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Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Homilia do D. José Maria Pereira – XXIX Domingo do Tempo Comum – Ano A

ohne Namen · Presbíteros – Sonntagshomilien brasilianischer Bischoefe · 2026-10-13 · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Gerechtigkeit · tragend

Das Evangelium verpflichtet Christen nicht zur politischen Passivität, sondern zu einem verantwortungsvollen Engagement im öffentlichen Leben, das als Mittel der Heiligung und der Förderung des Gemeinwohls dient.

Wir müssen davon überzeugt sein, dass das Evangelium die Christen nicht von der Politik fernhält, sondern vielmehr will, dass der Christ mit besonderer Verantwortung und Zeugnis an der Gestaltung des Gemeinwohls teilnimmt.

Die Predigt interpretiert das Evangelium von der Steuer an den Kaiser (Mt 22) als Aufruf zur aktiven politischen und gesellschaftlichen Verantwortung der Christen. Der Text argumentiert, dass Glaube und politisches Handeln keine Gegensätze sind, sondern dass politische Mitwirkung eine Form der Heiligung und der Liebe zum Gemeinwohl darstellt. Es wird davor gewarnt, sich aus der Politik zurückzuziehen, da dies dem Auftrag, das 'Salz der Erde' zu sein, widerspräche. Zitate von Papst Franziskus und Benedikt XVI. untermauern die Forderung, für Regierende zu beten und sich konstruktiv einzubringen. Die Predigt betont die Trennung von staatlicher und göttlicher Zuständigkeit, fordert aber gleichzeitig, dass staatliche Macht die Rechte Gottes und der Person respektieren muss. Der Text ruft dazu auf, den Glauben im Alltag, in der Arbeit und im öffentlichen Raum sichtbar zu leben, um die Gesellschaft menschlicher zu gestalten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mt 22, 15-21 · Ps 94 · Jes 10, 1 · 1 Tim 2, 1-2

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Der Christ in der Kirche und in der Politik! Weltmissionstag! Dom José Maria Pereira Im Evangelium (Mt 22, 15-21) bekräftigt Jesus angesichts einer hinterhältigen Frage die Pflicht, der zivilen Autorität zu gehorchen. Einige Pharisäer, die sich mit den Herodianern – mit denen sie gemeinsame Sache gemacht hatten, um den Herrn anzugreifen – verbündet hatten, fragten ihn, ob es erlaubt sei, den Tribut an den Kaiser zu zahlen. Die Zahlung dieser Abgaben wurde von einigen als eine Form der Zusammenarbeit mit der fremden Macht betrachtet, die, so dachten sie, mit ihrer Autorität die Herrschaft Gottes über das auserwählte Volk einschränkte. Würde der Meister die Zahlung anerkennen, könnten die Pharisäer ihn als Kollaborateur der römischen Herrschaft betrachten und ihn vor einem großen Teil des Volkes diskreditieren; würde er sich dagegen aussprechen, hätten die Herodianer, die Freunde der etablierten Macht, genügend Gründe, ihn bei der römischen Behörde anzuzeigen. Wir müssen davon überzeugt sein, dass das Evangelium die Christen nicht von der Politik fernhält, sondern vielmehr will, dass der Christ mit besonderer Verantwortung und Zeugnis an der Gestaltung des Gemeinwohls teilnimmt. Das Schwierige besteht darin, dieses Engagement im Evangelium zu begründen, das heißt, es mit dem religiösen Engagement zu verbinden, damit jene schädliche Trennung zwischen Glauben und Leben, zwischen dem Tribut, den wir Gott schulden, und dem Tribut, den wir dem Kaiser schulden, nicht fortbesteht. Die Frage des Tributs an den Kaiser: Jesus antwortet mit einem überraschenden politischen Realismus. Der Tribut an den Kaiser muss gezahlt werden, weil das Bildnis auf der Münze seins ist; aber der Mensch, jeder Mensch, trägt in sich ein anderes Bildnis, das von Gott, und daher schuldet jeder seine eigene Existenz Ihm und nur Ihm. Die Kirchenväter, inspiriert durch die Tatsache, dass Jesus auf das Bildnis des Kaisers Bezug nimmt, das auf der Tributmünze geprägt ist, interpretierten diesen Abschnitt im Licht des fundamentalen Konzepts des Menschen als Abbild Gottes, das im ersten Kapitel des Buches Genesis enthalten ist. Ein anonymes Autor schreibt: „Das Bild Gottes ist nicht in Gold geprägt, sondern in der menschlichen Gattung. Die Münze des Kaisers ist Gold, die Gottes ist die Menschheit… Daher, gib dein materielles Vermögen dem Kaiser, aber bewahre für Gott die einzigartige Unschuld deines Gewissens, wo Gott betrachtet wird… Denn der Kaiser verlangte, dass sein Bildnis auf jeder Münze geprägt werde, aber Gott wählte den Menschen, den Er selbst erschaffen hatte, um seine Herrlichkeit widerzuspiegeln.“ Und Heiliger Augustinus griff in seinen Homilien mehrfach auf diese Referenz zurück: „Wenn der Kaiser sein eigenes Bildnis, das auf der Münze abgedruckt ist, zurückfordert – behauptet er –, wird Gott nicht vom Menschen das göttliche Bildnis, das in ihm geschnitzt ist, verlangen?“ Und weiter: „So wie die Münze dem Kaiser zurückgegeben wird, so wird Gott die Seele zurückgegeben, die erleuchtet und durch das Licht seines Angesichts geprägt ist… Denn Christus wohnt im inneren Menschen“ (Psalm 94). Jünger der Pharisäer und Herodianer, die der römischen Macht wohlgesonnen waren, stellen eine tückische Frage: „Ist es erlaubt oder nicht, den Tribut an den Kaiser zu zahlen?“; Würde er ja sagen: Er würde als Kollaborateur der römischen Herrschaft erscheinen. Würde er nein sagen: Er würde bei den römischen Behörden als Subversiver angezeigt werden. Jesus erkennt die Falle. Er bittet um eine Münze und fragt: „Wem gehört dieses Bildnis? Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ „Gebt dem Kaiser“ bedeutet nicht, dass die Religion auf den Tempel beschränkt ist, noch dass die Ordnung und die Sorge um die sozialen und wirtschaftlichen Angelegenheiten abseits des göttlichen Gesetzes geschehen sollen, als ob Gott nicht existierte. Jesus erkannte die Zuständigkeit der zivilen Macht und ihrer Rechte an, aber er warnte: Auch die höheren Rechte Gottes müssen respektiert werden. Jesus gibt eine Antwort voller göttlicher Tiefe, die das ihnen vorgeschlagene Problem mit größter Genauigkeit löst, aber gleichzeitig weit über das hinausgeht, was sie ihn gefragt hatten. Er beschränkt sich nicht auf das „Ja“ oder das „Nein“. Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, sagt er ihnen. Das heißt, gebt ihm das, was ihm zusteht, aber nicht mehr als das, denn der Staat hat keine absolute Macht und Herrschaft. Die öffentlichen Autoritäten sind schwerlich verpflichtet, dem Gemeinwohl zu dienen, ohne persönlichen Vorteil zu suchen; sie sind verpflichtet, mit der größten Achtung vor dem natürlichen Gesetz und den Rechten der Person zu legislieren und zu regieren: zugunsten des Lebens ab dem Moment seiner Empfängnis, das das allererste aller Rechte ist; zugunsten der Familie, die der Ursprung der Gesellschaft ist; zugunsten der religiösen Freiheit; zugunsten des Rechts der Eltern zur Erziehung der Kinder… „Wehe denen, die ungerechte Gesetze erlassen!“ (Jes 10,1), ruft der Herr durch den Mund des Propheten Jesaja. Für die zu beten, die in Autorität eingesetzt sind, ist eine Pflicht aller Christen, denn die Verantwortung, die auf ihnen lastet, ist sehr groß. Andererseits, als Bürger, die gleich sind wie die anderen, müssen die Christen Männer und Frauen sein, die ihre Pflichten gegenüber der Gesellschaft, gegenüber dem Staat, gegenüber dem Unternehmen, in dem sie arbeiten… gewissenhaft erfüllen. Diese Treue ist für die Christen eine Gewissenspflicht, denn sie betrifft Leistungen, die in ihren Weg der Heiligkeit einzuordnen sind. Die Zahlung gerechter Steuern, die verantwortungsvolle Ausübung des Wahlrechts, die Mitarbeit bei Initiativen, die das öffentliche Wohl im Auge haben, das Eingreifen in die Politik, wenn sich die Person dazu berufen fühlt…, sind Aufgaben, die jedem Bürger eigen sind, aber im Christen werden sie zu Vehikeln für die Ausübung der Tugenden der Gerechtigkeit und der Liebe; sie sind daher Mittel der Heiligung. Wenn der Christ im öffentlichen Leben, in der Lehre, in jeder kulturellen Initiative… handelt, darf er seinen Glauben nicht verbergen, denn „die von Christus festgelegte Unterscheidung bedeutet keineswegs, dass die Religion in den Tempel – in die Sakristei – zurückzudrängen ist, noch dass die Ordnung der menschlichen Angelegenheiten abseits jedes göttlichen und christlichen Gesetzes zu vollziehen ist“ (Heiliger Josemaría Escrivá). Vielmehr müssen die Christen Salz und Licht an dem Ort sein, an dem sie sich befinden; sie müssen die Welt zu einem menschlicheren, bewohnbareren Ort machen, an dem die Menschen leicht den Weg finden, der zu Gott führt. Die gläubigen Laien erfüllen „diese Mission der Kirche in der Welt, vor allem durch jenen Zusammenklang des Lebens mit dem Glauben, durch den sie sich in das Licht der Welt verwandeln; durch die Ehrlichkeit in jedem Geschäft, eine Ehrlichkeit, die alle Menschen zur Liebe der Wahrheit und des Guten und schließlich zu Christus und der Kirche hinzieht; durch die brüderliche Liebe, durch die sie an den Lebensbedingungen, an der Arbeit, an den Schmerzen und Bestrebungen der Brüder teilhaben und die Herzen aller unauffällig für die heilsame Wirkung der Gnade disponieren…” (Zweites Vatikanum, A.A., Nr. 13). Gib Gott, was Gottes ist! Wir werden es durch das Zeugnis eines zusammenklingenden Lebens erreichen, indem wir uns als Söhne Gottes fühlen, sowohl auf dem öffentlichen Platz als auch im freundlichen Gespräch im Haus einiger Freunde, überzeugt davon, dass nur im Schoß der Kirche die Werte bewahrt werden, die den furchtbaren moralischen und religiösen Leerstand füllen können, den wir in der Gesellschaft vorfinden. Eine Gesellschaft ohne diese Werte ist einer wachsenden Aggressivität und auch einer fortschreitenden Entmenschlichung zugeneigt. Gott ist kein ferner, wirkungsloser Stern, sondern ein mächtiges Licht, das allen menschlichen Tätigkeiten Sinn verleiht. Angesichts der Versuche, Gott aus dem Leben der Menschen der Gegenwart zu verdrängen, unter der Annahme, dass Er ihre Freiheit und Verantwortung vermindere, erklärte Papst Benedikt XVI. mit erneuter Kraft: „Wo Gott gegenwärtig ist, gibt es Hoffnung, und es öffnen sich neue und oft unerwartete Perspektiven, die über das Heute und die vergänglichen Dinge hinausgehen“. Als lebende und tätige Mitglieder in unseren Gemeinden sind wir aufgerufen, am Leben und an der evangelisierenden und missionarischen Tätigkeit der Kirche teilzunehmen. Die Kirche in Brasilien bittet in ihren allgemeinen Leitlinien, dass wir alle: „Evangelisieren, ausgehend von Jesus Christus und in der Kraft des Heiligen Geistes, als nachfolgende, missionarische und prophetische Kirche, gespeist durch das Wort Gottes und durch die Eucharistie, im Licht der evangelischen bevorzugten Option für die Armen, damit alle das Leben haben, auf dem Weg zum endgültigen Reich“ (DGAE). Jesus sprach: „Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt.“ Als Christen müssen wir das Licht der Welt und das Salz der Erde sein, um die Welt in einen menschlicheren und göttlicheren Ort zu verwandeln, in einer Freiheit, die sich vor den Menschen und vor Gott verantwortlich weiß. Gebet dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört. Bei einer Messe, die im September 2013 zelebriert wurde, stellte Papst Franziskus fest, dass ein guter Katholik sich in der Politik engagieren müsse und dass das Gegenteil kein guter Weg für die Gläubigen sei. Der Heilige Vater erinnerte daran, dass „die Politik – so lehrt die Soziallehre der Kirche – eine der höchsten Formen der Liebe ist, weil sie dem Gemeinwohl dient. Ich kann doch nicht die Hände in Unschuld waschen, oder? Wir alle müssen etwas beisteuern!“ Oft besteht die Gewohnheit, nur schlecht über die Regierenden zu sprechen und das zu kritisieren, was nicht gut läuft: „Man schaut die Nachrichten im Fernsehen, liest die Zeitung, und die Kritik ist unaufhörlich. Man spricht immer schlecht und dagegen!“ Vielleicht sei „der Regierende tatsächlich ein Sünder, wie David, aber ich muss mit meiner Meinung, mit meinem Wort und auch mit meiner Korrektur mitwirken“, denn alle „müssen am Gemeinwohl teilhaben!“. Und wenn „wir oft hören: dass ‘ein guter Katholik nicht in die Politik geht’, das ist nicht wahr, das ist kein guter Weg“. „Ein guter Katholik engagiert sich nicht in der Politik. Das ist nicht richtig. Das ist kein guter Weg. Ein guter Katholik muss sich in der Politik engagieren, indem er das Beste von sich selbst einbringt, damit der Regierende regieren kann. Aber was ist das Beste, das wir den Regierenden anbieten können? Das Gebet! Das sagt Paulus: ‘Bittet für alle Menschen, für den König und für alle, die in der Macht sind’. ‘Aber, Vater, das ist eine schlechte Person, die muss in die Hölle…’.“ Betet für ihn, betet für sie, damit er gut regieren kann, damit er sein Volk liebt, damit er seinem Volk dient, damit er demütig ist. „Ein Christ, der nicht für seine Regierenden betet, ist kein guter Christ!“. Er fuhr fort zu sagen, dass es notwendig sei zu beten, damit sie sich bekehren. Christ zu sein bedeutet nicht nur, an heiligen Zeremonien teilzunehmen, während die gewöhnliche Welt ihren Weg geht. Wir brauchen das Zeugnis eines kohärenten Lebens, indem wir als Kinder Gottes leben, sowohl allein als auch unter Freunden, bei der Arbeit, in der Familie, in der Verlobung oder in den Geschäften, im Bewusstsein, dass uns der Aufbau der Gesellschaft und die Erhebung der Welt obliegt. Gott ruft uns auf, ihn in den materiellen, alltäglichen Aufgaben des menschlichen Lebens zu dienen, wo er uns jeden Tag erwartet. Es ist wichtig, alle täglichen Aktivitäten heilig zu leben, indem man sie zum Mittel und zur Gelegenheit für die fortwährende Begegnung mit dem Herrn macht, indem man Liebe in die kleinen Dinge legt und dieses etwas Göttliches entdeckt, das in den Details verborgen ist. Es gibt nur ein einziges Leben, und es muss, in der Seele und im Körper, heilig und erfüllt von Gott sein. Im Nachdenken über den Brief des heiligen Paulus an Timotheus, in dem er ihn bittet, für die Regierenden zu beten, sagte der Papst: Wer regiert, „muss sein Volk lieben“, denn „ein Regierender, der nicht liebt, kann nicht regieren: im Maximum kann er disziplinieren, etwas Ordnung schaffen, aber nicht regieren“. Der Heilige Vater erinnerte an das Beispiel Davids, wie er sein Volk liebte, so sehr, dass er nach dem begangenen Sünden dem Herrn bat, nicht das Volk, sondern ihn selbst zu bestrafen. So seien die beiden Tugenden eines Regierenden „die Liebe zum Volk und die Demut“. Die Christen müssen das Licht der Welt und das Salz der Erde sein, um die Welt in einen menschlicheren und göttlicheren Ort zu verwandeln, in einer Freiheit, die sich vor den Menschen und vor Gott verantwortlich weiß. Gebet dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört. Die Kirche feiert heute den 100. Weltmissionstag. Papst Leo XIV. sandte eine Botschaft für diese Feier, die den hundertsten Jahrestag dieses Tages markiert. Der Papst sagte in der Einleitung der Botschaft: „Für den Weltmissionstag 2026, der den hundertsten Jahrestag dieser von Pius X. instituierten und von der Kirche so geschätzten Feier markiert, habe ich das Thema ‚Ein in Christus, vereint, vereint im missionarischen Auftrag‘ gewählt. Nach dem Heiligen Jahr wünsche ich, die gesamte Kirche zu ermutigen, den missionarischen Weg mit Freude und Eifer im Heiligen Geist fortzusetzen, was vereinte Herzen in Christus, versöhnte Gemeinden und bei allen die Bereitschaft erfordert, mit Großzügigkeit und Vertrauen zusammenzuarbeiten.“ Papst Leo XIV. fährt fort: „Wenn wir über unser Sein-ein-in-Christus und unsere Vereinigung im missionarischen Auftrag nachdenken, lasst uns von der göttlichen Gnade leiten und inspirieren, um ‚in uns das Feuer der missionarischen Berufung zu erneuern‘ und gemeinsam im Einsatz für die Evangelisierung voranzuschreiten, in einer ‚neuen missionarischen Ära‘ in der Geschichte der Kirche“ (Homilie bei der Messe zum Jubiläum der Weltmission und der Migranten, 5. Oktober 2025). Weiter Papst Leo: „Und um die geistliche Gemeinschaft zu fördern, hinterlasse ich euch mit meinem Segen dieses einfachen Gebet: Heiliger Vater, schenke uns, ein in Christus zu sein, verwurzelt in seiner Liebe, die verbindet und erneuert. Lass alle Glieder der Kirche im missionarischen Auftrag vereint sein, dem Heiligen Geist gefügig, mutig im Zeugnis des Evangeliums, indem wir jeden Tag deine treue Liebe zu jedem Geschöpf verkünden und verkörpern. Segne die Missionare und Missionarinnen, stütze sie in ihrem Einsatz, bewahre sie in der Hoffnung! Maria, Königin der Missionen, begleite unser evangelisierendes Werk in allen Ecken der Erde: macht uns zu Werkzeugen des Friedens und lasst die ganze Welt in Christus das Licht erkennen, das rettet. Amen.“ Dom José Maria Pereira Der Beitrag „Homilie von Dom José Maria Pereira – 29. Sonntag im Jahreskreis – Jahr A“ erschien zuerst auf Presbíteros.
Wortlaut im Original
O Cristão na Igreja e na Política! Dia Mundial das Missões! Dom José Maria Pereira No Evangelho (Mt 22, 15-21), perante uma pergunta insidiosa, Jesus reafirma o dever de obedecer à autoridade civil. Uns fariseus, unidos aos herodianos – com quem tinham feito causa comum para atacar o Senhor – perguntam-lhe se é lícito pagar o tributo ao César. O pagamento dessas contribuições era considerado por alguns como uma forma de colaboração com o poder estrangeiro, que, com a sua autoridade – pensavam –, limitava o domínio de Deus sobre o Povo eleito. Se o Mestre admitisse o pagamento, os fariseus poderiam considerá-lo como colaborador do domínio romano e desacreditá –lo perante uma boa parte do povo; se se opusesse, os herodianos, amigos do poder estabelecido, teriam motivo suficiente para denunciá-lo à autoridade romana. Devemos estar convencidos de que o Evangelho não afasta os cristãos da política, mas, antes, quer que o cristão participe com especial responsabilidade e testemunho da construção do bem comum. O difícil é fundamentar, no Evangelho, este compromisso, isto é, como uni-lo ao compromisso religioso a fim de que não se perpetue aquela separação nefasta entre fé e vida, entre o tributo que devemos dar a Deus e o tributo que devemos dar a César. A questão do tributo a César: Jesus responde com um surpreendente realismo político. O tributo a César deve ser pago, porque a efígie na moeda é sua; mas o homem, cada homem, traz em si mesmo outra imagem, a de Deus, e, portanto, é a Ele, e somente a Ele que cada um é devedor da própria existência. Os Padres da Igreja, inspirando-se no fato de que Jesus faz referência à efígie do imperador, gravada na moeda do tributo, interpretaram este trecho à luz do conceito fundamental de homem-imagem de Deus, contido no primeiro capítulo do Livro do Gênesis. Um autor anônimo escreve: “A imagem de Deus não está gravada no ouro, mas no gênero humano. A moeda de César é ouro, a de Deus é a humanidade… Portanto, concede a tua riqueza material a César, mas conserva para Deus a inocência singular da tua consciência, onde Deus é contemplado… Com efeito, César pediu que a sua imagem fosse gravada em cada moeda, mas Deus escolheu o homem, que Ele mesmo criou, para refletir a sua Glória.” E Santo Agostinho recorreu várias vezes a esta referência nas suas homilias: “Se César reclama a própria imagem impressa na moeda – afirma – não exigirá Deus do Homem a imagem divina esculpida nele?” E ainda: “Do mesmo modo que se devolve a moeda a César, assim se restitui a Deus a alma iluminada e impressa pela luz da sua Face… Com efeito, Cristo habita no homem interior” (Salmo 94). Discípulos dos fariseus e herodianos, favoráveis ao poder romano, fazem uma pergunta capciosa: “é permitido ou não pagar o tributo a César?”; Se dissesse sim: apareceria como colaborador da dominação romana. Se dissesse não: seria denunciado às autoridades romanas como subversivo. Jesus percebe a armadilha. Pede uma moeda e pergunta: “De quem é essa imagem? Dai a César o que é de César e a Deus o que é de Deus”. “Dai a César” não significa que a religião esteja confinada ao templo, nem que a ordem e o cuidado dos assuntos sociais e econômicos devam ser feitos à margem da lei divina, como se Deus não existisse. Jesus reconheceu a competência do poder civil e de seus direitos, mas avisou: devem ser respeitados também os direitos superiores de Deus. Jesus dá uma resposta cheia de profundidade divina, que soluciona com toda a exatidão o problema que lhe tinham proposto, mas, ao mesmo tempo, vai muito além do que lhe tinham perguntado. Não se limita ao “sim” ou ao “não”. Dai a César o que é de César, diz-lhes. Quer dizer, dai-lhe aquilo que lhe corresponde, mas não mais do que isso, porque o Estado não tem poder e domínio absolutos. As autoridades públicas estão gravemente obrigadas a servir o bem comum sem buscar o proveito pessoal; a legislar e governar com o mais pleno respeito pela lei natural e pelos direitos da pessoa: em favor da vida desde o momento da sua concepção, que é o primeiro de todos os direitos; da família, que é a origem da sociedade; da liberdade religiosa; do direito dos pais à educação dos filhos… “Ai daqueles que fazem leis injustas!” (Is 10,1), clama o senhor pela boca do profeta Isaías. Rezar pelos que estão constituídos em autoridade é um dever de todos os cristãos, pois é muito grande a responsabilidade que pesa sobre eles. Por sua vez, como cidadãos iguais aos outros, os cristãos devem ser homens e mulheres que cumprem escrupulosamente os seus deveres para com a sociedade, para com o Estado, para com a empresa em que trabalham… Essa fidelidade é para os cristãos um dever de consciência, pois diz respeito a prestações que se enquadram no seu caminho de santidade. O pagamento dos impostos justos, o exercício responsável do voto, a colaboração nas iniciativas que têm em vista o bem público, a intervenção na política quando a pessoa se sente chamada a isso…, são tarefas próprias de qualquer cidadão, mas, no cristão, tornam-se veículos para o exercício das virtudes da justiça e da caridade; são, portanto, meio de santificação. Quando o cristão atua na vida pública, no ensino, em qualquer iniciativa cultural…, não pode ocultar a sua fé, pois “a distinção estabelecida por Cristo não significa, de modo algum, que a religião tenha que ser relegada ao templo – à sacristia -, nem que a ordenação dos assuntos humanos deva ser feita à margem de toda a lei divina e cristã” (São Josemaría Escrivá). Antes, pelo contrário, os cristãos devem ser sal e luz no lugar onde se encontram, devem converter o mundo num lugar mais humano, habitável, onde os homens encontrem com facilidade o caminho que leva a Deus. Os fiéis leigos cumprem “esta missão da Igreja no mundo, antes de tudo por aquela coerência da vida com a fé, pela qual se transformam em luz do mundo; pela honestidade em qualquer negócio, honestidade que atrai todos os homens para o amor da verdade e do bem e, afinal, para Cristo e a Igreja; pela caridade fraterna, pela qual participam das condições de vida, trabalho, dores e aspirações dos irmãos, dispondo insensivelmente os corações de todos para a ação salutar da graça…” (Concílio Vaticano II, A.A, nº13). Dar a Deus o que é de Deus! Conseguiremos com o testemunho de uma vida coerente, sentindo-nos filhos de Deus, tanto na praça pública como na conversa amável na casa de alguns amigos, persuadidos de que só no seio da Igreja se guardam os valores que podem preencher o tremendo vazio moral e religioso que encontramos na sociedade. Uma sociedade sem esses valores está voltada para uma crescente agressividade e também uma progressiva desumanização. Deus não é uma estrela longínqua, inoperante, mas uma poderosa luz que dá sentido a todos os afazeres humanos. Diante das tentativas de afastar Deus da vida dos homens contemporâneos, na pressuposição que Ele diminua a sua liberdade e a responsabilidade, o Papa Bento XVI afirmou com renovado vigor: “Onde Deus está presente, há esperança e abrem-se perspectivas novas e, frequentemente, inesperadas que vão para além do hoje e das coisas efêmeras”. Como membros vivos e atuantes nas nossas comunidades, somos chamados a participar na vida e na ação evangelizadora e missionária da Igreja. A Igreja, no Brasil, nas suas diretrizes gerais, pede-nos que todos devemos: “ Evangelizar, a partir de Jesus Cristo e na força do Espírito Santo, como Igreja discípula, missionária e profética, alimentada pela Palavra de Deus e pela Eucaristia, à luz da evangélica opção preferencial pelos pobres, para que todos tenham vida, rumo ao Reino definitivo” (DGAE). Jesus disse: “Vós sois o sal da terra, vós sois a luz do mundo”. Como cristãos, devemos ser luz do mundo e sal da terra, para converter o mundo num lugar mais humano e mais divino, numa liberdade que se sabe responsável diante dos homens e diante de Deus. Dando a César o que é de César, e a Deus o que é de Deus. Em Missa celebrada em setembro de 2013, o Papa Francisco assinalou que um bom católico deve empenhar-se na política e que o contrário não é um bom caminho para os fiéis. O Santo Padre recordou que “a política – diz a Doutrina Social da Igreja – é uma das formas mais elevadas da caridade, porque serve ao bem comum. Eu não posso lavar as mãos, né? Todos devemos dar algo!” Muitas vezes, existe o hábito de somente falar mal dos governantes e criticar o que não vai bem: “Assiste-se ao noticiário na televisão, lê-se o jornal, e as críticas são contínuas. Fala-se sempre mal e contra!”. Talvez, “o governante seja, sim, um pecador, como Davi, mas eu devo colaborar com a minha opinião, com a minha palavra, e também com a minha correção” porque todos “devemos participar do bem comum!”. E se “muitas vezes ouvimos: que ‘um bom católico não entra na política’, isto não é verdade, esse não é um bom caminho”. “Um bom católico não se envolve na política. Isso não é certo. Este não é um bom caminho. Um bom católico deve empenhar-se na política, oferecendo o melhor de si, para que o governante possa governar. Mas, qual é a melhor coisa que podemos oferecer aos governantes? A oração! Isso é o que diz Paulo: ‘A oração por todos os homens e pelo rei e por todos os que estão no poder’. ‘Mas, Padre, aquela é uma má pessoa, tem que ir para o inferno…’.” Reza por ele, reza por ela, para que possa governar bem, para que ame o seu povo, para que sirva ao seu povo, para que seja humilde “ “Um cristão que não reza pelos seus governantes não é um bom cristão! “. Continuou dizendo que é necessário rezar para que se convertam. Ser cristão não é apenas participar em cerimônias sagradas, enquanto o mundo comum vai percorrendo o seu caminho. Precisamos do testemunho de uma vida coerente, vivendo como filhos de Deus tanto sozinhos como entre amigos, no trabalho, na família, no namoro, ou nos negócios, conscientes de que nos cabe a edificação da sociedade, elevar o mundo. Deus chama-nos a servi – Lo nas tarefas materiais, comuns da vida humana, onde nos espera cada dia. Importa viver santamente todas as atividades diárias, fazendo delas meio e ocasião para o encontro contínuo com o Senhor, pondo amor nas pequenas coisas, descobrindo esse algo divino que se encerra nos detalhes. Há uma única vida, e deve ser, na alma e no corpo, santa e plena de Deus. Refletindo sobre a Carta de São Paulo a Timóteo, em que lhe pede rezar pelos governantes, disse o Papa: Quem governa, “deve amar o seu povo “, porque, “um governante que não ama não pode governar: no máximo poderá disciplinar, colocar um pouco de ordem, mas não governar”. O Santo Padre recordou o exemplo de Davi, como ele amava o seu povo, tanto que, depois do pecado cometido, pede ao Senhor que não castigue o povo, mas a ele mesmo. Assim, as duas virtudes de um governante “são o amor pelo povo e a humildade”. Os cristãos devem ser luz do mundo e sal da terra, para converter o mundo num lugar mais humano e mais divino, numa liberdade que se sabe responsável diante dos homens e diante de Deus. Dando a César o que é de César, e a Deus o que é de Deus. A Igreja celebra, hoje, o 100 Dia Mundial das Missões. O Papa Leão XlV enviou uma mensagem para esta celebração que marca o centenário deste dia. Disse o Papa, na introdução da mensagem: “Para o Dia Mundial das Missões de 2026, que marca o centenário desta celebração, instituída por Pio Xl e tão estimada pela Igreja, escolhi o tema “Um em Cristo, unidos, unidos na missão”. Após o Ano Jubilar, desejo exortar toda a Igreja a prosseguir o caminho missionário com alegria e zelo no Espírito Santo, o que requer corações unificados em Cristo, comunidades reconciliadas e, em todos, disponibilidade para colaborar com generosidade e confiança”. Continua o Papa Leão XlV: “Refletindo sobre o nosso ser um em Cristo e unidos na missão, deixemo-nos guiar e inspirar pela graça divina, para “renovar em nós o fogo da vocação missionária” e avançar juntos no empenho pela evangelização, numa “nova era missionária” na história da Igreja” (Homilia na Missa pelo Jubileu do Mundo Missionário e dos Migrantes, 5 de outubro de 2025). Ainda o Papa Leão: “E para promover a comunhão espiritual, deixo-vos, com a minha bênçâo, esta simples oração: Pai santo, concedei-nos ser um em Cristo, enraizados no seu amor que une e renova. Fazei que todos os membros da Igreja sejam unidos na missão, dóceis ao Espírito Santo, corajosos no testemunho do Evangelho, anunciando e encarnando todos os dias o vosso amor fiel por cada criatura. Abençoai os missionários e as missionárias, sustentai-os no seu esforço, guardai-os na esperança! Maria, Rainha das missões, acompanhai a nossa obra evangelizadora em todos os cantos da terra: tornai-vos instrumentos de paz e fazei que o mundo inteiro reconheça em Cristo a luz que salva. Amém.” Dom José Maria Pereira O post Homilia do D. José Maria Pereira – XXIX Domingo do Tempo Comum – Ano A apareceu primeiro em Presbíteros .