Jeder Inhalt wird nach denselben Maßstäben vermessen, gleich aus welcher Tradition er stammt. Gemessen wird, was ein Text tut, nicht ob er recht hat. Ein Sprachmodell nimmt die Zuordnung vor; sie ist ein Mustererkennungsverfahren, keine theologische Aussage.
Aktives Einstehen für Leidende, ohne Gegenleistung zu erwarten.
Jedem das geben, was ihm zusteht; Unrecht benennen und abwenden.
Die eigenen Grenzen anerkennen und sich nicht über andere stellen.
Das Miteinander pflegen, tragen und schützen; der Einzelne ist Teil eines Ganzen.
Für das eigene Handeln und dessen Folgen einstehen, vor Gott und den Menschen.
Daran festhalten, dass die Zukunft nicht verloren ist, auch in Dunkelheit.
Erkenntnis suchen, verstehen wollen, Bildung als Pflicht begreifen.
Ausharren ohne aufzugeben; dem Augenblick Zeit geben, ohne gleichgültig zu sein.
Das Empfangene erkennen und es nicht als selbstverständlich nehmen.
Die Wahrheit sagen und leben, auch wenn sie unbequem ist.
Sich um Schwächere kümmern: Kranke, Arme, Kinder, Fremde.
Den eigenen Fehler erkennen und die Richtung ändern; Neuanfang ist möglich.
Jeder zugeordnete Wert bekommt ein Gewicht: erwähnt, tragendes Motiv oder Hauptbotschaft. Daraus entsteht die Zahl im Kompass.
Wie wendet sich der Text an die Hörenden?
Wie stark ist das emotionale Register?
An wen richten sich die Forderungen des Textes in erster Linie?
Wie greifbar sind die Aussagen?
Wie stark grenzt der Text die eigene Gruppe gegen andere Menschen ab? Gemeint sind Personengruppen, nicht Ideen oder Verhaltensweisen.
Heilsgeschichte, Überlieferung, Vorbilder
Alltag, aktuelle Lage, Zeitgeschehen
Verheißung, Endzeit, Ziele, Folgen des Handelns