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Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Lösen und Binden des Geistes - Tägliche Inspiration

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-10-25 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Umkehr · Hauptbotschaft Wissen · tragend

Der unruhige Geist lässt sich nicht durch bloße Unterdrückung beruhigen, sondern muss aktiv von negativen Anhaftungen gelöst und auf ein göttliches Ideal gebunden werden, um zur Gewohnheit zu werden.

Genauso löse ich den Geist von Sinnesobjekt und hefte ihn auf den Atman, Brammern, den alldurchschtringenden Satshit an der Paramatma.

Der Text erläutert die 'Kabir-Sadhana-Methode' aus dem Buch 'Sadhana' von Swami Shivananda, die auf dem Prinzip des 'Lösen und Binden' des Geistes basiert. Am Beispiel des Heiligen Kabir wird erklärt, wie der Geist von Sinnesobjekten gelöst und auf das Göttliche (Atman/Brahman) gerichtet wird. Der Sprecher vergleicht diesen Vorgang mit dem Rangieren von Eisenbahnwaggons und zitiert die Bhagavad Gita sowie alchemistische Prinzipien (Solve et Coagula). Es wird darauf hingewiesen, dass das bloße Unterdrücken von Gedanken oft kontraproduktiv ist, weshalb eine aktive Umleitung auf positive Inhalte wie Liebe oder Großzügigkeit nötig ist. Die Methode wird als universelle Technik zur Überwindung negativer Denkgewohnheiten und zur Kultivierung göttlicher Eigenschaften dargestellt. Der Text ermutigt die Zuhörer, diese geistige Übung in ihren Alltag zu integrieren, um inneren Frieden und Klarheit zu erlangen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Ich werde etwas lesen aus dem Buch Sadhana von Sami Shivananda. Kabir-Sadhana-Methode. Kabir war ein großer Heiliger, der sowohl als hinduistischer Heiliger als auch muslimischer Heiliger gilt. Bis heute nicht ganz klar, was war er eigentlich. Jedenfalls war er ein Müstiger, der Gott verwirklicht hatte. Sami Shivananda schreibt über Kabir. Kabir wurde gefragt, oh Kabir, was tust du? Kabir antwortete, ich löse mich und dann binde ich mich. Wie beim Rangieren bei der Bahn. Wagons werden von einem Zug abgekoppelt, dann an den anderen Zug auf dem anderen Klais angekoppelt. Das ist etwas erstaunlich, 16. Jahrhundert. Scheint in Indien auch schon so etwas gegeben zu haben, sicherlich nicht mit Elektrizität, aber vielleicht gab es da schon Gleise. Genauso löse ich den Geist von Sinnesobjekt und hefte ihn auf den Atman, Brammern, den alldurchschtringenden Satshit an der Paramatma. Folge der Methode Kabirs lösen und binden. Denselben Vorgang nennt Krishna. So oft der schwankendet unstetige Geist geht, so oft legen die Zügel an und bringen unter deine Kontrolle. Wiederhole die Worte, lösen und binden, geistig immer wieder. Dann wird der Vorgang des auf den Atman-Heftens automatisch und zur Gewohnheit. Auch in der Alchemie finden wir den Ausdruck Solva et Coagula, was auch heißt lösen und binden. Unser Geist geht in bestimmte Richtungen, wo nicht immer sind die Richtungen gut. Es gibt bestimmte Gewohnheiten, die wir haben, bestimmte Denkgewohnheiten, bestimmte Denkgewohnheiten, mit denen wir uns selbst niedermachen oder andere niedermachen oder alles ist schlimm, immer wieder diese geistigen Gewohnheiten. Aber wir haben auch andere Gewohnheiten, die auch da sind. Großzügigkeit, Liebe, Freude und letztlich das Gartliche Sehen. Und wir können immer wieder uns entscheiden, will ich diesen Gedanken weiter folgen oder eben auch nicht. Will ich diesen Vorstellungen folgen oder eben auch nicht. Aber der Geist braucht etwas, einfach nur zu sagen. Zum Beispiel wenn ich euch jetzt bitte, jetzt denkt nicht mehr an einen rosaroten Elefanten, weder an einem großen Elefant, noch einen kleinen Elefant, aber vor allem kein rosaroten Elefant. Denkt auch nicht an einen Elefant mit einem rössel, der von links nach rechts geht, auch kein klein und kein großen. Also jetzt schließt kurz die Augen und denkt 10 Sekunden lang nicht an einen rosaroten Elefant. Wie gesagt, weder klein noch groß. Auch kein Hüpfenden. Vermutlich haben mindestens einige von euch erstmals in ihrem Leben an einem rosaroten Hüpfenden Elefanten gedacht, dessen Rössel von links nach rechts geht. Je mehr wir versuchen an etwas nicht zu denken, umso mehr denken wir daran. Trotzdem können wir uns vornehmen, ich will mich von diesem Gedanken und dieser Identifikation lösen, aber dann müssen wir uns auch auf etwas anderes konzentrieren. Manche von euch, die dieses Beispiel schon kennen, es ist ja jetzt kein neues Beispiel, haben vielleicht ein bewusst gedacht an einer Sonnenblume oder an einem gelben Affen. Also wir ersetzen das eine Bild durch ein anderes. Wir können unseren Geist richten auf ein göttliches. Wir können unser Geist richten auf Großzügigkeit. Wir können unseren Geist richten auf das Unstabliche selbst, welches immer da ist. Das finden wir der Bhagavad Gita, das ist der Meshiva, dann nennt es hier Methode von Kabir, aber ist ein Alk-universelle Technik, von dem, was nicht so gut ist lösen und an das hinbringen, was wir denken wollen, worauf wir uns richten wollen oder was unser Ideal ist.