Geiz – ein Hindernis für unsere Errettung
Geiz ist eine schlechte Eigenschaft, die den Menschen daran hindert, die von Allah geschenkten Gaben mit anderen zu teilen, und ihn so von der Errettung fernhält; Großzügigkeit und maßvoller Umgang mit dem Besitz führen dagegen zum Wohl.
Der Mensch kann nicht nur mit seinem Besitz geizig sein, sondern auch mit seinem Wissen, seiner Liebe und seiner Zeit.
Die Predigt warnt vor dem Geiz als schlechter Eigenschaft, die im Koran verurteilt wird. Allah schenke vielen Menschen mehr, als sie für ihre eigenen Bedürfnisse bräuchten, doch das eigene Ego verführe sie dazu, geizig zu sein. Geiz hindere daran, göttliche Gaben mit anderen zu teilen, verstärke die Gier nach weltlichem Besitz und führe dazu, Bedürftige zu vernachlässigen. Der Prophet Muhammad wird als vorbildlich großzügig dargestellt, der selbst Zuflucht bei Allah vor dem Geiz suchte. Geiz wird nicht nur auf Besitz beschränkt, sondern auch auf Wissen, Liebe und Zeit ausgeweitet. Der Text ruft zur maßvollen, großzügigen Haltung gegenüber dem eigenen Besitz auf und verspricht, dass Geben Segen bringe. Abschließend wird mit einem Hadis gewarnt, dass Geizige nicht ins Paradies eintreten werden, und ein Bittgebet um Bewahrung vor dem Geiz der eigenen Seele ausgesprochen.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- praktisches Handeln am Nächsten, Werke; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Spenden zu einer Gewohnheit machen (gesellschaftlich)
- Maßvoll mit dem eigenen Besitz umgehen (innerlich)
- Wissen, Zeit und Liebe mit anderen teilen (zwischenmenschlich)
Genannte Stellen
Koran 64:16 · Bukhari, Zekat, 27 · Bukhari, Deavat, 37 · Muslim, Fedail, 50 · Ibn Hanbal, I, 326 · Abu Dawud, Zekat, 46 · Nasa'i, Zekat, 62 · Tirmidhi, Birr, 41
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 2