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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Deny, Take Up, Follow

ohne Namen · Orthodox Christian Network (OCN) · 2026-09-20 · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Gemeinschaft · Hauptbotschaft Umkehr · tragend

Christliche Nachfolge besteht darin, unchristliche Impulse zu überwinden, das eigene und das Leid anderer in der Haltung Christi zu tragen und sich der Führung Jesu zu unterordnen.

Sich selbst zu verleugnen bedeutet, gegen Impulse anzukämpfen, die wir alle haben und die nicht mit dem Christentum im Einklang stehen.

Der Text ist eine Predigt über Markus 8,34-38 und 9,1, die die drei Aufforderungen Jesu – sich selbst verleugnen, das Kreuz auf sich nehmen und ihm nachfolgen – auslegt. Sich selbst verleugnen wird nicht als bewusste Leidenssuche, sondern als ständiges Überwinden unchristlicher Impulse verstanden, etwa bei Sprache oder Genuss. Das Kreuz wird doppelt gedeutet: als Nachahmung der Haltung Christi am Kreuz (Vergebung, Barmherzigkeit, Fürsorge, Vertrauen) und als das individuelle, oft unüberwindbare Leid, das jeder Mensch trägt. Die Kirche wird als Ort beschrieben, der beim Tragen der Kreuze hilft, durch Sakramente, Gebet und gegenseitige Fürsorge der Mitglieder. Nachfolgen wird als Hingabe an die Führung Christi gegenüber dem modernen Ideal der individuellen Freiheit dargestellt. Der Text verweist auf die liturgische Doppelverwendung des Evangeliumsabschnitts und schließt mit einem liturgischen Lob auf das Kreuz sowie einem Appell zum täglichen Handeln.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mk 8,34-38 · Mk 9,1

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Jesus sprach: „Wenn jemand nach Mir kommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge Mir. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um Meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten. Denn was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Oder was kann ein Mensch geben, das er für seine Seele hergibt? Denn wer sich Meiner und Meiner Worte in dieser ehebrecherischen und sündigen Generation schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn Er in der Herrlichkeit Seines Vaters kommen wird mit den heiligen Engeln." Und Er sprach zu ihnen: „Wahrlich, Ich sage euch: Es sind etliche hier stehend, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes gekommen ist mit Kraft." Markus 8: 34-38; 9:1 (Evangelium vom Sonntag nach dem Heiligen Kreuz) Im ersten Satz des heutigen Evangeliumsabschnittes sagt Jesus uns, dass, wenn wir Ihm folgen wollen, es drei Dinge gibt, die wir tun müssen: uns selbst verleugnen, unser Kreuz auf uns nehmen und Ihm folgen. Viele Menschen interpretieren die Idee, sich selbst zu verleugnen, als „bewusstes Leiden zu suchen". Das ist überhaupt nicht das, was Jesus sagt. Sich selbst zu verleugnen bedeutet, gegen Impulse anzukämpfen, die wir alle haben und die nicht mit dem Christentum im Einklang stehen. Zum Beispiel, wenn man einen Impuls hat, unflätige Sprache zu verwenden, oder zu lästern, oder jemanden zusammenzureißen, dann ist das Ziel, diesen Impuls zu verleugnen und gute Sprache zu verwenden, Dinge zu sagen, die lobend sind, und andere zu ermutigen. Um dies verständlicher zu machen, mag ich Limonade, aber Limonade ist ungesund. Ich muss ein Maß an Zurückhaltung aufbringen, um das gesunde Wasser dem ungesunden Limonadetrunk vorzuziehen. Sich selbst zu verleugnen bedeutet, auf einer konstanten Grundlage christliche Entscheidungen zu treffen. „Sein Kreuz" auf sich zu nehmen, kann auf zwei Weisen interpretiert werden, je nachdem, ob sich das „sein" auf das Kreuz Christi bezieht oder auf das einzigartige „Kreuz", das jeder von uns trägt. Schauen wir uns zuerst „das Kreuz Christi" im Kontext dieses Verses an. Das Kreuz Christi auf sich zu nehmen bedeutet, in einer christusähnlichen Weise zu handeln. Speziell, als Christus am Kreuz war, wie handelte Er? Erstens, Er vergab denen, die Ihn töteten. Das war ein unglaubliches Gebärde der Vergebung. Wir haben es schwer, kleine Dinge zu vergeben. Stellt euch vor, jemandem zu vergeben, der euch gefoltert und getötet hat, während er es tut und es weiterhin tut. Zweitens, Er zeigte Barmherzigkeit gegenüber einem Dieb, der in der letzten Sekunde Buße tat. Wiederum gab Er etwas an jemanden, der es nicht verdiente. Das ist Demut, das eigene Ego zu senken, um etwas an jemanden anzubieten, der es nicht verdient. Drittens, Er sorgte für Seine Mutter – selbst in Seinen schwierigsten Momenten hatte Er noch die Fähigkeit, Seine Mutter zu lieben und für Sie zu sorgen, indem Er Ihre Fürsorge Seinem geliebten Jünger Johannes anvertraute. Und viertens, Er vertraute weiterhin auf Gott, indem Er Seinen Geist in Gottes Hände legte. Das Kreuz Christi auf sich zu nehmen bedeutet, wie Christus zu handeln – in allen unseren Umständen vergebend, barmherzig, fürsorglich und vertrauend. Was mich zu den individuellen und einzigartigen Umständen bringt, denen jeder von uns gegenübersteht, den einzigartigen Kreuzen, die jeder von uns trägt. Jeder trägt ein Kreuz irgendeiner Art – es könnte eine Lernbehinderung sein, oder eine geistige Beeinträchtigung, eine chronische Krankheit, oder eine schwierige Lebensumstände, wie das Verlieren eines Kindes, oder das Verlieren eines Elternteils im jungen Alter. Es gibt Kreuze, die jeder von uns trägt und die nicht überwunden werden können. Einige können bewältigt werden, aber jeder hat etwas Belästigendes, das er wahrscheinlich nie bezwingen wird. Das ist das „Kreuz", das wir tragen. Unser eigenes Kreuz auf uns zu nehmen bedeutet, wieder dem Beispiel Christi zu folgen, als Er am Kreuz war – zu vergeben, barmherzig zu sein, fürsorglich zu sein und zu vertrauen. So hatte Christus auch Hilfe, Sein Kreuz zum Golgotha zu tragen. Auch wir brauchen Hilfe, unsere Kreuze zu tragen. Dies ist einer der Gründe, warum wir die Kirche haben – um die Hilfe beim Tragen unserer Kreuze zu bieten. Die Kirche tut dies auf zwei Arten – erstens gibt die Kirche Hilfe durch Gebet, Anbetung und die Sakramente. Es ist die Aufgabe des Priesters, den Pfarreimitgliedern zu helfen, ihre Kreuze zu tragen. Deshalb trägt er bei allen priesterlichen Aufgaben eine Stola um seinen Hals, um ihn und alle anderen an diese heilige Pflicht zu erinnern. Zweitens sollen die Mitglieder der Kirchengemeinschaft einander beim Tragen der Kreuze helfen – es ist die Verantwortung und das Dienstamt jedes Kirchenmitglieds, Ermutigung zu bieten, ein guter Zuhörer zu sein, füreinander zu beten, die Kranken zu besuchen, den Armen zu helfen, den Fremden willkommen zu heißen usw. Das Kreuz auf sich zu nehmen bedeutet nicht, das eigene Kreuz zu tragen, sondern anderen zu helfen, das ihre zu tragen. Schließlich ist es etwas, das wir es anscheinend immer schwerer haben, „nachzufolgen“. Wir sind von unseren Eltern und Gleichaltrigen darauf konditioniert, Anführer zu sein. Wir haben es schwer, Anweisungen zu befolgen – schaut euch an, wie viele Menschen beim Fahren zu schnell fahren. Die Tempolimitschilder geben klare Anweisungen, die wir schwer befolgen können. In einer Gesellschaft, die die individuelle Freiheit feiert, wird es widersprüchlich, ein Nachfolger zu sein. Denn ein Nachfolger gibt in gewisser Weise Freiheit auf. Wenn ich allein mit meinem Auto fahre, kann ich dorthin fahren, wohin ich will. Wenn ich jemandem in meinem Auto folge, muss ich jetzt dorthin fahren, wohin sie wollen. Christus nachzufolgen bedeutet, Ihn führen zu lassen und Ihm dorthin zu folgen, wohin Er führt, was nicht immer mit dem übereinstimmt, wohin wir gehen wollen. Zum Beispiel sagt mir Christus, zu vergeben, aber ich will wütend sein. Also, lasse ich meinen Zorn führen, oder folge Ich Seiner Lehre zu vergeben? Es ist wirklich schwer, Ihn führen zu lassen. Es ist wirklich schwer, ein Nachfolger zu sein. Um jedoch in das Reich des Himmels zu gelangen, müssen wir Nachfolger sein. Wir können uns nicht selbst dorthin führen. Nur Christus kann uns dorthin führen. Das bedeutet, dass wir Ihn an der Spitze sein lassen müssen, was bedeutet, dass wir lernen müssen, gute Nachfolger zu sein. Sich selbst zu verleugnen, sein Kreuz zu tragen und Christus nachzufolgen sind drei Herausforderungen, denen wir täglich gegenüberstehen. Tatsächlich sind diese Ideen so wichtig, dass diese Evangeliumslesung aus Markus 8:34-9:1 ZWEI Sonntage im Jahr gelesen wird – der Sonntag nach dem Fest des Heiligen Kreuzes im September und am dritten Sonntag der Fastenzeit. Es ist der einzige Evangeliumstext, der an zwei Sonntagen im Jahr gelesen wird. (Es gibt ähnliche Evangeliumserzählungen – wie die Geschichte des reichen Mannes, der traurig ging, die an zwei Sonntagen gelesen wird, aber eine Erzählung stammt von Matthäus und die andere von Lukas. Dies ist das einzige Evangelium des Jahres, das an zwei Sonntagen gelesen wird). Freue dich, du bist der Führer der Blinden und der Arzt der Kranken, o höchst kostbares Kreuz, und auch die Auferstehung aller, die gestorben sind, die uns alle emporhebt, die der Verwesung erlegen waren. Die Verwesung ist vernichtet worden, und die Unverweslichkeit ist durch dich aufgeblüht, und wir Sterblichen wurden vergöttlicht, und der Verleumder ist völlig niedergestreckt. Dich heute in den Händen der Hierarchen emporgehoben sehend, preisen wir nun umgekehrt den, der durch dich erhöht wurde, und vor dir niederbeugend verehren wir dich, und große Barmherzigkeit ziehen wir reichlich an. (Aus den Aposticha der Vesper der Erhöhung des Heiligen Kreuzes, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes) Verleugne dich, trage dein Kreuz und folge heute! Der Beitrag Verleugne, Nimm auf, Folge erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
Jesus said, “If any man would come after Me, let Him deny Himself and take up His cross and follow Me. For whoever would save his life will lose it; and whoever loses his life for My sake and the gospel’s will save it. For what does it profit a man, to gain the whole world and forfeit his life? For what can a man give in return for his life? For whoever is ashamed of Me and of My words in this adulterous and sinful generation, of him will the Son of man also be ashamed, when He comes in the glory of His Father with the holy angels.” And He said to them, “Truly, I say to you, there are some standing here who will not taste death before they see that the kingdom of God has come with power.” Mark 8: 34-38; 9:1 (Gospel from the Sunday After the Holy Cross) In the first sentence of today’s Gospel passage, Jesus tells His us that if we wish to follow after Him, there are three things we must—deny ourselves, take up our cross, and follow. Many people interpret the idea of denying oneself as “seeking intentional suffering.” That is not what Jesus says at all. To deny oneself means to fight against impulses we all have that are not in line with Christianity. For instance, if one has an impulse to use bad language, or to gossip, or to rip into someone, the goal is to deny that impulse and use good language, to say things that are complimentary and to encourage others. To make this more understandable, I like soda but soda is unhealthy. I have to use a degree of restraint to opt for the water that is healthy over the soda that isn’t. To deny ourselves means to make the Christians choices on a consistent basis. To take up “his cross” can be interpreted in two ways, depending on whether the “his” refers to Christ’s cross, or the unique “cross” that each of us carries. Let’s first look at “Christ’s cross” in the context of this verse. To take up Christ’s cross means to act in a Christ-like manner. Specifically, when Christ was on the cross, how did He act? First, He forgave those who were killing Him. That was an incredible gesture of forgiveness. We have a difficult time forgiving small things. Imagine forgiving someone for torturing and killing you, as they as doing it and continuing to do it. Second, He showed mercy to a thief who repented at the last second. Again, He gave something to someone who didn’t deserve it. That is humility, to lower one’s ego to offer something to someone else which they don’t deserve. Third, He took care of His mother—even in His most trying moments, He still had the capacity to love and care for His mother, entrusting her care to His beloved Disciple, John. And fourth, He continued to trust in God, placing His Spirit into God’s hands. To take up Christ’s cross means to act like Christ—to be forgiving, merciful, caring and trusting in all of our circumstances. Which brings me to the individual and unique circumstances we each face, the unique crosses we each carry. Everyone carries a cross of some kind—it might be a learning disability, or a mental deficiency, a chronic illness, or a difficult life circumstance, like losing a child, or losing a parent at a young age. There are crosses that each of us carries that cannot be overcome. Some can be managed but everyone has some nagging thing that they will probably never conquer. This is the “cross” we carry. To take up our own cross means to again follow Christ’s example when He was on the cross—to forgive, be merciful, caring and trusting. Christ also had help carrying His cross to Golgotha. We also need help in carrying our crosses. This is one of the reasons we have the church—to provide the help in carrying our crosses. The church does this in two ways—first the church gives help through prayer, worship, and the sacraments. It is the role of the priest to help the parishioners carry their crosses. That’s why he wears a stole around his neck for all priestly duties, to remind him and everyone else of this sacred duty. Secondly, members of the church community are supposed to help one another in carrying crosses—it is the responsibility and the ministry of each church member to offer encouragement, to be a good listener, to pray for one another, to visit the sick, to assist the poor, to welcome the stranger, etc. To take up the cross not involves carrying your own cross but to help others to carry theirs. Finally, to “follow” is something it seems that we have an increasingly harder time doing. We are conditioned by our parents and our peers to be leaders. We have a hard time following directions—look at how many people speed when driving. The speed limit signs provide clear direction, which we have a hard time following. In a society that champions individual freedom, it becomes contradictory to be a follower. Because a follower in some ways gives up freedom. If I am driving my car alone, I can go where I want to go. If I’m following someone in my car, I am now having to go where they want to go. To follow Christ means to let Him lead, and to follow where He leads, which does not always agree with where we want to go. For instance, Christ tells me to forgive but I want to be angry. So, will I let my anger lead, or will I follow His teaching to forgive. It’s really hard to let Him lead. It’s really hard to be a follower. However, to get to the Kingdom of heaven requires us to be a follower. We cannot lead ourselves there. Only Christ can lead us there. Which means that we have to let Him be in the lead, which means we have to learn to be good followers. Denying ourselves, carrying our crosses and following Christ are three challenges we face on a daily basis. In fact, these ideas are so important, that this Gospel lesson from Mark 8:34-9:1 is read TWO Sundays each year—the Sunday after the Holy Cross each September and on the Third Sunday of Lent. It is the only Gospel passage that is read on two Sundays each year. (There are Gospel accounts that are similar—like the story of the rich man who went away sorrowful is read on two Sundays, but one account is from Matthew and the other from Luke. This is the only Gospel of the year that is read on two Sundays). Rejoice, you are the guide for the blind, and the physician of the sick, O most precious Cross, and also the resurrection of all who died, lifting up all of us who had succumbed to corruption. Corruption has been destroyed, and incorruptibility through you has blossomed, and we mortals were deified, and the Slanderer has been utterly stricken down. Seeing you lifted up today in the hands of the Hierarchs, we in turn now exalt Him who was exalted by means of you, and bowing before you we adore you, and great mercy we draw abundantly. (From the Aposticha of the Vespers of the Exaltation of the Holy Cross, Trans. by Fr. Seraphim Dedes) Deny yourself, carry your cross and follow today! The post Deny, Take Up, Follow appeared first on OCN .