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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Do Christians always have to be nice? | Realtalk with Annegret & Benjamin Schumacher

ICF Mannheim · ICF Mannheim · 2026-10-07 · Mannheim · Quelle

Fürsorge · Hauptbotschaft Barmherzigkeit · tragend Gemeinschaft · tragend

Christen sind aufgerufen, ihr Christsein durch praktische Nächstenliebe sichtbar zu machen, wobei Evangelium und konkrete Hilfe untrennbar zusammengehören und die Gemeinde in der heutigen Gesellschaft neue Formen sozialen Engagements finden muss.

Der Text behandelt die Frage, ob Christen einen sichtbaren sozialen Impact haben müssen. Benjamin Schumacher berichtet, dass ihn das Buch 'Erlassia Theologie' herausgefordert hat, weil er biblische Aussagen über das Befreien von Gefangenen und das Geben von Brot an Hungrige bisher zu sehr nur geistlich gedeutet habe. Er betont, dass das Evangelium angenommen wird, wenn Menschen erleben, dass sie wirklich geliebt werden. Annegret Schumacher betont, dass die Hauptaufgabe darin bestehe, Menschen zu Jesus Christus zu führen, und dass aus jeder Maria irgendwann eine Martha werde, die dann dient. Die beiden erzählen von ihrer eigenen Erfahrung, in Flüchtlingswohnheimen ein wöchentliches Kinderprogramm gestartet zu haben und über drei Jahre etwa 200 Kinder und Familien erreicht zu haben. Sie sprechen über die Spannung zwischen eigener Erschöpfung und dem Wunsch, Christsein sichtbar zu machen, und berichten von konkreten Begegnungen in ihrer Gemeinde. Der Text schließt mit dem Aufruf, Gott zu fragen, wo er einen gebraucht, und die eigenen Geschichten zu teilen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Jes 61 · Mt 5,13-16

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Müssen Christen einen sozialen Impaekt haben? Muss man uns als Christen anmerken, dass wir mit Jesus leben über dieses spannende Thema will ich heute mit dem lieben Benny reden. Herzlich willkommen. Ja. Hi Anne Gret. Schön, dass ihr bei diesem Real Talk einschaltet. Benny, wie sieht soziale Impact in deinem Leben so aus? Sieht man den? Das ist eine so steile Frage. Wow, jetzt hast mich echt eiskalt erwischt. Darf ich erzählen, wie mein soziale Impact aussah? [gelächter] Ja, also wenn ich ganz ehrlich bin, ist es gerade ein Thema, wo mich wirklich sehr beschäftigt, weil ich ein Buch gelesen habe, äh die Erlassia Theologie und zwar, dass Jesus in seiner Antrittspredigt, ja, Jesaja 61 zitiert und dort heißt es, ich werde die Gefangenen befreien und all diese wunderbaren Dinge wieder äh den Menschen das zurückgeben, was ihnen fehlt. Und ich habe gemerkt, dass ich meinem Leben das so oft nur geistlich betrachtet habe und gar nicht mehr auf dieser Sache, wie es halt wirklich da steht, dem hungrigen Brot geben und all diese Sachen. Deswegen bin ich da gerade sehr herausgefordert. Wahrscheinlich fragst du deswegen, aber ich würde sagen, ich habe schon einen sehr hohen sozialen Herzschlag, weil ich weiß, dass äh das Evangelium angenommen wird, wenn Menschen erleben, dass ich sie wirklich liebe und das muss ich Ihnen zeigen. Lass uns mal von der Bibel her kommen, in die Bibel reinschauen und dann kannst du genau weiß ich ja, wir haben ein bisschen persönliche Geschichte auch mit dem Thema äh wenn du die Bibel aufschlägst, was siehst du dort, was unser Auftrag als Christen, als Jesusnachfolger ist in diesem ganz praktischen Impact zu haben im Bereich nächsten Liebe? Ich glaube, der allererste Auftrag ist, dass ein Mensch, der Jesus Christus nicht kennt, erstmal kein Leben hat, weil wir brauchen Jesus Christus, um echtes Leben zu haben. Deswegen ist die Hauptaufgabe von uns als Kirche Menschen zu Jesus Christus zu führen, zu nachfolgern. Und das heißt ja unser Vision Statement auch, dass Jesus, dass wir Menschen, dass wir Jesus Christus ähnlicher werden, dann furchtlos, um dann unser Umfeld zu verändern. Also, es muss immer eine Frucht davon sein. Ein bisschen das Bild von Maria und Martha. äh Maria, die an den Füßen von Jesus lag, ihn kennengelernt hat. Aber aus jeder Maria wird mal eine Martha, die dann dient, aber nicht aus jeder Martha, die einfach nur rumwurstelt, wird eine Maria, die Jesus kennenlernt. Und ich glaube, deswegen gibt's schon eine Reihenfolge, dass wir die Aufgabe haben, Menschen Jesus Christus äh nahe zu bringen, um dann einen sozialen Einfluss zu üben. Was sagst du denn? Franz von Asisi soll gesagt haben, geht zu allen Menschen, predigt das Evangelium und wenn nötig verwendet Worte dazu. Ja, den Satz mag ich gar nicht. [gelächter] Du bist meine Frau. Frageellt. Ja. Nee, den Satz mag ich gar nicht. Äh weil ich glaube, wir leben eher in einer sprachlosen Gesellschaft in zumindest in Deutschland, wo wir nicht mutig genug sind über das Evangelium zu reden. Ich glaube, ich weiß was Franz Franzis damit sagen wollte, dass nur Evangelium ohne Liebe zu zeigen nichts ist. Also ich brauche immer beides, aber ich glaube, hey, lass uns das Evangelium immer erzählen. Ich fand die bessere Antwort war ähm ähm tu nie was Gutes ohne von Jesus zu erzählen. Erzähle nie von Jesus ohne etwas Gutes zu tun. Das fand ich besser. Also, es geht, ich fasse es mal so zusammen. Das Wichtigste, was die Menschen brauchen, ist diese Beziehung mit Gott. Äh, aber sie brauchen oft auch praktische Hilfe und die Art und Weise, wie ich ihnen Liebe, auch zeigen kann, wie ich vielleicht auch ihr Herz öffnen kann. Ja, für das Evangelium ist genau über diese praktische Hilfe, weil wenn ich in die Bibel aufschlage, ich sehe ganz ganz viele Aufforderung, sowohl im Alten Testament als auch bei Jesus im neuen Testament Gutes zu tun, zu helfen, Menschen aus Unterdrückung zu befreien, Licht und Salz zu sein, wirklich einen Impact zu haben im Sichtbaren. Äh und ich glaube, das ist schon auch ein ein Auftrag, den wir ergreifen dürfen und gleichzeitig sehen wir z.B. in unserer Gesellschaft, wo über die Sozialhilfe den Menschen auf sozialer Ebene geholfen wird, aber das Evangelium fehlt, es einfach auch nur ein kleines Stück, sage ich mal, ein Trostpflaster in diesem Moment ist, aber äh nicht quasi ihre Not im Inneren äh löst. Ja, das so die Zusammenfassung. Ja, und das ist wirklich die Spannung, wo wir auch gerade als Christen, als Kirche drin sind, dass wir den Luxus haben, dass wir einen Staat haben, der eigentlich alles soziale erstmal abdeckt. Also jede Not wird eigentlich fast durch den Staat bedient, was ursprünglich eigentlich die Aufgabe, Sonderaufgabe von uns Christen war, wo die Menschen daran erkennen konnten, dass wir für die armen obdachlosen Weisen und Witwen da waren und dann haben alle gesehen, wow, die kümmern sich um die, was ist da anders? Und dann konnten wir sagen: "Hey, von der Kraft von Jesus." Und deswegen haben wir es so ein bisschen schwierig, finde ich, als Kirchen da noch reinzugehen. Ähm, aber ich finde, wir dürfen übersetzen, was für soziale Nöte wir noch haben und das ist halt ganz viel Einsamkeit oder die jasselische Missbrauchsthemen, all diese Dinge, aber ich glaube, wo wir definitiv noch mehr reingehen dürfen, ich spreche von unserer Kirche, vielleicht auch von der Kirche Deutschlands, ist wirklich äh wieder ähm das soziale aufleben zu lassen und mit dem Wort von Jesus zu verbinden. Jetzt haben wir selber, ja, weil ich weiß nicht, weil ich ein Teil davon bin, auch eine Geschichte äh mit diesem Thema. Äh uns ist nämlich in unserem Theologiestudium äh vor vielen Jahren eine sehr herausfordernde oder spannende Frage gestellt worden, die uns auch gerade an diesem Punkt sehr zum Nachdenken gebracht hat. Nimm uns da mal mit rein. Ja, wir waren in einem Seminar und dort wurde die Frage gestellt: Wer würde weinen, wenn es deine Kirche morgen nicht mehr gäbe? Und wie viel Freunde aus einem alteren Kulturkreis hast du? Wir haben diese Frage als Ehepaar bewegt, mussten sind auf das Ergebnis gekommen. Wir sind in einer wunderschönen Kirche, aber wenn es die morgen nicht mehr gebäbe, würden die meisten wahrscheinlich einfach eine andere Kirche geben. Der Bürgermeister wird es gar nicht merken. Und so haben wir äh nach längerem Ringen eine Entscheidung getroffen. Was haben wir gemacht? Ja, wir haben entschieden äh lass uns äh lass uns unser Christin sichtbar nach außen leben. Dann wussten wir nicht, wie fangen wir an und haben mal so geguckt, gibt's in der Nachbarschaft einfach Leute, denen wir helfen können, so alte Leute einkaufen, hab Edettel aufgäng helfen beim Einkauf reintragen. Äh und so haben solche Wege gesucht und dann haben wir entdeckt bei uns in der Nähe gab's einen Flüchtlingswohnheim, wo wir damals gelebt haben und wir haben einfach angefangen dorthinzugehen und mit den Kindern zu spielen, einfach Kontakt aufzubauen. Äh da waren schon viele, sehr viele Kinder und auch viele, die mit viel Verantwortung, weil immer die ältere Geschwister mussten auf die Babys aufpassen ähm und eben neu in Deutschland und so weiter und so fort. und wir haben ein wöchentliches Programm gestartet äh wie so eine Art äh sage ich mal ICF Kids äh mit den Kindern in dieser Mischung von "Wir schenken ihnen einfach unsere Zeit mit dem Evangelium, aber auch mit Freude, mit Spaß, mit Leichtigkeit, mit Beziehung ihnen Wert Identität zu sprechen. Äh und hatten eben ganz viele persönliche Beziehung auch was so gewachsen ist. gerne mit den Familien haben Weihnachten? Ja, wir haben mit den Familien Weihnachten gefahrt. Wir sind mit einer Familie in Urlaub gefahren. Ich habe eine Freundschaft aufgebaut mit dem Iraner mit dem ich auch mehrfach in Urlaub gegangen bin. Also, wir haben wirklich so das ihr Leben geteilt und nach 3 Jahren waren wir in drei Flüchtlingswohnheimen, haben ungefähr 200 Kinder und Familien ähm ähm erreicht und haben ihn äh ja die Liebe Gottes weitergegeben und versucht ihren sozialen Nöten soweit wir konnten ähm zu begegnen. Dann war bei uns der Fall, wir sind umgezogen, damit haben wir dort nicht weitergemacht. Äh, wenn du jetzt heute so ein ehrliches, sage ich mal, du hast ja schon bisschen gesagt, es challenge dich dieses Thema und ich glaube, das kennt jeder von uns. Wir wissen um diesen sozialen Herzschlag, wir wissen, äh Gott hat so eine Liebe zu den Menschen und die darf sich im praktischen zeigen, aber jetzt ist mein Leben, wie es ist. Ich komme müde von der Arbeit, ich bin vielleicht selber irgendwie platt. Ähm, wie gehst du mit dieser Spannung um? Jetzt z.B. Dein Freund verlegt einen neuen Rasen und du weißt, es wäre eigentlich dran, ihm zu helfen. Nicht in meinen Termin kann. Ja, das war unsere Diskussion gestern Abend. Freund von verlegten Rasen. Ausgerechnet an meinem freien Tag, wo ich eigentlich mit dir Date morgen habe, helfe ich jetzt meinem Freund. Ja, ich habe es zerreiß mich innerlich, aber was machen wir immer? Wir fragen Jesus, ist es dran, dort wirklich zu helfen? Dann reden wir natürlich als Ehepaar. Äh, wollen wir uns da freiset? Weil ich glaube, es gilt der Satz: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann wird euch alles andere zufallen." Nicht jede Not ist ein Auftrag, das ist auch klar, nicht jeder Rollrasen, der verlegt werden soll, ist ein Auftrag für mich, äh meinen Freunden äh zu helfen. Äh aber ich habe tief in mir wirklich den Wunsch, ich möchte mein Christsein sichtbar machen. Und ich habe die letzten Wochen so bewegende Geschichten hier aus unserer Kirche gehört. Z.B. eine junge Frau, die einen jungen Mann kennengelernt hat, der keine Eltern hat und der jetzt sie jeden zweiten Tag in ihrer Familie zu Hause besucht. Das hat mich so berührt, dass sie sagt, ja, es bringt meinen ganzen Tagesablauf durcheinander, aber aber Jesus hat mich ready gemacht und ich, wir wollen Familie für ihn sein. Oder ein weiteres Ehepaar hier aus der Kirche, die beim Einkaufen einen 80-jährigen Mann kennengelernt haben, der zusammengebrochen ist und seitdem hat sich so eine Freundschaft entwickelt. Sie treffen sich zum Kaffee trinken, sie helfen beim äh beim Einkaufen und so diese Dinge so es in den Alltag reinzuweben, dass es was natürliches ist und danach strecken wir uns schon bewusst aus und dann macht Jesus tatsächlich auch die Türen auf und dann ja darf es mich was kosten und dann sage ich zu Jesus, es kostet mich alles heute Abend. Danke, dass du für mich sorgst. Ja, und damit segnen wir dich, dass du ein offenes Herz hast, Gott einfach mal zu fragen, wo will er dich denn in deinem Umfeld gebrauchen und wo darfst du Platz machen in deinem Leben? Äh, schreib gerne in die Kommentare, was so deine Geschichten sind, wo braucht dich Gott, wo öffnet er diren zu Menschen vielleicht in deiner Nachbarschaft, an der Schule, in der Uni, bei der Arbeit, äh wo du einfach ähm Licht sein darfst, helfen darfst, seine Liebe weitergeben darfst. Teil gerne die Geschichten, lass uns gegenseitig ermutigen und ähm viel Spaß beim dienen, viel Spaß beim helfen und du wirst unwahrscheinlich tolle Testemonies erleben, die dein Glauben aufbauen werden. Also lasst uns anpacken. Yes, let's go und bis nächste Woche. Ciao. Ciao. Ciao.