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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Double Dose of…?

ohne Namen · Jamiatul Ulama KZN – Council of Muslim Theologians (Suedafrika) · 2026-10-22 · Durban · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Geduld · tragend Umkehr · tragend

Die bewusste Entscheidung zur Vergebung statt zur Rache verhindert die Verdopplung von Leid und führt zu innerem Frieden sowie spirituellem Wohlstand, während Rache zu einer Eskalation und innerer Leere führt.

Wenn uns schlechtes Verhalten gezeigt wird und wir mit schlechtem Verhalten darauf reagieren, dann ist das Ergebnis eine doppelte Dosis schlechten Verhaltens, es ist einfache Mathematik!

Der Text nutzt die einfache Mathematik (1+1=2) als Analogie, um die Folgen von Rache zu illustrieren: Schlechtes Verhalten, das mit schlechtem Verhalten beantwortet wird, verdoppelt das Übel. Als Muslime werden die Leser aufgefordert, auf Beleidigungen mit Vergebung und Nachsicht zu reagieren, um das Wohlgefallen Allahs und die Nachfolge des Propheten Muhammad zu erlangen. Der Text argumentiert, dass Rache zwar kurzfristige Zufriedenheit bringt, langfristig aber zu innerer Leere und dem Herabsinken auf das Niveau des Übeltäters führt. Im Gegensatz dazu wird Vergebung als Weg zu innerem Frieden, Reinheit des Herzens und spirituellem Gewinn dargestellt. Es wird kritisiert, dass Menschen im Zorn über das Maß hinausgehen, insbesondere durch das Posten von Beleidigungen in sozialen Medien. Die zentrale Aufforderung lautet, die 'größere Person' zu sein und sich dem Charakter des Propheten zu erheben, statt sich durch Rache zu entwerten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Quraan Majeed

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Wenn eine Person einen Apfel hat und anschließend einen weiteren Apfel kauft, wie viele Äpfel wird sie dann haben? Die Antwort ist offensichtlich – zwei Äpfel. Ähnlich verhält es sich, wenn eine Person ein Kind hat und dann mit einem weiteren Kind gesegnet wird; sie wird nun zwei Kinder haben. Dieses elementare Konzept, dass eins plus eins gleich zwei ergibt, ist so grundlegend, dass selbst Kindergartenkinder (Vorschulkinder) es „beherrschen“ und verstehen, dass zwei Süßigkeiten besser sind als eine! Allerdings gibt es eine Gelegenheit, bei der selbst die intelligentesten Menschen dieses Konzept vergessen und dadurch einen Nachteil erleiden können – die Gelegenheit des schlechten Verhaltens. Wenn jemand uns gegenüber schlechtes Verhalten zeigt und uns schlecht behandelt, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, wie wir darauf reagieren können. Manche Menschen brechen in Tränen aus, andere ignorieren den Übeltäter einfach und gehen weg, und andere wiederum rächen sich. Als Muslime jedoch ist die Frage, die wir uns stellen müssen: „Welche Reaktion wird Allah Ta‘ala gefallen?“ In dieser Hinsicht lehrt uns der Quraan Majeed, dass Vergebung und Nachsicht näher an der Taqwa (Gottesfurcht) und Frömmigkeit liegen. Indem wir den Weg der Vergebung beschreiten, folgen wir dem gesegneten Vorbild des Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam), der sogar die schlimmsten Übeltäter verzieh. Dies wird uns zweifellos die Freude und das Wohlgefallen Allahs Ta‘ala einbringen – ein Preis, dem nichts gleichkommt. Viele Menschen entscheiden sich dafür, sich zu rächen und demjenigen, der sie beleidigt hat, einen „Beweispunkt“ zu liefern – und genau hier vergessen wir unsere Vorschul-Mathematik. Wenn uns schlechtes Verhalten gezeigt wird und wir mit schlechtem Verhalten darauf reagieren, dann ist das Ergebnis eine doppelte Dosis schlechten Verhaltens, es ist einfache Mathematik! Somit haben wir die Situation nicht verbessert, sondern verschlimmert. Anstatt vorbildlichen Charakter zu zeigen und dem Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) nachzueifeln, haben wir uns auf das Niveau des Übeltäters herabgelassen und sein Verhalten nachgeahmt. Wenn eine Person sich rächt, genießt sie einen kurzen Moment der Zufriedenheit. Allerdings weiß sie langfristig, dass sie eine goldene Gelegenheit verpasst hat, eine große Belohnung zu erlangen. Somit verblasst ihre kurzlebige Euphorie (Freude) bald darauf und wird durch ein anhaltendes Gefühl von Elend und Leere ersetzt. Zu vergeben und zu vergessen, wenn man einer beleidigenden Person gegenübersteht, mag eine bittere Pille sein. Allerdings wird nach dem Abklingen der anfänglichen Bitterkeit ein Gefühl der Freude eintreten, das aus der Praxis der Sunnah des Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) und dem Gefallen Allahs Ta‘ala stammt. Diese Person wird keine Reue und kein übermäßiges Gepäck haben, das sie belastet, da ihr Herz rein und frei von Groll sein wird. Schließlich ist man bei der Rache gezwungen, eine feine Linie zu beschreiten, da es nicht erlaubt ist, sich zu rächen, indem man mehr tut, als der Übeltäter getan hat. Leider scheitern die meisten Menschen in dieser Hinsicht. Als Antwort auf zehn Worte der Beschimpfung erwidern sie hundert Worte und posten sie online, um für gutes Maß „Gefällt mir“-Angaben und „Retweets“ zu erhalten. Also, wenn uns das nächste Mal jemand schlecht behandelt, lasst uns die größeren Menschen sein, indem wir uns dem Charakter des Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) erheben, anstatt uns selbst zu entwerten, indem wir uns auf das schlechte Verhalten des Übeltäters herablassen. uswatulmuslimah
Wortlaut im Original
If a person has one apple and thereafter buys another apple, how many apples will he have? The answer is obvious — two apples. Similarly, if a person has one child and is then blessed with another child, he will now have two children. This elementary concept of one-plus-one-equals-two is so basic that even kindergartners (pre-school children) have ‘mastered’ it and understand that two sweets are better than one! However, there is one occasion when even the most intelligent of people can forget this concept and thus lose out — the occasion of ill-treatment. When someone shows us bad behaviour and ill treats us, there are a number of ways in which we can react. Some people break down into tears, some simply ignore the offender and walk away, and others retaliate. However, as Muslims, the question we need to ask is, “Which response will please Allah Ta‘ala?” In this regard, the Quraan Majeed teaches us that forgiving and overlooking is closer to taqwa and piety. By treading the path of pardoning people, we will be emulating the blessed example of Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) who forgave even the worst offenders. This will undoubtedly earn us the happiness and pleasure of Allah Ta‘ala — a prize with which nothing can equate. Many people choose to retaliate and ‘prove a point’ to the one who has offended them — and this is where we fail to remember our pre-school addition. If we are shown bad behaviour, and we retaliate with bad behaviour, then the result is a double dose of bad behaviour, it’s simple maths! Hence, instead of improving the situation, we have worsened it. Instead of displaying exemplary character and emulating Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam), we have stooped to the level of the offender and emulated his behaviour. When a person retaliates, he enjoys a brief moment of satisfaction. However, in the long run, he knows that he missed a golden opportunity to earn huge reward. Thus, soon thereafter, his short-lived euphoria (happiness) fades and is replaced with a lasting feeling of wretchedness and emptiness. To forgive and forget when faced by an offensive person may be a bitter pill to swallow. However, after the initial bitterness fades, it will be replaced by a feeling of happiness that stems from practicing on the sunnah of Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) and pleasing Allah Ta‘ala. This person will have no regrets and excess baggage weighing him down as his heart will be clean and free of grudges. Finally, when retaliating, one is forced to tread a fine line, as it is not permissible for one to retaliate by doing more than the offender had done. Unfortunately, most people fail in this regard. In response to ten words of abuse, they reply with one hundred words, and post it online to be ‘liked’ and ‘re-tweeted’ for good measure. So, the next time someone treats us badly, let us be the bigger person by rising to the character of Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) instead of belittling ourselves by stooping to the bad behaviour of the offender. uswatulmuslimah