dem Berg vor den Herrn. Und wirklich, der Herrn ging vorüber, zuerst kam ein gewaltiger Sturm. Der Berge sprengte und spelzen zerbrach. Der zog vor dem Herrn her, aber der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Erdbeben kam ein Feuer, der Herr war aber nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, beines Flüster. Als Elijah das hörte, bedeckte er das Gesicht mit einem Mandel. Dann trat er aus der Hölle raus und stellte sich an ihren Eingang. Da hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach, was tust du hier, Elijah? Und er antwortete, ich bin bis zum äußersten gegangen, habe alles für dich getan für den Herrn, den Gott sehberort. Den Israeliden habe ich dein Bund verlassen, sie haben deine Altherin hieter gerissen und deine Propheten mit den Schwert getötet. Ich allein bin übrig geblieben, doch jetzt wollen sie auch mich umbringen. Und in Vers 18 lesen wir noch, aber ich werde 7000 Mann in Israel übrig lassen. Die, die Knie nicht vor Ball gewolkt haben und ihm nicht mit dem Mund geküsst haben. Ein Teil des Textes haben wir ja heute schon auch in der Lektion betrachtet. Elijah kommt gerade von dem Berg Kame. Dort hat er sich 450 Barls Propheten gegenübergestellt. Und direkt nach diesem persönlichen Höhepunkt, lieht Elijah vor es siebe und bricht in der Wüste zusammen. Elijah bittet, wie wir lesen konnten, um den Tod. Es ist nicht nur eine Metapher, die wir hier lesen, sondern es ist die tiefe Erschöpfung und Verzweiflung, die Elijah hier erlebt. Gott begegnet Elijah in dieser Situation zunächst erstmal körperlich. Er lässt ihn schlagen, er gibt ihn zu essen und zu trinken. Und Gott lässt Elijah seine Klage aussprechen. Elijah sagt und fragt eben bewusst auch danach, Elijah, was machst du hier? Elijah sagt, ich bin allein übrig. Er erlebt, dass er allein ist. Aber später in der Aussage, die wir auch noch gelesen haben, zeigt Gott, dass 7000 auch noch dabei sind. Ja, seine Einsamkeit, die er erlebt, ist reell. Aber Gott kann seinen Blick widerweiten, dass er sieht, dass es noch andere Menschen gibt. Andere Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind und die eben ja Baal nicht stattgegeben haben. Und Gott gibt am Ende Elijah einen neuen Auftrag. Und das können wir in den Versen 16, aber auch in den Versen 19 bis 21 lesen, wo er ja am Ende berufen wird, Elisa zu suchen. Jesus sagt zu uns, wo sich zwei oder drei meinen Namen versammeln, da bin ich mitten unter ihn. Und das können wir in Matthäus 18, Vers 20 lesen. In Johannes 7, Vers 11 lesen wir, ich bin nicht allein, denn der Vater ist in mir. Jesus mit dem Vater verbunden ist, so möchte er auch mit uns verbunden sein. Und Jesus kennt Schwachheit und Versuchung. Jetzt können wir in Hebräer 4, Vers 15 nachlesen. Und das Belastete lädt er trotzdem bewusst zu sich ein. Er möchte, dass wir, die wir mühselig und beladen sind, zu ihm kommen. Die Gemeinde ist nicht nur ein Verein. Die Gemeinde ist ja im Prinzip Gottes Antwort auf Einzahmkeit, wo Menschen sich begegnen können. Wo erlebst du gerade deine Wüste? Und wer ist vielleicht für dich dein Elisa, dem du ja deine Aufgaben, deine Erfahrungen weitergibst? Oder bist du vielleicht auch gerade für jemanden auch dieser Elisa, der ja die Erfahrung aufnimmt und geschult wird, für den Weg, den Gott mit dir gehen möchte? Ich möchte dich einladen, in der kommende Woche bewusst Menschen wahrzunehmen und zu versuchen, ja sie vielleicht zu besuchen oder einzuladen. Ja, nicht nur ein Freund haben wollen, sondern ein Freund sein wollen. Und daher überleg dir eine Person, die dir Gott aufs Herzen legt hat, mit der du vielleicht schon über einen Monat nicht gesprochen hast und rufe sie kommende Woche an, damit Begegnung stattfinden kann. Die zweite Frage oder das zweite Problem, was gibt mein Lebenssinn, was gibt mir ja auch subjektives Glück und Erfülltsein? Dazu möchte ich mit euch in den Prediger eintauchen. Prediger 1, Diverse 2 bis 11. Windhauch um Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch um Windhauch, alles vergeht und verweht. Welchen Gewinn hat der Mensch bei aller Arbeit, mit der er sich unter der Sonne abmüht? Generation kommen und gehen, doch die Erde bleibt für immer bestehen. Die Sonne geht auf und geht unter, und jedes Mal drängt sie an ihren Ausgangsort zurück, wo sie wieder aufgehen wird. Der Wind weht nach Süden und dreht nach Norden. Draußenlos dreht er sich im Kreis. Und so, wie der Wind sich im Kreis dreht, kehrt er an seinen Ausgangspunkt zurück. Alle Flüsse fließen ins Meer. Doch das Meer wird nicht voll. Zu den Quellen kehren die Flüsse zurück, um dort wieder zu entspringen. Alle Dinge sind im Fluss, doch kein Mensch kann sie mit Worten fassen. Kein Auge wird satt von Seen und kein Ohr hat genug vom Hören. Was früher einmal geschah, wird wiedergeschehen. Und was Menschen getan haben, wird wiedergetan. Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Es kann schon sein, dass einer sagt, schau her, das ist neu. Doch schon vorher hat es alles gegeben vor langer Zeit. Nur kann sich niemand mehr daran erinnern, die in früheren Zeiten gelebt haben. Und auch an die Menschen, die in späteren Zeiten leben, wird sich niemand mehr erinnern. Schon ihre Nachkommen werden sie vergessen haben. Und, noch ein Vers aus Kapitel 12, Vers 13. Darum lautet alles das Schlusswort. Nimm Gott ernst und befolge seine Gebote. Denn das gilt für jeden Menschen. Der Prediger Salomo wagt ein Selbsexperiment. Er probiert aus, wie er im Leben Er erfüllungen finden kann. Er hat Reichtum, er durchlebt Genuss, er baut Häuser und Tempel, er probiert es mit Weisheit und am Ende mit Wein. Und sein Fazit ist, es hat alles irgendwo keinen Bestand. Ein Windhauch heißt nicht, dass es nicht wichtig ist. Aber es bedeutet eben auch, dass manche Dinge nicht dauerhaft greifbar sind. Das Bild beschreibt, wie schwer es ist, Dinge festzuhalten. Und dass das Leben am Ende vergänglich ist. Aber das Prediger Buch endet nicht in Kapitel 1 oder Kapitel 2. Am Ende findet er eine Antwort, nicht in dem Besitz oder in den Gungnuss oder in menschlichen Leistungen, sondern in dem er seinen Blick auf Gott wendet. Ein Blick in Er freucht vor Gott und ein verantwortliches Leben. Jesus sagt im Johannis 10, Vers 10. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Jesus ist auf diese Erde gekommen, damit wir Leben in Überfluss haben. Und diese Fülle ist nicht immer Besitz oder ein sorgenfreies Leben, sondern ein Leben, das aus der Beziehung mit Gott lebt. Ein Beziehung mit Hoffnung und Verantwortung. Die Suche von Salomo und die Antwort Jesus sind kein Widerspruch. Es ist eher die Frage, die Salomo stellt und die Antwort, die Jesus im selben Buch liefert. Ich möchte dich einladen, nicht nur zu fragen, habe ich genug, sondern wofür lebe ich. Welche Gabe nehme ich dankbar an, die Gott mir gegeben hat? Wofür setze ich meine Zeit und meine Kraft ein? Und ich möchte dich einladen, auch hier ein Punkt für dich innerlich aufzuschreiben. Was du in der kommende Woche für andere tun möchtest. Die dritte Frage, wo gehöre ich hin? Hierzu möchte ich mit euch in den Zahlen 137 einsteigen. Dort, in Zahlen 137, lese ich die ersten 6 Verse. An den Kanälen von Babylon, da saßen wir und weinten, als wir an den Zion dachten. Unsere Leiern hatten wir weggehängt, an die Pappeln mitten in der Stadt. Denn dort belangten unsere Bewacher, ihr Kriegsgefangene sollten singen. Unsere Peiniger zwangen uns zur Fröhlichkeit, singt uns eines von euren Zionsliedern. Doch wie können wir für den Herrn singen in einem Land, das Fremden Göttern dient? Wenn ich dich je vergesse Jerusalem, soll meine Hand das Seitenspiel verlernen. Meine Zunge soll am Gaumen kleben. Wenn ich mich nicht an dich erinnere, wenn ich nicht in mir wach rufe, dass Jerusalem der Gipfel meiner Freude ist. Und ein zweiten Text noch aus Klage Lieder 5, die Verse 21 und 22. Bring uns doch her zu dir zurück. Dann wollen wir auch umkehren, schenke uns neues Leben wie in alten Tagen. Oder hast du uns ganz und gar verstoßen? Ist dein Zion auf uns über die Maßen groß? Das Volk Israea wird im Jahr 1586 vor Christen, das ist der Fall, der uns in der Stadt und in der Stadt erinnert. Der Volk Israea wird im Jahr 1586 vor Christus nach Babylon weggeführt. Diese Wegführung nach Babylon fand in mehreren Phasen statt. Und der Zeitheim 137 ist ein Klagelied, ein Klagelied über den Verlust von Zion, Heimat und Zugehörigkeit, der sich kaum in Worte fassen lässt. Und diese Klage beschönigt nichts. An den Strömen von Barbe saßen wir und weinten. Und im Klagelied ummonieren die Israeliten ja eine Bitte und Zweifel zugleich. Bring uns zu dir zurück. Ist eine Frage von einem Gott, der sein Volk verstoßen hat. Und es ist eben auch der Zweifel, ob Gott noch an Israel festhält. Und eine offene Frage. Die Hoffnung und der Zweifel können gleichzeitig existieren. Jesus spricht im Johannes 14, Herr, sind zwei bis sechs und eine Hoffnung. Auf einen Ort bei Gott und sagt, ich bin der Weg dahin. Und auch im Petrus Brief, Kapitel 2, beschreibt Petrus die Zugehörigkeit des Volkes Gottes und eben auch, wie wichtig Verbundenheit ist. Unsichere Wohnverhältnisse sind jetzt nicht automatisch Vertreibungen. Und vielleicht ist auch manches in unserer Umfeld nicht so, wie wir uns das wünschen. Aber auch hier kann Gemeinde ein Vorgeschmack sein. Ein Vorgeschmack und ein Ort von gelebter Zugehörigkeit. Wo fühlst du dich, fremd und nicht zugehörig? Und was macht unsere Gemeinde zu einem Ort, an dem Gäste und Trauernde willkommen sind? Die Gemeinde ist nicht automatisch Zion. Diesen Ort kann nur Gott schaffen. Aber sie kann ein Ort von Zugehörigkeit und Verbundenheit sein. Wenn wir bereit sind, ihnen dafür zu füllen. Wenn wir diese drei Probleme anschauen, merken wir, dass Leben manchmal nicht einfach ist. Aber in der Bibel sehen wir, dass die Menschen damals im Wort Gottes ähnliche Probleme hatten. Und diese Not auch nicht klein geredet wurde. Aber Gott hat Elia gestärkt und neu ausgerichtet. Gott hat Salomo durch seine Suche geführt und hat ihn mehr entdecken lassen und ihn wieder zu Gott hingeführt. Und die Israeliten im Babylon durften ihre Heimatlosigkeit beklagen und Gott um Erneuerung bitten. In Jesus dürfen wir sehen, dass Gott Nähe und Hoffnung schafft. Nicht als schnelle Erklärung für jedes Leid, sondern als Grund, heute füreinander da zu sein und auf Gottes Veränderung zu hoffen. Wir sind in dieser Zeit nicht passive Zuschauer, die auf das Ende warten. Wir sind Bauarbeiter in Gottes Reich, mitten in Nürnberg, mitten in der Gemeinde Hohe Mater. Jede Freundschaft, die wir schließen, jeden Zweck, den wir in unserem Leben finden und jeden Ort, den wir zu einem zu Hause werden lassen, ist Hohe Bereitung auf die Widerkunft Gottes. Nicht abstrakt, sondern ganz konkret. Und ich möchte dich einladen, nicht nur den ersten Teil der Geschichte anzuschauen, sondern auch den zweiten Teil. Geh nicht mit den Problemen nach Hause, sondern geh mit konkreten Schritten nach Hause für das, was du dir aufgeschrieben hast, wo du heute nächste Woche jemanden anrufen möchtest, wo du jemanden begegnen möchtest oder wie du einen Ort schaffen kannst, an dem andere Menschen willkommen sind. Das wünsche ich dir, erfüllt von dem Breitigen Geist Gottes. Amen. Wir wollen beten. Große Gott, hab Dank, dass du ermächtig bist. Hab Dank, dass du uns durch und durch kennst und dass auch die Probleme, die wir und die die Menschen hier auch im Raum Nürnberg haben, falls Einsamkeit oder bei wir die Segnungen ja nicht wahrnehmen oder erleben, die wir alle haben und uns manchmal nicht so verbunden fühlen, wie wir es uns gerne wünschen. Dass wir mit all diesen Problemen und Sorgen zu dir kommen können. Hab aber auch Dank, dass du uns dein Wort gegeben hast, wo du ja nicht nur wege aufzeigst, wie dein ursprünglicher Plan war, wie Leben mit dir und untereinander sein kann, sondern dass du ja auch Menschen schon damals in ihrer Not begegnet bist und dass du mit ihnen gegangen bist und dass du die Not überwunden hast und dass du die Menschen immer treu zur Seite standst, wenn sie deine Hand angenommen haben. Ja, ich möchte dich bitten, dass du uns wirklich mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir ja nicht Zuschauer sind und auf das Ende warten, sondern dass wir uns wirklich ja als Bauarbeiter, als Gestalter verstehen und Menschen ja einen Vorgeschmack auf deine Heimat bieten können. Dass Sie hier in unserer Gemeinde Verbundenheit erleben dürfen. Dass du uns als Botschafter hinsendest, dass wir auch diese Art von Segen anderen Menschen bringen dürfen. Wo du uns mit unseren Gaben und Fähigkeiten, die du geschenkt hast, für andere Menschen einsetzen möchtest. Und ich habe Dank, dass wir dadurch, dass wir auf dich schauen, den Segen dein Würgen besser erkennen können, weil wir dich besser kennenlernen. Und hilf, dass wir das nicht aus uns heraus tun, sondern dass wir das aus der Verbindung mit dir leben dürfen. Dank dafür. Amen.