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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Die Bibel ist kein brauchbares Zeugnis für die Existenz Gottes

Hugo Stamm · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-15 · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Wahrhaftigkeit · tragend

Die Bibel ist aufgrund ihrer menschlichen Ursprünge, wissenschaftlichen Fehler und fehlender externer Belege kein gültiges Zeugnis für die Existenz Gottes, sondern ein historisches Dokument menschlicher Ängste.

Die Bibel ist das einzige Zeugnis von Gott. Es gibt keine anderen Quellen oder Dokumente. Dieses Zeugnis steht auf einem wackeligen Fundament.

Der Text argumentiert, dass die Bibel als einzige Quelle für den christlichen Gott nicht glaubwürdig ist, da sie menschliche Projektionen und wissenschaftlich falsche Erklärungen enthält. Der Autor verweist auf evolutionäre Neugier und die menschliche Angst vor Unsicherheit als Ursprung religiöser Deutungen, insbesondere bei Naturkatastrophen und Krankheiten. Als Beleg wird ein Passus aus 5. Mose angeführt, der göttliche Strafen für Ungehorsam beschreibt, was der Autor als brutal und unwürdig für einen allwissenden Gott ansieht. Es wird behauptet, dass die Bibel ein Sittenbild ihrer Zeit widerspiegelt, aber keinen Hinweis auf die Existenz Gottes liefert. Spirituelle Erfahrungen von Gläubigen werden als hirnphysiologische Fehlleistungen oder Einbildung entkräftet. Der Text schließt damit, dass ohne die Bibel die Vorstellung vom christlichen Gott verschwindet und die Schrift als religionshistorisches Werk zwar interessant, aber als Beweis unbrauchbar ist.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

5. Mose 15-28 · Psalm 139, 1-4

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: strenggläubige Christen
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 0

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Religionen Kolumne Die Bibel ist kein brauchbares Zeugnis für die Existenz Gottes Die „Heilige Schrift“ ist die einzige Quelle, die auf den christlichen Gott hinweist. Sie ist aber nicht glaubwürdig. Hugo Stamm 15.09.2026 3 Foto: via pixabay Pixabay License Eine der markantesten menschlichen Eigenschaften ist die Neugier. Sie ist vermutlich evolutionär und genetisch bedingt. Für unsere Urahnen bedeutete Unwissenheit allenfalls eine Gefahr. Sie mussten zum Beispiel wissen, welche Wildtiere gefährlich sind und welche sie jagen konnten. Wissen war für das Überleben existenziell. Auch heute noch. Das ist mit ein Grund, weshalb wir Unsicherheiten schlecht ertragen. Deshalb suchen wir für jedes unbekannte Phänomen eine Antwort. Wenn möglich, eine plausible. Wir suchen stets Antworten auf drängende Fragen Fällt uns keine ein, suchen wir auch bei unsinnigen Erklärungen Zuflucht. Hauptsache, wir haben die Unsicherheit überwunden und eine Antwort für quälende Fragen gefunden. Früher griffen die Menschen oft zu seltsamen Antworten, weil sie ein beschränktes Weltbild hatten und Hintergründe und Zusammenhänge vieler Phänomene nicht ergründen konnten. Zwei Beispiele: Krankheiten und Seuchen waren einst individuelle und kollektive Katastrophen. Da unsere Urahnen keine biologischen und medizinischen Kenntnisse besaßen, griffen sie zu spirituellen und religiösen Erklärungen. Sie interpretierten beispielsweise tödliche Entzündungen oder die Pest als Strafe Gottes. Ähnliche religiöse Erklärungen suchten die Menschen früher auch bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Stürmen oder Überflutungen. Solch nachweislich falsche Interpretationen vermittelt auch die Bibel. Die Autoren der „Heiligen Schrift“ hatten wie alle Menschen damals keine wissenschaftlichen Erkenntnisse und legten „Gott“ falsche Erklärungen in den Mund. Ein Beispiel: Bei 5. Mose 15-28 heißt es: Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen: (…) Der Herr wird dir die Pest anhängen, bis er dich vertilgt hat in dem Lande, in das du kommst, es einzunehmen. Der Herr wird dich schlagen mit Auszehrung, Entzündung, Fieber, Wundbrand, Dürre, Getreidebrand und Getreiderost; die werden dich verfolgen, bis du umkommst. (…) Statt des Regens für dein Land wird der Herr Staub und Asche vom Himmel auf dich geben, bis du vertilgt bist. (…) Der Herr wird dich schlagen mit ägyptischem Geschwür, Beulen, Krätze und Ausschlag, dass du nicht geheilt werden kannst. Der Herr wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes. Dieses Beispiel zeigt, dass die Bibel kaum von „Gott“ inspiriert wurde, wie strenggläubige Christen behaupten. Diese Bibelzitate sind derart brutal und vernichtend, dass wir von einem Gott, der uns solche Strafen androht, angewidert wären. Mose 5 ist kein Einzelfall, denn es gibt mehrere ähnlich schreckliche Stellen im Alten Testament. Womit wir beim zentralen Punkt angelangt sind: Die Bibel ist das einzige Zeugnis von Gott. Es gibt keine anderen Quellen oder Dokumente. Dieses Zeugnis steht auf einem wackeligen Fundament. Es ist offensichtlich, dass die Schrift allzu menschliche Spuren aufweist und wohl kaum göttliche Botschaften enthält. Die Bibel gibt ein Sittenbild ab über das Leben, die Ängste und Sehnsüchte der Menschen in der damaligen Zeit. Einen Beweis oder Hinweis auf die Existenz Gottes ist beim besten Willen nicht zu erkennen. Die Bibel zitiert Gott und Jesus, als könne man mit ihm sprechen Das zeigt sich auch daran, dass die Autoren der Bibel Gott oder Jesus zitieren. Wenn sie tatsächlich mit den göttlichen Instanzen hätten kommunizieren können, gäbe es wohl nicht so viele Ungereimtheiten und Widersprüche. Und das religiöse Weltbild wäre nicht so naiv und kindlich. Schließlich bezeichnet sich Gott im Psalm 139, 1-4 selbst als allwissend. Somit hätte er wohl nicht ein Bild von der Welt gezeichnet, das heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen radikal widerspricht. Fazit: Ohne die Bibel gäbe es keine Idee oder Vorstellung vom christlichen Gott. Wenn nun unzählige Theologen und Bibelforscher seit Jahrhunderten versuchen, ein Bild von Gott aus der Bibel herauszuschälen und die Botschaften zu interpretieren, wird klar: Sie kann kein Beweis für die Existenz Gottes sein. Nicht einmal ein Hinweis. Die Bibel ist als Quelle nicht plausibel Die Bibel ist als Quelle nicht plausibel. Und andere Spuren von Gott gibt es nicht. Strenggläubige Christen erklären, sie würden Gott spüren und könnten mit ihm kommunizieren. Außerdem glauben sie, ihre spirituellen Erfahrungen und ihre religiöse Ergriffenheit seien untrügliche Zeichen, dass Gott existiere. Diese Hinweise sind nicht stichhaltig. Sehnsucht, Einbildungskraft, vom Unbewussten konstruierte Eingebungen, Wahrnehmungsverschiebungen, die Ausschüttung von Glückshormonen und hirnphysiologische Fehlleistungen führen oft zur Überzeugung, dass Gott bei ihren Empfindungen eine wichtige Rolle spielt. Frei nach dem Motto: Der Mensch findet, was er sucht. Und manchmal ist es auch Gott, den Gläubige finden wollen. Die Bibel und andere religiöse Schriften aus der Antike sind zwar eindrückliche religionshistorische Werke, eignen sich aber nicht, die Existent Gottes nachzuweisen. Wenn aber die Bibel nicht auf Gott zurückgeht, verschwindet er im Nirvana. Übernahme unter geringfügigen Änderungen mit freundlicher Genehmigung von watson.ch . Kommentare (3) Netiquette für Kommentare Ihr Name E-Mail Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Startseite Ihr Kommentar Klartext Keine HTML-Tags erlaubt. Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt. Benachrichtigen Sie mich, wenn neue Kommentare veröffentlicht werden Alle Kommentare Antworten auf meinen Kommentar Bitte dieses Feld leer lassen Ernst Richter (nicht überprüft) Di. 15 Sep 2026 - 16:49 Hugo Stamm, Zitat: "Wenn… Hugo Stamm, Zitat: "Wenn aber die Bibel nicht auf Gott zurückgeht, verschwindet er im Nirvana." Ist "Nirvana" hier umgangssprachlich als "Nichts" gemeint? "Nirvana" ist ein interessanter Begriff, alles andere als "Nichts" - im Buddhismus ist "Nirvana" positiv besetzt, Zitat wikipedia: "Nirwana oder Nirvana (Sanskrit निर्वाण nirvāṇa n.; nis, nir ‚aus‘, vā ‚wehen‘) bzw. Nibbana (Pali: nibbāna) ist ein buddhistischer Schlüsselbegriff, der den Austritt aus dem Samsara, dem Kreislauf des Leidens, des Daseins und der Wiedergeburten (Reinkarnation) durch Erwachen (Bodhi) bezeichnet. ..." https://de.wikipedia.org/wiki/Nirwana Wenn man "Nirwana" ganz frei - wirklich frei - in den christlichen Raum übertragen würde, müsste Hugo Stamms Satz dann so lauten: "Wenn aber die Bibel nicht auf Gott zurückgeht, verschwindet er in der Erlösung." Das klingt zumindest nach "mehr" ... Antworten