Christliche Spaltungen in der Gegenwart wurzeln in der Entmenschlichung des Anderen und im christlichen Nationalismus; die Antwort darauf ist die Agape-Liebe, die jeden Menschen als nach Gottes Bild geschaffen anerkennt.
Der Text nimmt Paulus' Bitte an Euodia und Syntyche, im Herrn einig zu sein, als Ausgangspunkt für eine Predigt über Spaltungen in der christlichen Gemeinschaft. Der Sprecher erzählt eine Anekdote aus seiner Pfarrei in Richmond, Virginia, in der es zu einem Konflikt über die Verwendung von Missionsgeld kam. Er überträgt die paulinische Mahnung auf die gegenwärtige Situation, in der Christen wegen Politik, parteilicher Loyalität und dogmatischer Orthodoxie aus der Gemeinschaft fallen. Der Sprecher kritisiert ausdrücklich den christlichen Nationalismus, der eine weiße, inländisch geborene bevorzugte Bürgergruppe konstruiere, und verknüpft dies mit der Entmenschlichung von Indigenen, Schwarzen und Migranten. Er verweist auf die Doktrin der Entdeckung, den Sklavenhandel und aktuelle politische Konflikte wie die Abschiebehaft und das Ereignis vom 7. Oktober. Als Gegenmittel nennt er die Agape-Liebe, die demütige Gesinnung Christi und das Nachdenken über das Wahre, Ehrbare und Liebenswerte. Der Text schließt mit dem Appell, einander trotz Unterschieden als Mitstreiter im Evangelium anzuerkennen.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Ich denke, wir alle wissen, dass Kirchengemeindemitglieder eine besondere Art sind, und wenn es zu Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten kommt, können die Dinge leicht aus dem Ruder laufen. Ich will es euch erzählen. Vor Jahren, in meiner Pfarrei in Richmond, Virginia, bereitete ich mich darauf vor, eine Missionsreise nach Honduras zu leiten. Unser Missionsausschuss schickte mehrere Tausend Dollar an ein Waisenhaus, damit es einen Van kaufen konnte, um die Kinder zur Schule und zu Arztterminen zu fahren, und er sollte unseren Kirchnamen tragen. Was wir nicht wussten, war, dass das Waisenhaus das Geld verwendete, um sein Budget auszugleichen, und den Van nicht rechtzeitig für unsere Ankunft kaufte. Eine meiner Mitmissionarinnen, eine ältere Frau, entdeckte diese saftige Neuigkeit und behielt sie für sich, weil sie es mochte, Gerüchte zu kennen, die wir Geistlichen nicht kannten.
Ich konfrontierte sie damit während eines Mittwochabendessens, und sie wurde apoplektisch. Sie forderte mich tatsächlich zu einem Kampf heraus – nicht auf dem Parkplatz der Kirche (weil das gegen die Etikette wäre) –, sondern wir sollten ein paar Blocks zum Parkplatz des Kroger fahren und uns dort prügeln. Ich erfinde das nicht. Sie war auch Mitvorsitzende der Episcopal Church Women.
Ich glaube nicht, dass etwas von dieser Art das ist, wovon wir in Paulus' Hirtenbrief an die Philipper lesen. Weil Paulus im Gefängnis ist, schickt er seine Botschaft über einen Boten an seine Mitstreiter in Christus, Euodia und Syntyche. Wir wissen nicht, warum diese Frauen auf dem Kriegsfuß stehen und so öffentlich angeprangert werden – es ist wahrscheinlich eine dogmatische oder Führungsfrage. Was auch immer es ist, es ist mehr als ein Gezänk über die Blumen auf dem Altar und weniger als etwas, das zu einer Spaltung führt.
Wenn ich Paulus sagen höre: „Ich bitte Euodia und ich bitte Syntyche, im Herrn einig zu sein", denke ich: „Nun, Paulus, du wirst darüber beten müssen." Einig im Denken? Ihnen zu sagen, dass sie aufhören müssen, an ihr eigenes Interesse zu denken, und sich stattdessen auf ihre Schwestern und Brüder in Christus konzentrieren sollen? Wir alle wissen, dass das nicht so funktioniert, wie wir Menschen arbeiten. Unterschiedliche Perspektiven, verletzende Worte, vergangene Traumata und unsere eigenen Schwächen, Verteidigungshaltungen und Absichten machen es ziemlich schwierig, Dinge loszulassen. Vertrauen wieder aufzubauen ist schwer.
Paulus will, dass Euodia und Syntyche in ihrem Dienst in der Philippergemeinde vollständig vereint sind, und sein pastoraler Ansatz, sie dorthin zu bringen, ist ein wunderschönes Modell für alle Christen. Erstens wendet sich Paulus an sie auf eine Weise, die seine Dankbarkeit für ihren Dienst zeigt, und zweitens ruft er sie dazu zurück, wer sie in Christus sind. Er sagt seinem Briefträger: „Hilf diesen Frauen, denn sie haben an meiner Seite für die Sache des Evangeliums gekämpft." Das sind Frauen, die „Mitarbeiterinnen" in der Evangelisation und im Aufbau waren, so sehr wie jeder Mann, den Paulus in seinem Brief namentlich nennt, wie Klemens oder Epaphroditus. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Paulus die Rolle von Euodia und Syntyche in der Kirche als weniger wichtig ansieht.
Was mehr ist, macht Paulus klar, dass dies Frauen sind, „deren Namen im Buch des Lebens stehen." Sie sind von Gott voll gesegnet und werden am letzten Tag in Christi Sieg aufgenommen werden. Aber Paulus' Fokus liegt nicht auf dem Status ihrer Rettung, sondern darauf, sie daran zu erinnern, dass sie gleichberechtigt sind als geliebte Kinder Gottes. Sie sollen, wie ihre christlichen Geschwister, die Gesinnung Christi teilen, die auf Dienst und selbstgebende Liebe ausgerichtet ist (Phil 2,2.5). Angesichts von Schwierigkeiten und Widerstand bittet Paulus die Philipper inständig, füreinander einzustehen.
Es ist nicht schwer, an unsere eigenen Spaltungen heute zu denken, wenn wir diesen Brief lesen. Christen fallen aus der Gemeinschaft mit einander heraus wegen Politik, parteilicher Loyalität und dogmatischer Orthodoxie. Bei allem, was ich weiß, kann ich nicht verstehen, warum eine Handvoll transgener College-Athleten ein Kipppunkt für meine eher rechtsreligiösen Brüder ist, aber nicht die Grausamkeit von Kindern, die von ihren als Einwanderer stammenden Eltern genommen oder abgeschoben werden; oder die Grausamkeit eines gesetzesbefolgenden, steuerzahlenden Pastors, der in seiner UPS-Uniform von der Straße entführt und über die ganze Welt in ein Land geflogen wird, zu dem er absolut keine Verbindungen hat; oder die Grausamkeit von 65.000 sogenannten „illegalen Ausländern", von denen 70 % keine Vorstrafen haben und unbefristet in Abschiebehaftlagern in unserem ganzen Land inhaftiert sind, alles im Namen der Grenzsicherheit.
Dass diese Szenarien für Christen, deren Empathie im Evangelium Jesu verwurzelt sein sollte, keine Kipppunkte sind, verwirrt und trauert mich. Als Jesus unter Druck gesetzt wurde, sich gegen das Imperium oder mit den religiösen Autoritäten zu stellen, stellte er sich immer auf die Seite der Armen, der Verletzlichen und der Unterdrückten. Wie ich selbst zugebe, habe ich es schwer, unsere religiösen Meinungsverschiedenheiten zu überwinden, um in Christus einig zu sein. Aber dann frage ich mich, ob ich es wagen darf zu denken, den Sinn Christi zu kennen.
Das Aufeinandersetzen von „uns" und „ihnen" war durch die gesamte Menschheitsgeschichte eine erfolgreiche Strategie. Soziale Medienunternehmen haben unsere kollektive Angst und unseren machtlosen Zorn auf unsere sogenannten Feinde monetarisiert. Wir kennen es als „Doomscrolling" — eine algorithmisch kuratierte Tour durch die Landschaft der Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Wut. Paulus würde dies als „ihr Gott ist ihr Bauch, ihre Ehre ist ihre Schande" beschreiben (3:19). Erst letzte Woche las ich über einen bevorstehenden Prozess in Ohio, bei dem zwei Männer der Arbeiterklasse, einer liberal, einer konservativ, im April in einem Hundepark über Meinungen zu Präsident Trump in Brand gerieten. Ihre Meinungsverschiedenheit wurde zu einer Auseinandersetzung, dann zu einem Schimpfkrach, und dann, weil beide Waffen in ihren Autos hatten, zu einem Verbrechen. Sie schossen aufeinander — einer von ihnen erlitt eine Kugel, überlebte aber — und nun stehen beide vor schweren, lebensverändernden Konsequenzen. Aufschlussreich ist, dass sie in der Nachwirkung nach dem Wohlergehen ihrer Hunde fragten, bevor sie nach dem des anderen fragten.
Ich vermute, dass Paulus argumentieren würde, dass unsere bürgerlichen und politischen Feindseligkeiten gären, weil wir einander nicht als Mitstreiter betrachten, deren Namen im Buch des Lammes geschrieben stehen, neben unseren eigenen. Wie oft beschuldigen wir „diese Leute", keine wahren Jünger Jesu zu sein, sondern Außenseiter unter dem Deckmantel des Christentums. Wiederum ist es hier, wo mein Kampf liegt. Ich habe es schwer, mich im Herrn zu freuen, wie Paulus mich dazu auffordert. Ich habe es schwer mit einer bestimmten Ausprägung des Christentums, die bestrebt ist, eine sehr bestimmte Vision für die Vereinigten Staaten zu erheben. Der christliche Nationalismus vertritt einen sehr bestimmten bevorzugten Bürger, der sowohl weiß als auch inländisch geboren ist.
Seine Theologie stützt sich auf eine historische Erzählung der Vereinigten Staaten, die besagt, dass es diese Gruppe von Menschen war, die unser Land schuf, und dass es diese Gruppe ist, die den leichtesten Zugang zu bürgerlichen Rechten, sozialen Leistungen und politischer Macht genießen sollte. Ihre Erzählung stärkt auch die Idee, dass rassische und ethnische Vielfalt, einschließlich der Ankunft von dunkelhäutigen Einwanderern und Flüchtlingen, nur unser Land schwächt.
Und das, meine Freunde, ist der Grund, warum wir den Tag der indigenen Völker feiern — nicht nur, weil wir um Vergebung bitten für die Rolle der Kirche bei der Waffnung der Auslöschung, der erzwungenen Assimilation und der kulturellen Gewalt gegenüber unseren einheimischen Brüdern — sondern auch, um das Umschreiben der Geschichte zu verhindern. Es ist unsere Pflicht, die Doktrin der Entdeckung abzulehnen, ein Prinzip des Völkerrechts, das aus dem späten 15. Jahrhundert stammt und 1823 vom Obersten Gerichtshof aufrechterhalten wurde, das die Eroberung, Kolonisierung und Ausbeutung nichtchristlicher Gebiete billigte und die Menschlichkeit (die Menschlichkeit!) der indigenen Völker für ungültig erklärte.
Was wir verstehen müssen, ist, dass dies alles zusammenhängt. Die Entmenschlichung von Menschen in diesem Land begann mit dem Sklavenhandel und dem darauf folgenden antischwarzen Rassismus und der Bigotterie. Es scheint, dass wir Menschen in der gesamten Geschichte nicht anders können, als diejenigen zu entmenschlichen, die wir als den Anderen, den Feind oder als unter uns stehend wahrnehmen. Die Anerkennung des dritten Jahrestages des Ereignisses vom 7. Oktober ist der Grund, warum wir niemals neutral oder schweigsam sein können, was den Antisemitismus und natürlich den Hass auf Muslime betrifft. Rev. Dr. Munther Isaac, der palästinensische evangelisch-lutherische Pastor mit Sitz im Westjordanland, sieht den Rassismus als wesentlichen Gefährten des Kolonialismus. Aus seinem eigenen Kontext sagt er: „Er macht das palästinensische Leben, am schärfsten im Gazastreifen, für viele Christen zu etwas Verzichtbarem und erlaubt es, Massenvertreibung und Tod zu rationalisieren oder zu ignorieren." 2
Nun, zu denken, ich könnte den Geist Christi kennen, ist zumindest anmaßend. Aber Paulus verstand dies – und er gibt mir, gibt uns, eine Landkarte, um unsere schlimmsten Instinkte zu rehabilitieren, die auf irdische Dinge gerichtet sind, nicht auf himmlische. „Denkt an diese Dinge", schreibt er, „… Geliebte, was wahr ist, was ehrbar ist, was gerecht ist, was rein ist, was liebenswert ist, was ein lobenswerter Ruf ist, wenn es eine Tugend gibt und etwas, das des Lobes würdig ist, denkt an diese Dinge" (4,8).
Der Gedanke, die Aufmerksamkeit auf das Liebenswerte und Lobenswerte zu richten, mag wie bloßer Eskapismus klingen, ein willentlicher Rückzug in selige Unwissenheit, aber in unserem Kontext ist es auch eine Art, der Lähmung der Verzweiflung zu widerstehen. Denn ein anständiger Mensch zu sein, ist heutzutage eine zutiefst politische Handlung. Ebenso das Gebet! Freude, Sanftmut, Frieden – diese werden durch unsere Gebetsgewohnheiten und unsere Haltung des Vertrauens geformt, in der wir wissen, dass Christus über alle Übel und Schlingen triumphiert hat, die uns umgeben. Meine Freunde, wir müssen festhalten an dem, was Thomas Merton eindringlich bat: „Lasst euch nicht entmutigen. Der Heilige Geist schläft nicht."
Ich möchte damit schließen, dass ich euch daran erinnere, was als die Liebe Jesu bekannt ist – die Agape – es ist die Art von Liebe, die wir frei geben, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Es bedeutet, dass wir einen anderen einfach deshalb lieben können, weil Gott ihn liebt. Wir müssen sie nicht mögen; wir müssen ihre Überzeugungen nicht billigen, aber wir müssen sie lieben und ihre angeborene Würde respektieren. Sie, wie wir, sind nach dem Bild Gottes geschaffen. Auch ihre Namen werden in das Buch des Lebens geschrieben werden. Das hilft mir, die Unterschiede mit meinen christlichen Mitpastoren anzugehen, die vielleicht „Gegner" sind, aber auch Mitstreiter in der Arbeit des Evangeliums sind, so unendlich wertvoll für Jesus, wie ich es zu sein wünsche.
Paulus bittet Euodia und Syntiche inständig, mehr christliche Liebe und Zuneigung füreinander zu haben, genau wie er uns bittet, um den Geist Christi zu ringen. Wieder weist er uns auf diese Agape-Liebe hin: „Tut nichts aus Eigennutz oder aus Hoffart, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder von euch sehe nicht nur auf das eigene Interesse, sondern auch auf das der anderen. Habt in euch dieselbe Gesinnung, die auch in Christus Jesus war" (Phil 2,4-5).
Wenn wir auch nur einen Teil davon messen können, dann gibt es heute gewiss Grund zu „Freuen!" Wiederhole ich: Freut euch! Amen.
1 „They Argued About Trump at a Dog Park, Then They Pulled Their Guns", The New York Times, 5. Oktober 2026, berichtet von Jessica Contrera.
2 https://rpl.hds.harvard.edu/news/2025/06/11/rev-dr-munther-isaac-insists-we-see-jesus-every-child-pulled-under-rubble
Der Beitrag „Is it possible to be of the same mind in Christ?" erschien zuerst auf Washington National Cathedral.
Wortlaut im Original
I think we all know that church folk are a special breed, and when we get into disagreements and disputes things can easily go off the rails. Let me tell you. Years ago, at my parish in Richmond, Virginia, I was preparing to lead a mission trip to Honduras. Our mission committee sent several thousand dollars to an orphanage so that it could buy a van to ferry the children to school and doctor appointments, and it would bear our church name. What we didn’t know was that the orphanage used the money to make its budget and did not purchase the van in time for our arrival. One of my fellow missionaries, an older woman, discovered this juicy tidbit and kept it to herself because she liked knowing gossip we clergy did not.
I confronted her about this during a Wednesday night supper and she went apoplectic. She actually challenged me to a fight—not in the church parking lot (because that would be bad form)—but we were to drive a few blocks to the Kroger parking lot and duke it out. I am not making this up. She was also co-chair of the Episcopal Church Women.
I don’t think something of this sort is what we read about in Paul’s pastoral letter to the Philippians. Because Paul is in prison, he sends his missive via a carrier to his co-laborers in Christ, Euodia and Syntyche. We don’t know why these women are at loggerheads and called out so publicly—it’s probably a doctrinal or leadership issue. Whatever it is, it’s more than bickering over the flowers on the altar and less than something leading to schism.
When I hear Paul say, “I plead with Euodia and I plead with Syntyche to be of the same mind in the Lord,” I think, “Well, Paul you’re going to need to pray over that.” Being of the same mind? Telling them that they need to stop thinking about their own interest and focus instead on their sisters and brothers in Christ? We all know that’s not how we humans work. Differences of perspective, hurtful words, past traumas, and our own weaknesses, defensiveness and agendas make letting things go quite difficult. Rebuilding trust is hard.
Paul wants Euodia and Syntyche to be fully unified in their ministry at the Philippi church, and his pastoral approach to getting them there is a beautiful model for all Christians. First, Paul addresses them in ways that show his gratitude for their ministry, and second, he calls them back to who they are in Christ. He tells his letter carrier to “help these women since they have struggled at my side in the cause of the gospel.” These are women who have been “co-workers” in evangelism and upbuilding as much as any man Paul names in his letter, such as Clement or Epaphroditus. There’s no hint here that Paul thinks of Euodia and Syntyche’s role in the church as any less important.
What’s more, Paul makes clear that these are women “whose names are in the book of life.” They are fully blessed by God and will be taken up into Christ’s victory at the last day. But Paul’s focus is not on the status of their salvation, but to remind them that they are co-equals as beloved children of God. They, like their Christian siblings, are to share the disposition of Christ, focused on service and self-giving love (Phil 2:2, 5). In the face of hardship and opposition, Paul is pleading with the Philippians to have one another’s backs.
It’s not hard to think of our own divisions today when we read this epistle. Christians are falling out of fellowship with each other over politics, partisan loyalty, and doctrinal orthodoxy. For the life of me I cannot understand why a handful of transgender college athletes are a dealbreaker for my more religious-right brethren, but not the cruelty of children being taken or deported from their immigrant parents; or the cruelty of a law-abiding, tax-paying pastor being abducted off the street in his UPS uniform and flown across the world to a country where he has absolutely no ties; or the cruelty of 65,000 so-called “illegal aliens,” 70% of whom have no criminal record, and are imprisoned indefinitely in detention camps all over our country, all in the name of border security.
That these scenarios are not deal-breakers for Christians whose empathy is supposed to be rooted in the gospel of Jesus, confounds and saddens me. When Jesus was pressured to side against the Empire or with the religious authorities, he always sided with the poor, the vulnerable, and the oppressed. By my own admission, I am having a difficult time overcoming our religious disagreements to be of the same mind in Christ. But then I ask myself, do I dare think I know the mind of Christ?
The pitting of “us” versus “them” has been a successful strategy throughout all of human history. Social media companies have monetized our collective anxiety and our impotent outrage at our so-called enemies. We know it as “Doomscrolling” —an algorithmically curated tour of one’s landscape of hopelessness, despair and rage. Paul would describe this as “their god is their belly, their glory is their shame” (3: 19). Just last week, I read about an upcoming trial in Ohio where two working-class men, one liberal, one conservative, combusted in April at a dog park over opinions about President Trump. Their disagreement became an argument, then a screaming match, and then because they both had guns in their cars, a crime. They shot at one another—one of them took a bullet but survived—and now both of them face serious, life-altering consequences. It’s telling that in the aftermath, they asked about the well-being of their dogs before they did about each other. 1
I suspect that Paul would argue that our civic and political animosities fester because we’re not looking at each other as co-laborers whose names are written in the Lamb’s Book of Life alongside our own. How often do we accuse “these people” of not being true Jesus followers but outliers under the guise of Christianity. Again, this is where my struggle lies. I have a hard time rejoicing in the lord, as Paul calls me to do. I have a hard time with a specific expression of Christianity that seeks to elevate a very particular vision for the United States. Christian nationalism espouses a very specific preferred citizen who is both White and natural-born.
Its theology relies on a historical narrative of the United States which holds that it was this group of people who created our country, and it is this group who should enjoy the easiest access to civil rights, social benefits, and political power. Its narrative also reinforces the idea that racial and ethnic diversity, including the arrival of brown-skinned immigrants and refugees, only weakens our nation.
And this my friends is why we celebrate Indigenous Peoples Day—not only do we repent of the Church’s role in weaponizing erasure, forced assimilation, and cultural violence of our native brethren—but we do so in order to prevent the rewriting of history. It’s our duty to repudiate the Doctrine of Discovery, a principle of international law dating from the late 15th century and upheld by the Supreme Court in 1823, which sanctioned the conquest, colonization, and exploitation of non-Christian territories and invalidated the humanity (the humanity!) of indigenous peoples.
What we have to understand is that this is all of a piece. The nullification of human beings in this country began with the slave trade and the anti-Black racism and bigotry that followed. It seems that we humans throughout history cannot help but dehumanize those we perceive as the other, the enemy, or beneath us. Recognizing the third anniversary of the October 7 event is why we can never be neutral or silent about antisemitism, and, of course, anti-Muslim hatred. The Rev. Dr. Munther Isaac, the Palestinian Evangelical Lutheran pastor based in West Bank, sees racism as the essential companion of colonialism. From his own context, he says, “It renders Palestinian life, most acutely in Gaza, expendable to many Christians, allowing mass displacement and death to be rationalized or ignored.” 2
Now, to think I might know the mind of Christ is presumptuous at best. But Paul understood this—and he gives me, gives us, a roadmap to rehabilitate our worst instincts, which are set on earthly things, not heavenly. “Think about these things,” he writes, “… beloved, whatever is true, whatever is honorable, whatever is just, whatever is pure, whatever is pleasing, whatever is commendable, if there is any excellence and if there is anything worthy of praise, think about these things” (4:8).
The notion of fixing one’s attention on what is pleasing and praiseworthy might sound like mere escapism, a willful retreat to blissful ignorance, but in our context, it’s also a way to resist the paralysis of despair. Because choosing to be a decent person these days is a profoundly political act. So is prayer! Joy, gentleness, peace—these are shaped by our habits of prayer and our posture of confidence knowing Christ has triumphed over all the evils and snares that surround us. My friends, we must hold fast to what Thomas Merton implored, “Do not be discouraged. The Holy Spirit is not asleep.”
I want to end by reminding you of what is known as Jesus love—agape—it’s the kind of love we give freely without expecting anything in return. It means we can love another simply for the fact that God loves them. We don’t have to like them; we don’t have to condone their beliefs, but we do have to love them and respect their innate dignity. They, like us, are created in God’s image. Their names will be written in the Book of Life too. This helps me approach the differences with my fellow Christian pastors who may be “antagonists” but are also co-workers in the labor of the Gospel, as infinitely valuable to Jesus as I aspire to be.
Paul is beseeching Euodia and Synteche to have more Christian love and affection towards each other, just as he is beseeching us to strive for the mind of Christ. Again, he points us toward this agape love, “Do nothing from selfish ambition or conceit, but in humility regard others as better than yourselves. Let each of you look not to your own interests, but to the interests of others. Let the same mind be in you that was in Christ Jesus” (Phil 2:4-5).
If we can measure any bit of this, then there certainly is reason today to “Rejoice!” Again, I say rejoice! Amen.
1 “They Argued About Trump at a Dog Park, Then They Pulled Their Guns,” The New York Times , October 5, 2026, reported by Jessica Contrera.
2 https://rpl.hds.harvard.edu/news/2025/06/11/rev-dr-munther-isaac-insists-we-see-jesus-every-child-pulled-under-rubble
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