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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

The Courage to Correct

ohne Namen · Jamiatul Ulama KZN – Council of Muslim Theologians (Suedafrika) · 2026-10-01 · Durban · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Gerechtigkeit

Angemessene Zurechtweisung und Disziplin sind ein Ausdruck elterlicher Liebe und Fürsorge und unerlässlich, um Kinder moralisch und religiös auf das Leben vorzubereiten.

Zurechtweisung ist kein Zeichen dafür, dass ein Elternteil sein Kind nicht liebt. Tatsächlich ist angemessene Zurechtweisung ein Ausdruck der Liebe und des Interesses eines Elternteils.

Der Text argumentiert, dass Eltern ihre Kinder nicht nur lieben, sondern auch zurechtweisen und disziplinieren müssen, um sie auf das Leben vorzubereiten. Er warnt davor, Liebe mit Nachgiebigkeit zu verwechseln, und betont, dass unkorrigiertes Verhalten zu tief verwurzelten Gewohnheiten werden kann. Als Grundlage werden Koranverse und Hadithe angeführt, die die elterliche Verantwortung für die religiöse und moralische Erziehung betonen. Am Beispiel der Salaah wird gezeigt, dass Kinder ab einem bestimmten Alter zur Einhaltung religiöser Pflichten angehalten werden sollen. Der Text unterscheidet dabei klar zwischen liebevoller Zurechtweisung und Demütigung oder Wut. Ein Hadith über den Sahaabi Zaahir illustriert, dass der Prophet auch Herzen aufgerichtet und Menschen in ihrem Wert bestärkt hat. Die zentrale Botschaft ist, dass Zurechtweisung ein Ausdruck der Fürsorge ist und Kindern hilft, Verantwortung und Grenzen zu verstehen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 66:6 · Sunan Abi Dawood 495 · Musnad Ahmad 12648

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
2 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
In einer Zeit, in der viele Eltern sich tiefgreifend um das Glück, das Selbstvertrauen und das emotionale Wohlbefinden ihrer Kinder sorgen, wird eine wichtige Verantwortung der Elternschaft zunehmend übersehen: die Verantwortung, sie zurechtzuweisen. Während Liebe, Zuneigung und Ermutigung bei der Erziehung eines Kindes unerlässlich sind, ist es ebenso wichtig, ihm das Gute vom Bösen beizubringen, Grenzen zu setzen und es zurechtzuweisen, wenn es diese überschreitet. Ein Kind weiß nicht von Natur aus, was angemessen ist und was nicht. Es braucht Führung, und diese Führung erfordert manchmal, dass ein Elternteil sagt: „Das ist falsch", und es bestimmt zurechtweist. Zurechtweisung ist kein Zeichen dafür, dass ein Elternteil sein Kind nicht liebt. Tatsächlich ist angemessene Zurechtweisung ein Ausdruck der Liebe und des Interesses eines Elternteils. Wenn ein Elternteil sieht, dass sein Kind eine schlechte Gewohnheit entwickelt, respektlos handelt oder eine wichtige Verantwortung vernachlässigt, hilft Schweigen dem Kind nicht. Jeden Fehler zu tolerieren, ohne ihn anzusprechen, mag das Kind für den Moment glücklich halten, bereitet es aber kaum auf das Leben vor. Ein Kind braucht Eltern, die es liebevoll führen, ihm Grenzen beibringen und ihm helfen zu verstehen, dass Handlungen Konsequenzen haben. Einer der größten Fehler, die bei der Erziehung von Kindern gemacht werden können, ist es, Liebe mit einem nachgiebigen Ansatz zu verwechseln. Ein Elternteil mag glauben, dass die Zurechtweisung des Kindes es betrüben, es distanziert machen oder sich selbst schlecht fühlen lassen wird. Infolgedessen werden bestimmte Verhaltensweisen wiederholt übersehen. Respektlosigkeit wird toleriert, Ungehorsam wird entschuldigt, Verantwortungen werden vernachlässigt und Fehler werden beiseitegefegt. Mit der Zeit kann jedoch, was zunächst ein kleines Verhalten war, zu einer tief verwurzelten Gewohnheit werden. Kinder müssen von klein auf lernen, dass es bestimmte Dinge gibt, die schlichtweg nicht akzeptabel sind. Ein Kind, das respektlos zu seinen Eltern spricht, muss zurechtgewiesen werden. Ein Kind, das lügt, muss die Schwere der Unehrlichkeit gelehrt werden. Ein Kind, das sich weigert, seine Verantwortungen zu erfüllen, muss daran erinnert und, wo nötig, diszipliniert werden. Ein Kind, das die Salaah nachlässig behandelt, muss angeleitet und zu Pünktlichkeit und Hingabe ermutigt werden. Diese Lektionen können nicht immer nur durch sanfte Vorschläge gelehrt werden. Es gibt Zeiten, in denen eine bestimmte Rüge notwendig ist. Der Quraan und die Ahaadeeth legen großen Wert auf die Verantwortung der Eltern, ihre Kinder zu pflegen und zu leiten. Allah Ta'ala sagt: „O ihr, die ihr glaubt, bewahrt euch und eure Familien vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind." (Sure Tahreem, Vers 6) Diese Verantwortung kann nicht allein dadurch erfüllt werden, dass man Kindern Nahrung, Kleidung, Bildung und materiellen Komfort bereitstellt. Sie umfasst auch, sie vor schädlichem Verhalten zu schützen, ihnen ihre Pflichten beizubringen und sie zurechtzuweisen, wenn sie falsch handeln. Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam) betonte auch die Wichtigkeit, Kindern die Salaah von klein auf beizubringen. Er sagte: „Befehlt euren Kindern, die Salaah zu verrichten, wenn sie sieben Jahre alt sind, und diszipliniert sie in dieser Hinsicht, wenn sie zehn Jahre alt sind." (Sunan Abi Dawood #495) Dies zeigt, dass Tarbiyah mehr umfasst als nur das Richtige zu erklären. Es kommt eine Zeit, in der Eltern auf Gehorsam bestehen und geeignete Maßnahmen ergreifen müssen, wenn ein Kind das, was ihm gelehrt wurde, absichtlich vernachlässigt. Zurechtweisung sollte jedoch nicht mit Wut, Demütigung oder ständigem Tadel verwechselt werden. Der Zweck der Zurechtweisung ist es nicht, ein Kind wertlos fühlen zu lassen, noch ist es, die eigene Frustration abzulassen. Ein Kind sollte zurechtgewiesen werden, weil sein Verhalten sich ändern muss. Der Elternteil sollte sich daher darauf konzentrieren, die Handlung zu korrigieren, anstatt das Kind selbst anzugreifen. Ein Kind, das mit Weisheit zurechtgewiesen wird, lernt, dass Fehler Konsequenzen haben, dass Grenzen existieren und dass er für seine Taten Rechenschaft tragen muss. Es lernt auch eine wichtige Eigenschaft, die ihm sein ganzes Leben lang zugutekommen wird: die Fähigkeit, Zurechtweisung anzunehmen. Wenn ein Kind aufwächst und vor jeder Form von Kritik und Zurechtweisung geschützt wird, kann es später im Leben Schwierigkeiten haben, wenn ein Lehrer, Arbeitgeber, Ehepartner oder eine andere Person seine Mängel anspricht. Gleichzeitig sollte die Zurechtweisung nicht die einzige Interaktion sein, die ein Kind mit seinen Eltern hat. So wie ein Elternteil bereit sein sollte, ein Kind zurechtzuweisen, wenn es Unrecht tut, sollte er auch sein Gutes anerkennen, um es zu ermutigen und es aufzurichten, wenn sein Mut sinkt. Diese Eigenschaft, den Mut eines Menschen aufzurichten, wurde auch im gesegneten Leben des Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam) gefunden. An einer Gelegenheit war ein Sahaabi namens Zaahir (radhiyallahu 'anhu) auf dem Markt, als der Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam) sich ihm von hinten näherte und ihn umarmte. Sayyiduna Zaahir (radhiyallahu 'anhu), der nicht wusste, wer es war, rief aus: „Lass mich los! Wer ist das?" Als er jedoch erkannte, dass es der Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam) war, wollte er nicht, dass die Umarmung endete. Er presste seinen Rücken gegen die gesegnete Brust des Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam) und wollte in seiner Umarmung bleiben. Der Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam) sagte leichtfertig: „Wer wird diesen Sklaven kaufen?" Sayyiduna Zaahir (radhiyallahu 'anhu) antwortete demütig: „O Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam)! Bei Allah, du wirst mich von geringem Wert finden!" Der Rasulullah (sallallahu 'alaihi wasallam) antwortete darauf mit einer Aussage, die das Wesen seiner Fähigkeit, Herzen aufzurichten, erfasste. Er sagte: „Aber in den Augen Allahs bist du nicht wertlos." (Musnad Ahmad #12648) Unsere Kinder sind eine Amānah von Allah Ta'ala, und ihre Erziehung erfordert mehr als nur die Befriedigung ihrer körperlichen Bedürfnisse. Sie brauchen Eltern, die sie geduldig lehren, liebevoll leiten und mutig zurechtweisen, wenn es nötig ist. Ein Kind, das heute liebevoll zurechtgewiesen wird, kann morgen vor einem viel größeren Fehler geschützt werden. Die Zurechtweisung, die im Moment schwierig erscheint, kann die Führung werden, die seinen Charakter jahrelang prägt. uswatulmuslimah
Wortlaut im Original
In a time when many parents are deeply concerned about their children’s happiness, confidence and emotional well-being, an important responsibility of parenting is increasingly being overlooked: the responsibility of correcting them. While love, affection and encouragement are essential in raising a child, so too is teaching him right from wrong, setting boundaries and correcting him when he goes beyond them. A child does not naturally know what is acceptable and what is not. He needs guidance, and that guidance sometimes requires a parent to say, “This is wrong,” and to firmly correct him. Correction is not a sign that a parent does not love his child. In fact, proper correction is an expression of a parent’s love and concern. When a parent sees his child developing a bad habit, behaving disrespectfully or neglecting an important responsibility, remaining silent does not help the child. Allowing every mistake to pass without addressing it may keep the child happy for the moment, but it does little to prepare him for life. A child needs parents who will lovingly guide him, teach him boundaries and help him understand that actions have consequences. One of the greatest mistakes that can be made in the upbringing of children is to confuse love with a permissive approach. A parent may feel that correcting the child will upset him, cause him to become distant or make him feel bad about himself. As a result, certain behaviours are repeatedly overlooked. Disrespect is tolerated, disobedience is excused, responsibilities are neglected and mistakes are brushed aside. With time, however, what was initially a small behaviour can become a deeply rooted habit. Children need to learn from a young age that there are certain things that are simply not acceptable. A child who speaks disrespectfully to his parents needs to be corrected. A child who lies needs to be taught the seriousness of dishonesty. A child who refuses to fulfil his responsibilities needs to be reminded and, where necessary, disciplined. A child who is careless regarding salaah needs to be guided and encouraged towards punctuality and commitment. These lessons cannot always be taught through gentle suggestions alone. There are times when a firm reprimand is necessary. The Quraan and ahaadeeth place great emphasis on the responsibility of parents to nurture and guide their children. Allah Ta‘ala says, “O you who believe, save yourselves and your families from a Fire whose fuel is people and stones.” (Surah Tahreem v6) This responsibility cannot be fulfilled merely by providing children with food, clothing, education and material comfort. It includes protecting them from harmful behaviour, teaching them their obligations and correcting them when they go wrong. Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) also emphasised the importance of teaching children salaah from a young age. He said, “Command your children to perform salaah when they are seven years old, and discipline them regarding it when they are ten.” (Sunan Abi Dawood #495) This demonstrates that tarbiyah involves more than simply explaining what is right. There comes a time when parents must insist upon obedience and take appropriate measures when a child deliberately neglects what he has been taught. Correction, however, should not be confused with anger, humiliation or constantly finding fault. The purpose of correction is not to make a child feel worthless, nor is it to vent one’s frustration. A child should be corrected because his behaviour needs to change. The parent should therefore focus on correcting the action rather than attacking the child himself. A child who is corrected with wisdom learns that mistakes have consequences, that boundaries exist and that he is accountable for his actions. He also learns an important quality that will benefit him throughout his life: the ability to accept correction. If a child grows up being protected from every form of criticism and correction, he may struggle later in life when a teacher, employer, spouse or another person points out his shortcomings. At the same time, correction should not become the only interaction a child has with his parents. Just as a parent should be prepared to correct a child when he does wrong, he should also acknowledge his good in order to encourage him and uplift him if his spirits are low. This quality of lifting a person’s spirits was found in the blessed life of Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) as well. On one occasion, a Sahaabi by the name of Zaahir (radhiyallahu ‘anhu) was in the marketplace when Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) approached him from behind and embraced him. Sayyiduna Zaahir (radhiyallahu ‘anhu), not knowing who it was, exclaimed, “Let me go! Who is this?” However, when he realised that it was Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam), he did not want the embrace to end. He pressed his back against the blessed chest of Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam), wanting to remain in his embrace. Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) light-heartedly said, “Who will buy this slave?” Sayyiduna Zaahir (radhiyallahu ‘anhu) replied with humility, “O Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam)! By Allah, you will find me to be of little worth!” Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) then responded with a statement that captured the essence of his ability to lift hearts. He said, “But in the sight of Allah, you are not worthless.” (Musnad Ahmad #12648) Our children are an amaanah from Allah Ta‘ala, and raising them requires more than providing for their physical needs. They need parents who will patiently teach them, lovingly guide them and courageously correct them when necessary. A child who is lovingly corrected today may be protected from a far greater mistake tomorrow. The correction that feels difficult in the moment may become the guidance that shapes his character for years to come. uswatulmuslimah