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Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Four Kinds of Healing

ohne Namen · St Martin-in-the-Fields London - Sermons und Thought for the Week · 2026-10-11 · London · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Geduld · tragend Umkehr · tragend

Gebet um Heilung zielt nicht auf die Beseitigung des Leidens, sondern darauf, dass der Heilige Geist den Leidenden in der jeweiligen Situation – ob vorübergehend, dauerhaft, verletzt oder schuldig – zu einer tieferen Erkenntnis von Gott, sich selbst und anderen führt.

Die Person, die die Bitte um Gebet erhält, ist nicht wie ein Arzt, der fragt: „Was kann ich tun?“ Stattdessen stellt sie eine ziemlich andere Frage: „Was wird der Heilige Geist tun?"

Der Text ist eine Predigt, die vier Zustände menschlichen Leidens unterscheidet: das Vorübergehende, das Dauerhafte, die Verletzung und das Unrecht. Für jeden Zustand wird eine andere Form des Gebets an den Heiligen Geist formuliert. Das Vorübergehende wird nicht als Problem betrachtet, das verschwindet, sondern als Mysterium, das zu neuer Tiefe führen kann. Das Dauerhafte wird als Schnittstelle zwischen Leben und Tod beschrieben, die den Menschen an die Vergänglichkeit erinnert. Verletzung erfordert das Loslassen von Kontrolle und das Einbetten des Erlebten in eine größere Geschichte. Das Unrecht, das vom eigenen Handeln ausgeht, wird als das Schwerste bezeichnet, weil es das Eingeständnis der eigenen Schuld voraussetzt. Der Text verknüpft diese Kategorien mit der Lesung aus Philipper 4,6-7 und betont, dass Gebet nicht primär auf Lösung, sondern auf Transformation und Gottes Gegenwart abzielt.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Krankheit, Tod, Vergänglichkeit als Grundproblem; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Phil 4,6-7

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Eine Predigt, gehalten in St Martin-in-the-Fields am 11. Oktober 2026 von Revd Dr Sam Wells Lesung für die Ansprache: Philipper 4: 6-7 Wenn Sie in eine Arztpraxis gehen, gibt es einen erheblichen Unterschied in den Erwartungen auf Ihrer Seite und denen des Arztes. Sie neigen dazu, den Arzt als Quelle von Erklärungen, Fachwissen und Lösungen zu betrachten. Der Arzt versucht schnell festzustellen, ob es sich um etwas sehr Ernstes handelt, das an einen Spezialisten weitergeleitet werden muss, um etwas Gerades, das die Medizin oder eine andere Art der Intervention oder Lebensstiländerung angehen kann, oder um etwas, das eigentlich keine Sache der Medizin ist, mit dem Sie leben müssen, oder das stattdessen von selbst verschwinden wird. Es ist ziemlich anders, wenn Sie um Gebet für Heilung bitten. Wir erhalten in der heutigen Lesung aus dem Neuen Testament einen Bericht. „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Bitten vor Gott bekannt werden. Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.“ Die Person, die die Bitte um Gebet erhält, ist nicht wie ein Arzt, der fragt: „Was kann ich tun?“ Stattdessen stellt sie eine ziemlich andere Frage: „Was wird der Heilige Geist tun?“ Ich möchte vier Dinge untersuchen, um die wir den Heiligen Geist bitten können, je nachdem, was wir durchmachen. Ich gebe jedem der vier Zustände einen Namen. Beginnen wir mit dem Vorübergehenden. Ein vorübergehendes Leiden zu haben bedeutet, einen tiefen Grad an Schmerz und Leid zu erfahren, den man jedoch nicht als dauerhaft erwartet – wo die Ursache der Not eine unpersönliche Krankheit oder ein Unfall oder ein anderes unglückliches Rückschlag ist. Wenn Sie sich das Schlüsselbein brechen, kann es in einigen Fällen bleibende Schäden verursachen; aber meistens sind es mehrere Wochen von Unbehagen und Unannehmlichkeiten. In anderer Hinsicht, wenn Sie erfahren, dass ein enger Verwandter festgenommen wurde und einer Haftstrafe gegenübersteht, fragen Sie sich, ob dies eine schmerzhafte Periode oder ein lebensverändernder Moment sein wird, und Sie überlegen, was Sie tun könnten, um es für alle Beteiligten weniger schädlich zu machen. Die instinktive Bitte ist: „Lass es verschwinden.“ Aber die Dinge, die ich beschrieben habe, sind keine, die einfach verschwinden werden. Während einige Situationen von schnellen Interventionen profitieren könnten, macht diese Krise, dieses Gesundheitsproblem oder diese Umstände, einfach oder komplex, den Unterschied zwischen dem Beheben eines Problems und dem Betreten eines Mysteriums deutlich. In vielen Fällen geht es nicht darum, alles zu lösen und alles darüber zu vergessen; oft wird nichts mehr ganz so sein wie zuvor. Also ist die Bitte nicht so sehr: „Behebe es jetzt“, sondern eher: „Zeig mir, wie die Realität jenseits dieses Moments wahrer, weiser und tiefer sein wird als zuvor. Wenn ich krank bin, mach mich mitleidiger für andere, die so leiden wie ich. Wenn ich Pech habe, mach mich dankbar für die unzähligen Segnungen, die ich ständig für selbstverständlich halte. Wenn nichts richtig läuft, gib mir Geduld, Widerstandskraft und Ausdauer. Verwandle meine Gefühle der Ohnmacht, des Zorns, der Ungerechtigkeit und der Trauer, stärke diejenigen, die versuchen, meine Situation zu verändern, lindere jeden körperlichen Schmerz und schick mir Gefährten in der Dunkelheit.“ Was tut der Heilige Geist? Wir können es nie wirklich wissen, aber wir können zumindest annehmen, dass er Christus auf neue Weise gegenwärtig macht und in den schlimmsten Momenten bei uns ist. Wir lernen, dass das Leben nicht in einer geraden Linie verläuft, und die Kurven auf dem Weg sind mindestens so wichtig wie die glatten Teile. Unsere tiefste Bitte ist, dass diese Erfahrung zu einer prägenden in unserem Leben wird, durch die wir Gott, uns selbst und andere wie nie zuvor sehen, kennen und verstehen werden. Eine zweite Bedingung können wir als dauerhaft bezeichnen. Dies ist eine Bedingung, die niemals verschwinden wird. Sie kann zutiefst lähmend sein, wie ein Schlaganfall; ein irreversibler Verfall, wie Demenz; entkräftend, aber episodisch, wie chronisches Erschöpfungssyndrom oder Depression; oder letztlich eine terminal Diagnose. In dieser Situation zu beten bedeutet oft, widersprüchliche Stimmen in deinem Kopf zu hören. Eine ist tragisch. Sie sagt: „Sei nicht albern. Das wird nicht weggehen. Du musst einfach einen Weg finden, es zu akzeptieren." Der Ausdruck „sich damit abfinden" ist eine Metapher eines Geschäftsabschlusses, bei dem du mit einer solchen Bedingung feilschst und sie dir etwas gibt und du ihr etwas gibst und ihr euch auf einen Deal einigt. Aber die Chancen stehen gut, dass sie dir tatsächlich nichts gibt, oder nichts, was du willst. Also gibt es eine andere, entgegengesetzte Stimme in deinem Kopf, die sagt: „Vielleicht wird es ein Wunder geben, einen medizinischen Durchbruch; hier, mein Cousin hat etwas auf einer Website gesehen, das sagte, jemand in Norwegen hat 14 Jahre lang Abschabungen von Elchgeweihen gegessen und wurde geheilt. Vielleicht, wenn Tausende von Menschen 43 Mal am Tag beteten, wäre alles vorbei." Aber du bist dir nicht sicher, ob du in dieser Welt aus Halbwahrheiten und Wunschdenken leben willst. Es könnte eine andere Stimme geben, die sagt: „Vielleicht ist es Gottes Wille. Vielleicht hast du es verdient." Aber das könnten verzweifelte Versuche sein, dem Zufälligen auszuweichen, das das Leben uns zuschickt. Also wirst du vielleicht beten, die Dinge zu akzeptieren, die du nicht ändern kannst, und die Dinge zu ändern, die du kannst. Es gibt viel Überlappung zwischen vorübergehend und dauerhaft, aber womit du kämpfst, wenn du in einer dauerhaften Bedingung bist, ist die Schnittstelle zwischen Leben und Tod. Was körperliche, geistige und emotionale Heilung verspricht, ist eine Vorahnung der Auferstehung, die Wiederherstellung des Lebens in all seiner Fülle, die wir jenseits des Grabes erwarten. Aber diese Art von Vorahnung kann nur je vorübergehend sein. Wir werden auf jeden Fall eines Tages sterben. Die zusätzlichen Jahre, die uns vielleicht geschenkt werden, werden selbst vergehen. Der modische Ausdruck „Erinnerungen schaffen" behandelt Erinnerungen als Waren, die, solange man sie pflegt und in den Kühlschrank stellt, haltbarer sind als das gewöhnliche Leben. Alles, was erforderlich ist, ist, dass man ein Selfie macht und es in den sozialen Medien teilt, und da bist du, mein Herr, eine ordentlich verpackte Erinnerung. Niemand scheint begriffen zu haben, dass die ganze Idee eine Form des Marketings für Smartphones ist. Fotografien sind keine Erinnerungen. Sie sind idealisierte Bilder der Vergangenheit. „Erinnerungen schaffen" kann den Marsch der Zeit nicht aufhalten. Verfall und Tod sind in der DNA unserer Existenz. Dauerhafte Bedingungen bedeuten, dass wir den Tod in Etappen erleben – unsere Fähigkeiten werden vermindert, unsere Mobilität gehemmt, unser Bewusstsein fragiler. Es ist eine brutale Sache zu sagen, aber vielleicht ist der einzige Weg, dies als Geschenk zu empfangen, es zuzulassen, die Fantasie zu durchstechen, dass wir andernfalls für immer leben würden. Massive Lebensherausforderungen sind Vorahnungen des Todes. Sie sind Einladungen, in einem kleineren körperlichen oder geistigen Raum zu leben, und zu lernen, diesen Raum als immer noch kostbar, immer noch voller Staunen, immer noch gültig zu erkunden. Und dabei vielleicht besser auf den Tod vorbereitet zu sein, wenn er endlich kommt, weil der Tod anfängt, weniger wie eine monströse und ungerechte Entziehung eines Rechts zu wirken, sondern wie das Ende eines natürlichen Prozesses, Dinge wegzunehmen, die einst reines Geschenk waren. Die Geprüften wissen, dass diejenigen, die eine diagnostizierte terminale Erkrankung haben, keine andere Art sind; denn wir alle haben eine terminale Erkrankung – sie heißt Leben – und wir beginnen erst zu leben, wenn wir erkennen, dass Existenz kein Recht ist, das man verteidigen muss, sondern ein Geschenk, das wir genießen müssen, in dem Wissen, dass wir eines Tages zurückgeben müssen. Dies sind alle Aspekte der Trauer. Ich erinnere mich an eine Therapeutin, die über ihre Arbeit sagte: „Am Ende ist es alles Trauer." Trauer ist das Lernen, ohne das zu leben, ohne das wir uns nicht vorstellen können zu leben. Es ist eine Übung im Leben ohne alles. So, wenn wir herausgefordert werden, beten wir, dass wir, während wir uns Zoll für Zoll durch den Dschungel des Schmerzes, des Verlustes, des Zorns und der Bestürzung bahnen, jene Dinge und Menschen, die übrig bleiben, noch mehr als zuvor schätzen mögen; dass wir, begrenzt wie unser Leben sein mag, keine Isolation spüren, sondern Gott und andere tief bei uns wissen; und dass, wenn unsere letzte Stunde auf Erden schließlich kommt, wir so gut vorbereitet gewesen sein werden, dass wir bereit sind, die Schwelle zu überschreiten, um mit Gott für immer zu leben. Eine dritte Bedingung können wir Verletzung nennen. Verletzt zu sein bedeutet nicht nur, von etwas Schmerzhaftem, Bedrückendem oder Unangenehmem betroffen zu werden, sondern zu wissen, dass das, was man erlebt, das Ergebnis der Handlung eines anderen Menschen ist, der aus klaren oder mysteriösen Gründen, aus Bosheit, Eigennutz oder Nachlässigkeit, einen erheblich geschädigt hat. Um mit Verletzung umzugehen, muss man die Kontrolle loslassen, die es ablehnt, anzuerkennen, dass man verwundet wurde, und dennoch einen Weg finden, es nicht zu erlauben, die ganze eigene Geschichte zu entführen; man muss herausarbeiten, ob es möglich oder hilfreich ist, die Person öffentlich oder privat zur Rechenschaft zu ziehen, ob die Person irgendein Bewusstsein für oder Bedauern über das, was sie getan hat, hat, oder ob irgendeine Form der Wiedergutmachung oder Versöhnung erstrebenswert oder erreichbar ist; und man muss beginnen, in eine größere Geschichte zu leben, in der diese rohe Episode nur ein Element ist, das man niemals zur zentralen Wahrheit über sich und die Welt werden lässt. Wenn wir verletzt sind, können wir beten, dass der Geist unsere Wunden pflegt, einige heilt und andere in die Textur eines weiteren, wenn auch traurigeren Blicks auf die Welt einwebt. Wir können Gott bitten, einen Prozess der Gerechtigkeit zu lenken, nicht in der Illusion, dass ein öffentlicher Prozess uns geben wird, was wir wollen, sondern in der bescheideneren Hoffnung, dass er eine notwendige Aussage über den zugefügten Schaden und die Wiedergutmachung des zugefügten Schadens bereitstellen möge. Wir können zum Geist hinblicken, damit er unser Herz nicht verhärten lässt, damit dieses schmerzhafte Ereignis oder diese Beziehung uns nicht so tief schädigt, dass wir es schwer haben, unserem eigenen Leben oder dem Leben anderer mit Vertrauen und Zuversicht zu begegnen. Wir können beten: „Wenn es nicht glücklich sein kann, dann bitte, Gott, mache es irgendwie schön." Und schließlich, eng verwandt, aber sehr unterschiedlich, ist das Unrecht. Unrecht bedeutet, sich in einer misslichen Lage zu befinden, die in erheblichem Maße von einem selbst herkommt – weil man einen Fehler gemacht hat und niemand es für einen richten kann. Dies ist das Schwerste der vier, darüber zu sprechen, weil früher Gespräche über Schuld, Scham und Sünde unsere Kultur durchdrangen, aber nun neigen wir dazu, zu leugnen, dass wir furchtbare Fehler machen, und behaupten, unsere Eltern oder die Medien oder unsere biologische Beschaffenheit seien die wahren Übeltäter. So wie Heilung geschehen kann, aber wir zunächst anerkennen müssen, dass wir krank sind, so ist Vergebung immer Teil davon, wie Gott sich uns nähert – aber um sie zu empfangen, müssen wir eingestehen, dass wir im Unrecht sind. Das bedeutet weder, zu übertreiben und die Geschichte ganz um uns herum zu drehen und unsere Verantwortung zu übertreiben; noch, die Geschichte zu verfälschen und ablenken und so zu tun, als könnten wir uns daraus winden. Hier ist unser Gebet, dass wir Gnade finden, die Wahrheit über uns selbst und wer wir sind und was wir getan haben, anzunehmen, weil wir am Ende nicht in einen Spiegel blicken, um Scham und Schande zu erblicken, sondern in das Angesicht Christi blicken, der es bereits weiß und dennoch liebt und dessen Heiliger Geist bereits daran arbeitet, unsere Versagen in Gottes Ruhm zu verwandeln. Das sind vier Arten von Gebet um Heilung. Die vorübergehend Leidenden, die dauerhaft Herausgeforderten, die tief Verletzten und die unbestreitbar im Unrecht. Wenn wir vor Gott in Gebet kommen, beginnen wir, sie zu entwirren, aber auch manchmal die Überlappungen und Elemente einer Bedingung, die in einer anderen auftauchen, zu sehen. Vor allem sagt unser Gebet: „Dies ist das, was meinem Herzen am nächsten ist; ich möchte wissen, dass es deinem Herzen am nächsten ist, o Gott. Mein Vertrauen ist, dass es dich näher zu mir bringen wird, nicht weiter entfernt. Und mein Verlangen ist, dass dies keine sinnlose Bedrängnis sei, sondern dass es Teil der Geschichte davon werden möge, wie du mit mir, anderen und der ganzen Welt bist." Heilung besteht nicht einfach darin, mit den Fingern zu schnippen und den Heiligen Geist zu bitten, es zu richten. Es geht darum, unser Leben und unsere Herzen in Erwartung und Hoffnung zu öffnen, dass der Heilige Geist etwas Neues tun wird, uns etwas Wahres zeigen wird, uns einen Einblick geben wird, wer wir wirklich sind und wer Gott immer sein wird, uns Gefährten bringen wird, damit wir nicht allein sind, und offenbaren wird, wozu unser Leben erschaffen wurde. Und vor allem uns überzeugen, dass Gott noch nicht mit uns fertig ist; und es nie sein wird.
Wortlaut im Original
A Sermon preached at St Martin-in-the-Fields on October 11, 2026 by Revd Dr Sam Wells Reading for address: Philippians 4: 6-7 When you walk into a doctor’s surgery, there’s a significant difference of expectation on your part and that of the doctor. You tend to see the doctor as the source of explanations, expertise and solutions. The doctor is quickly trying to establish if this is something very serious to be escalated to a specialist, something straightforward that medicine or some other kind of intervention or lifestyle change can address, or something that isn’t really a matter for medicine that you will have to live with or will instead go away by itself. It’s rather different when you request prayer for healing. We get an account in today’s New Testament reading. ‘Do not be anxious about anything, but in everything by prayer and supplication with thanksgiving let your requests be made known to God. And the peace of God, which surpasses all understanding, will guard your hearts and your minds in Christ Jesus.’ The person who receives the request for prayer isn’t like a doctor, asking ‘What can I do?’ Instead, they’re asking a rather different question: ‘What is the Holy Spirit going to do?’ I want to explore four things we may pray to the Holy Spirit, depending on what we’re going through. I’m giving each of the four conditions a name. Let’s start with the temporary. To have a temporary affliction is to experience a profound degree of pain and suffering, yet one you don’t anticipate is going to be permanent – where the cause of distress is an impersonal disease or an accident or other unfortunate setback. If you break your collarbone, in some cases it can cause lasting damage; but usually it’s several weeks of discomfort and inconvenience. In a different vein, if you learn a close relative has been arrested and is facing a prison sentence, you’re wondering if this is going to be a painful period or a life-changing moment, and you’re considering what you could do to make it less damaging for all involved. The instinctive prayer is, ‘Make it go away.’ But the things I’ve described are not ones that will simply go away. While some situations could benefit from rapid interventions, what this crisis, health or circumstance, simple or complex, makes plain is the difference between fixing a problem and entering a mystery. In a lot of cases, it’s not about solving everything and forgetting all about it; often nothing will be quite the same again. So the prayer is not so much, ‘Fix it now,’ but more like, ‘Show me how reality beyond this moment will be truer, wiser, and deeper than before. If I’m ill, make me more compassionate for others who suffer like this. If I’m out of luck, make me grateful for the countless blessings I constantly take for granted. If nothing is going right, give me patience, resilience and perseverance. Transform my feelings of powerlessness, anger, unfairness and sorrow, empower those seeking to change my situation, alleviate any physical pain, and send me companions in the darkness.’ What is the Holy Spirit doing? We can never truly know, but we can assume at the least it’s making Christ present to us in new ways and being with us even in the worst moments. We’re learning that life doesn’t go in a straight line, and the crooks in the road are at least as important as the smooth parts. Our deepest prayer is that this experience will become a defining one in our life, through which we will come to see God, know ourselves and understand others like never before. A second condition we can call permanent. This is a condition that’s never going to disappear. This can be profoundly inhibiting, like a stroke; an irreversible decline, like dementia; debilitating but episodic, like chronic fatigue syndrome or depression; or ultimately, a terminal diagnosis. To pray in this situation is often to hear conflicting voices in your head. One is tragic. It says, ‘Don’t be silly. This isn’t going to go away. You just need to find a way to accept it.’ The phrase ‘come to terms’ is a metaphor of a bargain, where you haggle with such a condition and it gives you something and you give it something and you shake hands on a deal. But chances are, it actually gives you nothing, or nothing you want. So there’s another, opposite voice in your head that says, ‘Maybe there’ll be a miracle, a medical breakthrough; here, my cousin saw something on a website that said someone in Norway ate scrapings of moose antlers for 14 years and was cured. Maybe if thousands of people prayed 43 times a day it would all be over.’ But you’re not sure you want to live in that world of half-truths and wishful thinking. There could be another voice says, ‘Maybe this is God’s will. Perhaps you deserve it.’ But these could be flailing efforts to avoid facing the randomness that life throws at us. So you may well pray to accept the things you cannot change and change the things you can. There’s a lot of overlap between temporary and permanent, but what you’re struggling with when you’re in a permanent condition is the interface between life and death. What physical, mental and emotional healing promises is a foretaste of resurrection, the restoration to life in all its fullness that we anticipate beyond the grave. But this kind of foretaste can only ever be provisional. We will eventually die either way. The extra years we may be given will themselves pass away. The fashionable phrase ‘making memories’ treats memories as commodities that so long as you look after them and put them in the fridge will be more durable than ordinary life. All that’s required is that you take a selfie and share it on social media and there you are, sir, one neatly packaged memory. No one seems to have cottoned on that the whole idea is a form of marketing for smartphones. Photographs aren’t memories. They’re idealised images of the past. ‘Making memories’ can’t stop the march of time. Decline and death is in the DNA of our existence. Permanent conditions mean we experience death by increments – our faculties are diminished, our mobility inhibited, our consciousness more fragile. It’s a brutal thing to say, but perhaps the only way to receive this as a gift is to allow it to puncture the fantasy that we would otherwise live forever. Massive life challenges are anticipations of death. They’re invitations to live within a smaller physical or mental space, and learn to explore that space as still precious, still full of wonder, still valid. And in doing so, perhaps to be more ready for death when it finally comes, because death starts to seem not so much a monstrous and unjust deprivation of a right, but the end of a natural process of taking away things that were once pure gift. The challenged know that those who have a diagnosed terminal illness are not a different breed; because we all have a terminal illness – it’s called life – and we only begin to live when we realise existence is not a right to defend, but a gift we need to enjoy, knowing we’ll one day have to give it back. These are all aspects of grief. I recall a therapist who said of her work, ‘In the end, it’s all grief.’ Grief is the learning to live without what we cannot imagine being without. It’s a training in living without everything. So when we’re challenged, we pray that, as we inch our way through the jungle of pain, loss, anger and dismay, we may even more than previously treasure those things and people that remain, that, limited as our life may be, we may not feel isolation but know God and others deeply with us, and that, when our last hour on earth eventually comes, we’ll have been prepared so well that we’re ready to cross the threshold to live with God forever. A third condition we may call hurt. To be hurt is not just to be impacted by something painful, distressing or uncomfortable, but to know that what you’re experiencing is the result of the action of someone else, who has, for clear or mysterious reasons, of malice, selfishness or neglect, damaged you significantly. To cope with hurt, you need to let go the control that refuses to accept you’ve been wounded, yet find a way not to let it hijack your whole story; you need to work out if holding the person to account publicly or privately is possible or helpful, if the person has any conception of or remorse for what they’ve done, or if any kind of restitution or reconciliation is desirable or achievable; and you need to begin to inhabit a bigger story in which this raw episode is just one element, which you never let become the central truth about you and the world. When we’re hurt, we may pray that the Spirit will tend to our wounds, healing some and integrating others into the texture of a wider if sadder view of the world. We may ask God to steer some process of justice, not under the illusion that a public process will give us what we want, but in the more modest hope that it may provide a necessary statement of harm done and rectification of injury inflicted. We can look to the Spirit not to let our heart harden, that this grievous event or relationship not damage us so deeply that we struggle to engage in our own life or the lives of others with trust and confidence. We can pray, ‘If it can’t be happy, please God, somehow, make it beautiful.’ And finally, closely related but very different, is being wrong. Being wrong means finding yourself in a predicament significantly of your own making – because you’ve messed up, and no one can fix it for you. This is the hardest of the four to talk about, because once, talk of guilt and shame and sin permeated our culture, but now we’re inclined to deny we make terrible mistakes, insisting our parents or the media or our biological make-up are the real culprits. Just as healing can happen, but we need first to accept we’re sick, so forgiveness is always part of how God approaches us – but to receive it, we’ve got to admit we’re in the wrong. That means neither to exaggerate and make the story entirely about us and overstate our responsibility; nor to falsify the story and deflect and pretend we can wriggle out of it. Here our prayer is that we find grace to accept the truth about ourselves and who we are and what we’ve done, because we’re in the end not looking into a mirror to behold shame and disgrace, but gazing into the face of Christ who already knows and still loves and whose Holy Spirit is already working to turn our failures into God’s glories. Those are four kinds of prayer for healing. The temporarily afflicted, the permanently challenged, the deeply hurt, and the undeniably wrong. When we come before God in prayer, we begin to disentangle them, but also sometimes to see the overlaps and elements of one condition appearing in another. Most of all, our prayer is saying, ‘This is the closest thing to my heart; I want to know it’s the closest thing to your heart, O God. My trust is that it will make you closer to me rather than more distant. And my longing is that this not be pointless distress but that it may become part of the story of how you are being with me, others and the whole world.’ Healing isn’t simply about snapping our fingers and asking the Holy Spirit to fix it. It’s about opening our lives and our hearts in expectation and hope that the Holy Spirit will do something new, will show us something true, will give us a glimpse of who we really are and who God will always be, will bring us companions so we are not alone, and will reveal what our life was created to be. And most of all convince us that God is not finished with us yet; and never will be.