omnist.world

English

Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Dying to the Law and Living for Christ

ohne Namen · Orthodox Christian Network (OCN) · 2026-09-19 · Quelle

Umkehr · Hauptbotschaft Barmherzigkeit · tragend Geduld · tragend

Das christliche Leben besteht nicht in der Befolgung von Regeln, sondern darin, dass Christus durch den Glauben in der Person des Einzelnen lebt und dieses Leben leitet.

Ich bin gekreuzigt mit Christus; und es lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Das ich aber jetzt lebe im Fleisch, so lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Der Text ist eine orthodoxe Predigt zur Epistel aus Galater 2,16-20, die Rechtfertigung durch Glauben an Christus statt durch Werke des jüdischen Gesetzes betont. Paulus wird als jemand dargestellt, der seine legalistische Haltung überwinden musste, um in Christus zu leben. Die Predigt überträgt dies auf die Gegenwart: Christen sollen nicht ein regelzentriertes Leben führen, sondern Christus als Zentrum anerkennen. Sünde wird als universell anerkannt, aber nicht als Entwertung Christi. Die zentrale Aufforderung lautet, Christus das Steuer des eigenen Lebens zu übergeben. Der Text verbindet Auslegung mit praktischer Anwendung: Gebet, Buße, Vergebung und Liebe. Er endet mit einem liturgischen Gebet zum Fest des Heiligen Kreuzes.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Gal 2,16-20 · Gal 6,15 · Gal 2,17 · Gal 2,20

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3, benannt: Jüdische Gesetzestreue (legalistische Haltung)
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Liebe Brüder, da wir wissen, dass ein Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so haben auch wir an Christus Jesus geglaubt, auf dass wir gerechtfertigt werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes, denn durch Werke des Gesetzes wird kein Fleisch gerechtfertigt. Wenn wir aber, während wir zu gerechtfertigen suchen in Christus, selbst als Sünder ergriffen werden, ist Christus dann ein Diener der Sünde? Das sei ferne! Wenn ich aber wieder aufbaue, was ich abgebrochen habe, mache ich mich selbst zum Übertreter. Denn ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gegenüber gestorben, auf dass ich lebe Gott. Ich bin gekreuzigt mit Christus; und es lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Das ich aber jetzt lebe im Fleisch, so lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. Galater 2,16-20 (Epistel vom Sonntag nach der Erhöhung des Heiligen Kreuzes) Die heutige Epistel-Lesung erfordert eine sorgfältige Betrachtung. Wie bei vielen Schriftstellen hat jeder Ausdruck eine Absicht, und wenn man sie zu schnell liest, ist es sehr schwer, die Bedeutung zu erfassen. Der erste Satz ist, wie viele Sätze des heiligen Paulus, ein echtes „Durchlaufender Satz". Erinnert euch daran, dass wir in der Epistel vom letzten Sonntag (Sonntag vor dem Heiligen Kreuz) über den Streit in der frühen Kirche darüber diskutiert haben, ob die Beschneidung eine Voraussetzung sei, um Christ zu sein. Die Beschneidung war Teil des jüdischen Gesetzes. Und bei der Gründung der frühen Kirche waren Juden, die Christen geworden waren, zögerlich, die Idee der Beschneidung aufzugeben. Wie sie wollten das Christentum zu ihrem Judentum hinzufügen. Der heilige Paulus sagte ihnen im Grunde, dass das Christentum kein Hinzufügen oder Wegnehmen vom Judentum sei. Das Christentum war die Offenbarung des Königreichs Gottes, das auf der Erde gegenwärtig ist in der Person Jesu Christi, und damit die Einweihung einer „neuen Schöpfung" (Galater 6,15). So beginnt der heilige Paulus den heutigen Epistelabschnitt damit, dass er uns daran erinnert, dass unsere Rechtfertigung nicht durch Werke des Gesetzes geschieht, sondern durch den Glauben an Christus Jesus. Beachtet, der heilige Paulus hat die Idee, dass die Seligkeit Glauben und Werke erfordere, nicht abgelehnt. Die Seligkeit, wie wir besprochen haben, umfasst den Glauben an Gott, Werke der Liebe und der Barmherzigkeit und letztlich die Barmherzigkeit und Gnade Gottes. In diesem Brief an die frühen Christen wollte der heilige Paulus sie von der Idee der Seligkeit durch das jüdische Gesetz ablenken und ihnen helfen zu verstehen, dass die Seligkeit in erster Linie auf dem Glauben an Jesus Christus beruhte, der das Gesetz übertraf. Der Glaube wird durch Werke der Liebe und der Barmherzigkeit gestärkt. Aber unsere christliche Reise beginnt mit dem Glauben. Wenn Menschen das jüdische Gesetz übertreten, konnte man ihnen sagen, dass sie verflucht seien. Das geschah viele Male im Neuen Testament. Jesus wurde oft von jüdischen Führern kritisiert, weil er das Gesetz nicht befolgte. Weil das Gesetz von ihnen als vollkommen angesehen wurde. Wenn wir, als Christen, in unserem Christentum zu kurz kommen, weil wir sündigen, macht das Christus, dem wir folgen, zu einem Diener der Sünde? Der heilige Paulus sagt nachdrücklich: „Das sei ferne!" (Galater 2,17). Wenn wir den Erwartungen Christi nicht gerecht werden, wird das Sünde genannt. Wir alle sündigen. Jeder Christ ist ein Sünder. Macht das Christus zum Anführer der Sünder? Ja. Macht es ihn zu einem Befürworter der Sünde? Auf keinen Fall. Der heilige Paulus gibt zu, dass sein Eifer für das Gesetz ihn daran hinderte, an Jesus Christus zu glauben. Also musste er „sterben" seinen legalistischen Ideen und das Gesetz der Liebe und Barmherzigkeit Christi annehmen. Daher, indem er seine früheren Ideen „tötete", lebt nicht mehr der alte heilige Paulus, sondern Christus, der in ihm lebte. Dies ist derselbe Weg, den wir gehen sollen — gekreuzigt zu werden mit Christus, unsere Egos, unsere Leidenschaften, unser Gefühl der Gerechtigkeit und des Anspruchs „zu töten" — und in Christus zu leben, ein Leben der Liebe für Christus, der Liebe für den Nächsten, der Buße (an unseren eigenen Mängeln zu arbeiten) und der Vergebung (die Mängel anderer zu vergeben und Geduld mit ihnen zu haben) zu leben. Daher hat das christliche Leben uns nicht dazu bestimmt, für uns selbst zu leben, sondern für Christus. Wie wir im Evangelium lesen werden (die morgige Betrachtung), sollen wir uns selbst verleugnen, unser Kreuz auf uns nehmen und ihm nachfolgen. Dies ist das neue Leben in Christus, dass wir im Glauben leben, sicher in dem Wissen, dass Christus sein Leben für uns gegeben hat, und dass er jeden Einzelnen von uns liebt. Das Gesetz ist wichtig, Regeln sind wichtig. Aber wir beten Regeln nicht an. Wir beten Christus an, und sein Gesetz ist die Liebe. Das Letzte bis heute ist dies — fühlst du, dass Christus in dir lebt? (Galater 2,20) Warum oder warum nicht? Wenn wir ein Leben voller Regeln und Vorschriften leben, fühlt es sich an, als wären WIR das Zentrum unseres Daseins. Wir existieren, um Regeln zu gehorchen, und erwarten dasselbe von anderen. Wenn wir jedoch mit Christus im Zentrum leben, dann leben wir ein Leben der Liebe, die geduldig und gütig ist, was die Schwächen anderer betrifft. Andere leben Leben, die geduldig und tolerant gegenüber uns sind. Und das Leben hat einen Zweck — es hat Christus als seine Quelle und sein Ziel. Wenn du fühlst, dass Christus nicht in dir lebt, dann irrst du tatsächlich. Er lebt in jedem von uns. Wir müssen nur zulassen, dass er in der Führung lebt. Wenn du fühlst, dass Christus nicht in dir lebt oder dein Leben leitet, kannst du das einfach ändern, indem du ihm das Steuer überlässt. Und das beginnt mit einer Entscheidung, HEUTE zu beten und Christus HEUTE in die Führung zu stellen. Ihn zu lassen, dich zu führen, mit Liebe, Geduld, Barmherzigkeit, Freude und göttlichem Zweck zu leiten. Erhöht ist dein Kreuz heute, und die ganze Welt wird geheiligt. O Christus, der du zusammen mit dem Vater und dem Geist sitzt, du hast deine Hände auf dieses Kreuz ausgestreckt, und so hast du die weite Welt zu dem Wissen um dich gezogen, o Retter. Zähle es der göttlichen Herrlichkeit würdig, die mit Glauben dir gehorchen. (Zweites Exapostelarion vom Orthros, Fest des Heiligen Kreuzes, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes) Gib Christus heute das Steuer deines Lebens! Der Beitrag „Sterben dem Gesetz und Leben für Christus" erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
Brethren, knowing that a man is not justified by works of the law but through faith in Jesus Christ, even we have believed in Christ Jesus, in order to be justified by faith in Christ, and not by works of the law, because by works of the law shall no one be justified. But if, in our endeavor to be justified in Christ, we ourselves were found to be sinners, is Christ then an agent of sin? Certainly not! But if I build up again those things which I tore down, then I prove myself a transgressor. For I through the law died to the law, that I might live to God. I have been crucified with Christ; it is no longer I who live, but Christ who lives in me; and the life I now live in the flesh I live by faith in the Son of God, who loved me and gave Himself for me. Galatians 2: 16-20 (Epistle from Sunday after the Holy Cross) Today’s Epistle reading requires a careful study. Like many passages of Scripture, each phrase has intention and if you read them too quickly, it is very hard to grasp the meaning. The first sentence, as many of St. Paul’s sentences, is a real “run on.” Remember that in last Sunday’s Epistle (Sunday before Holy Cross), we discussed the fight in the early church over whether circumcision was a requirement to be a Christian. Circumcision was part of the Jewish Law. And in establishing the early church, Jews who had become Christians were reticent to give up the idea of circumcision. Like they wanted to add Christianity to their Judaism. Saint Paul basically told them that Christianity wasn’t an adding or subtracting from Judaism. Christianity was the revealing of God’s Kingdom present on earth in the person of Jesus Christ, thus inaugurating “ A new creation.” (Galatians 6:15) So in beginning today’s Epistle passage, Saint Paul reminds us that our justification is not through works of the law, but through faith in Christ Jesus. Notice, Saint Paul did not dismiss the idea of salvation requiring faith and works. Salvation, as we have discussed, involves faith in God, works of love and charity, and ultimately the mercy and grace of God. Addressing this letter to the early Christians, Saint Paul wanted to steer them away from the idea of salvation through the Jewish Law and help them understand that salvation was based first and foremost by faith in Jesus Christ, who superseded the Law. Faith is augmented through works of love and charity. But our Christian journey starts with faith. If people transgressed the Jewish Law, they might be told that they were accursed. This happened many times in the New Testament. Jesus was often criticized by Jewish leaders for not following the Law. Because the Law was seen by them as perfect. If we, as Christians, fall short in our Christianity, because we sin, does this make Christ, whom we follow, an agent of sin? Saint Paul says emphatically “Certainly not!” (Galatians 2:17) When we fall short of Christ’s expectations, that is called sin. We all sin. Every Christian is a sinner. Does that make Christ the leader of sinners? Yes. Does it make Him a promoter of sin? Absolutely NOT. Saint Paul admits that his zeal for the Law prohibited him from having faith in Jesus Christ. So he had to “die” to his legalistic ideas and embrace Christ’s law of love and charity. Therefore, “putting to death” his previous ideas, it is no longer the old Saint Paul who lives but Christ who was living in him. This is the same path we are supposed to take—to be crucified with Christ, to “put to death” our egos, our passions, our sense of justice and entitlement—and to live in Christ, to live a life of love for Christ, love for neighbor, repentance (working on our own shortcomings) and forgiveness (forgiving and being patient with the shortcomings of others). Therefore, the Christian life doesn’t have us living for ourselves but for Christ. As we will read in the Gospel (tomorrow’s reflection), we are to deny ourselves, take up His cross and follow. This is the new life in Christ, that we are to live by faith, secure in the knowledge that Christ gave His life for us, and that He loves each and every one of us. The Law is important, rules are important. But we don’t worship rules. We worship Christ, and His law is love. The last through today is this—do you feel that Christ lives in you? (Galatians 2:20) Why or why not? When we live a life of rules and regulations, it feels like WE are the center of our existence. We exist to obey rules and expect the same of others. However, when we live with Christ at the center, then we live a life of love, which is patient and kind when it comes to the shortcomings of others. Others live lives that are patient and tolerant of us. And life has purpose—it has Christ as both its source and destination. If you feel that Christ is not living in you, you are actually incorrect. He lives in each of us. We just have to allow Him to live in the lead. If you feel that Christ is not living in you, or leading your life, you can change that simply by giving Him the wheel. And that starts with a decision to pray TODAY and to put Christ in the lead TODAY. To let Him guide you to lead with love, patience, mercy, joy and divine purpose. Exalted is Your Cross today, and all the world is sanctified. O Christ, who sit together with the Father and the Spirit, You stretched Your hands upon this Cross, and thus You drew the whole wide world to knowledge of You, O Savior. Count worthy of divine glory those who with faith obey You. (Second Exapostelarion from Orthros, Feast of the Holy Cross, Trans. by Fr. Seraphim Dedes) Give Christ the wheel of your life today! The post Dying to the Law and Living for Christ appeared first on OCN .