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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Stop Obsessing about Credit

ohne Namen · Orthodox Christian Network (OCN) · 2026-10-04 · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Demut · tragend Dankbarkeit

Wahres Geben und Lieben ist nur dann göttlich, wenn es ohne Erwartung von irdischer Anerkennung oder Gegenleistung geschieht, und die Besessenheit von Ruhm ist ein geistlich ungesunder Zustand.

Liebt vielmehr eure Feinde, tut Gutes und leihet, ohne etwas zu erwarten; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

Der Text nimmt den Lukasevangelium-Abschnitt Lukas 6,31-36 als Ausgangspunkt und stellt die Goldene Regel sowie die Aufforderung, auch Feinde zu lieben und ohne Gegenleistung zu geben, in den Mittelpunkt. Der Sprecher kritisiert zwei als ungesund empfundene Praktiken: die Suche nach Anerkennung durch namentliche Widmungen bei Kirchenspenden und die Unterschriftspflicht für Gemeindedienststunden von Oberschülern. Er argumentiert, dass wahres Geben vom Herzen kommt und zwischen dem Einzelnen und Gott stattfindet, ohne dass irdischer Ruhm erwartet wird. Die Goldene Regel wird dabei als Ausgangspunkt gesehen, der durch die Forderung, andere so zu behandeln, wie Gott sie behandelt, überboten wird. Der Text verweist auf die göttliche Barmherzigkeit gegenüber den Menschen, die selbst versagen, und leitet daraus die Pflicht ab, auch anderen gegenüber barmherzig zu sein. Die zentrale Botschaft lautet, Liebe, Großzügigkeit und Vergebung ohne Erwartung von Gegenleistung zu üben, da der göttliche Lohn der einzig zählende sei.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Lk 6,31-36 · Mt 6,1-4

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Und wie ihr wollt, dass die Menschen zu euch tun, so tut auch ihr zu ihnen. „Wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, die sie lieben. Und wenn ihr Gutes tut denen, die euch Gutes tun, welchen Dank habt ihr dafür? Denn auch die Sünder tun dasselbe. Und wenn ihr denen leihet, von denen ihr zu empfangen hofft, welchen Dank habt ihr dafür? Auch die Sünder leihen den Sündern, damit sie ebenso viel wieder empfangen. Liebt vielmehr eure Feinde, tut Gutes und leihet, ohne etwas zu erwarten; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Lukas 6: 31-36 (2. Sonntag bei Lukas) Es gibt zwei ungesunde Dinge, von denen wir als Gesellschaft loskommen könnten, und dann wäre es uns viel besser. Das erste ist der Dank (die Anerkennung), und das zweite ist das Grollen. Wir sind besessen von Anerkennung. Ich kann an viele Beispiele aus dem gegenwärtigen Leben denken, aber hier sind zwei Beispiele in der orthodoxen Kirche, die ich häufig erlebe und die ich für geistlich ungesund halte. Erstens: Unsere Kirchen (und viele andere Dinge) werden nur gebaut, weil der Name eines Menschen darauf steht. Wenn jemand wirklich gibt, ist keine Anerkennung nötig. Geld zu geben, damit der eigene Name an eine Wand oder auf eine Ikone gesetzt wird, ist ein Tausch von Geld gegen Anerkennung, nicht ein wahres Geschenk. Ich werde dies nicht ausführen, denn das ist wie gegen die Strömung bergauf schwimmen. Das ist die Praxis; ich sehe nicht, dass sie aufhört. Wenn wir jedoch Fülle haben, sollten wir aus einem Gefühl der Dankbarkeit geben, nicht weil wir Anerkennung bekommen werden. Ein Geschenk ist etwas, das vom Herzen kommt. Ein Geschenk an die Kirche ist zwischen dir und Gott. Und Gott wird die verborgenen Dinge belohnen, die er uns tun sieht. In Matthäus 6: 1-4 lesen wir: Jesus sagte: „Hütet euch davor, eure Frömmigkeit vor den Menschen zu üben, damit ihr von ihnen gesehen werdet; denn sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater, der in den Himmeln ist. Wenn ihr also Almosen gebet, so lasst nicht vor euch die Posaune blasen, wie die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, damit sie von den Menschen gelobt werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits empfangen. Wenn du aber Almosen gibst, so lasse deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen sei; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten." Die zweite Sache, die ich immer wieder gebeten werde zu tun, ist, die erforderlichen „Gemeindedienst"-Stunden für Oberschüler zu unterschreiben, die entweder am Altar dienen oder im Chor singen. Das sind Dinge, die sie automatisch tun sollten, nicht um irgendeine Art von Anerkennung. Gemeindedienst im Hinblick auf die Kirche könnte die Teilnahme an einem Kirchenaufputztag sein oder ein Besuch in einem Pflegeheim, etwas, das über das normalerweise erwartete Verhalten hinausgeht. Das heutige Evangeliumsabschnitt beginnt mit der „Goldenen Regel": „Wie ihr wollt, dass die Menschen zu euch tun, so tut auch ihr zu ihnen." Mit anderen Worten: Behandelt andere so, wie ihr behandelt werden möchtet. Aber dann hebt der Abschnitt die Goldene Regel auf ein noch größeres Niveau. Er sagt uns, andere so zu behandeln, wie Gott sie behandeln würde. Mit anderen Worten: Wir sollen nicht nur die lieben, die uns lieben, sondern auch die, die uns hassen. Wir sollen nicht nur denen Gutes tun, die uns Gutes tun, sondern auch denen, die uns Böses tun. Und wir sollen nicht nur denen leihen, von denen wir hoffen, dass sie es zurückgeben, sondern auch denen, die unser Darlehen nicht zurückgeben werden. In den Worten Christi: Welchen „Dank" (welche „Anerkennung") hat es, Menschen zu lieben, die uns lieben? Welchen „Dank" hat es, denen Gutes zu tun, die uns Gutes tun? Und welchen „Dank" hat es, denen zu leihen, von denen wir hoffen, dass sie es zurückgeben? Jeder kann jemanden lieben, der ihn zurückliebt, oder jemandem Gutes tun, der es zurückgibt, oder jemandem leihen, von dem er es zurückbekommt. Das Segensreiche, das Göttliche ist, die zu lieben, die uns hassen, denen Gutes zu tun, die uns unfreundlich sind, und denen zu leihen, die unsere Gaben nicht zurückgeben werden. Christus sagt uns, dass unser Lohn groß sein wird, und wir werden von ihm als „Söhne des Höchsten" anerkannt werden. Gibt es Zeiten, in denen wir alle versagen, zu lieben? Ja. Gibt es Zeiten, in denen wir alle versagen, Gutes zu tun? Ja. Gibt es Zeiten, in denen wir alle versagen, eine helfende Hand zu bieten? Ja. Wie sollte Gott uns dann behandeln? Nun, wenn wir die Anzahl der Male zusammenzählen, in denen wir versagt haben zu lieben, Gutes zu tun oder zu leihen, ist es wahrscheinlich eine große Zahl und wir verdienen es wahrscheinlich nicht, dass der Herr uns gut behandelt. Und doch ist Er barmherzig und vergibt uns, selbst wenn wir unfreundlich und egoistisch gewesen sind. Daher, wenn wir Seine Vergebung erwarten, sollten wir einander vergeben. Wenn wir erwarten, dass Er uns weiterhin liebt, selbst wenn wir einander nicht lieben, sollten wir Liebe zeigen, selbst denen, die uns nicht lieben. Wenn wir erwarten, dass Er uns weiterhin Gutes tut, dann sollten wir Gutes tun, selbst denen, die uns nicht Gutes tun. Und wenn wir erwarten, dass Er uns weiterhin Seine Barmherzigkeit und Güte leiht, dann sollten wir einander leihen, ohne etwas dafür zu erwarten. Die höchsten Ausdrücke der christlichen Liebe sind, freundlich zu sein „gegenüber den Undankbaren und den Egoistischen" und „barmherzig zu sein, gleichwie euer Vater barmherzig ist." Ist es leicht, diese Dinge zu tun? Nein, natürlich ist es das nicht. Dies ist Teil des menschlichen Ringens. Doch wir ringen, vertrauend auf die himmlische Belohnung, nicht genießend den irdischen Ruhm. Zumindest so sollte es sein. Jede Geste des Gebens sollte nicht mit einer Erwartung von irgendetwas verbunden sein. Es gibt eine innewohnende Freude im Lieben, Geben und Vergeben. Und es gibt auch göttliche Belohnung für diese Dinge. O Christus, wir preisen in Gesang Deine erlösende Passion, und Deine Auferstehung verherrlichen wir. (Erste Osterlobpreisung, 1. Ton, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes) Zeige heute Liebe, Freundlichkeit, Großzügigkeit und Barmherzigkeit, ohne etwas dafür zu erwarten. Gott wird es dir anrechnen, und am Ende ist das der einzige Ruhm, der zählt! Der Beitrag „Hör auf, dich um Ruhm zu sorgen" erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
And as you wish that men would do to you, do so to them. “If you love those who love you, what credit is that to you? For even sinners love those who love them. And if you do good to those who do good to you, what credit is that to you? For even sinners do the same. And if you lend to those from whom you hope to receive, what credit is that to you? Even sinners lend to sinners, to receive as much again. But love your enemies, and do good, and lend, expecting nothing in return; and your reward will be great, and you will be sons of the Most High; for He is kind to the ungrateful and the selfish. Be merciful, even as your Father is merciful. Luke 6: 31-36 (2 nd Sunday of Luke) There are two unhealthy things that, if we could let go of them as a society, we’d be much better off. The first is credit, and the second is holding grudges. We are obsessed with credit. I can think of many examples from contemporary life, but here are two examples in the Orthodox Church that I frequently experience that I believe are spiritually unhealthy. First, our churches (and many other things) only get built because someone’s name goes on them. When someone truly gives, there is no credit needed. To exchange money to have one’s name put on a wall or an icon is an exchange of money for credit, not a true gift. I won’t belabor this because this is like swimming uphill against the current. This is the practice; I don’t see it stopping. However, if we have abundance, we should be giving, out of sense of gratitude, not because we are going to get credit. A gift is something that comes from the heart. A gift to the church is between you and God. And God will reward the secret things He sees us doing. In Matthew 6: 1-4, we read: Jesus said “Beware of practicing your piety before men in order to be seen by them; for then you will have no reward from your Father who is in heaven. Thus, when you give alms, sound no trumpet before you, as the hypocrites do in the synagogues and in the street, that they may be praised by men. Truly, I say to you, they have received their reward. But when you give alms, do not let your left hand know what your right hand is doing, so that your alms may be in secret; and your Father who sees in secret will reward you.” The second thing I’ve been asked to do repeatedly is to sign required “community service” hours for high school students who either serve in the altar or sing in the choir. These are things that they should be doing automatically, not for any sort of credit. Community service as regards the church might be participating in a church cleanup day, or going to visit a nursing home, something that is beyond normally expected behavior. Today’s Gospel passage begins with the “Golden Rule,” “as you wish that men would do to you, do so to them.” In other words, treat others as you wish to be treated. But then the passage takes the Golden Rule to an even greater level. It tells us to treat others as God would treat them. In other words, we are supposed to not only love those who love us but love those who hate us. We are not only supposed to do go to those who do good to us, but even to those who do bad to us. And we are not only supposed to lend to those who we hope to receive back from, but even to those who are not going to return our loan. In the words of Christ, what “ credit ” is it to love people who love us? What “credit” is it to do good to those who are doing good to us? And what “credit” is it to lend to those from whom we hope to receive back. Anyone can love someone who loves him back or do good to someone who does good back or lend to someone from whom he will receive back. The blessed thing, the Godly thing is to love those who had us, do good to those who are unkind to us, and to lend to those who will not return our gifts. Christ tells us that our reward will be great, we will be credited by Him as “sons of the Most High.” Are there times we all fail to love? Yes. Are there times we all fail to do good? Yes. Are there times we all fail to lend a hand? Yes. Then how should God treat us? Well, if we add up the number of times we have failed to love, do good, or lend, it’s probably a lot of times and we probably don’t deserve the Lord to treat us well. Yet, He is merciful and forgives us, even when we’ve been unkind and selfish. Therefore, if we expect His forgiveness, we ought to forgive one another. If we expect Him to still love us even when we don’t love one another, we ought to show love even to those who don’t love us. If we expect Him to still do good to us, then we should do good even to those who aren’t good to us. And if we expect Him to still lend His mercy and kindness to us, then we should lend to one another expecting nothing in return. The ultimate expressions of Christian love are to be kind “to the ungrateful and the selfish” and to “be merciful, even as your Father is merciful.” Is it easy to do these things? No, of course it is not. This is part of the human struggle. However, we struggle, trusting in the heavenly reward, not relishing in the earthly credit. At least that is how it should be. Every gesture of giving shouldn’t be with an expectation of anything. There is intrinsic joy in loving, giving, and forgiving. And there is Godly reward for these things as well. O Christ, we praise in song Your saving Passion, and Your resurrection do we glorify. (First Resurrectional Praise, 1 st Tone, Trans. By Fr. Seraphim Dedes) Show love, kindness, generosity and mercy today, not expecting anything in return. God will give you credit, and in the end, that’s the only credit that matters! 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