Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Apostolic Journey to France: Celebration of Vespers with the Bishops, Priests, Deacons, Consecrated Men and Women, and Seminarians (Notre-Dame de Paris Cathedral, 25 September 2026)
ohne Namen ·
Vatikan - Homilien von Papst Leo XIV. ·
2026-09-25
· Vatikanstadt
· Quelle
Gemeinschaft · Hauptbotschaft
Hoffnung · tragend
Umkehr · tragend
Die Kirche muss sich als aufnehmende, liturgisch lebendige Gemeinschaft verstehen, die durch die Inkarnation und die Eucharistie die Welt heilt und Hoffnung in einer zerbrechlichen Zeit stiftet, statt sich in sich zu schließen.
Als Jünger Christi wisst ihr gut, dass die christliche Gemeinschaft kein Zufluchtsort ist, in den wir uns zurückziehen, um uns vor unserer Zeit zu schützen. Im Gegenteil, wie die Kathedralen von einst, ist die Kirche ein Ort der Aufnahme, des Respekts, der Offenbarung und des Sinnes für alle.
Der Text ist eine Ansprache an das Klerus- und Seminaristenpersonal Frankreichs während der Vesper in der wiederhergestellten Kathedrale Notre-Dame de Paris. Er nutzt den Wiederaufbau des Gebäudes nach dem Feuer als Symbol für die Erneuerung der Kirche und die Überwindung von Zerstörung durch gemeinsames Handeln. Die zentrale theologische Botschaft stützt sich auf die Inkarnation und die Sendung des Sohnes, um eine 'hinausgehende' und aufnehmende Kirche zu beschreiben, die nicht in sich geschlossen ist. Es wird ein Aufruf zur missionarischen Umkehr nach dem Vorbild von 'Evangelii Gaudium' formuliert, der die Aufnahme von Fremden und Menschen an den Rändern der Gesellschaft betont. Die Liturgie wird als Herzstück der Kirche dargestellt, das durch die Eucharistie und das Gebet lebendig bleibt und die Gemeinschaft mit Gott verbindet. Der Text ermutigt die Adressaten, durch ihre persönliche Frömmigkeit und ihren Dienst Zeugen einer versöhnten Welt zu sein und die Hoffnung in einer komplexen Zeit zu tragen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung
- Wo sitzt das Übel?
-
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
- Was hilft dagegen?
-
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Die missionarische Umkehr zu einer aufnehmenden Kirche vollziehen (gesellschaftlich)
- Die Eucharistie und die Liturgie mit Würde und Ehrfurcht feiern (rituell)
- Das persönliche Gebetsleben und die Freundschaft mit Christus pflegen (innerlich)
Genannte Stellen
Gal 4,4 · Gal 4,4-5 · Gal 4,7
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 2
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Liebe Brüder und Schwestern,
wir versammeln uns zum Abendgebet an diesem Ort, der die Menschen von Paris seit Jahrhunderten mehr als jeder andere dazu eingeladen hat, ihre Augen zum Himmel zu erheben. Sieben Jahre sind vergangen, seit die ganze Welt, den Atem anhaltend, zusah, wie die Kathedrale von einem furchtbaren Feuer verschlungen wurde. Auch wir sahen damals mit Sorge zu, uns bewusst, wie machtlos der Mensch angesichts des Unerwarteten ist. Dieser Schmerz wurde nicht nur von Katholiken, noch nicht einmal nur von Gläubigen empfunden. In jener tragischen Stunde erkannten wir vielmehr, dass Notre-Dame mehr als ein Denkmal ist. Der kollektive Einsatz für ihren Wiederaufbau und der Glanz des Ergebnisses offenbaren, dass hier das Herz eines Volkes schlägt, und dass wir hier am lebendigen Zentrum einer Zivilisation stehen, wo Vergangenheit und Zukunft einander umarmen, wo Himmel und Erde aufeinandertreffen.
Es war mein Wunsch, euch hier, an diesem symbolischen Ort der Kirche in Frankreich, zu treffen. Es ist für mich eine Freude, vor Kurzem seine Schwelle überschritten zu haben, so wie es täglich Tausende von Brüdern und Schwestern tun, die von jeder Ecke der Welt hierherkommen. Schon das bloße Betreten dieses Ortes stellt uns einer Schönheit gegenüber, die zu unseren unruhigen Herzen spricht und sie zum Frieden ruft. Nach der Restaurierung dieses heiligen Raums für die gesamte Menschheit wird zu Recht anerkannt, wie jeder Besucher durch das, was er oder sie sieht, hört und erlebt, erneuert werden kann. Die öffentlichen, privaten und kirchlichen Institutionen, die an der Restaurierung von Notre-Dame beteiligt waren, haben jeweils auf ihre eigene Weise dazu beigetragen, die kulturellen, existenziellen und spirituellen Wege neu zu wecken, die die Kathedrale vor uns öffnet. In diesem Kontext hat die Kirche ihre Mission nicht nur im Sinne der Bewahrung, sondern auch der Kreativität verstanden, indem sie die Tradition mit der Kühnheit derer lebendig hält, die glauben und von der Hoffnung geleitet werden. Ich möchte dem Erzbischof, seinen Mitarbeitern und der diözesanen Gemeinschaft von Paris danken, die auch einen pastoralen Weg der ersten Verkündigung und der christlichen Initiation entwickelt haben, der allen offensteht. Die Taufschale ist ein Zeichen dafür, am Eingang platziert als Segen und Einladung.
Der Wiederaufbau der Kathedrale war eine Gelegenheit für eine Begegnung, die Horizonte der Aufnahme und der Teilhabe über die Grenzen der kirchlichen Zugehörigkeit hinaus erweitert hat. Liebe Bischöfe, Priester, Diakone, geweihte Männer und Frauen, Seminaristen Frankreichs, lasst euch inspirieren von dem, was hier geschehen ist! Macht die Vision von Evangelii Gaudium zu eurer Priorität, nämlich die missionarische Umkehr, von der Papst Franziskus in seiner ersten Apostolischen Exhortation sprach.
Im Brief an die Galater haben wir den Grund gehört, warum wir nicht fürchten sollen: „Gott hat seinen Sohn gesandt“ (Gal 4,4). Er hat ihn zu uns gesandt, in unsere Welt. In den Worten des heiligen Paulus beschreibt das Verb ein reales, historisches Ereignis, nicht irgendein ideales Gefüge von Umständen. Christen fliehen nicht vor Komplexität, denn Gott selbst hat sie berufen, seinem Sohn in einer Welt nachzufolgen, die bereits bewohnt, bereits in Bewegung und bereits von menschlichem Elend und Güte gezeichnet ist. Der Weg des Kreuzes offenbart gewiss die Dunkelheit, die durch unsere Welt zieht, aber noch tiefer offenbart er die Liebe Gottes, die über den Tod triumphiert.
Der kreuzförmige Grundriss der Kathedrale, wo Stein und Licht zusammenkommen, evokiert das Zusammentreffen von Erde und Himmel. Er versammelt und ordnet die Ereignisse der Geschichte, gewoben mit menschlichen Freuden und Leiden. Er hält sie zusammen in einer symbolischen Dynamik, die diese verschiedenen Ausdrücke in eine lebendige Sprache verwandelt und sie zu einem Ganzen vereint.
Liebe Freunde, aus der Inkarnation – „Gott hat seinen Sohn gesandt“ – fließt die Identität der Kirche, denn sie ist stets dazu berufen, eine „hinausgehende“ Kirche zu sein. Als Jünger Christi wisst ihr gut, dass die christliche Gemeinschaft kein Zufluchtsort ist, in den wir uns zurückziehen, um uns vor unserer Zeit zu schützen. Im Gegenteil, wie die Kathedralen von einst, ist die Kirche ein Ort der Aufnahme, des Respekts, der Offenbarung und des Sinnes für alle. Die Kraft einer lebendigen Kirche liegt darin, die Menschen an den Peripherien aufzunehmen, die bereits einen Platz in ihrem Herzen haben; die Fernen aufzunehmen, die in Wirklichkeit bereits nahe sind; den Fremden aufzunehmen, an dessen Tür Christus bereits klopft.
Wenn Notre-Dame ein Zeichen dieser Begegnung im Herzen von Paris ist, dann können die anderen Städte und Regionen Frankreichs, selbst die abgelegensten und ländlichsten, umso mehr durch eine einfache und aufnehmende missionarische Präsenz verwandelt werden. Eine solche Präsenz kann helfen, kulturelle Unterschiede in Harmonie zu bringen und die Wunden zu heilen, die in unseren Gesellschaften vorhanden sind. Von den nördlichen Küsten bis zum Mittelmeer, von den Binnenregionen bis zu den Übersee-Departements, seid eine lebendige, vielfältige und nahe Kirche. Ein Mangel an materiellen Ressourcen hindert die Mission nicht, denn es ist die Gnade Gottes, die innere Freiheit und Einfachheit des Lebens hervorbringt und uns ermöglicht, eine evangelische Lebensweise widerzuspiegeln. In all dem schätzt ihr zuversichtlich die missionarische Präsenz der Laien, die die lebendige Frontlinie der Kirche an den Kreuzungen des Alltagslebens sind.
Gleichzeitig, Brüder und Schwestern, dürfen wir nicht vergessen, dass diese Kathedrale, wie jede andere Kirche, zum Zweck des Gebets und der Anbetung Gottes erbaut wurde. Es ist der Ort, an dem die christliche Gemeinschaft die höchste Form des Gebets und der Anbetung feiert und im Eucharistieopfer das erlösende Opfer Christi erneuert. Diese Kathedrale ist nicht bloß eine Steinstruktur, die bewundert werden soll; vielmehr lebt sie durch das heilige Mysterium, das in ihr gefeiert wird. Ohne die Liturgie würde sie ihre Seele verlieren. Hier in Notre-Dame wird diese Wahrheit durch die Platzierung des Altars in ihrer Mitte deutlich. Die versammelte Gemeinde, die den Herrn preist, steht somit im Herzen des Gebäudes, während Besucher, selbst während der Feiern, um sie herumgehen und sie betrachten. Hier erscheint die Kirche als das, was sie ist, nämlich ein lebendiger Organismus, eine glaubende Gemeinschaft, die in ihren Lobpreis alles aufnimmt, was Kultur und Tradition ihr überliefert haben. Sie ist ein Leib, der durch ihre Feier jedem Menschen den Grund ihres Daseins mitteilt.
Heute, mehr denn je, leben wir in einer Zeit, die scheinbar entbehrlich an Fülle, Tiefe und Versprechen ist. Die edle Einfachheit von Gesang, gesprochenem Wort und liturgischer Geste kann für viele ein Funke der Hoffnung sein, eine Oase des Friedens in einer hypervernetzten und lauten Gesellschaft, in der wir die Gegenwart des Urhebers der größten Liebe erfahren können: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn“ (Gal 4,4). Die Feier des liturgischen Jahres, der Sonntage und Feste macht uns auch zu Weggefährten Christi, aufmerksam auf die verschiedenen Momente seines Lebens, die er dem Vater um der Welt willen ganz hingegeben hat. Auf diese Weise werden wir empfindsamer und offener für die Zeichen der Zeit. In der Tat ermöglichen uns unser Gebet und unser gemeinsames Zuhören der Heiligen Schriften, die Ereignisse der Geschichte im Licht Gottes zu sehen, machen uns uns unserer Verantwortung bewusster, erlauben es uns, ungerechte Machtverhältnisse zu entlarven und die Samen von Gerechtigkeit und Frieden zu säen. Es ist die Hoffnung, die uns antreibt, nicht die Resignation. Und daraus entstehen stärkere Bande der Brüderlichkeit und Netzwerke der Solidarität, die Frucht der Gemeinschaft im einen Opfer Christi.
An euch, die ihr täglich die Eucharistie feiert, richte ich die Bitte, dafür zu sorgen, dass die liturgischen Feiern stets mit Würde und Ehrfurcht vollzogen werden, auch dort, wo sich kleinere Gemeinden versammeln. Seid euch bewusst, Erben der Kirchenväter und Heiligen zu sein, die uns über die Jahrhunderte hinweg die tiefe Bedeutung und Schönheit der Liturgie überliefert haben und dabei stets ein Beispiel großer Demut vor dem Geheimnis gegeben haben, das gefeiert wird. Das Zweite Vatikanische Konzil, dessen Reichtum viel Frankreich verdankt, hat dieses Erbe auf hervorragende Weise aufgenommen und vertieft, indem es die zentrale Rolle der Liturgie im Leben der Kirche anerkannte (vgl. Sacrosanctum Concilium, 10). Deshalb ermahne ich euch alle, Bischöfe, Priester, Diakone und geweihte Personen, eine authentische Liebe zur Liturgie zu pflegen und Zeugen und Diener der prophetischen, priesterlichen und königlichen Berufung des gesamten Gottesvolkes zu sein.
In dieser Hinsicht bleibt die Liturgie ein Spiegel des Lebens. Die eucharistische Freude nimmt Wurzel und breitet sich aus, wo immer Harmonie wiederhergestellt wird, wo immer Würde erneuert wird, wo immer Autorität zum Dienst wird und wo immer die Freiheit wieder aufblühen kann. Dies ist das größte Geschenk, das wir teilen können. Deshalb stellt die Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri und mit der Kirche euren persönlichen Vorlieben voran, um die Einheit des Gottesvolkes zu fördern. So werden wir gemeinsam prophetisches Zeugnis für die Möglichkeit einer versöhnten Welt ablegen.
Liebe Bischöfe, Priester, Seminaristen und geweihte Personen, ihr, die ihr berufen seid, Christus nachzufolgen, danke ich euch für eure Antwort und eure Treue zum Herrn. Vernachlässigt niemals diese Freundschaft, die der Herr sich wünscht, die in der persönlichen Gebetszeit gepflegt werden muss und das Fundament jeder Berufung ist. Wie Madeleine Delbrêl sagte: „Ohne Gebet würden wir den Gott der Liebe nicht lieben. Vielleicht wären wir seine Diener, seine Krieger oder sogar seine Jünger; aber wir wären weder die liebenden Kinder unseres Vaters noch die Freunde … Jesu Christi“ (Notre vie, Œuvres complètes vol. XV, Nouvelle Cité, 2017, S. 41). Pflegt also euer inneres Leben mit dem Herrn, nach dem Beispiel der vielen Heiligen, die euch vorausgegangen sind, und zieht stets aus der Quelle der unendlichen Liebe Gottes in der stillen Gebetszeit. Eure Mission fließt vor allem aus dieser intimen Beziehung mit dem Herrn, der euch dort erwartet.
Im Herzen der Stadt ist die offene Kathedrale ein Zeichen einer Gemeinschaft, die den Herrn preist und Gastfreundschaft nicht als gelegentliche Geste, sondern als die eigentliche Form ihres Daseins lebt, damit sich alle zu Hause fühlen und nicht länger in einer sich wandelnden Welt beherrscht oder am Rand stehen. „Gott hat seinen Sohn gesandt, geboren aus einer Frau, […], damit wir die Adoption als Söhne empfangen“ (Gal 4,4-5). Und „wenn du Sohn bist, dann bist du auch Erbe“ (ebd. 4,7). Erben durch Gnade, Brüder und Schwestern, die hier versammelt sind, es liegt nun an jedem von euch, dieser betenden und lebenden Versammlung, das Fleisch und die Stimme dieser Verheißung zu werden. Klerus und geweihte Personen Frankreichs, ihr seid berufen, die ersten Hüter dieses offenen Hauses zu sein, die lebendigen Steine einer Kirche, die hofft und die Zukunft nicht fürchtet. Diese Kathedrale ist wiedergeboren worden, damit auch ihr mit ihr in einem neuen Ansturm zur Heiligkeit und zur täglichen Mission wiedergeboren werdet. In der Mitte eures Volkes seid ihr ein klarer Ausdruck der göttlichen Mutterschaft der Kirche, die durch das Zeugnis der Liebe Gottes die menschliche Familie wiederherstellt und heilt.
Erheben wir unsere Augen zur Statue der Jungfrau mit dem Kind aus dem vierzehnten Jahrhundert, die vom Feuer unversehrt geblieben ist und nun wieder vor uns strahlt. Möge Maria, die das Wort in ihrem Schoß trug, euch treu bewahren, und möge sie der Stern sein, der die Mission der Kirche in Frankreich leitet. Heilige Maria, unsere Frau von Paris und Mutter der Kirche, bete für das französische Volk, stütze seine Hirten und gehe stets an unserer Seite.
Wortlaut im Original
Dear brothers and sisters ,
We are gathered for Evening Prayer in this place which, more than any other, has invited the people of Paris for centuries to lift their eyes towards heaven. Seven years have passed since the whole world, holding its breath, watched as the cathedral was engulfed in a terrible fire. At that time, we also watched anxiously, conscious of how powerless humans are in the face of the unforeseen. That pain was felt not only by Catholics, nor only by believers. Indeed, in that tragic moment we came to realize that Notre-Dame is more than a monument. The collective effort to rebuild it, and the splendour of the result reveal that the heart of a people beats here, and that here we stand at the living center of a civilization, where past and future embrace, where heaven and earth meet.
It was my wish to meet you here, in this symbolic place of the Church in France. It is a joy for me to have crossed its threshold a short while ago, as thousands of brothers and sisters do each day, coming here from every corner of the world. Simply entering this place brings us face to face with a beauty that speaks to our restless hearts and calls them to peace. Following the restoration of this sacred space for all humanity, it is rightly recognized how each visitor can be renewed by what he or she sees, hears and experiences. The public, private and ecclesial institutions involved in the restoration of Notre-Dame have each contributed, in their own way, to reawakening the cultural, existential and spiritual journeys that the cathedral opens up before us. In this context, the Church has understood her mission not only in terms of preservation but also of creativity, by keeping tradition alive with the boldness of those who have faith and are guided by hope. I wish to thank the Archbishop, his co-workers and the diocesan community of Paris, who have also developed a pastoral pathway of initial proclamation and Christian initiation open to all. The baptismal font is a sign of this, situated at the entrance as a blessing and an invitation.
The rebuilding of the Cathedral was an opportunity for an encounter that has expanded horizons of welcome and participation beyond the boundaries of ecclesial affiliation. Dear bishops, priests, deacons, consecrated men and women, seminarians of France, let yourselves be inspired by what has happened here! Make the vision of Evangelii Gaudium your priority, namely the missionary conversion which Pope Francis spoke of in his first Apostolic Exhortation.
In the Letter to the Galatians, we heard the reason why we should not be afraid: “God sent forth his Son” ( Gal 4:4). He sent him among us, into our world. In Saint Paul’s words, the verb describes a real, historical event, not some ideal set of circumstances. Christians do not flee from complexity, for God himself has called them to follow his Son in a world that is already inhabited, already in motion, already marked by both human misery and goodness. The way of the Cross certainly reveals the darkness that runs through our world, but even more profoundly, it reveals the love of God that triumphs over death.
The Cathedral’s cruciform layout, where stone and light come together, evokes the meeting of earth and heaven. It gathers and orders the events of history, woven with human joys and sufferings. It holds them together in a symbolic dynamic that transforms these diverse expressions into a living language, uniting them into a whole.
Dear friends, it is from the Incarnation — “God sent forth his Son” — that the identity of the Church flows, for she is called always to be a Church “going forth”. As disciples of Christ, you know well that the Christian community is not a refuge into which we withdraw in order to protect ourselves from our age. On the contrary, like the cathedrals of old, the Church is a place of welcome, respect, revelation and meaning for everyone. The strength of a living Church lies in welcoming those on the peripheries who already have a place in her heart; welcoming those who are far away but in reality are already near; welcoming the stranger, in whom Christ is already knocking at the door.
If Notre-Dame is a sign of this encounter at the heart of Paris, then the other cities and regions of France, even the most remote and rural, can be transformed all the more by a simple and welcoming missionary presence. Such a presence can help to bring cultural differences into harmony and to heal the wounds present in our societies. From the northern coasts to the Mediterranean, from the inland regions to the overseas departments, be a living, diverse and close Church. A lack of material resources does not prevent mission, for it is the grace of God that gives rise to interior freedom and simplicity of life, enabling us to reflect an evangelical way of life. In all this, confidently value the missionary presence of the lay faithful, who are the living front line of the Church at the crossroads of everyday life.
At the same time, brothers and sisters, we must not forget that this Cathedral, like every other church, was built for the purpose of prayer and the worship of God. It is the place where the Christian community celebrates the highest form of prayer and worship, renewing in the Eucharist the redemptive sacrifice of Christ. This Cathedral is not merely a stone structure to be admired; instead, it lives by the sacred mystery celebrated within it. Without the liturgy, it would lose its soul. Here at Notre-Dame, this truth is made evident by the placement of the altar at its center. The community gathered to praise the Lord thus stands at the heart of the building, while visitors, even during celebrations, walk around it and observe it. Here the Church appears for what she is, namely a living organism, a believing community that gathers into its praise everything that culture and tradition have handed down to her. She is a body which, through her celebration, tells each person the reason for her existence.
Today, more than ever, we live in an age that seems deprived of fullness, depth and promise. The noble simplicity of song, spoken word and liturgical gesture can be for many a glimmer of hope, an oasis of peace in a hyper-connected and noisy society, where we can experience the presence of the Author of the greatest love: “When the time had fully come, God sent forth his Son” ( Gal 4:4). The celebration of the liturgical year, of Sundays and feasts, also makes us companions of Christ, attentive to the different moments of his life, which he gave entirely to the Father for the sake of the world. In this way, we become more sensitive and more open to the signs of the times. Indeed, our prayer and listening together to the Scriptures enable us to see the events of history in the light of God, making us more aware of our responsibilities, allowing us to unmask unjust relations of power and sow the seeds of justice and peace. It is hope that drives us therefore, not resignation. And from this arise bonds of greater fraternity and networks of solidarity, the fruit of communion in the one Sacrifice of Christ.
To you who celebrate the Eucharist each day, I ask you to ensure that the liturgical celebrations are always carried out with dignity and reverence, even where smaller communities gather. Be conscious heirs of the Church Fathers and saints who, over the centuries, have handed down to us the profound meaning and beauty of the liturgy, always giving an example of great humility before the Mystery that is celebrated. The Second Vatican Council , whose richness owes much to France, gathered up and deepened this heritage in an eminent way, recognizing the liturgy’s central role in the life of the Church (cf. Sacrosanctum Concilium , 10). I therefore exhort all of you, bishops, priests, deacons and consecrated persons, to cultivate an authentic love for the liturgy and to be witnesses and servants of the prophetic, priestly and kingly vocation of the entire People of God.
In this respect, the liturgy remains a reflection of life. Eucharistic joy takes root and spreads wherever harmony is restored, wherever dignity is renewed, wherever authority becomes service, and wherever freedom is able to flourish again. This is the greatest gift we can share. Therefore, place communion with the successor of Peter and with the Church before your personal preferences, so as to foster the unity of God’s people. Thus, together, we will bear prophetic witness to the possibility of a reconciled world.
Dear bishops, priests, seminarians and consecrated persons, you who have been called to follow Christ, I thank you for your response and your fidelity to the Lord. Never neglect this friendship desired by the Lord, which must be cultivated in personal prayer, and is the foundation of every vocation. As Madeleine Delbrêl said: “Without prayer, we would not love the God of love. We might perhaps be his servants, his warriors, or even his disciples; but we would be neither the loving children of our Father nor the friends… of Jesus Christ” ( Notre vie , Œuvres complètes vol. XV, Nouvelle Cité, 2017, p. 41). Nurture, then, your interior life with the Lord, following the example of the many saints who have gone before you, always drawing from the source of God’s infinite love in silent prayer. Your mission flows above all from this intimate relationship with the Lord, who awaits you there.
At the heart of the city, the open Cathedral is a sign of a community that praises the Lord and lives hospitality not as an occasional gesture, but as the very form of its existence, so that all may feel at home, no longer dominated or marginalized in a changing world. “God sent forth his Son, born of a woman, […] so that we might receive adoption as sons” ( Gal 4:4-5). And “if a son, then you are also an heir” ( ibid 4:7). Heirs by grace, brothers and sisters gathered here, it is now up to each of you, this praying and living assembly, to become the flesh and voice of this promise. Clergy and consecrated persons of France, you are called to be the first guardians of this open house, the living stones of a Church that hopes and does not fear the future. This Cathedral has been reborn so that you too may be reborn with it in a new impetus towards holiness and daily mission. In the midst of your people, be a clear expression of the divine motherhood of the Church, who, by bearing witness to God’s love, restores and heals the human family.
Let us lift our eyes towards the fourteenth-century statue of the Virgin and Child, which was untouched by the fire and now shines once again before us. May Mary, who carried the Word in her womb, keep you faithful, and may she be the star that guides the mission of the Church in France. Holy Mary, Our Lady of Paris and Mother of the Church, pray for the French people, sustain their pastors, and walk always at our side.