Queer-Community · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Redemption Without Permission
Queer Theology Podcast ·
Queer Theology Podcast ·
2026-10-04
· Quelle
Umkehr · Hauptbotschaft
Wahrhaftigkeit · tragend
Gemeinschaft
Die Bekehrungserfahrung des Paulus legitimiert queere Christen, ohne die Erlaubnis institutioneller oder heteronormativer Autoritäten ihre eigene theologische Identität zu leben und zu predigen.
Das inspiriert mich wirklich als queere Person zu denken, dass ich nicht um Erlaubnis bitten muss, um queere Theologie zu betreiben. Ich muss die queere Geschichte oder die queere Erzählung nicht heterosexuellen Christen anvertrauen, weil sie vertrauenswürdiger sind, oder?
Der Text ist ein Ausschnitt aus einem Queer-Theologie-Podcast, in dem die Gastgeber Brian G. Murphy und Shannon T. Elkerns den Bibelabschnitt Galater 1,11-24 auslegen. Sie identifizieren sich mit der Bekehrungsgeschichte des Paulus und übertragen diese auf ihre eigene Erfahrung als queere Christen. Ein zentrales Motiv ist die Erlösung von pastem Handeln und Schuldgefühlen, die es ermöglicht, ein neues Evangelium zu predigen. Die Sprecher betonen, dass man nicht die Erlaubnis von heterosexuellen oder institutionellen Autoritäten braucht, um queere Theologie zu betreiben. Stattdessen wird dazu ermutigt, die eigene Erzählung zu vertrauen und eigene Strukturen zu schaffen, wenn bestehende nicht inspirieren. Es wird eine Spannung zwischen der Notwendigkeit von Wiedergutmachung für vergangenes Unrecht und der Freiheit, neu anzufangen, herausgearbeitet. Der Text richtet sich an LGBTQ+-Christen und Unterstützer, um sie in ihrer religiösen Praxis zu bestärken.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird besser, Entwicklung zum Guten (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- um Erlaubnis bitten (innerlich)
- Wiedergutmachung leisten (zwischenmenschlich)
- das Eigene schaffen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Gal 1,11-24
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3, benannt: heterosexuelle Christen / institutionelle Autoritäten
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Willkommen beim Queer-Theologie-Podcast. Ich bin Brian G. Murphy. Und ich bin Vater Shannon T. Elkerns. Wir sind die Mitbegründer von QueerTheology.com und eure Gastgeber. Von der Genesis bis zur Offenbarung verkündet die Bibel gute Nachrichten an LGBTQ+-Menschen, und wir möchten euch zeigen, wie das geschieht. Schaltet jeden Sonntag ein für Gespräche über das Christentum, Queerness und Transness und wie sie einander bereichern können. Wir freuen uns, dass ihr hier seid. Diese Woche betrachten wir die Lesungen des Lektionars für den Sonntag, und zwar werden wir uns speziell mit dem Galaterbrief-Abschnitt befassen. Das ist Galater 1,11-24. Also, Shay, wenn du diesen Abschnitt liest, was kommt bei dir auf? Ich denke, eines der ersten Dinge, die bei mir aufkommen, ist wirklich, mich mit Paulus und mit der Person zu identifizieren, die er früher war, weißt du, aufgewachsen in einer fundamentalistischen evangelikalen Kirche. Ich habe definitiv Theologie betrieben und verschiedene Arten von Evangelisation und Missionsreisen und so etwas gemacht, bei denen ich mich heute schäme. Ich habe sogar Dinge protestiert, die ich heute unterstützen würde. Und ich habe viele Jahre damit verbracht, mich dafür extrem schuldig zu fühlen und das Gefühl zu haben, ich hätte kein Recht, das Evangelium zu predigen oder in der Kirche zu sein, weil ich all diese schrecklichen Dinge getan hatte. Und so gibt es für mich hier eine Resonanz, wenn ich mir das Leben von Paulus ansehe und das Gefühl habe, dass ich von dem erlöst werden kann und ich mich für all diese Dinge, die ich getan habe, bekehren kann und trotzdem jetzt ein neues Evangelium predigen kann. Ja, das ist, ich verstehe dich da. Ich war wirklich fixiert darauf, dass wir diejenigen waren, die gerettet wurden, und deshalb musste ich all meine Freunde retten, was aus einem guten Ort kommt. Aber ich habe auch meiner Freundin gesagt, dass ihr Vater in die Hölle gehen würde, weil er Jude war. Und das ist eine wirklich vermurkste Sache, eine vermurkste Sache, die man jemandem antut. Auch, das steht natürlich nicht in diesem Abschnitt, aber ich identifiziere mich mit der Geschichte von Paulus und seiner Bekehrungserfahrung, dass das Coming-out und die Erkenntnis, dass ich queer bin, Teil meiner Bekehrung zu einer neuen Art des Christentums war. Und ich kann sozusagen das Christentum betrachten, dem ich vor dem Coming-out folgte, und das Christentum, dem ich nach dem Coming-out folgte. Und wenn ich das dann mit den Evangelien vergleiche, die wir tatsächlich, weißt du, letzte Woche über das Evangelium von Jesus und diese verschiedenen Evangelien gesprochen haben. Mein Evangelium nach dem Coming-out stimmt näher mit dem Evangelium überein, das wir Jesus predigen sehen. Und so identifiziere ich mich auch mit dieser Idee der Bekehrungserfahrung und ich gehe voran und tue eine neue und andere Arbeit. Ja. Ja, der andere Teil dieses Abschnitts, der mich wirklich inspiriert, ist, wenn Paulus darüber spricht, wie er, als er sich von Gott berufen fühlte, sich nicht die Mühe machte, bei einem Menschen um Erlaubnis zu bitten. Er ging nicht hinauf, um es mit den anderen Aposteln zu überprüfen. Er bat nicht um Erlaubnis oder um Autorität von anderen Menschen. Und das inspiriert mich wirklich als queere Person zu denken, dass ich nicht um Erlaubnis bitten muss, um queere Theologie zu betreiben. Ich muss die queere Geschichte oder die queere Erzählung nicht heterosexuellen Christen anvertrauen, weil sie vertrauenswürdiger sind, oder? Dass ich meiner eigenen Erzählung wirklich vertrauen kann und dass das für mich wirklich eine inspirierende Sache ist. Ja, also wenn du über diesen Text predigen würdest, welche sind einige der wichtigsten Punkte, die du ansprechen möchtest? Ich würde definitiv über Erlösung sprechen und über die Tatsache, dass das, was du in der Vergangenheit getan hast, nicht unbedingt deine Zukunft bestimmen muss. Aber auch, da gibt es für mich eine gewisse Spannung darin, über die ich auch predigen würde, dass du Wiedergutmachung leisten musst, wenn du kannst. Das ist nicht immer möglich, aber so weit wie möglich, Wiedergutmachung leisten. Das bedeutet nicht, dass du jetzt einfach tun kannst, was du willst, nur weil deine Vergangenheit vergeben ist. Richtig. Und dann würde ich auch predigen, dass man Menschen dazu ermutigen sollte, einfach durchzuziehen. Bitte nicht unbedingt um Erlaubnis bei deiner Kirche. Wenn du etwas brauchst und es nicht existiert, erschaffe es. Wenn das Evangelium, das dir gesagt wird, dich nicht inspiriert, dann ergreife, was inspirierend ist, und geh daran. Ich denke, das ist eine wirklich inspirierende Botschaft, die man von einem Prediger oder einem Pastor zu hören bekommt, da wir so oft das Gefühl haben
als ob wir ihre Führung folgen sollten. Wir haben dies in anderen Podcasts bereits angesprochen, aber es ist die Erlaubnis vom Pult aus, das Eigene zu schaffen und das Evangelium zu eigen zu machen. Ich denke, es war eine wichtige Botschaft, die man als jemand, der auf den Kirchenbänken sitzt, hören konnte. Der Queer-Theologie-Podcast ist nur eines von vielen Dingen, die wir auf queertheology.com tun, wo Ressourcen, Gemeinschaft und Inspiration für LGBTQ-Christen und heterosexuelle cisgeschlechtliche Unterstützer bereitstehen, um tiefer in die Aktion einzutauchen. Besucht uns auf queertheology.com. Ihr könnt uns auch online auf Facebook, Twitter, Tumblr und Instagram kontaktieren. Wir sehen uns nächste Woche.
Wortlaut im Original
Welcome to the Queer Theology podcast. I'm Brian G. Murphy. And I'm Father Shannon T. Elkerns. We're the co-founders of QueerTheology.com and your hosts. From Genesis to Revelation, the Bible declares good news to LGBTQ plus people, and we want to show you how. Tune in each week on Sunday for conversations about Christianity, queerness and transness and how they can enrich one another. We're glad you're here. This week, we're looking at the lectionary readings for Sunday, and specifically, we're going to be tackling the Galatians passage. That's Galatians 1.11-24. So, Shay, when you read this passage, what comes up for you? I think one of the first things that comes up for me is really identifying with Paul and with the person that he used to be, you know, growing up in a fundamentalist evangelical church. I definitely held theology and did types of evangelism and missions, trips and stuff that now I cringe at. I mean, I even protested things that now I would support. And I spent a lot of years feeling like super guilty about that and feeling like I have no right to preach the Gospel or to be in the church because I had done all of those terrible things. And so there's some resonance for me here in looking at Paul's life and feeling like I can be redeemed from that and I can repent from all of those things that I did and can still now preach a new Gospel. Yeah, that is, I hear you on that one. I was really fixated on, we were the ones that were saved, and so I had to get all my friends saved, which comes from a good place. But I also told my friend that her dad was going to hell because he was Jewish. And that's a really messed up thing, a messed up thing to do to someone. I also, it's not in this passage, obviously, but resonate with the story of Paul and his conversion experience that coming out and realizing that I was queer was part of my conversion to a new type of Christianity. And I can sort of look at the Christianity that I followed pre-coming out and the Christianity that I followed post-coming out. And then when I compare that to the Gospels actually that, you know, we talked last week about the Gospel of Jesus and these different Gospels. My post-coming out Gospel lines up closer with the Gospel that we see Jesus preaching. And so I also resonate with this idea of conversion experience and I'm going forward and doing a new and a different work. Yeah. Yeah, the other piece of this passage that really inspires me is when Paul talks about how, when he felt called by God that he didn't bother to ask for permission from any human being. He didn't go up to check it out with the other apostles. He didn't ask for permission or for authority to come from other people. And that really inspires me as a queer person to think that I don't have to ask for permission to do queer theology. I don't have to entrust the queer story or the queer narrative to straight Christians because they're more trustworthy, right? That I can really trust my own narrative and that that's really an inspiring thing for me. Yeah, so if you're gonna preach on this text, what are some of the key points that you want to hit? I would definitely talk about redemption and the fact that what you've done in the past doesn't necessarily need to dictate your future. But also, so there's some tension in there for me that I would also want to preach about like you need to make amends if you can. That's not always possible, but as much as possible, make amends. It doesn't mean that you can just like do whatever you want now that your past is forgiven. Right. And then I would also preach about telling people to like go for it. Don't ask permission from your church necessarily. Like if you need something and it doesn't exist, create it. If the gospel that you're being told isn't inspiring to you, then like grasp what's inspirational and go for it. I think that's a really inspiring message that to hear from a preacher or a pastor in particular that so often we feel like we're supposed to follow their lead. So we've touched on this in other podcasts actually, but it's permission from the pulpit to go and create your own thing and make the gospel your own. I think it was an important message to hear as someone sitting in the pews. The queer theology podcast is just one of many things that we do at queertheology.com, which provides resources, community and inspiration for LGBTQ Christians and straight cisgender supporters to dive into more of the action. Visit us at queertheology.com. You can also connect with us online on Facebook, Twitter, Tumblr and Instagram. We'll see you next week.