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Vaishnava · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

“I Don’t Think I Can Ever Forgive Krishna”

ohne Namen · Gita Daily (Chaitanya Charan Das) · 2026-09-22 · Pune · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Wahrhaftigkeit · tragend Geduld

Die Beziehung zu Krishna muss auch Wut und Schmerz aushalten können, ohne dass der Gläubige seine Gefühle zensiert oder theologisch diszipliniert wird, da eine echte Bhakti-Beziehung das ganze Herz einschließt.

Wenn die einzigen akzeptablen Emotionen in meiner Beziehung zu Krishna die Emotionen sind, die ich haben sollte, dann könnte ich am Ende eine zensierte Version von mir selbst vor ihm präsentieren, anstatt meines tatsächlichen Herzens.

Der Text erzählt von einem amerikanischen Hingebungsvollen, der nach dem Tod seines Sohnes durch einen Stromschlag wütend auf Krishna ist und nicht verzeihen kann. Der Erzähler reagiert zunächst mit theologischem Schock, später mit Mitgefühl. Er reflektiert über die Spannung zwischen der theologischen Größe Gottes und der realen Beziehung des Einzelnen zu ihm. Am Beispiel von Draupadi und Arjuna aus dem Mahabharata und Bhagavad Gita zeigt er, dass schwierige Emotionen in der Beziehung zu Krishna einen Platz haben. Er unterscheidet drei Perspektiven auf Gottes Verhältnis zum Leid: Ursache, Heilung und Trost. Er kritisiert die Praxis, Leid einfach auf vergangenes Karma zu schieben, da dies Gott letztlich doch zur Ursache mache. Der Text schließt mit dem Gedanken, dass man seine Gefühle nicht ablehnen muss, sondern sie zu Gott bringen kann.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Krankheit, Tod, Vergänglichkeit als Grundproblem; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem als Angenommener und Beschenkter beschrieben
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 2.7 · Bhagavad Gita 5.29

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Ich erinnere mich noch immer an den Schock, der mich durchfuhr, als ich diese Worte zum ersten Mal hörte. Der bloße Gedanke, dass ein Mensch daran denken könnte, Gott zu verzeihen, erschien mir anmaßend und lächerlich. Und zu sagen, dass man Gott niemals verzeihen könnte, schien noch verletzender, sogar beleidigend. Ich war auf einer meiner ersten Reisen nach Amerika, vor mehr als einem Jahrzehnt. Diese Worte kamen von einem amerikanischen Hingebungsvollen um die vierzig, einem großen, brilletragenden Mann mit würdevoller Haltung. Aber an diesem Tag sah er zerzaust und zutiefst gebeugt aus. Schmerz schien über sein ganzes Gesicht geschrieben zu stehen. Er versuchte ernsthaft, seine Fassung zu wahren, aber als er begann, mir zu erzählen, was geschehen war, versagte ihm die Stimme. „Mein Sohn spielte zu Hause", sagte er. „Irgendwie bekam er einen Stromschlag. Und er starb." Er rang nach seiner Stimme. „Die Einzelheiten sind zu schmerzhaft, als dass ich sie aussprechen könnte." Mit einem tiefen Atemzug fuhr er fort. „Ich fühle mich sehr wütend auf Krishna, obwohl ich weiß, dass ich es nicht sollte. Und ich glaube nicht, dass ich Krishna jemals für das verzeihen kann, was meinem Sohn widerfahren ist." Während er sprach, begann ich zu verstehen, was er mit „Krishna verzeihen" meinte. Er stellte keine theologische Behauptung auf, dass gesündigt hatte und daher seiner Vergebung bedurfte. Er beschrieb einen Riss in einer Beziehung, der er vertraut hatte. Er fühlte sich von Krishna verraten und wusste nicht, wie er ihm wieder vertrauen konnte. Er sagte, er habe sein Herz einem geistlichen Begleiter geöffnet und Hilfe gehofft. „Ich habe ihm gesagt, was ich fühlte", sagte er. „Aber er wurde wütend auf mich. Er sagte: ‚Wie kannst du es wagen, in Begriffen des Vergebens Gottes zu denken? Es sind wir, die sündig sind und Vergebung brauchen, nicht Gott. Was immer wir leiden, liegt an unserem eigenen vergangenen Karma.'" Sein Leid war greifbar. „Ich fühlte mich furchtbar, und seine Worte ließen mich mich noch schlechter fühlen. Ich fühle mich völlig missverstanden, nicht unterstützt, nicht geleitet. Was kann ich tun?" Bis dahin hatte sich meine anfängliche Reaktion auf seine Worte vor dem Schmerz zurückgezogen, aus dem diese Worte kamen. Ich hielt seine Hände und versuchte, ihm welchen Trost ich nur bieten konnte. Ich erwartete beinahe, dass er in Tränen ausbrechen würde, aber es schien, als hätte er seine Tränen aufgebraucht. „Es tut mir so leid, dass du all das durchmachen musst", sagte ich zu ihm. „Ich kann mir nicht einmal vorstellen, was du durchmachst. Ich weiß, dass nichts, was ich sage, ausreichen kann, um solchen Schmerz zu begegnen." Im Gebet um Führung sagte ich: „Aber was auch immer geschieht, gib bitte nicht den Schutz Krishnas auf. Wenn dich jemand dazu bringt, negativer gegenüber Krishna zu fühlen, halte vorerst etwas Abstand von dieser Person. Gib dir Zeit. Finde irgendwie deinen Weg zurück zu Krishna." Sogar während ich diese Worte sprach, wusste ich, dass sie schmerzhaft unzureichend waren. Kürzlich kam mir dieses Gespräch wieder in den Sinn, als ich eine öffentliche Erklärung von Aishanya Dwivedi las, deren Ehemann Shubham Dwivedi bei dem Terroranschlag in Pahalgam getötet worden war. Sie beschrieb, wie wütend sie auf Gott gewesen war nach dem Tod ihres Ehemannes und wie sie, trotz der Tatsache, dass sie immer noch unbeantwortete Fragen hatte, einen Punkt erreicht hatte, an dem sie sagen konnte, dass sie Gott verziehen hatte. Ein Hingebungsvoller fragte mich anschließend, wie ich ihre Erklärung über das Vergeben Gottes verstehen und darauf eingehen würde. Dieses Mal, als ich den Gedanken, Gott zu verzeihen, wieder hörte, fühlte ich nicht denselben Schock. Ich fühlte nur Traurigkeit und Mitgefühl. Ich fühlte nicht mehr das gleiche reflexartige Bedürfnis, die Theologie zu polizeilich zu überwachen oder als selbsternannter philosophischer Wächter jeder Aussage zu agieren, auf die ich stieß. Ich fühlte nicht das Bedürfnis, mich auf die provokante Frage zu konzentrieren, die mich anfangs so sehr beunruhigt hatte: Wie kann jemand denken, dass er Gott verzeihen kann – oder, noch schlimmer, dass er Gott niemals verzeihen kann? Ich fühlte, dass die dringlichere Frage war: Was tun wir, wenn unerträglicher Schmerz unsere Beziehung zu Gott mit Wut füllt? Diese Frage hat mich allmählich dazu geführt, unsere Beziehung zu Krishna auf eine Weise zu verstehen, die ich mir wünschte, besser verstanden zu haben, als ich diesen trauernden Vater traf. Wut einen Ort geben, an den sie gehen kann Es gibt zwei Realitäten, die wir zusammenhalten müssen, wenn wir über unsere Beziehung zu Gott sprechen. Eines ist die Wirklichkeit dessen, wer Gott ist. Krishna ist kein weiterer fehlerhafter Mensch. Er ist der allwissende, allmächtige und letztlich wohlwollende Herr. Aus dieser Perspektive betrachtet kann die Vorstellung, dass ich, ein endlicher Mensch, Gott „vergeben" müsse, zumindest theologisch fragwürdig erscheinen. Aber es gibt eine andere Wirklichkeit: Dies ist eine Beziehung. Wenn ich möchte, dass meine Beziehung zu Krishna real und tief wird – wenn ich mein Herz in diese Beziehung investieren möchte –, dann werde ich unweigerlich eine breite Palette von Emotionen in ihr erleben. Und wenn etwas Verheerendes geschieht, während ich das Gefühl habe, Gott treu geblieben zu sein, kann ich das Gefühl haben, dass Gott es versäumt hat, seinen Teil zu tun, indem er mich beschützt oder die Katastrophe verhindert. Ich kann wütend auf ihn sein. Was sollen wir mit solchen Gefühlen anfangen? Wenn die einzigen akzeptablen Emotionen in meiner Beziehung zu Krishna die Emotionen sind, die ich haben sollte, dann könnte ich am Ende eine zensierte Version von mir selbst vor ihm präsentieren, anstatt meines tatsächlichen Herzens. Meine Gedanken gingen zu einem Vorfall im Mahabharata. Nach dem katastrophalen Würfelspiel und dem Versuch, Draupadi zu entkleiden, trifft Krishna die Pandavas während ihres Exils. Draupadi schüttet ihre Qual vor ihm aus. Sie erinnert sich an die schreckliche Demütigung, die sie in der Versammlung der Kuru erlitten hatte, und fragt, wie sie – die Frau der Pandavas und Krishnas eigene Freundin – einem solchen Übergriff ausgesetzt werden konnte. Ihre Qual bricht in Tränen und Wut aus, und schließlich wendet sie sich an Krishna als ihr Schutz. Krishna hätte antworten können, indem er sich darauf konzentrierte, was er bereits für sie getan hatte: ihre Kleider unendlich gemacht. Schließlich hatte Dushasana letztlich versagt, sie zu entkleiden; ihre Ehre war geschützt worden. Er hätte ihr sagen können, aufzuhören, so zu fühlen, und stattdessen dankbar für den Schutz zu sein, den sie erhalten hatte. Aber selbst wenn das Entkleiden gescheitert war, hatte der Versuch, sie öffentlich vor dieser Versammlung zu entblößen, an sich schon entwürdigend gewirkt. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, was er für Draupadi getan hatte, konzentriert sich Krishna darauf, was Draupadi fühlt. Er schämt sie nicht dafür, dass sie ihre Qual ausdrückt. Er tröstet sie und versichert ihr, dass diejenigen, die ihr solches Leid zugefügt hatten, die Konsequenzen ihrer Taten tragen würden. Was mich an diesem Austausch beeindruckt, ist, dass Draupadis Qual einen Ort hat, an den sie gehen kann. Wenn Krishna kommt, um sie und die Pandavas zu treffen, interagiert sie mit ihm nicht nur als Gott, der eine erhabene theologische Position einnimmt, sondern als jemand, mit dem sie eine echte Beziehung hat. Und innerhalb dieser Beziehung öffnet sie ihm natürlich ihr Herz und erzählt ihm, was sie durchgemacht hat – einschließlich ihres Schmerzes, ihrer Wut und ihrer Qual. Vielleicht war dies ein Aspekt der Bhakti, den ich nicht ausreichend geschätzt hatte. Meine Beziehung zu Krishna kann mich zu jeder Zeit schützen – nicht nur, wenn meine Gefühle besänftigt und spirituell ausgerichtet sind, sondern auch, wenn sie noch roh und turbulent sind. Draupadis Interaktion mit Krishna zeigte mir eine Seite der Beziehung. Krishna mag unsere schwierigen Emotionen nicht gegen uns verwenden. Aber was ist mit der Bewegung in die andere Richtung? Was, wenn unsere eigenen schwierigen Emotionen uns davon abhalten, auf Krishna zuzugehen? Mein Geist ging zu Arjuna zu Beginn des Bhagavad Gita. Wenn wir uns von Gott nicht gehört fühlen Nachdem Arjuna seine Qual darüber ausgeschüttet hatte, dass er gegen seine Verwandten, Ältesten und Lehrer kämpfen muss, ist Krishnas erste Reaktion erstaunlich scharf: Er sagt ihm, seine „Herzschwäche" aufzugeben. Arjuna erwidert mit etwas, das fast wie moralischer Empörung wirkt. Was er erlebt, scheint ihm ein tiefgreifendes moralisches Dilemma zu sein, keine bloße Schwäche. Er fragt Krishna rhetorisch, wie er es überhaupt schaffen könnte, Pfeile auf Bhishma, seinen Großvater, und Drona, seinen Lehrer, abzuschießen. Wie Kommentatoren hervorgehoben haben, ist die Kraft von Arjunas Einwand bemerkenswert: Würde Krishna nicht ähnliche quälende Zögerlichkeit erleben, wenn er gezwungen wäre, Pfeile auf seinen eigenen Großvater Ugrasena oder seinen Lehrer Sandipani Muni abzuschießen? Und trotz dieser starken Gefühle geht Arjuna nicht von Krishna weg. Er setzt seine Argumentation fort. Doch bald erkennt er, dass seine Gefühle, trotz seiner Argumente, seine Verwirrung darüber, was er tatsächlich tun sollte, nicht aufgelöst haben. In 2.7 wendet er sich an genau jenen Krishna, dessen erste Antwort er abgelehnt hatte, und bittet um Führung. Selbst als Krishnas Antwort so wirkte, als würde sie seine Emotion falsch darstellen, blieb Arjuna in der Beziehung. Er sprach weiter, stellte weiter Fragen und wandte sich schließlich an Krishna um Führung. Wir müssen unsere Gefühle nicht ablehnen. Noch müssen wir all unsere Gefühle auflösen, bevor wir uns an Krishna wenden. Selbst wenn wir uns von Gott nicht gehört fühlen, können wir genau dieses Gefühl zu Gott bringen. Ursache, Heilung und Trost Wenn schreckliches Leid zuschlägt, fragen wir natürlich: Warum ist das passiert? Warum hat Gott es geschehen lassen? Wo war Gott, als ich litt? Bevor wir solche Fragen beantworten können, müssen wir zwischen drei verschiedenen Arten unterscheiden, auf die wir uns Gottes Verhältnis zu unserem Leid vorstellen können: Gott als Ursache, Gott als Heilung und Gott als Trost. Die Frage nach der Ursache fragt, warum das Leid geschah. Heilung weist darauf hin, was uns letztlich über den Zustand hinausführen kann, in dem solches Leid entsteht. Trost fragt, was uns helfen kann, das Leid zu ertragen, das wir gerade durchmachen. Die erste – Gott als Ursache – ist oft die, auf die wir uns fixieren. Und doch ist es vielleicht die, über die wir am wenigsten wissen können. Einfach zu sagen, dass Gott unser Leid verursacht, bedeutet, die anderen Faktoren zu übersehen, die in die Art und Weise, wie Ereignisse sich entfalten, einfließen, einschließlich unserer eigenen menschlichen Handlungsfähigkeit. Darüber hinaus erklärt die Gita in 5.29, dass Gott der Wohltäter aller lebenden Wesen ist. Wie sollen wir dann seine Rolle verstehen, wenn Leid kommt? Manche Menschen, wie der Mentor jenes amerikanischen Hingebungsvollen, mögen das Leid einer Person ihrem eigenen vergangenen Karma zuschreiben. Aber hilft das wirklich? Immerhin wirkt Karma unter Krishnas Aufsicht. Wir wissen gewöhnlich nicht, was wir in der Vergangenheit getan haben, um ein bestimmtes Leid zu verursachen, oder warum seine Folge zu einem bestimmten Zeitpunkt kam. Und wenn Gott ein solches undurchsichtiges System kosmischer Rechenschaft erschaffen und beaufsichtigt, werden wir nicht letztlich Gott dafür verantwortlich machen, das System so gemacht zu haben? Somit löst das bloße Anrufen von Karma das Problem, Gott für unser Leid verantwortlich zu machen, nicht. Und wenn jemand in tiefem Schmerz ist, kann es so wirken, als wären wir mehr daran interessiert, Gott zu verteidigen, als ihm zu helfen, wenn man ihm sagt, dass sein Leid auf „vergangenes Karma" zurückzuführen ist. Meine Gedanken gingen auf einen Vorfall im Śrīmad-Bhāgavatam. In 1.17.18, als König Parikshit den personifizierten Dharma bittet, die Ursache seines Leidens zu benennen, antwortet Dharma, dass es äußerst schwierig sei, die besondere Ursache festzustellen, weil es unterschiedliche philosophische Erklärungen gibt. Das nächste Vers selbst listet mehrere verschiedene Ansichten über Kausalität auf. Dies ist der personifizierte Dharma, der spricht – nicht jemand, der die Wirkungsweise von Karma nicht kennt. Der Punkt ist nicht, dass Leid keine Ursachen hat, sondern dass Kausalität auf mehreren Ebenen wirken kann und sich nicht auf die einfache Erklärung reduzieren lässt, die wir geneigt sind zu geben. Die Bhagavad Gita 4.17 warnt uns ebenfalls, dass gahanā karmaṇo gatiḥ: die Verwicklungen der Handlung sind sehr schwer zu verstehen. Wenn Dharma selbst über die Schwierigkeit spricht, die genaue Ursache von Leid zu identifizieren, und wenn Krishna uns selbst sagt, dass die Wirkungsweise der Handlung schwer zu durchschauen ist, wer bin ich, ein Urteil von einer Position der Gewissheit aus zu fällen? Das macht mich vorsichtig, wenn die Antwort auf den enormen Schmerz eines Menschen in Form einer platten Antwort kommt: „Es ist dein Karma." Manchmal ist die Ursache von Leid erkennbar, und das Verständnis davon kann uns helfen, klug zu reagieren. Aber manchmal ist es das nicht. Und besonders inmitten intensiven Leidens kann eine Erklärung auf der Ebene des Kopfes wenig dazu beitragen, das verwundete Herz zu heilen. Gott als Ursache meines Leidens zu betrachten, ist nicht nur theologisch, sondern auch relational problematisch. Wenn ich Gott für mein Leiden verantwortlich mache – sei es dafür, dass er es verursacht hat, dafür, dass er ein System geschaffen hat, das es verursacht hat, oder sogar dafür, dass er es nicht verhindert hat –, dann wird es für mich schwieriger, mich ihm zuzuwenden. Mehr noch: Es kann zu meinem Grund oder sogar zu meiner Rechtfertigung werden, mich von ihm abzuwenden. Aber wenn Zorn auf Gott mich von Gott wegtreibt, bleibt das Leiden bestehen, während ich den Zugang zu der Beziehung verliere, die mir inmitten dieses Leidens Trost schenken kann. Darum sind die anderen beiden Perspektiven für mich zunehmend wichtig geworden. Gott als Heilung Die Bhagavad Gita 2.13 bietet eine Vision, in der unsere gegenwärtige verkörperte Existenz nicht die Gesamtheit dessen ist, was wir sind. Der Kern unseres Seins ist die Seele, die nicht vernichtet wird, wenn der Körper vernichtet wird, und diese Seele hat eine beständige Beziehung mit dem unerschöpflichen Herrn. Diese Vision macht den Schmerz der Trauer nicht schmerzfrei. Noch gibt sie uns eine schnelle Erklärung für jede Tragödie. Aber sie gibt der Sterblichkeit einen Horizont jenseits der Sterblichkeit. Letztlich bietet uns die Bhakti eine Erhebung auf eine Ebene der Existenz jenseits dieser Welt der Sterblichkeit und des Elends und die Wiederherstellung unserer ewigen Beziehung mit Krishna. Das ist die ultimative Heilung. Aber diese Heilung kann fern erscheinen, wenn wir gerade jetzt leiden. Aber über das Bemühen hinaus, zu verstehen, ob Gott die Ursache meines Leidens ist, und über das Hinsehen zu ihm hin zur ultimativen Heilung vom Leiden, gibt es einen anderen Weg, auf dem ich Gott erfahren kann, der viel unmittelbarer zugänglich ist. Gott als Trost Ich habe den Schmerz des Verlustes eines Kindes nicht erfahren, aber ich habe meinen Anteil an Schmerz erfahren. Oft ist dieser Schmerz über mich hereingebrochen, ohne jede verständliche Erklärung. Trotz des Nichtwissens um die Ursache des Schmerzes und trotz der Tatsache, dass ich noch weit davon entfernt bin, die vollständige Heilung vom Schmerz zu erfahren, die Krishna durch die Bhakti bietet, habe ich inmitten meiner Momente des Schmerzes immense Erleichterung und Trost gefunden. Ein besonderes Ereignis bleibt in meiner Erinnerung. Ich war einmal im ISKCON-Tempel in Juhu, ging auf und ab in einem Korridor, während ich meine morgendliche Mantra-Meditation vollzog. Ich hatte dort schon eine Weile gelaufen. Niemand sonst schien sich durch den Bereich zu bewegen, und es gab keine Hindernisse auf meinem Weg. Besonders gebetsergeben und versunken, schloss ich die Augen und ging weiter, während ich chantete. Unwissentlich für mich war jemand gekommen, um aus einem großen Wasserbehälter mit einem Hahn zu trinken, der in der Nähe des Korridors aufgestellt war. Es schien, als hätte der Hahn nicht vollständig geschlossen, sodass etwas Wasser auf den Boden lief. Mein rechter Fuß landete auf der nassen Stelle und rutschte aus. Mein linkes Bein ist seit der Kindheit von Polio betroffen und kann mich nicht gut stützen. Zu dieser Zeit trug ich auch eine Schiene, die das Bein daran hinderte, sich natürlich zu beugen, als ich fiel. Meine beiden Beine streckten sich gewaltsam in entgegengesetzte Richtungen, und mein linkes Bein, das bereits durch Polio und Osteoporose geschwächt war, erlitt eine schwere Fraktur. Der Schmerz war anders als alles, was ich je zuvor erfahren hatte. Im Bemühen, den Schmerz zu ertragen, begann ich fast instinktiv, Verse aus der Bhagavad Gita zu rezitieren. Und dann geschah etwas, das eine meiner stärksten spirituellen Erinnerungen geblieben ist. Solange ich in der Rezitation der Verse versunken blieb, erlebte ich außergewöhnliche Erleichterung vom Schmerz. Jedes Mal, wenn ich aufhörte zu rezitieren, schien der Schmerz in mein Bewusstsein zurückzuströmen. So kehrte ich durch die Ungewissheit, die Beurteilung der Verletzung, das Röntgenbild, die Fahrt ins Krankenhaus und die endgültige Bestätigung, dass ich eine Operation bräuchte, immer wieder zu den Versen der Gita zurück. Ich würde diesen Schmerz niemandem wünschen. Und doch würde ich nicht darauf verzichten wollen, was mir dieser Schmerz offenbart hat. Krishna zu gedenken hob mein Bewusstsein über diesen Schmerz hinaus. Im Rückblick hätte ich leicht ganz andere Fragen stellen können: Krishna, ich versuchte aufmerksam zu rezitieren. Ist das nicht das, was du von mir willst? Warum musste genau diese Person das Wasser genau dort verschütten? Warum musste ich genau in diesem Moment die Augen schließen? Warum sollte ein Versuch, aufmerksamer zu rezitieren, in einem gebrochenen Bein enden? Zum Glück – oder durch Krishnas Barmherzigkeit – gingen meine Gedanken nicht in diese Richtung. Weil die Frage nach der Ursache nicht zwischen mir und Krishna trat, konnte ich mitten in heftigem Schmerz echte und bemerkenswerte Erleichterung erfahren. Und ich hoffe aufrichtig, dass jeder solche Erleichterung in seinen eigenen Momenten des Schmerzes erfahren kann. Krishnas Liebe ist groß genug für unseren Zorn Dieser trauernde Vater kam nie wieder, um mich zu treffen. Aber wenn ich ihn heute treffen würde, wären meine Worte vielleicht angemessener – oder zumindest weniger unangemessen. Ich würde ihm wahrscheinlich etwas wie Folgendes sagen: „Krishna wird dich wegen deines Zorns nicht verwerfen, und du musst Krishna wegen deines Zorns nicht verwerfen. „Belade dich nicht mit Schuld wegen des Zorns, den du fühlst. Krishna versteht, was du durchmachst, und seine Liebe zu dir ist groß genug, um deinen Zorn aufzunehmen. Du musst diesen Zorn nicht leugnen oder unterdrücken, bevor du zu ihm gehst. Du kannst zu ihm gehen mit deinem Zorn und Trost bei ihm suchen. Und vielleicht, durch den Trost, den du in deiner Beziehung mit ihm erfährst, wirst du allmählich feststellen, dass dein Zorn selbst nachzulassen beginnt. „Und lass deinen Zorn nicht davon ab, dich von Krishna wegzutreiben. In jeder Beziehung, die uns tief wichtig ist, wenn wir uns verletzt oder wütend fühlen, beenden wir die Beziehung nicht unbedingt. Wir versuchen, diese schwierigen Emotionen zu bewältigen, weil die Beziehung es wert ist, bewahrt zu werden. Unsere Beziehung mit Krishna ist von höchstem Wert, bewahrt zu werden. Also versuche auch mit deinem Zorn, deinen Weg zu ihm zu finden." Während ich über all dies nachdach
Wortlaut im Original
I still remember the shock that went through me when I first heard those words. The very idea that a human being could think of forgiving God seemed to me presumptuous and preposterous. And to say that one could never forgive God seemed even more outrageous, even offensive. I was on one of my first trips to America, over a decade ago. Those words came from an American devotee around forty, a tall, bespectacled man with a dignified bearing. But that day he looked disheveled and deeply distressed. Pain seemed written all over his face. He was trying earnestly to maintain his composure, but as he began telling me what had happened, his voice choked. “My son was playing at home,” he said. “Somehow, he got an electric shock. And he died.” He struggled to find his voice. “The details are too painful for me to speak.” Taking a deep breath, he continued. “I feel very angry with Krishna, even though I know I shouldn’t. And I don’t think I can ever forgive Krishna for what happened to my son.” As he spoke, I began to understand what he meant by “forgive Krishna.” He wasn’t making a theological claim that God had sinned and therefore needed his pardon. He was describing a rupture in a relationship he had trusted. He felt betrayed by Krishna, and he didn’t know how he could trust him again. He said he had opened his heart to a spiritual guide, hoping for help. “I told him what I was feeling,” he said. “But he became angry with me. He said, ‘How dare you think in terms of forgiving God? It’s we who are sinful and need forgiveness, not God. Whatever we suffer is because of our own past karma.’” His anguish was palpable. “I was feeling terrible and his words just made me feel worse. I feel completely misunderstood, unsupported, unguided. What can I do?” By then, my initial reaction to his words had receded before the pain from which those words were coming. I held his hands, trying to offer whatever comfort I could. I almost expected him to break into tears, but it seemed as if he had run out of tears. “I am so sorry that you have had to go through all this,” I told him. “I can’t even imagine what you are going through. I know that nothing I say can be enough to address such pain.” Praying for guidance, I said, “But whatever happens, please don’t give up the shelter of Krishna. If someone is making you feel more negative toward Krishna, keep some distance from that person for now. Give yourself time. Somehow, find your way back to Krishna.” Even as I spoke those words, I knew that they were painfully inadequate. Recently, that conversation came back to me when I read a public statement by Aishanya Dwivedi, whose husband, Shubham Dwivedi, had been killed in the Pahalgam terrorist attack. She described how angry she had been with God after her husband’s death and how, despite still having unanswered questions, she had reached a point where she could say that she had forgiven God. A devotee subsequently asked me how I would understand and address her statement about forgiving God. This time, on hearing again the idea of forgiving God, I didn’t feel the same shock. I felt only sadness and sympathy. I no longer felt the same reflexive need to police theology or act as a self-appointed philosophical watchdog of every statement I encountered. I didn’t feel the need to focus on the provocative question that had initially disturbed me so much: How could someone think that they could forgive God—or, worse still, that they could never forgive God? I felt the more pertinent question was: What do we do when unbearable pain fills our relationship with God with anger? That question has gradually led me to understand our relationship with Krishna in a way that I wish I had understood better when I met that grieving father. Giving Anger Somewhere to Go There are two realities we need to hold together when we speak about our relationship with God. One is the reality of who God is. Krishna is not another fallible human being. He is the omniscient, omnipotent and ultimately benevolent Lord. Viewed from that perspective, the notion that I, a finite human being, need to “forgive God” can indeed seem theologically questionable, to say the very least. But there is another reality: this is a relationship. If I want my relationship with Krishna to become real and deep—if I want to invest my heart in that relationship—then inevitably I will experience a wide range of emotions within it. And if something devastating happens when I feel I have tried to remain faithful to God, I may feel that God has failed to do his part by protecting me or by preventing the disaster. I may feel angry with him. What are we supposed to do with such feelings? If the only acceptable emotions in my relationship with Krishna are the emotions I am supposed to have, then I may end up presenting to him a sanitized version of myself rather than my actual heart. My thoughts went to an incident in the Mahabharata. After the catastrophic dice game and Draupadi’s attempted disrobing, Krishna meets the Pandavas during their exile. Draupadi pours out her anguish before him. She recalls the terrible humiliation she had endured in the Kuru assembly and asks how she—wife of the Pandavas and Krishna’s own friend—could have been subjected to such an outrage. Her anguish pours out in tears and anger, and eventually she turns to Krishna as her shelter. Krishna could have responded by focusing on what he had already done for her: made her clothes unlimited. After all, Dushasana had ultimately failed to disrobe her; her honor had been protected. He could have told her to stop feeling as she did and instead be grateful for the protection she had received. But even though the disrobing had failed, the attempt to strip her publicly before that assembly had itself been mortifying. Rather than focusing on what he had done for Draupadi, Krishna focuses on what Draupadi is feeling. He does not shame her for expressing her anguish. He consoles her and assures her that those who had caused her such suffering would face the consequences of their actions. What strikes me about this exchange is that Draupadi’s anguish has somewhere to go. When Krishna comes to meet her and the Pandavas, she interacts with him not merely as God occupying an exalted theological position, but as someone with whom she has a real relationship. And within that relationship, she naturally opens her heart to him and tells him what she has been going through—including her pain, her anger and her anguish. Perhaps this was an aspect of bhakti that I had not sufficiently appreciated. My relationship with Krishna can shelter me at all times—not just when my feelings are settled and spiritually aligned, but also when they are still raw and turbulent. Draupadi’s interaction with Krishna showed me one side of the relationship. Krishna may not hold our difficult emotions against us. But what about the movement in the other direction? What if our own difficult emotions hold us back from moving toward Krishna? My mind went to Arjuna at the start of the Bhagavad Gita. When We Feel Unheard by God After Arjuna has poured out his anguish about having to fight his relatives, elders and teachers, Krishna’s first response is startlingly sharp: he tells him to give up his “weakness of heart.” Arjuna counters with what seems almost like moral indignation. What he is experiencing seems to him to be a profound moral dilemma, not mere weakness. He rhetorically asks Krishna how he could possibly shoot arrows at Bhishma, his grandfather, and Drona, his teacher. As commentators have pointed out, the force of Arjuna’s objection is striking: would Krishna not experience similar anguishing hesitation if he had to shoot arrows at his own grandfather Ugrasena or his teacher Sandipani Muni? Yet despite these strong feelings, Arjuna does not walk away from Krishna. He continues arguing his case. But he soon realizes that, despite his arguments, expressing his emotions has not resolved his confusion about what he should actually do. By 2.7, he turns toward the very Krishna whose initial response he had resisted and asks for guidance. Even when Krishna’s response seemed to mischaracterize his emotion, Arjuna stayed in the relationship. He continued speaking, continued questioning and eventually turned to Krishna for guidance. We don’t have to reject our feelings. Nor do we have to resolve all our feelings before we turn to Krishna. Even when we feel unheard by God, we can take that very feeling to God. Cause, Cure and Comfort When terrible suffering strikes, we naturally ask, Why did this happen? Why did God allow it to happen? Where was God when I was suffering? Before we can address such questions, we need to differentiate between three distinct ways in which we may conceive of God’s relationship with our suffering: God as cause, God as cure and God as comfort. The question of cause asks why the suffering happened. Cure points toward what can ultimately take us beyond the condition in which such suffering occurs. Comfort asks what can help us bear the suffering we are going through now. The first—God as cause—is often the one on which we fixate. Yet it may be the one about which we can know the least. To say simply that God causes our suffering is to overlook the other factors involved in how events unfold, including our own human agency. Moreover, the Gita declares in 5.29 that God is the well-wisher of all living beings. How, then, are we to understand his role when suffering comes? Some people, like the mentor of that American devotee, may attribute a person’s suffering to their own past karma. But does that really help? After all, karma operates under Krishna’s supervision. We ordinarily don’t know what we did in the past to cause a particular suffering, or why its consequence came at a particular time. And if God created and oversees such an opaque system of cosmic accountability, won’t we ultimately end up blaming God for having made the system that way? Thus, simply invoking karma does not solve the problem of blaming God for our suffering. And when someone is in deep pain, telling them that their suffering is due to “past karma” can make it seem as if we are more concerned about defending God than helping them. My thoughts went to an incident in the Śrīmad-Bhāgavatam. In 1.17.18, when King Parikshit asks Dharma personified to identify the cause of his suffering, Dharma replies that it is extremely difficult to ascertain the particular cause because there are differing philosophical explanations. The next verse itself lists several different views about causality. This is Dharma personified speaking—not someone ignorant of the workings of karma. The point is not that suffering has no causes, but that causality can operate at several levels and may not be reducible to the simple explanation we are tempted to give. The Bhagavad Gita 4.17 similarly cautions us that gahanā karmaṇo gatiḥ: the intricacies of action are very difficult to understand. When Dharma himself speaks about the difficulty of identifying the precise cause of suffering, and when Krishna himself tells us that the workings of action are difficult to discern, who am I to pronounce a judgment from a position of certainty? That makes me cautious when the response to someone’s immense pain comes in the form of a pat reply: “It’s your karma.” Sometimes the cause of suffering is discoverable, and understanding it can help us respond wisely. But sometimes it isn’t. And especially amid intense anguish, an explanation at the level of the head may do little to heal the wounded heart. Considering God the cause of my suffering is problematic not just theologically but also relationally. If I hold God responsible for my suffering—whether for causing it, for creating a system that caused it, or even for not preventing it—that will make it harder for me to turn toward him. More than that, it may become my reason, or even my justification, for turning away from him. But if anger at God drives me away from God, the suffering remains, while I lose access to the relationship that can give me solace amid that suffering. That is why the other two perspectives have become increasingly important to me. God as Cure The Bhagavad Gita 2.13 offers a vision in which our present embodied existence is not the entirety of who we are. The core of our being is the soul, which is not destroyed when the body is destroyed, and that soul has an enduring relationship with the inexhaustible Lord. That vision does not make bereavement painless. Nor does it give us a quick explanation for every tragedy. But it gives mortality a horizon beyond mortality. Ultimately, bhakti offers us elevation to a level of existence beyond this world of mortality and misery and the restoration of our eternal relationship with Krishna. That is the ultimate cure. But that cure may seem far away when we are hurting right now. But beyond trying to understand whether God is the cause of my suffering and looking toward him for the ultimate cure for suffering, there is another way I can experience God that is much more immediately accessible. God as Comfort I have not experienced the pain of losing a child, but I have experienced my share of pain. Often, that pain has come upon me without any intelligible explanation. Despite not knowing the cause of the pain, and despite still being a long way from experiencing the complete cure from pain that Krishna offers through bhakti, I have found immense relief and comfort amid my moments of pain. One particular incident stands out in my memory. I was once in the ISKCON temple at Juhu, walking up and down a corridor while doing my morning mantra meditation. I had been walking there for some time. Nobody else seemed to be moving through the area, and there were no obstacles in my path. Feeling especially prayerful and absorbed, I closed my eyes and continued walking while chanting. Unknown to me, someone had come to drink from a large water container with a tap that was placed near the corridor. It seemed that the tap had not been closed completely, causing some water to spill onto the floor. My right foot landed on the wet patch and slipped. My left leg has been affected by polio since childhood and cannot support me well. At that time, I also wore a brace that prevented the leg from bending naturally as I fell. My two legs stretched violently in opposite directions, and my left leg, already weakened by polio and osteoporosis, suffered a severe fracture. The pain was unlike anything I had experienced before. In trying to bear the pain, I almost instinctively began reciting verses from the Bhagavad Gita. And then something happened that remains one of my strongest spiritual memories. As long as I remained absorbed in reciting the verses, I experienced extraordinary relief from the pain. Whenever I stopped reciting, the pain seemed to surge back into my awareness. So through the uncertainty, the assessment of the injury, the X-ray, the journey to the hospital and the eventual confirmation that I would need surgery, I kept returning to the Gita’s verses. I would never wish that pain on anyone. Yet I would not want to lose what that pain revealed to me. Remembering Krishna raised my consciousness above that pain. Looking back, I could easily have asked very different questions: Krishna, I was trying to chant attentively. Isn’t that what you want me to do? Why did that person have to spill water precisely there? Why did I have to close my eyes precisely then? Why should an attempt to chant more attentively end in a fractured leg? Fortunately—or by Krishna’s mercy—my thoughts did not go in that direction. Because the question of cause did not come between me and Krishna, I was able to experience real and remarkable relief amid severe pain. And I earnestly hope that everyone can experience such relief amid their own moments of pain. Krishna’s Love Is Large Enough for Our Anger That grieving father never came to meet me again. But if I met him today, perhaps my words would be more adequate—or at least less inadequate. I would probably say something like this to him: “Krishna won’t reject you because of your anger, and you don’t have to reject Krishna because of your anger. “Don’t burden yourself with guilt for the anger you are feeling. Krishna understands what you are going through, and his love for you is large enough to accommodate your anger. You don’t have to deny or suppress that anger before going to him. You can go to him with your anger and seek solace in him. And perhaps, through the comfort you experience in your relationship with him, you may gradually find that your anger itself begins to lessen. “And don’t let your anger drive you away from Krishna. In any relationship that is deeply important to us, when we feel hurt or angry, we don’t necessarily end the relationship. We try to work through those difficult emotions because the relationship is worth preserving. Our relationship with Krishna is supremely worth preserving. So even with your anger, keep trying to find your way toward him.” As I reflected on all this, I offered a prayer: My dear Lord, when I meet people going through excruciating pain, help me see beneath whatever they may say to the wound from which they are speaking. Let me not add spiritual guilt to their grief. Give me the words to help them work through their difficult emotions without losing their relationship with you. And when pain comes into my own life, let me seek its cause where that search can help me act responsibly. But when the cause remains beyond my understanding, save me from becoming imprisoned by the question “Why?” Help me instead turn toward you and find comfort in your remembrance. *** 05.29 A person in full consciousness of Me, knowing Me to be the ultimate beneficiary of all sacrifices and austerities, the Supreme Lord of all planets and demigods, and the benefactor and well-wisher of all living entities, attains peace from the pangs of material miseries. The post “I Don’t Think I Can Ever Forgive Krishna” first appeared on Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON .