omnist.world

English

Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Briefe an die Kirche 3: Pergamon – Offenbarung 2, 12-17

FeG Dresden · FeG Dresden – Predigt-Podcast · 2026-09-20 · Dresden · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Hoffnung · tragend Wahrhaftigkeit · tragend

Treue zu Jesus in einer feindlichen Umgebung ist möglich und lohnenswert, weil Jesus die Lebensumstände kennt, durch sein Zeugnis Menschen gewinnt und am Gerichtstag die Treuen bekennt.

Ich weiß, dass du in der Stadt lebst, in der sich der große Thron des Satans befindet. Und doch bist du meinem Namen treu geblieben.

Die Predigt behandelt den Brief an die Gemeinde in Pergamon aus der Offenbarung des Johannes. Sie stellt die historische und religiöse Situation der Stadt dar, die als Zentrum des Kaiserkults und der griechischen Religion galt. Jesus wird als der dargestellt, der die Lebensumstände der Christen in dieser feindlichen Umgebung kennt. Die Predigt ermutigt die Zuhörer, Jesus auch unter Druck und Verfolgung treu zu bleiben. Drei Gründe werden genannt: Zeugnis von Jesus, Widerstand gegen den Teufel und der ewige Sieg am Gerichtstag. Der Text verweist auf die aktuelle Situation in Deutschland, wo sich das Bekenntnis zu Jesus künftig schwerer gestalten könnte. Die Gemeinde wird aufgerufen, durch Kultur und Bildung Menschen für Jesus zu gewinnen. Der Text schließt mit der Frage, ob man 'Schönwetterchristen' ist oder auch in schwierigen Zeiten treu bleibt.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Off 2,12-17 · Mt 13,35 · Off 12 · Mt 10,32-33 · Jes 55

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Nicht-Christen, besonders im Umfeld des Kaiserkults und der griechischen Religion
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Herzlich willkommen zur Predigt der FGG Dresden. Wir wünschen dir eine gewinnbringende Zeit. Mehr Informationen zu unserer Gemeinde findest du unter dresden.fg.de Der ehemalige Weltklasse Tennis-Spieler Boris Becker soll mal gesagt haben, dass er vor einem Spiel schon weiß, ob er dieses Spiel gewinnt oder verliert. Er hat ihn gefragt, woher weißt du das? Und er sagte, es hängt mit meiner mentalen Verfassung zusammen. Ich weiß genau, was ich kann, aber ich weiß auch, wo ich innerlich stehen muss, damit ich all das abrufen kann, was ich kann. Also das, was in uns ist, was in unserem Herzen vor sich geht, in unseren Gedanken vor sich geht, all das schlägt sich am Ende auch nach außen nieder. Jesus sagt in diesem Zusammenhang, mein Matthäus 13, Vers 35, ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er im Innersten gut ist. Ein schlechter Mensch kann nur Böses hervorbringen, weil er von Grund auf böse ist. Jesus will damit deutlich machen, dass was dich in deinem Inneren, in deinem Herzen füllt, das wirst du einfach nach außen leben. Du kannst nicht im Herzen an einer Stelle sein und denken, dass du glaubwürdig was ganz anderes leben kannst. Wir haben das ja auch in der Gesellschaft an verschiedenen Stellen immer wieder erlebt, wenn das auseinander klafft, dass es früher oder später doch aufliegt. Was in unserem Inneren vor sich geht, was dort beheimatet ist, das ist entscheidend nicht zuletzt für unsere Beziehung auch zu Jesus und letztlich auch für unser Verhalten im Alltag. Und darum möchte ich euch immer wieder ermutigen. Gottes Wort sagt immer wieder, mehr als alles andere achte auf den Herz. Achtet darauf, wo dein Herz steht, was du wirklich glaubst, woran du hängst, was deine Werte sind, weil es wird auf jeden Fall dein Verhalten bestimmen. Und das wird auch deutlich bei dem Schreiben Jesus an seine Gemeinde in Pergamon, was da circa aus dem Jahr 1990 bis 1995 nach Christus kommt. Ich lese euch die ersten zwei Verse aus Offenbarung 2, ab Vers 12 vor. Schreibe diesen Brief, sagt Jesus, dem Engel der Gemeinde in Pergamon. Das ist die Botschaft dessen, der ein zweischneidiges, scharfes Schwert führt. Ich weiß, dass du in der Stadt lebst, in der sich der große Thron des Satans befindet. Und doch bist du meinem Namen treu geblieben. Du hast dich geweigert, den Glauben an mich zu verleugnen, dass ich dich auch als mein treuer Zeuge Antipas vor deinen Augen ermordet wurde. Jesus gab Johannes, der wegen seines Glaubens auf der Insel Patmos festsaß, im Exil, den Auftrag, diesen Brief, den er ihm jetzt quasi diktierte, dem Gemeindelleiter, das ist mit dem Engel hier gemeint, dem Gemeindelleiter in Pergamon zu geben und zu sagen. Und Pergamon, es liegt ja so in der westlichen Türkei, und damals in seiner Bedeutung der Stadt Ephesus, über die wir hier auch schon mal nachgedacht haben, eigentlich kaum nach. Auch wenn Pergamon sicherlich wirtschaftlich nicht so gut aufgestellt war wie Ephesus, aber es hatte eine kaum überbietbare Religiosität und Kultur. Und sie hat einen ausgeprägten Sinn in Pergamon für Bildung. Die Stadt hat ihren Namen vom Pergament, von diesem feinen, dünnen Leder, auf dem man gut schreiben konnte, unser Wunderzeilen natürlich auch nicht. Die Stadt hatte damals tatsächlich schon eine Stadtbibliothek, in der 200.000 Bände zu finden waren. Und zugleich natürlich auch ein großes Theater, etwa 10.000 Sitzplätze, also da ist so die Semperober doch eher vielleicht ein gemütliches Szene-Theater, wo also die Leute hingingen, um dort tatsächlich auch Kultur zu erleben und zu leben. Daneben gab es in der Stadt auch etliche Gymnasien, also wenn man das mal alles zusammenfasst, kann man sagen, Bildung und Kultur blüten und die Menschen waren offensichtlich davon begeistert, waren davon angezogen. Was Kultur und Bildung angeht, würde ich mal sagen, stehen wir hier in Dresden, Pergamon sicherlich kaum nach. Bildung und Kultur bieten ja bis heute wunderbare Möglichkeiten, Menschen dort abzuholen und mit Jesus bekannt zu machen. Und deshalb bin ich persönlich auch so dankbar dafür, dass wir eine Musikschule haben, wo wir Musik über Kultur, Menschen auch auf Christus hinweisen können und dass wir so viele Bildungsangebote haben, haben ein bisschen was schon gehört. Wir haben Ehearbeit, Alpha-Kurs, Kreativtreffen, Spätlese und vieles, vieles mehr, wo Leute so merken, ach, das ist genau meins und was wir gerne nutzen, um auch darüber Menschen mit Jesus bekannt zu machen. Pergamon galt daneben aber auch als universales religiöses Zentrum. Es gab dort einen gewaltigen Tempel, der dem höchsten griechischen Gott Zeus und daneben auch noch anderen Göttern geweiht war. 300 Meter hoch auf einem Berge legen, ragte über die ganze Stadt und er galt damals als eines der sieben Weltwunder. Nicht weiter von entfernt gab es den Tempel für den Schlangen Heilgott Asclepios. Dort praktizierte später auch der berühmte Arzt des Altertums Galenos und Scharen von Menschen, die Heilung suchten, zog es nach Pergamon. Und ihr könnt euch vorstellen, deswegen erzähle ich das, für christliche Ohren kam dann natürlich manchmal Vokabeln vor, die Christen überhaupt nicht gut finden konnten. Wenn zum Beispiel von Asclepios nicht nur vom Helfer die Rede war, sondern wenn er plötzlich sogar als Retter verehrt wurde. Und nicht zuletzt setzte sich Pergamon auch schon frühzeitig an die Spitze des Kaiserkultes im Römischen Reich. Schon 29 vor Christus gab es dort ein Tempel, der für die Göttin Roma und den Kaiser Augustus errichtet worden war. Das macht die Aussage Jesu verständlich, die ja dieser Gemeinde in dieser Situation, in dieser Kultur zuruft, ich weiß, dass ihr dort wohnt, wo der Thron des Satan steht. Das Lebensklima in Pergamon war alles andere, als christlich geprägt. Die Offenbarung spricht später vom Thron Gottes. Hier das genaue Gegenteil. Dort regiert Gott, aber hier, so sagt Jesus, regiert der Satan. Und in diesem Umfeld war es natürlich für die Christen äußerst schwer, Jesus die Treue zu halten. Sie mussten Diskriminierungen hinnehmen, bis hin zu massiven Druck gegen sie. Als eine Zuspitzung erlebten sie, dass einer ihrer Gemeindemitglieder tatsächlich getötet wurde, der Antipass. Man weiß nicht so genau, war das die Spitze einer Verfolgungswelle oder eher so eine der Auftaktveranstaltungen für die Verfolgung, die dann später unter Domitian auftrat. Auf jeden Fall war es für die Gemeinde eine echt harte Zeit und große Herausforderung, sich in diesem gottfeindlichen Umfeld tatsächlich als Christen zu bewähren. Und ich denke, das hat sie unfassbar ermutigt, unfassbar getröstet, wenn Jesus ihnen sagt, ich weiß, dass ihr dort wohnt, wo der Thron des Satan steht. Ich weiß, sagt Jesus den Leuten damals, wo du lebst, ich kenne deine Lebensumstände. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ich weiß nicht, unter welchem Druck du vielleicht im Moment dein Leben führst. Wer dir vielleicht auch um das Glaubenswillen des Lebens schwer macht. Vielleicht gibt es Arbeitskollegen, Nachbarn, Freunde. Vielleicht bist du in der Familie der Einzige Christ. Und immer wenn du betest, dann lachen die anderen. Ich weiß nicht, worunter du im Moment vielleicht gerade leidest. Aber eines weiß ich, dass Jesus das weiß. Und dass er das sieht. Und dass du diesem Druck nicht alleine ausgesetzt bleiben musst, weil Jesus da ist und weil es uns deine Gemeinde gibt. Und Jesus und wir wollen dir, wo immer du das brauchst, zur Seite stehen. Darum möchte ich an der Stelle immer wieder auch ermutigen, wenn du noch nicht Teil eines Hausbibelkreises bist. Macht es unbedingt. Es ist so wichtig, eine Handvoll Christen um sich zu haben, mit denen man sich jede Woche trifft und mit denen man gerade auch diese Dinge teilen kann, die Vereine beden und einen ermutigen. Ich möchte dir drei gute Gründe mitgeben, warum ich Jesus weiter die Treue halte, auch wenn andere mich vielleicht mal auslachen oder mir Druck machen. Das Erste, durch dein, durch mein, durch unser Zeugnis von Jesus, erfahren Menschen etwas über Jesus. Und können deswegen auch ihr Leben an ihm festmachen. Natürlich kann Jesus auch andere Wege gehen, um diese Menschen für sich zu gewinnen. Da bin ich zutiefst von überzeugt. Aber hat sich nun mal dafür entschieden, dich an diese Stelle zu setzen, wo du gerade stehst und durch dich den Menschen in deiner Umgebung hinzubezeugen. Und deswegen würde dir auch die Kraft geben, den Widerstand, der da mit zusammenhängt, aushalten zu können. Du kannst dich darauf verlassen, auch wenn dir deine Worte vielleicht manchmal etwas unbeholfen vorkommen, Jesus gebraucht sie. Er sagte uns in Jesaja 55, das ist kein einziges Wort, dass wir in seinem Namen aussprechen, fruchtlos bleibt. Sondern es wird genau das bewirken, was Gott sich dabei vorgenommen hat. Und darum bleibt dran, halte Jesus die Treue und bezeuge ihn. Und das zweite, Treue zu Jesus ist der Schlüssel am Ende auch, um immer wieder diesen Angriffen des Teufels zu widerstehen, um den Teufel sogar in den Niederzürichn. Und auf dem Barum 12 lesen wir, sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes, gemeinsam die Christenden Teufel. Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis. Sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod. Mit anderen Worten, wenn du dich eindeutig auf die Seite Jesus stellst, durch dein Leben, durch dein Denken, durch dein Reden, mit deinen Gefühlen, dich eindeutig auf die Seite Jesus stellst, dann wird das im Verbund mit der Kraft des Allmächtigen Gottes dazu führen, dass du den Angriffen des Teufels widerstehen kannst und den Teufel am Ende auch niederringen kannst. Das ist Gottes Versprechen hier. Und darum bleibt dran. Und das dritte, Treue zu Jesus ist auf jeden Fall gewinnbringend. Ich erinnere nochmal an Matthäus 10, Vers 32, 33. Jesus sagt, wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zudem werde auch ich mich bekennen am Gerichtstag vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will, den werde auch ich am Gerichtstag vor meinem Vater im Himmel nicht kennen. Mit anderen Worten, Jesus sagt, wenn du dich zu mir bekennst, werde ich das damit beantworten, dass ich mich zu dir am Gerichtstag vor meinem Vater im Himmel bekenne. Unabhängig davon, was das in dieser Welt vielleicht ausgerichtet oder nicht ausgerichtet hat. Diesen Sieg trägst du davon. Ich werde mich zu dir vor meinem Vater bekennen. Und was, ihr Lieben, brauchen wir am Ende mehr? Aber lass uns eins dabei immer im Blick behalten. Wenn wir uns treu zu Jesus halten, dann gibt es auf Erden nicht immer ein Happy End. Das hätten wir gerne. Komm zu Jesus und deine Probleme lösen sich in Luft auf. Über dem Leben des Antipas steht, komm zu Jesus und bezeuge ihn. Und es gibt eine ganz schnelle Endlösung, dass du zu Jesus kommst. Er wurde getötet. Für seinen Glauben. Es gibt nicht immer das Happy End. Und Millionen und aber Millionen, circa 360 Millionen Christen, erleiten derzeit wegen ihres Glaubens Druck, Verfolgung bis hin zur Tötung. Lass uns das nie vergessen. Aber über Antipas, das gefällt mir sehr daran, steht ein Titel, der am Anfang der Offenbarung über Jesus steht. Er wird treuer Zeuge genannt. Also genau das, diesen ehren Titel, den Jesus bekommt, bekommt er beigelegt. Und das ist der Titel, der vor unserem Vater im Himmel am Ende zählt. Und darum lohnt es sich, Jesus die Treue zu halten. Und solche Treue war für die Gemeinde im Pergamon kennzeichnet. Sie sind keine schönen Wetterchristen. Und ich habe mich gefragt, Uli, um was bist du? Was sind wir hier in der Gemeinde? Sind wir schönen Wetterchristen? Bleiben wir an Jesus dran, wenn es gut läuft, weil wir voll im Flow sind? Oder werden wir es auch dann sein, wenn wir auf einmal merken, dass es Widerstand gibt? Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es uns in Zukunft auch in Deutschland mehr kosten wird, uns zu Jesus zu bekennen. Wenn ich sehe, wie schnell heute das Wort fundamentalistisch rausgepackt wird, in Diskussionsrunden und wie schnell das negativ besetzt wird, auch mit Menschen, die einfach nur eine bestimmte Haltung haben, dann fürchte ich, werden wir Christen mit unserer Behauptung, dass in keinem anderen das Heil liegt, als nur im Namen Jesus Christus auch noch ordentlich Druck bekommen. Und wenn wir auch noch sagen, dass der einzige Weg zu Gott ist und alle anderen Religionen letztlich Irrwege sind, dann werden wir dafür zukünftig mit Sicherheit keine Orden bekommen, sondern als Hetzer möglicherweise eben auch als Fundamentalisten gelten, die ja nur auf Krawall aus sind, auch wenn das überhaupt nicht wahr ist. Aber neben aller Treue der Gemeinde in Pergamon sieht Jesus in ihr aber auch die Gefahr, das alles über kurz oder lang zu nicht machen zu können, wenn die Gemeinde dieser Gefahr, die in ihr ist, nicht begegnet, nicht, damit aufräumt. Jesus sieht eine Irrlehre und ihre Folge. Seelsäugerlich, aber doch klar und deutlich spricht Jesus von etwas, von einigem, was in dieser treuen Gemeinde zu ihrem eigenen Wohl- und Heil bemängeln muss. Und ihr Lieben, das ist einfach immer wieder so, das müssen wir uns deutlich machen, wenn Jesus etwas an uns zu bemängeln hat, dann immer, weil er das Gute beabsichtigt, nie um uns zu zerstören. Auch wenn das manchmal eine große Herausforderung vielleicht für uns bedeutet, eine riesige Lebensveränderung, die uns schwer fällt. Aber Jesus macht das nicht um uns zu ärgern, sondern damit wir tatsächlich mit ihm in Einheit sind und bleiben können. Und darum möchte ich euch sehr ermutigen, wenn du solche Herausforderungen von Jesus merkst, schlag nicht dagegen aus, sondern nimm das an und frag, Herr, was ist es, was du mir sagen willst? Was ist es, wo ich an Stellen noch von dem abweiche, was mein Leben eigentlich tragen kann, weil du es für richtig und für gut erachtest? Was ist das? Und ihr Lieben, und dieses Herz Jesu, wir werden in der Gemeinde auch immer mal Dinge aneinander zu kritisieren haben. Das ist ganz normal. Man nennt das den Weg der Heiligung, Glaubenswachstum, Jungerschaft, alles der gleiche Begriff. Und es geht nur, wir werden nur Fahrt aufnehmen Richtung Jesus, wenn wir uns gegenseitig auf Dinge hinweisen, die nicht in Ordnung sind. Und das ist immer die Frage, was ist dabei dein Herz? Sagst du es, weil du den anderen liebst, weil er dir wichtig ist? Oder schwingen da irgendwelche anderen Motive mit? Ich möchte dich sehr bitten, bevor du jemanden kritisierst, bring dein Herz an den Punkt, dass du das, was du sagst, aus Liebe sagst. Und nicht aus irgendeinem anderen Motiv. Es wird früher oder später aufliegen. Wir haben es eingangs der Predigt gesagt. Und darum ist es so wichtig. Unser Herz muss wirklich voller Liebe sein. Jesus sagt ja gemein, ich lese weiter ab 14 in Offenbarung 2. Und doch habe ich eines gegen dich. Du duldest Menschen in deiner Mitte, die wie Biliam sind. Der Balak zeigt, die wir dem Volk Israel eine Falle stellen konnte. Er verführte die Israeliten dazu, Fleisch zu essen, dass Götzen geopfert worden war und Unzucht zu treiben. So duldest du in deiner Mitte solche, die den Lehren der Nikolaiden folgen. Was ist der Hintergrund? Biliam war vor dem Gottfarm König Barlek angeworben worden, um das Volk Israel zu verfluchen. Barlek und seine Leute hatten Angst vor diesem Volk bekommen, dass davor ihre Haustür kampierte. Aber Gott vereidelte diesen Plan, statt einen Fluch über diesem Volk Gottes aussprechen zu können, musste Biliam es segnen. Gott hat einfach seine Worte gedreht. Und so empfahl Biliak dem Balak daraufhin, Balak, wenn du das Volk nicht mit schweren Geschützen, also mit dem Fluch besiegen kannst, dann ja vielleicht mit leichten Mädchen. Balak sollte die Israeliten zu Opferfesten ihrer Götter einladen. Und bei solchen Opferfesten galten dann die Götter auch zugleich als Tischherren. Ihnen war das Fleisch geweiht und sie gaben quasi Teil an ihrer Mahlzeit. Und wenn man gut gegessen und ordentlich Wein genossen hatte, dann fielen erst die Hemmungen und später auch die Hüllen. Denn schließlich sollten die Menschen ja nachahmen, was sich in der Natur abspielte, nämlich die Mutter Göttin Erde, wurde ja auch vom Regengottbal befeuchtet und befruchtet. Und diese Götter-Ehe galt es ja zu Ehren, bei diesem Ehrenfest der Götter, soweit die Lehre beziehungsweise die List von Biliam. Und ähnlich spielt es sich jetzt nun auch im Bergamon ab. Der Teufel änderte die Taktik. Frontal waren die Christen nicht zu nehmen. Die blieben einfach an Jesus dran. Das hatte sich ein Antipass diesem treuen Zeugen gezeigt. Also, Griffer zu Plan B, Nettigkeiten. Leichte Mädchen statt schwerer Jungs. Einsilzen und Kaltstellen. So werden wir die Fromm schon fest in den Griff bekommen. Geschäftsfreunde und Verwande luden die Christen zum Essen ein und so mancher Mark auch gedacht haben, naja, so eng können wir ja auch nicht sein. Außerdem, ich kenne doch meine Grenzen. Und ich muss mich ja vielleicht auch mal wieder bei dem einen oder anderen fest sehen lassen. Sonst denken die anderen, es gäbe mich gar nicht mehr und das wird schlecht fürs Geschäft. Für solches Gedankengut kam die theologische Richtung der Nikolaiden gerade recht. In Ephesus konnten sie mit ihrer Lehre nicht landen, aber in Bergamon. Für sie ist die Vereinigung mit der Gottheit in sich selbst so das höchste Ziel. Und darum war der Leib ja nicht so wichtig. Sie lehrten, das Heil betrifft die Seele, betrifft ein Herz. Lasst uns die Schnöden irdischen Dinge in Gemeinschaft teilen, wie zum Beispiel Geld oder eben auch das, was uns Spaß macht, die Frauen. So ist gut vorstellbar, dass sie bei einem Teil der gemeinted theologisch rechtfertigten, was diese eigentlich innerlich mental schon lange leben wollten. Paulus warnt uns vor solchem Denken in Galata 5. Gaff hat euch zur Freiheit berufen, meine Brüder und Schwestern. Aber missbraucht eure Freiheit nicht als Freiprieb zur Befriedigung eurer selbstsüchtigen Wünsche, sondern dient einander in Liebe. Hier geht es um mehr als um Ehe, um Umzucht, ihr Lieben. Es geht um ein fatales Menschen- und Glaubensverstörendes Lebensprinzip. Es ist immer gefährlich, wenn wir versuchen, das, was wir leben, am Ende mit der Lehre zurechtfertigen. Gottes Wort muss unser Leben bestimmen und nicht das Leben am Ende und zur Theologie. Und da halte ich im Moment an manchen Stellen einfach mal die Luft an. Ich sage das mal so direkt, weil wir in einer Zeit leben, in der wir vieles von dem, was Menschen leben, versuchen, biblisch seelsorgelig zu legalisieren. Ich möchte an der Stelle davor warnen, das wird nicht gut enden. Nicht für den Einzelnen und nicht für die Gemeinde Jesu. Manche Christen in Pergamon waren dieser List des Teufels zum Opfer gefallen, bis dahin, dass ihre Theologie im wahrsten Sinne des Wortes das Lustprinzip untermauerte. Eine Gefahr, die, wenn vielleicht auch stärker im übertragenden Sinne, bis heute in der Gemeinde Jesu meines Erachtens zu finden ist. Und da sollten wir uns zwei ganz konkrete Fragen stellen. Die erste, wo stehen wir in der Gefahr, einen angepassten Glaubensmischwasch zu leben oder auch zu glauben? Und das zweite, was darf mich eigentlich der Glaube kosten? Was darf mich der Glaube kosten? Persönlich. In meiner Lebensführung, im Umgang mit meiner Sexualität, gesellschaftlich. Auch vom Ansehen her, beruflich, wirtschaftlich. Der Kander von mir hat einfach, weil er ehrlich war und seine Mitbesitzer seine ganze Firma verloren. Man musste zeitlebens gucken, wie er irgendwie über die Runden kam. Weil er die Folgen eiskalt zu spüren bekam und sie auf ihn abgewälzt wurden. Was darf es mich wirtschaftlich kosten? Jesus die Treue zu halten. Vers 16 Kehre um, sagt Jesus, sonst komme ich bald und kämpfe mit dem Schwert meines Mundes. Ich habe ja mal so ein Schwert ausgeliehen. Ich tue es nicht in den Mund, da verließ Gebiss. So schwer wie das ist. Aber das ist schon was, ne? So ein Schwert hier. Steht zum Glück weit genug weg vor der ersten Reihe. Aber man kann sich leicht vorstellen, so ein Schwert, das haut nicht nur rein, sondern so ein Schwert, das trennt