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Vaishnava · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Am I Bad Luck? Or Am I Just Bad?

ohne Namen · Gita Daily (Chaitanya Charan Das) · 2026-09-25 · Pune · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Hoffnung · tragend Umkehr · tragend

Menschen konstruieren aus rätselhaften Ereignissen Bedeutungen, die sie weiter verwunden; Heilung beginnt damit, diese selbst hergestellten, lähmenden Deutungen aufzulösen und genug Sinn zu finden, um weiterzuleben.

Die Tragödie hatte sie bereits furchtbar verwundet. Die Bedeutung, die sie der Tragödie gegeben hatte, verwundete sie weiter.

Der Text erzählt von einem achtjährigen Mädchen, das nach dem Tod seiner Eltern im Feuer bei ihrem Onkel lebt und sich selbst für das Unglück verantwortlich macht. Der Sprecher, ein Mönch und Reisender, der selbst an Kinderlähmung leidet, teilt dem Kind seine eigene Geschichte mit, um es von der Last der Selbstbeschuldigung zu befreien. Er zeigt, wie auch seine Mutter lange unter Schuldgefühlen litt, bis sie beschloss, die beste Mutter zu sein, die sie sein konnte. Der Text reflektiert anschließend über die menschliche Neigung, aus rätselhaften Ereignissen Bedeutungen zu konstruieren, die manchmal schädlich sind. Am Beispiel der Bhagavad Gita wird gezeigt, wie Krishna Arjuna hilft, eine sinnlose Situation neu zu rahmen. Die zentrale Botschaft ist, dass man nicht von falschen, selbst hergestellten Bedeutungen überwältigt werden muss, sondern genug Sinn finden kann, um weiterzuleben. Der Text verbindet persönliche Erfahrung mit philosophischer Reflexion über Sinn, Schuld und Heilung.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Krankheit, Tod, Vergänglichkeit als Grundproblem
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 1.30 · Bhagavad Gita 1

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
„Bin ich Pech? Oder bin ich einfach schlecht?" In meinen dreißig Jahren als Mönch und reisender Redner glaube ich, dass ich noch nie eine herzzerreißendere Frage gehört habe. Sie kam von einem achtjährigen Mädchen, einem schmächtigen kleinen Wesen mit kurzem schwarzem Haar und großen, ernsten Augen. Ich war fast eine Woche lang im Haus einer Gläubigen zu Gast, die mich während einer Vortragsreise in Amerika beherbergte. Im Haus waren zwei Mädchen, und ich nahm zunächst an, sie seien Schwestern. Die Ältere wirkte auffallend stiller und zurückhaltender. Später erzählte mir mein Gastgeber die entsetzliche Geschichte. Sie war in Wirklichkeit seine Nichte. Ihre Eltern waren bei einem Feuer ums Leben gekommen, und da es niemand anderen gab, der sich um sie kümmern konnte, war sie zu ihrem Onkel und seiner Familie gezogen. Sie war ein indisches Mädchen, das in Amerika geboren wurde, nachdem ihre Eltern dorthin ausgewandert waren. Seit ihrer Kindheit hatte sie ihr eigenes Zimmer, aber sie und ihre Mutter waren sehr eng miteinander verbunden. Ihre Mutter kam manchmal zu ihr ins Zimmer, kuschelte sich an sie und schlief neben ihr. An einem schicksalhaften Abend hatte das Mädchen bestanden, eine neue Puppe zu bekommen. Ihre Mutter hatte nein gesagt. Verärgert und wütend hatte das Mädchen ihrer Mutter an jenem Abend nicht erlaubt, neben ihr zu schlafen. Ihre Mutter war daher ins Hauptschlafzimmer gegangen. An genau jenem Nacht brach dort aus unerfindlichen Gründen ein Feuer aus. Aus dem Haus wurde Rauch aufsteigen gesehen. Die Rauchmelder gingen los, und ein Nachbar rief die Feuerwehr. Das Mädchen wurde gerettet. Für ihre Eltern war es zu spät. Jetzt lebte sie bei ihrem Onkel. In den Tagen, die ich dort verbrachte, lernte ich sie allmählich kennen. Sie hatte eine Vorliebe für Sprache und hatte Geschichten aus dem Ramayana und Mahabharata gelesen und gesehen. Ich begann, mit ihr Wortspiele auf der Grundlage dieser Geschichten zu spielen. Wir begannen mit dem Wort „traurig". Sie bildete einen Satz: „Ram fühlte sich sehr traurig, als Bharat ihm sagte, dass Dasharatha gestorben war." Von dort aus gingen wir zu anderen Worten über und machten abwechselnd Sätze aus dem Ramayana und Mahabharata. Nachdem wir eine Weile gespielt hatten, blickte sie mich plötzlich an und fragte: „Bin ich Pech? Oder bin ich einfach schlecht?" „Du bist beides nicht", sagte ich zu ihr. „Du bist ein süßes kleines Mädchen, das vom Leben furchtbar verletzt wurde. Warum solltest du denken, dass du Pech oder schlecht bist?" „Meine Mutter hat mir gesagt, dass wir niemals einschlafen sollten, wenn wir wütend aufeinander sind", sagte sie. „Wenn wir uns gestritten hatten, sollten wir reden und einander verzeihen, bevor wir schliefen. Andernfalls war es Pech. „Aber an jenem Abend wollte ich die Puppe so sehr. Als meine Mutter nein sagte, war ich so wütend, dass ich ihr nicht einmal gute Nacht sagte. Ich ließ sie nicht, mich zu umarmen. Ich wusste, dass es Pech war, aber ich tat es trotzdem. „Deshalb bin ich ein schlechtes Mädchen. Deshalb ist das Feuer passiert." Ich sagte ihr sanft, dass das Feuer ein Unfall war. Es hatte nichts mit ihrem Streit mit ihrer Mutter zu tun. Sie sah nicht überzeugt aus. Ich betete um Führung. Wie konnte ich das Herz dieses kleinen Kindes entlasten, das weit mehr Schmerz gekannt hatte, als irgendein Kind kennen sollte – und das diesen Schmerz noch immer trug? Ich berührte sanft meine Krücken, die neben mir an der Couch lehnten. „Weißt du, warum ich diese brauche?" Sie nickte ernst. Als ich zum ersten Mal angekommen war, hatte sie meine Krücken angestarrt und danach gefragt. Ich hatte kurz erklärt, dass ich eine Krankheit namens Kinderlähmung bekommen hatte, als ich sehr jung war. „Aber ich habe dir nicht erzählt, wie ich die Kinderlähmung bekommen habe." Sie lauschte. „Als ich ein Baby war, hat meine Mutter mich zu einem Medikament gebracht, das dazu bestimmt war, mich davor zu schützen, eine Krankheit zu bekommen. Dieses Art von Medikament wird Impfstoff genannt." Beim Wort Impfstoff nickte sie. „Aber mit diesem Impfstoff war etwas nicht in Ordnung. Anstatt die Kinderlähmung zu verhindern, verursachte er die Krankheit." Ihr Gesichtsausdruck wurde noch düsterer. „Ich sage dir das nicht, um dich schlechter fühlen zu lassen", sagte ich. „Ich möchte dir erzählen, was danach mit meiner Mutter passiert ist." Wenn die Schuld uns in der Vergangenheit gefangenhält „So wie deine Mutter dich sehr geliebt hat, hat meine Mutter mich auch sehr geliebt", sagte ich ihr leise. „Und so wie du das Gefühl hast, dass etwas, das du getan hast, das verursacht hat, was mit ihr passiert ist, hatte meine Mutter das Gefühl, dass etwas, das sie getan hatte, das verursacht hat, was mit mir passiert ist." Erst vor Kurzem hatte ich diesen Teil meiner eigenen Geschichte erfahren. Eine meiner Tanten mütterlicherseits, die Schwester meiner Mutter, die sehr eng mit ihr verbunden gewesen war, hatte einen Podcast gehört, in dem ich darüber sprach, wie ich an Kinderlähmung erkrankt war. Als ich sie später zufällig traf, erzählte sie mir, wie sehr meine Mutter danach gelitten hatte. Nun, sitzend neben diesem kleinen, zerbrochenen Mädchen, fand ich mich dabei, ihr diese Geschichte zu erzählen. „Meine Mutter dachte immer: Warum habe ich ihn zu diesem Arzt gebracht? Warum habe ich nicht auf die Rückkehr seines Vaters gewartet? Sie fühlte sich so traurig und schuldig, dass sie eines Tages, als ich anfing zu weinen, weil ich hungrig war, es nicht einmal bemerkte. Eine Nachbarin, die mich weinen hörte, kam zu unserem Fenster und rief: ‚Dein Baby weint! Was ist los?‘ „Die Stimme dieser Nachbarin brachte meine Mutter zurück. Sie sah mich an und erkannte: Ich fühle mich so schlecht wegen dessen, was meinem Baby widerfahren ist, dass ich mich nicht um das Baby kümmere, das genau hier ist und mich noch braucht. Ab diesem Zeitpunkt beschloss sie, dass sie, was auch immer geschehen war, einfach die beste Mutter für mich sein würde, die sie nur sein konnte." Ich lächelte das kleine Mädchen an. „Und sie war die beste Mutter für mich." Sie hörte nun aufmerksam zu. „Wenn deine Mutter hier wäre, würde sie wollen, dass du traurig bleibst und dich selbst beschuldigst?" Sie schüttelte den Kopf. „Würde sie wollen, dass du glücklich bist?" Sie nickte. „Dann kannst du die beste kleine Tochter für deine Mutter sein. Du kannst versuchen, das glückliche, fröhliche Mädchen zu sein, das sie sich für dich gewünscht hätte. Wenn sie wüsste, dass du dich selbst beschuldigst und wegen dessen, was geschehen ist, traurig bleibst, würde sie das wollen?" „Nein." „Und nun hast du einen Onkel, der dich sehr liebt. Du hast eine Tante, die sich um dich kümmert. Und du hast eine Cousine, für die du die große Schwester sein kannst." Sie nickte. Ihr Gesicht hellte nicht plötzlich auf, als sie meine Worte hörte, aber der angespannte, straffe Ausdruck, den sie mit sich getragen hatte, schien sich ein wenig zu lockern. Ich wusste nicht, wie viel von dem, was ich gesagt hatte, bei ihr angekommen war. Eine so tiefe Wunde konnte kaum durch ein einziges Gespräch verschwinden. Aber ich hoffte, dass vielleicht eine andere Möglichkeit in ihren Sinn eingedrungen war: Das Feuer musste nicht bedeuten, was sie gedacht hatte, dass es bedeutete. Die Bedeutungen, die unsere Gedanken schaffen Später, während ich in meinem Tagebuch über unser Gespräch schrieb, dachte ich immer wieder über die Bedeutung nach, die ihr kleiner Verstand aus dem Geschehenen gemacht hatte. Wir alle suchen nach Bedeutung. Wir erleben nicht nur, was geschieht; wir versuchen zu verstehen, warum es geschehen ist und was es bedeutet. Diese Suche hat die Menschen zur Wissenschaft, zur Literatur, zur Philosophie und letztlich zur Spiritualität geführt. Aber unsere Suche nach Bedeutung kann auch zu einer Herstellung von Bedeutung werden. Wenn etwas Rätselhaftes oder Wahnsinniges geschieht, mag der Geist es nicht, die Frage unbeantwortet zu lassen. Er verbindet Ereignisse, konstruiert Erklärungen und sagt uns, warum die Dinge geschehen sind. Manchmal können diese Erklärungen einleuchtend sein; manchmal können sie sowohl unwahr als auch unerträglich sein. Das kleine Mädchen hatte zwei Ereignisse verbunden: Ich hatte mich mit meiner Mutter gestritten und mich geweigert, mich mit ihr zu versöhnen; in dieser Nacht starben meine Eltern. Aus diesen beiden Ereignissen hatte sie eine Bedeutung hergestellt: Ich habe es verursacht. Ich bringe Unglück. Ich bin schlecht. Die Tragödie hatte sie bereits furchtbar verwundet. Die Bedeutung, die sie der Tragödie gegeben hatte, verwundete sie weiter. Ich dachte an den Anfang der Bhagavad Gita. Arjuna kann keinen Sinn daraus machen, was er dazu aufgerufen wird zu tun. Seine Verantwortung als Krieger verlangt von ihm, gegen Menschen zu kämpfen, die er liebt und verehrt, einschließlich seines Großvaters und seines Lehrers. Selbst wenn er das Königreich gewinnt, fürchtet er, dass jeder folgende Genuss rudhira-pradigdhān sein wird – mit Blut befleckt. Weder das, was ihm widerfährt, noch das, was er tun soll, macht für ihn Sinn. Seine Verantwortung zu kämpfen macht keinen Sinn; noch grundlegender scheint selbst seine Rolle als Krieger keinen Sinn zu machen. In Bhagavad Gita 1.30 sagt er: nimittāni ca paśyāmi viparītāni – er sieht überall ungünstige Vorzeichen. Seine Unfähigkeit, seiner Situation einen Sinn zu geben, verwirrt ihn, lähmt ihn und zermatet ihn. Krishna sagt Arjuna nicht lediglich: „Denke nicht so." Durch die Gita hilft ihm geduldig, den Rahmen umzugestalten, durch den er seine Situation betrachtet. Die Gita führt ihn durch eine ausgearbeitete ethische, metaphysische und spirituelle Analyse, bis er seine Situation auf eine Weise verstehen kann, die ihn genug stärkt, um voranzukommen. Von einem achtjährigen Kind könnte man kaum erwarten, dass es diese Analyse versteht. Aber es fiel mir auf, dass mein Zweck als Student und Lehrer der Gita vielleicht nicht einfach darin bestand, ihre Verse vorzutragen oder ihre Philosophie zu wiederholen. Auf meine eigene kleine Weise musste ich versuchen, den Zweck nachzuempfinden, den die Gita für ihren ursprünglichen Studenten erfüllt hatte. Genauso wie Krishna Arjuna geholfen hatte, einer Situation Sinn zu geben, die für ihn sinnlos geworden war, hatte ich vielleicht versucht, diesem kleinen Mädchen zu helfen, dem, was geschehen war, Sinn zu geben – oder, bevor es ihm Sinn geben konnte, zumindest den furchtbaren Sinn aufzulösen, den ihr Verstand bereits gebildet hatte. Genug Sinn, um weiterzugehen Als ich weiter über die Geschichte nachdachte, die ich ihr erzählt hatte, dachte ich erneut an meine eigene Mutter. Nachdem sie sich vorgenommen hatte, die beste Mutter zu sein, die sie sein konnte, fand sie allmählich eine andere Art, auf meine Behinderung zu schauen. Während sie mit einer Verwandten sprach, die sie tröstete, sagte sie einmal, beiläufig beinahe: „Was ihm körperlich fehlt, wird ihm Gott geistig geben." Diese Worte prägten mein Selbstverständnis. Sie halfen mir, mich nicht auf das zu konzentrieren, was mir körperlich fehlte, sondern auf die Entwicklung der geistigen Gaben, die mir gegeben worden waren. Schließlich führte mich derselbe Wunsch zu verstehen – mir selbst, dem Leben und der Welt Sinn zu geben – zur Bhagavad Gita. Doch selbst mit der Weisheit der Gita gibt es noch viele Teile des Puzzles des Lebens, die ich nicht einordnen kann. Als endliches und fehlerhaftes Wesen musste ich akzeptieren, dass manchmal „Ich weiß es nicht" eine akzeptable Antwort ist. Dennoch fühlte ich mich zutiefst dankbar, dass ich in der Regel genug Sinn aus dem Leben ziehen konnte, um weiterzuleben – ohne festzustecken oder, noch schlimmer, von einer falschen und lähmenden Bedeutung niedergeworfen zu werden, die mein Verstand hergestellt hatte. Und dann kehrten meine Gedanken zur Frage des kleinen Mädchens zurück. Bin ich Pech? Oder bin ich einfach schlecht? Nein und nein. Das ist es, was ich nun nachdrücklich jedem sagen würde, Kind oder Erwachsener, dessen Verstand ihn mit einer solchen Schlussfolgerung belastet hatte. Wir sind nicht schlecht. Die Bhagavad Gita (15.7) erklärt, dass wir ewige Teile des Göttlichen sind. Welche Fehler wir auch immer begehen und welche Konditionierung uns auch immer bedeckt, in unserem Kern sind wir reine Seelen, ewige Teile des allgütigen Herrn. Und wir sind kein Pech. Die Quelle allen Glücks, der Herr, begleitet uns als Paramatma in uns, leitet uns von innen und zieht uns durch alle Höhen und Tiefen unserer Lebensreise zu sich hin. Als ich auf mein eigenes Leben zurückblickte, konnte ich Fehler sehen, die ich begangen hatte, und Gelegenheiten, an denen andere mich in die Irre geführt oder Umstände mich verletzt hatten. Ich konnte viele Dinge sehen, die ich immer noch nicht erklären konnte. Doch ich fühlte mich zutiefst dankbar, dass mein Verstand nie einen so furchtbaren Sinn aus diesen Ereignissen gemacht hatte, dass ich in ihnen feststeckte – oder von der Bedeutung, die ich ihnen auferlegt hatte, niedergeworfen wurde. Mit dieser Dankbarkeit in meinem Herzen sprach ich ein Gebet: Mein lieber Herr, danke dir, dass du mich, an mehr Gelegenheiten, als ich es wissen kann, vor der Sinnlosigkeit geschützt hast, die die Ereignisse des Lebens mir aufdrängen können – und, vielleicht noch mehr, vor den irreführenden Bedeutungen, die mein eigener Verstand über diese Ereignisse herstellen mag. Wenn ich nicht verstehen kann, warum etwas geschehen ist, bitte hilf mir, mich nicht mit Bedeutungen zu belasten, die weder wahr noch hilfreich sind. Hilf mir, genug Sinn zu finden, um mein Leben auf dich zuzugehen, die Quelle und Zuflucht aller Bedeutung. *** 15.07 Die lebenden Wesen in dieser konditionierten Welt sind meine ewigen fragmentarischen Teile. Aufgrund des konditionierten Lebens ringen sie sehr hart mit den sechs Sinnen, die den Verstand einschließen. Der Beitrag „Bin ich Pech? Oder bin ich einfach schlecht?" erschien zuerst auf Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON.
Wortlaut im Original
“Am I bad luck? Or am I just bad?” In my thirty years as a monk and traveling speaker, I don’t think I had ever heard a question more heartbreaking. It came from an eight-year-old girl, a slender little thing with short black hair and big solemn eyes. I was staying for almost a week at the home of a devotee who was hosting me during a speaking tour in America. There were two girls in the house, and I initially assumed that they were sisters. The older one seemed noticeably quieter and more reserved. Later, my host told me the horrifying story. She was actually his niece. Her parents had died in a fire, and with no one else to care for her, she had come to stay with her uncle and his family. She was an Indian girl born in America after her parents had migrated there. Since childhood, she had had her own room, but she and her mother had been very close. Her mother would sometimes come to her room, cuddle her, and sleep beside her. On one fateful evening, the girl had insisted on getting a new doll. Her mother had said no. Upset and angry, the girl had refused to let her mother sleep beside her that night. Her mother had therefore gone to the master bedroom. That very night, a fire mysteriously broke out there. Smoke was seen billowing from the house. The fire alarms went off, and a neighbor called the fire department. The girl was rescued. For her parents, it was too late. Now she was living with her uncle. During the days I stayed there, I gradually got to know her. She had a fondness for language and had read and watched stories from the Ramayana and Mahabharata. I began playing word games with her based on those stories. We started with the word sad. She made a sentence: “Ram felt very sad when Bharat told him that Dasharatha had died.” From there, we moved on to other words, taking turns making sentences from the Ramayana and Mahabharata. After we had played for some time, she suddenly looked up at me and asked: “Am I bad luck? Or am I just bad?” “You are neither,” I told her. “You are a sweet little girl who has been hurt terribly by life. Why would you think you are bad luck or bad?” “My mother told me that we should never go to sleep when we are angry with each other,” she said. “If we had a fight, we should talk and forgive each other before we slept. Otherwise, it was bad luck. “But that night I wanted the doll so badly. When my mother said no, I was so angry that I didn’t even say good night to her. I didn’t let her hug me. I knew it was bad luck, but I still did it. “That’s why I am a bad girl. That’s why the fire happened.” I told her gently that the fire was an accident. It had nothing to do with her quarrel with her mother. She didn’t look convinced. I prayed for guidance. How could I unburden the heart of this little child who had known far more pain than any child should have to know—and who was still carrying that pain? I gently touched my crutches, which were resting against the sofa near me. “You know why I need these?” She nodded solemnly. When I had first arrived, she had stared at my crutches and asked about them. I had briefly explained that I had contracted a disease called polio when I was very young. “But I didn’t tell you how I got polio.” She listened. “When I was a baby, my mother took me to get a medicine that was meant to stop me from getting a disease. That kind of medicine is called a vaccine.” At the word vaccine, she nodded. “But there was something wrong with that vaccine. Instead of stopping the polio, it caused the disease.” Her expression became even glummer. “I am not telling you this to make you feel worse,” I said. “I want to tell you what happened to my mother afterward.” When Guilt Imprisons Us in the Past “Just as your mother loved you very much, my mother loved me very much too,” I told her softly. “And just as you are feeling that something you did caused what happened to her, my mother felt that something she did caused what happened to me.” Only recently had I learned this part of my own story. One of my maternal aunts, my mother’s sister who had been very close to her, had heard a podcast in which I spoke about how I got polio. When I later happened to meet her, she told me how deeply my mother had suffered afterward. Now, sitting with this heartbroken little girl, I found myself sharing that story with her. “My mother kept thinking: Why did I take him to that doctor? Why didn’t I wait for his father to return? She felt so sad and guilty that one day, when I started crying because I was hungry, she didn’t even notice. A neighbor who heard me crying came to our window and called out, ‘Your baby is crying! What is the matter?’ “That neighbor’s voice brought my mother back. She looked at me and realized: I am feeling so bad about what happened to my baby that I am not taking care of the baby who is right here and still needs me. From that time, she decided that whatever had happened, she would simply be the best mother to me that she could possibly be.” I smiled at the little girl. “And she was the best mother for me.” She was listening intently now. “If your mother were here, would she want you to keep feeling sad and blaming yourself?” She shook her head. “Would she want you to be happy?” She nodded. “Then you can be the best little daughter for your mother. You can try to be the happy, bright girl she would have wanted you to be. If she knew that you were blaming yourself and remaining sad because of what happened, would she want that?” “No.” “And now you have an uncle who loves you very much. You have an aunt who cares for you. And you have a cousin for whom you can be the big sister.” She nodded. Her face did not suddenly brighten on hearing my words, but the tight, tense look she had carried seemed to soften a little. I didn’t know how much of what I had said had reached her. A wound that deep could hardly disappear through one conversation. But I hoped that perhaps another possibility had entered her mind: the fire did not have to mean what she had thought it meant. The Meanings Our Minds Make Later, while journaling about our conversation, I kept thinking about the meaning her little mind had made out of what had happened. We all search for meaning. We don’t merely experience what happens; we try to understand why it happened and what it means. That search has taken human beings toward science, literature, philosophy, and ultimately spirituality. But our search for meaning can also become a manufacture of meaning. When something mystifying or maddening happens, the mind doesn’t like leaving the question unanswered. It connects events, constructs explanations, and tells us why things happened. Sometimes those explanations may be insightful; sometimes they may be both untrue and unbearable. That little girl had connected two events: I quarreled with my mother and refused to reconcile with her; that night my parents died. From those two events, she had manufactured a meaning: I caused it. I bring bad luck. I am bad. The tragedy had already wounded her terribly. The meaning she had given the tragedy was wounding her further. I thought of the beginning of the Bhagavad Gita. Arjuna can make no sense of what he is being called to do. His responsibility as a warrior requires him to fight against people he loves and reveres, including his grandfather and his teacher. Even if he wins the kingdom, he fears that whatever enjoyment follows will be rudhira-pradigdhān—stained with blood. Neither what is happening to him nor what he is supposed to do makes sense to him. His responsibility to fight makes no sense; more fundamentally, even his role as a warrior seems to make no sense. In Bhagavad Gita 1.30, he says, nimittāni ca paśyāmi viparītāni—he sees adverse omens everywhere. His inability to make sense of his situation confuses him, cripples him, and crushes him. Krishna doesn’t merely tell Arjuna, “Don’t think like that.” Through the Gita, he patiently helps Arjuna reconstruct the framework through which he is viewing his situation. The Gita takes him through an elaborate ethical, metaphysical, and spiritual analysis until he can understand his situation in a way that strengthens him enough to move forward. An eight-year-old child could hardly be expected to understand that analysis. But it struck me that perhaps my purpose as a student and teacher of the Gita was not simply to recite its verses or repeat its philosophy. In my own small way, I needed to try to replicate the purpose that the Gita had served for its original student. Just as Krishna helped Arjuna make sense of a situation that had become senseless to him, perhaps I had tried to help this little girl make sense of what had happened—or, before she could make sense of it, at least to unmake the terrible sense her mind had already made. Enough Meaning to Move On As I reflected further on the story I had told her, I thought again about my own mother. After resolving to be the best mother she could be, she gradually found another way of looking at my disability. While talking with a relative who was consoling her, she once said, almost in passing, “Whatever he lacks physically, God will provide him intellectually.” Those words shaped my understanding of myself. They helped me focus not on what I lacked physically but on developing the intellectual gifts I had been given. Eventually, that same desire to understand—to make sense of myself, of life, and of the world—brought me to the Bhagavad Gita. Yet even with the wisdom of the Gita, there are still many pieces of life’s jigsaw puzzle that I cannot place. As a finite and fallible human being, I have had to accept that sometimes “I don’t know” is an acceptable answer. Still, I felt profoundly grateful that I had usually been able to make enough sense of life to move on with life—without becoming stuck, or worse, struck down by some false and crippling meaning my mind had manufactured. And then my thoughts returned to the little girl’s question. Am I bad luck? Or am I just bad? No and no. That is what I would now want to say emphatically to anyone, child or adult, whose mind had burdened them with such a conclusion. We are not bad. The Bhagavad Gita (15.7) explains that we are eternally parts of the Divine. Whatever mistakes we may make and whatever conditioning may cover us, at our core we are pure souls, eternal parts of the all-good Lord. And we are not bad luck. The source of all good fortune, the Lord, accompanies us within as the Paramatma, guiding us from within and drawing us toward him through all the ups and downs of our journey through life. As I looked back at my own life, I could see mistakes I had made and occasions when others had misled me or circumstances had hurt me. I could see many things I still could not explain. Yet I felt profoundly grateful that my mind had never made such a terrible meaning out of those events that I became stuck in them—or struck down by the meaning I had imposed upon them. With that gratitude in my heart, I offered a prayer: My dear Lord, thank you for protecting me, on more occasions than I can know, from the meaninglessness that life’s events can thrust upon me—and, perhaps even more, from the misleading meanings my own mind may manufacture about those events. When I cannot understand why something has happened, please help me not burden myself with meanings that are neither true nor helpful. Help me find enough meaning to move on with my life toward you, the source and shelter of all meaning. *** 15.07 The living entities in this conditioned world are My eternal fragmental parts. Due to conditioned life, they are struggling very hard with the six senses, which include the mind. The post Am I Bad Luck? Or Am I Just Bad? first appeared on Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON .