LANDESBISCHOF Ernst-Wilhelm Gohl
Die Zusage Gottes, alles neu zu machen, ist keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern eine gegenwärtige Ermutigung, aus Gottes radikaler Menschenfreundlichkeit zu leben und sie in Wort und Tat zu bezeugen, weil sie am Ende der Zeit alle Menschenfeindlichkeit sprengt.
Gottes radikale Menschenfreundlichkeit sprengt alle Menschenfeindlichkeit am Ende der Zeit. Diese Gewissheit ist keine Vertröstung auf das Jenseits. Sie ist die Ermutigung aus Gottes Menschenfreundlichkeit zu leben und Gottes Freundlichkeit mit unseren Möglichkeiten in Wort und Tat zu bezeugen.
Der Text ist eine Neujahrsbotschaft, die den häufigen Gruß 'Ein gutes neues Jahr' aufgreift und ihn als Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach einem guten Neuanfang deutet. Der Sprecher benennt uralte lebensfeindliche Kräfte wie Gier, Angst, Hass und Gewalt, die auch unter dem Neuen weiterwirken, und stellt fest, dass Innovation allein kein Wert an sich ist. Als Gegenmittel wird die Jahreslosung 2026 aus dem Buch der Offenbarung herangezogen: 'Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!' Diese Zusage richtet sich an verfolgte Gemeinden und verspricht einen radikalen Wandel, der über bloße Besserung hinausgeht. Gottes radikale Menschenfreundlichkeit wird als Kraft beschrieben, die alle Menschenfeindlichkeit am Ende der Zeit sprengt. Diese Gewissheit wird ausdrücklich nicht als Vertröstung auf das Jenseits gedeutet, sondern als Ermutigung, aus Gottes Menschenfreundlichkeit zu leben und sie in Wort und Tat zu bezeugen. Der Text schließt mit der Bitte um Gottes Segen und dem Wunsch nach einem guten und gesegneten neuen Jahr.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
- in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
- Was hilft dagegen?
- Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- vor allem als Angenommener und Beschenkter beschrieben
- Wohin geht die Geschichte?
- eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- auch Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- der Text kritisiert nicht
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Wozu der Text aufruft
- aus Gottes Menschenfreundlichkeit leben (innerlich)
- Gottes Freundlichkeit in Wort und Tat bezeugen (zwischenmenschlich)
- Gott um seinen Segen bitten (rituell)
Genannte Stellen
Off 21,5
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 5 von 5
- Konkretheit
- 1 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 3