Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Do People See These Traits in You?
ohne Namen ·
Orthodox Christian Network (OCN) ·
2026-09-24
· Quelle
Verantwortung · Hauptbotschaft
Geduld · tragend
Wissen · tragend
Ein authentisches christliches Leben zeigt sich nicht nur in innerer Frömmigkeit, sondern muss für andere sichtbar werden, einschließlich der Bereitschaft zu lehren und zu leiden.
Der heutige Punkt zum Nachdenken lautet: Was Lehre, Wandel, Lebensziel, Glauben, Geduld, Liebe, Standhaftigkeit, Verfolgungen und Leiden betrifft — sehen die Menschen diese Dinge an dir?
Der Text nimmt den Bibelabschnitt 2. Timotheus 3,10-15 als Ausgangspunkt, der am Fest der heiligen Thekla in der orthodoxen Liturgie gelesen wird. Er stellt die Person der hl. Thekla vor, die als frühe Märtyrerin und Gefährtin des Paulus dargestellt wird. Der Prediger leitet daraus neun Eigenschaften ab, die ein christliches Leben kennzeichnen sollen: Lehre, Wandel, Lebensziel, Glaube, Geduld, Liebe, Standhaftigkeit, Verfolgungen und Leiden. Sechs dieser Eigenschaften werden als allgemein erwartete Tugenden herausgestellt, während Lehre, Verfolgung und Leiden als oft übersehene Aspekte betont werden. Der Sprecher fordert die Zuhörer auf, sich selbst und ihre Sichtbarkeit in der Gemeinschaft anhand dieser Kriterien zu prüfen. Er verweist auf den Großen Auftrag als Gebot, nicht nur zu glauben, sondern auch zu lehren. Der Text schließt mit der Frage, ob andere Menschen diese Eigenschaften tatsächlich an den Gläubigen erkennen können.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- sich anhand der neun Eigenschaften selbst prüfen (innerlich)
- den Glauben an andere weitergeben (zwischenmenschlich)
- die Heilige Schrift lesen (innerlich)
Genannte Stellen
2. Tim 3,10-15 · Mt 28,18-19
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 1 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3, benannt: gottlose Menschen und Hochstapler
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Nun hast du meine Lehre, mein Verhalten, mein Lebensziel, meinen Glauben, meine Geduld, meine Liebe, meine Standhaftigkeit, meine Verfolgungen, meine Leiden beobachtet, was mir in Antiochia, in Ikonium und in Lystra widerfuhr, welche Verfolgungen ich ertrug; doch von ihnen allen hat mich der Herr errettet. Wahrlich, alle, die ein gottgefälliges Leben in Christus Jesus führen wollen, werden verfolgt werden, während gottlose Menschen und Hochstapler von Schlechtem zu noch Schlimmerem fortschreiten, Irreführende und Irregeführte. Was aber dich betrifft, so bleibe bei dem, was du gelernt und fest geglaubt hast, indem du weißt, von wem du es gelernt hast, und wie du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, die dich durch den Glauben an Christus Jesus zur Seligkeit weisen können.
2. Timotheus 3: 10-15 (Epistel für das Fest der hl. Thekla)
Die hl. Thekla ist eine der frühesten Heiligen der Kirche. Nach vielen Historikern ist sie die erste weibliche Märtyrerin. Eine Tochter wohlhabender Eltern, wies sie eine arrangierte Ehe ab, um ein Leben der Jungfräulichkeit zu führen, dem Herrn ganz geweiht. Sie reiste zeitweise mit dem hl. Paulus. Sie wurde mehrfach inhaftiert und gefoltert, und ihr Zeugnis für den Herrn war weithin bekannt und sehr öffentlich. Aus all dem befreit, lebte sie bis zum Alter von 90 Jahren. Heidnische Zauberer kamen, um ihre Jungfräulichkeit zu entweihen. Sie betete den Herrn an, und ein großer Fels spaltete sich auf und bedeckte sie, und als dies geschah, übergab sie ihre Seele dem Herrn. Sie trägt den Titel „Erstmärtyrerin" und auch „Den Aposteln gleich" wegen ihrer engen Verbindung mit dem hl. Paulus und dem hl. Barnabas.
Die Epistel aus 2. Timotheus 3: 10-15 wird am Fest der hl. Thekla gelesen. Dies liegt zum Teil wahrscheinlich daran, dass sie die Städte Antiochia und Ikonium erwähnt, Orte, an denen die hl. Thekla das Evangelium predigte. Sie erwähnt Verfolgungen, und obwohl in diesem besonderen Fall die Verfolgungen dem hl. Paulus widerfuhren, gelten sie auch für die hl. Thekla. Am wichtigsten ist, dass der Abschnitt mit Bemerkungen über die Lehre, das Verhalten, das Lebensziel, den Glauben, die Geduld, die Liebe, die Standhaftigkeit, die Verfolgungen und die Leiden beginnt, Dinge, die dem hl. Paulus und auch der hl. Thekla widerfuhren. Wir wissen nicht unbedingt die Absicht der Kirchenführer, die diese Epistel dem Fest der hl. Thekla zuordneten, aber für diejenigen, die ihre Geschichte kennen, welche Epistel könnte angemessener sein?
Der Abschnitt beginnt mit einer Checkliste dessen, was ein gutes christliches Leben ausmacht — Verhalten, Lebensziel, Glaube, Geduld, Liebe und Standhaftigkeit. Wenn du diese sechs Eigenschaften nimmst und dich auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht ausgeprägt) bis 10 (stark ausgeprägt) bewertest, wie würdest du dich bewerten? Und, vielleicht noch schmerzhafter, wie würden andere diese Eigenschaften in dir bewerten? Denn wie der hl. Paulus verkündet (und ich denke, es kommt nicht wie Prahlerei daher), bemerkt er, dass die Menschen diese Dinge an ihm beobachteten.
Es gibt drei weitere Eigenschaften in Pauls Liste der neun Eigenschaften in 2. Timotheus 3, 10-11 — Lehre, Verfolgungen und Leiden. Würde man die Eigenschaften eines guten Christen auflisten, würden viele, und hoffentlich alle, der oben genannten sechs Eigenschaften auf der Liste für jeden Christen stehen. Diese letzten drei sind wichtig und werden oft übersehen oder von uns nicht bedacht. Wir sollen guten Wandel, ein Lebensziel, Glauben, Geduld, Liebe und Standhaftigkeit haben. Das ist schon schwer genug. Darüber hinaus sollen wir Lehrer des Glaubens sein. Nein, das bedeutet nicht, dass wir alle Sonntagschullehrer sein müssen. Allerdings sollen wir durch Vorbild lehren und sollen unseren Kindern und denen, die in unserer Obhut sind, einige Unterweisung und Ermutigung geben. Wir sollten genug über unseren christlichen Glauben wissen, um etwas davon an jemand anderen weiterzugeben. Kannst du das? Weißt du genug über Jesus, dass du anderen etwas über Ihn lehren könntest? Der Große Auftrag in Matthäus 28, 18-19 ist ein Gebot des Herrn an jeden „Jünger", einschließlich uns, „gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." Ein Teil des Großen Auftrags (der ein Gebot ist, keine Empfehlung) ist, dass wir jeder berufen sind, „Lehrer" des Glaubens zu sein.
Heiliger Paulus listet zwei weitere Eigenschaften auf, die beide in uns Furcht, Unsicherheit und Unangenehmes hervorrufen — Verfolgungen und Leiden. Muss man Verfolgungen und Leiden erdulden, um ein Christ zu sein? Sollte man Leiden erwarten? Hast du je gelitten oder bist du wegen deines christlichen Glaubens verfolgt worden? Ich erinnere mich daran, dass ich in einem Kurs an der Universität einen Notenabzug bekam, weil ich am Karfreitag nicht zum Unterricht ging. Natürlich zählte das fast 30 Jahre später in meinem Leben insgesamt nicht wirklich. Ich würde sagen, ich habe als Priester zeitweise „gelitten", aber ich weiß nicht, ob das deshalb ist, weil kein „Vorgesetzter" jeden zufriedenstellen kann, oder ob das deshalb ist, weil ich ein überzeugter Christ bin. Während ich diese Frage über Leiden und Verfolgung stelle, stelle ich sie mir selbst, während ich sie euch stelle. Die Antwort lautet: „Ich bin mir nicht sicher." Worauf jemand zu Recht sagen könnte: „Wenn du nicht gelitten oder wegen Christus verfolgt worden bist, wie tief ist dein Glaube dann wirklich?" Und das ist eine berechtigte Frage. Bin ich bereit zu leiden und verfolgt zu werden? Ich denke schon. Aber wenn der Moment kommt, werde ich es tun oder nicht? Und deshalb ist es so wichtig, dass wir die Heilige Schrift lesen und warum die Worte des heiligen Paulus an Timotheus heute so wichtig sind. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, sechs Eigenschaften zu überprüfen, auf deren Weg wir alle gut vorankommen sollten und die wir zeigen sollten. Sie bieten uns die Möglichkeit, drei Eigenschaften zu prüfen, die wir vielleicht nicht in Betracht ziehen, wenn es um unser christliches Leben geht.
Von Liebe zu deinem Schöpfer ganz in Flammen, von den Lehren des heiligen Predigers, verachtete du als vergänglich alle irdischen Dinge. Und mutig angesichts der Strafen gabst du dich als schönes Geschenk an Gott. Thekla, glorreiche Gefährtin des Apostels Paulus, wir beten, dass du deinen Bräutigam, Christus, anflehest und Ihn bittest, uns Seine große Barmherzigkeit zu schenken. (Apolytikion, Fest der heiligen Thekla, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes)
Der heutige Punkt zum Nachdenken lautet: Was Lehre, Wandel, Lebensziel, Glauben, Geduld, Liebe, Standhaftigkeit, Verfolgungen und Leiden betrifft — sehen die Menschen diese Dinge an dir?
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Wortlaut im Original
Now you have observed my teaching, my conduct, my aim in life, my faith, my patience, my love, my steadfastness, my persecutions, my sufferings, what befell me at Antioch, at Iconium, and at Lystra, what persecutions I endured; yet from them all the Lord rescued me. Indeed all who desire to live a godly life in Christ Jesus will be persecuted, while evil men and impostors will go on from bad to worse, deceivers and deceived. But as for you, continue in what you have learned and have firmly believed, knowing from whom you learned it and how from childhood you have been acquainted with the sacred writings which are able to instruct you for salvation through faith in Christ Jesus.
II Timothy 3: 10-15 (Epistle for the Feast of St. Thekla)
St. Thekla is one of the earliest saints of the church. According to many historians, she is the first female martyr. A daughter of wealthy parents, she eschewed an arranged marriage to live a life of virginity, devoted fully to the Lord. She traveled at times with St. Paul. She was imprisoned and tortured on multiple occasions and her witness for the Lord was well known and very public. Delivered from all of them, she lived to be 90. Pagan sorcerers came to defile her virginity. She prayed to the Lord and a large rock split open and covered her, and as it did, she offered her soul to the Lord. She has the title “proto-martyr” and also “Equal-to-the-apostles” because of her close association and with St. Paul and St. Barnabas.
The Epistle from II Timothy 3: 10-15 is read on the feast of St. Thekla. This is in part, most likely, because it mentioned the cities of Antioch and Iconium, places where St. Thekla preached the Gospel. It mentions persecutions, and even though in this particular example, they were persecutions inflicted on St. Paul, they also apply to St. Thekla. Most important, the passage begins with comments on the teaching, conduct, aim in life, faith, patience, love, steadfastness, persecutions, and sufferings, things which befell St. Paul and also St. Thekla. We don’t know necessarily the mind of the church leaders who matched this Epistle to the feast of St. Thekla, but for those who know her story, what Epistle could be more appropriate.
The passage begins with a checklist of what comprises a good Christian life—conduct, aim in life, faith, patience, love and steadfastness. If you took these six traits and rated yourself on a scale of 1 (don’t exhibit them at all) to 10 (strongly exhibit them) how would you rate yourself? And, perhaps more poignantly, how would others rate these traits in you? Because as St. Paul proclaims (and I don’t think it comes off as boasting), he remarks that people observed these things in him.
There are three other traits in Paul’s list of nine traits in II Timothy 3: 10-11—teaching, persecutions and sufferings. If one was to list the traits of a good Christian, many, and hopefully all, of the above six would make the list in every Christian. These last three are important and oftentimes overlooked or not thought of by us. We are supposed to have good conduct, aim in life, faith, patience, love and steadfastness. Those are hard enough. Additionally, we are supposed to be teachers of the faith. No, that doesn’t mean we all have to be Sunday school teachers. However, we are supposed to teach by example, and are supposed to give some instruction and encouragement to our children and those in our care. We should know enough about our Christian faith in order to teach something of it to someone else. Can you do that? Do you know enough about Jesus that you could teach others something about Him? The Great Commission in Matthew 28: 18-19, is a command of the Lord to each “disciple,” including us, to “go, make disciples of all nations, baptizing them in the name of the Father and of the Son and of the Holy Spirit, teaching them all that I have commanded you.” Part of the Great Commission (which is a commandment, not a suggestion) is that we are each called to be “teachers” of the faith.
St. Paul lists two other traits, both of which evoke fear, uncertainty and unpleasantness in us—persecutions and sufferings. Must one endure persecutions and sufferings in order to be a Christian? Should one expect to suffer? Have you ever suffered or been persecuted because of your Christian faith? I remember being docked a grade in a class in college because I didn’t go to class on Good Friday. Of course, almost 30 years later that didn’t really matter in my life overall. I would say I have “suffered” at times as a priest, but I don’t know if that is because no “executive” can please everyone or if that’s because I’m a committed Christian. As I pose this question about suffering and persecution, I pose it to myself while posing it to you. The answer is “I’m not sure.” To which someone might justifiably say “if you haven’t suffered or been persecuted for Christ, then how deep is your faith really?” And that is a fair question. Am I ready to suffer and be persecuted? I think so. But if the moment comes, will I or not? And this is why it is so important that we read Scripture and why the words of St. Paul to Timothy as so important today. They not only provide an opportunity to check in with six traits we should all be well on our way to having and demonstrating. They provide us an opportunity to examine three traits that perhaps we don’t consider when it comes to our Christian life.
All aflame with love for your Creator, from the teachings of the sacred preacher, you disregarded as fleeting all things mundane. And being bold in the face of the penalties, you gave yourself as a beautiful gift to God. Thekla, glorious companion of the Apostle Paul, we pray you entreat your Bridegroom, Christ, and ask Him to grant us His great mercy. (Apolytikion, Feast of St. Thekla, Trans. By Fr. Seraphim Dedes)
Today’s point to ponder is, as regards teaching, conduct, aim in life, faith, patience, love, steadfastness, persecutions and sufferings, do people see these things in you?
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