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Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

LANDESBISCHOF Ernst-Wilhelm Gohl

ohne Namen · Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl – Predigten und Texte · 2026-09-15 · Stuttgart · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Barmherzigkeit · tragend Gemeinschaft

Die Zusage Gottes, alles neu zu machen, ist keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern eine gegenwärtige Ermutigung, aus Gottes radikaler Menschenfreundlichkeit zu leben und sie in Wort und Tat zu bezeugen, weil sie am Ende der Zeit alle Menschenfeindlichkeit sprengt.

Gottes radikale Menschenfreundlichkeit sprengt alle Menschenfeindlichkeit am Ende der Zeit. Diese Gewissheit ist keine Vertröstung auf das Jenseits. Sie ist die Ermutigung aus Gottes Menschenfreundlichkeit zu leben und Gottes Freundlichkeit mit unseren Möglichkeiten in Wort und Tat zu bezeugen.

Der Text ist eine Neujahrsbotschaft, die den häufigen Gruß 'Ein gutes neues Jahr' aufgreift und ihn als Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach einem guten Neuanfang deutet. Der Sprecher benennt uralte lebensfeindliche Kräfte wie Gier, Angst, Hass und Gewalt, die auch unter dem Neuen weiterwirken, und stellt fest, dass Innovation allein kein Wert an sich ist. Als Gegenmittel wird die Jahreslosung 2026 aus dem Buch der Offenbarung herangezogen: 'Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!' Diese Zusage richtet sich an verfolgte Gemeinden und verspricht einen radikalen Wandel, der über bloße Besserung hinausgeht. Gottes radikale Menschenfreundlichkeit wird als Kraft beschrieben, die alle Menschenfeindlichkeit am Ende der Zeit sprengt. Diese Gewissheit wird ausdrücklich nicht als Vertröstung auf das Jenseits gedeutet, sondern als Ermutigung, aus Gottes Menschenfreundlichkeit zu leben und sie in Wort und Tat zu bezeugen. Der Text schließt mit der Bitte um Gottes Segen und dem Wunsch nach einem guten und gesegneten neuen Jahr.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
Was hilft dagegen?
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem als Angenommener und Beschenkter beschrieben
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Off 21,5

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
1 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 3

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
LANDESBISCHOF Ernst-Wilhelm Gohl Neujahrsbotschaft 2026 "Gottes radikale Menschenfreundlichkeit sprengt alle Menschenfeindlichkeit" „Ein gutes neues Jahr“ - wie oft werden Sie das in diesen Tagen sagen, hören, lesen? Hundertmal? Tausendmal? „Ein gutes neues Jahr“. Das ist aber mehr als eine Floskel: Wir sehnen uns danach, dass der Übergang ins nächste Jahr eine Zäsur ist, hinter der es gut weitergeht. Wir Menschen sind zukunftsoffene Wesen. Wir hoffen, sind neugierig – selbst wenn wir wissen, dass unter dem Neuen oft andere, uralte Kräfte weiterwirken: Gier, Angst, Hass, Gewalt. Auch wenn derzeit Innovation als Gebot der Stunde erscheint – Innovation, Neues ist kein Wert an sich. Um die uralten lebensfeindlichen Kräfte zu überwinden, braucht es mehr. Es braucht die Zusage der Jahreslosung für 2026: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Sie stammt aus dem Buch der Offenbarung. Dieses Buch wendet sich an die ersten christlichen Gemeinden, die grausam verfolgt werden. Auch wenn schon viel gewonnen wäre, wenn sich ihre Situation ein wenig bessern würde, spricht die Offenbarung von einem radikalen Wandel. Gott will, dass es für sie, für uns, für alle, für die ganze Schöpfung gut wird. Gottes radikale Menschenfreundlichkeit sprengt alle Menschenfeindlichkeit am Ende der Zeit. Diese Gewissheit ist keine Vertröstung auf das Jenseits. Sie ist die Ermutigung aus Gottes Menschenfreundlichkeit zu leben und Gottes Freundlichkeit mit unseren Möglichkeiten in Wort und Tat zu bezeugen. Dabei sind wir nicht auf uns allein gestellt, sondern wir bitten Gott um seinen Segen. In diesem Sinne: Ein gutes und gesegnetes neues Jahr!