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Η αρετή της σωφροσύνης στον Χαρμίδη του Πλάτωνα και τους Πατέρες της Εκκλησίας

ohne Namen · Pemptousia (Kloster Vatopedi, griechisch) · 2026-10-02 · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Demut · tragend Gemeinschaft

Die Besonnenheit wird in der platonischen Tradition als Selbsterkenntnis und in der patristischen als geistige Heilung und asketische Praxis verstanden; beide Traditionen betonen die Notwendigkeit der Selbstbeherrschung und des Maßhaltens.

Die Besonnenheit ist eine der vier grundlegenden Tugenden der christlichen Ethik und der patristischen Literatur, zusammen mit der Klugheit, der Gerechtigkeit und der Tapferkeit.

Der Text analysiert den platonischen Dialog „Charmides“ und die darin vorgeführte sokratische Dialektik zur Tugend der Besonnenheit (Sophrosyne). Sechs Definitionen der Sophrosyne werden vorgestellt und jeweils widerlegt, bis eine vorläufige Übereinstimmung über Selbsterkenntnis und Wissen des Wissens erreicht wird. Der Autor stellt anschließend die patristische Auffassung der Besonnenheit bei Basilius dem Großen, Johannes Chrysostomos, Gregor von Nyssa und Johannes dem Sinaiten gegenüber. Die Väter verstehen Sophrosyne als ganzheitliche Harmonie, Heilung des Geistes von Leidenschaften und übernatürlichen Zustand durch Gnade und Wachsamkeit. Asketische Quellen wie die Philokalie und Isaak der Syrer beschreiben die Besonnenheit als tägliche Praxis der Gedankenbewältigung. Der Text bleibt auf der Ebene der Beschreibung und des Vergleichs, ohne eine eigene theologische oder philosophische Position zu beziehen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Homer, Ilias 9,616 (zitiert im Charmides)

Gemessen

Grundhaltung
0 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
1 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 1, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Die Tugend der Besonnenheit im Charmides des Platon und bei den Vätern der Kirche Aufsätze 02.10.2026 Michalis Koutsos, Philologe – Schriftsteller Der Charmides ist ein platonischer Dialog mit dem Thema der Besonnenheit. Dieser Dialog kann an manchen Stellen, die sich auf andere Zeiten beziehen, anstößig wirken, behandelt das Thema jedoch von vielen Seiten. Sokrates beginnt mit der körperlichen Schönheit und spricht über die geistige, die sich mit der körperlichen verbinden muss. Der platonische Dialog spiegelt den sokratischen Dialog wider, den jedoch nicht Sokrates selbst schrieb, sondern sein bester Schüler, Platon, bewahrte. Platon nutzt alle Werkzeuge der sokratischen Prüfung der Themen, wie die Hebamme-Methode und den induktiven Schluss, und verwendet zugleich die „Ironie". All dies begründet die sokratische Dialektik. Der Dialog erhielt seinen Namen von Charmides, der ein sehr schöner junger Mann war, der in der Gesellschaft des Sokrates erschien und alle seine Schönheit bewunderten. Sokrates nimmt diesen Umstand zum Anlass und spricht über die geistige Schönheit, die, wenn sie die körperliche ergänzt, die perfekte Kombination ergibt. Die Figuren des Dialogs und die Diskussion Neben Sokrates, den sein Freund Chairephon aufsuchte, um ihm zu erzählen, wie er der verheerenden Schlacht der Athener in Potidaia in Chalkidiki entkam, sind Kritias und Chairephon. Nach den Antworten, die Sokrates zu diesem Thema gab, kommen einige junge Männer, die Charmides wegen seiner Schönheit bewunderten. Als er selbst kam, standen alle mit offenem Mund da, und Sokrates fand die Gelegenheit, ihm zu sagen, dass ihm nichts fehlen würde, wenn er neben der körperlichen auch geistige Schönheit hätte. Kritias übernimmt es, ihn zu verteidigen, und sagt ihm, dass Charmides sehr „schön und gut" sei, was das Ideal der athenischen Bürger war. Charmides hatte einen Kopfschmerz, und Kritias bat Sokrates, ob er ein Mittel kenne, damit es ihm verginge. Sokrates sagte, dass er, wenn er ein Blatt eines bestimmten Baumes kauen und das Gebet sprechen würde, das er von den Thrakern erhalten habe, gesund würde. Aber um den Segen zu sprechen, muss er Besonnenheit haben, sodass er das Blatt nicht kauen muss. Sokrates findet den Anlass, die Ärzte zu kritisieren, die nicht versuchen, den Patienten zuerst geistig und dann körperlich zu heilen, sondern sich nur auf den Körper beschränken. Das ist jedoch einseitig, denn der Mensch, Körper und Seele, ist ein Ganzes, und deshalb, wenn das Ganze, der Mensch, geheilt wird, wird auch der Teil, nämlich der Körper, geheilt (Theorie des Ganzen). Und das wird geschehen, wenn sie gute Worte hören, die die Besonnenheit fördern. Somit hängt die körperliche Gesundheit auch von der geistigen ab, und die geistige Gesundheit hängt von der Besonnenheit ab, und so eröffnet sich die Diskussion über die Besonnenheit. Die sokratische Methodik in den Dialogen Bevor wir jedoch zum Thema der Diskussion kommen, ist es interessant, auch die Methodik zu betrachten, die Sokrates in den Diskussionen befolgte. Er beginnt mit der „Ironie", das heißt, er gibt vor, das Thema nicht zu kennen, und ermutigt seine Gesprächspartner, es zu untersuchen. Dann wird die erste Meinung formuliert, die sich als falsch erweist. Anschließend versucht Sokrates, die nächsten Antworten zu entbinden (Hebamme-Methode), die wiederum widerlegt werden. Die Diskussion verläuft induktiv, das heißt, aus vielen Fällen gelangt man zu einem allgemeinen Schluss. All dies bildet die Methode der sokratischen Dialektik. Die sokratische Dialektik ist eine Methode der Suche nach der Wahrheit durch den Dialog, die Sokrates systematisch anwendete. Es handelt sich nicht um einen einfachen Austausch von Meinungen, sondern um einen strukturierten Prozess von Frage und Antwort, der darauf abzielt, die logische Kohärenz der Positionen des Gesprächspartners zu prüfen, die falschen Gewissheiten umzustoßen und zu einer tieferen, gemeinsam akzeptierten Definition von Begriffen zu führen (wie Gerechtigkeit, Tugend oder Tapferkeit). All dies hat Sokrates nicht niedergeschrieben, noch hatte er ein bestimmtes Gegenstandsfeld der Lehre. Sokrates, wie Christus, lehrte, aber er schrieb nicht, und so hat er uns nichts Schriftliches hinterlassen. Sein bester Schüler, Platon, schrieb es später auf, der die Lehre des Sokrates bewahrte, aber auch bereicherte und vertiefte, die nichts anderes war als Methodik, das heißt, wie man denken und wie man forschen muss, um die Wahrheit der Dinge zu finden. So geschah es auch in diesem platonischen Dialog, wo sechs Definitionen gegeben wurden, die alle sich als nicht absolut wahr und genau erwiesen, und so wird die Diskussion für die Zukunft fortgesetzt. Mit diesem Ziel will Sokrates sagen, dass alle Dinge ständig erforscht, diskutiert und neue Ansichten formuliert werden müssen, was das vornehmste Gegenstandsfeld aller Wissenschaften ist. Die sechs Definitionen der Sophrosyne und ihre Widerlegung I. Definition: Sophrosyne ist, in Ruhe zu handeln und sich nicht zu eilen, „alles geordnet und in Ruhe zu tun, sowohl auf den Wegen zu gehen und zu sprechen, als auch alles andere ebenso zu tun. Und es scheint mir, sagte er, insgesamt eine gewisse Ruhe zu sein". Widerlegung: Da die Sophrosyne etwas Schönes ist, muss sie mit der Schnelligkeit des Denkens und Handelns verbunden werden. In allen Fällen mit Mühe und Langsamkeit zu handeln, wie die „Dummheit" im Verhältnis zur „Begabung", ist keine schöne Sache. „Also ist die Sophrosyne keine gewisse Ruhe, und das Leben des Besonnenen ist nicht ruhig". II. Definition: Sophrosyne ist die Scham, die den Menschen schüchtern macht, „die Schamhaftigkeit bewirken und den Menschen schamhaft machen, und die Sophrosyne ist das, was die Scham ist". Widerlegung: Die Scham ist aber etwas Schlechtes, weil wir zögern, rechtzeitig zu handeln, während die Sophrosyne etwas Gutes ist, weil der Mensch, der sie hat, richtig handelt. Dies behauptet auch Homer: „Glaubst du nicht, dass Homer gut sagt, wenn er sagt: Die Scham ist nicht gut, einem Mann beizustehen?" III. Definition: Sophrosyne ist, sich auf die eigenen Angelegenheiten zu beschränken, „das Eigene zu tun", also die Gleichsetzung der Sophrosyne mit der „Eigenbeschränkung". Widerlegung: In allen Geschäften beschäftigt sich der Handwerker, der Angestellte nicht nur mit seinen eigenen Angelegenheiten, sondern auch mit denen seiner Mitbürger. Derjenige, der sich auf die eigenen Angelegenheiten beschränkt und sich um die anderen nicht kümmert, der ist nicht besonnen, außer er weiß nicht, was er für die anderen tun soll. „Besonnen handeln also nicht nur die, die nur das Eigene tun". Er macht anschließend eine Unterscheidung zwischen dem Werk, das immer gut ist, und dem Kunstwerk, das nicht immer etwas Gutes ist. IV. Definition: Sophrosyne ist, nützliche Taten zu verrichten. Widerlegung: Nicht besonnen handelt derjenige, der das Böse tut, sondern das Gute, und die Sophrosyne tut immer das Gute. Wenn aber jemand nützliche Taten verrichtet, ohne es zu wissen, dann ist er nicht besonnen, sondern tut zufällig das, was er tut. V. Definition: Sophrosyne ist die Selbsterkenntnis. Widerlegung: Wenn jemand etwas Gutes tut und nicht weiß, dass es gut ist, dann hat er keine Erkenntnis davon, was gut und was schlecht ist. Also muss er wissen und absolut sicher sein, dass er etwas Gutes tut, denn wenn jemand etwas tut, was er für gut hält, während es es nicht ist, dann kann er am Ende Böses tun. „Denn das ‚Erkenne dich selbst' und das ‚Sei besonnen' sind dasselbe". VI. Definition: Sophrosyne ist, das, was man tut, gut zu kennen. Übereinstimmung: So kamen sie zu einer Übereinstimmung und zogen den Schluss, dass Sophrosyne ist, zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man nicht weiß, „erkennen, was man weiß und was man nicht weiß". Die Sophrosyne ist hier die Wissenschaft des Wissens und die Erkenntnis der Unwissenheit. Also ist es ein großes Gut für die Menschen, dass jeder das, was er weiß, gut tut und das, was er nicht weiß, den „Kenner" überlässt. Zu dieser gemeinsamen Annahme kommt nun der Zweifel hinzu, ob sie das Glück bringt und nicht die Erkenntnis des Guten und Wohltätigen, „ob es uns nützlich wäre, es zu wissen", und das Ergebnis war: „Denn sündlos würden wir das Leben verbringen, wir selbst und die Besonnenen und alle anderen, die unter unserer Leitung standen". Bringt sie aber das Glück? Kritias, der sah, dass Charmides mit Sokrates nicht zurechtkam, übernimmt es, ihm zu helfen, aber auf diese Frage hatte auch er selbst keine Antwort. Und so schließt die Diskussion hier nicht ab, sie bleibt offen, wie auch das Thema offen bleibt, das weiterer Untersuchung bedarf. Es ist nun an der Zeit zu sehen, was die Väter der Kirche über die Besonnenheit sagen, und dann einen Vergleich anzustellen, um die Unterschiede zu sehen. Die Väter der Kirche über die Besonnenheit Die Besonnenheit ist eine der vier grundlegenden Tugenden der christlichen Ethik und der patristischen Literatur, zusammen mit der Klugheit, der Gerechtigkeit und der Tapferkeit. In der Lehre der Väter der Kirche bedeutet der Begriff nicht bloß die Enthaltsamkeit, sondern die ganzheitliche Harmonie, die geistige Ausgewogenheit und die Heilung des Geistes von den Leidenschaften. Basilius der Große Basilius der Große definiert die Besonnenheit als den Sieg der Vernunft über die Begierden und Leidenschaften. Er lehrt, dass Besonnenheit bedeutet, das Maß in allen Äußerungen des Lebens (Essen, Trinken, Schlaf, Rede) zu halten und nicht nur in der fleischlichen Lust. Heiliger Johannes Chrysostomos Der heilige Chrysostomos verbindet die Besonnenheit unmittelbar mit der richtigen Bewältigung der Fragen des täglichen Lebens. Er betrachtet die Besonnenheit als die „Mutter der Tugenden" und als Grundlage für ein friedliches Familienleben. Er betont, dass der besonnene Mensch nicht von den eiteln Dingen der Welt gefangen genommen wird und seine Seele rein erhält. Heiliger Gregor von Nyssa Als tiefer Theologe und Philosoph untersucht Gregor von Nyssa die Besonnenheit durch die Brille der Rückkehr des Menschen in seinen vor dem Fall befindlichen Zustand. Die Besonnenheit ist die Tugend, die die Zersplitterung der menschlichen Natur durch die Sünde heilt. Sie ist der Zustand, in dem die Seele ihre ursprüngliche Schönheit („nach dem Bilde") wiederfindet. Heiliger Johannes der Stufenmeister (Sinaita) Er definiert die Besonnenheit als die „allgemeine Eigenschaft der Seele", die von den Gedanken der fleischlichen Begierde unberührt bleibt. Für den Sinaiten ist die Besonnenheit ein übernatürlicher Zustand, der durch die Gnade Gottes und die ständige Wachsamkeit (geistige Wachheit) erreicht wird. Was die asketischen Väter über die Besonnenheit sagen In der asketischen Literatur wird die Besonnenheit nicht theoretisch angegangen, sondern als eine tägliche Praxis. Die asketischen Väter beschreiben mit Genauigkeit die Stufen des geistlichen Weges (Wachsamkeit, Bewahrung der Sinne, Bewältigung der Gedanken), die zu ihrer Erlangung führen. Klimax – Heiliger Johannes der Sinaita (Rede XV: „Über die reine Besonnenheit") Die Besonnenheit beginnt mit der Bewahrung der Sinne (vor allem der Augen und des Gehörs) und der Beherrschung der Völlerei (Gier). Er beschreibt, wie ein einfacher Gedanke (Angriff) zur Zustimmung zur Sünde werden kann. Die Besonnenheit in der Praxis bedeutet die sofortige Ablehnung des bösen Gedankens durch das Gebet, bevor er sich in der Empfindung festsetzt. Philokalie der heiligen Nephren – Heiliger Hysikios der Ältere Die Besonnenheit wird im „Werkstatt" des Geistes angewandt. Der Asket steht wie ein Wächter am Tor seines Herzens. Sobald ein leidenschaftlicher Gedanke erscheint, vertreibt er ihn sofort unter Verwendung der Jesus-Gebets („Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner"). Asketische Reden – Heiliger Isaak der Syrer Er verbindet die Besonnenheit unmittelbar mit der Stille, der Besitzlosigkeit und der Entfernung von den Anlässen. Für den heiligen Isaak ist es unmöglich, besonnen zu bleiben, wenn man seine Sinne mit weltlichen Schauspielen, Bequemlichkeiten und überflüssigen Gesprächen nährt. Evagrios Pontikos Evagrios zeigt, wie die Besonnenheit den „Begehrungsteil" der Seele heilt. Die praktische Anwendung umfasst die Zügelnung der Völlerei (die die Wurzel der fleischlichen Leidenschaften bildet) durch maßvolle Ernährung und handwerkliche Arbeit, damit der Körper dem Geist gehorsam bleibt. Einige grundlegende Unterschiede zwischen dem griechischen und dem christlichen Denken Die Verschiebung des Schwerpunkts vom „Anthropozentrismus" der Griechen zum „Theozentrismus" der Christen. Für Aristoteles ist die Besonnenheit, wie auch die anderen Tugenden, die „Mittlere" und die Vermeidung des Übermaßes, z. B. zwischen dem Verschwender und dem Geizigen liegt der Haushälter. Der Mensch findet das Maß mit seinem Verstand, um gut zu leben. Für die Väter der Kirche wird das Maß nicht von der menschlichen Vernunft bestimmt, sondern vom Willen Gottes. Die Verwandlung der Leidenschaften: In der antiken Literatur ist die Besonnenheit eine ständige Kontrolle der Leidenschaften durch die Vernunft. Im Christentum ist das Ziel nicht bloß die Unterdrückung der Leidenschaften, sondern ihre verwandelnde Tötung (Apatheia) und die Umwandlung ihrer Tätigkeit in Liebe zu Gott und zum Nächsten. Der Begriff der Demut: In der Antike ist der Besonnene stolz auf seine Tugend. Im christlichen Denken ist die Besonnenheit ohne Demut unmöglich. Wenn jemand selbstbeherrscht, aber stolz ist, gilt er als geistlich unzureichend. Die Auffassung vom menschlichen Körper: Platon betrachtet den Körper als Gefängnis, Grab, das von der vernünftigen Seele beherrscht werden muss. Der Apostel Paulus betrachtet den menschlichen Körper als Tempel des Heiligen Geistes, der die Gnade Gottes empfängt und geheiligt wird. Zusammenfassend Griechisches und christliches Denken kommen zu demselben Schluss, nämlich dass die Besonnenheit eine sehr nützliche Tugend für den Menschen und für die Gesellschaft ist. Sie gehen jedoch von einem unterschiedlichen Ausgangspunkt aus, und deshalb bestehen auch Unterschiede. Das griechische Denken, so wie es von den führenden Philosophen der Antike formuliert wurde – Sokrates, Platon, Aristoteles usw. –, stützt sich auf die Erkenntnis, die ein Produkt des Verstandes ist. Sie mögen zwar unterschiedliche Bezeichnungen verwenden, z. B. rechter Verstand, vernünftiger Teil usw., aber es handelt sich um dieselbe geistige Arbeit. Platon verbindet sie sogar mit dem wichtigsten Teil der Seele, dem vernünftigen Teil, der die anderen beiden unvernünftigen Teile der Seele, den zornigen und den begehrenden, zu regeln hat. Der rechte Verstand ist die Leitlinie für den Menschen, und er soll all seine Tätigkeiten regeln. Das christliche Denken, so wie es von den großen Vätern der Kirche formuliert wurde – Basilius der Große, Gregor der Theologe, Maximus usw. –, stützt sich auf eine andere Kraft, das Herz, denn ihre Lehre stützt sich auf die Liebe des Herzens. Diese ist jedoch nicht autonom, sondern vom göttlichen Faktor erleuchtet, der die Seele des Menschen erleuchtet und zu sehr hohen Stufen der Gotteserkenntnis gelangt, die ihn bis zur Schwelle des Paradieses führen kann. Die Besonnenheit ist für die Väter der Kirche, wie auch die anderen Tugenden, Frucht des Heiligen Geistes, Widerschein der Größe Gottes, deshalb ist sie von großer Kraft und unübertrefflicher Schönheit. Zuletzt erinnern wir uns an das Gebet des Isaak des Syriers: „Herr und Herr meines Lebens, gib mir, deinem Knecht, den Geist der Besonnenheit, der Demut, der Geduld und der Liebe."
Wortlaut im Original
Η αρετή της σωφροσύνης στον Χαρμίδη του Πλάτωνα και τους Πατέρες της Εκκλησίας Δοκίμια 02.10.2026 Μιχάλης Κουτσός, Φιλόλογος – Συγγραφέας Ο Χαρμίδης είναι πλατωνικός διάλογος με θέμα την σωφροσύνη. Ο διάλογος αυτός μπορεί να σκανδαλίζει σε κάποια σημεία, που αναφέρονται σε άλλες εποχές, θίγει όμως το θέμα από πολλές πλευρές. Ο Σωκράτης ξεκινάει από την σωματική ομορφιά και μιλάει για την ψυχική, η οποία πρέπει να συνδυάζεται με την σωματική. Ο Πλατωνικός διάλογος απηχεί τον Σωκρατικό διάλογο, τον οποίο όμως δεν έγραψε ο Σωκράτης αλλά τον διασώζει ο καλύτερός του μαθητής, ο Πλάτωνας. Ο Πλάτωνας αξιοποιεί όλα τα εργαλεία της Σωκρατικής εξέτασης των θεμάτων, όπως είναι η μαιευτική μέθοδος και ο επαγωγικός συλλογισμός χρησιμοποιώντας παράλληλα και την « ειρωνεία ». Όλα αυτά στοιχειοθετούν την Σωκρατική Διαλεκτική. Ο διάλογος πήρε το όνομα από τον Χαρμίδη, ο οποίος ήταν ένας πολύ όμορφος νεανίας που εμφανίστηκε στην συντροφιά του Σωκράτη και όλοι θαύμαζαν την ομορφιά του. Ο Σωκράτης παίρνει αφορμή από αυτό το γεγονός και μιλάει για την ψυχική μορφιά, η οποία, όταν συμπληρώνει την σωματική, έχουμε τον τέλειο συνδυασμό. Τα πρόσωπα του διαλόγου και η συζήτηση Εκτός από τον Σωκράτη, τον οποίο ο φίλος του Χαιρεφώντας τον πλησίασε, για να του πει πώς γλύτωσε από την καταστροφική μάχη των Αθηναίων στην Ποτίδαια Χαλκιδικής, είναι ο Κριτίας και ο Χαιρεφών. Μετά τις απαντήσεις που έδωσε ο Σωκράτης για το θέμα αυτό, έρχονται κάποιοι νέοι, οι οποίοι θαύμαζαν τον Χαρμίδη για την ομορφιά του. Όταν ήρθε ο ίδιος, όλοι έμειναν με το στόμα ανοιχτό και ο Σωκράτης βρήκε την ευκαιρία να του πει ότι, αν έχει και ψυχική ομορφιά εκτός από την σωματική, δεν θα του έλειπε τίποτα. Ο Κριτίας αναλαμβάνει να τον υπερασπιστεί και του λέει ότι ο Χαρμίδης είναι πολύ «καλός και αγαθός», πράγμα που ήταν το ιδανικό των Αθηναίων πολιτών. Ο Χαρμίδης είχε έναν πονοκέφαλο και ο Κριτίας παρακάλεσε τον Σωκράτη, αν ξέρει κάποιο φάρμακο για να του περάσει. Ο Σωκράτης είπε ότι, αν μασήσει ένα φύλλο κάποιου δένδρου και πει την επωδή που πήρε από του Θράκες, θα γίνει καλά. Αλλά για να πει την ευχή πρέπει να έχει σωφροσύνη, οπότε δεν χρειάζεται να μασήσει το φύλλο. Ο Σωκράτης βρίσκει την αφορμή να επικρίνει τους γιατρούς, που δεν κοιτάνε να θεραπεύσουν τον ασθενή πρώτα ψυχικά και ύστερα σωματικά, αλλά αρκούνται μόνο στο σώμα. Αυτό όμως είναι μονομέρεια, γιατί ο άνθρωπος σώμα και ψυχή είναι ένα όλον και γι’ αυτό, όταν θεραπευτεί το όλον, ο άνθρωπος, τότε θεραπεύεται και το μέρος, δηλαδή το σώμα ( θεωρία του Όλου). Και αυτό θα συμβεί, αν ακούσουν καλούς λόγους, που καλλιεργούν την σωφροσύνη. Επομένως η σωματική υγεία εξαρτάται και από την ψυχική και η ψυχική υγεία εξαρτάται από την σωφροσύνη κι έτσι ανοίγει η συζήτηση για την σωφροσύνη. Η Σωκρατική μεθοδολογία στους διαλόγους Πριν όμως μπούμε στο θέμα της συζήτησης είναι ενδιαφέρον να δούμε και την μεθοδολογία που ακολουθούσε ο Σωκράτης στις συζητήσεις. Ξεκινάει με την « ειρωνεία », ότι δηλαδή αγνοεί το θέμα, και προτρέπει τους συνομιλητές του να το διερευνήσουν. Τότε διατυπώνεται η πρώτη άποψη, η οποία αποδεικνύεται ότι δεν είναι η σωστή. Στη συνέχεια ο Σωκράτης προσπαθεί να εκμαιεύσει ( μαιευτική μέθοδος ) τις επόμενες απαντήσεις, οι οποίες και πάλι αναιρούνται. Η συζήτηση βαίνει επαγωγικά, δηλαδή από πολλές περιπτώσεις καταλήγουν σε ένα γενικό συμπέρασμα. Όλα αυτά αποτελούν την μέθοδο της Σωκρατικής Διαλεκτικής. Η Σωκρατική Διαλεκτική είναι μια μέθοδος αναζήτησης της αλήθειας μέσα από τον διάλογο, την οποία χρησιμοποιούσε συστηματικά ο Σωκράτης . Δεν πρόκειται για μια απλή ανταλλαγή απόψεων, αλλά για μια δομημένη διαδικασία ερωταποκρίσεων που σκοπό έχει να ελέγξει τη λογική συνέπεια των θέσεων του συνομιλητή, να ανατρέψει τις λανθασμένες βεβαιότητες και να οδηγήσει σε έναν βαθύτερο, κοινά αποδεκτό ορισμό εννοιών (όπως η δικαιοσύνη, η αρετή ή η ανδρεία). Όλα αυτά ο Σωκράτης δεν κάθισε να τα γράψει, ούτε είχε ένα συγκεκριμένο αντικείμενο διδασκαλίας. Ο Σωκράτης, όπως ο Χριστός, δίδασκε αλλά δεν έγραφε κι έτσι δεν μας άφησε τίποτα γραπτό. Τα έγραψε αργότερα ο καλύτερός του μαθητής, ο Πλάτωνας, ο οποίος διέσωσε αλλά και πλούτισε και εμβάθυνε στην διδασκαλία του Σωκράτη, η οποία δεν ήταν τίποτε άλλο παρά μεθοδολογία, δηλαδή πως πρέπει κανείς να σκέφτεται και πως να ερευνά, για να βρει την αλήθεια των πραγμάτων. Έτσι έγινε και σε αυτόν τον Πλατωνικό διάλογο, όπου δόθηκαν έξι ορισμοί, οι οποίοι όλοι αποδείχθηκαν ότι δεν είναι απόλυτα αληθείς και ακριβείς κι έτσι η συζήτηση αφήνεται να συνεχιστεί στο μέλλον. Με αυτό τον στόχο ο Σωκράτης θέλει να πει ότι όλα τα πράγματα πρέπει συνεχώς να ερευνώνται, να συζητούνται και να διατυπώνονται νέες απόψεις, πράγμα που είναι το κατεξοχήν αντικείμενο όλων των επιστημών. Οι έξι ορισμοί της σωφροσύνης και οι ανασκευή τους Α΄ Ορισμός : Σωφροσύνη είναι να ενεργεί κανείς με ηρεμία και να μην βιάζεται, « τὸ κοσμίως πάντα πράττειν καὶ ἡσυχῇ, ἔν τε ταῖς ὁδοῖς βαδίζειν καὶ διαλέγεσθαι, καὶ τὰ ἄλλα πάντα ὡσαύτως ποιεῖν. καί μοι δοκεῖ, ἔφη, συλλήβδην ἡσυχιότης τις εἶναι» . Ανασκευή : Επειδή η σωφροσύνη είναι κάτι ωραίο πρέπει να συνδυάζεται με την ταχύτητα σκέψης και ενέργειας. Το να ενεργεί κανείς με δυσκολία και βραδύτητα σε όλες τις περιπτώσεις, όπως «η δυσμάθεια » σε σχέση με την « ευμάθεια » δεν είναι ωραίο πράγμα. «Ο ύκ άρα ησυχιότης τις η σωφροσύνη άν είη, ουδ’ ησύχιος ο σώφρων βίος». Β΄ Ορισμός : Σωφροσύνη είναι η ντροπή , η οποία κάνει τον άνθρωπο ντροπαλό, το « αἰσχύνεσθαι ποιεῖν ἡ σωφροσύνη καὶ αἰσχυντηλὸν τὸν ἄνθρωπον, καὶ εἶναι ὅπερ αἰδὼς ἡ σωφροσύνη Ανασκευή : Η ντροπή όμως είναι κάτι κακό, διότι διστάζουμε να ενεργήσουμε έγκαιρα, ενώ η σωφροσύνη είναι κάτι καλό, διότι έχοντας αυτήν ο άνθρωπος ενεργεί σωστά. Αυτό υποστηρίζει κα ο Όμηρος « Ὁμήρῳ οὐ πιστεύεις καλῶς λέγειν, λέγοντι ὅτι αἰδὼς δ᾿ οὐκ ἀγαθὴ κεχρημένῳ ἀνδρὶ παρεῖναι; Γ΄ Ορισμός: Σωφροσύνη είναι να περιορίζεται κανείς στις δικές του επιλογές, «τα εαυτού πράττειν», ταύτιση δηλαδή της σωφροσύνης με την « οικειοπραγία ». Ανασκευή : Σε όλες τις δουλειές ο τεχνίτης, ο υπάλληλος δεν ασχολείται μόνο τις δικές του υποθέσεις αλλά και των συμπολιτών τους. Αυτός που περιορίζεται στις δικές του επιλογές και αδιαφορεί για τους άλλους, αυτός δεν είναι σώφρων, εκτός αν δεν ξέρει τί να κάνει για τους άλλους. « Σωφρονοῦσιν οὖν οὐ τὰ ἑαυτῶν μόνον ποιοῦντες». Κάνει στη συνέχεια διάκριση ανάμεσα στο έργο, που είναι πάντα αγαθό, και στο ποίημα, που δεν είναι πάντα κάτι καλό. Δ΄ Ορισμός : Σωφροσύνη είναι να κάνει κανείς ωφέλιμες πράξεις . Ανασκευή : Δεν σωφρονεί αυτός που κάνει το κακό αλλά το καλό και η σωφροσύνη πάντα κάνει το καλό. Αν πάλι κάποιος κάνει ωφέλιμες πράξεις χωρίς να το γνωρίζει, αυτός δεν είναι σώφρων αλλά τυχαία κάνει αυτό που κάνει. Ε΄ Ορισμός : Σωφροσύνη είναι η αυτογνωσία . Ανασκευή : Αν κάποιος κάνει κάτι καλό και αγνοεί ότι είναι καλό, αυτός δεν έχει επίγνωση του τί είναι καλό και τί είναι κακό. Επομένως πρέπει να γνωρίζει και είναι απόλυτα σίγουρος ότι κάνει κάτι καλό, γιατί κάνοντας κάποιος κάτι που νομίζει ότι είναι καλό, ενώ δεν είναι, τότε μπορεί τελικά να κάνει κακό. « Τὸ γὰρ Γνῶθι σαυτόν καὶ τὸ Σωφρόνει ἔστιν ταὐτόν». Στ΄ Ορισμός : Σωφροσύνη είναι το να γνωρίζεις καλά αυτό που κάνεις . Συμφωνία : Έτσι κατέληξαν σε συμφωνία και έβγαλαν το συμπέρασμα ότι σωφροσύνη είναι να ξέρεις τι ξέρεις και να ξέρεις τί δεν ξέρεις, « γιγνώσκειν το ειδέναι ά τε οίδεν και ά μη οίδεν ». Η σωφροσύνη εδώ είναι η επιστήμη της γνώσης και η επίγνωση της άγνοιας. Επομένως είναι μεγάλο αγαθό στους ανθρώπους να κάνει ο καθένας αυτά που ξέρει να τα κάνει καλά και όσα δεν ξέρει να τα αφήνει στους « επαΐοντες ». Στην κοινή αυτή παραδοχή έρχεται τώρα να προστεθεί η αμφισβήτηση για το αν αυτή φέρνει την ευτυχία και όχι η γνώση του καλού και αγαθού, « τις αν είη ημίν ωφέλεια ειδόσιν » και το συμπέρασμα ήταν: « ἀναμάρτητοι γὰρ ἂν τὸν βίον διεζῶμεν αὐτοί τε καὶ οἱ τὴν σωφροσύνην ἔχοντες καὶ οἱ ἄλλοι πάντες ὅσοι ὑφ᾿ ἡμῶν ἤρχοντο». Φέρνει όμως την ευτυχία; Ο Κριτίας, ο οποίος έβλεπε ότι ο Χαρμίδης δεν μπορούσε να τα βγάλει πέρα με τον Σωκράτη, αναλαμβάνει να τον βοηθήσει, αλλά στο ερώτημα αυτό δεν είχε και ο ίδιος απάντηση. Κι έτσι η συζήτηση δεν κλείνει εδώ, μένει ανοιχτή, όπως ανοιχτό μένει και το θέμα, το οποίο χρήζει περαιτέρω έρευνας. Καιρός τώρα είναι να δούμε και τι λένε οι πατέρες της εκκλησίας για την σωφροσύνη και ύστερα να κάνουμε σύγκριση, για να δούμε τις διαφορές. Οι πατέρες της εκκλησίας για την σωφροσύνη Η σωφροσύνη αποτελεί μία από τις τέσσερις θεμελιώδεις αρετές της χριστιανικής ηθικής και της πατερικής γραμματείας, μαζί με τη φρόνηση, τη δικαιοσύνη και την ανδρεία . Στη διδασκαλία των Πατέρων της Εκκλησίας, ο όρος δεν σημαίνει απλώς την εγκράτεια, αλλά την ολική αρμονία, την πνευματική ισορροπία και τη σωτηρία του νου από τα πάθη. Μέγας Βασίλειος Ο Μέγας Βασίλειος ορίζει τη σωφροσύνη ως την επικράτηση της λογικής πάνω στις επιθυμίες και τα πάθη. Διδάσκει ότι σωφροσύνη σημαίνει να κρατά κανείς το μέτρο σε όλες τις εκδηλώσεις της ζωής (φαγητό, ποτό, ύπνος, λόγος) και όχι μόνο στη σαρκική απόλαυση. Άγιος Ιωάννης ο Χρυσόστομος Ο ιερός Χρυσόστομος συνδέει άμεσα τη σωφροσύνη με την σωστή διαχείριση των ζητημάτων της καθημερινής ζωής. Θεωρεί τη σωφροσύνη ως τη « μητέρα των αρετών » και τη βάση για μια ειρηνική οικογενειακή ζωή. Τονίζει ότι ο σώφρων άνθρωπος δεν αιχμαλωτίζεται από τα μάταια πράγματα του κόσμου και διατηρεί την ψυχή του καθαρή. Άγιος Γρηγόριος ο Νύσσης Ως βαθύς θεολόγος και φιλόσοφος, ο Γρηγόριος Νύσσης εξετάζει τη σωφροσύνη μέσα από το πρίσμα της επιστροφής του ανθρώπου στην προπτωτική του κατάσταση. Η σωφροσύνη είναι η αρετή που θεραπεύει τον κατακερματισμό της ανθρώπινης φύσης από την αμαρτία. Είναι η κατάσταση όπου η ψυχή βρίσκει ξανά την αρχική της ομορφιά («κατ’ εικόνα»). Άγιος Ιωάννης της Κλίμακος (Σιναΐτης) Ορίζει τη σωφροσύνη ως την « καθολική ποιότητα της ψυχής » που μένει ανεπηρέαστη από τους λογισμούς της σαρκικής επιθυμίας. Για τον Σιναΐτη, η σωφροσύνη είναι μια υπερφυής κατάσταση που επιτυγχάνεται με τη χάρη του Θεού και τη διαρκή νήψη (πνευματική εγρήγορση). Τι λένε οι ασκητικοί πατέρες για την σωφροσύνη Στην ασκητική γραμματεία, η σωφροσύνη δεν προσεγγίζεται θεωρητικά, αλλά ως μια καθημερινή πρακτική. Οι ασκητές Πατέρες περιγράφουν με ακρίβεια τα στάδια της πνευματικής πορείας (νήψη, φύλαξη των αισθήσεων, διαχείριση λογισμών) που οδηγούν στην απόκτησή της. Κλίμαξ – Αγίου Ιωάννου του Σιναΐτου (Λόγος ΙΕ΄: «Περί της αγνής σωφροσύνης») Η σωφροσύνη ξεκινά από τη φύλαξη των αισθήσεων (κυρίως των ματιών και της ακοής) και τον έλεγχο της γαστριμαργίας (λαιμαργίας). Περιγράφει πώς μια απλή σκέψη (προσβολή) μπορεί να γίνει συγκατάθεση στην αμαρτία. Η σωφροσύνη στην πράξη σημαίνει άμεση απόρριψη του πονηρού λογισμού με την προσευχή, πριν αυτός ριζώσει στο συναίσθημα. Φιλοκαλία των Ιερών Νηπτικών – Άγιος Ησύχιος ο Πρεσβύτερος Η σωφροσύνη εφαρμόζεται στο « εργαστήριο » του νου. Ο ασκητής στέκεται σαν σκοπός στην πύλη της καρδιάς του. Μόλις εμφανιστεί ένας εμπαθής λογισμός, τον διώχνει αμέσως χρησιμοποιώντας την Ευχή του Ιησού («Κύριε Ιησού Χριστέ, ελέησόν με»). Λόγοι Ασκητικοί – Άγιος Ισαάκ ο Σύρος Συνδέει τη σωφροσύνη άμεσα με τη σιωπή, την ακτημοσύνη και την απομάκρυνση από τις αφορμές. Για τον Άγιο Ισαάκ, είναι αδύνατον να παραμείνει κανείς σώφρων, αν τρέφει τις αισθήσεις του με κοσμικά θεάματα, ανέσεις και περιττές συζητήσεις. Ευάγριος ο Ποντικός Ο Ευάγριος δείχνει πώς η σωφροσύνη θεραπεύει το « επιθυμητικόν » μέρος της ψυχής. Η πρακτική εφαρμογή περιλαμβάνει τη χαλιναγώγηση της γαστριμαργίας (η οποία αποτελεί τη ρίζα των σαρκικών παθών) μέσω της μετρημένης δίαιτας και της χειρωνακτικής εργασίας (εργόχειρο), ώστε το σώμα να παραμένει υπάκουο στο πνεύμα. Μερικές βασικές διαφορές ανάμεσα στην ελληνική και την χριστιανική σκέψη Η μετάθεση του κέντρου βάρους από τον «Ανθρωποκεντρισμό» των Ελλήνων στον «Θεοκεντρισμό» των χριστιανών. Για τον Αριστοτέλη, η σωφροσύνη, όπως και οι άλλες αρετές, είναι η « μεσότητα » και η αποφυγή της υπερβολής π.χ. ανάμεσα στον σπάταλο και τον τσιγγούνη είναι ο οικονόμος. Ο άνθρωπος βρίσκει το μέτρο με το μυαλό του για να ζει καλά. Για τους Πατέρες της Εκκλησίας το μέτρο δεν ορίζεται από την ανθρώπινη λογική αλλά από το θέλημα του Θεού . Η μεταμόρφωση των παθών : Στην αρχαία γραμματεία, η σωφροσύνη είναι ένας διαρκής έλεγχος των παθών από τη λογική. Στον Χριστιανισμό, στόχος δεν είναι απλώς η συγκράτηση των παθών, αλλά η μεταμορφωτική νέκρωσή τους (απάθεια) και η μετατροπή της ενέργειάς τους σε αγάπη για τον Θεό και τον πλησίον. Η έννοια της ταπεινοφροσύνης : Στην αρχαιότητα, ο σώφρων είναι περήφανος για την αρετή του. Στη χριστιανική σκέψη, η σωφροσύνη είναι αδύνατον να υπάρξει χωρίς την ταπείνωση . Αν κάποιος είναι εγκρατής αλλά υπερήφανος, θεωρείται πνευματικά ανεπαρκής. Η αντίληψη για το σώμα του ανθρώπου: Ο Πλάτωνας θεωρεί το σώμα ως σήμα, τάφο, που πρέπει να ηγεμονεύεται από την λογική ψυχή. Ο απόστολος Παύλος θεωρεί το σώμα του ανθρώπου ναό του Αγίου Πνεύματος, που δέχεται την Χάρη του Θεού και αγιάζεται. Συμπερασματικά Ελληνική και χριστιανική σκέψη φτάνουν στο ίδιο συμπέρασμα, ότι δηλαδή η σωφροσύνη είναι μια αρετή πολύ χρήσιμη για τον άνθρωπο και για την κοινωνία. Ξεκινάνε όμως από διαφορετική αφετηρία και γι’ αυτό υπάρχουν και διαφορές. Η ελληνική σκέψη , έτσι όπως διατυπώθηκε από τους κορυφαίους φιλοσόφους της αρχαιότητας, Σωκράτη, Πλάτωνα, Αριστοτέλη κλπ. στηρίζεται στην γνώση, η οποία είναι προϊόν του νου. Μπορεί να δίνουν διαφορετικές ονομασίες π.χ. ορθός λόγος, λογιστικό κλπ. αλλά πρόκειται για την ίδια διανοητική εργασία. Ο Πλάτωνας μάλιστα την συνδέει με το σημαντικότερο μέρος της ψυχής, το λογιστικό, το οποίο καλείται να ρυθμίζει και τα άλλα δύο άλογα μέρη της ψυχής, θυμοειδές και επιθυμητό. Ο ορθός λόγος είναι η κατευθυντήρια γραμμή στον άνθρωπο και αυτή θα πρέπει να ρυθμίζει όλες του τις ενέργειες. Η χριστιανική σκέψη , έτσι όπως διατυπώθηκε από τους μεγάλους πατέρες της εκκλησίας, Μ. Βασίλειο, Γρηγόριο Θεολόγο, Μάξιμο κλπ. στηρίζεται σε μια άλλη δύναμη, την καρδιά, διότι η διδασκαλία τους στηρίζεται στην αγάπη της καρδιάς. Αυτή όμως δεν είναι αυτόνομη αλλά φωτιζόμενη από τον θείο παράγοντα, ο οποίος φωτίζει την ψυχή του ανθρώπου και φτάνει σε πολύ υψηλά επίπεδα θεογνωσίας, η οποία μπορεί να τον οδηγήσει μέχρι το κατώφλι του Παραδείσου. Η σωφροσύνη για τους πατέρες της εκκλησίας, όπως και οι άλλες αρετές, είναι καρπός του Αγίου Πνεύματος, είναι ανταύγεια της μεγαλοσύνης του Θεού, γι’ αυτό και είναι μεγάλης δυναμικότητας και εκπάγλου ομορφιάς. Καταλήγοντας ας θυμηθούμε την ευχή του Ισαάκ του Σύρου: « Κύριε και Δέσποτα της ζωής μου πνεύμα σωφροσύνης, ταπεινοφροσύνης, υπομονής και αγάπης χάρισαί μοι τω σω δούλω.»