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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Weltverhütungstag und Safe Abortion Day: Kein Grund zum Feiern

Jakob Purkarthofer · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-28 · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Wahrhaftigkeit · tragend

Die österreichische Politik versagt in der Gewährleistung der reproduktiven Selbstbestimmung, indem sie Frauen durch bürokratische, finanzielle und strafrechtliche Hürden bevormundet und ihre Wahlversprechen nicht einhält.

Es ist höchste Zeit, dass unsere Gesellschaft Frauen das uneingeschränkte Recht einräumt, über ihren eigenen Körper und die intimsten Aspekte ihres Lebens selbst zu bestimmen

Der Text kritisiert, dass in Österreich trotz des Weltverhütungstags und des Safe Abortion Day keine ausreichende reproduktive Selbstbestimmung für Frauen herrscht. Es wird argumentiert, dass seit der Einführung der Fristenregelung unter Bundeskanzler Kreisky politischer Stillstand besteht und der Zugang zu Verhütung und Schwangerschaftsabbruch durch bürokratische, finanzielle und gesellschaftliche Hürden erschwert wird. Konkret werden die mangelnde Kostenübernahme durch Krankenkassen, die strafrechtliche Verfolgung von Abtreibungen und regionale Zugangsbarrieren als Beispiele genannt. Zudem wird auf die Belästigung von Patientinnen durch katholische Fundamentalisten vor Kliniken hingewiesen. Der Text verweist auf Wahlversprechen der Parteien SPÖ, NEOS und Grüne aus dem Jahr 2024, die laut Autor nicht eingehalten wurden. Es wird gefordert, Schwangerschaftsabbrüche aus dem Strafgesetzbuch zu streichen, Verhütungsmittel kostenloser zu machen und die Abtreibungspille rezeptfrei abzugeben. Zwei Volksbegehren wurden initiiert, um diese politischen Maßnahmen durchzusetzen. Der Text ruft die Gesellschaft auf, Frauen das uneingeschränkte Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper einzuräumen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Katholische Fundamentalisten
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Politik Weltverhütungstag und Safe Abortion Day: Kein Grund zum Feiern Am 26. September war Weltverhütungstag; gestern, am 28. September, der Safe Abortion Day. Doch zu feiern gibt es wenig. Vor 100 Jahren erkämpften Frauen mühevoll ihr Wahlrecht – ein Recht, das heute selbstverständlich ist. Bei der reproduktiven Selbstbestimmung sieht die Realität jedoch nach wie vor anders aus. Die Parteien im österreichischen Parlament verweigern Frauen weiterhin die volle Entscheidungsfreiheit über den intimsten Bereich des Lebens: ihre eigene Fruchtbarkeit. Jakob Purkarthofer 28.09.2026 Foto: pexels.com Pexels License Seit der Einführung der Fristenregelung unter Bundeskanzler Bruno Kreisky herrscht in Österreich weitgehend Stillstand. Der Zugang zu wirksamer Verhütung und Schwangerschaftsabbruch wird bis heute willkürlich eingeschränkt und erschwert. Frauen werden bevormundet und mit bürokratischen, finanziellen und gesellschaftlichen Hürden konfrontiert, wenn sie sich vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen oder diese beenden wollen. Verhütungsmittel und Schwangerschaftsabbrüche müssen sie selbst bezahlen, obwohl sie Beiträge zur Krankenversicherung leisten. Wer die „Pille danach“ in der Apotheke benötigt, sieht sich mitunter einem belehrenden oder moralisierenden Ton ausgesetzt. Und wer eine ungewollte Schwangerschaft beenden möchte, muss teilweise lange Wege in Kauf nehmen, weil der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen nicht in allen Regionen gewährleistet ist oder gänzlich fehlt. Medizinisch begründete Spätabbrüche werden oft ganz verweigert, so dass die Frauen gezwungen sind, ins Ausland zu fahren. Und nach wie vor belästigen katholische Fundamentalisten Patientinnen vor Abtreibungskliniken. So etwa wieder jetzt mit einer 40-tägigen Gebetswache vor der Wiener Gynmed-Klinik am Wiener Gürtel. „Es ist höchste Zeit, dass unsere Gesellschaft Frauen das uneingeschränkte Recht einräumt, über ihren eigenen Körper und die intimsten Aspekte ihres Lebens selbst zu bestimmen“, erklärt der Verhütungsexperte und Gynäkologe Christian Fiala. Dazu gehören aus seiner Sicht die vollständige Kostenübernahme aller Verhütungsmethoden und des Schwangerschaftsabbruchs durch die Krankenkassen, die ersatzlose Streichung des Schwangerschaftsabbruchs aus dem Strafgesetzbuch (Paragrafen 96 und 97 StGB), insbesondere die Strafandrohung von einem Jahr Gefängnis, sowie die rezeptfreie Abgabe der Abtreibungspille in Apotheken. Um diese Forderungen durchzusetzen und die bestehende Bevormundung zu beenden, wurden zwei Volksbegehren initiiert. Große Versprechen vor der Wahl Vor der Nationalratswahl 2024 in Österreich befragte das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch (MUVS) alle wahlwerbenden Parteien zu ihrer Haltung zur reproduktiven Selbstbestimmung. Während ÖVP und FPÖ keine Antwort übermittelten, signalisierten SPÖ, NEOS und Grüne Unterstützung für Verbesserungen im Bereich der reproduktiven Rechte. SPÖ und Grüne sprachen sich damals für folgende Maßnahmen aus: Kostenfreien Zugang zu Verhütungsmitteln, die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs durch die Streichung aus dem Strafgesetzbuch, die Verankerung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch in der Verfassung – wie seit 2024 in Frankreich , Schwangerschaftsabbruch auf Krankenschein, die rezeptfreie Abgabe der Abtreibungspille Mifegyne. Auch die NEOS unterstützten einen kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln, zumindest für Jugendliche, sowie die längst überfällige Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Was ist aus diesen Versprechen geworden? Von politischen Initiativen dazu oder gar einer Umsetzung ist bislang nichts zu sehen. Die Regierungsparteien SPÖ und NEOS haben ihre einstigen Zusagen zur reproduktiven Selbstbestimmung offensichtlich vergessen. Auch von den Grünen in der Opposition ist zu diesem Thema kaum noch etwas zu hören. „Frauen brauchen keine weiteren Lippenbekenntnisse, sondern konkrete politische Maßnahmen, die ihnen Selbstbestimmung, einen gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung und die freie Entscheidung über ihren eigenen Körper ermöglichen“, so Fiala abschließend zu den beiden Gedenktagen. Netiquette für Kommentare Ihr Name E-Mail Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Startseite Ihr Kommentar Klartext Keine HTML-Tags erlaubt. Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt. Benachrichtigen Sie mich, wenn neue Kommentare veröffentlicht werden Alle Kommentare Antworten auf meinen Kommentar Bitte dieses Feld leer lassen Share news Jakob Purkarthofer