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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

The Praxis and Vision of God in Orthodoxy

ohne Namen · Orthodox Christian Network (OCN) · 2026-10-07 · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Umkehr · tragend Wissen · tragend

Wahre Orthodoxie besteht nicht in der bloßen Verkündigung der Wahrheit, sondern in der untrennbaren Einheit von praktischer Tugendübung und mystischer Schau, die nur durch die Autorität der Heiligen Väter und das Halten der Gebote Christi erreicht wird.

Glaube und Taufe allein können eine Seele nicht retten, die träge ist und den Nutzen und den Fortschritt, die aus dem Kampf um die Tugend hervorgehen, nicht erfahren hat.

Der Text argumentiert, dass Glaube und Taufe allein nicht zur Rettung führen, sondern dass aktive Tugendpraxis und Werke unerlässlich sind. Es wird kritisiert, dass viele Christen sich auf philosophische oder soziologische Interpretationen stützen, anstatt den Weg der 'Orthopraxie' (richtige Praxis) zu gehen. Die Autorität der Heiligen Väter wird als unverzichtbar für die Auslegung des Evangeliums dargestellt, da der Einzelne ohne deren geistliche Erfahrung den Weg zur Schau Gottes nicht finden kann. Praxis und Schau werden als untrennbar verbunden dargestellt: Nur durch das Halten der Gebote und die Reinigung der Seele kann die mystische Begegnung mit dem Heiligen Geist erfolgen. Der Text warnt vor der Gefahr, in bloßer Orthodoxologie (Wahrheitssprechen) zu verharren, ohne die entsprechende Handlung zu vollziehen. Es wird betont, dass die Wahrheit Christi nur durch ein Leben in Übereinstimmung mit seinen Geboten und die Arbeit an der eigenen Seele erreicht wird. Die endgültige Vollendung dieser Einheit von Praxis und Schau wird im Jenseits erwartet, beginnt aber im gegenwärtigen geistlichen Kampf.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Jak 2,14-18 · Mt 7,21 · Mt 25,11-12 · 1 Kor 13,12 · Röm 3,18 · Mt 28,19

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Christen, die nur philosophisch oder soziologisch interpretieren, sowie Anhänger reiner Orthodoxologie ohne Praxis
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Das Folgende ist ein Auszug aus „Eros der Orthodoxie“, übersetzt von Pater Nicholas Palis und verfasst von Herrn Pantelis Paschou. Basilius der Große sagt in einer seiner Homilien: „Es ist schwer, in das Wort der Wahrheit einzutreten.“ Diese Aussage bezieht sich auf diejenigen, die sich nicht mit dem Glauben, den uns das Evangelium so reichlich geschenkt hat, zur Wahrheit hinwenden. Ein Christ kann das Wort der Wahrheit an dem Ort finden, den Christus für diejenigen vorbereitet hat, die Ihn lieben. Dort, so sagt uns das Evangelium, werden wir Christus, die Selbst-Wahrheit, nicht „in einem Spiegel“ oder „als ein Rätsel“ sehen, sondern „von Angesicht zu Angesicht“, „direkt vor Ihm“, wie die Hagiographen unserer Kirche sagen. Doch seit Jahrhunderten interpretieren Christen die Worte des Herrn und finden ihren eigenen Weg, auf dem sie sich sicher fühlen, um die Wahrheit, das Reich der Himmel, zu erreichen. Die meisten Menschen sagen, es genüge, zu glauben und getauft zu sein, um gerettet zu werden, und betonen die Worte des Herrn ins Extreme: „Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ Glaube und Taufe allein können eine Seele nicht retten, die träge ist und den Nutzen und den Fortschritt, die aus dem Kampf um die Tugend hervorgehen, nicht erfahren hat. Wenn wir mit leeren Händen hingehen, werden wir die Türen der Himmel verschlossen finden, und Christus wird uns sagen: „Geht hin und bringt Öl“, oder „Geht hinweg, ich kenne euch nicht, woher ihr seid.“ Viele lesen das Evangelium, aber sie ignorieren den heiligen Jakobus. Wenn sie auf seine Worte achten würden, würden sie den Mangel erkennen: „Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, aber keine Werke? Kann sein Glaube ihn retten? Wenn der Glaube keine Werke hat, ist er in sich selbst tot … zeigt mir euren Glauben durch eure Werke“ (Jakobus 2:14-18). Ferner würden sie, wenn sie mehr Aufmerksamkeit auf die Worte des Evangeliums richteten, den Apostel Paulus sagen hören: „Sie bekennen, Gott zu sehen, mit ihren Werken aber leugnen sie es, indem sie verabscheuungswürdig und ungläubig und in keinem guten Werk erprobt sind.“ Und wenn sie diesen epigrammatischen Ausspruch hätten: „Nicht jeder, der mir sagt: ‚Herr, Herr!‘, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ Die meisten Menschen, die die wahre Bedeutung der Worte des Evangeliums nicht durchschauen, haben jeweils ihren eigenen Weg gefunden, um die heilsame Wahrheit der Himmel zu erreichen. Satan trübt unsere Geister, und wir halten unsere persönliche Meinung zu den Themen des Evangeliums für korrekt. Die Dämonen stören unsere häretischen Ideen und Interpretationen nicht: „Das Böse zerstört niemals das Böse“, sagt Abba Poemen. Am Ende verlieren wir unsere Orientierung und wenden uns bloßen Philosophien und verschiedenen Organisationen zu, wo wir keine Wärme oder Sicherheit verspüren. Als die Versuchungen des Geistes und des Leibes den heiligen Arsenius umgaben und die Tür (vor ihm) schlossen, riet er sich selbst mit Strenge: „O Arsenius, arbeite daran, das zu vollenden, was du im Sinn hattest, als du die Welt verließest.“ Was sollen wir tun, die wir in jeder Stunde und in jedem Moment in einer viel schwierigeren Lage sind als die des heiligen Arsenius? Wissen wir, ob wir den Fallen entkommen sind, die Satan in der Welt jeden Tag aufstellt? Wissen wir, in welchem schweren geistlichen Zustand wir uns befinden? Wissen wir, was wir wollen? Wissen wir, welchen Weg wir gehen müssen, um das zu finden, nach dem wir uns sehnen? Diejenigen von uns, die nicht wissen, was sie wollen, und nicht versuchen, den Weg zu lernen, den wir einschlagen sollten, um dorthin zu gelangen, werden niemals Fortschritt machen, sagt Abba Dorotheos in seinen „Bußpredigten“, und wir werden in unserem Leben ständig geplagt werden. Orthodoxie und Orthopraxie Hier sollten wir anmerken, dass auch heute viele „Propheten und Lehrer“ erscheinen, um uns den Weg der Wahrheit zu zeigen, der uns in das Reich der Himmel führt. Aber das Wort der Wahrheit erscheint „schwer zu verfolgen“ unter den zeitgenössischen Lehren. Viele versuchen, uns mit einer philosophischen Interpretation der Heiligen Schrift zu gewinnen. Andere mit einer soziologischen Natur, andere mit unterschiedlichem Inhalt, der als Reflexion der orthodoxen Erfahrung präsentiert wird. Unter diesem Dach präsentieren sich viele Gruppen und Lehrer, die glauben, dass nur sie die korrekte Orthodoxie lehren. So haben wir eine Fülle von Menschen, die auf der Oberfläche orthodoxologisieren (d. h. von der Orthodoxie sprechen), und wenn all diese nicht fanatische Anhänger der Orthodoxologie, sondern der Orthopraxie wären, wie es unsere heilige Orthodoxie wünscht, dann wäre es viel besser. Der Friede und die Liebe Gottes würden dauerhaft unter uns herrschen. Und die Voraussetzungen, den richtigen Weg zu finden, der zur Selbstwahrheit, zu Christus führt, wären für uns leichter zu finden. Die Orthodoxie der Worte scheint mit Kühnheit und großer Frechheit zu erblühen. Über viele Jahrhunderte hinweg kennt die Tradition unserer Heiligen Kirche nur eine heilige Orthodoxie: jene, die von der Orthopraxie begleitet wird, die Orthodoxie, die von der homologen Handlung gefolgt wird. Um Missverständnisse zu vermeiden, werden wir diese Auslegung abschließen. Die Heiligen Väter als Ausleger des Evangeliums Zu der zuvor erwähnten Frage bezüglich der persönlichen Ansichten und der Auslegung des Evangeliums müssen wir sagen, dass sie egoistisch ist. Es gibt wenig Hoffnung für den Sünder, es allein zu nähern, wenn er nicht zu den natürlichen Auslegern des Wortes Gottes, den heiligen Vätern, greift. So wie die Orthodoxe Kirche ohne die Tradition der Heiligen Väter nicht verstanden werden kann, so ist es uns nicht gestattet, ohne das Licht der heiligen Erfahrung der Väter unserer Kirche nach dem Weg zum Heil und zur Findung der Wahrheit zu suchen. Der Weg, den sie uns zeigen, abgesehen davon, wie jeder ihn ausdrückt, ist jener, der mit diesem patristischen Spruch erleuchtet wird: „Gib Blut und empfange Geist“; mit anderen Worten, ringe mit den Geboten Christi, um die Erreichung der Tugenden zu erlangen, und so wirst du die Schau Gottes erreichen. Mit anderen Worten, die Praxis wird zu einem Schritt für den Menschen, um zur Schau aufzusteigen. „Aber es ist ein Schritt, wenn der Mensch die Gebote hält und nach den Geboten lebt. Dann wird er ein Theologe, der der Göttlichkeit würdig ist. Er erreicht das Reich der Himmel, das nichts anderes ist, als ‚in der reinsten und vollkommensten Erkenntnis Gottes, des vollkommensten der Wesen, erfolgreich zu sein‘, ein Werk, das in diesem Leben beginnt und im anderen Leben vollendet wird“ (B. Tataki, „Der Beitrag der Kappadokier zum christlichen Denken“, S. 161). Die meisten Heiligen Väter zeigen diese Einheit von Schau und Praxis als einen sicheren Weg, durch den wir unser Heil erlangen. Die Schau erhebt uns zu den Höhen und führt uns ins Allerheiligste, „sie bringt unseren Verstand zum Vertrauten zurück. Die Praxis empfängt Christus, sie dient Ihm, und sie zeigt die Kraft ihrer Liebe zu Ihm“ (ebd., S. 169). Die Einheit von Praxis und Schau Wenn man diese Gedanken vereinfachen wollte, müssten wir feststellen, dass Praxis und Schau zwei Handlungen sind: der Akt des Willens und die Schau des Denkens. Wenn wir unter dem Wort Schau einfaches Wissen verstehen, ist die Schau eine Projektion der Praxis und hat eine enge Beziehung zu unserem Willen, unserem appetitiven Aspekt. Diese Schau spiegelt unsere Erfahrung wider. Jenseits dieser Schau, die als der Praxis gegenüberstehend definiert wird (eine Bedeutung, die heute von den meisten Menschen in der theoretischen Philosophie, Wissenschaft, Kunst usw. verwendet wird), existiert die Schau, die die mystischen Philosophen der Orthodoxie betrifft und die das freudvolle Ergebnis der Begegnung der gereinigten Seele des Gläubigen mit dem Heiligen Geist ist. Wenn die Seele nicht zu ihrer ersten Reinheit und uralten Schönheit zurückkehrt, ist es unmöglich, diese Schau zu erreichen. Wenn der Christ jedoch seine Theosis, seine „Gleichförmigkeit“ mit dem Bild Christi, als sein letztes Ziel hat, und wenn er glaubt, dass Christus mystisch hinter den Geboten existiert, die Er uns gegeben hat, und dass Er sich uns im Maß der Wirksamkeit seiner göttlichen Gebote offenbart, dann müssen wir glauben, dass man nur durch die Praxis in die Undurchdringlichkeit des „Wissens“ und der mystischen Schau eintreten kann. Die Wahrheit des Christentums beruht genau auf Christus, „der handelte und lehrte“ die Selbstwahrheit, in die die Heiligen unserer Kirche „indem sie handelten und lehrten“ eintraten. Die heiligen Väter wandten sich auf diesem göttlichen Weg, das Schwert schwingend, das uns das Evangelium befiehlt, nicht nur, wenn andere irregehen, sondern auch wegen ihrer persönlichen Sünden, indem sie zu Gott riefen, sie zu vergeben: „Weine über die Sünden“, sagt Basilius der Große. „Diese Seelenkrankheit ist der Tod des Unsterblichen, dies ist des Trauerns und des unablässigen Klagens würdig.“ Sie fühlten sich nicht bereit oder würdig, Christus in der Schau zu begegnen, wenn sie nicht das geistliche Gewand trugen. Und das geistliche Gewand und die Bekleidung werden gewebt, „wenn durch das lehrhafte Wort die Praxis zusammengefügt wird“. Der göttliche Maximus der Bekenner analysiert dies in seinen „theologischen“ Kapiteln sehr tiefgründig. Da der Verstand das lebendige Gedächtnis Gottes hat, sucht er, den Herrn nicht nur in der Schau, sondern auch mit der Furcht Gottes zu begegnen, mit anderen Worten mit der Übung seiner Gebote. Wer den Herrn nur durch die Schau, ohne Praxis, finden will, wird ihn nie finden. Wer ihn mit verwirklichter Schau sucht, dem lehrt Christus, wie die Gebote zu tun sind, und offenbart die Wahrheit der Wesen, Worte und Dinge. Hier müssen wir die tiefsinnige Aussprache des Abba Philemon in Erinnerung rufen, die für die meisten Menschen unverständlich erscheint. Die Aussprache bezieht sich auf jene, die kämpfen und in einem fortwährenden geistlichen Kampf stehen. Abba Philemon sagt, dass Tugend und Übel den Verstand blind machen: Die Tugenden hindern ihn daran, Tugenden zu sehen, und die Übel hindern ihn daran, Übel zu sehen. Wenn der Kampf aufhört und „er der geistlichen Gaben würdig gemacht wird, dann wird er vom Licht umgeben, schwer von der Gnade bearbeitet und hat in der Schau der geistlichen Dinge unerschütterlich gestanden. Ein solcher ist nicht an die Dinge hier gebunden, sondern ist vom Tod zum Leben übergegangen“. Ferner müssen wir beachten, dass wir in diesem gegenwärtigen Leben, mit all unserem Fortschritt auf dem Weg zur Vollkommenheit, bis zur höchst erreichbaren Maßnahme in Praxis und Schau, Erkenntnis, Weissagung und die Verlobung des Heiligen Geistes nur teilweise und nicht in der Fülle empfangen, die wir erlangen werden, wenn wir „zu Ende kommen“, in der Ausdrucksweise des Apostels Paulus, „ein vollkommener Mann zu sein, zu einem reifen Alter, der Fülle Christi, in dem die Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind“. Dann werden „die Dinge im Teil“ aufgehoben werden. Das praktische Leben ist, nach den heiligen Vätern, das Halten der Gebote Christi, das uns von den Leidenschaften der Sünde reinigt und uns in den Zustand des Glanzes unter dem wohltätigen sanften Wind der Gnade bringt. Das schauliche Leben wird durch drei Dinge ganz und makellos: „durch den Glauben, die Teilnahme an der Energie des Heiligen Geistes und die Mitteilung der Weisheit“. Die Ehe des praktischen mit dem schaulichen Leben gibt den Weg, den die Väter der Orthodoxie eingraviert haben, für die Erlangung der Seligkeit, für den Eintritt in das Reich der Himmel. Bestimmte Seiten aus der orthodoxen Mystik zeigen uns dieses schöne Ergebnis, zu dem die großen Mystiker der Kirche gelangten. „Mein Gesicht strahlt“, sagt der heilige Symeon der Neue Theologe, „wie das Gesicht meines Geliebten, und all meine Glieder werden hell. Dann werde ich schöner als die Schönen, reicher als die Reichen, stärker als die Starken, größer als die Kaiser und kostbarer als jegliches Objekt, sei es auf der Erde oder im Himmel.“ Mit diesen Worten kann man die Definition der Schau verstehen, die der heilige Kallistos Kataphygiotis gab: „Schau ist Erkenntnis der begreiflichen Dinge, daher in den wahrnehmbaren Dingen“. Für die heiligen Väter sind Schau und Praxis zwei untrennbare Dinge. So wie sowohl die Seele als auch der Körper zusammen den Menschen ausmachen, so umfasst die Praxis mit der Schau die „erkenntnisreiche Weisheit“, die rettet. Beide sind an ein schönes und harmonisches Ganzes gebunden. Praxis ist „aktiviertes“ Schau, und Schau ist „Praxis“, „die zum Mysterium des Glaubens führt“. Praxis wird durch die Wege der Tugend erhellt; Schau wird durch göttliche Gedanken erleuchtet. Wer seine Seligkeit liebt und für sie kämpft, muss durch Praxis und Schau hindurchgehen, „wobei jede die andere in sich enthält und keine von der anderen getrennt ist.“ „Ohne Tugend und Erkenntnis“, sagt der heilige Maximus, „wird niemand je die Seligkeit erlangen.“ Der heilige Elias der Ältere und Jurist sagt, dass der Anfang jedes Guten „ein geübtes Wort und ein vernünftiges Werk“ ist, und aus diesem Grund ist die Praxis ohne das gute Wort nicht gut, noch ist das Wort ohne Praxis gut. So gibt es keine sichere Handlung außerhalb der Schau oder eine wahre Schau außerhalb der Handlung. Hier besteht eine Analogie bezüglich der Praxis und Schau des geistlichen Menschen mit einem Schiff und den Segeln, die sich ausbreiten, damit der Wind sie in Bewegung setzt. Wenn das Schiff (die Handlung) unverhältnismäßig kleiner oder größer ist als die Segel (die Schau), besteht die Gefahr, entweder reglos zu bleiben, vom Wind gekippt zu werden oder dass die Segel zerrissen werden. Was kommt zuerst, Praxis oder Schau? „Die Praxis ist das Aufbauen der Schau.“ Aber auch „die von der Schau beraubte Praxis verdorrt“, gemäß dem heiligen Neos dem Asketen. „Dies ist Klugheit und Tapferkeit, Weisheit und ungeschminkte und unveräußerliche Erkenntnis, durch praktische Tugend zum Schöpfer aufzusteigen“, gemäß dem Wort des heiligen Johannes von Damaskus. Praxis, gemäß den heiligen Vätern, ist immer mit der Schau verbunden. Aber welche der beiden geht zuerst? Der heilige Elias der Ältere sagt, dass für die „vernünftigeren“ die Schau der Handlung vorausgeht. Für die „rohen“ geht die Praxis der Schau voraus. Jedoch enden beide mit demselben „Gut“. Der heilige Kallistos Kataphygiotis sagt, dass es eine Praxis gibt, die der Schau vorausgeht, und eine Praxis, die der Schau folgt. Zuerst gibt es diejenige, die die Triebe des Körpers zügelt und sie logisch der Verfügung des Verstandes unterstellt, welche vom sinnlichen zum noetischen fortschreitet. Die zweite „beginnt vom Verstand, geistig im Geist, wird über den Verstand hinaus zusammengefasst, der Gott ist, dem sich der sich nähernde Verstand vereinigt, denn Gott ist einer.“ Jedoch wird jede Praxis oder Schau zum Einen über dem Verstand, das heißt Gott, gezwungen, „über den er nicht hinausgehen kann und vergeblich wird der Verstand zu handeln oder zu theoretisieren scheinen.“ So wird das Geheimnis unserer Seligkeit immer am Ende eines hellen Weges, durch viel Schmerz und Kampf, durch die Gnade Gottes offenbart, wenn wir durch die korrekte Praxis zur Schau hindurchgehen. Das Vorliegende wurde vollendet, in den Jahren eins tausend, vierundsechzig und neun hundert, am ersten Sonntag der Fastenzeit, der Orthodoxie. (Seine zweite Veröffentlichung und in dieser Reise im Jahr eins neun hundert und dreiundsiebzig.) Wenn jemand hierin Seiten von irgendeinem kleinen Wert findet, so bete er zum göttlichen Allwissenden, den Autor zusammen mit jedem Leser zu schützen. Amen. Bußfertiges Kathisma Ton 4 Josef war erstaunt Durch den Dunst der Leidenschaften und die Freuden des Lebens ist der Verstand meiner elenden Seele verdunkelt, er kommt nicht zum Gedanken der Buße. Hab aber Erbarmen, o Retter, mit dem Mutlosen, und gib mir den Gedanken der Buße, damit ich vor meinem Ende zu deinem Erbarmen, o Herr, ausrufen kann. Christus, mein Retter, verzweiflungsvoll rette mich, den Unwürdigen. Der Beitrag Die Praxis und Schau Gottes in der Orthodoxie erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
The following in an excerpt from “Eros of Orthodoxy,” translated by Fr. Nicholas Palis and written by Mr. Pantelis Paschou. Basil the Great in one of his homilies says, “It is difficult to enter into the word of truth.” This saying refers to those who don’t gravitate to the truth with the faith that the Gospel so richly granted us. A Christian can locate the word of truth in the place Christ prepared for those who love Him. There, the Gospel tells us we will see Christ, the self-truth, not “in a reflection” or “as an enigma,” but “face to face,” “directly before Him,” as our Church’s hagiographers say. However, for centuries, Christians interpret the Lord’s saying, finding their own road in which they feel safe, in order to reach the truth, the Kingdom of the Heavens. Most people say that it’s enough for one to believe and be baptized and be saved, stressing the words of the Lord to extreme: “He who believes and is baptized will be saved, while he who disbelieves will be condemned.” Faith and baptism alone can’t save a soul that is indolent and has not experienced the benefit and progress derived from the struggle for virtue. If we go with empty hands, we will find the doors of the heavens shut, and Christ will tell us: “Go bring oil,” or “Go away, I don’t know who you are or where you came from.” Many read the Gospel but ignore Saint James. If they paid attention to his words, they would see the deficiency: “What does it profit, my brethren, if a man says he has faith but has not works? Can his faith save him? If faith does not have works, by itself it is dead … show me your faith by your works” (James 2:14-18). Furthermore, by paying more attention to the words of the Gospel, they would hear the Apostle Paul say: “They confess to seeing God, by their works they deny it, being abominable and disbelieving and untried in any good work.” And if they had this epigrammatic saying: “Not everyone who tells me, ‘Lord, Lord,’ shall enter into the Kingdom of the Heavens, but he who does the will of my Father in the heavens.” Most people not discerning the true meaning of the words of the Gospel have each found their own road to reach the salutary truth of the heavens. Satan clouds our minds, and we find our personal opinion on the Gospel’s topics as correct. The demons don’t disturb our heretical ideas and interpretations: “Wickedness never ruins wickedness,” says Abba Poemen. In the end we lose our orientation, turning to bare philosophies and different organizations, where we feel no warmth or security. When the temptations of the spirit and body surrounded St. Arsenius and closed the door (on him), he advised himself with strictness: “Oh Arsenius, labor to finish that which you had in your mind when you left the world.” What should we do, who at every hour and moment are in a much more difficult position than that of St. Arsenius? Do we know if we have escaped the traps that Satan sets in the world, every day? Do we know in what a grievous spiritual state we are in? Do we know what we want? Do we know what road we must take to find what we long for? Those of us who don’t know what we want and don’t attempt to learn the road we should take to get there will never make progress, says Abba Dorotheos in his “Compunctionate Sermons,” and we will continually be afflicted in our lives. Orthodoxy and Orthopraxy Here we should comment that today as well, many “prophets and teachers” appear to show us the road of truth that brings us to the Kingdom of the Heavens. But the word of truth appears “difficult to pursue” amongst contemporary teachings. Many attempt to win us over with a philosophical interpretation of the Holy Scripture. Others with a sociological nature, others with different content presented as a reflection of Orthodox experience. Under this umbrella, many groups and teachers present themselves, who think that they alone teach the correct Orthodoxy. Thus we have a plethora of people who on the surface orthodoxologize (i.e., speak of Orthodoxy), and if all of these were not fanatic followers of Orthodoxology but of Orthopraxy, which our holy Orthodoxy wishes, then things would be much better. God’s peace and love would permanently reign amongst us. And the presuppositions to find the correct road leading to the self-truth, to Christ, would be easier for us to find. The Orthodoxy of words seems to blossom with boldness and great audacity. Throughout many centuries the tradition of our Holy Church knows only one holy Orthodoxy: that which is accompanied by Orthopraxia, the Orthodoxy that is followed by the homologous action. In order to avoid misunderstandings, we will conclude this commentary. The Holy Fathers as interpreters of the Gospel On the issue we previously mentioned regarding the personal viewpoints and interpretation of the Gospel, we must say it is egotistical. There is little hope for the sinner to approach it alone, if he doesn’t resort to the natural interpreters of the word of God, the holy Fathers. Just as the Orthodox Church can’t be understood without the Tradition of the Holy Fathers, thus it is not permissible for us to search for the way to salvation and of finding the truth without the light of the holy experience of the Fathers of our Church. The road which they show us, exclusive of the way each expresses it, is that which is enlightened with this Patristic saying: “Give blood and receive spirit”; in other words, struggle with the commandments of Christ to achieve the attainment of the virtues, and thus you will reach the vision of God. In other words, praxis becomes a step for man to ascend to vision. “But it is a step, when man keeps the commandments and lives by the commands. Then he becomes a theologian worthy of divinity. He reaches to the Kingdom of the heavens, which is none other than to ‘succeed in the purest and most perfect knowledge of God, the most perfect of beings,’ a work which begins in this life and is completed in the other life” (B. Tataki, “The Contribution of Cappadocia in Christian Thought,” p. 161). Most of the Holy Fathers show this union of vision and praxis as a secure road through which we gain our salvation. Vision elevates us towards the heights, leading us to the holy of holies, “it returns our mind to the familiar. Praxis receives Christ, it serves Him, and it shows the power of her love towards Him” (op. cit., p. 169). The union of praxis and vision If one wanted to simplify these thoughts, we would have to note that praxis and vision are two actions: the act of will and the vision of thought. If under the word vision we understand simple knowledge, vision is a projection of praxis and has a close relationship with our will, our appetitive aspect. This vision reflects our experience. Beyond this vision, however, which is defined as opposing praxis (a meaning used by most people today in theoretical philosophy, scholarship, art, etc.), there exists the vision which concerns the mystical philosophers of Orthodoxy and which is the gladsome result of the purified soul of the believer encountering the Holy Spirit. If the soul does not return to its first purity and ancient beauty, it is impossible to reach this vision. If the Christian, however, has as his ultimate aim his theosis, to become “conformed” to the image of Christ, and if he believes that Christ mystically exists behind the commands He gave us and is revealed to us in the measure of the working of his divine commands, then we must believe that only by praxis may one enter into the impenetrableness of “knowledge” and of mystical vision. The truth of Christianity rests exactly on Christ “who acted and taught” the self-truth in which the praxis and vision the Saints of our Church entered into “having acted and taught.” The Holy Fathers proceeded down this divine road, holding the sword which the Gospel tells us, not only when others go astray but for their personal sins, crying for God to forgive them: “Cry over sins,” says Basil the Great. “This illness of soul is the death of the immortal, this is worthy of mourning and unceasing wailing.” They did not feel ready or worthy to approach Christ in vision, if they didn’t wear the spiritual garment. And the spiritual garment and garb is woven “when by the didactic word, praxis, is knitted.” The divine Maximos the Confessor analyzes this very deeply in his “theological” chapters. Since the intellect has the memory of God alive, it seeks to approach the Lord not only in vision but also with fear of God, in other words with the exercising of His commandments. Whoever wishes to find the Lord by vision alone, without praxis, will never find Him. Whoever seeks Him with actualized vision, Christ teaches him how to do the commandments and reveals the truth of beings, words and things. Here we must recall the profound saying of Abba Philemon, which seems incomprehensible to most people. The saying refers to those who struggle and are in a continual spiritual battle. Abba Philemon says that the virtue and evil make the intellect blind: the virtues prevent him from seeing virtues, and evils prevent him from seeing evils. When the battle stops and “he is made worthy of spiritual gifts, then he becomes surrounded by light, heavily worked upon by grace, and has stood unyielding in the vision of spiritual things. Such a one is not tied down to things here but has moved from death to life.” Furthermore, we must note that in this present life, with all our progress on the way to perfection, up to the highest achievable measure in praxis and vision, we receive knowledge, prophecy, the betrothal of the Holy Spirit only in part and not in the fullness we will acquire when “we end up,” in the Apostle Paul’s expression, “to be a perfect man, to a mature age, of the fullness of Christ, in which the treasures of wisdom and knowledge are hidden.” Then “the things in part” will be abolished. The practical life, according to the Holy Fathers, is the keeping of Christ’s commandments, which purifies us from the passions of sin and brings us to the state of brilliance under the beneficial gentle wind of grace. The visionary life becomes whole and flawless with three things: “through faith, participation of the energy of the Holy Spirit and the notification of wisdom.” The marriage of the practical to the visionary life gives the road that the Fathers of Orthodoxy engraved, for the acquisition of salvation, for the entrance into the Kingdom of the heavens. Certain pages from Orthodox mysticism show us that beautiful result, to which the great mystics of the Church reached. “My face shines,” says St. Symeon the New Theologian, “like the face of my Beloved, and all my members become bright. Then I become more beautiful than the beautiful, richer than the rich, stronger than the strong, greater than the emperors, and more precious than any object whatsoever, either on earth or in heaven.” With these words one may understand the definition of vision which St. Kallistus Kataphygiotis offered: “Vision is knowledge of the comprehensible things, therefore in the perceivable things.” For the Holy Fathers, vision and praxis are two inseparable things. Just as both the soul and body together comprise man, thus praxis with vision comprises the “knowledgeable wisdom” which saves. Both are tied to a beautiful and harmonious whole. Praxis is vision “activated,” and vision is “praxis,” “leading to the mystery of faith.” Praxis is brightened with the ways of virtue; vision is enlightened by divine thoughts. Whoever loves and struggles for his salvation must pass through praxis and vision, “each containing the other and neither separated from the other.” “Without virtue and knowledge,” says St. Maximos, “no one will ever gain salvation.” The holy Elias the Elder and lawyer says that the beginning of every good is “a practiced word and a rational work,” and for this reason praxis is not without the word good, nor is the word without praxis good. Thus there is no safe action outside of vision or true vision outside of action. There is an analogy here relating to the praxis and vision of the spiritual person with a ship and the sails that spread out for the wind to set them in motion. If the ship (the action) is disproportionately smaller or larger than the sails (the vision), it is in danger of either remaining motionless, of being overturned by the winds, or of the sails being torn. Which comes first, praxis or vision? “Praxis is the mounting of vision.” But also “praxis deprived of vision withers,” according to Saint Neilus the Ascetic. “This is prudence and bravery, wisdom and knowledge unfeigned and inalienable wealth, to rise to the creator by practical virtue,” according to the word of Saint John Damascene. Praxis, according to the Holy Fathers, is always combined with vision. But which of the two goes first? St. Elias the Elder says that to the “more reasonable,” vision precedes action. To “the crude,” praxis precedes vision. However, both end with the same “good.” St. Kallistus Kataphygiotis says that there exists praxis that precedes vision and praxis that follows vision. First there is that which curbs the body’s drives and places it logically at the disposition of the intellect, which proceeds from the sensorial to the noetic. The second “starts from the intellect, mentally in spirit, is gathered up beyond the intellect, which is God, to whom the approaching intellect becomes one, for God is one.” However, each praxis or vision is compelled towards the One beyond the intellect, in other words God, “of which he cannot surpass and in vain will the intellect appear to act or theorize.” Thus the mystery of our salvation is always found at the end of a bright road, through much pain and struggle, is revealed to us by the grace of God, when we pass through the correct praxis towards vision. The present was finished, in the years one thousand, sixty-four and nine hundred, the First Sunday of Lent, of Orthodoxy. (Its second publication and in this journey in one thousand nine hundred and seventy-three.) If one finds in this any pages of any small value, let him pray to the divine Omniscient One to protect the author along with every reader. Amen. Compunctionate Kathisma Tone 4 Joseph was Amazed By the haze of the passions and the pleasures of life, The intellect of my wretched soul is darkened, does not come to the thought of compunction. But have compassion, O Savior, on the fainthearted one, And give me thought of compunction so that I may cry out before my end to your compassion, O Lord. Christ, my Savior, despairing Save me, the unworthy one. The post The Praxis and Vision of God in Orthodoxy appeared first on OCN .