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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Neue Perspektiven und alter Vorstand beim Zentralrat der Konfessionsfreien

Zentralrat der Konfessionsfreien · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-25 · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Wissen

Der Staat und seine Institutionen, insbesondere Medizin und Bildung, müssen weltanschaulich neutral sein, und der Zentralrat der Konfessionsfreien wird seine Arbeit zur Durchsetzung dieser Neutralität mit erweiterter Finanzierung verstärken.

Wir brauchen eine weltanschaulich neutrale Medizin im weltanschaulich neutralen Staat

Der Text berichtet über eine Strategieklausur des Zentralrats der Konfessionsfreien am 11. und 12. September 2026 in Erfurt. Im ersten Workshop ging es um reproduktive Selbstbestimmung und den Fall des Lippstädter Chefarzts Joachim Volz, dem sein katholischer Klinikträger Schwangerschaftsabbrüche untersagt hatte. Michael Schmidt-Salomon forderte eine weltanschaulich neutrale Medizin im weltanschaulich neutralen Staat. Benjamin Stibi ordnete den Fall juristisch ein und bezeichnete ihn als politisch-medialen Erfolg. Im zweiten Workshop wurde die Möglichkeit bekenntnisfreier Schulen im bekenntnisfreien Staat diskutiert. Philipp Möller verwies auf die GEW-Unterstützung und argumentierte, Kinder sollten nicht nach dem Glauben ihrer Eltern getrennt werden. Der Vorstand wurde für zwei weitere Jahre wiedergewählt, und der Zentralrat wird ab 2027 durch die Julian-Huxley-Stiftung zusätzlich finanziert. Geplant sind unter anderem eine Veranstaltung in der Größenordnung des Parlamentarischen Abends, Präsenz auf Parteitagen und eine Anmeldung für den Kirchentag 2027 in Düsseldorf.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Organisationen Neue Perspektiven und alter Vorstand beim Zentralrat der Konfessionsfreien Bei seiner Strategieklausur am 11. und 12. September in Erfurt hat der Zentralrat der Konfessionsfreien zwei Workshops durchgeführt und seine Ratsversammlung mit Vorstandswahlen abgehalten. Der Vorstand wurde für zwei weitere Jahre wiedergewählt und hat über erweiterte finanzielle Möglichkeiten berichtet. Zentralrat der Konfessionsfreien 25.09.2026 Strategieklausur in Erfurt Foto: © Evelin Frerk Beim ersten Workshop hat Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung ( gbs ) den Kampf um reproduktive Selbstbestimmung bis zur Aufhebung des Paragrafen 219a StGB nachgezeichnet und vom Fall des Lippstädter Chefarzts Joachim Volz berichtet, dem sein katholischer Klinikträger Schwangerschaftsabbrüche untersagt hatte. „Der Fall Volz hat die restriktive Abtreibungspolitik katholischer Krankenhausträger bundesweit öffentlich gemacht. Wir brauchen eine weltanschaulich neutrale Medizin im weltanschaulich neutralen Staat“, sagte Schmidt-Salomon abschließend. Benjamin Stibi vom Institut für Weltanschauungsrecht ( ifw ) ordnete den Fall juristisch ein und legte dar, dass das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen auf der Grundlage des Weisungsrechts ausgesprochen wurde, das jedem Arbeitgeber zusteht. „Das Verfahren ist zugleich ein politisch-medialer Erfolg, denn es hat die notwendige Debatte um die Probleme der konfessionell gebundenen Gesundheitsversorgung angestoßen“, so Stibi. Volz selbst ist inzwischen Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für den nordrhein-westfälischen Landtag. Workshop zur „Bekenntnisfreien Schule im bekenntnisfreien Staat” Im zweiten Workshop ging es um die im Grundgesetz vorgesehene, aber ungenutzte Möglichkeit bekenntnisfreier Schulen . Vorsitzender Philipp Möller verwies auf die im November 2025 einstimmig beschlossene GEW -Unterstützung für dieses Modell sowie auf eine für November in München geplante Podiumsdiskussion. „Wo Kinder gemeinsam Mathe und Englisch lernen, sollten sie auch gemeinsam über Ethik, Werte und Religion sprechen, ohne dabei nach dem Glauben ihrer Eltern getrennt zu werden – das ist auch integrationspolitisch dringend erforderlich“, sagte Möller. Gerhard Lein vom Arbeitskreis Säkularität und Humanismus ( SPD AKSH ) ergänzte die Debatte um Erfahrungen aus Hamburg und die Perspektive der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW ), der er ebenfalls angehört. Ratsversammlung Bei der abschließenden Ratsversammlung wurde der Vorstand wiedergewählt und wird ab sofort durch einen neuen Schatzmeister unterstützt. Außerdem wird der Zentralrat ab dem Jahr 2027 in erweitertem Umfang durch die Julian-Huxley-Stiftung unterstützt, die die bestehende Finanzierung durch die gbs ergänzt. Mit diesen Möglichkeiten will der Zentralrat im nächsten Jahr wieder eine Veranstaltung in der Größenordnung des Parlamentarischen Abends vom September 2025 ausrichten und verstärkt auf Parteitagen präsent sein, darunter die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen im Dezember 2026 in Berlin; außerdem hat sich der Verband für einen Präsenz beim Kirchentag 2027 in Düsseldorf angemeldet. Das Jahresprogramm für 2027 wird bei der Verbandsratssitzung im Dezember 2026 präsentiert. Die Teilnehmenden der Strategieklausur in Erfurt 2026 Foto: © Evelin Frerk Fazit: „Es gibt viel zu tun!” Die stellvertretende Vorsitzende Ulla Bonnekoh zeigt sich nach dem Wochenende sehr erfreut: „Mit der erweiterten Finanzierung durch die Julian-Huxley-Stiftung können wir die nächste Stufe des Zentralrats zünden.” Auch Möller ist sehr zufrieden: „Das war ein ausgesprochen konstruktives Treffen mit sehr netten Menschen und viel Raum für fachliche Gespräche und für die Netzwerkarbeit.” Der Verbandsratsvorsitzende Rainer Rosenzweig ermutigt die Verbände zur Mitarbeit: „Wir freuen uns über konkrete Projektvorschläge unserer Mitglieder, die wir dann unterstützen oder in Kooperation durchführen können – legen wir los, es gibt viel zu tun!” Erstveröffentlichung auf der Website des Zentralrats der Konfessionsfreien . Share news Zentralrat der Konfessionsfreien