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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Kraft der Vergebung

Freie evangelische Gemeinde Kiel – Predigt-Podcast · Freie evangelische Gemeinde Kiel – Predigt-Podcast · 2026-09-20 · Kiel · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Geduld · tragend Umkehr · tragend

Vergebung ist kein einmaliger Akt des Vergessens oder der Entschuldigung, sondern ein fortlaufender Prozess, in dem man den anderen von der Schuld entlastet und Gott das Recht auf Gerechtigkeit überlässt, ohne dabei toxische Beziehungen tolerieren zu müssen.

Vergebung ist der persönliche Akt, die Person, die gegen mich gesündigt hat, von meinem persönlichen Recht zu entbinden, die moralische Schuld einzutreiben oder ihm oder ihr für die Tat zurückzuzahlen.

Die Predigt behandelt das Thema Vergebung anhand einer aramäischen Auslegung des Vaterunser. Der zentrale Gedanke ist, dass Vergebung im aramäischen Sinne bedeutet, den anderen von der Schuld zu entlasten, so wie man selbst von Gott entlastet wird. Die Sprecherin stellt klar, dass Vergebung nicht dasselbe ist wie Vergessen, Entschuldigung oder erzwungene Versöhnung. Sie betont, dass Vergebung ein fortlaufender Prozess ist, der wiederholt neu entschieden werden muss. Am Beispiel ihrer eigenen Trennung zeigt sie, wie sie durch Klage und Gebet einen Weg der Heilung gefunden hat. Der Text ermutigt, Gott in den Schmerz einzuladen und ihm das Recht auf Gerechtigkeit zu überlassen. Gleichzeitig werden Grenzen gesetzt: Vergebung bedeutet nicht, toxische Beziehungen zu tolerieren.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mt 6,9-13 · Röm 12,18

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Ja, irgendwie habe ich gerade bei dem Lied gedacht, dass Treu sein bedeutet für mich, ich glaube, ich habe die letzten Male immer zum Thema Gebiet gepredigt. Genau, das scheint Gott mir aufs Herz gelegt zu haben. Und darum wird es heute auch nochmal gehen. Ich möchte euch mithinnehmen in meine eigenen Erkenntnisse und Entdeckungen aus dem Sommer. Ich war in diesem Jahr wieder mal zum Jesus Freak Stock Festival und dort war ich bei einem Seminar von einer Freundin, die eine Gebetsmeditation zum Vater unser Angeboten hat. Und ich war überrascht, ziemlich überrascht. Denn die Widerstände, die ich bei einigen dieser Bitten habe, die konnte sie auflösen. Da gibt es nämlich ein Buch, ich habe mir das bestellt, das heißt Acht Einstimmung auf Gott, Jesus und seine ursprüngliche Botschaft im aramesischen Vater unser. Als ich das bekommen habe, dachte ich im ersten Moment, aus welchem Isoterekverlag ist das denn, bitte schön. Es ist so bereichern für mich gewesen, weil es darum ging wahrzunehmen, dass Martin Luther, das Vater unser, in seiner Kultur, in seiner Zeit, in seine Sprache übersetzt hat. Und dass das Arameische, von dem ich null Kenntnis habe, wenig Rolle spielte an manchen Punkten. Und deshalb fand ich das so interessant, mit hineingenommen zu werden, in die Art und Weise, wie Jesus eigentlich die Freunde und Freundinnen damals angeleitet hat, mit Gott ins Gespräch zu gehen. Ich möchte euch besonders mithinnein nehmen, eine Passage heute, an der ich immer wieder hängen bleibe, wenn wir die im Gottesdienst beten, vergib uns unsere Schuld und vergib uns unseren Schuldiger. Das allererste, oder die allererste Einstimmung in dieses Gebet ist ja, dass Jesus einmal ganz klar auf den Punkt bringt, ihr braucht ab jetzt keine Vermittler mehr, ihr braucht keinen Priester, ihr braucht keinen Pastor, ihr könnt ganz direkt mit Gott reden, und zwar auf eine Art und Weise, wie ihr mit einem liebevollen Elternteil sprechen würdet. Und im Arameischen steht als allererstes das Wort aber. Jetzt komme ich nochmal kurz auf Martin Luther zurück. Der hat diesen Begriff mit Gott, der Gott gerne übersetzt. Im Arameischen gibt es aber keine Geschlechtlichkeit an der Stelle, sondern es geht um Eigenschaften Gottes. Naber, liebevoll, gütig und freundlich, ein Elternteil, was wirklich uns zugewandt ist. Einige von uns mögen das nicht erlebt haben, und deshalb ist es vielleicht auch schon an der Stelle für euch eine Herausforderung, Gott so zu sehen. Und ich denke, dass ihr sehr klar und ehrlich mit diesem Gott, mit diesem Aber, Papi, Papa, Mama, Mami sein dürft, dass euch das schwer fällt. Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Das beten wir also. Was ist das Arameische Verständnis, wenn wir beten, vergib uns unsere Schuld. Es geht im Kern darum, dass wir von unseren Vergehen entlastet werden. Das kann schuld sein. Das kann jedoch auch ganz einfach ein Irrtum sein, ein Fehler, eine Ungerechtigkeit, die wir einem anderen gegenüber begangen haben. Ich erinnere mich an die eine oder andere Situation, wo ich als Mutter meinen Kindern gegenüber sehr unfair war. Auch das kann es sein. Also, um ein Entlasten von unseren Vergehen. Schwieriger wird es dann, wie auch wir, unsere Schuldiger befreit haben. Das Arameische Verständnis heißt, ich lasse dem anderen dieselbe Freiheit von seinen Fehlern und Unvollkommenheiten erleben, wie ich sie erlebt habe. Was bedeutet das für unseren Alltag? Ich vermute, dass jeder hier von uns in seinen Beziehungen die Erfahrung mit diesem Konzept Vergebung gemacht hat. Denn Vergebung ist Teil unserer Beziehungserfahrung. Also, im Beispiel, ich in meiner Rolle als Mutter, wenn ich ungerecht meinem Kind gegenüber war, dann braucht es für mich das Bewusstsein, dass ich ungerecht war, dass ich einen Fehler begangen habe, dass ich mich geirrt habe in meinem Urteil und dann das Bewusstsein für Vergibung. Denn wenn ich lebendige Beziehungen leben möchte, dynamisch, liebevoll, dann muss ich auf irgendeine Art und Weise dieses Bewusstsein haben, um auch praktisch Vergebung lernen zu können. Ich habe einen Begriff gefunden oder einen Satz mehr, den finde ich ganz wunderschön. Da hat man jemals gesagt, Vergebung ist wie der Sauerstoff des Reiches Gottes. Etwas, was wir einatmen und wieder ausatmen. Und Jesus hat unglaublich viel zum Thema Vergebung gesagt und ganz aufrichtig. Ich finde einiges echt unfair. In erster Linie geht es bei Vergebung also mehr darum, die Beziehung zu Gott zu pflegen. Und das ihm hinzuhalten, was uns belastet, damit er Hindernisse beseitigen kann, die uns von der Gemeinschaft mit ihm und auch von der Verbundenheit und Nähe mit anderen abhält. Damit wir nämlich das volle Leben haben können. Ich habe allerdings den Eindruck, das sind unserer Kultur. Und insbesondere so in dieser christlichen Blase, was Vergebung ist, auf ganz unterschiedliche Art und Weisen erklärt wird. Manches gut und manches weniger hilfreich, sogar schlecht. Und deshalb habe ich mir überlegt, was hilft mir denn persönlich, nochmal ein bisschen intensiver über Vergebung nachzudenken. Und ich habe deshalb gedacht, vielleicht will ich mal den Weg darüber, was Vergebung nicht ist. Vergebung bedeutet nicht, die Vergangenheit zu vergessen. Vielleicht kennt ihr dieses Sprichwort Vergeben und Vergessen. Oder ich habe ein Unrecht erlebt und mir wird gesagt, ach, stelle dich nicht so an. Na, der hat das nicht so gemeint. Vom alten bis zum neuen Testament sind wir Menschen dazu aufgerufen und zu erinnern. Wir sind von Gott daran aufgerufen, uns zu erinnern. Verges nicht, was ich dir Gutes getan habe. Überlegt mal, wie ich in eurer Geschichte gewirkt habe. Das ist die Realität, in der wir leben. Wir haben Zugang zu unseren Erinnerungen. Und Vergeben und Vergessen scheint eben aus diesem Grund immer mal wieder absolut unmöglich. Und gleichzeitig hören wir, dass unser Glaube uns genau dazu die Befähigung schenken soll. Und trotzdem fühle ich mich dann mies, weil es mir oft nicht gelingt. Denn ich bin kein Computer, dessen Festplatte gelöscht werden kann. Ich denke, dass wir anerkennen sollten, dass Erinnern ein Teil des Weges zu Vergebung sein wird. Und dass die Erinnerung uns jedoch nicht gefangen halten muss. Vergeben bedeutet nicht, dass wir vergessen müssen. Vergebung meinen nicht so zu tun, als wären wir nicht von jemanden oder durch etwas verletzt worden. Und es bedeutet auch nicht, dass wir ein bestimmtes Verhalten entschuldigen oder gut heißen müssen. Wir dürfen Wut, Trauer, Verletzung fühlen. Und gleichzeitig eröffnet Vergebung die Möglichkeit, unsere Zukunft und unsere Umstände nicht von diesem Erleben bestimmen zu lassen. Denn wir als Menschen, die in der Realität von Gottes Gegenwart leben, bekommen Zugang zu viel mehr als unseren Gefühlen. Wir bekommen Zugang zu Weisheit und zu Gottes Wissen. Vergebung eröffnet in uns den Raum, Gottes Geist einzuladen und demnach zu spüren, wie er uns in unserem Schmerz begleiten kann. Vergebung entschuldigt nicht sündhaftes Verhalten oder erzwingt Versöhnung. Es gibt Dinge, die definitiv sündhaft sind und die ich auch weiterhin so benennen darf trotz Vergebung. Ich habe mich erinnert an den Theologen, die Trichbonnhöfer der im Dritten Reich mit der Frage gekämpft hat. Ist es erlaubt, einen Tyrannen zu ermorden? Er hat sich aktiv damit auseinandergesetzt, ob das Leben eines Menschen und der Tod eines Menschen das Leben von vielen rechtfertigen kann. Und das, was mich sehr berührt hat, ist, dass er zu dem Schluss gekommen ist, ja, ein Mord. In diesem Fall kann ich rechtfertigen, allerdings in dem Bewusstsein, dass es trotz dem Sünde ist und Sünde bleiben wird. Vergebung bedeutet in diesem Fall, dass wir Jesus auch an den Ort dieser Schmerzen einladen. Und ihn darum bitten, uns von dort aus zu helfen, herauszufinden, wie wir mit diesem Schmerz, mit dem, was wir erlebt haben, weitermachen können. Vergebung bedeutet nicht, dass du jemanden, der toxisch ist, also giftig in der Art und Weise, wie er Beziehung lebt, manipulierend, gewaltvoll, abwerten oder destruktiv, erlaubst, wieder in dein Leben zu kommen. Ja, wir haben den Auftrag, sag ich jetzt mal, unser Leben so zu gestalten, dass wir mit allen Menschen in Frieden leben. Doch das hat auch seine Grenzen. Und da hat Paulus schon sehr klar gesagt, solange es euch möglich ist, versucht mit allen Menschen in Frieden zu leben. Und das schließt jedoch ein, wenn es nicht an mir liegt, dann darf ich meine Grenze sehr wohl wahrnehmen. Und dann gibt es Menschen, die einfach nicht mehr zu meinen Leben gehören dürfen. Denn in einer Beziehung tragen beide Menschen Verantwortung für Vergebung und Frieden. Noch ein Gedanke. Vergebung ist nicht dasselbe wie Versöhnung mit jemanden. Vergebung ist eine bewusste Entscheidung. Und manchmal spüre ich an einem Tag, okay, dieser Person kann ich dieses Verhalten jetzt vergeben. Und vielleicht zwei Tage später sagt mein Gefühl mir auf gar keinen Fall. Die Verletzung ist so tief, geht nicht. Vergebung geschieht also nicht nur in einem einzigen Moment, sondern es geht darum, sich immer wieder dafür zu entscheiden. Vergebung ist ein fortlaufender Prozess. Ein Zitat aus diesem kleinen Büchlein. Vergebung ist der persönliche Akt, die Person, die gegen mich gesündigt hat, von meinem persönlichen Recht zu entbinden, die moralische Schuld einzutreiben oder ihm oder ihr für die Tat zurückzuzahlen. Das bedeutet, dass wir Gott das Recht überlassen, dass er sich um Gerechtigkeit kümmert. Und das ist nicht einfach. In manchen Momenten mögen die Dinge vielleicht schwarz und weiß sein. Und es gibt kein dazwischen, kein Grau. Und dann ertappe ich mich dabei zu denken, Gott, ganz ehrlich, also was machst du gerade? Wieso dauert das so lange, dass du mir zu meinem Recht verhilfst? Gott, die Zügel in die Hand zu geben und ihm zu erlauben, die Gerechtigkeit auf eine Weise zu Hand haben, die ich es niemals könnte, kann mich befreien und aus einer total belastenden, betroffenen und schuldiger Dynamik rausholen. Die Einladung, die Gott spricht, ist, kommt zu mir. Ich werde in deinem Namen handeln. Ich weiß, dass das für einige hier unter uns ein ziemlich schwieriger Glaubensschritt ist. Doch ich möchte euch ermutigen, Gott in eure Schmerzen einzuladen, weil es so befreien sein kann. Ich bin jetzt seit 20 Jahren in dieser Gemeinde. Einige kennen mich seitdem, andere vielleicht kürzer. Und vor fünf Jahren ist in meinem Leben ein Riesenschmerz eingebrochen. Mein Mann hat mich von einem auf dem anderen Tag verlassen. Das habe ich nicht kommen sehen. Und diese sehr langjährige und tiefe Beziehung war auf einmal zu Ende. Und ich habe da gestanden und gedacht, Gott, was soll das denn jetzt? Was habe ich übersehen? Was kann ich tun? Und ich hatte ganz tiefe, schmerzvolle Gefühle. Es sind Worte gesagt worden und es gab Taten, die mich zutiefst verletzt haben. Und ich stand da und wusste nicht, wohin damit. Und dann habe ich gehört, vergeben und vergessen. Und ich habe gedacht, nee, so funktioniert es doch nicht. Das ist doch unrealistisch. Und dann hat Gott mich in einen Prozess reingeführt. Ich glaube, das erste Jahr habe ich die Klagepsalm hoch und runter nicht gebetet, sondern geweint, geschrien, geklagt. Und dann war plötzlich etwas möglich, Gott in diesen Ort meiner Schmerzen einzuladen. Ein Stückchen Heilung, ein Stückchen Verstehen, wieso das so gekommen ist. Und auch für mich klar zu haben, wie möchte ich denn meine Zukunft gestalten? Wie möchte ich mit dieser so langjährigen Beziehung umgehen? Es ist ein langer Weg, aber heute kann ich euch sagen, durch dieses Loslassen ist plötzlich vieles möglich geworden. Und das, was mich zutiefst berührt hat in diesem Jahr war, dass über die Osterzeit mein Schwiegervater im Sterben lag und ich mit der neuen Partnerin meines Mannes an seinem Sterbetag morgens zwei Stunden zwischen sechs und sieben am Sterbebett saß und wir uns so tief unterhalten haben über diese Familie ihre Geschichte, die eigenen Schmerzen, die wir erlebt haben. Und das war so krass, hätte mir das jemand vor fünf Jahren gesagt, wie diese Beziehungsgestaltung sich plötzlich entwickelt. Ich hätte es nicht geglaubt. Das ist meine Geschichte. Eure mag ganz anders sein. Eurer Art in Vergebung reinzukommen und in einen Heilungsprozess reinzukommen, mag ganz anders sein. Und das ist richtig und gut so. Ihr dürft Gott einladen, euch zu begleiten, Vergebung zu lernen. Ein Zitat zum Schluss. Vergebung ist die kostbare Haltung eines bereitwilligen Geistes, immer wieder neu zu lernen. Jetzt haben wir noch was auf den Folien, Willina. Wenn die noch mal eingeblendet werden könnten, da ist nämlich einmal so eine kleine Reflexionsfrage und dann tatsächlich auch der arameische Text. Ich möchte euch einladen, mal eine Minute dem nachzuspüren, was ihr gehört habt. Möglicherweise sind diese Fragen hilfreich für euch. Ich lese sie einmal vor. Vergiebe uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldiger. Erste Möglichkeit. Lasst ihr von Gott zeigen, ob es etwas gibt, wo du dich erst einen Fehler begießt oder jemandem gegenüber unverbist. Bringe diese Situation oder Einstellung vor Gott. Zweite Reflexionsfrage. Ist jemand an dir schuldig geworden? Sprich mit Gott über Vergebung für diese Person. Ist das schon möglich oder brauchst du etwas dafür, damit du da was loslassen kannst? Eine Minute. Stille. Ich hätte gerne jetzt die nächste Folie mit dem Text. Übersetzung des arameischen Textes. Und wenn ihr es lesen könnt aus den Bank rein, dann lade ich euch ein, das gemeinsam mit mir zu sprechen. Unser Vater, der überall ist. Heilig sei dein Name. Lass dein Reich kommen. Lass deinen Willen sein, wie im Universum so auch auf der Erde. Gib uns unser nötiges Brot von Tag zu Tag und vergib uns unsere Vergehen, so wie wir unseren Schuldigern vergeben haben. Und lass uns nicht in Versuchung geraten, sondern erlöse uns vom Irrtum. Denn dahin ist das Reich und die Macht und die Herrlichkeit von allen Zeitaltern in alle Zeitalter. Amen.