Liberal · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Siman Tov: Making Sense of the Coincidental and Beyond
ohne Namen ·
Central Synagogue New York - Predigten ·
2026-10-09
· New York
· Quelle
Dankbarkeit · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Gemeinschaft · tragend
Scheinbare Zufälle und ungewöhnliche Erfahrungen sollten als offene Zeichen mit Dankbarkeit empfangen werden, ohne sie zur Wahrsagerei zu machen, und daran gemessen werden, ob sie zu den Werten der Tora führen.
Besser ist es, offen für mehrere Möglichkeiten zu bleiben.
Der Text erzählt von einer zufälligen Begegnung mit einem Schmetterling im Museum of the City of New York, die sich als wiederkehrendes Symbol für mehrere Menschen mit Trauererfahrungen herausstellt. Der Rabbiner fragt, wie jüdische Quellen mit übernatürlichen Botschaften und scheinbaren Zufällen umgehen. Er verweist auf die Midrasch, die Wunder in die Schöpfung eingebettet sieht, und auf den Talmud, der Träume als Sechzigstel der Prophetie bezeichnet. Die zentrale Empfehlung ist, Deutungen locker zu halten und offen für mehrere Möglichkeiten zu bleiben. Ein Zeichen soll nicht zur Wahrsagerei werden, die eigene Entscheidungen übernimmt, sondern als Geschenk mit Dankbarkeit empfangen werden. Die Deutung sollte zu den Werten der Tora führen: Leben schätzen, Mitmenschen sorgen, Verstorbene ehren. Der Text schließt mit dem Aufruf, Augen, Herzen und Gedanken offen zu halten für Zeichen in der Welt.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Deutungen locker halten (innerlich)
- Zeichen mit Dankbarkeit empfangen (innerlich)
- Mit anderen ins Gespräch gehen (zwischenmenschlich)
Genannte Stellen
Bereschit · Talmud (Träume als Sechzigstel der Prophetie) · Pirkei Avot · Midrasch (Wunder am sechsten Tag) · Jakob, Traum (1. Mose 28)
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Transkript
Siman Tov: Sinn machen aus dem Zufälligen und darüber hinaus
Rabbiner Andrew Kaplan Mandel | Paraschat Bereschit | 9. Oktober 2026
Für diejenigen von euch, die bei mir an Rosch ha-Schana waren: Ja, ich habe immer noch meinen Ring, und ja, ich habe noch eine weitere wahre Geschichte für euch.
Ich verbrachte den Morgen nach Jom Kippur im Botanischen Garten im Bronx. Als ich ihn verließ, sah ich einige Citi Bikes, also beschloss ich, eines in Richtung Manhattan zu nehmen. Auf meiner Fahrt blickte ich auf und sah ein Schild, das Fairmount Place sagte, und mir wurde bewusst, dass meine Großmutter Schirlee, sichrona livracha, dort aufgewachsen ist.
Ich war nie dort gewesen und wusste nicht einmal, wo im Bronx es lag.
Als ich meine Ancestry-App konsultierte, sah ich, dass ihre Wohnung eineinhalb Blocks den Hügel hinauf lag. Um dorthin zu gelangen, fuhr ich an einem bescheidenen Gemeinschaftspark vorbei, der den Namen Miracle Garden trug. Dabei erinnerte ich mich daran, dass ich diesen Sommer einen großen Aufstand darum gemacht hatte, den Geburtsort meiner anderen Großmutter in Montreal zu finden. Wie seltsam zufällig, dass ich mich an dieser wichtigen Adresse wiederfand.
Nächster Halt auf meinem Abenteuer: Das Museum of the City of New York.
Ich erkundigte eine Ausstellung im dritten Stock, als ich etwas spürte, das meinen Kitzelte. Ich bewegte mich plötzlich, um einen Monarchfalter zu beobachten, der flatternd seinen Weg zur Wand fand.
Seltsam, aber ich fuhr fort, diese Indoor-Ausstellung zu durchstöbern, als ein Sicherheitsbeamter auf mich zukam.
„Ist das Ihr Schmetterling?“, fragte er. „Was?"
„Gehört dieser Schmetterling Ihnen? Ich habe gesehen, wie Sie mit ihm auf Ihrem Hemd hereingekommen sind."
„Ich hatte keine Ahnung. Nein, er gehört nicht mir."
Er sagte: „Okay, dann kümmere ich mich darum", bevor er verschwand.
Etwas in seinem Ton machte mich unruhig. Also machte ich mich auf den direkten Weg zum Schmetterling.
Ich hielt einen Finger hin. Ich musste Beweise sichern, und nein, das ist keine KI. Ich setzte ihn zurück auf mein Hemd, und er blieb dort für den Rest des Besuchs.
Ich beschloss, ihn nach draußen zu bringen und fand schließlich ein schönes Blatt auf einem Ast gegenüber der Straße.
Als ich zurück zum Central kam, sprach ich getrennt mit zwei verschiedenen Kolleginnen, die jeweils einen schweren Tag hatten und mit denen ich mich verbunden fühlte, meine Geschichte zu teilen. Die erste bereitete sich auf einen Krankenhausbesuch vor und erzählte mir, dass nach dem Tod ihres Onkels die Musik in seinem Haus unerklärlicherweise anging und ein Lied über einen Schmetterling spielte. Die Familie hat Schmetterlinge seitdem mit ihm verbunden.
Die zweite Kollegin erzählte mir, dass sie ihre Mutter seligen Gedächtnisses vermisste, und ich sagte, dass wir am nächsten Tag zu Abend essen sollten. Aber ich wagte auch einen Sprung und fragte sie, ob Schmetterlinge ihr zufällig etwas bedeuteten.
Sie begann zu weinen und zog aus ihrem Hemdkragen eine Halskette in Form eines Schmetterlings, die sie gekauft hatte, um ihre Mutter zu ehren.
Dieser gemeinsame Moment fühlte sich jenseitig an.
Dann, an diesem Schabbat-Morgen, sprach ich mit einer Gemeindemitglied über das Gedenken an Verstorbene, als sie mir von einer Freundin erzählte, deren Tod das Tattoo an ihrem Knöchel veranlasst hatte. Unter ihrem Socken, wie ich mit dem Kopf schüttelnd feststellte, war ein Schmetterling.
Diese Tora, die wir heute Abend beginnen, ist voller Zeichen und Wunder.
In nur zwei Wochen wird Abraham eine Stimme hören, die ruft: „Lech Lecha." Bald wird Josef Träume deuten. Später wird Mose einen brennenden Dornbusch bemerken. Unsere Vorfahren haben diese Schriftrolle größtenteils weitergegeben, um uns ihre bemerkenswerten Begegnungen mit dem Ewigen zu teilen.
Aber heute, wie verhalten wir uns gegenüber Phänomenen, die schwer zu erklären sind, was manche als Zufälle bezeichnen, sich aber definitiv wie Kommunikation von jenseits anfühlen können?
Als ich meine Museumsgeschichte einigen Freunden erzählte, fragten einige, ob ich Zucker in meiner Tasche hatte, oder fragten sich, ob der Schmetterling schon seit dem Botanischen Garten bei mir war.
Ich verstehe den Impuls, rationale Erklärungen für seltsame Ereignisse zu suchen. Andererseits fiel es mir vor etwa einem Monat gerade so ein, ein Buch namens Signs von einer Medium zu lesen, die sicher ist, dass die Verstorbenen uns Botschaften des Friedens und der Beruhigung senden, und wir können uns auf diese spirituelle Sprache einstimmen.
Wo stehen jüdische Quellen zur Frage übernatürlicher Botschaften? Nun, uns wird gelehrt, offen zu sein für die Wunder der Welt, deren Schöpfung wir heute Abend feiern.
Eine Midrasch besagt, dass es in der Dämmerung des sechsten Tages, unmittelbar vor dem ersten Schabbat, war, als G-tt Wunder schuf wie den Regenbogen,
das Manna, das die Israeliten nähren würde, und Mirjams wandernden Brunnen. Diese Lehre legt nahe, dass G-tt von Anfang an Wunder in das Universum einbettete, die nur darauf warteten, dass ihr Augenblick zum Erscheinen kam. Selbst nach der Zeit der biblischen Propheten, die mit G-tt sprachen, beschrieben die Rabbiner noch, die bat kol zu hören, wörtlich „die Tochter einer Stimme", ein Echo des göttlichen Sprechens. Vielleicht nehmen diese Echoformen die Gestalt von Träumen oder ungewöhnlichen Erfahrungen an.
Wir mögen härter zuhören müssen als unsere Vorfahren, aber wir mögen empfänglich sein für die Nachklänge der Offenbarung.
Gleichzeitig werden wir aufgefordert, unsere Deutungen locker zu halten. Der Talmud nennt Träume „ein Sechzigstel der Prophetie". Wir können erkennen, dass es etwas Besonderes gibt, das wir erleben, ohne zu glauben, wir besäßen die ganze Wahrheit. Das mag eine gute Faustregel auch für Zeichen sein.
Hätte ich einfach beschlossen, dass der Schmetterling meine Großmutter war und sie mir wissen lassen wollte, dass sie immer an meiner Seite war, hätte ich vielleicht nie gefragt, ob der Schmetterling für jemand anderen etwas bedeutete, und ich hätte vielleicht verpasst, so tief mit anderen in Verbindung zu treten. Besser ist es, offen für mehrere Möglichkeiten zu bleiben.
Darüber hinaus sollten wir sehr diskriminierend sein hinsichtlich der Handlung, die wir als Ergebnis einer Begegnung setzen.
Der Talmud warnt vor dem Moment, in dem Deutung zur Wahrsagerei wird, wenn ein Zeichen beginnt, für uns Entscheidungen zu treffen. Wenn eine Fähre, die wir ohnehin hätten besteigen wollen, unerwartet eintrifft, ist das etwas, das der Talmud einen siman nennt – wie in siman tov, ein gutes Zeichen. Wir könnten es so deuten, dass wir von Vorsehung umgeben sind.
Aber wenn ich einen Schmetterling meine Lebensentscheidungen treffen lasse, laufe ich Gefahr, die Verantwortung für das, was als Nächstes geschieht, aufzugeben. Diese Reise nach Vegas war die Schuld der ehemaligen Raupe! Stattdessen können wir das Zeichen selbst einfach als das Geschenk betrachten.
Ich kenne Menschen, die immer wieder eine bestimmte Zahl sehen, die mit jemandem verbunden ist, den sie verloren haben, und es hilft ihnen, sich verbunden zu fühlen. Sie halten nicht immer an, um zu entscheiden, ob die Person sie geschickt hat, oder ob die Liebe sie besonders aufmerksam dafür gemacht hat. Sie sagen einfach: „Danke."
Ein Zeichen mit Dankbarkeit zu empfangen ist eine koschere Antwort. Aber welche anderen Bedeutungen könnten wir ableiten? Pirkei Avot beschreibt eine bat kol, die uns jeden Tag zur Tora zurückruft. Vielleicht gibt uns das eine Möglichkeit zu unterscheiden: Führt unsere Deutung uns zu den Werten der Tora? Wenn sie uns dazu führt, unser Leben zu schätzen, um unsere Mitmenschen zu sorgen, unsere Großmutter zu ehren, stehen wir auf festem Boden.
Die Art, wie wir Tora studieren, kann uns auch darin schulen, unsere eigenen außergewöhnlichen Erfahrungen anzugehen: aufmerksam für Muster und Unregelmäßigkeiten, offen für mehr als eine Deutung, im Dialog mit anderen und aufhorchend für das, was uns dazu ruft, mit größerer Liebe zu leben.
Diese Aufmerksamkeit könnte uns helfen, uns in sechs Wochen mit Jakob zu identifizieren, wenn er aus einem Traum erwacht und sagt: „G-tt ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht."
Also lasst uns unsere Augen offen halten für ein Zeichen wie Fairmount Place, unsere Herzen offen für einen Schmetterling, der einen Ort zum Ruhen sucht, und unsere Gedanken offen dafür, was es alles bedeuten könnte.
Ob wir es Zufall nennen oder ein Augenzwinkern G-ttes, möge das, was wir begegnen, ein siman tov werden in diesem Garten der Schöpfung der Wunder.
Wortlaut im Original
Transcript
Siman Tov: Making Sense of the Coincidental and Beyond
Rabbi Andrew Kaplan Mandel | Parashat Bereshit | October 9, 2026
For those of you with me on Rosh Hashanah, yes, I still have my ring, and yes, I have another true story for you.
I spent the morning after Yom Kippur at the Botanical Garden in the Bronx. When I exited, I saw some Citi Bikes, so I decided to take one toward Manhattan. On my ride, I looked up and saw a sign that said Fairmount Place, and I realized my Grandma Shirlee, zichrona livracha , grew up there.
I had never been, nor even knew where in the Bronx it was.
When I consulted my Ancestry app, I saw her apartment was a block and a half up the hill. To get there, I rode past a modest community park
called the Miracle Garden. As I did, I recalled that I made a big to-do this summer of finding my other grandmother’s birthplace in Montreal. How curiously serendipitous to find myself at this important address.
Next stop on my adventure: the Museum of the City of New York.
I was exploring an exhibit on the third floor when I felt something tickle my neck. I moved suddenly to watch a monarch butterfly flutter its way to the wall.
Odd, but I continued to peruse this indoor exhibit when a security guard approached me.
“Is that your butterfly?” he asked. “What?”
“Does that butterfly belong to you? I saw you come in with it on your shirt.”
“I had no idea. No, it’s not mine.”
He said, “Okay, well, I’ll take care of it,” before disappearing.
Something in his tone made me uneasy. So I made a beeline for the butterfly.
I held out a finger. I had to capture evidence, and no, this is not AI. I placed it back on my shirt, and it remained there
for the rest of the visit.
I decided to take it outside, eventually finding a nice leaf on a branch across the street.
When I got back to Central, I spoke separately with two different colleagues who were each having a hard day and with whom I felt drawn to share my story. The first was preparing for a hospital visit and told me that, after her uncle died, the music in his home inexplicably turned on, playing a song about a butterfly. The family has associated butterflies with him ever since.
The second colleague told me she had been missing her mother of blessed memory, and I said that we should have dinner the next day. But I also took a leap and asked her if, by chance, butterflies meant anything to her.
She started crying and pulled from under her shirt collar a necklace of a butterfly, which she bought to honor her mom.
That moment together felt otherworldly.
Then, on that Shabbat morning, I was talking with a congregant about remembering loved ones when she told me about a friend whose death
prompted the tattoo she has on her ankle. Under her sock, I shook my head to discover, was a butterfly.
This Torah we are beginning tonight is full of signs and wonders.
In just two weeks, Abraham will hear a voice that calls out “Lech Lecha.” Soon, Joseph will interpret dreams. Later, Moses will notice a burning bush. Our ancestors passed down this scroll in large part to share with us their remarkable encounters with the Eternal
But today, how do we relate to phenomena difficult to explain, what some call coincidences but can definitely feel like communication from beyond?
When I told my museum story to some friends, a few asked if I had sugar in my pocket, or wondered if the butterfly had been with me since the Botanical Garden.
I understand the impulse to seek rational explanations for strange events. On the other hand, about a month ago, I just so happened to be reading a book called Signs by a medium, who is certain that those who have died send messages of peace and reassurance to us, and we can become attuned to that spiritual language.
Where do Jewish sources stand on the question of supernatural messages? Well, we are taught to be open to the wonders of the world whose creation we celebrate tonight.
A midrash states it was during twilight on the sixth day, right before the first Shabbat, that G-d created wonders such as the rainbow,
the manna that would sustain the Israelites, and Miriam’s traveling well. This teaching suggests that G-d embedded miracles in the universe from the start, just waiting for their moment to appear. Even after the time of the biblical prophets who spoke with G-d, the rabbis still described hearing the bat kol , literally “the daughter of a voice,” an echo of divine speech. Perhaps those echoes take the form of dreams or unusual experiences.
We may need to listen harder than our ancestors did, but we may be receptive to the reverberations of revelation.
At the same time, we are told to hold our interpretations lightly. The Talmud calls dreams “one-sixtieth of prophecy.” We can recognize there’s something special we’re experiencing without thinking we possess the whole truth. That may be a good rule of thumb for signs as well.
If I had simply decided that the butterfly was my grandma and she wanted me to know she was always by my side, I might never have asked whether the butterfly meant something to anyone else, and I might have missed connecting so deeply with others. Better to remain open to multiple possibilities.
Moreover, we should be very discerning about the action we take as a result of an encounter.
The Talmud cautions against the moment when interpretation becomes divination, when a sign begins making choices for us. If a ferry that we were going to board anyway arrives unexpectedly, that’s something the Talmud calls a siman - as in a siman tov , a good sign. We might take it to mean we are surrounded by providence.
But if I let a butterfly make my life decisions, I run the risk of surrendering responsibility for what happens next. That trip to Vegas was the former caterpillar’s fault! Instead, we can simply see the sign itself as the gift.
I know people who keep seeing a particular number associated with someone they have lost, and it helps them feel connected. They don’t always stop to decide whether the person sent it, or whether love has made them especially alert to it. They simply say, “Thank you.”
Receiving a sign with gratitude is one kosher response. But what other meanings might we derive? Pirkei Avot describes a bat kol calling us back to Torah every day. Perhaps that gives us a way to discern: Does our interpretation draw us toward Torah’s values? If it leads us to appreciate our lives, to care for our fellow humans, to honor our grandmother, we’re on solid ground.
The way we study Torah can also train us to approach our own extraordinary experiences: attentive to patterns and irregularities, open to more than one interpretation, in dialogue with others, and listening for what calls us to live with greater love.
That attention might help us identify with Jacob in six weeks, when he awakens from a dream and says: “G-d is in this place, and I did not know it.”
So let’s keep our eyes open for a sign like Fairmount Place, our hearts open for a butterfly looking for a place to rest, and our minds open to what it all might mean.
Whether we call it coincidence or a G-d wink, may what we encounter become a siman tov in this Miracle Garden of Creation.