Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Some Historical Background from the Old Testament
ohne Namen ·
Orthodox Christian Network (OCN) ·
2026-09-23
· Quelle
Hoffnung · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Wissen · tragend
Die christliche Identität gründet nicht im Alten Bund des Gesetzes, sondern im Neuen Bund der Verheißung, dessen erstes schriftlich bezeugtes Ereignis die Empfängnis Johannes des Täufers ist.
Der Neue Bund ist vollkommen und dauerhaft. Er hat den Alten Bund ersetzt. Unsere Hoffnung findet sich nicht im Wahren guter Ordnung, sondern in der opferbereiten Liebe, die Christus uns gezeigt hat.
Der Text erklärt die Epistel-Lektion aus Galater 4,22-27 im Kontext des Fests der Empfängnis des hl. Johannes des Täufers am 23. September. Er erzählt die alttestamentliche Geschichte von Abraham, Sara und Hagar und zeigt, wie Paulus die beiden Frauen als Gleichnis für zwei Bünde deutet: Hagar steht für den Alten Bund vom Sinai, Sara für den Neuen Bund durch Verheißung. Der Text betont, dass der Neue Bund durch die Inkarnation Christi den Alten Bund ersetzt hat und vollkommen sowie dauerhaft ist. Die Empfängnis Johannes des Täufers wird als erstes schriftlich aufgezeichnetes Ereignis des Neuen Bundes vorgestellt, analog zur Empfängnis der Jungfrau Maria. Der Text verortet die christliche Identität in der Linie Isaaks, Jakobs, Davids und Jesu, nicht in der Linie Ismaels. Er schließt mit dem Hinweis, dass das Wissen um die eigene Herkunft und Heilsgeschichte Orientierung gibt.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
- Was hilft dagegen?
-
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
der Text kritisiert nicht
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- die eigene Herkunft in der Heilsgeschichte kennen (innerlich)
- das Fest der Empfängnis Johannes des Täufers gedenken (rituell)
Genannte Stellen
Gal 4,22-27 · Lk 1 · Gen 16 · Gen 16,12
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 2 von 3, benannt: Angehörige des Alten Bundes, symbolisch die Linie Ismaels und das irdische Jerusalem
- Zeitbezug
- früher 3, jetzt 1, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Denn es ist geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen durch eine Sklavin und einen durch eine freie Frau. Aber der Sohn der Sklavin wurde nach dem Fleisch geboren, der Sohn der freien Frau durch die Verheißung. Dies aber ist eine Gleichnis: Diese Frauen sind zwei Bundnisse. Der eine ist vom Berg Sinai, der Kinder zur Knechtschaft gebiert; sie ist die Hagar. Nun ist Hagar der Berg Sinai in Arabien; sie entspricht dem jetzigen Jerusalem, denn sie ist in Knechtschaft mit ihren Kindern. Aber das Jerusalem droben ist frei, und sie ist unsere Mutter. Denn es ist geschrieben: „Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht gebärest; breche hervor und jauchze, du, die du nicht in Wehen bist; denn die Kinder der Verödeten sind zahlreicher als die Kinder der Verheirateten."
Galater 4: 22-27 (Epistel vom Fest der Empfängnis des hl. Johannes des Täufers)
Am 23. September feiern wir das Fest der Empfängnis des hl. Johannes des Täufers. Seine beiden Eltern, Zacharias und Elisabeth, waren beide hochbetagt und nicht in der Lage, Kinder zu bekommen. Ihre Geschichte wird im ersten Kapitel des Evangeliums nach Lukas erzählt.
Die Epistel-Lektion, entnommen aus dem Brief des hl. Paulus an die Galater, bezieht sich auf das Alte Testament. Im Buch Genesis lesen wir, dass Abraham und seine Frau Sara nicht in der Lage waren, Kinder zu empfangen. In Genesis 16 lesen wir, dass Sara (damals Sarai genannt) Abraham (damals Abram genannt) sagte, er solle mit ihrer Magd, Hagar, verkehren, da sie ihm keine Kinder geben konnte. So ging Abram mit Hagar, und sie empfing einen unehelichen Sohn, den sie Ismael nannte. Von einem Engel wurde gesagt, dass Ismael „ein wilder Esel eines Mannes sein wird, seine Hand gegen jeden Mann und die Hand jedes Mannes gegen ihn. (Genesis 16:12)
Später, nachdem Gott einen Bund mit Abraham geschlossen hatte, verheißte Er, dass Sara in ihrem hohen Alter empfangen würde. So hatte Abraham nun zwei Söhne, einen unehelichen und einen, der das Ergebnis seiner Verbindung mit Sara war.
Der hl. Paulus bezieht sich auf diese beiden Söhne und vergleicht die beiden Frauen mit zwei Gleichnissen. Hagar repräsentiert den Alten Bund, der auf dem Berg Sinai in den Zehn Geboten gegeben wurde. Dieser Bund gab Ordnung, so wie die Empfängnis durch Hagar Abram einen Sohn gab. Aber keiner war ein Ende. Ismael führte nicht zu einem guten Ende, und auch der Alte Bund nicht.
Ein Neuer Bund kam durch die Inkarnation Jesu Christi. Der Neue Bund ist vollkommen und dauerhaft. Er hat den Alten Bund ersetzt. Unsere Hoffnung findet sich nicht im Wahren guter Ordnung, sondern in der opferbereiten Liebe, die Christus uns gezeigt hat. Wir sind von Abraham abstammend, aber nicht von der Linie Ismaels, sondern durch die Linie Isaaks, Jakobs, dann zu David und letztlich zu Jesus.
Vor der Inkarnation Christi war die Geburt seines Vorläufers, Johannes des Täufers. Bevor Johannes geboren wurde, während Elisabeth schwanger war, fand die Verkündigung statt. Wie Sara war Elisabeth eine ältere Frau, als sie empfing. Johannes war das Ergebnis eines von Gott gewirkten Wunders und des Glaubens seiner Eltern, Zacharias und Elisabeth. Wenn wir also den wahren Beginn des Neuen Testaments und die Ankunft des Neuen Bundes in Bezug auf Ereignisse markieren würden, wäre das erste Ereignis die Empfängnis Johannes des Täufers, gefolgt von der Verkündigung, der Geburt Johannes des Täufers und der Geburt Christi.
Die Epistel-Lektion für die Empfängnis des hl. Johannes des Täufers wird auch am 9. Dezember gelesen, der Empfängnis der Jungfrau Maria durch Joachim und Anna. Wie Zacharias und Elisabeth waren auch sie beide hochbetagt, und Gott schenkte ihnen ein Wunder, um die Jungfrau Maria zur Welt zu bringen. Dieses Ereignis, die Empfängnis der Jungfrau Maria, ist in der Schrift nicht aufgezeichnet und ist das erste der unmittelbaren Vorläufer der Ankunft des Messias. Das zweite ist die Empfängnis des hl. Johannes des Täufers, die die erste ist, die in der Schrift aufgezeichnet ist.
Sing nun, o du Unfruchtbare, die zuvor nicht gebar, denn du hast wahrlich die brennende Lampe der Sonne empfangen; und er wird die ganze Welt erleuchten, die mit geistiger Blindheit heimgesucht ist. Tanze, o Zacharias, und rufe nun offen aus: „Der, der geboren werden soll, ist ein Prophet des Höchsten Gottes." (Apolytikion, Fest der Empfängnis des hl. Johannes des Täufers, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes)
Unsere Geschichte zu kennen, hilft uns zu wissen, woher wir kommen und wie wir dorthin gekommen sind, wo wir jetzt sind. Heute werden wir daran erinnert, dass wir Nachkommen Abrahams durch Isaak und nicht durch Ismael sind, und dass wir nun Anhänger des Neuen Bundes und nicht des Alten Bundes sind. Die Veränderung beginnt in den Heiligen Schriften mit der Empfängnis des hl. Johannes des Täufers, die wir am 23. September gedenken.
Der Beitrag „Some Historical Background from the Old Testament" erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
For it is written that Abraham had two sons, one by a slave and one by a free woman. But the son of the slave was born according to the flesh, the son of the free woman through promise. Now this is an allegory: these women are two covenants. One is form Mount Sinai, bearing children for slavery; she is Hagar. Now Hagar is Mount Sinai in Arabia; she corresponds to the present Jerusalem, for she is in slavery with her children. But the Jerusalem above is free, and she is our mother. For it is written, “Rejoice O barren one who does not bear; break forth and shout, you who are not in travail; for the children of the desolate one are many more than the children of her that is married.”
Galatians 4: 22-27 (Epistle from Feast of Conception of St. John the Baptist)
On September 23, we celebrate the feast of the Conception of St. John the Baptist. His two parents, Zacharias and Elizabeth, were both advanced in years and unable to have children. Their story is told in the first chapter of the Gospel of Luke.
The Epistle lesson, taken from St. Paul’s Letter to the Galatians, refers to the Old Testament. In the book of Genesis, we read that Abraham and his wife Sarah, were not able to conceive children. In Genesis 16, we read that Sarah (at the time called Sarai) told Abraham (at that time called Abram) that he should be with her maid, Hagar, since she could not give him children. So, Abram went with Hagar and she conceived an illegitimate son, whom she named Ishmael. It was told by an angel that Ishmael “ shall be a wild ass of a man, his hand against every man and every man’s hand against him. (Genesis 16:12)
Later, after God made a covenant with Abraham, He promised that Sarah would conceive in her old age. So, now Abraham ended up with two sons, one illegitimate and one the product of his union with Sarah.
Saint Paul refers to these two sons, comparing the two women to two allegories. Hagar represents the Old Covenant, given on Mount Sinai in the Ten Commandments. This covenant gave order, just like the conception by Hagar gave Abram a son. But neither was an ending. Ishmael did not play out to a good ending and neither did the Old Covenant.
A New Covenant came through the Incarnation of Jesus Christ. The New Covenant is perfect and permanent. It has replaced the Old Covenant. Our hope is not found in keeping good order but in the sacrificial love that Christ showed to us. We are descended from Abraham, but not from the line of Ishmael but through the line of Isaac, Jacob, then to David and ultimately to Jesus.
Before the Incarnation of Christ was the birth of His forerunner, John the Baptist. Before John was born, while Elizabeth was pregnant, this is when the Annunciation took place. Like Sarah, Elizabeth was an older woman when she conceived. John was the product of a miracle made by God and the faith of his parents, Zacharias and Elizabeth. So, if we were to mark the real beginning of the New Testament and the advent of the New Covenant, in terms of events, the first event would be the conception of John the Baptist, followed by the Annunciation, the Nativity of John the Baptist and the Nativity of Christ.
The Epistle lesson for the Conception of St. John the Baptist is also read on December 9, the Conception of the Virgin Mary by Joachim and Anna. Like Zacharias and Elizabeth, they were both advanced in age and God granted them a miracle to give birth to the Virgin Mary. This event, the conception of the Virgin Mary, is not recorded in Scripture and is the first of the immediate precursors to the coming of the Messiah. The second is the conception of St. John the Baptist, which is the first one that is recorded in Scripture.
Sing now, o barren one who did not bear before, for you have indeed conceived the burning lamp of the Sun; and he will illuminate all the world afflicted with spiritual blindness. Dance, O Zacharias, and now openly cry out: “The one who is to be born is a Prophet of the Most High God.” (Apolytikion, Feast of the Conception of St. John the Baptist, Trans. by Fr. Seraphim Dedes)
Knowing our history helps us know where we come from and how we came to be where we are. We are reminded today that we are descendants of Abraham through Isaac and not Ishmael, and that we are followers now of the New Covenant and not the Old Covenant. The change begins in the Scriptures with the Conception of St. John the Baptist, which we commemorate on September 23.
The post Some Historical Background from the Old Testament appeared first on OCN .