Schiitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
White-Haired Treasures: A Fresh Look at the Place of Older People through the Qur’an, the Prophet’s Household and the Challenges of the Modern World
ohne Namen ·
Islamic Centre of England – Weekly Articles ·
2026-09-28
· London
· Quelle
Fürsorge · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Gemeinschaft · tragend
Die islamische Tradition begründet eine erhabene Stellung älterer Menschen, die in modernen Gesellschaften durch utilitaristische Haltungen und schwächere Familienbindungen gefährdet ist und durch praktische Prinzipien der Würde und Teilhabe bewahrt werden muss.
Die Ehrung eines älteren Muslims ist in Wahrheit ein Akt der Ehrung und Verherrlichung Gottes, des Mächtigen und Erhabenen.
Der Text behandelt die Stellung älterer Menschen in der islamischen Weltanschauung und in modernen Gesellschaften. Er stützt sich auf Koranverse und Hadithe, um das Alter als Phase der Reife, Weisheit und Würde darzustellen. Ältere Menschen werden als lebendiges Gedächtnis der Familie und als Brücke zwischen den Generationen beschrieben. Der Text identifiziert utilitaristische Haltungen, schwächere Familienbindungen und soziale Isolation als zentrale Herausforderungen des Alterns in der Gegenwart. Er leitet praktische Prinzipien für den respektvollen Umgang mit älteren Menschen ab, darunter Höflichkeit in der Sprache, emotionale Demut und gesellschaftliche Teilhabe. Die Argumentation verbindet religiöse Quellen mit sozialpolitischen Beobachtungen und schlägt konkrete Wege vor, um die Würde und wirksame Beteiligung älterer Menschen zu wahren.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung; Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
- Wo sitzt das Übel?
-
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
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praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
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es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
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auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Ältere Menschen respektvoll und gnädig ansprechen (zwischenmenschlich)
- Ältere Menschen in familiäre Entscheidungen einbeziehen (zwischenmenschlich)
- Soziale Teilhabe älterer Menschen in der Gesellschaft fördern (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Koran 12:97-98 · Koran 17:23
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Seyed Hashem Moosavi
Einleitung: Unsere Älteren ehren, unser Erbe bewahren
Der 1. Oktober, der Internationale Tag der älteren Menschen, bietet die Gelegenheit, nachzudenken, wie die Gesellschaft zu denen steht, die Jahrzehnte der Erfahrung, Geduld und Verantwortung mit sich tragen. Die steigende Lebenserwartung und eine wachsende ältere Bevölkerung, zusammen mit Veränderungen in der Familienstruktur und den Lebensweisen, haben das Altern von einer rein persönlichen Angelegenheit zu einem großen Anliegen für Kultur, Ethik und Sozialpolitik gemacht. Ältere Menschen sind nicht bloß Empfänger von Fürsorge; sie sind das lebendige Gedächtnis der Familie, eine Brücke zwischen den Generationen und ein Schatz persönlicher und gesellschaftlicher Erfahrung. Die Art, wie eine Gesellschaft mit ihnen umgeht, kann daher als Maßstab für ihre moralische und kulturelle Reife betrachtet werden. Neben den Programmen und Errungenschaften internationaler Institutionen haben die menschenzentrierte Schule des Islam und die Lehren der Ahl al-Bayt (Friede sei mit ihnen) vor Jahrhunderten eine erhabene und auf Würde ausgerichtete Stellung für diese Lebensphase des Menschen begründet – eine, in der die Ehrung älterer Menschen mit dem Schutz ihrer Unabhängigkeit, dem Zuhören ihrer Stimmen und dem Nutzen aus ihrer Erfahrung verbunden ist. Gestützt auf koranische Verse und Überlieferungen beleuchtet dieser Artikel die Rolle älterer Menschen bei der Stärkung der Familie, identifiziert mehrere Herausforderungen der modernen Welt und schlägt praktische Wege vor, ihre Würde und ihre wirksame Beteiligung zu wahren.
Der Koran und die Überlieferungen der Ahl al-Bayt (Friede sei mit ihnen) über ältere Menschen
Um zu einem solchen Verständnis zu gelangen, müssen wir zunächst den Ort des Alters innerhalb der islamischen Weltanschauung anerkennen. In der islamischen Kultur ist diese Periode keine Zeit der Stagnation oder Nutzlosigkeit, sondern eine Stufe der Reife, Weisheit und der Manifestation des göttlichen Lichts. Der heilige Koran und die Aussprüche der Unfehlbaren (Friede sei mit ihnen) sprechen über ältere Menschen in sanften und respektvollen Worten, ohne ihren Wert auf wirtschaftliche Produktivität oder körperliche Stärke zu reduzieren:
Ein Symbol von Licht und Weisheit im Koran: Im heiligen Koran spricht Gott über das Alter von Propheten wie Zacharias und Abraham (Friede sei mit ihnen) in einer Sprache, die von Gnade und Würde erfüllt ist. In der Hadith-Tradition wird weißes Haar als „ein Licht in einem Tatbestand" beschrieben. Der Prophet Muhammad (Friede und Segen Gottes seien auf ihm und seiner Familie) sagte: «الشَّیْبُ نورٌ فِی الْإِسْلامِ»; „Weißes Haar ist ein Licht im Islam."
Die Ehrung älterer Menschen ist ein Akt der Ehrfurcht vor Gott: In einer zentralen Überlieferung sagte der Gesandte Gottes (Friede und Segen Gottes seien auf ihm und seiner Familie): «إِنَّ مِنْ إِجْلَالِ اللَّهِ عَزَّ وَ جَلَّ إِجْلَالَ ذِی الشَّیْبَةِ الْمُسْلِمِ»; „Die Ehrung eines älteren Muslims ist in Wahrheit ein Akt der Ehrung und Verherrlichung Gottes, des Mächtigen und Erhabenen."
Ältere Menschen sind eine Quelle des Segens innerhalb der Gemeinschaft: Imam Ali (Friede sei mit ihm), der ihren Platz beschrieb, sagte: «رَأْیُ الشَّیْخِ أَحَبُّ إِلَیْنَا مِنْ جَلَدِ الْغُلَامِ»; „Das Urteil und die Erfahrung eines älteren Mannes sind uns lieber als die Kraft und Geschicklichkeit eines jungen Mannes." Die Anwesenheit älterer Menschen innerhalb der Familie und der Gesellschaft wird als ein Mittel betrachtet, durch das göttlicher Segen und Barmherzigkeit herabkommen.
Die Rolle älterer Menschen bei der Festigung und Stärkung der Familie
Dieser geistige Status erhält seine vollere Bedeutung, wenn er sich im Alltag und in den Familienbeziehungen ausdrückt. Gestützt auf ihre Erfahrung und ihr Wissen über die Familiengeschichte können ältere Menschen dabei helfen, Emotionen zu managen, Kultur zu übermitteln, den Dialog zu fördern und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken. Ihr Beitrag ist am fruchtbarsten, wenn die Familie sie nicht bloß als Menschen betrachtet, die Fürsorge benötigen, sondern als Mitglieder, deren Ansichten zählen und deren Recht auf Wahl respektiert werden muss. Die wichtigsten Formen dieser konstruktiven Präsenz umfassen:
Ein Anker der Ruhe und Stabilität: In der heutigen schnelllebigen Welt kann die Anwesenheit von Großeltern Familienmitgliedern ein Gefühl von Sicherheit und Kontinuität geben. Geduld und Nachsicht, die durch Jahre der Erfahrung geformt wurden, können helfen, Spannung abzubauen und zu einer besonneneren Unterhaltung zu ermutigen.
Übermittlung von Identität, Kultur und Wurzeln: In vielen Familien bewahren Eltern und Großeltern gemeinsame Erinnerungen und dienen als lebendige Erzähler der Familiengeschichte, der Kultur und der beständigen Werte. Sie wissen, welche Härten die Familie überstanden hat, wer in schwierigen Zeiten an wessen Seite stand und wie Meinungsverschiedenheiten gelöst werden können, ohne in anhaltende Verbitterung zu übergehen. Ihre Anwesenheit kann Gelegenheiten schaffen, damit Kinder, die durch Arbeit, Migration oder unterschiedliche Weltanschauungen getrennt sind, einander treffen und miteinander sprechen.
Indem sie Erinnerungen und Lebenserfahrungen mit Sorgfalt wiedergeben, helfen ältere Menschen jüngeren Familienmitgliedern, ihre persönliche und soziale Identität zu verstehen und ihre Verbindung zu ihren Familienwurzeln zu bewahren. Der Erfolg dieser Rolle hängt jedoch von Zuneigung, Fairness und der Bereitschaft ab, jede Seite anzuhören. Im Gegenzug sollten Kinder die gesamte Last der Pflege ihrer Beziehungen nicht auf ihre Eltern werfen oder sie in die Mitte von Streitigkeiten ziehen. Vielleicht ist die schönste Art, Vater und Mutter zu ehren, dass ihre Kinder zu Lebzeiten dieser freundlichere und verantwortungsvollere Beziehungen miteinander aufbauen.
Ein quranisches Beispiel für diese heilende Rolle findet sich in der Geschichte des Propheten Jakob (Friede sei mit ihm). Nach dem Verüben einer schweren Schuld kehren seine Söhne zu ihrem Vater zurück und bitten ihn, für sie Vergebung zu erbitten. Jakob antwortet: «سَوْفَ أَسْتَغْفِرُ لَكُمْ رَبِّي؛ „Ich werde meinen Herrn bitten, euch zu vergeben" (Jusuf 12:97–98). Diese Verse zeigen, dass die Stellung eines Vaters helfen kann, den Weg zur Buße zu öffnen und die Beziehungen unter seinen Kindern wiederherzustellen.
Eine Brücke zwischen den Generationen: Unterschiede in Erfahrung, Sprache und Kommunikationsmustern können Distanz zwischen den Generationen schaffen. Da ältere Menschen das Erbe der Vergangenheit kennen und auch die Umwälzungen ihrer eigenen Zeit durchlebt haben, können sie Eltern und Kindern helfen, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Umgekehrt ermöglicht der Kontakt mit jüngeren Generationen älteren Menschen, sich mit neuen Entwicklungen vertraut zu halten und ein Gefühl der Teilhabe und des Einflusses zu bewahren. Diese Beziehung ist daher sowohl wechselseitig als auch konstruktiv.
Die Krise des Alterns in modernen Gesellschaften: Eine Warnung
Trotz dieser geistigen und familiären Ressourcen steht das Alter in vielen heutigen Gesellschaften vor neuen Herausforderungen. Eine utilitaristische Haltung, kleinere Familien, Migration, das Tempo des urbanen Lebens und der Rückgang des zwischenmenschlichen Kontakts können ältere Menschen vom Zentrum des kollektiven Lebens an seine Ränder drängen. Dieses Problem ist auf keine einzige Gesellschaft oder Kultur beschränkt, obwohl seine Intensität und Form von Land zu Land variieren. Seine bedeutendsten Erscheinungsformen umfassen:
Den menschlichen Wert nach ökonomischer Produktion zu messen: In einigen vorherrschenden Ansätzen ist der soziale Status zu eng mit Beschäftigung, Einkommen und Produktivitätsfähigkeit verknüpft. Der Ruhestand oder die verminderte körperliche Kraft können daher die soziale Rolle eines älteren Menschen verringern und ihn sich übersehen lassen. Die Überwindung dieser Haltung erfordert die Anerkennung des Werts von Erfahrung, Rat, Wissensaustausch und der freiwilligen Teilnahme älterer Menschen.
Das Schwächern der familiären Bindungen und das Wachstum der institutionellen Pflege: Veränderungen in der Familienstruktur und eine übermäßige Betonung der individuellen Unabhängigkeit haben in einigen Gesellschaften die Zahl der älteren Menschen, die in Pflegeheimen leben, erhöht. Solche Einrichtungen bieten manchmal wesentliche spezialisierte und medizinische Dienste. Doch wenn professionelle Pflege menschliche Beziehungen und die Anwesenheit der Familie ersetzt, bleiben die emotionalen und sozialen Bedürfnisse eines älteren Menschen unerfüllt. Die Weltgesundheitsorganisation identifiziert ebenfalls soziale Isolation und Einsamkeit als Faktoren, die die Gesundheit älterer Menschen beeinflussen, während sie die Notwendigkeit betont, dem Alterismus entgegenzuwirken und ihre Teilnahme an Familie und Gesellschaft zu ermöglichen.
Die Offenlegung struktureller Schwächen: Chronische Einsamkeit, verborgene Depression, Altersdiskriminierung und Gefühle der Wertlosigkeit bei einigen älteren Menschen offenbaren die Grenzen eines rein materiellen und dienstleistungsorientierten Ansatzes. Die Erfahrung der modernen Gesellschaften zeigt, dass Technologie und Wohlstand, obwohl wesentlich, ohne warme familiäre Beziehungen, Möglichkeiten zur sozialen Teilnahme und echten Respekt die Lebensqualität nicht allein garantieren können.
Praktische Anleitungen aus dem Qur'an und der Hadith für den Umgang mit älteren Menschen
Die Anerkennung dieser Herausforderungen ist nur dann nützlich, wenn sie zu klaren persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten führt. Der Islam beschränkt die Ehrung älterer Menschen nicht auf allgemeine moralische Ermahnungen; er bietet praktische Prinzipien für das Sprechen mit ihnen, die Fürsorge für sie, das Begleiten von ihnen und die Wahrung ihrer Würde. Die umfassendste Anweisung des Qur'an zu diesem Thema erscheint in Vers 23 der Sure al-Isra: «وَقَضَىٰ رَبُّكَ أَلَّا تَعْبُدُوا إِلَّا إِيَّاهُ وَبِالْوَالِدَيْنِ إِحْسَانًا ۚ إِمَّا يَبْلُغَنَّ عِندَكَ الْكِبَرَ أَحَدُهُمَا أَوْ كِلَاهُمَا فَلَا تَقُل لَّهُمَا أُفٍّ وَلَا تَنْهَرْهُمَا وَقُل لَّهُمَا قَوْلًا كَرِيمًا؛ „Euer Herr hat bestimmt, dass ihr niemanden außer Ihm anbetet und dass ihr euren Eltern Gutes erweist. Wenn einer von ihnen oder beide von ihnen in eurer Obhut das hohe Alter erreichen, so sagt nicht einmal ‚uff' zu ihnen, und scheltet sie nicht, sondern redet mit ihnen in edlen Worten.
Aus diesem edlen Vers und den Überlieferungen der Ahl al-Bayt (Friede sei mit ihnen) können wir eine Reihe praktischer Prinzipien für den Umgang mit älteren Menschen ableiten. Diese beginnen mit Höflichkeit in der Sprache und erstrecken sich auf den Schutz der Unabhängigkeit, die Gewährleistung der Sicherheit, ihre Einbeziehung in Entscheidungen und das Begleiten von ihnen in Zeiten der Not:
Wahrung der Würde und der Höflichkeit in der Sprache: Das Verbot des Verses, selbst den geringsten Ausdruck der Belästigung zu äußern, erinnert uns daran, dass Fürsorge nicht auf die Bereitstellung von Medizin und Nahrung beschränkt ist. Tonfall, Geduld beim Zuhören und der Schutz der Würde eines Elternteils sind ebenfalls Teil der Fürsorge. Selbst der kleinste verletzendes Ausdruck, wie ‚uff', ist verboten; sie müssen respektvoll und gnädig angesprochen werden.
Emotionale Demut: Der Qur'an fährt fort: «وَاخْفِضْ لَهُمَا جَنَاحَ الذُّلِّ مِنَ الرَّحْمَة „Und neige ihnen das Flügel der Demut aus Barmherzigkeit zu." Dies ist ein schöner Ausdruck der äußersten Demut eines Kindes vor einem älteren Elternteil.
Ehre und Teilhabe an der Gesellschaft: Der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm und seiner Familie) sagte: «لَیْسَ مِنَّا مَنْ لَمْ یَرْحَمْ صَغِیرَنا وَ یُوَقِّرْ کَبِیرَنا; „Wer unserem Jüngsten nicht Barmherzigkeit erweist und unserem Ältesten nicht Ehre erweist, ist nicht einer von uns." Die Ehrung älterer Menschen ist eine öffentliche Pflicht und nicht auf die Eltern beschränkt. In der Abhandlung über die Rechte weist Imam al-Sajjad (Friede sei auf ihm) dem Älteren auch ein eigenständiges Recht zu: «وَحَقُّ الْكَبِيرِ تَوْقِيرُهُ لِسِنِّهِ; „Das Recht eines älteren Menschen ist, dass er wegen seines Alters geehrt wird." Er spricht auch von Nachsicht bei Meinungsverschiedenheiten und Geduld mit unangenehmem Verhalten. Imam al-Sadiq (Friede sei auf ihm) sagte: «إِنَّ مِنْ إِجْلَالِ اللَّهِ عَزَّ وَجَلَّ إِجْلَالَ الشَّيْخِ الْكَبِيرِ; „Die Ehrung eines älteren Menschen ist eine Form der Ehrung Gottes." Diese Achtung wird nicht allein durch Höflichkeiten und zeremonielle Vorrangstellung erfüllt; ältere Menschen müssen in der Lage sein, an Familientreffen, kulturellen Aktivitäten und Entscheidungen teilzunehmen, die ihr eigenes Leben betreffen.
Die Sicherung von Frieden und Wohlbefinden innerhalb der Familie: Der Ausdruck „in eurer Obhut" im Vers lädt zur Reflexion ein: Wenn Eltern Unterstützung benötigen, dürfen sich ihre Kinder nicht aus ihrem Leben zurückziehen. Das Leitprinzip besteht darin, die emotionale Verbindung zu wahren, eine verantwortungsvolle Präsenz aufrechtzuerhalten und die Sicherheit und den inneren Frieden des älteren Menschen zu gewährleisten. Dies kann durch Pflege zu Hause, geteilte Verantwortlichkeiten unter den Familienmitgliedern oder geeignete spezialisierte Dienste und Einrichtungen erreicht werden. In jedem Fall darf die Delegation der Pflege jedoch nicht zu zerbrochenen Beziehungen, Einsamkeit oder Missachtung der menschlichen Würde führen.
Das Bedürfnis nach Gesellschaft: Der heilige Qur'an verhehlt die Veränderungen der menschlichen Kraft nicht: «وَمَن نُّعَمِّرْهُ نُنَكِّسْهُ فِي الْخَلْقِ; „Wen Wir ein langes Leben schenken, den kehren Wir im Schöpfungsgang um" (Yasin 36:68). Der Vers ruft uns auf, über unser gemeinsames Schicksal nachzudenken. Jemand, der heute Hilfe braucht, um zu stehen, zu hören oder sich zu erinnern, mag einst andere gestützt haben; und diejenigen, die heute stark sind, könnten morgen dieselbe Gesellschaft benötigen.
Fazit
Das Alter ist nicht das Ende des Weges, sondern eine Lebenszeit, in der die Frucht jahrelanger Anstrengung, Erfahrung und Reife sichtbar wird. Die oben zitierten Verse und Überlieferungen erkennen den älteren Menschen als ein mit Würde ausgestattetes Wesen an, das das Recht auf Wahl und die Fähigkeit hat, etwas zu bewirken; sie rufen Familie und Gesellschaft auf, Respekt zu zeigen, Gesellschaft zu bieten und von dieser Erfahrung zu profitieren. Gleichzeitig zeigen Herausforderungen wie Einsamkeit, Altersdiskriminierung und nachlassender generationenübergreifender Kontakt, dass die bloße Befriedigung physischer Bedürfnisse ohne Aufmerksamkeit für emotionale, soziale und geistige Bedürfnisse nicht ausreicht. Eine verantwortungsvolle Rückkehr zu den Lehren des heiligen Qur'an und der Ahl al-Bayt (Friede sei auf ihnen) kann die Grundlage für ein ausgewogenes Modell bilden – eines, das professionelle Pflege ernst nimmt, die Unabhängigkeit älterer Menschen respektiert und ihre familiären Bindungen und ihre soziale Teilhabe schützt.
Der Internationale Tag der älteren Menschen sollte daher nicht lediglich als ein Tag gesehen werden, an dem älteren Menschen für ihre Vergangenheit gedankt wird. Er ist eine Gelegenheit, unser heutiges Verhalten neu zu bewerten und eine Zukunft zu planen, von der wir selbst eines Tages ein Teil sein werden. Eine Gesellschaft, die älteren Menschen Gesundheitsversorgung und Sicherheit bietet, auf ihre Stimmen hört, ihre Möglichkeiten zur Teilhabe erweitert und ihre familiären Verbindungen lebendig hält, gibt dem Sinn der menschlichen Würde einen umfassenderen praktischen Ausdruck.
Der Beitrag „White-Haired Treasures: A Fresh Look at the Place of Older People through the Qur'an, the Prophet's Household and the Challenges of the Modern World" erschien zuerst auf Islamic Centre of England.
Wortlaut im Original
Seyed Hashem Moosavi
Introduction : Honouring Our Elders, Preserving Our Heritage
October 1, the International Day of Older Persons, offers an opportunity to reconsider how society relates to those who carry with them decades of experience, patience, and responsibility. Raising life expectancy and a growing older population, together with changes in family structure and ways of life, have transformed ageing from a purely personal matter into a major concern for culture, ethics, and social policy. Older people are not merely recipients of care; they are the living memory of the family, a bridge between generations, and a treasure of personal and social experience. The way a society treats them may therefore be regarded as a measure of its moral and cultural maturity. Alongside the programmes and achievements of international institutions, the human-centred school of Islam and the teachings of the Ahl al-Bayt (peace be upon them) established, centuries ago, a lofty and dignity-centred position for this stage of human life-one in which respect for older people is joined with preserving their independence, listening to their voices, and benefiting from their experience. Drawing on Qur’anic verses and traditions, this article revisits the role of older people in strengthening the family, identifies several challenges of the contemporary world, and proposes practical ways to safeguard their dignity and effective participation.
The Qur’an and the Traditions of the Ahl al-Bayt (peace be upon them) on Older People
To reach such an understanding, we must first recognise the place of old age within the Islamic worldview. In Islamic culture, this period is not a season of stagnation or uselessness, but a stage of maturity, wisdom, and the manifestation of divine light. The Holy Qur’an and the sayings of the Infallibles (peace be upon them) speak of older people in gentle and respectful terms, without reducing their worth to economic productivity or physical strength:
A symbol of light and wisdom in the Qur’an : In the Holy Qur’an, God speaks of the old age of prophets such as Zechariah and Abraham (peace be upon them) in language filled with grace and dignity. In the hadith tradition, white hair is described as “a light in one’s record of deeds.” The Prophet Muhammad (peace and blessings be upon him and his family) said: «الشَّیْبُ نورٌ فِی الْإِسْلامِ؛ “White hair is a light in Islam.”
Honouring older people is an act of reverence for God : In a key tradition, the Messenger of God (peace and blessings be upon him and his family) said: «إِنَّ مِنْ إِجْلَالِ اللَّهِ عَزَّ وَ جَلَّ إِجْلَالَ ذِی الشَّیْبَةِ الْمُسْلِمِ؛ “Honouring an elderly Muslim is, in truth, an act of honouring and glorifying God, the Mighty and Majestic.”
Older people are a source of blessing within the community : Imam Ali (peace be upon him), describing their place, said: «رَأْیُ الشَّیْخِ أَحَبُّ إِلَیْنَا مِنْ جَلَدِ الْغُلَامِ؛ “The judgement and experience of an older man are dearer to us than the strength and agility of a young man.” The presence of older people within the family and society is regarded as a means by which divine blessing and mercy descend.
The Role of Older People in Consolidating and Strengthening the Family
This spiritual status gains fuller meaning when it finds expression in everyday life and family relationships. Drawing on their experience and knowledge of family history, older people can help manage emotions, transmit culture, encourage dialogue, and strengthen a sense of belonging. Their contribution is most fruitful when the family regards them not merely as people in need of care, but as members whose views matter and whose right to choose must be respected. The most important forms of this constructive presence include:
An anchor of calm and stability : In today’s fast-moving world, the presence of grandparents can give family members a sense of security and continuity. Patience and forbearance shaped by years of experience can help ease tension and encourage more measured conversation.
Passing on identity, culture, and roots : In many families, parents and grandparents preserve shared memories and serve as living narrators of the family’s history, culture, and enduring values. They know what hardships the family has overcome, who stood beside whom in difficult times, and how disagreements may be resolved without turning into lasting resentment. Their presence can create opportunities for children separated by work, migration, or differences of outlook to meet and speak with one another.
By recounting memories and life experiences with care, older people help younger family members understand their personal and social identity and preserve their connection with their family roots. The success of this role, however, depends on affection, fairness, and a willingness to hear every side. In return, children should not place the entire burden of maintaining their relationships on their parents or draw them into the middle of disputes. Perhaps the finest way to honour one’s father and mother is for their children, during their lifetime, to build kinder and more responsible relationships with one another.
A Qur’anic example of this healing role may be found in the story of Prophet Jacob (peace be upon him). After committing a grave wrong, his sons return to their father and ask him to seek forgiveness for them. Jacob replies: «سَوْفَ أَسْتَغْفِرُ لَكُمْ رَبِّي؛ “I shall ask my Lord to forgive you” (Yusuf 12:97–98). These verses show that a father’s position can help open the way to repentance and restore relationships among his children.
A bridge between generations : Differences in experience, language, and patterns of communication can create distance between generations. Because older people know the heritage of the past and have also lived through the transformations of their own time, they can help parents and children develop a shared language. In turn, contact with younger generations enables older people to remain familiar with new developments and to retain a sense of participation and influence. This relationship is therefore both reciprocal and constructive.
The Crisis of Ageing in Modern Societies: A Warning Bell
Despite these spiritual and familial resources, old age in many contemporary societies faces new challenges. A utilitarian outlook, smaller families, migration, the pace of urban life, and declining intergenerational contact can push older people from the centre of collective life to its margins. This problem is not confined to any one’s society or culture, although its intensity and form vary from country to country. Its most significant manifestations include:
Measuring human worth by economic production : In some dominant approaches, social standing is tied too closely to employment, income, and productive capacity. Retirement or diminished physical strength may therefore reduce an older person’s social role and leave them feeling overlooked. Overcoming this outlook requires recognition of the value of experience, counsel, knowledge-sharing, and older people’s voluntary participation.
Weakening family ties and the growth of institutional care : Changes in family structure and an excessive emphasis on individual independence have, in some societies, increased the number of older people living in care homes. Such institutions sometimes provide essential specialist and medical services. Yet when professional care replaces human relationships and the presence of family, an older person’s emotional and social needs remain unmet. The World Health Organization likewise identifies social isolation and loneliness as factors affecting older people’s health, while stressing the need to combat ageism and enable their participation in family and society.
The exposure of structural weaknesses : Chronic loneliness, hidden depression, age discrimination, and feelings of worthlessness among some older people reveal the limits of a purely material and service-based approach. The experience of contemporary societies shows that technology and prosperity, although essential, cannot by themselves guarantee quality of life without warm family relationships, opportunities for social participation, and genuine respect.
Practical Guidance from the Qur’an and Hadith for Engaging with Older People
Recognizing these challenges is useful only when it leads to clear personal, familial, and social responsibilities. Islam does not limit the honouring of older people to general moral exhortations; it offers practical principles for speaking with them, caring for them, accompanying them, and preserving their dignity. The Qur’an’s most comprehensive instruction on this subject appears in verse 23 of Surah al-Isra: «وَقَضَىٰ رَبُّكَ أَلَّا تَعْبُدُوا إِلَّا إِيَّاهُ وَبِالْوَالِدَيْنِ إِحْسَانًا ۚ إِمَّا يَبْلُغَنَّ عِندَكَ الْكِبَرَ أَحَدُهُمَا أَوْ كِلَاهُمَا فَلَا تَقُل لَّهُمَا أُفٍّ وَلَا تَنْهَرْهُمَا وَقُل لَّهُمَا قَوْلًا كَرِيمًا؛ “Your Lord has decreed that you worship none but Him, and that you show kindness to your parents. If one or both of them reach old age in your care, do not even say ‘uff’ to them, nor rebuke them, but address them with gracious words.
From this noble verse and the traditions of the Ahl al-Bayt (peace be upon them), we may derive a set of practical principles for engaging with older people. These begin with courtesy in speech and extend to safeguarding independence, ensuring security, involving them in decisions, and accompanying them in times of need:
Preserving dignity and courtesy in speech : The verse’s prohibition of even the slightest expression of annoyance reminds us that care is not limited to providing medicine and food. Tone of voice, patience in listening, and protection of a parent’s dignity are also part of care. Even the smallest hurtful expression, such as “uff”, is forbidden; they must be addressed respectfully and graciously.
Emotional humility : The Qur’an continues: «وَاخْفِضْ لَهُمَا جَنَاحَ الذُّلِّ مِنَ الرَّحْمَة “And lower to them the wing of humility out of mercy.” This is a beautiful expression of the utmost humility of a child before an elderly parent.
Honour and participation in society : The Prophet Muhammad (peace and blessings be upon him and his family) said: «لَیْسَ مِنَّا مَنْ لَمْ یَرْحَمْ صَغِیرَنا وَ یُوَقِّرْ کَبِیرَنا؛ “One who does not show mercy to our young and respect our elders is not one of us.” Honouring older people is a public duty, not one confined to parents. In the Treatise on Rights, Imam al-Sajjad (peace be upon him) also assigns an independent right to the elder: «وَحَقُّ الْكَبِيرِ تَوْقِيرُهُ لِسِنِّهِ؛ “The right of an older person is that he be honoured on account of his age.” He also speaks of forbearance in disagreement and patience with unpleasant conduct. Imam al-Sadiq (peace be upon him) said: «إِنَّ مِنْ إِجْلَالِ اللَّهِ عَزَّ وَجَلَّ إِجْلَالَ الشَّيْخِ الْكَبِيرِ؛ “Honouring an elderly person is a form of honouring God.” This respect is not fulfilled by courtesies and ceremonial precedence alone; older people must be enabled to participate in family gatherings, cultural activities, and decisions that affect their own lives.
Ensuring peace and well-being within the family : The phrase “in your care” in the verse invites reflection: when parents need support, their children must not withdraw from their lives. The guiding principle is to preserve emotional connection, maintain a responsible presence, and ensure the older person’s safety and peace of mind. This may be achieved through care at home, shared responsibilities among family members, or appropriate specialist services and facilities. In every case, however, delegating care must not result in broken relationships, loneliness, or disregard for human dignity.
The need for companionship : The Holy Qur’an does not conceal the changes in human strength: «وَمَن نُّعَمِّرْهُ نُنَكِّسْهُ فِي الْخَلْقِ؛ “Whoever We grant a long life; we reverse in creation” (Yasin 36:68). The verse calls us to reflect on our shared destiny. Someone who today needs help to stand, hear, or remember may once have supported others; and those who are strong today may tomorrow need the same companionship.
Conclusion
Old age is not the end of the road, but a season of life in which the fruit of years of effort, experience, and maturity becomes visible. The verses and traditions cited above recognize the older person as a human being endowed with dignity, the right to choose, and the capacity to make a difference; they call upon family and society to show respect, offer companionship, and benefit from that experience. At the same time, challenges such as loneliness, age discrimination, and declining intergenerational contact show that meeting physical needs alone is not enough without attention to emotional, social, and spiritual needs. A responsible return to the teachings of the Holy Qur’an and the Ahl al-Bayt (peace be upon them) can provide the basis for a balanced model-one that takes professional care seriously, respects the independence of older people, and safeguards their family bonds and social participation.
The International Day of Older Persons should therefore not be seen merely as a day for thanking older people for their past. It is an opportunity to reassess how we behave today and to plan for a future of which we ourselves will one day be part. A society that provides older people with healthcare and security, listens to their voices, expands their opportunities to participate, and keeps their family connections alive gives fuller practical expression to the meaning of human dignity.
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