Menschen und ihre wahren Absichten lassen sich an den Folgen ihres Handelns erkennen, und gerade in Zeiten des Wohlstands gilt es, diese Früchte bewusst zu betrachten und einander Vertrauen zu schenken.
Der Predigttext verbindet Erntedank mit Matthäus 7,15-23 und fragt, wie man Menschen an ihren Früchten erkennt. Der Sprecher beginnt mit Dank für die Gemeinde, die Dekoration und die gemeinsame Feier, bevor er auf die materielle Segnung eingeht. Er stellt den Kontrast zwischen dem eigenen Wohlstand und dem Hunger junger Menschen in anderen Teilen der Welt her. Der zentrale Bibeltext wird als Warnung vor falschen Propheten vorgestellt, die wie Wölfe in Schafsgestalt auftreten. Der Sprecher überträgt das Bild auf Alltagsentscheidungen, etwa einen überflüssigen Thermomix-Kauf, und leitet daraus ab, dass man Menschen und ihre Absichten an den Folgen ihres Handelns erkennen kann. Er fragt die Gemeinde, ob sie einander vertrauen kann, und verweist auf das Ideal des Paradieses als Zustand perfekten Vertrauens. Abschließend bringt er Früchte als Metapher für Persönlichkeitstypen ein und beschreibt die Feige als Symbol für Menschen, die viel einstecken und sich selbst verlieren.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Ja, liebe Gemeinde, das ist das zweite Mal, dass ich hier bei euch in der Roma sein darf und ich freue mich sehr darüber. Wir haben ja heute einen besonderen Gottesdienst. Wir haben heute ernte Dank, was wir gemeinsam auch feiern wollen. Und es tut mir auch schon echt leid, wenn ich hier nach vorne schaue, dass die Kindergeschichte anscheinend Spuren hinterlassen hat. Also, wie gesagt, wenn ihr mir sagt, wo der Staubsauger ist, dann melde ich mich freiwillig, um das gleich auch wieder weg zu machen. Vielen Dank auch für das Vortragslied. Ich weiß jetzt gar nicht, wo ihr drei sitzt. Da hinten Dankeschön, dass ihr eben auch gesungen habt. Und vielen Dank auch für die Dekoration hier vorne. Mir ist aufgefallen, dass wir ganz viele Sonnenblumen haben, hier aber auch nochmal hier in Bildform und als Deko. Ich mag Sonnenblumen unglaublich gerne, weil hier sowas Positives, sowas Sonniges ausstrahlen. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, in Kansas zu sein, in den USA, Kansas hat tatsächlich so den Beinnamen der Sunflower State zu sein. Und wenn man da durch diese endlosen Felder von Sonnenblumen fährt, das ist einfach ein wunderschönes Erlebnis. Ich möchte heute mit euch ein wenig, wie auch schon in der Kindergeschichte, über Früchte nachdenken. Und ich habe euch dazu einiges mitgebracht, aber dazu kommen wir später noch einmal. Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere und dann an Ernte dank, dann habe ich einen ganz großen Tisch in der Gemeinde vor Augen. Und der war vollgepackt mit allerlei Zeug, Gemüse, Obst, Rot, andere Lebensmittel. Und das war immer so filigran zusammengesetzt, dass man Angst haben musste, wenn man da jetzt irgendwie etwas rausnimmt oder nochmal drauflegt, dass das Ganze in sich zusammenfällt. Das hier vorne, das sieht auf jeden Fall deutlich stabiler aus. Aber es ist ein Ausdruck dafür, wie reich uns Gott nicht nur an Ernte dank, sondern über das ganze Jahr hinweg segnet und was er uns schenkt. Und ich glaube, wir dürfen sagen hier, heute in der Roma, in Nürnberg, in Deutschland, dass es uns tatsächlich gut geht. Wahrscheinlich geht es nicht allen sehr gut oder übermäßig gut, aber es geht uns gut. Auf Instagram, da werde ich immer wieder auch angeschrieben von Jugendlichen tatsächlich aus der ganzen Welt. Das ist immer ganz spannend, Südamerika, Afrika, Asien. Und mit manchen, da hat man auch über Wochen dann eine Konversation. Und ich erlebe das immer wieder besonders in den letzten Monaten, dass dann auf einmal diese Jugendlichen, also eigentlich Gleichaltrigen, sagen, ich habe Hunger. Ich habe gar kein Geld, mir Essen zu kaufen. Und deshalb möchte ich heute einfach auch nochmal unser Bewusstsein besonders darauf lenken, was uns Gott alles schenkt und wie gut es uns eigentlich geht. Und mit euch über eine Thematik nachdenken, die vielleicht jenseits von den ganzen Materiellen, was wir auch in unserem Leben spüren dürfen, als Segen Gottes uns trotzdem auch beschäftigt. Und ich habe eigentlich einen Text mitgebracht und der ist ein bisschen untypisch aus Matthäus Kapitel 7. Und da die Verse 15 bis 23. Matthäus Kapitel 7 und da die Verse 15 bis 23. Und wir hatten ja heute Morgen schon in der Lektion zu Beginn des neuen Quartals, so diese Thematik der Prophetie. Und ich denke, das passt ganz gut, wenn wir uns auch diesen Text hier anschauen. Aber ich möchte ihn bewusst unter diesem ernten Dankgedanken auch dann doch mal betrachten. Nehmt euch vor falschen Propheten in Acht. Sie kommen daher wie harmlose Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie gefährliche Wölfe, die euch in Stücke reißen wollen. Ihr erkennt sie an ihrem Verhalten. So wie ihr einen Baum an seinen Früchten erkennt. An Dornbüschen wachsen keine Trauben. Und an Disteln keine Feigen. Ein gesunder Baum, der trägt gute Früchte. Ein kranker Baum dagegen schlechte. An einem guten Baum, da wachsen keine schlechten Früchte. Ebenso wenig wie ein kranker Baum gesunde Früchte hervorbringt. Und genau deshalb wird jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, umgehauen und ins Feuer geworfen. Ihr seht, man erkennt sie an ihren Früchten. Boah, das ist ein harter Text. Und wahrscheinlich habt ihr auch mit was Anderen heute Morgen hier gerechnet. Zu diesem Erntedank Gottesdienst. Das sind wirklich harte Worte, die Jesus hier spricht. Ich würde sogar so weit gehen, dass es eigentlich die härtesten Worte von Jesu überhaupt sind. Vielleicht nochmal in Matthäus 23, wo er über die Pharisäer und Schriftgelehrten etwas sagt. Was haben Wölfe und was haben Früchte so miteinander zu tun? Auf den ersten Blick so gar nichts. Jesus hat, und das wissen wir sehr gerne in anschaulichen Bildern zu den Menschen gesprochen. Vor allem Bilder aus der Natur oder aus der Tierwelt. Er redet hier von falschen Propheten, also von Leuten, die uns eigentlich sagen wollen, was gut ist und was richtig ist, ist aber gar nicht gut und richtig mit uns meinen. Und ich glaube, solche Leute kennen wir alle in unserem Leben. Und ich möchte so ein Stück weit weg von dieser geistlichen Perspektive der Prophetie hin zu den Situationen, die wir tatsächlich tagtäglich auch erleben, in unserem Alltag. Es kann beispielsweise vorkommen, dass man auf einen gutgläubigen, auf einen aufdringlichen Verkäufer gutgläubig hereingefallen ist. Und vielleicht ist euch das schon mal passiert. Da wird uns angeblich der beste Preis und die beste Qualität versprochen. Und nachdem man den Kaufvertrag unterschrieben hat, nachdem man das Produkt in den Händen hält, da beschleicht ein so ein mulmiges Gefühl, wie viel Provision hat er jetzt dafür bekommen und ist er tatsächlich noch daran interessiert an diesem guten Produkt, was er mir eben noch versprochen hat? Wurde ich nicht doch vielleicht eher hier übers Ohr gehauen. Und dann ist so dieses Gesamtpaket für, dass man sich dann entschieden hat, doch nicht so der beste Deal im Nachgang. Und das bemerken wir oft, wenn es zu spät ist. Ich erinnere mich daran, als ich nach Bayern gekommen bin. Ich bin jetzt seit sechs Jahren bei euch in Bayern und ich habe mir so gedacht, alleine erstmal wohnen, eine Wohnung, das heißt ja auch, dass man sich essen selber machen sollte. Das ist so der Idealfall. Und ich habe die Werbung für den neuen Thermomix damals gesehen. Und ich dachte mir, dieses Teil, das löst alle meine Probleme. Mit diesem Gerät kann ich nicht nur kochen, sondern ich kann mich sogar gesund ernähren. Und ich habe mir sofort die Nummer aus dem Internet rausgesucht für die Verkäuferin bei mir in der Gegend, wohnt tatsächlich zwei Straßen weiter von mir und in so einer ganz kleinen Ortschaft, muss man dazu sagen. Ich habe dann mit ihr dann ein Telefonat darüber und habe dann auch mal so gesagt, so ganz ehrlich, brauche ich dieses Gerät. Und welche Vorteile hat das wirklich für mich? Es ist ja nicht billig. Und wir hatten mehrere Gespräche, mehrere Telefonate. Und danach stand für mich fest, das muss ich haben, das brauche ich. Ein paar Wochen später, da stand es bei mir in der Küche, vielleicht auch bei einigen von euch. Und ich muss euch gestehen, jetzt sind sechs Jahre um. Und größtenteils wird dieses Gerät eingesetzt, um Teig zu mischen, wenn ich irgendwie mal einen Buchen backe. Weil ich es doch irgendwie in der Hand habe und recht komplex finde. Und weil ich gemerkt habe, eigentlich hätte ich mir dieses Gerät sparen können. Ich brauche das nicht unbedingt, um mich gesund und gut ernähren zu können. Oder einfach zu kochen. Das geht auch anders. Und eigentlich hätte ich auf diesen wunderbaren Deal verzichten können. Man spricht umgangssprachlich von solchen Beelentscheidungen, die ich hier wohl getroffen habe, von Lehrgeld. Also von Geld, was man durch vielleicht naives Vertrauen bei Fehlkäufen oder auch schlechten Investitionen verloren hat. Was nicht mehr da ist. Wo man dann aber aus der Erfahrung daraus gelernt hat. Und auch wenn solche Erfahrungen für uns wahrscheinlich unangenehm sind, dann ruinieren sie nicht unbedingt unser ganzes Leben. Also ich bin immer noch glücklich, ich bin immer noch dankbar, ich bin auch dankbar, dass dieses Gerät bei mir in der Küche steht. Aber es hat mich nicht ruiniert. Zumindest beim Geldbeutel ist ein bisschen weniger drin gewesen über die letzten Monate, aber das war es dann auch. Wovon spricht Jesus hier? In diesem Matthäus-Text aus Kapitel 7. Er spricht hier nicht von Kleinigkeiten. Er spricht hier nicht von einem falsch gekauften Thermomix. In seiner Rede da beschreibt er Menschen, die andere durch falsche Versprechen denen eigentlich nichts Gutes wollen. Die so gefährlich sind wie Wölfe. Und diese bösen Menschen, die sind besonders dann gefährlich, wenn sie versuchen, andere für ein Leben mit Gott mit falschen Versprechungen zu locken. Und ihnen geht es eigentlich nur um sich selbst. Auch weil wir heute Ernte dank haben und einen großen Grund auch dankbar zu sein für all das, was Gott uns schenkt, müssen wir doch auch anerkennen mit Blick auf unser Leben, dass wir in einer Welt leben, wo Menschen nicht mehr so leicht vertrauen. Es ist offensichtlich kein grenzenloses Vertrauen unter uns Menschen möglich. Und ich möchte euch auch als Gemeinde fragen, ob ihr auch einander wirklich vertrauen könnt. Das sind bestimmt die ein oder anderen schlechten Erfahrungen, die wir auch mal miteinander gemacht haben über die Jahre. Und ich denke dabei daran, wie wäre das, wenn wir in einer Welt leben würden, die genauso wäre, wie Gott sie für uns erschaffen hat. Damals im Garten Eden, wo es all diese Superfrüchte gab, wo ich mich schon sehr darauf freue, die einmal wieder im Paradies essen zu dürfen. Wo alles perfekt war. Wo auch das Vertrauen in unseren Schöpfer perfekt war. Und das Vertrauen zwischen den ersten Menschen. Und was braucht es um einer solchen, ich möchte schon fast sagen, Otho Pi, ein Stück weit näher zu kommen. Und ich glaube, da sind Früchte eine gute Sache, um da mehr darüber nachdenken zu können. Jesus spricht davon, dass wir Personen und ihre Absichten an ihren Früchten erkennen können. Habt ihr euch schon mal gefragt, welcher Fruchttyp ihr vielleicht währt? Wenn ihr eine Frucht wärt, welche Frucht wärt ihr? Ich habe euch hier mal drei Früchte mitgebracht. Und da ist zuerst die Feige. Weiß nicht, wer von euch jetzt sagen würde, ja, ich wäre die Feige. Hat ja auch so was, was im Namen ist, was wir eigentlich nicht gerne für uns assoziieren würden. Feige auf Lateinisch, Fikus Carikas. Und wo denkt man daran, wenn man diesen Wortstamm hört, Feige an einen Feigling. An jemanden, der Angst hat, der wegrennt. Feigen können nicht wegrennen. Aber sie zählen zu den Scheinfrüchten. Und das ist genau das, was ich eben in der Kindergeschichte meinte. Sie geben irgendwie vor, etwas zu sein, was sie nicht ganz sind. Ich weiß nicht, ob wir einen Biologen hier unter uns sitzen haben. Aber anscheinend ist es so, wenn man die Feige durchschneidet, und das wurde gerade schon sehr gut erklärt von dem ein Mädchen, dann sieht man dieses ja rosane Fruchtfleisch mit diesen vielen kleinen Kernen. Und eigentlich ist das die Frucht. Also in der Feige sind viele, viele kleine Früchte. Aber die Feige ist Feige. Deswegen muss sie das verstecken mit so einem Mantel, der ganz unscheinbar ist. Sie lässt sich, wenn sie einmal gereift ist, auch recht leicht eindrücken. Dann merken wir, dass die Feige reif ist. Und man könnte jetzt auch sagen, wenn sie dann so eindrückbar ist, so gereift, dann ist das eigentlich so ein echter Softie. Dann hält nicht viel aus. Man muss echt drauf aufpassen. Aber die Feige hat eben, und das ist das andere, wenn sie einmal gereift ist, tatsächlich eine weiche Schale. Und ich möchte dich jetzt fragen, vielleicht bist du auch jemand, der ab und zu genau damit kämpft, dass er oftmals einsteckt. Nicht immer austeilt, sondern einsteckt von anderen. Vielleicht verlierst du damit auch ein Stück weit immer dich selbst. Zweifelst sogar an deinem Nutzen in dieser Welt, in der wir leben. In der Gemeinde, wo du hier bist. Vielleicht sind da auch solche Fragen, wie warum sollen mich denn andere schon mögen? Die Feige hat neben ihrer gereiften weichen Schale ein unglaublich süßes Innenleben. Und diejenigen von euch, die wahrscheinlich gerne kochen und auch viel kochen, die wissen, dass man Feigen in unglaublich vielen Sachen verwenden kann. Die geben meistens Speisen nochmal so einen letzten Schliff. Persönlichkeitsmerkmale für so eine Frucht könnten also zum Beispiel sein, dass man sich oftmals eher zurücknimmt, aber trotzdem sehr viel im Hintergrund gibt. Dem Ganzen nochmal so den letzten Schliff gibt. Das wirkt auf den ersten Blick überhaupt nicht mutig. Wahrscheinlich wird die Präsenz von solchen Personen oftmals auch gar nicht wahrgenommen. Aber es ist unglaublich wichtig, dass sie da sind. Als zweite Frucht habe ich euch ein Granatapfel mitgebracht. Ich erinnere mich noch an das erste Mal in Friedensau, das ich mir im Ganatapfel essen wollte. Da hatten wir irgendwie im Studium ein Text, wo Granatapfel drin vorkamen. Also dieses Palästina, dieses alte Israel. Und ich dachte mir, ja, das möchte ich auch mal schmecken. Und dann sofort in den nächsten Supermarkt habe mir so ein Ding geholt, Messer aufgeschnitten und gemerkt, okay, das ist schon ein bisschen schwerer und einfach reingebissen. Und das war keine gute Idee. Zum einen durch das Aufschneiden ist der Saft überall im Zimmer herumgespritzt. Es war unglaublich dreckig danach. Also sogar dreckiger als hier um den Boden bei euch jetzt durch die Kindergeschichte. Und dann war da dieses, ja, dieser weiße Film, ihr kennt das, der total bitter schmeckt, auch mit der Schade. Und ich habe danach lange gebraucht, um erstmal so diese einzelnen Kerne, diese schönen, fruchtigen, roten, eigentlich wie Rubine aussehende kleine Kerne daraus zu picken. Und als ich die dann gegessen habe, da habe ich dann verstanden, ja, das ist eine echte Superfrucht. Das ist ja total erfrischend. Das ist echt cool. Und so ist dieser Name von der Granatfrucht, so würde ich sagen, tatsächlich auch Programm. Vielleicht wundert ihr euch jetzt, aber wenn ich euch sage, auch diese krasse Granatfrucht zählt zu den Scheinfrüchten. Denn auch diese Kerne in der Mitte sind eigentlich die eigentliche Frucht des Ganzen. Wer alle, wir kennen diesen Spruch, wenn man eine harte Schale hat, dann hat man wahrscheinlich einen weichen Kern. Auch ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal, was vielleicht auf den ein oder anderen von euch zutrifft. Vielleicht werden wir von anderen oftmals eher dominierend oder selbst sicher wahrgenommen in unserem Auftreten. Aber nur im geschützten Kreis, da zeigen wir eigentlich unsere weiche Seite, die dabei so wertvoll ist. Vielleicht gehörst du zu dieser Personengruppe, die dieses Persönlichkeitsmerkmal trägt. Dann möchte ich dich heute bei Erntedank einladen, auch mal deine weiche Seite zu zeigen, die so wertvoll ist, die so fruchtig ist. An der anderen Kraft und Energie haben können, die er frischend wirkt. Als letzte Frucht habe ich euch eine Passionsfrucht mitgebracht. Ich liebe Passionsfrüchte. Passionsfrüchte sind für mich der Ausdruck davon, was Gott damals alles für Früchte im Garten Eden hatte. Da ist auch diese Wortwurzel, die uns wieder auffällt. Passion. Und wie so Passion. Es gibt über 530 Arten von Passionsfrüchten, und die stammen alle aus Lidl oder Südamerika. Also eine unglaubliche Vielfalt. Die Indianer, die verwendeten sie wegen ihrer Theits Heilenden, aber auch berauschenden Wirkungen. Das ist zumindest das, was ich um Internet gelesen habe. Berauschend kann ich so weit nachvollziehen, wenn ich mir so eine Passionsfrucht auslöpfe am Morgen, dann fühle ich mich auf jeden Fall voller Energie danach. Ihr kennt aber vielleicht auch diesen Namen Maracuia. Und da wird es interessant mit der Passionsfrucht. Maracuia stammt aus dem Portugiesischen. Und das ist eigentlich so ein Wort, was wiedergeben sollte, was die Indianer in Südamerika, die Tupi Indianer, hier mit meiner Mara Speise, Cuiia Gefäß. Eine Speise, die eigentlich so eine Art Gefäß ist, wo etwas drin ist. Und dann kamen die christlichen Einwanderer aus Spanien, aus Portugal, und sie erkannten in den Blüten von dieser Frucht ein Symbol für die Passion Christi. Und sie gaben ihr den Namen Passionsfrucht, genau deswegen. Und das ist wohl zehn Blütenblätter, die sollen für die Apostel stehen, ohne Judas und auch ohne Petrus. Dann gibt es so eine Nebenkrone, violett weiß, und dann rot getüpfelt ein Nektarinenkranz. Rot getüpfelt dieser Nektarinenkranz, erstät für die blutige Dornenkrone. Und so gibt es allerlei Symbolik, die diese spanischen christlichen Einwanderer, dieser Frucht dann auch gegeben haben. Wenn ihr bei mir bei Instagram schaut in den Stories, müsste das sein, da kann man ja immer so was archivieren, da habe ich in Friedens auch einmal eine Story gepostet von einer Passionsfrucht und gesagt, wenn es eine Sache gibt, über die ich passioniert wäre, dann wäre es eine Passionsfrucht in meinem ganzen Leben, weil ich die Teile liebe. Passionsfrüchte haben ein unglaublich interessantes Innenleben. Und für mich ist dieser Kern, also diese gelbliche Soße, jedes Mal wie ein kleines Wunder, wenn ich das aufmache. Es sieht aus wie ein Kunstwerk, was ich hier vor mir habe. Und der Geschmack, der fühlt sich nicht nur unglaublich gesund an, es ist eine ganze Geschmacksexplosion, die mich hier erwartet. Wer würde das denken, wenn man diese Passionsfrucht von außen sieht? So unscheinbar, eigentlich schon fast wie ein Stein, etwas, was man lieber liegen lässt, als es aufzuheben. Ich glaube, Persönlichkeitsmerkmale, die ich in dieser Frucht zuschreiben würde, wären für die richtigen Dinge aufzustehen und anzupacken, weil so viel Energie hier drin steckt. Ja, vielleicht wird man mal unterschätzt von dem einen oder anderen. Aber das Innenleben, das ist wahnsinnig komplex. Alle drei Früchte, die ich euch gezeigt habe, die haben sehr sichtbar ihre Kerne. Aber es gibt so viele Früchte mehr zu entdecken. Da wären Bananen, da wären Ananas und vieles, vieles mehr. Und ich möchte noch mal zu dieser Frage zurückkommen, wenn wir darüber nachdenken, welcher Fruchttyp bist du eigentlich? Hätten wir wahrscheinlich einen buntgemischten Obstkorb. Wenn wir für Ernte Dank sagen würden, jeder sollte seinen Persönlichkeitstyp als Frucht mal mitbringen. Hätten wir einen reich gedeckten Tisch. Im Galata-Brief, das spricht Paulus davon, dass es auch Früchte des Geistes gibt. Genauso wie es eben auch schlechte Früchte gibt, von denen Jesus hier spricht. Wir lesen darüber in Galata 5 die Verse 22 bis 23 und noch mal auch davor 19 bis 21. Und welche von diesen Geistesfrüchten spricht dir zu? Welche Frucht hat Jesus dir geschenkt, um in deiner Gemeinde und deinem Umfeld aktiv zu sein? Für ihn aufzustehen, Segen zu sein für die anderen. An dich geht heute die Einladung mit Gott genau darüber auch zu sprechen, wenn wir Ernte Dank feiern. Und ihn auch darum zu bitten, dir das zu geben, was du dir vielleicht noch wünscht. Vielleicht das Entfernen dieser harten Schale, dass man mehr zugänglich ist für die anderen. Oder dass man diese Gaben und Fähigkeiten, die man von Gott geschenkt bekommen hat, auch nutzen kann, um sich einzubringen. Einmal noch mal zurück zu unserem Predigtext. Abschließend. Verse 15. Auch heute noch gibt es eben falsche Propheten. Sie wollen uns scheinbar ein besseres Leben geben. Und sie begegnen uns genau da, wo eigene Interessen über das Allgemeinwohl besonders aber über die eigene Gottesbeziehung gestellt werden sollen. Und dabei sind sie wie faule Früchte, die keinen Genuss bieten, sondern eher Bauchschmerzen bereiten. Und sie sind tatsächlich auch genau da, wo wir übereinander schlecht reden. Vielleicht auch in unserer Gemeinde. Wo wir versuchen, das eigene Ego mehr zu stärken als mein Gegenüber. Und dann verwässern sie diese Wahrheit, von der Jesus eigentlich immer widerspricht, die so unglaublich wichtig für uns ist. Sie verwässern diese Wahrheit so sehr. Und jetzt kommt ein Zitat, bis nicht mehr genug übrig bleibt, um eine Suppe für einen