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Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Die Buddhi befreit deinen Geist und Herz von Verblendung - Bhagavad Gita XVIII 51

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-09-25 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Geduld · tragend

Der reine Verstand (Buddhi) ermöglicht es, Wünsche und Emotionen als ungenaue Sprache des Unterbewusstseins zu durchschauen und sich dadurch von ihnen zu lösen, um das wahre Selbst zu erfahren.

Der Text interpretiert Bhagavad Gita 18,51 und erklärt den Begriff Buddhi als Urteilskraft, Vernunft und Unterscheidungsvermögen. Der Sprecher unterscheidet zwischen praktischem Verstand, der Wünsche erfüllt, und reinem Verstand, der die tieferen Bedürfnisse hinter Wünschen erkennt. Am Beispiel des Schokoladenwunsches wird gezeigt, wie der reine Verstand hinter dem offensichtlichen Verlangen nach einem tieferen Bedürfnis fragt. Wünsche und Abneigungen werden als Sprache des Unterbewusstseins beschrieben, die ungenau, aber hilfreich sei. Der Text rät, beständig mit Buddhi umzugehen, um sich nicht mit Wünschen und Emotionen zu identifizieren. Ziel ist die Erfahrung des Selbst als Brahman, das Absolute und Unendliche. Die Verse richten sich an Menschen, die bereits einen gewissen Grad der Vollkommenheit erreicht haben, sind aber laut Sprecher auch alltagstauglich.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 18,51

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Bagawad Gita, 18. Kapitel 51 der Vers. Bodyāvi shuddhāyāyukto drödhātmanam niyam yajā shabdādhīn vishayam styaktvā rāgādhvishau vjudas yajā Krishna spricht mit reinem Verstand, sich selbst durch Beständigkeit beherrschend, auf Klang und andere Objekte verzichtend und ohne Anziehung und Ablehnung. Ich belasse es jetzt bei diesem noch unvollständigen Satz, denn es sind drei Pferse, die alle zusammen einen Satz ergeben. So beschreibt nämlich Krishna, wie kommt man, wenn man einen gewissen Grad der Vollkommenheit erreicht hat, zum Höchsten? Also diese Pferse sind insbesondere gedacht für Menschen, die schon einiges erreicht haben, die schon eine gewissen Grad von Vollkommenheit erreicht haben. Jetzt könntest du sagen, okay, überspring ich die nächsten drei Pferse, dann wird es praktischer. Ich würde dir raten, mach dies nicht, denn es ist gut, dass du dir deine eigenen Zukunft bewusst wirst. Und glücklicherweise auch diese Pferse sind direkt alltagstauglich und so will ich sie auch interpretieren. Er sagt hier mit reinem Verstand, buddhya visuddhaya. Buddi ist die Urteilskraft, buddi ist Verstand, buddi ist Unterscheidungskraft, buddi ist die Vernunft. Er sagt hier, also Vernunft ist wichtig, sich selbst durch Beständigkeit beherrschend. Buddi ist die Kraft in dir, mit der du das tust, was du für richtig hältst. Man kann auch sagen, buddi ist so etwas wie die Führungspersönlichkeit in dir. Wünsche und Abneigungen sind wie Vorschläge, die dein Unterbewusstsein dir macht. Man kann auch sagen, du hast verschiedene Anteile in dir, du hast verschiedene Intelligenzien in dir und diese manifestieren sich auf unterschiedliche Weise. Mögen und nicht mögen Wünsche und Abneigungen, auch Emotionen, sind Weisen, wie dein Unterbewusstsein zu dir spricht. Und alle Wünsche und Abneigungen sind, man kann sagen, Vorschläge, das könnte gut sein. Diese Vorschläge sind als Sprache des Unterbewusstseins gefüllt mit Emotionen, mit mögen und nicht mögen usw. Und dann braucht es jemanden, der sich davon löst. Wenn du nämlich einfach wie ein Tier das tust, was dir in den Sinn kommt, wenn du einfach tust, wie es eine Katze tun würde, was dir irgendwie magst, dann kommst du nicht zum Höchsten. Dann lebst du vielleicht ganz natürlich und instinktiv, aber diese Instinkte können gerade in einer menschlichen Umgebung ziemlich irregeleitet sein. Daher brauchst du Buddhi, Vishuddhaja Buddhi. Es gibt auch eine praktische Buddhi und die praktische Buddhi würde dir sagen, wie kriegst du das, was du magst. Die praktische Buddhi kann ein Sklave sein, der Wünsche. Zum Beispiel, du hast plötzlich den Wunsch, du willst eine Schokolade haben, es ist keine Zuhause. Und jetzt ohne lange nachzudenken, überlegst du, ohne nachzudenken, ist es überhaupt gut eine Schokolade zu haben, willst du die wirklich zu haben, gehst du einfach los und überlegst, wo krieg ich die Schokolade? Du kannst deinen Nachbar fragen, du kannst zur nächsten Tankstelle gehen, du kannst überlegen, wo sind die Geschäfte sonntags offen, du kannst überlegen, habe ich vielleicht irgendwo vom letzten Weihnachten noch eine versteckt oder vielleicht mein Partner, der vielleicht ab und zu mal Sachen versteckt, könnte ich ja mal durchwühlen und schauen, ob da irgendwo etwas ist. Das ist praktischer Verstand. Der reine Verstand wird überlegen, ist es überhaupt gut, jetzt Schokolade zu essen? Und wird vielleicht feststellen, nein, ist jetzt nicht gut, dann wird er überlegen und was will man mein Unterbewusstsein sagen, dass ich jetzt Schokolade haben will. Vielleicht stellt der Buddy dann fest, vielleicht ist irgendwo ein Bedürfnis nach Liebe, vielleicht soll ich schauen, ob ich meinen Partner mal umarmen kann. Vielleicht ist es ein Bedürfnis, dass irgendwo das Hirn etwas Zucker braucht, denn manchmal bei einer leichten Unterzuckerung hat das Hirn eine Frage nach Zucker. Kannst überlegen, vielleicht trinkst du einfach einen Apfelsaft oder du ist etwas Gesundes, zum Beispiel ein Trauben oder einen Apfel. Und so hast du das, was dein Unterbewusstsein dir sagen will, mit dem reinen Verstand, mit der reinen Buddy angeschaut und dann kannst du diese beherrschen. Er spricht dort auch auf über Beständigkeit, nicht nur ab und zu mal diese Buddy nutzen, sondern beständig. Wenn du das regelmäßig machst und somit ihr umgehst, dann lernst du langsam dich nicht zu identifizieren mit Wünschen, mit Mögen und nicht Mögen. Dann kannst du aufhören dich zu identifizieren. Du kannst dich erfahren als Brammern, das absoluter und das unendliche. Ein wichtiger Schritt ist, dass du mit der Buddy lernst dich zu lösen von Mögen und nicht Mögen und von deinen Emotionen. Dass du dein Mögen und nicht Mögen, deine Wünsche und Emotionen begreifst als Sprache deines Unterbewusstseins, die ungenau ist, aber immerhin hilfreich ist. Verstehe diese Sprache mit der Buddy und dann entscheide, was du tun und was du machen willst.